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Dead City: Die Todesschwadron - Ebook, Print und Leseproben

LeseprobeDead City: Die Todesschwadron
Ebook, Print und Leseproben

Aufgrund der sehr zügigen Arbeit des Elvea Verlages erschien das Ebook zu DIE TODESSCHWADRON zu meiner Freude über einen Monat früher als gedacht.

So können sich Freunde und Fans des papierlosen Buches den Roman seit dem 23. Juni bei Amazon kaufen und sich ihre eigene Meinung und ihr eigenes Urteil zu DIE TODESSCHWADRON bilden.


Aber auch die Printversion zu DIE TODESSCHWADRON wird einige Wochen früher erscheinen und bereits Mitte Juli zu kaufen sein. Der Roman wird neben den üblichen Verdächtigen auch über den Verlagsshop des Elvea Verlages zu beziehen sein.

Um den interessierten Lesern einen kleinen Eindruck zur Serie zu vermitteln, folgen nach meinen geschriebenen Worten zwei Leserproben aus meinem Roman DIE TODESSCHWADRON.

Aktuelle Informationen zur Horror-Western-Serie DEAD CITY und meinen beiden Horror-Serien FREDERIK DARKTONE und ERBEN DES BLUTES gibt es auf meiner Autorenseite PHANTASTIC WORLDS, wo auch einige kleinere Überraschungen auf die Besucher warten.

Aber nun genug der Worte und direkt zu den beiden Leseproben…

Die TodeschwadronLeseprobe 1 aus Kapitel 1:
Ein grünlich gelb schimmernder Nebel lag wie eine Dunstglocke über der rauchenden Stadt, die noch vor Stunden von der Armee der Union erbarmungslos bombardiert worden war. Der Beschuss auf Atlanta war zwar eingestellt worden, aber die Schreie der Einwohner der Stadt, die an vielen Stellen brannte, waren nicht zu überhören und noch lange nicht verhallt, gerade weil eine weitere Teufelei der Union über die Hauptstadt von Georgia herniedergegangen war.

Die Bewohner, von denen viele durch die lange Belagerung traumatisiert und völlig entkräftet waren, versuchten sich vor dem grünlich gelb schimmernden Nebel in Sicherheit zu bringen. Aber viele von ihnen schafften es nicht mehr und brachen zusammen, nachdem sie das Gas eingeatmet hatten. Wie bei einem epileptischen Anfall zuckten ihre Körper. Schaum quoll aus ihren Mündern, bis der Bewegungsapparat erlahmte und ihr Herz für immer zu schlagen aufhörte.

Geistesgegenwärtigere Bürger hielten sich Tücher, Kleider- oder Stofffetzen vor ihre Gesichter und entkamen so der Gefahr, das tödliche Gas einzuatmen und von dem mörderischen Nebel niedergestreckt zu werden. Einige Mütter mit ihren ausgemergelten Kindern, die viele Wochen und Monate kein anständiges Essen mehr zu Gesicht bekommen hatten, verkrochen sich in den Häusern, die noch nicht durch das Bombardement der Unionsgeschütze zerstört waren. Dort gingen sie aber ebenso zugrunde, wie viele Menschen auf den Straßen, die nur noch eines im Sinn hatten, die Flucht aus dieser von Gott verlassenen Stadt.

Einige bissen die Zähne zusammen und mobilisierten ihre letzten Kraftreserven, um die Stadtgrenze doch noch zu erreichen und so der tödlichen Gefahr zu entkommen. Pferde oder andere Reittiere gab es schon seit längerer Zeit nicht mehr in Atlanta. Die Tiere waren der hungernden Bevölkerung zum Opfer gefallen, die selbst Hunde, Katzen, Mäuse und Ratten gefangen und verzehrt hatten, um irgendwie zu überleben.

So als würden die Schreckens- und Todesschreie und die Gebete der Einwohner von Atlanta doch noch erhört worden sein, tauchte am Horizont plötzlich etwas auf, das in der aufgehenden Sonne wie die Silhouette eines Racheengels wirkte. Doch anstatt eines riesigen Engels mit einem tödlichen Flammenschwert in der Hand, näherte sich, fast lautlos, die erste Luftschiffflotte der Konföderierten Staaten von Amerika der Stadt, die von einem genialen Wissenschaftler und Erfinder aus Europa im Auftrag der Regierung in Richmond geschaffen worden war.

