TV-Tipp für heute Abend: Peeping Tom und Hammer-Doku auf arte

artearte bringt heute Abend zwei Sendungen, die für den Zauberspiegel-Leser von Interesse sein können.

Zum ersten um 20:15 Uhr Peeping Tom. Das ist der Film mit dem Karlheinz Böhm gegen sein Image aus den Sissi-Filmen anspielen wollte. So übernahm er die Rolle eines Psychokillers.

Danach, um 21:55 Uhr, bringt arte dann eine Dokumentation über Hammer-Films aus Frankreich. Titel: Dark Glamour - Aufstieg und Fall der Hammer Studios. Dazu dann noch um 22:50 Shaun of the Dead.

Peeping Tom - Augen der Angst
Mark (Karlheinz Böhm) arbeitet als Kameramann. Nebenbei macht er pornografische Fotos. Er lebt unauffällig in einem Mehrfamilienhaus. Lange bleibt sein Doppelleben unbemerkt ... - "Doppelbödiger Thriller, der zu seiner Entstehungszeit einen Skandal auslöste und die Karrieren von Karlheinz Böhm und Regisseur Powell schlagartig beendete." (Internationales Lexikon des Films)
Mark Lewis ist ein zurückhaltender, fast schüchterner Mann. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Kameramann beim Film und mit pornografischen Fotos, die unter dem Ladentisch verkauft werden. Auch privat richtet er das Objektiv auf Frauen – um ihren Todeskampf zu filmen, den letzten Blick, ihre Augen in Angst festzuhalten, während er sie umbringt. Trotz des Aufsehens um die Morde bleibt Marks Doppelleben unentdeckt. Niemand ahnt, mit welcher Hingabe er sich die schrecklichen Aufnahmen allein in seiner Wohnung ansieht. Als sich Helen, die mit ihrer blinden Mutter im selben Haus lebt, in ihn verliebt, ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich begibt. Ihre Mutter fühlt Marks gefährliche Aura, kann ihrer Tochter aber nur zur Vorsicht raten. Unerwartet beginnt Mark sich zu öffnen, und der ganze Wahnsinn wird erkennbar, der ihn zu dem gemacht hat, was er ist. - GB 1960

Dark Glamour - Aufstieg und Fall der Hammer Studios
Mitte der 50er Jahre feierte die kleine britische Produktionsfirma Hammer mit schrillen, erstmals in Farbe produzierten Horrorschockern einen Erfolg nach dem anderen. Die Hammer Film Productions werden zum Synonym für ein stilisiertes und zugleich reißerisches Kino und beeinflussen die internationale Popkultur maßgeblich. In der Doku kommt u.a. Regielegende John Carpenter zu Wort.
Mitte der 1950er Jahre landete das kleine britische Unternehmen Hammer Films mehrere große Erfolge mit Filmproduktionen, die zwar von den Kritikern verrissen wurden, beim Publikum aber auf ein fasziniertes Interesse stießen. Diese erstmals in Farbe gedrehten Horror- und Science-Fiction-Streifen setzten Angst, blutige Gewalt und Sex in Szene und bedienten sich dazu bekannter Motive aus der Schauerliteratur oder alten Hollywood-Monsterfilmen. Sie erweckten Dracula, Frankenstein und diverse Mumien zum Leben und ließen sie in den Londoner Randbezirken ihr Unwesen treiben. Die Stars der Hammer-Filme waren Peter Cushing und Christopher Lee. Das goldene Zeitalter des Unternehmens dauerte bis in die 1970er Jahre an. Mit ihrer ebenso stilisierten wie reißerischen Ästhetik prägten Produktionen aus dem Hause Hammer die internationale Popkultur nachhaltig. Dieser Einfluss hielt auch an, nachdem die Firma ihre Tätigkeit Anfang der 80er Jahre einstellte, denn die Filme wurden weiter auf VHS und DVD verbreitet und im Fernsehen ausgestrahlt. Auch für die neue Generation von Fans ist Hammer die Hochburg des Horrorfilms. In der Absicht, an das alte Prestige und vor allem an die großen Erfolge anzuknüpfen, ließen Investoren Hammer Films vor einigen Jahren wiederauferstehen. Denn die Marke Hammer ist Gold wert – und noch lange nicht tot. - Frankreich 2017

Bild: Logo arte aus der Wikipedia

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