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SAGA 6: Michael Moorcock I - Der bleiche Prinz und das Schwarze Schwert

S.A.G.A.S.A.G.A. Folge 6: Michael Moorcocks Multiversum (I)
Der bleiche Prinz und das Schwarze Schwert

Die amerikanischen Fantasy-Autoren Lin Carter, L. Sprague de Camp und John Jakes gründeten in den 1960er Jahren eine lockere Autorenvereinigung unter dem Namen „Swordsmen and Sorcerers' Guild of America“ (SAGA). Als weitere Mitglieder kamen bald Poul Anderson, Fritz Leiber, Michael Moorcock, Andre Norton und Jack Vance dazu. Die auf Deutsch erschienenen Fantasywerke dieser Autorengruppe werden in der vorliegenden Artikelserie vorgestellt.

S.A.G.A.Der englische Künstler Michael Moorcock (geboren 1939) ist neben John Jakes der zweite noch lebende der in dieser Artikelserie vorgestellten Autorengruppe und der einzige Nichtamerikaner. Ihn nur als Schriftsteller zu sehen wäre viel zu kurz gegriffen, denn Moorcock war auch einige Jahre als Redakteur des englischen SF-Magazines New Worlds tätig, in dem er besonders die New Wave-Strömung förderte. Außerdem trug er mit seinem musikalischen Talent zum Erfolg der Rockband Hawkwind bei, die mit dem Space Rock-Titel Silver Machine 1972 einen Nummer 1-Hit landen konnte. Hawkwind brachte unter anderem 1985 ein Album mit dem Titel The Chronicle Of The Black Sword heraus, welches als Thema Moorcocks Elric-Saga hat. Neben einer Vielzahl von Fantasy-Romanen, die ihn berühmt machten, veröffentlichte Moorcock auch SF- und Mainstram-Romane. Miss Brunners letztes Programm, der erste Roman seiner Jerry Cornelius-Serie, wurde auch verfilmt. Der Roman kann als Neuerzählung der Elric-Geschichte betrachtet werden, die in unserer Welt der sechziger Jahre spielt. I.N.R.I. oder die Reise mit der Zeitmaschine (Behold the Man) ist Moorcocks bekanntestes SF-Werk und wurde mit dem Nebula-Award ausgezeichnet. In ihm reist der Zeitreisende Karl Glogauer nach Palästina in die Zeit von Jesus, findet diesen aber nicht, sondern nur ein schwachsinniges Kind, und wird am Schluss selbst ans Kreuz geschlagen. Andreas Eschbachs Jesus-Video hat dieses Thema veränderter Form wieder aufgegriffen. Für den Fantasy-Roman Gloriana, eine ambitionierte und von seinen untereinander verflochteten Werken weitgehend unabhängige Alternativwelterzählung, erhielt Moorcock den World Fantasy-Award.

S.A.G.A.Elric von Melniboné ist zweifellos Moorcocks berühmteste literarische Figur. Die Gestalt des schwächlichen Albinos, eines Antihelden, welcher seine Kraft aus seinem seelenfressenden Schwert Sturmbringer bezieht, ist eine der faszinierendsten Gestalten der Fantasy-Literatur und keinesfalls als Kopie von Howards Conan zu sehen, wie oberflächliche Kritiker zu wissen glaubten. Er ist eine der vielen Manifestationen des Ewigen Helden, der in einem literarischen Multiversum, das an Komplexität seinesgleichen sucht, in den Kampf zwischen Ordnung und Chaos verwickelt ist. Moorcock ließ sich erwiesenermaßen vom magischen Schwert Scaflocs in Poul Andersons Geborstenem Schwert zu Sturmbringer inspirieren. Es ist augenscheinlich, dass Andersons Roman Dreiherz ebenfalls als Anregung diente, denn in dieser Erzählung ist mit Holger Danske auch eine Art Ewiger Held im Kampf von Gesetz und Chaos und wandert durch die Zeiten. Ist Moorcock deswegen ein Plagiator? Nein, denn jeder Autor übernimmt Vorbilder in seine eigenen Werke und gestaltet sie je nach Geschick neu. Moorcocks Werk steht absolut eigenständig da. Den Kampf Ordnung gegen Chaos erleben wir auch in ganz ähnlicher Form im Perry Rhodan-Universum mit der Auseinandersetzung zwischen Kosmokraten und Chaotarchen. Nicht nur die in diesem und den beiden folgenden Artikeln vorgestellten Fantasy-Werke sind untereinander verflochten, sondern auch viele von Moorcocks SF-Werken erzählen von weiteren Inkarnationen des Ewigen Helden im Multiversum.

S.A.G.A.Auf dem Rubinthron der uralten Stadt Melniboné, die als Hauptstadt des gleichnamigen Reiches auf einer Insel in der Drachensee die Länder der bekannten Welt Jahrtausende beherrscht hat und vom Ruhm der Vergangenheit zehrt, sitzt ein eigenartiger König. Der Herrscher hat wie seine Rassegenossen ein elfenhaftes Gesicht mit schrägen Augen und spitzen Ohren, aber er ist ein Albino mit todbleicher Haut und rot blickenden Augen. König Elric ist von schwächlicher Natur, nur durch die Wirkung verschiedener Kräuter vermag der große Zauberer immer wieder Kraft zu gewinnen. Elric liebt seine Kusine Cymoril, doch ihr Bruder Y(y)rkoon (leider konnte sich der Übersetzer in den verschiedenen Bänden nicht zu einer einheitlichen Schreibweise durchdringen) trachtet ihm nach dem Leben, weil er selbst den Thron als sein Nachfolger besteigen will. Als Piratenschiffe aus den jungen Königreichen versuchen, nach Melniboné vorzudringen und die Stadt auszurauben, werden sie von den Kräften der Verteidiger zurückgeschlagen. Auf der Verfolgung wird Elric in einen Kampf verwickelt und geht zu Boden. Yyrkoon wirft ihn über Bord des Schiffes, statt ihm zu helfen, gibt vor, dass Elric im Kampf umgekommen ist und reklamiert den Thron für sich. Doch als er im Thronsaal ankommt und den Sitz des Herrschers einnehmen will, sitzt der Totgeglaubte drin. Der zauberkräftige Elric hatte die Hilfe des Meereskönigs Straasha herbeibeschworen und überlebt. Er lässt den Usurpator verhaften, doch dieser flieht mit seinen Getreuen und nimmt Cymoril gewaltsam mit.

