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DAN SHOCKER's KAPHOON - Teil 4: Kaphoons letzter Kampf

Dan Shocker's KaphoonDAN SHOCKER's KAPHOON
Kaphoons letzter Kampf
Teil 4

Er war alt geworden, seit damals. Sein langes weißes Haar hing bis zu den Schultern herab und wehten in der frischen Brise des Seewindes, der von Westen kam.

Hinter ihm lag die große Wüste und das ein einsames Gebirge in mitten des Sandes.


Hier am Meer hatte er das Gefühl als könnte jeden Augenblick Xantilon wieder aus den Tiefen emporsteigen und die glücklichen, goldnen Tage der Menschheit erneut beginnen. Doch Kaphoon wusste, es wäre nur Wunschträume. Er kannte als Einziger der Überlebenden Xantilons die Wahrheit. Die Zukunft hatte er gesehen, wenn auch nur bruchstückhaft - gehört davon jedoch um so mehr. Harry sein Vater, ein Freund Björn Hellmarks, Hellmark selbst und Jim Conetti hatte ihm von ihren Zeitperioden erzählt.

Björn Hellmark, ein Mann aus der Zukunft, den die Schwarzen Priester des Molochos, Kaphoon nannten und den Rha-ta-N'my, die oberste Göttin tot sehen wollte, war er selbst. Wiedergeboren in einen fernen Zeit, in der die Menschen nichts mehr von Xantilon wussten, die Magie für Märchen hielten und trotzdem nach dem versunken Atlantis suchten. Selbst Apokalypta hatte versucht seine beiden Existenzen gegeneinander zu hetzen, so das Hellmark Kaphoon töten sollte und so mit sich seine eigene Vergangenheit, oder Kaphoons Zukunft. Doch auch Sie war gescheitert.

Jim Conetti, sein Freund aus der Zukunft. Er war ihm als Streiter gegen die Dämonen bis in diese Welt gefolgt, die man einst die Nordseeküste von Deutschland nennen würde. Doch auch er war gefallen im Kampf gegen die Anhänger der Dämonen, von denen sich ebenfalls einige retten konnten, und genau wie die Xantilonier in alle Himmelsrichtungen und alle Landmassen verstreut hatten.

Wie hatte Conetti einst gesagt? "Weißt Kaphoon, jetzt wird mir langsam klar woher die ganzen Mythen und Göttergeschichten kommen - oder die Sintflut! Egal welches Land, welcher Kontinent, die Dämonen sind dort, aber auch Ihre Gegner, die Helden Xantilons. All die Geschichten die es jetzt schon gibt die es geben wird: Als Xantilon versank nahm alles seinen Anfang.!"

Plötzlich verspürte er einen eiskalten Hauch der ihm einen Schauer die Wirbelsäule herauf kriechen ließ. Es war als würde der Tod nach Ihm greifen. Wie aus dem Nicht hatte er das Schwert des Toten Gottes in der Hand und dreht sich um.

Doch es war kein Dämon, kein Schwarzer Prieser, der vor ihm stand und aus ruhigen Augen ansah. Es war Kaithal, die Seherin mit den tausend Augen.

"Du bist es nur!" stöhnte Kaphoon kurz und steckte das Schwert ein.

"Ja, nur ich, mein Held!" Sie sah sehr ernst aus. "Doch das Schwert solltest du wieder ergreifen, denn heute ist der Tag an dem du deinen größten und schwersten Kampf bestehen musst -  und deinen Letzten in diesem Leben!"

Der Sohn des Toten Gottes seufzte tief. "Es ist also soweit. Ich werde sterben!"

"Irgendwann sterben wir alle einmal. Sogar ich!" Kaital lächelte kurz. "Aber wir werden alle wiedergeboren, solange uns die Menschheit braucht!"

"Ein kleiner Trost!" Kaphoon grinste und sah um Jahrzehnte jünger aus.

Die Seherin mit den tausend Augen hob ihre Hände gegen den Himmel: "Oh Ihr Götter Xantilons, oh Helden Xantilons die Ihr ehrenvoll im Kampf gegen die Dämonen gefallen seit, hört mein Rufen, hört mein Fleh'n. Lasset nun ein Wunder gescheh'n. Erfüllet den Sohn des Toten Gottes mit Jugend, Mut, Kraft und Behende, so dass er seinen letzte Kampf zu seinen Gunsten beende!"

Urplötzlich wurde es gleißend hell, so daß Kaphoon seine Augen schließen musste um nicht zu erblinden. Sein ganzer Körper stand unter Feuer, seine Venen schienen mit flüssiger Lava gefüllt zu sein, sei Blut kochte und alle schmerzte.

Wie kam, so war es auch vorbei. Doch als der Xantilonier seine Augen öffnet war Kaithal nicht mehr da. Nur der Hauch ihrer Stimme klang noch im Wind, bevor sie ganz zerfaserte. "Nutze die Jugend und eine Kraft weise! Du must gewinnen, sonst ist alles verloren!"