Als die Armee der Nordstaaten in Reichweite der Geschütze an Bord der fliegenden Schiffe geriet, nahmen die Kanoniere die gegnerischen Einheiten sofort ins Visier und eröffneten das Feuer. Die Geschütze, die aus einer speziellen Legierung hergestellt waren, um nicht zu schnell zu überhitzen, säten Sekunden später Tod und Verderben unter den Soldaten der Union, die starr vor Entsetzen, plötzlich die Hölle über sich entfesselt sahen.

Hunderte der gegnerischen Soldaten wurden in Stücke gerissen, bevor die ersten überhaupt reagieren konnten. Als die Soldaten und deren Offiziere endlich den Schock überwunden hatten, suchten die meisten ihr Heil in der Flucht, um der Gefahr zu entrinnen, die aus der Luft mit tödlicher Präzision über sie herniederfiel.

Doch die Luftschiffe waren nicht der einzige Gegner, mit denen sich die Unionssoldaten plötzlich konfrontiert sahen. Feindliches Trompetensignal schreckte die Nordstaatler auf, als sie am Horizont Tausende von Reitern bemerkten, die ihre Säbel gezogen hatten und auf seltsam aussehenden Rössern ihren Sturmangriff unter ohrenbetäubendem Trompetensignal begannen.

Die TodeschwadronLeseprobe 2 aus Kapitel 3:
Jede zweite Nacht patrouillierten die Deputies Pierre La Guard und Solomon Smith durch die nächtlichen Straßen von Des Moines. Seit der Town-Marshall mit harten Bandagen in der Stadt durchgegriffen hatte, herrschte Ruhe. Zudem sorgte das Waffenverbot dafür, dass Randalierer, Cowboys und so genannte Revolverhelden der Stadt fernblieben, und sich woanders volllaufen ließen.

»Ziemlich still heute«, murmelte Smith und schaute zur anderen Straßenseite hinüber, wo er einen Schatten bemerkt hatte, der schnell weggehuscht war, als die beiden Deputies aufgetaucht waren.

»Hast du das auch gesehen?« La Guard nickte und überprüfte die beiden Patronen in seiner Schrotflinte.

»Willst du den Bastard von vorne in die Mangel nehmen, Smith?«

»In Ordnung!«

Die beiden Männer verstanden sich in ihrem Job so gut, dass sie nicht viele Worte brauchten, um gemeinsam zu agieren. Während sich Deputy Salomon Smith langsam auf die gegenüberliegende Seite der Straße begab, um danach in die Seitengasse einzubiegen, war La Guard bereits lautlos losgerannt, hatte mehrere Holzhäuser umgangen, um danach von der hinteren Seite in die Gasse zu gelangen. So konnte er die Person, die sich dort vermutlich nicht ohne Grund vor den beiden Gesetzeshütern versteckte, überraschen und mit Smith zusammen in die Zange nehmen.

Doch als La Guard die Gasse erreichte, wobei der Lauf der Schrotflinte genau auf die Mitte der dunklen Gasse gerichtet war, konnte er darin nichts erkennen. Was vermutlich auch daran lag, dass die beiden Laternen, die am Eingang postiert waren, nur wenig Licht spendeten. Plötzlich hörte La Guard eine seltsam langgezogene Stimme, die aus der Gasse hallte, und seinen Namen rief.

»La Guard. Pierre La Guard!”

Der Franzose stutzte. Wollte ihn da jemand verarschen.

»Hast du das gehört?«, hörte er die Stimme von Deputy Smith rufen.

»Ja«, rief La Guard. »Irgendein Spinner! Bleib am Eingang der Gasse stehen. Ich gehe hinein!«

»Gut, aber sei vorsichtig«, rief Smith,

Langsam betrat La Guard mit erhobener Schrotflinte, die immer dunkler werdende Gasse. Unterdessen hatten die beiden schwach schimmernden Laternen gänzlich den Geist aufgegeben und waren vollends erloschen. 

»Verdammter Mist«, murmelte La Guard, der sich davon aber nicht aufhalten ließ. Damit sich seine Augen schneller an die Dunkelheit gewöhnen konnten, blinzelte er mehrmals mit den Augenlidern. Und der Trick zeigte erste Erfolge, als er erste Konturen in der Dunkelheit erkennen konnte.

»Bist du drin?«, hörte er Smith rufen.

»Ja!« La Guard ging bis zur Mitte der Gasse weiter. Doch dort konnte er keine Menschenseele entdecken.

»La  Guard”, hauchte erneut eine Stimme dicht an seinem Ohr. Der Deputy fuhr erschrocken zusammen, drehte sich um und schoss.

»Ist etwas passiert?«, hörte er seinen Kollegen rufen.

»Halt die Schnauze, Smith«, knurrte La Guard verärgert, aber so leise, dass dieser es nicht hören  konnte.

