Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe, Historischer Dreiteiler im ZDF

ZDFInternational Emmy-Preisträger Andreas Prochaska inszenierte die ZDF/ORF-Koproduktion nach den Drehbüchern von Martin Ambrosch: 270 Minuten Kampf, Lust und Intrige, erzählt als packende, tragische und bewegende Liebesgeschichte, die das Weltreich der Habsburger begründete.

Maximilian I., der in die Geschichte als der "letzte Ritter" eingegangen ist, und Maria von Burgund, die nach dem Tod des Vaters in sehr jungen Jahren Regierungsverantwortung übernehmen muss: eine machtvolle Allianz, zwei emanzipierte aufstrebende Potentaten, ein beeindruckendes Liebespaar.

ZDF: ab Sonntag, 1. Oktober 2017, 22.00 Uhr
Mediathek: ab Sonntag, 1. Oktober 2017, 22.00 Uhr

Eine Produktion der MR Film in Koproduktion mit ORF, ZDF und Beta Film GmbH mit Unterstützung des Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und des Landes Niederösterreich.

Die Rollen und ihre Darsteller
Maria von Burgund - Christa Théret
Maximilian - Jannis Niewöhner
Margareta von York - Alix Poisson
König Ludwig XI. - Jean-Hugues Anglade
Kaiser Friedrich III. - Tobias Moretti
Johanna von Hallewyn - Miriam Fussenegger
Wolf von Polheim - Stefan Pohl
Adolf von Egmond - Fritz Karl
Charlotte von Savoyen - Sylvie Testud
Philippe de Commynes - Nicolas Wanczycki
Guillaume Hugonet - André Penvern
Olivier de La Marche - Raphaël Lenglet
Haug von Werdenberg - Johannes Krisch
Georg Rudolfer - Harald Windisch
Olivier Le Daim - Thierry Piétra
Rosina von Kraig - Lili Epply
Dauphin Charles - Max Baissette
Jan Coppenhole - Sebastian Blomberg
Franchois Coppenhole - Christoph Luser
Bertram - Aaron Friesz
Ulrich Fugger - Martin Wuttke
Guy de Brimeu - Yvon Back
Matthias Corvinus - Mark Zak
und andere

Bild: ZDF-Logo aus der Wikipedia

 

Überblick

1477 fällt Karl der Kühne, Herrscher des Hauses Burgund, in der Schlacht um Nancy. Maria, seine einzige Tochter, erbt das mäch­tigste Herzogtum des 15. Jahrhunderts. Doch als Frau kann sie nicht herrschen, nur ein Mann darf regieren – Maria muss heira­ten. Am österreichischen Hof weiß Friedrich III., Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, dass Burgunds unermesslicher Reichtum der Schlüssel zur Macht ist. Er verlangt, dass sein Sohn Maximilian um Marias Hand anhält. Auch Friedrichs Gegenspieler, Ludwig XI. von Frankreich, plant, seinen Sohn mit der jungen Herzogin zu verehelichen. Aber Maria will allein regieren, gegen jedes Gesetz. Auch Maximilian weigert sich, Spielball politischer Ambitionen zu sein. Doch der Kampf um die Vorherrschaft in Europa hat längst begonnen. Beide lernen schnell, wie man überlebt und wie man herrscht. Nur auf eines sind sie nicht vorbe­reitet: auf die Liebe, die sie füreinander empfinden.

Geschichtlicher Hintergrund

Europa im 15. Jahrhundert: Der Kontinent befindet sich in einer Zeit des Umbruchs, Spanien wird von den Mauren zurückerobert, neue Handelsrouten lassen Wirtschaft, Kunst, Kultur und Wissen­schaft wieder aufblühen, und die mächtigen Landesfürsten teilen Europa in verschiedene Machtblöcke auf.

1459 wird Maximilian von Österreich als Sohn des Römisch Deutschen Kaisers Friedrich III. und der Eleonore von Portugal in Wiener Neustadt geboren.