Elric versucht monatelang vergeblich, Kunde über den Aufenthaltsort des Flüchtigen zu erlangen. Schließlich beschwört er den Chaoslord Arioch, der Patendömon von Elrics Vorfahren war. Arioch verspricht Elric, ihm in Notlagen immer wieder zu helfen. Das erfordert aber seinen Preis, Elric wird ihm dienen müssen. Der Chaoslord eröffnet Elric, dass Yyrkoon im Süden die Länder Oin und Yu erobert hat und Soldaten für den Angriff auf Melniboné ausbildet. Der Albino ruft nochmals den Meereskönig zuhilfe, welcher ihm das-Schiff-das-Über-Land-und-Meer-Fährt zur Verfügung stellt. Elric bricht mit einer Mannschaft auf, die unter dem Kommando seines Freundes Dyvim Tvar steht, des Lords der Drachenhöhlen. Doch der Erdkönig Grome, der Bruder von Straasha, will nicht, dass das Schiff über Land fährt und weiß das mit Erdbeben zu verhindern. Elric weiß sich anderen Mitteln zu helfen und greift Yyrkoons Basis mit Flammengeistern an, obwohl sich dieser vergeblich mit dem magischen Gedächtnisspiegel verteidigt, welcher jedem die Erinnerung nimmt, der hineinschaut. Yyrkoon flieht durch das Schattentor, um die beiden schwarzen Runenschwerter Sturmbringer und Trauerklinge zu suchen und seinen Widersacher damit zu besiegen. Elric folgt ihm, denn von Lord Arioch hat er erfahren, dass mit diesen Schwertern große Macht verbunden ist. Jenseits des Schattentors findet Elric auf der Ebene von Phum einen Gefährten, Rackhir, den Roten Bogenschützen. Rackhir erzählt ihm von der legendären Stadt Tanelorn am Rand der Seufzerwüste, in der ewiger Frieden herrscht. Doch die Schwerter sind nicht dort und die beiden machen sich auf die Suche. In der pulsierenden Höhle findet Elric Yyrkoon vor den beiden magischen Schwertern. Elric ergreift Sturmbringer und spürt die überirdische Kraft, die ihm das Schwert verleiht. Er gewinnt den Kampf gegen Yyrkoon, der Trauerklinge genommen hat, verschont aber den Verräter. Mehr noch: Als sie durch die Macht Ariochs wieder in Melniboné angekommen sind, beschließt Elric, ein Jahr durch die Jungen Königreiche in den Barbarenländern zu reisen und lässt Yyrkoon als seinen nächsten Verwandten in der Zwischenzeit als Regenten zurück. Cymoril muss er auch zurücklassen, denn durch die Ereignisse mit dem Gedächtnisspiegel ist sie in einen Zauberschlaf versunken.

S.A.G.A.Total entkräftet durch Wasser- und Nahrungsmangel findet sich Elric in der Wüstenstadt Quarzhasaat in einer billigen Absteige am Rand des Todes wieder. Da gibt es scheinbar Hilfe, denn der reiche Lord Gho Fhaazi rettet den Albino mit einem stärkenden Elixier und heuert ihn als Dieb an, der für ihn eine wertvolle Perle aus dem Herzen der Welt entwenden soll. Doch Rho spielt falsch, denn das Elixier ist in Wirklichkeit ein starkes Rauschgift, und wenn Elric nicht binnen drei Wochen zurückkehrt und das Gegenmittel bekommt, stirbt er. Notgedrungen macht sich der Albino auf den gefährlichen Weg über die Rote Straße. Ein junger Mann mit Namen Alnac Kreb, der sich als Traumdieb vorstellt, hilft ihm aus einer Gefahr und begleitet ihn zur Oase der Silberblume, wo Elric die Perle zu gewinnen hofft. In der Oase werden sie von den Bewohnern unter ihrem Führer Raik Na Seem willkommen geheißen, der um einen Traumdieb gesandt hat. Denn seine Tochter Varadia, das Heilige Mädchen der Bauradim, ist in einen tiefen Schlaf versunken. Männer aus Quarzhasaat unter der Führung Gho Fhaazis betäubten sie mit Drogen, denn sie glaubten, Varadia könne ihnen den Weg zur Perle weisen. Nur ein Traumdieb kann sie aus ihrem Schlaf zurückholen. Alnac Kreb macht sich an das gefährliche Wagnis und versenkt sich mifhilfe seines Traumstabes in einen Zaubertraum. Doch er scheitert, sein Körper verwest. Da erscheint eine junge Frau, die klagt, dass sie zu spät gekommen ist. Denn sie ist die Traumdiebin Oone, und Alnac war nur ihr Lehrling. Oone bietet Elric an, mit ihr gemeinsam die Länder des Traumes im Geist zu betreten und Die Festung der Perle zu suchen. Auf dem Weg durch die sieben Traumländer müssen beiden mannigfache Gefahren übereinden, sie entdecken aber auch Zuneigung zueinander und schlafen miteinander. Ein Stück des Weges werden sie von einem fröhlichen jungen Mann mit seiner geflügelten schwarzen Katze begleitet und aus gefährlichen Situationen gerettet. Der Mann kann sich nicht an seinen wahren Namen erinnern, stellt sich dann aber als Jaspar Colinadous vor. Corum-Leser kennen einen anderen Namen. Endlich erreichen Elric und Oone die Festung, ein Märchenschloss, das schöner ist, als es sich ein bayerischer König im 19. Jahrhundert hätte erträumen können. Durch ihre Reise als echte Wesen im Unterschied zu den Traumfiguren befreien sie Varadia, die mit ihnen aus dem Traum erwacht. Elric nimmt die riesige Perle mit, welche aus den Vorstellungen der Quarzhasaater entstanden ist. Dann kehrt er damit in die Wüstenstadt zurück und macht den habgierigen Lords, die sich um die Perle streiten, ein Ende. Die Traumdiebin Oone verlässt die Oase, doch Elric soll nie erfahren, dass sie ein Kind von ihm unter dem Herzen trägt.

S.A.G.A.Auf der Flucht vor Verfolgern wird Elric am Meeresufer von einem geheimnisvollen Schiff aufgenommen, das von einem blinden Kapitän und seinem Bruder, dem stummen Steuermann, geführt wird. An Bord des Schiffes, das Die See des Schicksals auf dem Weg zur Stadt Tanelorn befährt, befinden sich mehrere Krieger und drei weitere Personen, zu denen Elric eine eigenartige Verbindung verspürt. Sie stellen sich als Prinz Corum, Dorian Hawkmoon und Erekosë vor, und sind wie Elric Inkarnationen des Ewigen Helden, wie ihm der blinde Kapitän erklärt. Corum, der mit seinen elfenhaften Gesichtszügen Elric ähnlich sieht, aber eine Klappe über einem Auge und eine silberne Hand hat, begrüßt den Albino mit der Bemerkung, dass sie im verzauberten Turm bereits gemeinsam mit Erekosë (allerdings einem anderen Mann dieses Namens) gegen den Magier Voilodian Ghadnasdiak gekämpft hätten. Aber Elric kann sich nicht daran erinnern, es scheint, dass die Zeit in verschiedenen Sphären anders verläuft. Die vier bekommen vom Kapitän einen Auftrag. Die fremden Zauberer Agak und Gagak sind in das Universum eingedrungen. Sie sind nicht wie die Herren von Ordnung und Chaos den hier herrschenden Gesetzen unterworfen. Deswegen können sie alle Energie aufsaugen und das Universum zerstören. Nur die Vier, die Eins sind, können die Zauberer mit vereinter Kraft vernichten. Das Schiff landet an einer Insel, auf deren Mitte sich Ruinen erheben, neben denen ein Gebäude steht. Die Kämpfer dringen in das fremdartige Gebäude ein, ohne die Zauberer zu finden, bis ihnen klar wird, dass diese das Gebäude selbst sind und die gegen sie kämpfenden Wesen deren körpereigene Abwehrkräfte. Die Zeit zur Vereinigung der Helden ist gekommen:

Elrics Körper begann zu zucken, doch seine Hand hielt das Schwert mit festem Griff. Die Atome seines Körpers flogen auseinander und vereinigten sich zu einer strömenden Wesenheit, die an der Klinge des Schwertes entlangfuhr, der krönenden Spitze entgegen. Und Elric war immer noch Elric, schreiend vor Entsetzen, seufzend in Ekstase ob dieser Szene.

