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Frederik Darkstone: Die Chronik des Bösen - Ebook, Print und Leseproben

LeseprobeFrederik Darkstone: Die Chronik des Bösen
Ebook, Print und Leseproben

Als es im März 2013 zum großen Crash beim Zauberspiegel kam und dadurch tausende von Artikeln, Rezensionen etc. ins Nirvana verschwanden und alle Mitarbeiter vom Zauberspiegel per Mail darüber diskutierten und manche auch darüber rätselten, wie es denn nun mit dem ZAUBERSPIEGEL weitergehen sollte, schrieb "Loxagon" in einer seiner Mails die kurze Nachricht an mich, dass es toll wäre, wenn ich Darkstone wiederbeleben würde.


Die Chronik des BösenInteressierte Leser, die den zweiten Teil meines Interviews gelesen haben, wissen, dass zwischen 2001 und 2003 einige Geschichten mit FREDERIK DARKSTONE online gegangen sind und nach der Veröffentlichung eines Kurzromans das Serienprojekt über ein Jahrzehnt ruhte.

Ich schrieb damals an "Loxagon"  zurück, dass eine Wiederbelebung von FREDERIK DARKSTONE in Planung sei, es aber noch etwas dauern werde, da ich damals noch an einem neuen Projekt schrieb. Welches neue Projekt das war, kann sich jeder denken, der die Artikel der letzten Wochen im Zauberspiegel verfolgt hat.

Mit dem Jahr 2015 hat nun diese Wiederbelebung von FREDERIK DARKSTONE mit der Unterstützung des Verlages Beyond Affinity in Gestalt von Andre Boyens endlich geklappt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Andre.

Ich habe diese Zeilen, die "Loxagon" damals geschrieben hat, bis heute nicht vergessen, und schicke an dieser Stelle schöne Grüße an Dich, Marcel. Ich hoffe, Du erinnerst Dich noch an Deine damalige Mail.

Heute wird das 190seitige Buch DIE CHRONIK DES BÖSEN als Printversion und als Ebook im Verlag Beyond Affinity erscheinen und kann dort bestellt werden.

Und damit kehrt  ein Totenbeschwörer namens FREDERIK DARKSTONE nach zwölf Jahren sprichwörtlich von den 'Toten' zurück.

Das ist durchaus ein Grund für mich ein bisschen zu feiern, besonders weil mir diese Serie ganz besonders am Herzen liegt.

Aber nun genug der Worte. Nachfolgend zwei Leserproben aus meinem Roman DIE CHRONIK DES BÖSEN.

Aktuelle Informationen zur Horror-Serie FREDERIK DARKSTONE gibt es auf meiner Autorenseite PHANTASTIC WORLDS, wo u. a. auch einige kleinere Überraschungen zu DARKSTONE auf die Besucher warten…

Anno Domini 1200 wird dem Ritter Robert von Dunkelstein und seiner Frau Adelheid ihr einziger Sohn geboren, den sie auf den Namen Frederikus taufen lassen.

Im Jahre 1225 wird Kaiser Friederich II. von Hohenstaufen auf den jungen Ritter Frederikus von Dunkelstein aufmerksam und nimmt ihn in seine Dienste auf.

Am Hof des Kaisers lernt Frederikus den schottischen Hofastrologen des Kaisers Michael Scotus kennen, der den jungen Mann in die Künste der Magie und Nekromantie einweiht.
Michael Scotus vererbt seinem Schüler nach seinem Tod den Stab der Toten, eine uralte magische Waffe, die vor Jahrtausenden aus menschlichen Knochen gefertigt wurde.

Nach dem  Tod des Kaiser verlässt Frederikus von Dunkelstein für einige Jahrzehnte das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Was er während dieser Zeit tut, liegt im Dunkeln der Zeiten verborgen.
1337 taucht von Dunkelstein in Paris auf, wo er erstmals auf Mitglieder der Dynastie des Schreckens trifft.

