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KOMMISSAR X - Die Heftromanserie, DIE KOMMISSAR X-CHRONIK, Teil 1

Kommissar XDie Heftroman-Serie
DIE CHRONIK
Teil 1

Aufgrund mangelnder weiterer Recherchemöglichkeiten und neuer Informationen über die Heftromanserie sowie deren Autoren, schließe ich die Artikelserie um „Kommissar X“ mit der zweiteiligen KX-Chronik erst einmal ab. Sollte ich in naher oder ferner Zukunft an neue Informationen zu „Kommissar X“ und deren Autoren etc.  gelangen, werde ich die Artikelserie natürlich entsprechend fortsetzen.

In der  Kommissar X – Chronik wurden die wichtigsten Ereignisse der Krimi-Serie noch einmal auf den neusten Stand gebracht. Die Pseudonyme der Autoren sind, wenn nicht anders angegeben oder dargestellt, in Klammern gesetzt.

Leider gab es keine Leserkontaktseite bei Kommissar X. Dass es trotzdem Leserbriefe und Leserreaktionen gegeben hat,  ist durch Aussagen von KX-Autoren wie z. B. von FRITJOF G. HAFT belegt. Sie wurden aber vermutlich nicht an die entsprechenden Autoren weitergeleitet, da es nach außen hin ja nur einen einzigen KX-.Autor gegeben hatte.

Nur gelegentlich wurden Briefe aus ‚erzieherischen Gründen‘ an die jeweiligen Autoren seitens des Pabel Verlages weitergeleitet. Zum Beispiel wenn sich Leser über falsche Beschreibungen amerikanischer Städte etc. beschwerten. Ansonsten wanderten die Leserbriefe vermutlich in das Archiv des Pabel Verlages, was allerdings nicht mehr existiert.

Eine Chronik wie die KX-Chronik kann nie von sich behaupten eine vollständige Übersicht zu liefern. Wer also Ergänzungen dazu oder neue Informationen zur Serie oder den Autoren hat oder auf sie stößt, dann immer her damit.

  • 1958
  • Das AttentatIm November erscheint  mit „DAS ATTENTAT“ (von C. H. GUENTHER) der erste Kommissar X-Roman.

  • 1960
  • Der Zeichner LONATI alias Rudolf Sieber gibt mit KX # 45 „EINE MEILE ANGST“ sein Debüt als Titelbildzeichner für „Kommissar X“.

  • Der Kommissar X-Klassiker „DREI GELBE KATZEN“ (KX # 73) von C. H. GUENTHER erscheint.

  • Der Autor FRITJOF G. HAFT (Bert F. Island) gibt mit „JAGD AUF UNBEKANNT“ (KX # 84)  sein Kommissar X-Debüt.

  • 1961
  • Mit „EINER WEISS ZUVIEL“, Pabel Taschenbuch Nr. 27, erscheint das erste Kommissar X-Taschenbuch (unter dem Pseudonym Bert F. Island). Autor des Romans ist C. H. GUENTHER.

  • 1963
  • Ein Freund blieb auf der StreckeMit KX # 250 „EIN FREUND BLEIBT AUF DER STRECKE“ und dem KX-Taschenbuch # 265 „DREI KUGELN FÜR DEN CHEF“ verlässt sich C. H. GUENTHER, der Erfinder von Kommissar X, die Krimi-Serie.

  • Mit „KOMMISSAR X – Auslese“ erscheint von 1963-1973 eine Neuauflage der Serie.

  • 1964
  • Mit EDITH WALTER kommt neben Helga Atkinson die zweite Autorin zur Krimi-Serie. Sie gibt in „HEISSE NÄCHTE IN MANHATTAN“ (KX # 291) ihr Kommissar X-Debüt.

  • 1965
  • Der Autor PAUL ALFRED MÜLLER (Bert F. Island) schreibt mit KX # 310  „HÖLLE IM GEHEIMFACH“ seinen ersten Kommissar X-Roman.

  • Mit „KOMMISSAR X - Jagd auf Unbekannt“ wird der erste Kommissar X-Film gedreht.

