Unser Michel im All - Rezension (PR 2602 Die Todringer von Orontes)

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Diesmal unter der Lupe: PR 2602 Die Todringer von Orontes

Jede Woche...
...rezensiere ich Erzeugnisse, die dem ›Perryversum‹ entstammen. Das sind die Hefte der Erstauflage und Bücher, die bei Lizenzpartnern der Perry Rhodan-Redaktion erscheinen.

Mir macht Perry Rhodan großen Spaß und ich möchte die Zauberspiegel-Leser daran teilhaben lassen. Nicht alles ist Gold, aber alles zusammen ergibt einen faszinierenden Kosmos!


Die Todringer von OrontesDie Todringer von Orontes
Perry Rhodan 2602
von Michael Marcus Thurner

Gucky, die Ertruserin Sinaid Velderbilt und der Anti Rynol Cog-Láar tauchen in den labyrinthartigen Untergrund von Orontes ab. Guckys Paragaben spielen noch immer etwas verrückt: Teleportation auf Sicht und nur rudimentäres Gedanken lesen ist möglich.

Mit zunehmender Entfernung zur Oberfläche wird der Funkverkehr mehr und mehr gestört, bis er schließlich abbricht.

Die Rasse der Todringer, raupenähnliche Wesen, die mit Exoskelette gestützte Körper aufweisen, entsenden ihre stärksten Kämpfer, um die Eindringlinge aufzuhalten und von ihrem Planeten zu vertreiben, aus Angst, dass sonst die „Weltengeißel“ zurückkehrt.

Mehrere Gruppen der Todringer arbeiten wie Guerilla-Kämpfer unabhängig voneinander, um dieses Ziel zu erreichen. Der junge Todringer Awkurow, der als jüngstes Mitglied einer dieser Gruppen angehört, trifft auf die Terraner und der Angriff beginnt augenblicklich.

Sonden, die von der CHISOLM ausgesandt werden, gehen kaputt. Das hyperphysikalische Chaos in der Atmosphäre lässt eine nach der anderen den Geist aufgeben. Erst als Perry mit MIKRU-JON den Planeten verlässt und diese im All aussendet, können wieder Daten empfangen werden: In CHANDA herrscht Krieg. Jeder gegen jeden, und zusammen noch gegen die Dosanthi. 

Es ist erstaunlich, wie wenig in diesem Roman wirklich passiert und trotzdem eine angenehmere Erzählstruktur an den Tag legt - ich mich dadurch auch heimischer fühlte – wenn man z. B. den Jubelband als vergleich nimmt. Zudem kann MMT durch das Volk der Todringer sein viel gerühmtes Talent des Querdenkens anbringen, was die Handlung gleich wieder amüsant macht. Dadurch gelingt es ihm ein Volk zu beschreiben, das ganz anders als die aufrecht gehenden Humanoiden lebt, aber doch nicht zu weit weg von der menschlichen Vorstellungskraft ist.
Der Roman pendelt immer wieder zwischen Guckys Stosstrupp, dem Todringer Awkurow und der Mannschaft der CHISOLM hin und her, was das Heft mit Abwechslung versieht. Von ein paar weiteren Szene abgesehen, die einem zum Grinsen animieren, ist das Heft ernst gehalten. Ich will jedoch nicht weiter ins Detail gehen und etwa die Pointe(n) verraten. Auf jeden Fall viel Spaß dabei.

Hoffentlich die Art von Qualität, die im zweiten Teil des Doppelbandes gehalten wird.
 
Ad astra!

Es grüsst

Michel

Kommentare  

#1 Cartwing 2011-07-06 18:44
Die Todringer wurden wieder mal viel zu menschlich dargestellt. Und es gibt wieder die üblichen typisch menschlichen Redewendungen, in leicht abgewandelter Form, so dass es zu den Fremdwesen passt (etwa "ans Herzband gewachsen).

Vor allem wäre der Roman viel spannender gewesen, wenn der Leser bis zur Begegnung mit dem Feind noch nichts von diesem gewusst hätte. Aber dafür hat Leo ja schon im Vorgänger gesorgt.

Naja, interessant finde ich, dass mit der Besatzung der CHISOLM, bei der es sich ja überwiegend um Gäste bzw. Touristen handelt, mal völlige Normalos zwischen die Fronten geraten.
#2 Michel 2011-07-07 18:48
Die Besatzung er CHISOLM ist ja nun wirklich was anderes, als auch schon verwendet wurde. Ich hoffe jetzt, dass dieses Potential dann auch benutzt wird.

Wegen den andersartigen Lebewesen: ich denke mir, dass es eine Riesenherausforderung ist, eine Lebensart zu beschreiben, die anders ist, als wir Menschen.
Redewendungen und Beschreibungen werden wohl immer einfliessen, um etwas zu beschreiben - sei es ein Gefühl, ein Verhalten - das dieses Fremdwesen gleich wieder vertraut erscheinen lässt.
Aber das ist die Krücke der Sprache. Schliesslich will der Autor im Leser auch ein Bild entstehen lassen.
#3 Cartwing 2011-07-08 08:09
Schon klar, das hat Arndt Ellmer ja auf der Leserseite auch schon des öfteren so erklärt.
Ich denke trotzdem, dass man es auch anders machen kann. Fremdartiger. Vor allem, warum muss überhaupt immer aus der Perspektive der Aliens geschildert werden? DIe Blues und selbst die IVs ganz zu Anfang der Serie waren am interessantesten, als genau das noch vermieden wurde. Klar muss das Geschehen je nach Situation und der Rolle des Fremdwesens für die Serie/ den Zyklus auch aus dessen Sicht geschildert werden. Aber eben nicht immer. Manchmal wäre es auch für die Dramaturgie besser, wenn man drauf verzichten würde. Im Falle der Todringer z.B. wäre es nicht erforderlich gewesen.
#4 Michel 2011-07-08 09:42
Jetzt, wo Du es erwähnst, fällt es mir auch auf, dass die Aliens aus den Frühtagen immer aus der Sicht der Terraner geschildert wurden.

Das Heft (2602) wäre in dem Fall aber sehr kurz ausgefallen, da es so keinen Konflikt gegeben hätte.
;-)

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