Im fünfzehnten Jahrhundert kämpft Frederik Darkstone in England während der Rosenkriege auf der Seite der Familie York (Weiße Rose). In dieser Zeit nimmt er einen jungen Mann namens Claudius in seine Dienste auf, den er in den Künsten der Magie ausbildet.
Claudius wird sein begabtester Schüler, der nach seiner Ausbildung bei Frederik Darkstone beibt, um ihn im Kampf gegen die Dynastie des Schreckens zu unterstützen, den sie bis in die Gegenwart fortführen…

Die Chronik des BösenLeseprobe 1
Der Wind wehte um die einsam und verlassen wirkende Kirche, an die der Zahn der Zeit schwer genagt und die lange kein Gläubiger mehr besucht hatte.
Die spärlichen Bäume, die in der Nähe des verfallenen Gebäudes noch wuchsen, waren alt und knorrig. Die Blätter, die schlapp von den Ästen herunter hingen, hatten mit der Zeit jegliche Farbe verloren und vertieften nur noch die düstere Atmosphäre, die über diesem unheimlich wirkenden Ort zu liegen schien.
Zahllose Legenden rankten sich um dieses Jahrhunderte alte Kirchengebäude. Keiner der Bewohner der naheliegenden Umgebung wagte, diesen Ort zu betreten.
Die alten Leute, denen noch einige der alten Legenden dieses verwunschenen Ortes im Gedächtnis geblieben waren, munkelten etwas von Geistern und Dämonen, die die entweihte Kirche bewachten und jeden bestraften, der die Ruhe dort störte.
Die Jüngeren lachten zwar über die Geschichten der Alten, aber auch sie trauten sich nicht, das verfallene Kirchengebäude zu betreten.
Eine innere Stimme schien sie vor diesem Ort zu warnen. Und sie nahmen diese Warnung anscheinend sehr ernst.
Den engen Pfad zur Kirche, der auch schon bessere Tage gesehen hatte, kamen etwa ein halbes Dutzend Gestalten hinauf. Sie schienen, allen Warnungen zum Trotz, das Geheimnis, das sich um dieses alte Gebäude rankte, lüften zu wollen.
Doch Paul Richter und die übrigen Männer und Frauen, die von der Gilde der Nekromanten geschickt worden waren, kannten bereits das Geheimnis, das in diesem entweihten Gotteshaus vor Jahrhunderten versteckt worden war.
Ihnen war die Aufgabe zuteil geworden, den Dienern des Bösen ein altes Manuskript zu entreißen, das ein wichtiger Schlüssel im Kampf gegen die Mächte der Finsternis war.
Die halbzerfallene hölzerne Tür stand weit offen. Über ihr bemerkte der Adept des Schmerzes eine Inschrift, die gar nicht zu einem Gotteshaus zu passen schien: TERRIBLE EST LOCUS EST – Dieser Ort ist schrecklich.
Vermutlich war diese Inschrift ein Zeichen dafür, dass die verfallene Kirche vor Jahrhunderten von den Mächten der Finsternis in Besitz genommen und entweiht worden war.
Vielleicht war sie aber auch eine Art Warnung für alle diejenigen, die es wagen sollten, die Kirche zu betreten. Doch davon ließen sich Paul Richter und seine Kampfgefährten nicht abschrecken.
Sie betraten vorsichtig das entweihte Gotteshaus, wo sie augenblicklich das Halbdunkel im Inneren des Kirchenschiffs umfing.
Das wenige Licht, das durch die geöffnete Tür und die verfallenen Fenster trat, traf genau auf die steinerne Statue des Dämons Asmodi, der die Besucher mit einem teuflischen Grinsen auf seinem gemeißelten, steinernen Gesicht begrüßte.
Wie der Adept des Schmerzes sich erinnerte, galt der Dämon Asmodi als Hüter von Geheimnissen und verborgenen Schätzen.
Einer jüdischen Überlieferung zufolge soll Asmodi sogar am Bau des Jerusalemer Tempels mitgewirkt haben. Sollte diese Figur etwa eine Art Wegweiser zu dem uralten Manuskript sein?
Paul Richter schaltete die Taschenlampe an und sah sich um. Er erkannte fünf solcher identisch wirkenden steinernen Statuen, die alle den Dämon Asmodi zeigten.
Der Adept des Schmerzes drehte seinen Kopf zur Seite, als er ein Geräusch hörte. Er erkannte Sanchez, einen seiner Kampfgefährten, der eine der Figuren neugierig mit den Fingern berührte.
»Finger weg!«, rief Richter warnend.
Doch es war bereits zu spät.