Elric war immer noch Elric, als vom Teich zurücktrat, sich einen kurzen Augenblick selbst betrachtete und sich mit seinen drei anderen Ich vereint sah.

Ein Wesen schwebte über dem Teich. Auf jeder Seite seines Kopfes befand sich ein Gesicht, das einem seiner Gefährten gehörte. Ehrfurchtgebietend und schrecklich sah dieser Kopf aus: die Augen blinzelten nicht. Das Wesen hatte acht Arme, und sie waren reglos; es hockte auf acht Beinen über dem Teich, und sein Panzer und seine Beine schillerten in allen Farben, die es gab, Farben, die miteinander vermolzen und doch zugleich separat in Erscheinung traten.

Zitiert aus: Michael Moorcock: Die See des Schicksals. München 1979, Heyne SF 3657

Den vereinten Kräften der Vier, die Eins sind, haben die beiden Zauberer nichts entgegenzusetzen, denn das Schwarze Schwert saugt ihnen die Kraft aus und sie sterben. Das Gebäude geht in Flammen auf. Die vier lösen sich aus der Vereinigung und die anderen Helden gehen ihrer Wege nach. Elric wird von Bord des Schiffes gelassen, denn es fährt weiter Richtung Tanelorn. Er befindet sich Gefangen im Jenseits in einer fremden Welt unter einer blau strahlenden Sonne, aber es gibt irgendwo ein Weltentor, durch das der Albino in seine Heimat zurückkehren könnte. Er stößt auf eine Gruppe von Piraten, die ihn angreifen. Einer der Gruppe begibt sich aber zu Elric und kämpft an seiner Seite gegen die anderen. Nach dem Sieg über die Piraten stellt sich der Mann als Graf Smiorgan Kahlschädel vor, der in ihre Gefangenschaft geraten war, nachdem sie sein Schiff erbeutet hatten. Mit Smiorgans Schiff setzen die beiden ihre Reise fort. An Bord finden sie seine ehemalige Passagierin, Vassliss, die sich vor den Piraten versteckt hatte. Die Gefährten treffen Graf Saxif D'Aan von Melniboné, der das Mädchen für eine Reinkarnation seiner früheren Geliebten ansieht, und sie in Besitz nehmen will. Die Gefährten besiegen den Grafen, er hat ihnen aber noch das Weltentor geöffnet. Elric und Smiorgan landen als Schiffbrüchige in der heimatlichen Welt, wo sie von Herzog Avan aufgelesen werden, der auf der Suche nach Elric ist, weil er von ihm Unterstützung erhofft. Denn er will die geheimnisvolle Ruinenstadt R'lin K'ren A'a finden, die einst von Vorfahren der Melnibonéer verlassen wurde und unermessliche Schätze birgt. Darunter ist Der Jademann, eine riesige Statue des Gottes Arioch mit Edelsteinen statt Augen. Elric erklärt sich bereit, Avan zu begleiten, und sie finden auch die Stadt, doch sie Augen des Idols sind leer. Sie werden von fremdartigen Reptilienkriegern angegriffen. In der Stadt lebt J'osuy C'reln Reyr, der Mann, der nicht sterben kann, weil der Fluch der Chaosgötter auf ihm lastet. Elric ruft Lord Arioch herbei, der die Statue beseelt, sich die Edelsteinaugen aufsetzt und aus der Stadt stapft, worauf die reptilischen Olabs fliehen. Avan und J'osuy sterben durch das Schwert Sturmbringer, das wie schon so oft selbst entscheidet, wen es tötet und nicht vor Elrics Freunden zurückschreckt. Elric und Smiorgan segeln von der Todesstätte fort.

S.A.G.A.Es kommt, wie es kommen musste. Yyrkoon, von Elric unverständlicherweise als Regent eingesetzt, hat den rechtmäßigen Herrscher zum Geächteten und Verräter erklärt. Eine Flotte der Seelords, unter denen sich Graf Smiorgan befindet, will nach Melniboné vordringen und die Stadt plündern. Sie hoffen auf Elric, denn Der Zauber des weißen Wolfs soll sie durch das Labyrinth führen, welches die Drachenstadt beschützt. Elric vollendet seine Rache, doch nicht nur Yyrkoon stirbt durch den seelenfressenden Sturmbringer, sondern auch Cymoril wird ein Opfer des Schwarzen Schwertes. Die träumende Stadt versinkt in Schutt und Asche. Die Schiffe der Angreifer werden von den geflügelten Drachen der Stadt vernichtet. Nur das Schiff, auf dem Elric ist, kann entkommen. Der frühere Herrscher wird zum Ausgestoßenen und Vagabunden. Er versucht, Sturmbringer wegzuwerfen, scheitert aber, denn ist aber in einer unheilvollen Symbiose an das Mordschwert gefesselt, das ihm Kraft durch den Tod seiner Opfer gibt.

Eine flügellose Frau aus dem Volk der Myyrhn sucht Elric auf. Shaarilla will den Albinozauberer dazu gewinnen, mit ihr das Buch der toten Götter zu suchen, in dem umfassendes Wissen geschrieben steht. Die Frau kennt den Weg, aber er ist gefährlich. Elric willigt ein, denn er will erfahren, ob ein oberster Gott über den Lords der Ordnung und des Chaos steht. Auf dem Weg müssen sich die beiden gegen Höllenhunde erwehren, die einen Reiter angreifen. Der kleine Mann mit rotem Haar überlebt den Angriff unbeschadet mit Elrics Hilfe. Er stellt sich als Mondmatt vor (im Original Moonglum), schließt sich den Reisenden an und wird später der Begleiter Elrics bei vielen Abenteuern. Nach Durchquerung eines Tunnels kommen die Sucher an das Ufer eines fremden Meeres und segeln mit einem vorgefundenen Boot an einen fremden Strand. Sie kommen zu einer Burg, die von einem Riesen bewacht wird, einem Wächter der Lords der Entropie. In einer kleinen Kammer ganz oben im Turm liegt es endlich, das Buch. Doch als Elric es angreift, vermeintlich am Ziel seiner Wünsche angekommen, zerfällt das Jahrtausende alte Buch zu Staub, ohne seine Geheimnisse preiszugeben.

