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Simonson & Lullabi: World of Warcraft 3 - Die Bestie im Innern

Simonson & Lullabi: World of Warcraft 3 - Die Bestie im InnernDie Bestie im Innern
World of Warcraft 3
Autor: Walter Simonson
Zeichner: Ludo Lullabi
Heft, 60 Seiten, 3,95€
Panini


Im dritten Heft der World of Warcraft-Serie befinden sich Lo’Gosh und der Dunkelelf Broll auf der Suche nach der Statue von Remulos. Hierbei müssen sie sich mannigfaltigen Gefahren aussetzen, denn ihr Weg führt sie durch das Gebiet der Furbolgs von den Distelfellen. Doch auch gegen Harpyien und andere Gegner müssen sie sich erwehren. Und die bösartigen Eigenschaften der Statue haben großen Einfluss auf die Kreaturen in ihrer Nähe und machen es den beiden nicht gerade leichter…..

Nachdem das erste Heft der Reihe noch dadurch aufgefallen war, dass man noch nicht so recht erkennen konnte, in welche Richtung sich die Story entwickeln würde, steht im vorliegenden Band ganz klar die Action im Vordergrund. 

In schnellen, teils hektisch wirkenden Panelfolgen erzählt Altmeister Simonson in gewohnt routinierter Weise eine leider doch recht flache Geschichte. Hierbei konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er nicht mit ganzem Herzen bei der Sache ist – man wird  das Gefühl nicht los, dass es sich ganz einfach um eine Auftragsarbeit handelt. Nun ja, an sich ist dies nicht sonderlich verwerflich, schließlich muss ja auch der Comicautor Geld verdienen. Und für einen Autoren mit der Erfahrung Simonsons sollte auch eine reine Routinearbeit einen gewissen Standard nicht unterschreiten. Nachdem es in den letzten Jahren doch ziemlich still um den einstigen Starautor geworden ist, konnte man eigentlich froh sein, endlich mal wieder etwas von dem Mann zu lesen, der vor allem für seine sehr gute Arbeit (auch als Zeichner) an „Thor“, den „Fantastic Four“ oder der bei Marvel erschienenen Graphic Novel „Star Slammers“ in Erinnerung geblieben ist. Leider muss ich zugeben, dass mich die recht schwachbrüstige Story erneut eher enttäuscht hat. Dies mag allerdings auch darin begründet sein, dass mich die Computerspiel-Thematik nicht wirklich zu reizen vermag. Ferner bin ich ziemlich sicher mit meinem fortgeschrittenen Alter eindeutig nicht mehr in der Zielgruppe dieser Veröffentlichung, welche sicher aus erheblich jüngeren potentiellen Käufern besteht.

Die Zeichnungen von Ludo Lullabi sind qualitativ auf dem gleichen Niveau geblieben, das auch das erste Heft zu bieten hatte. Die bunten, actiongeladenen, leider (für meinen Geschmack) etwas zu mangaesken Bilder passen alles in allem aber recht gut zur Geschichte bzw. zum Background des Computerspiels. Allerdings bieten auch Lullabis Zeichnungen nichts wirklich atemberaubendes oder gar originelles.

Abgerundet wird die Veröffentlichung von Panini durch zwei, in der Mitte eingeheftete, Poster und einen kurzen redaktionellen Teil, der aber auch nicht über die magere Story hinwegtrösten kann. Für Fans der „World of Warcraft“ bzw. des Computerspiels mag das Ganze sicherlich von Interesse sein, insgesamt gibt es aber doch recht viele bessere Veröffentlichungen, wenn man eine gute Fantasy-Geschichte in Comicform lesen möchte.

 

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