Der Kaiser, der damals aufgrund der unsicheren Lage in der Hauptstadt im 60 Kilometer südlich gelegenen Wiener Neustadt residiert, steckt in finanzieller Not. Die kostspielige Hofführung, die Verteidigung seiner Landesgrenzen gegen den ungarischen Herrscher Matthias Corvinus und die Finanzierung seiner Wahl zum Römisch Deutschen Kaiser durch die Kurfürsten sind kost­spielig. Eine zentrale Figur für den Kaiser ist das Augsburger Kaufmannshaus Fugger als großzügiger Kreditgeber für die Habsburger.

Das Herzogtum Burgund ist in der Zeit ein wirtschaftlich und strategisch bedeutendes Gebiet zwischen den Großmächten Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Insbesondere die durch den Tuchhandel florierenden Städte Gent und Brügge entwickeln sich zu einem Handelsmittelpunkt in Europa. Durch den Tod des Burgunderherzogs Karl der Kühne im Jahr 1477 wird die Aufmerksamkeit der Großmächte auf seine Tochter und Erbin Maria gelenkt. Der französische König Ludwig XI. erhebt aufgrund der Verwandtschaft seines Hauses mit Burgund dynastische Ansprüche auf das reiche Gebiet und schlägt eine Hochzeit Marias mit seinem damals siebenjährigen Sohn Karl vor. Dieser Antrag wird jedoch abgelehnt, und Burgund entscheidet sich für den jungen Habsburger Maximilian. Bei die­ser Entscheidung ist Marias Stiefmutter Margareta von York eine entscheidende Schlüsselfigur. Die dritte Frau Karls des Kühnen ist enge Vertraute und Beraterin von Maria und spielt auch bei der Erziehung ihrer gemeinsamen Kinder mit Maximilian eine wichtige Rolle.

Die Hochzeit ist für die Habsburger von enormer strategischer und finanzieller Bedeutung, da mit diesem Schritt Burgund in den Besitz der Österreicher fällt. Trotz Proteste der Franzosen kommt es 1477 zur Vermählung von Maximilian und Maria.

Die Eingliederung des Herzogtums in das Heilige Römische Reich führt zu erheblichen Konflikten zwischen den Habsburgern und den französisch beeinflussten Gebieten Burgunds und sorgt noch Jahrzehnte nach der Hochzeit für Spannungen um die burgundi­sche Erbfolge.

Maximilians und Marias Hochzeit ist der Grundstein für die habsburgische Heiratspolitik. Unter dem berühmten Leitspruch "Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, hei­rate!" werden ihre gemeinsamen Kinder Philipp und Margarete mit Johanna und Johannes von Kastilien vermählt. Mit der spa­nisch-österreichischen Doppelhochzeit entfaltet sich das Habsburger Reich zur Großmacht Europas, welche unter Karl V., Sohn von von Philipp von Österreich und Johanna von Kastilien, und somit Enkel von Maximilian und Maria, seine Blüte er­reicht. Unter Karl V. dominieren die Habsburger nicht nur das Erbland in Österreich mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, Burgund und Neapel-Sizilien, sondern auch Spanien und das neu entdeckte Amerika – ein Reich, in dem die Sonne nicht untergeht, wie es damals hieß.

Das Online-Angebot zum Film

Die Ausstrahlung des Dreiteilers "Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe" wird mit einem besonderen Online-Angebot begleitet: Alle drei Teile des Historiendramas sind ab dem ersten Sendetermin, 1. Oktober 2017, 22.00 Uhr, zeitgleich in der ZDF-Mediathek für drei Monate abrufbar. Der User findet dort zusätzlich die Dokumentation "Maximilian – Der letzte Ritter" als Video-on-Demand sowie Trailer, Hintergrundinfos zu Film und Dreh, Interviews und ein Who's Who, das die Verwandtschafts- und Beziehungsverhältnisse der Figuren im Film untereinander verdeutlicht.

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