Königin Yishana von Yarkhor heuert Elric an, denn Die singende Zitadelle, ein Gebilde aus einer anderen Dimension, ist in ihrem Land erschienen und es verschwinden Dorfbewohner und Soldaten spurlos in ihrer Nähe. Der Hofzauberer Theleb K'aarna ist machtlos. Elric und Mondmatt reiten zur Zitadelle und dringen ein. Elric erkennt, dass Balo, der Hofnarr der Chaoslords, die Ursache der Unruhe ist und sich hier ein Refugium geschaffen hat. Der Albino beschwört Arioch, welcher erscheint und Balo kurzerhand verschluckt. Die Zitadelle verschwindet spurlos. Elric wird aber vom eifersüchtigen Theleb K'aarna angegriffen, welcher flieht, nachdem er gegen den mächtigeren Zauber des Albinos nichts ausrichten kann.

S.A.G.A.Auf der Suche nach dem geflüchteten Zauberer landen Elric und Mondmatt entkräftet in einem abgelegenen Schloss, das leer scheint, bis sie in einem Gemach eine schlafende schöne Frau finden, die Cymoril ähnlich schaut. Elric flieht vor seinen Erinnerungen. Doch nachdem sie in die nächste Stadt gereist sind, steht die Frau in der Nacht vor Elrics Bett. Sie ist die Zauberin Myshella, die selbst einem Schlafzauber Kheleb K'haarnas erlegen ist und sich immer nur kurze Zeit daraus befreien kann. Sie bittet Elric um Hilfe gegen ihren Feind, der sich mit dem Chaoslord Prinz Umbda verbündet hat und ihr Schloss Kaneloon angreift. Mit der Kraft des Seelendiebs Sturmbringer und der Schlinge des Fleisches, einer Waffe Myshellas, vernichtet Elric die Angreifer. Doch T'heleb Kaarna ist wieder entkommen. Elric verlässt Myshella erneut, denn sie erinnert ihn zu sehr an die tote Cymoril.

Der geflohene Zauberer hat einen neuen Plan ausgeheckt und veründet sich mit Urish, dem König von Nadsokor, der Stadt der Bettler, welchem Elric einst eine Schriftrolle gestohlen hatte. Mittels eines Täuschungsmanövers lassen sie dem Melnibonéer den Ring der Könige entwenden, der das Bindeglied zu seinen Vorvätern ist und ihm Zauberkräfte verleiht. In Nadsokor gerät Elric in die Falle der Verschwörer, wird von Ghulen gefangen, die ihm die Kraft aussaugen und vom König zum Tod durch den Brennenden Gott verurteilt. Doch auch dieser Chaoslord ist Sturmbringer nicht gewachsen. Urish wird von Lord Arioch verspeist, der Zauberer entkommt zum wiederholten Male und Elric gewinnt seinen Ring zurück. Die Freunde reiten mit Rackhir dem Bogenschützen, dessen Karawane Elric vor einem Angriff von Dämonen gerettet hat, nach Tanelorn, denn der Albino ist des Schlachtens müde geworden.

Doch Elric findet auch in der Stadt, in der sowohl die Ordnung als auch das Chaos keine Macht haben, nicht die ersehnte Ruhe. Nach einem Monat als Gast im Hause Rackhirs reitet er hinaus in die seufzende Wüste. Entkräftet fällt er vom Pferd, doch Myshella, von der Elric geglaubt hatte, sie nie wiederzusehen, rettet ihn. Sie bittet ihn erneut um Hilfe gegen den Zauberer, denn dieser plant, mit dämonischen Wesen, die er durch einem Riss zwischen den Welten geholt hat, Tanelorn zu vernichten. Elric will die Maschine zerstören, die das Weltentor erzeugt, fällt aber hindurch und landet auf einer fremden Ebene. Dort wird er von einem Mann mit einer Augenklappe und einer silbernen Hand aufgelesen, der sich als Corum Jhalen Irsei vorstellt und Elric seltsam vertraut vorkommt. Vage erinnert sich Elric an einen alten Traum. Corum ist auf der Suche nach der Stadt Tanelorn und benötigt Hilfe für seinen Gefährten Jhari-a-Conel, der in der Nähe in einem Turm gefangen ist. Der verzauberte Turm wandert zwischen den Ebenen und den Zeiten. Der Herr des Turms ist der Zauberer Voilodion Ghadnasdiak, der nur durch die Drei, die Eins sind, besiegt werden kann, wie Corum weiß. Dazu benötigen Corum und Elric noch einen Dritten, den Helden mit den Vielen Namen. Bald darauf stößt ein schwarzhäutiger Krieger zu ihnen, der auf Kopf und Schultern den Kopf und das Fell eines Bären trägt. Er ruft „Ich kenne euch! Ich kenne euch!“ und stellt sich als Erekosë vor. Er behauptet, eine andere Inkarnation der beiden zu sein. Als der Turm wie aus dem Nichts erscheint, dringen die drei Helden in ihn ein. Sie entdecken den zwergenhaften Zauberer, der gelbe Bälle nach ihnen wirft, aus denen Monster entstehen und sie angreifen. Dann erscheint Corums Freund, welcher ruft: „Hakt euch unter!“. Sie folgen dem Rat, worauf sie sich als Eins fühlen und mit unbesiegbarer Kraft die Angreifer vernichten. Jhari hat in den Verlassenschaften des im Kampf gefallenen Zauberers einen Ring gefunden, den er Erekosë gibt, und einen Stab, auf dem Runen zu sehen sind. Elric gibt er ein Banner aus Bronze und Pfeile aus Quarz. Nach Verlassen des Turms zerbricht dieser. Jhari bittet Elric, seinen Bruder Mondmatt zu grüßen. Dann verschwinden die Gestalten der drei Kampfgefährten in einer anderen Ebene und Elric ist wieder in der Seufzerwüste gelandet. Mit den magischen Waffen schlägt der bleiche Lord die Angreifer Tanelorns vernichtend zurück, doch Myshella wurde von Theleb K'haarna ermordet. Elric ist der Götter und ihrer Kämpfe überdrüssig.

