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Lassiter unter der Lupe einer Frau: »Make my Day, Des?« - »Die Nackte und der Gunman« (Lassiter 2370)

Lassiter unter der Lupe»Make my Day, Des?«
»Die Nackte und der Gunman« (Lassiter 2370)

Der Bandit Budd Harley treibt mit Raub, Mord, Erpressung, Nötigung und Brandstiftung im Grenzgebiet zwischen Missouri und Illinois sein Unwesen.
Schon mindestens zwei Dutzend Ordnungshüter versuchten den Outlaw zu fangen, aber aus bisher ungeklärten Gründen konnte er sich einer Verhaftung entziehen. LASSITER bekommt den Auftrag von der Brigade Sieben, das Unmögliche zu versuchen und Budd Harley seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Die Informationen die LASSITER aus Washington bekommt, sind bestenfalls als bruchstückhaft zu bezeichnen, geben sie doch keinerlei Auskunft über Budd Harleys Aufenthaltsort und auch nicht darüber, was der Bandit sich hat zuschulden kommen lassen. Es gibt lediglich eine vage Beschreibung von ihm sowie die Einstufung „extrem gefährlich“.

Beim alten, von Gicht geplagten Sheriff Chuck Jones in St. Louis bekommt LASSITER den Hinweis, wo sich der Gesetzlose aufhält. Die Stadt heißt Oakville und ist ca. fünfzehn, sechzehn Meilen südlich von St. Louis entfernt. Obwohl dieser Auftrag einem Himmelfahrtskommando gleichkommt ist LASSITER fest entschlossen dem Banditen das Handwerk zu legen.

Die Nackte und der GunmanZum Roman:
Die Geschichte fängt mit dem ach so harten und cool erscheinenden aber äußerst naiven Barry Flint an, der einen aber anstatt an einen Gunman eher an einen großen Jungen erinnert.

In Oakville trifft er auf Cordelia Jackson, die im „Blue Star“ als Tänzerin arbeitet und dem guten Barry schöne Augen macht.

Die dunkelhaarige Cordelia Jackson (die im Laufe der Geschichte zu einer Brünetten mutiert) lädt den jungen  „Gunman“ Barry Flint ihn ihre Show im „Blue Star“ ein. Dort angekommen ist der gute Barry überwältigt von der Ausstattung des edlen Ambientes und der leichtgeschürzten Damen im Lokal. Ein Verdurstender, der mitten in der Wüste ein Wasserloch findet, könnte in diesem Augenblick nicht glücklicher sein wie Barry Flint in diesem „Club“ (gab es im Wilden Westen denn schon Clubs????). Am liebsten hätte er sich ins Getümmel gestürzt und eine Sause veranstaltet, doch in seiner Brieftasche herrscht Ebbe. Sogar bei einer Liebesdienerin mit dunkelblondem hochgestecktem Haar und einem Dekolleté, das mehr preis gibt als verheimlicht und ihm eine Nacht für 10 Dollar verspricht, muss er passen, denn die Bühnenshow von Cordelia Jackson, die sicher einen besonderen Augenschmaus darstellt, will er nicht verpassen. Während der Show hat Barry aber weit andere Probleme zu bewältigen, denn als die gute Cordelia die Seitennaht ihres Kleides öffnet und von einem Augenblick zum nächsten nackt vor ihrem Publikum steht, will Barrys Rute schmerzhaft seine Hosen sprengen.

Flint wirkt auf Frauen attraktiv, aber er glaubt nicht, dass es der einzige Grund gewesen ist wieso Miss Jackson ihn zu ihrer Bühnenshow eingeladen hat. Er glaubt, es müsse einen gewichtigeren Anlass geben und Barry Flint will ihn herausfinden.

Als er die Dame hinter der Bühne aufsuchen will, gerät er mit dem grobschlächtigen und skrupellosen Budd Harley aneinander, der in ihm einen Rivalen um die Gunst der schönen jungen Tänzerin sieht.

Flint, ganz Gentleman will der guten Maid beistehen und bereut sein Vorgehen im selben Moment wieder. Nachdem er an den Falschen geraten ist und sich auf dem Fußboden wiederfindet, stellt sich Cordelia schützend vor den jungen Verehrer, in dem sie den Revolverlauf von Budd zwischen ihre Brüste nimmt. Der gibt ihr genau 10 Minuten mit dem jungen Kerl und falls der Lümmel nach dieser Zeit noch in ihrem Zimmer sei, verspricht Budd, zerquetsche er ihn wie eine Laus. Cordelia erklärt Barry, dass Budd ihr Freund sei, sie aber nicht glücklich ist und sich fürchtet, von Harley eines Tages ernsthaft verletzt zu werden. Barry - überheblich und von sich überzeugt -  verspricht ihr, Harley eine Lektion zu erteilen und sie vor ihm zu schützen.

