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Dan Shocker's Larry Brent - Der Blutstein-Zyklus: Die Blut-Träne von Palma (Teil 7)

StoryDie Blut-Träne von Palma
Teil 7

X-RAY-7 blieb in dem fünf Sternehotel Grupotel Vaparaíso Place & Spa zurück. Er würde sich um alles kümmern.

X-RAY-1, der von Kunaritschew über das Ganze informiert worden war, würde ein Spurensicherungsteam der PSA schicken, die das ganze Zimmer auf den Kopf stellen würden.

Mike Wolf hingegen war mit Ron Kelly, John Berry und Sluck zum Hafen gefahren, wo deren Jacht lag.


"So, Kelly. Was werden Sie nun machen?"

Ron Kelly warf einen Blick zu seinen Freunden. "Ich bin noch immer auf der Spur eine Sekte in Tanger, die einer seltsamen Göttin Blutopfer bringt, und auf deren Wiederkehr wartet."

Er machte eine kurze Pause.

"Wie es scheint laufen alle Fäden, von denen ich dachte sie haben ihren Ursprung in Hyperborea, bei Mandurugo zusammen. Und diese 'Göttin' war schon lang bevor es Hyperborea gab aktiv. Wo und wann immer das war."

"Ja, wie es scheint, werden wir Mike Wolf und diesem Iwan, bestimmt wieder über den Weg laufen!" Sluck grinste in Richtung X-RAY-13.

"Sorry, dass ich hier unterbreche!" Johnny 'Crash' Berry kam von der Jacht, die er kurz inspiziert hatte. "Wir müssen auch noch immer diesen Mann finden, den man einst Kaphoon nannte!"

"Kaphoon?" Mike Wolf warf Berry einen fragenden Blick zu.

In kurzen Sätzen schilderte der ehemalige Stuntman seine Begegnung in Tanger.

"Ich denke", lächtelte Mike Wolf spitzbübisch, "dieser Kaphoon wird euch eher über den Weg laufen, als ihr es ahnt!"

Er verabschiedete sich von seinen neuen Freunden, die schnellstmöglich auf ihre geheimnisvolle Insel kommen wollten.

Die Wiedergeburt Mandurugos zog weite Kreise, die weder die PSA, noch Ron Kelly und sein Team, oder Björn Hellmark, den er aus den Akten der PSA kannte, allein für sich bewältigen können würden.

Nur wenn sich alle zusammentaten, bestand eine Chance die Gefahr abzuwenden.

Plötzlich riss das Summen seines Ringes X-RAY-13 aus den Gedanken.

"X-RAY-1 an X-RAY-13" erklang die väterliche Stimme des Leiters der PSA aus dem mikroskopischen Lautsprecher des Ringes. "Ich habe einen neuen Auftrag für Sie!"

"Was ist mit X-RAY-7?"

"Den brauche ich hier in New York!"

"Ok, Sir." Mike Wolf wusste, dass X-RAY-1 ihn nicht ohne Grund ohne Pause auf einen nächsten Fall ansetzen würde. "Schießen Sie los."

Epilog
Er hielt die uralte Steintafel, die all die Jahrtausende unentdeckt in hintersten Winkel der Höhle überdauert hatte, und aussah als wäre erst gestern die Inschrift eingemeißelt worden, in seinen Händen.

Der Mann, der aussah wie ein großer, muskulöser Barbar aus einem alten Hollywoodfilm, hatte keine Mühe diese Schriftzeichen zu lesen. Denn er, der in seinem ersten Leben Kaphoon, der Sohn des Toten Gottes genannt worden war, trug das reine Blut der letzten Xantilonier in sich.

Björn Hellmarks Mine wurde fast ebenso steinern, wie es die Tafel war, als er am Ende der Tafel angekommen war.

Es hatte sich vieles auf Marlos seit dem Sieg über RHA-TA-N'MY geändert. Leider nicht zum Besten, wie sich leider nach einer kurzen Pause des Friedens herausgestellt hatte.

Mascada hatte die Lücke, die die Vernichtung der Dämonengöttin hinterlassen hatte, schnell gefüllt, und stand dieser in ihrer Grausamkeit in Nichts hinterher. Nein, sie versuchte sie sogar noch zu überbieten.