Der Wind wurde eisig kalt, die Wellen schäumten und schienen mit wütender Kraft die Felsenklippe zertrümmen zu wollen, auf der er stand. Doch Kaphoon wandte sich ab und schritt mit großen Schritten hinab zum Strand. Dort würde er seinen letzte Gegner erwarten.

***

Die Dunkelheit kam über das Land. Mit einem Schlag  war es finster und nur der Mond stand in seiner vollen  Pracht am Himmel.

Das Heulen der Wölfe war durch das Rausche des Meeres nur leise zu hören. Doch die Tiere der Wildnis würden sich diese eine besondere Nacht nicht zum Strand wagen. Ihr Instinkt ließ sie in den Wäldern bleiben bis die Sonnen wieder schien.

Er war allein. Aber das war normal, denn am Ende seines Lebens war man immer alleine - egal wie viele beiwohnten. Den "letzten Kampf" kämpfte jeder für sich alleine.

Ohne Vorwarnung teilten sich die Fluten der eiskalten See. Eine gigantische Seeschlange schoss auf den Strand zu, nur das eine Ziel im Auge: KAPHOON!  Doch als ihr gewaltiger Kopf auf dem nassen Sand aufschlug war der Sohn des Toten Gottes schon nicht mehr dort. Mit einem gewaltigen Satz sprang er von der Klippe auf der er schon mit Kaithal gestanden hatte, das Schwert zum Stoß bereit.

Doch die Klinge prallte ab. Es war als hätten die Mächte der Finsternis das Seeungeheuer mit Eisenplatten gepanzert. Aber Kaphoon wusste das es nicht der Fall war. Dieses Monster war kein Geschöpf der Finsternis, sondern ein Überbleibsel aus der Zeit als Monstren wie diese die Welt beherrschten und es noch keine Menschen gab. Der einzige Weg es zu töten war, das Schwert durch eines der Augen in das Gehirn des Tieres zu treiben.

Aber das war einfacher gesagt als getan.

Für Kaphoon war es schon schwer genug sich auf der Schlange festzuhalten, die durch das Meereswasser noch rutschig und voller Seetang war. Langsam kämpfte
er sich zum Kopf vor. Immer der Gefahr ausgesetzt das ihn das Monster einfach vom Rücken fegte in dem es sich auf dem Sand hin und her rollte. Aber soweit dachte das Tier nicht, sondern versuchte seinen Kopf soweit nach hinten zu biegen, das es ihn erwischen konnte. Doch Kaphoon wehrte die Bisse immer wieder mit dem Schwert des Toten Gottes ab.

***

Eine Stunde dauerte der ungleiche Kampf zwischen der Titanenkraft der Seeschlange und der Kraft des verjüngten Kaphoon. Er wusste, wenn er dieses Biest nicht schnell tötet, würde seine Kraft nicht lange ausreichen.

Der Sohn des Toten Gottes wusste, es gab noch einen anderen Weg, aber wenn er versagte, dann war er tot - und umsonst gestorben, denn die Schlange würde auf Befehl der Dämonen weiter die Küsten aller Meere unsicher machen.

Als das Monster wieder sein Maul aufriss um in zu verschlingen, da sprang er nach vorne in das Maul, und noch bevor das Biest es schließen konnte stieß er das Schwert des Toten Gottes nach oben durch den Schädel in das Gehirn des Wesens.

Kaphoon konnte gerade noch das Maul verlassen, bevor sich die Seeschlagen vor Schmerzen krümmend in die schäumende See verkroch. Doch auch er war am Ende seines Weges angekommen, denn er stürzte aus 12 Meter Höhe auf den Strand, und auch der nasse Sand konnte diesen Sturz nicht genügend federn.

Doch Kaphoon schrie nicht, er wimmerte auch nicht oder brüllte verzweifelt und schmerzgepeinigt auf. Sein ganzer Körper war gefühllos, seine Beine, seine Arme taub. Er war hilflos, denn sein Schwert, die Waffe, die jedes Wesen der Finsternis fürchtet, versank eben mit der sterben den Schlange in der Tiefe der See.

Nun wusste er auch, warum er als Björn das Schwert in der Nähe Irland tief im Meer an der Nordspitze Xantilons finden würde.

Die Schlange kam von dort, dort war sie geboren, dort wollte sie sterben.

Und ihre Herren, die Schwarzen Priester die die Prophezeiung kannten, mussten das Schwert gar nicht berühren, sondern schufen nur den quadratischen, durchsichtigen Würfel, den nur Kaphoon oder Björn durchdringen konnte, in dem auch das Buch der Gesetzte liegen würde.

Ein wissendes Lächeln schob sich auf den Lippen des Sterbenden, der langsam wieder alterte. Das Schicksal hatte eine seltsame Art Humor zu zeigen!

Dann schloss er seine Augen und seine Seele trat die Reise durch die Zeit an.

ENDE ?  Nein nur ein neuer ANFANG!

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