  • 1967
  • Die Autorin EDITH WALTER (Bert F. Island) schreibt mit „SCHADE, DASS DU GEBOREN BIST“ (KX # 444) ihren vierten und letzten KX-Roman.

  • 1969
  • Die KX-Taschenbücher bekommen mit Nummer 354 ihre eigene Taschenbuch-Reihe mit eigener Nummerierung. Bis Nummer 353 erschienen sie in der Pabel Taschenbuch-Reihe.

  • Mit KX # 546 „STIRB, SCHNÜFFLER“ verabschiedet sich der Autor FRITJOF G. HAFT  (Bert F. Island) von Kommissar X.

  • KURT BRAND (Bert F. Island) gibt vermutlich mit KX # 542 „IN HONGKONG WARTET DER TOD“  sein KX-Debüt.

  • Der Autor OSCAR HERBERT BREUCKER (Bert F. Island) schreibt vermutlich in „DIE MADONNA MIT DEM TOTENKOPF“ (KX # 564) seinen ersten KX-Roman.

  • ROBERT F. ATIKINSON (Burt F. Island) steigt als Autor aus der Krimi-Serie aus.

  • 1970
  • Mit „DAS WASSERDICHTE ALIBI“ (KX-TB # 396) erscheint das erste Kommissar X-Taschenbuch, das nicht mehr unter dem Sammelpseudonym Bert F. Island erscheint. Autor des Romans ist MANFRED WEGENER, der unter dem Pseudonym FRED M. WAYER bzw. B. M. SHARK von nun an seine Romane in der Krimi-Serie veröffentlicht.

  • PAUL ALFRED MÜLLER  stirbt am 1. Januar 1970. Nach seinem Tod erscheinen noch einige Kommissar X-Taschenbücher aus der Feder von Müller sowie mit „SCHMUTZIGES BLUT“ (KX # 566) sein letzer KX-Heftroman.

  • 1971
  • Mit KX # 622 "IM NETZ DER ROTEN SPINNE"  erscheint der letzte Band der Heftromanserie unter dem Sammelpseudonym BERT F. ISLAND.

  • Mit dem Heftroman # 623 „PLEITE IM PARADIES“ gibt der Autor HELMUT HARTMANN als HENRY HART sein KX – Debüt und schreibt somit den ersten KX- Heftroman, der nicht mehr unter Sammelpseudonym Bert F. Island veröffentlicht wird.

  • Mit KX # 624 gibt PETER HEBEL unter dem Pseudonym JAY LEVER mit „DAS TODESTRIO“ sein KX-Debüt. Mit KX # 625 erscheint sein erster KX-Roman unter LEE BAXTER.

  • Der Autor  ROLF KALMUCZAK gibt als  RED BURGER mit dem KX # 630 „ZUM FRÜHSTÜCK EINE PRISE HASCH“ sein KOMMISSAR X – Debüt. Im selben Jahr schreibt der Autor mit „KEIN WACHS IN ZARTEN HÄNDEN“ (KX-TB # 404) auch sein erstes KX-Taschenbuch für die Krimi – Serie.

  • ROLF KALMUCZAK schreibt als  RED BURGER mit „DIE ROTE SHEILA STRIPPT NICHT MEHR“ (# 478) sein letztes Taschenbuch.

  • FRIEDRICH TENKRAT gibt unter dem neuen Sammel-Pseudonym FRED HENRY mit „ES LEBE DIE RACHE“ (KX # 671) sein KX – Debüt.

  • Der Autor WINFRIED SCHOLZ schreibt unter W. W. SHOLS mit „EINLADUNG ZUM DOPPELMORD“ (KX-TB # 433) sein erstes KX-Taschenbuch.

  • Mit „Kommissar X jagt die roten Tiger“ kommt der siebte und letzte Kommissar X-Film mit Tony Kendall und Brad Harris in die Kinos.

  • Sexy, Reich und Mausetot1973
  • ROLF KALMUCZAK verlässt nach „IN LIEBE, DEIN KILLER“ (# 735) die Krimi – Serie.