S.A.G.A.Den ruhelose Melnibonéer hält es nicht lange an einer Stelle, und so reitet er fort, um Elwher, die Heimat Mondmatts aufzusuchen. Auf dem Weg begegnet er zuerst dem Poeten Ernest Wheldrake, den der Alchimist Lee aus dem Reich von Moorcocks Roman Gloriana in Elrics Welt versetzt hat. Unvermutet werden die zwei von einem Drachen angegriffen, den Elric aber schnell als Narbenschnauze erkennt, eine seiner Drachinnen aus seiner Heimatstadt. Die Drachin reagiert auf die Beschwörungen des Albinos, Elric steigt auf und wird von ihr durch die Lüfte in die Ruinen seiner Heimatstadt transportiert. Doch der erste Blick hat getäuscht. Er ist nicht in Melniboné angelangt, sondern in H'hiu'shan, jene Stadt, auf deren Ruinen die Drachenstadt erbaut wurde. Die Drachin hat den Albino in die ferne Vergangenheit getragen. Dort erwartet ihn sein toter Vater Sadric und erteilt ihm die schier unmögliche Aufgabe, seine Seele wiederzufinden, die vor den Chaoslords in einer Truhe aus Rosenholz versteckt worden ist und verloren scheint. Narbengesicht transportiert Elric zu einer Ebene, wo er wieder Wheldrake trifft. Gemeinsam reisen die zwei weiter. Sie treffen einen geheimnisvollen Ritter, der sich als Gaynor der Verdammte vorstellt und auf der Suche nach drei Schwestern ist. Gaynor verlässt die beiden, aber eine andere Reisende schließt sich ihnen an, die sich die Rose nennt und auf einer Rachemission unterwegs ist. Staunend sehen die drei einen gigantischen Zug von großen Holzplattformen, auf denen ein Zigeunervolk auf einer endlosen Straße um diese Welt reist. Sie nehmen in einer Siedlung auf einer der Plattformen Quartier, denn die drei Schwestern scheinen hier irgendwo zu sein. Doch die Zigeunernation ist zum Untergang verdammt, denn Gaynor, der Diener des Chaoslords Mashabak, zerstört eine riesige Brücke über eine Meeresbucht und Plattform für Plattform stürzt sich unaufhaltsam wie die Lemminge in den Abgrund. Auch Elric stürzt mit gezogenem Sturmbringer in die Chaosklüfte, doch sein Beschützer Lord Arioch hat mit ihm noch einiges vor und setzt ihn an Land ab.

Elric findet Wheldrake wieder. In einer Hafenstadt gehen sie an Bord eines Schiffes, das Gaynor gehört, der nach wie vor die Schwestern sucht, und segeln mit auf die Schwere See hinaus, ein Meer, das wirkt, als bestünde es aus geschmolzenem Blei. An einem unbekannten Ufer gehen sie zusammen mit Gaynors Steuermann Esbern Snarne, einem unsterblichen Werwolf, an Land. Sie finden sie eine riesige uhrwerkartige Apparatur, in welcher der Chaoslord Mashabak als Gefangener seines Kollegen Arioch in einer Blase eingesperrt ist. Arioch will das Chaos in diese Welt hereinlassen, doch der Werwolf springt ihm an die Gurgel und beide verschwinden in einer anderem Dimension. Elric findet die Rose wieder, die ihm erzählt, dass sie die Letzte ihres Volkes ist, das von Kräften des Chaos unter Gaynors Führung ausgelöscht wurde. Schließlich treffen sie auch auf die drei Schwestern, die auch auf der Suche nach Elric waren. Sie entstammen einem Volk, das einst von einem Drachen in ein paradiesisches Land geführt worden war (eine Anspielung auf die Handlung von Das ewige Schwert), aber vom Chaos angegriffen wird und wirksame Waffen zur Verteidigung benötigt. In einer gemeinsamen Beschwörung mit Elric schaffen die drei Prinzessinnen drei magische Schwerter, und gemeinsam vernichten sie die angreifenden Horden des Chaos. Gaynor, der mit einem Blutsaugerschwert Elric und Sturmbringer beinahe überwinden kann, wird durch Elrics verzweifelte Beschwörung eines Naturwesens zurückgeschlagen und Lord Arioch zur ewigen Bestrafung übergeben. Damit ist Die Rache der Rose vollendet, denn sie wollte Gaynor nicht töten. Die Rose nimmt eine lebendige Blume in die Hand, welche die Seele Sadrics enthält. Der Alte ist erlöst und kann endlich zu seiner Frau in den Wald der Seelen gehen, ohne in der Gewalt des Höllenlords Arioch der ewigen Verdammnis ausgeliefert zu sein.

S.A.G.A.Die Abenteuer Im Banne des schwarzen Schwertes gehen weiter. Kaufleute aus der Stadt Bakshaan wollen ihren Konkurrenten Nikon loswerden und werben Elric für einen Überfall an, welcher zusagt, als er hört, dass Nikorn sich der magischen Hilfe von Theleb K'haarna bedient. Der Melnibonéer heuert eine Söldnergruppe seiner Landsleute unter der Führung seines alten Freundes Dyvim Tvar an und greift Nikorns Palast an. Doch der Zauberer hat mächtige Hilfe herbeigerufen. Der Dämon Quaolnargn, der Seelenfresser, besiegt Elric trotz der Kraft Sturmbringers und raubt ihm die Kraft. Nikorn lässt Sturmbringer wegsperren, lässt aber Elric frei. Der Albinoprinz ist so geschwächt, dass er total hilflos ist, doch seinem Freund Mondmatt gelingt es, das Schwert zurückzuholen. Thelebs letztes Stündlein hat endlich geschlagen, und auch der Kaufmann Nikorn fällt Sturmbringer zum Opfer, obwohl ihn Elric wegen seiner Freilassung verschonen wollte.

Auf dem Weg zur nächsten Stadt werden die beiden Abenteurer von Lady Zarozinia aus Karlaak als Begleitschutz angeworben, weil sie von ihren Beschützern bei einem Überfall im Stich gelassen worden ist. Elric verliebt sich in Zarozinia. Als die Reisenden von den verformten Männern aus Org überfallen werden, fasst der Albino den Plan, zu deren König vorzudringen. Durch ein Zauberkraut macht Elric sich und seine beiden Gefährten unverwundbar, sodass sie trotz Angriffe der Wächter unbeschadet vor den Thron König Gutherans stehen. Doch sie werden überlistet und sinken nach Genuss von vergiftetem Wein in Bewusstlosigkeit. Aus der Bewusstlosigkeit erwacht, gelingt es den Dreien, unbeschadet zu entkommen, denn der Veerkad, der blinde wahnsinnige Bruder von Gutheran hatte die toten Könige beschworen, die wiederaufstehen und ein Massaker unter den eigenen Leuten anrichten, bis die ganze Halle im reinigenden Feuer aufgeht.

Mondmatt, der Mann aus Elwher am Rand der bekannten Welt (wohl eine Verballhornung von Elsewhere), ist unterwegs zu seinem Freund Elric und seiner Gefährtin Zarozinia in die Stadt Karlaak, um sie vor dem Flammenbringer zu warnen, Terarn Gashtek, den wahnsinnigen Herrn der berittenen Horden, welche die östlichen Länder mit Tod und Vernichtung überzogen und auch Mondmatts Heimat zerstört haben. Er hat den Zauberer Drinij Bara in seiner Gewalt und nutzt dessen Zauberkräfte zur Vernichtung seiner Feinde. Elric und Mondmann schließen sich scheinbar als Söldner den Barbaren an und befreien den Zauberer, dessen Seele von Gashtek im Körper einer Katze gefangengehalen worden war. Das Barbarenheer wird von den wahren Flammenbringern vernichtet, den von Elric herbeigerufenen Drachenreitern aus Melniboné, und Elric darf selbst wieder einmal einen der herrlichen Drachen reiten. Der Albino entledigt sich seines Schwertes, denn er will endlich davon frei sein, doch Sturmbringer kehrt insgeheim an seinen Ruheplatz in der Waffenkammer in Zarozinias Haus zurück.