»Wo bist du Bastard? Los zeige dich!« Und sein Gegner ließ nicht lange auf sich warten. Und plötzlich tauchte eine Gestalt vor ihm auf.

»Eine verdammte Rothaut. Na warte«, murmelte La Guard und feuerte erneut. Doch die Gestalt blieb von der Schrotladung völlig unbeeindruckt, die sie eigentlich mit voller Wucht hätte treffen müssen. Stattdessen ging die Ladung einfach durch ihren Körper hindurch.

»Das gibt es doch nicht!« La Guard wollte seinen Augen nicht trauen. Er blieb aber trotz der gefährlichen Situation, in der er sich befand, ruhig, klappte die Schrotflinte auf, warf die beiden leer geschossenen Hülsen zu Boden und lud die Waffe nach. Als er kurz danach wieder aufblickte, sah er sich daraufhin nicht mehr nur mit einem Indianer, sondern gleich mit einem Dutzend Rothäuten konfrontiert.

Nun begann La Guard zu schwitzen. Er wollte sich umdrehen und die Beine in die Hand nehmen, doch dazu kam er nicht mehr, als auch von der anderen Seite der Gasse Gestalten auftauchten. La Guard feuerte erneut. Die Schrotkugeln flogen durch die Gasse, zeigten aber ebenfalls bei diesen neu aufgetauchten Gegnern keine Wirkung.

 

Kommentare  

#1 Des Romero 2015-06-27 11:24
Abgesehen davon, dass man jedes Werk, egal von wem es stammt, gnadenlos zerpflücken kann, solange man den festen Willen dazu hat, hier einige Dinge, die mir aufgefallen sind.

"Ein grünlich gelb schimmernder Nebel ..."
Welche Farbnuance soll "grünlich" beschreiben? Ist es Türkis, also bläulich akzentuiert, oder gibt es noch einen Hauch Rot oder einfach nur Gelb? Dann erübrigt sich der Zusatz "gelb" von selbst und "grüngelber Nebel" hätte völlig ausgereicht. Nun erfahren wir aber im dritten Absatz, dass es sich um ein Giftgas handelt. Wäre es dann nicht knackiger und spannender gewesen, direkt zu schreiben: "Das Giftgas lag wie eine Dunstglocke ..."? Farbe und Wirkungseffekt (schimmern) strecken nur unnötig und hätten bei Bedarf in einem nachfolgenden Satz abgehandelt werden können. Der vollständige Satz könnte also lauten: "Das Giftgas lag wie eine Dunstglocke über der brennenden/rauchenden Stadt; durch die Straßen zogen sich grüngelbe Schwaden."

Der erste Satz des zweiten Absatzes beschert uns erneut den "grünlich gelb schimmernden Nebel". Eine Variation der Beschreibung wäre passend gewesen.

Weiterhin hätte ich einige Absätze zusammengefasst und entsprechend gekürzt, da sie für eine reine Situationsbeschreibung zu weit ausholen und zu viele Informationen liefern, die nach dem Prinzip "Don't tell – show!" hätten abgehandelt werden können. Als Beispiel fällt mir der 5. Absatz des ersten Kapitels ins Auge, der mit dem Nebensatz endet "...die von einem genialen Wissenschaftler und Erfinder aus Europa im Auftrag der Regierung in Richmond geschaffen worden war". Genau das ist für den Leser an dieser Stelle unerheblich (Betonung auf: an dieser Stelle). Es findet doch ein Angriff statt und kein Konstrukteurstreffen. Bei einer Autoverfolgungsjagd würde man schließlich (so hoffe ich) auch nicht schreiben: "Der Drehzahlmesser, ursprünglich 1817 von dem Maschinenbauingenieur Diedrich Uhlhorn für Textilmaschinen entwickelt, schoss in den roten Bereich." (Hey, Ingo, kein Grund, mich in einer dunklen Gasse abzupassen; ich weiß, dass ich es überspitzt formuliert habe).

Insgesamt sehe ich das Manko von Kapitel 1 darin, dass es sich nicht entscheiden kann, ob es eine erzählende Beschreibung der Lage abgibt oder Action-Elemente, also akute Handlungsereignisse, präsentiert.

Mein Fazit: Als Prolog (bedingt) brauchbar, als Kapiteleinleitung definitiv zu lang. Sollte es nicht die Einleitung sein, sondern mitten im Kapitel stehen, gilt: viiieeel zu lang.

Anmerkung: Ich will hier niemandem auf die Füße treten. Schreiben ist ein harter Job. Aber der Thread ist nun mal da, und eine Kommentarfunktion gibt's auch.

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