  • Die die Autorin ORTRUD BERCKHAUS schreibt unter ihrem Pseudonym DON RIVERA mit „EIN PROBLEM WIRD EINGESARGT“ (# 743, 1973) ihren ersten KX - Roman

  • Der Autor WALTER G. MAUCKNER gibt als  GEORGE W. BURTON mit KX # 745 „PLAYGIRLS STERBEN SPIELEND LEICHT“ (1973) sein KX – Debüt.

  • Im selben Jahr stößt auch der Autor  HANS E. KÖDELPETER als REX GORDON mit dem KX – Roman # 767 „SEXY, REICH UND MAUSETOT“ (1973) zur Serie.

  • Die „KOMMISSAR X – NEUAUFLAGE“ wird mit # 492 eingestellt.

  • 1974
  • WALTER G. MAUCKNER schreibt als  GEORGE W. BURTON mit  „AUCH EIN TOTER HAT’S NICHT LEICHT“ (# 517) und „DIE ZARTE LDY WAR EIN HARTER BROCKEN“ (# 520) seine ersten beiden KX – Taschenbücher.

  • HANS E. KÖDELPETER schreibt als REX GORDON mit „DAS MAFIA-KOMPLOTT“ (# 515) sein erstes KX – Taschenbuch.

  • Der Autor RAUL WALSH schreibt als RON WALSH mit dem KX # 794 „TODSCHICK – ABER LEIDER TOT seinen ersten KX-Roman.

  • WALTER APPEL gibt als FRANK EVANS in KX # 813 „ZÄRTLICH WIE EINE SCHWARZE MAMBA“ sein KX-Debüt. Nach dem zweiten KX-Roman „DER TODE VOM SAFE“ (KX # 823) verlässt Appel die Serie wieder und kehrt 1986 zur Serie zurück.

  • Eine Bombe für den Senator1975
  • HANS-JÜRGEN RABEN gibt als JACK C. RAVEN in  # 846 „IN SECHS STUNDEN STIRBT MANHATTAN“  sein KX-Debüt.

  • Vermutlich schreibt HANS-JÜRGEN RABEN auch unter  STEVE McCOY an der Serie KX mit und schreibt  mit KX # 873 „EINE BOMBE FÜR DEN SENATOR“ seinen ersten Kommissar X-Roman unter diesem Pseudonym.

  • 1976
  • BODO BAUMANN gibt als JOHN ELLIOT  mit KX # 930 „Die Fensterstürzer von Manhattan“ (1976) sein Debüt.

  • 1977
  • HELMUT RELLERGERD bekannt als Jason Dark schreibt unter dem Pseudonym DAVE MORRIS mit KX # 940 „DER HENKER MIT DEN SCHWARZEN LOCKEN“ seinen ersten Kommissar X-Roman.

  • Mit „DIE LETZTE REISE BUCHT DER TOD“  (KX-TB # 556) schreibt der Autor WINFRIED SCHOLZ (W. W. Shols) sein letztes KX-Taschenbuch.

 

© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 JLo 2010-09-10 21:35
Sehr schöne Chronik! Besten Dank!!

Eine Anmerkung zu 1970:
?RACHE AUF SIZILIANISCH? (KX-TB # 394) von AL KANN (d.i. Albrecht Kann) nutzte bereits das Sammelpseudonym nicht mehr (im Innenteil aber schon noch). Bei der damaligen wöchentlichen (!) Erscheinungsweise macht das aber keinen großen zeitlichen Unterschied... ;-)
#2 Miku 2010-09-11 20:05
Eines meiner Lieblingshefte war damals die Nummer 573 mit doppeltem Seitenumfang, welches ich vor einiger Zeit wieder zufällig antiquarisch in die Hände bekam und sofort noch einmal las.

Weiß vielleicht jemand, welcher Autor diesen Band verfaßt hat?
#3 Zakum 2010-09-14 13:11
:-?
Zu den Autoren: "John Elliot" wird im Weigand als Verlagspseudonym bei Bodo Baumann angeführt. Ich weiß nur von 2 Romanen (beide bei KX) von John Elliot. Inwieweit ist es "sicher" das der erwähnte (bzw. beide) von Bodo Baumann ist.

Was für mich auch neu war, ist der Autor Raul Walsh (Ron Walsh). Darf man sagen, woher diese Information stammt?

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