Eine Armee von Bettlern aus Nadsokor, welche von den Lords des Chaos angeworben wurde und vom Chaoslord Narhjan angeführt wird, rückt Richtung Tanelorn vor, um die Stadt anzugreifen und ihre Bewohner zu vernichten. Rackhir der Bogenschütze kommandiert die Verteidigung der Stadt und sucht Rat beim Einsiedler Lamsar, denn er will die Grauen Lords zu Hilfe bitten, die weder der Ordnung noch dem Chaos dienen. Lamsar weist Rackhir den Weg durch die fünf Tore und begleitet ihn durch die gefährlichen Ebenen des Chaos und der Ordnung, bis sie an ihrem Ziel ankommen. Von den Grauen Lords erhalten sie den Rat, die Bootsleute von Xerlerenes um Hilfe zu bitten, und diese kommen den Verteidigern mit ihren Himmelschiffen zu Hilfe. Rackhir schießt Narhjan durch das Visier ins Auge. Als Rackhir ihm den Helm zur Seite schlägt, findet er die Rüstung leer. Doch die Tanelorner und ihre Verbündeten haben gesiegt, denn Tanelorn wird nicht fallen, solange es Menschen gibt, die sein Ideal verteidigen.

Die Reihenfolge der beiden ersten Teile von Im Banne des schwarzen Schwertes erscheint unlogisch, denn aus der Handlung geht hervor, dass Könige in Dunkelheit nach der Handlung in der Stadt der Bettler spielt und die beiden Abenteuer Bakshaan erreichen wollen, wo sie in Der Seelendieb ankommen.

S.A.G.A.Hierarch Jagreen Lern von Pan Tang hat sich Chaoskreaturen verbündet und bedroht die Existenz der Völker der Jungen Königreiche. Elric, der zum Heerführer ernannt worden ist, versucht, die freien Völker zu einen, scheitert an den Südländern, die auf ihre Flotte setzen und untergehen. Dämonen entführen Zarozinia. Auf der Suche nach ihr findet der Albino Unterstützung bei den Zehn im Berg, die durch den Ausbruch ihres Vulkans aus ihrem zweitausend Jahre langem Schlaf erwacht sind. Von ihrem Anführer Sepiriz erfährt Elric die Geschichte der Runenklingen, die am Beginn der Zeiten von Waffenschmieden gefertigt wurden, um die Toten Götter auszulöschen. Die Schmiede, die der Ordnung verpflichtet waren, mussten das Böse mit Bösem bekämpfen. Einer der Toten Göter ist zur Erde zurückgekehrt. Die Zehn im Berg haben Trauerklinge zurückgeholt. Da die Runenschwerter nur von einem Angehörigen des melnibonéischen Königshauses getragen werden können, übergibt Elric das Schwert an Dyvim Slorn, seinen letzten lebenden Verwandten. Zusammen greifen sie das Heer des Gegnes an und erreichen Zarnizhaan, den Toten Gott. Die vereinte Macht der Schwarzen Schwerter überwindet den Toten Gott, und Elric befreit seine Frau. Doch Jagreen Lern hat sich nicht nur mit den Toten Göttern verbündet, sondern auch mit den Herzögen der Hölle. Elric, der als Manifestation des Ewigen Helden auf der Gegenseite steht, kann deshalb nicht mehr auf die Hilfe seines Schutzdämons Arioch hoffen. Doch mit der Hilfe von Sepiriz kann Elric Sturmbringers Brüder herbeirufen, übernatürliche Wesen aus einer anderen Ebene. Diesen können nicht einmal die Herzöge, zu denen Arioch gehört, standhalten, und im Kampf verschwinden die einen wie die anderen spurlos. Aber das Heer des Hierarchen ist unbesiegt, und so sucht Elric weitere Hilfe. Das Schild des traurigen Riesen, welches selbst aus Chaos besteht, kann die Fluten des Chaos zurückhalten. Zusammen mit Dyvim Slorn, Mondmatt und Rackhir dem Bodenschützen macht sich Elric auf, um auf dem Gipfel eines hohen Berges dem Riesen Mordaga den Schild abzunehmen. Beim Kampf mit den Wächtern stirbt Rackhir, aber nicht von deren Hand, sondern von der verräterischen Klinge Sturmbringer. Wieder ist ihm ein Freund Elrics zum Opfer gefallen. Das Chaos überflutet in der Zwischenzeit immer weitere Landstriche der Welt, die sich komplett verändern. Immer mehr Länder gehen in seinen Fluten unter. Mit dem magischen Schild und seinem Schwert in den Händen dringt Elric zum Lager des Chaos vor, und die Runenklinge bohrt sich in den blauen Kristall, den Kopf des Höllenlords Paryal. Doch Zarozinia ist verloren, denn der Chaoslord hatte ihren Körper in den eines Wurmes verwandelt, und sie stürzt sich in Sturmbringer, um bei ihrem Geliebten zu sein.

Der letzte Akt des Dramas beginnt in den Ruinen von Imrryr, der träumenden Stadt, wo alles begonnen hat. Elric versucht, die Drachen zu wecken und mit ihnen gegen die Chaoshorden ziehen. Dafür muss er zuerst das Horn des Schicksals finden. Elric nimmt das Horn in einer fremden Ebene dem Ritter Roland ab, welcher in seiner Zeit ebenfalls ein großer Held ist. Nach dem ersten Ruf des Rolandshorns (das offensichtlich aus dem Rolandslied entlehnt worden worden ist) erwachen die Drachen. Elric und sein Cousin Dyvim Slorn ziehen gegen das Lager des Chaos, wo sie von einer ganzen Anzahl Chaoslords erwartet werden. Beim zweiten Ruf des Horns erscheinen die Lords der Ordnung zur letzten Schlacht. Die Schlacht geht zwar zugunsten der Lords der Ordnung aus, aber die Erde ist jetzt wüst und leer. Nur Elric und Mondmatt sind am Leben geblieben. Die Waage des Kosmischen Gleichgewicht erscheint am Himmel. Ein letzter Hornruf ist noch notwendig, um den Tod der alten Welt zu vollenden und einen neuen Kreislauf in Gang zu setzen. Doch Elric ist zu schwach für den Ruf. Da zieht Mondmatt für Elric Sturmbringer aus der Scheide, und durch die Kraft seiner vom Schwarzen Schwert aufgenommen Seele kann der bleiche Lord den letzten Ruf erschallen lassen. Da verlässt die Klinge den Boden, wendet sich Elric zu und bohrt sich in seine Brust.

Elric von Melniboné, der letzte Strahlende Herrscher, schrie auf, dann brach sein Körper zusammen, und er lag mit ausgebreiteten Armen neben seinem Gefährten, unter der gewaltigen Waage, die am Himmel schwebte.

Dann begann sich Sturmbringers Gestalt zu verändern; er wand und krümmte sich um den Körper des Albinos und stand schließlich über ihm.

Die Wesenheit, die Sturmbringer gewesen war, die letzte Manifestation des Chaos, die diese neue Welt während ihres Wachstums begleiten würde, blickte auf den toten Elric von Melniboné hinab und lächelte.

