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KOMMISSAR X - Die Heftromanserie, Teil 9: Rolf Kalmuczak

Kommissar X - Die HeftromanserieDie Heftromanserie
Teil 9
Rolf Kalmuczak

1971 gab der Autor  ROLF KALMUCZAK als  RED BURGER mit dem KX Heftroman # 630 „ZUM FRÜHSTÜCK EINE PRISE HASCH“ sein KOMMISSAR X Debüt.

Im selben Jahr schrieb der Autor mit „KEIN WACHS IN ZARTEN HÄNDEN“ (# 404) auch sein erstes KX – Taschenbuch für die Krimi – Serie.

 

Rolf KalmuczakAnscheinend scheint Rolf Kalmuczak auch unter dem Pseudonym HAL BOSTON Kommissar X – Taschenbücher geschrieben haben. Und zwar die TB’s DIE NEBELBANDE“ (# 403, 1971) und „MAKLER DES TODES“ (# 412, 1971).
 
Bereits 1972 schrieb der Autor mit „DIE ROTE SHEILA STRIPPT NICHT MEHR“ (# 478) sein letztes Taschenbuch.

Ein Jahr später verließ Rolf Kalmuczak mit dem Heftroman „IN LIEBE, DEIN KILLER“ (# 735) die Krimi – Serie.
Kommissar X Bd. 630 - Zum Frühstück eine Prise Hasch von Red Burger aka Rolf KalmuczakRolf Kalmuczak wurde am 17. April 1938 in Nordhausen/Harz geboren.

In der Grundschule hatte er Probleme mit der Rechtsschreibung. Er studierte drei Semester Germanistik, entschied sich dann aber doch für die Schriftstellerei. Bei seinen Anfänger orientierte er sich an seinen  Vorbildern wie Raymond Chandler oder Erich Maria Remarque.

Das hat so ungefähr vor 35 Jahren angefangen. Ich war damals Journalist. Eines Tages kam ein Angebot von Lübbe, das war damals noch ein ganz kleiner Verlag. Der Chef dort bot mir einen Job als Redakteur an. Es ging darum, Romane zu redigieren.“  (1)

1962 erschien mit Band 237 „DER HEHLER, DER DEN TOD VERKAUFT“ sein erster Jerry Cotton – Roman. Insgesamt schrieb er über 50 Heftromane und 20 Taschenbücher für diese Krimi – Serie.

Seit 1966 hatte Kalmuczak unter mehr als 100 Pseudonymen insgesamt 160 Jugendbücher sowie 2.700 Kriminalgeschichten für Illustrierte, 36 Drehbücher, 170 Taschenbuch-Krimis, 200 Heftromane geschrieben.

Ich stehe dafür sogar in allen Pseudonym-Lexika. Zwar auch im Guiness-Buch der Rekorde, dort aber vor allem wegen der Vielzahl meiner Veröffentlichungen. Angefangen hat alles mit meinen Kriminalkurzgeschichten, von denen rund 2700 Stück in verschiedenen Zeitschriften abgedruckt wurden.
Bei einem dieser Magazine war es damals üblich, dem Leser vorzutäuschen, dass in einem bestimmten Rhythmus verschiedene Autoren auftreten. Also hieß ich mal Fred Burger, mal Rolf Reiher. Den Lesern fiel das gar nicht auf. Die Redaktion leitete Briefe an mich weiter, in denen es hieß: Machen Sie weiter so, Herr Burger, Sie schreiben viel besser als Herr Reiher. Dieses Versteckspiel habe ich über 25 Jahre lang durchgehalten.“  (2)

Komiissar X 735 - In Liebe, Dein Killer von Red Burger aka Rolf KalmuczakAb 1979 gelang Rolf Kalmuczak mit der beliebten Kinderkrimi-Serie "TKKG" wohl sein größter Erfolg. Mehr als 100 Bücher schrieb er unter  dem Pseudonym STEFAN WOLF.

Kinder mögen Tiere, deshalb eignet sich für die jungen Leser am besten ein Tierpseudonym. Tom Fuchs wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Bei der Wahl des Namens ist entscheidend, dass er so einfach wie möglich ist. Also Stefan mit f und nicht mit ph.“ (3)

Mit 14 Millionen verkauften Büchern gehört die Serie zu den erfolgreichsten Kinderbuchreihen.

Ab 1981 erschien „TKKG“ als Hörspiel – Serie bei Europa. Von der Serie wurden fast 30 Millionen Hörspielkassetten und CDs verkauft.

Rolf Kalmuczak verstarb am 10. März 2007 in Garmisch-Partenkirchen.

Ich habe bis heute - alles in allem - 400 bis 500 Romane geschrieben, davon knapp 150 Jugendbücher, dazu ungefähr zwei oder drei Dutzend Illustriertenromane, 110 Hörspiele und zirka 2700 Kurzgeschichten.“  (4)


(1) Rolf Kalmuczak
(2) Rolf Kalmuczak
(3) Rolf Kalmuczak
(4) Rolf Kalmuczak

© by Ingo Löchel

 

Kommentare  

#1 Der Spuk 2009-02-09 21:38
Ach her je, Kalmuczak hat auch bei Jerry Cotton mitgeschrieben? Na wen seine Romane auch schon damals so von den Vorurteilen der TKKG-Reihe geprägt waren - ich spreche nur mal z.B. Rocker an :-) - wunderts mich nicht, dass er heute auch noch schreibt. Aber auch mal wieder so. In TKKG hat er sich das leisten können, da sagte man, ja, ist seine Meinung. Wenn das aber ein Heftromanautor schreibt heißts wieder, jo, halt nur ein "Schundhefterl-Autor", der kanns halt nicht besser...

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