Hellmark war ohne es zu merken mit der Tafel in seinen Händen aus der Geisterhöhle ins Freie hinausgetreten.

Es war Nacht, und die Sterne leuchteten heute besonders hell über der kleinen Insel, die ihm und seinen Getreuen eine Heimat geworden war.

Erneut warf er, so als wäre alles nur ein böser Traum aus dem er bald erwachen würde, einen Blick auf die Tafel auf der folgendes zu lesen war:

Aus den Nebeln des Chaos trat RHA-TA-N'MY und zeugte Ihre Kinder mit Shab-Sodd. Doch Mandurugo gebar sie, als Teil ihrer selbst, aus sich heraus. So ist Mandurugo aus dem selben Fleisch und Blut wie RHA-TA-N'MY, ihre Mutter, die Urmutter aller Dämonen.

Blut von Männern ist die Speise Mandurugos. Im Liebesspiel entzieht sie es ihnen in der Gestalt einer liebreizenden Frau, die eine Göttin gleicht, in der Nacht des Vollzugs.    

Dem Unglücklichen raubt sie das Leben, die Seele gehört ihrer Mutter.

Hütet euch von Mandurugo. Denn einst, wenn der Sohn des Toten Gottes RHA-TA-N'MY vernichtet hat, so wie es die Prohezeihung voraussagt, dann wird sie wiederkehren um den Tod ihrer Mutter zu rächen.

Und dann, genau zu diesem Zeitpunkt wird der Sohn des Toten Gottes, den man auch Kaphoon nannte, mit Widrigkeiten zu kämpfen haben, und er und seine Gefährten fast jeden Schutzes beraubt sein.

Dann schlägt die Stunde Mandurugo und ihrer Diener, die empor aus den Tiefen des Blutsees steigen.

Bjön Hellmark schüttelte müde seinen Kopf. Immer wenn man dachte, es könne nicht schlimmer kommen, dann kam es um so dicker!

Er wusste nicht, wie viel Zeit ihm noch bleiben würde, bis Mandurugo ihre Diener um sich scharen würde. Denn die Tafel war, wie alle Prophezeiungen mit keinem genauen Datum versehen.

Hellmark lief es plötzlich eiskalt über den Rücken. Es kam ihm vor, als würde er durch fremde Augen sehen.

Durch fremde Augen, die ihm die Zukunft zeigten.

Eine Zukunft, die sich die abartigste Phantasie nicht ausdenken konnte.

"So wird es werden, wenn Mandurugo siegt!" flüsterte die Stimme einer alten Frau, die sich plötzlich in die eines jungen Mädchens verwandelte. "Du wirst diesen Kampf nicht allein bestehen, Kaphoon! Du musst die Altar-Runde des Toten Gottes wieder auferstehen lassen!"

"Kaithal!" flüsterte Björn in Gedanken. Doch er bekam keine Antwort.

So plötzlich wie die Vision gekommen war, so schnell war sie wieder gegangen.

Am Horizont verblassten in diesem Augenblick für wenige Wimpernschläge die Sterne am Himmel. Es schien, als würde sich ein gigantischer Schatten über das gesamte Firmament legen. Dann war der Spuk so plötzlich verschwunden, wie er gekommen war.

Hellmark hatte plötzlich das Gefühl das ihm die Zeit wie Sand unter den Fingern zerrann.

Ende

Nachwort des Autors
Nun seit ihr - jedenfalls diejenigen die bis zum Ende beider Teile durchgehalten haben - am Ende des Larry Brent Zweiteilers angelang. Wie ich ja ein-zwei Mal  in der Geschichte angedeutet hatte, könnte mit dem Titel MANDURUGO's BLUT-SEE das Ganze noch in die Dritte Runde gehen. Aber die Geschichte um den Blut-See hatte ich damals ad acta gelegt, da ich ja wie im Vorwort geplant hatte diese beiden Larry Brent  'an den Mann zu bringen', und der dritte Teil wohl eher ein Macabros/Ron Kelly-Roman geworden wäre. Damit hätte das Gesamtkonzept aber weder beim Blitz-Verlag in die Larry Brent-Reihe  oder beim Zaubermond-Verlage in die Macabros-Reihe gepasst.
Ich hoffe ihr hatte viel Spaß beim Lesen.
 
Euer,
Michael Müller (Mikail the Bard)

 

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