„Adieu, mein Freund. Ich war tausendmal verderbter als du!“

Dann sprang das Wesen von der Erde empor und flog gen Himmel, lachte mit lautem Spott die Kosmische Waage an und füllte das Universum mit seiner ruchlosen Freude.

Zitiert aus: Michael Moorcock: Sturmbringer. München 1980, Heyne SF 3782

Zweifellos ein Ende mit Donnerschlag! Aber was ist jetzt mit dem Sturmbringer-Dämon? Gut zu wissen, dass es den siebten Band des Hawkmoon/Runenstab-Zyklus gibt, in dem das Rätsel aufgelöst wird. Englischsprachige Leser mussten dafür zehn Jahre warten, deutschsprachige nicht, denn hierzulande wurde die Runenstab- vor der Elric-Serie publiziert. Falls Sie das Ende nicht kennen, müssen Sie nur eine Woche bis zu nächsten Folge dieser Artikelserie warten.

S.A.G.A.Die Publikationsgeschichte der Elric-Erzählungen ist nicht ganz so kompliziert wie die Geschichte um den Ewigen Helden, aber auch so vielschichtig, dass es schwierig ist, eine vollständige und konsistente Sammlung zu erreichen. Moorcock veröffentlichte in den sechziger Jahren die ersten Elric-Storys (darunter 1961 als allererste The Dreaming City) in verschiedenen Magazinen und Anthologien. Sie wurden in den Bänden The Stealer of Souls, Stormbringer und The Singing Citadel gesammelt. In den siebziger Jahren kamen dann mit The Jade Man's Eyes und The Lands Beyond the Worlds zwei weitere Geschichten dazu, die für Lin Carters Flashing Swords-Anthologien geschrieben wurden. Diese beiden Erzählungen waren nach The Singing Citadel, welche auf Deutsch als Die singende Zitadelle in einer Ullstein-Anthologie enthalten war und aus L. Sprague de Camps Anthologie The Fantastic Swordsmen entnommen worden war, die ersten Geschichten über den Albino, die in deutscher Übersetzung herauskamen. Moorcock stellte dann das Material neu zusammen, gruppierte teilweise die Chronologie um und erweiterte die Serie auf insgesamt sechs Bände, welche auf Deutsch im Heyne Verlag herausgegeben wurden. Gefangen im Jenseits (The Lands Beyond the Worlds) und Der Jademann wurden als zweites und drittes Buch (als Fahrt in die Gegenwart bzw. Fahrt in die Vergangenheit) in den zweiten Band Die See des Schicksals aufgenommen. Der Jademann wurde dafür kräftig überarbeitet, denn in der ursprünglichen Fassung ist diese Erzählung nach der Zerstörung Imrryrs angesiedelt und Moonglum der Begleiter Elrics, während in der überarbeiteten Fassung Graf Simorgian mit Elric und Herzog Avan in den Dschungel vordringt. Die träumende Zitadelle wurde als drittes Buch in den Band Der Zauber des weißen Wolfs eingefügt. Bemerkenswert ist, dass die ursprünglichen Bände mit der Zerstörung Imrryrs begannen. Die Geschichten, die Elric als regierenden Herrscher zeigen, wurden erst später geschrieben. Die sechsbändige Sammlung war lange Jahre quasi die „kanonische“ Ausgabe, mit der die Geschichte Elrics komplett erzählt schien. Beinahe, denn dann kam die Erzählung Elric am Ende der Zeit, welche die Verknüpfung zu Jherek Cornelian und den Menschen am Ende der Zeit herstellte und auf Deutsch meines Wissens bisher nur in der Anthologie Die Götter von Pegana erschienen ist.

Der Serie ist deutlich anzumerken, dass die Bände aus Kurzgeschichten bestehen, die später zu Episodenromanen zusammengefasst wurden. Die Übergänge zwischen einzelnen Geschichten sind oft ziemlich abrupt. Deshalb war es für den Autor einfach, in den achtziger und neunziger Jahren mit Die Festung der Perle und Die Rache der Rose der Saga zwei weitere Romane hinzuzufügen, die vermeintliche Lücken in der Handlung schlossen. Sie konnten zwar keine besonderen Impulse mehr setzen, der erste der zwei Romane erweiterte das Setting aber um die Traumdiebe, welche eine Verknüpfung zu späteren Romanen liefern. Diese beiden Romane sind in einem deutlich anderen, weit getragenerem Stil als die früheren Geschichten geschrieben, welche als typisch actionreiche Magazinstorys zu charakterisieren sind. Deshalb empfiehlt sich für Interessierte, welche in die Serie neu einsteigen und von vorn lesen wollen, zuerst die sechs ursprünglichen Bände und erst dann die beiden später geschriebenen zu lesen und auf eine komplett handlungschronologische Lesereihenfolge zu verzichten. Diese ist auch aus dem Grund nicht ganz erreichbar, als Elric auch in weiteren Romanen um andere Inkarnationen des Ewigen Helden Auftritte hat.

Anfang der 2000er Jahre kam dann mit Tochter der Traumdiebe ein weiterer Roman, der das Universum von Elric mit dem von Ulric und Oona von Bek verknüpfte. Der Heyne Verlag nutzte dies, um die vorher erschienenen acht Bücher in drei schönen Sammelbanden nachzudrucken. Ich würde den Roman aber als eher der von Bek-Sequenz als der Elric-Serie zurechnen, denn von Bek ist im Großteil der Ich-Erzähler. Elric erscheint in seinen Träumen und übernimmt nur in einigen Kapiteln die Hauptrolle. Der Heyne Verlag präsentierte diesen Roman wahrscheinlich aus marketingtechnischen Gründen wegen des bekannten Namens Elric als neunten Roman der Elric-Serie. Die zwei weiteren Romane aus diesem Zyklus, The Skrayling Tree und The White Wolf's Son, wurden bisher noch nicht auf Deutsch übersetzt. Außerdem gibt es noch die Anthologie Die Rückkehr des Weißen Wolfs mit zwei Dutzend Erzählungen verschiedener Autoren sowie eine weitere, die nicht auf Deutsch publiziert wurde. Auf Englisch kamen in den letzten Jahren noch zwei voneinander abweichende Gesamtausgaben heraus, eine in den USA und eine in Großbritannien. Die darin enthaltenen Geschichten sind gegenüber den vorherigen Ausgaben überarbeitet und enthalten Umbenennungen von Namen und Titeln von Erzählungen. Der erste Band der englischen Ausgabe aus dem Gollancz Verlag ist in der Zwischenzeit auch auf Deutsch bei Mantikore unter dem Titel Der Blutthron erschienen. Er enthält neben Elric von Melniboné, dem chronologisch ersten Roman, weitere Kurzgeschichten, Aufsätze und eine Graphic Novel über den bleichen Lord. Elric wurde bereits mehrfach in Comic-Form umgesetzt und als Vorlage für Rollenspiele verwendet.

S.A.G.A.Dem vierteiligen amüsanten Ende der Zeit-Zyklus, den ich in diesem Artikel nicht im Detail vorstelle, weil er nach meinem Verständnis als Science Fiction anzusehen ist, muss ich trotzdem einige Zeilen widmen. Michael Moorcock hätte zwar für meine mehr oder weniger holprigen Definitions- und Abgrenzungsversuche von SF und Fantasy wahrscheinlich nur ein Kopfschütteln übrig. Auch sein Kollege Fritz Leiber lehnte explizit eine Unterscheidung dieser Genres ab, wie wir wissen.