Die Chronik des BösenLeseprobe 2
Astaroth, der Führer der dreizehnten Familie der Dynastie des Schreckens, sah in seiner schwarzen Rüstung recht furchteinflößend aus, die wie eine zweite Haut seinen Körper schützte. Sein Gesicht war nicht zu erkennen, da es hinter einem schwarzen Helm verborgen war.
  Der Erzherzog der Hölle betrachtete aus einiger Entfernung stumm die Burg Dunkelstein, in der sich sein Erzfeind Frederik Darkstone sicher fühlte.
Seine Häscher hatten versagt. Die Chronik des Bösen befand sich nun im Besitz des verhassten Totenbeschwörers. Ein Patzer, der unbedingt wieder ausgeglichen werden musste.
Während Astaroth weiterhin auf die Burg starrte, näherte sich ihm lautlos ein Wesen mit zwei Köpfen.
  »Wenn wir uns auf der Welt der Menschen befinden, dann nimm auch gefälligst menschliche Gestalt an, Eryx.«
  Der angesprochene Dämon fühle sich ertappt. »Verzeiht, Eure Hoheit!«, erwiderte Eryx und verwandelte sich entsprechend den Anweisungen des Erzdämons.
Astaroth nickte gnädig, was sonst nicht unbedingt seine Art war. »Also, was hast du zu berichten?«
  »Eure Kopfjäger wurden im Kampf gegen Paul Richter und den Totenbeschwörer alle vernichtet.«
  Astaroth verdrehte die Augen. »Das weiß ich bereits, Eryx«, unterbrach ihn der Erzherzog ein wenig verstimmt.
  »Aber Ihr wisst nicht, dass sich Teriel zusammen mit ihrem Leibwächter Ferox der Burg Dunkelstein nähert.«
Astaroth horchte auf und sah seinen Geheimdienstchef interessiert an.
  »Hast du nähere Informationen darüber, was die Führerin der siebten Familie von dem Totenbeschwörer will?«
  »Keine Ahnung.«
Der Erzherzog der Hölle packte den Dämon blitzschnell am Kragen und schüttelte ihn kräftig durch.
  »Als mein Geheimdienstchef solltest du so etwas eigentlich wissen. Als unwissende kleine Kröte bist du mir nicht von Nutzen«, sagte Astaroth zornig.
  »Mandra’kon«, rief der Erzherzog seine rechte Hand. »Ich ernenne dich hiermit zu meinem neuen Geheimdienstchef!«
Der Angesprochene nickte stumm. Gern übernahm er diesen dreckigen Job nicht, aber er wollte es sich mit Astaroth auch nicht verscherzen, denn er wusste, wie unberechenbar der Führer der dreizehnten Familie war.
  Unterdessen brach Astaroth seinem ehemaligen Geheimdienstchef Eryx mit einem leichten Ruck seiner rechten Hand das Genick. So erging es allen, die den Erzdämon enttäuschten.
  »Und du findet mir schnellstmöglich heraus, was Teriel von dem Totenbeschwörer will«, wandte sich Astaroth erneut an seinen neuen Geheimdienstchef, während die Überreste Eryx’ in Flammen aufgingen.
  »Ich werde mein Möglichstes tun.«
  »Das hoffe ich in deinem Interesse, Mandra’kon. Enttäusche mich nicht, Halbdämon. Denn ich würde es bedauern, wenn du genau so enden würdest, wie dein Vorgänger hier. Wir verstehen uns?«
Um seinen Worten Nachdruck zu verschaffen, ließ er die kristallin wirkende Asche von Erys durch seine Finger rieseln.
  »Ja, Erzherzog«, erwiderte Mandra’kon und verschwand, um nicht vor lauter Abscheu kotzen zu müssen.

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