Der Ausgangspunkt der Serie ist ähnlich wie bei der Sterbenden Erde von Jack Vance, die wir in in einigen Wochen betrachten werden, die Erde in fernster Zukunft. Nur noch wenige Menschen leben, die praktisch unsterblich sind, fast göttergleiche Macht haben und ihren dekadenten Neigungen nachgehen. Von Zeit zu Zeit wird die Langeweile unterbrochen, wenn ein Raumfahrer oder Zeitreisender aus der Vergangenheit ankommt und in der Zeit-Menagerie untergebracht wird, einer Art Zoo. Mrs. Amelia Underwood ist eine Dame aus dem viktorianischen England des späten 19. Jahrhundert, die ans Ende der Zeit entführt wird. Jherek Cornelian, einer der Menschen aus dieser Epoche (und neben Jerry Cornelius, Jhari-a-Conel und Jehamiah Cohnalias einer der vielen Helden Moorocks mit Initialen JC) verliebt sich unsterblich in Amelia. Aufgrund des riesigen Mentalitätsunterschieds zu einer prüden Viktorianerin und biologischen Unterschieden gibt es natürlich Missverständnisse:

Offensichtlich in Verlegenheit, aber immer hartnäckiger, sagte sie. „Ich wünsche nicht zu baden. Mr. Carnelian. Ich meine“ - sie holte tief Atem - „das Wasserklosett“.

Jetzt dämmerte es ihm. Was war er doch schwer von Begriff. Er lächelte hilfsbereit. „Ich glaube, das läßt sich machen. Das ist für mich eine Kleinigkeit. Und wir können uns lieben – ja, im Wasser!“

Ihre Lippen zitterten. Sie war der Verzweiflung nahe. Hatte er sie wieder mißverstanden? …

Es dauerte eine ganze Weile, bis er endlich von ihr erfuhr, was sie brauchte. Sie gestand es ihm in stockenden Sätzen, nervös. Sie lief scharlachrot an.

Er lachte vergnügt, als er sie verstanden hatte.

„Auf solche Funktionen verzichten wir schon seit langem. Ich könnte Ihren Körper geringfügig verändern, und Sie hätten es nicht mehr nötig ...“

„Damit will ich nichts zu tun haben!“

„Wenn das Ihr Wunsch ist.“

Zitiert aus: Michael Moorcock: Die Zeit-Menagerie. München 1976, Heyne SF 3492

Jherek begibt sich dann auf die Suche nach der Bedeutung des für Amelia so wichtigen Begriffs Tugendhaftigkeit. Der Roman erschien auf Deutsch bei Heyne und wurde in der Neuausgabe einige Jahre später bei Ullstein, wo auch die weiteren Geschichten der Serie publiziert wurden, in der gleichen Bedeutung wie im Original als Ein unbekanntes Feuer übersetzt.

Elric am Ende der Zeit ist chronologisch vor der Begegnung von Jherek mit Amelia einzuordnen. Der bleiche Lord ist auf dem Weg von der Insel der Purpurstädte zurück nach Imrryr, um sein Königreich von seinem Vetter Yyrkoon zurückzugewinnen. Nach dem siegreichen Kampf gegen den Schamanen Grrodd Ybene hat er sich in der Leere verirrt. Er befiehlt Sturmbringer, ihn wegzubringen, und wird durch eine Störung im Megafluss ans Ende der Zeit gespült. Dort ist der seltsame Zeitreisende als Abwechslung hochwillkommen. Seine Gastgeber tun alles, um ihn zufriedenzustellen, aber ähnlich wie mit Amelia gibt es große Missverständnisse. Elric glaubt, es mit Chaoslords zu tun zu haben und kämpft verbissen gegen die Monster, welche sie auftauchen lassen, während das Ganze für die Menschen vom Ende der Zeit nur ein Spiel ist. Schließlich bringt der von Elric herbeigerufene Chaoslord Arioch den Albino zurück in seine Ebene. Oder war es in Wirklichkeit der Endzeitmensch Lord Jagged, der ihn für Elric täuschend ähnlich nachgeahmt hat? Nach diesem Zwischenfall gibt es am Ende der Zeit keine Störungen mehr, bis Mrs. Amelia Underwood aus der viktorianischen Epoche eintrifft.

In der nächsten Folge werden die anderen Inkarnationen des Ewigen Helden Hawkmoon und Corum vorgestellt.

ausgewählte BibliografieSternträumers Tops & Flops

Übersicht aller Artikel:

14.09.2017: Lin Carter: Fantasy für Erwachsene?!
28.09.2017: L. Sprague de Camp: Mit spitzer Feder und Klinge
12.10.2017: John Jakes: Auf der Suche nach Khurdisan
26.10.2017: Poul Anderson: Der letzte Wikinger
09.11.2017: Fritz Leiber: Zwei Halunken im Nirgendwann
23.11.2017: Michael Moorcock (I): Der bleiche Prinz und das Schwarze Schwert
30.11.2017: Michael Moorcock (II): Runenstab und Silberhand
07.12.2017: Michael Moorcock (III): Ewige Helden, Marskrieger und Albions Königin
21.12.2017: Andre Norton: Herrin der Hexenwelt
04.01.2018: Jack Vance (I): Die sterbende Erde
11.01.2018: Jack Vance (II): Die älteren Inseln
25.01.2018: Roger Zelazny: Der Verdammte zieht den Joker

 

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2017-11-23 12:51
Hut ab! Das nenne ich mal eine Inhaltsangabe. Respekt.

Elric ist der einzige mir bekannte Zyklus, der so oft begradigt oder umgeschrieben wurde. Immerhin kann man sich die Fassung aussuchen, die einen interessiert ;-)

Die von dir angesprochene Gollancz/Mantikore-Ausgabe von 2013 entspricht z.b. nicht vollständig der Del Rey-Ausgabe von 2008. In der waren beispielsweise noch andere frühe Versionen drin wie die Sojan-Story "Mission to Asno" von 1957 oder Magazin-Cover. Die Stories in der Del Rey-Ausgabe sind (angeblich) die Originalversionen von 1961 usw, wie sie in Science Fantasy erschienen. Man muss eben entscheiden, ob das wirklich einen Mehrwert hat oder eine zugegeben clevere Vermarktung a la Director's Cut ist. Auf alle Fälle ist es kompliziert.

Ich stimme dir völlig zu, als Neueinsteiger mit der alten Ausgabe anzufangen. Romane wie "Rache der Rose" halte ich für teilweise schwer zugänglich; es ist halt der "späte" Moorcock, der zwar ein begnadeter Schriftsteller und Stilist sein kann, aber nicht unbedingt etwas zu erzählen hat. Der Kontrast zwischen den schnell runtergeschriebenen Original-Elrics und allen späteren Versionen ist schon deutlich zu sehen.

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