Der liebe Barry Flint (oder der Autor) scheint im Bezug von Cordelia Jackson aber ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis zu haben, so fragt er doch Cordelia kurze Zeit später auf Seite 43, in welcher Beziehung sie denn zur Budd Harley stehe und er nicht gewusst habe, dass der Bandit sich im „Blue Star“ aufhalten würde, obwohl Flint ihn ja am Anfang auf Seite 16 persönlich bei Cordelia in der Garderobe angetroffen hatte und sie ihm erklärte, dass Budd ihr Freund sei.

Ebenso macht Flint auf den Leser den Eindruck eines Teenagers und nicht den eines sogenannten Gunman.

Bevor sich LASSITER auf den Weg nach Oakville macht, muss er sich in St Louis einer Überzahl von Jugendlichen stellen, die auf der Eads Bridge vorbeifahrenden Wagen Wegzoll abknöpfen. Doch diese jungen Männer waren keine Gegner für ihn. Es gab keinen Grund, harte Bandagen anzulegen. Ohne Schwierigkeiten hätte er jedem Einzelnen das Genick brechen können und sich dabei noch nicht einmal anstrengen müssen. Aber einen nachhaltig wirkenden Denkzettel würde er ihnen nicht ersparen können.

Und um dies nachdrücklich zu demonstrieren, zertrümmerte LASSITER wie Clark Kent zwei von den Burschen den Kiefer wie morsches Holz…und das sind natürlich keine harten Bandagen!

Man möge mir diese Bemerkung verzeihen, aber diese Passage kommt doch ein wenig arg dick aufgetragen rüber! Weniger wäre mehr!

Danach reitet LASSITER etwas orientierungslos in der Pampa herum und sucht die richtige Abzweigung nach Oakville, um seinen von der Brigade Sieben erhaltenen Auftrag nun endlich zu erfüllen.

Glaubwürdige Actionszenen:
Die Actionszenen sind meines Erachtens ein bisschen zu überdreht dargestellt. Es brüllt der Remington oder ein flammender Mündungsblitz erlischt, dennoch, mal abgesehen von all dem, gut erzählt.

Lassiter sprang auf und schoss. Doch es war, als hätte sein Gegner diese Reaktion vorausgesehen. Noch während der Remington aufbrüllte, schlug dem Brigade-Agenten ein flammender Mündungsblitz entgegen. Heißes Blei riss eine tiefe Schramme in seine Schulter und hätte gar seinen Kopf erwischt, wäre Lassiter nicht gedankenschnell ausgewichen. Ein Mal kreiselte er um seine Achse, legte im Bruchteil einer Sekunde seinen Revolver an und zog den Stecher durch.
Der Unbekannte aber war schon nicht mehr da, wo er ein Augenzwinkern zuvor noch gestanden hatte. Wirkungslos schlug Lassiters Kugel im Innern der Scheune ein. Und hätte der Agent nicht seine geradezu sprichwörtliche Reaktionsschnelligkeit besessen, wäre es bereits um ihn geschehen gewesen.

Seite 22

Die Kugel des Remington schrammte über die rechte Wange des Banditen und riss Blut, Fleisch und Hautfetzen mit sich. Harley zuckte zurück, drückte ab, verriss jedoch seine Waffe und verfehlte seinen Gefangenen. Er gab dem kauernden Kerl einen Tritt, legte an und wurde von einem zweiten Kugeleinschlag erschüttert. Doch er schien weder Schmerz noch Aufgabe zu kennen, ließ seine beiden Colts aufbrüllen und entfachte einen Bleihagel.
Lassiter entging den Geschossen nur knapp, krachte auf einen Stuhl und überschlug sich. Über ihm splitterte Holz, vor ihm spritzten Splitter in die Höhe. In dem Durcheinander war es kaum mehr möglich, einen gezielten Schuss abzugeben.

Seite 36

Negativ:

„Der Mann der Brigade Sieben stoppte seinen Lauf, atmete mehrmals tief durch und gab einen Schuss in die Luft ab. „Ihr zwei!“, rief er laut. „Kommt mit erhobenen Händen aus der Scheune - oder es gibt Ärger!“

Seite 21

(Also ich finde, das ist sehr überzeugend, wahrscheinlich sind im Stall der brutale Budd Harley und der Teenager Barry Flint sofort eingeschüchtert gewesen und haben sich von so viel Autorität in die Hosen gemacht...)

Ein Kriterium, das ich immer wieder aufzeige ist die ...
... Geheimhaltung der Brigade Sieben.

Positiv:
Des Romeros Art, dieses Kriterium zu lösen finde ich persönlich sehr gut und gefällt mir.

Sheriff Chuck Johns stellt LASSITER die Frage, ob er ein Bundesmarshal, Pinkkerton Agent oder einfach nur scharf auf das Kopfgeld von Budd Harley sei. LASSITER antwortet: „Weder noch, damit müssen Sie sich begnügen.“


Ein Thema, das mir als Waffensammlerin von Western-Waffen sehr am Herzen liegt sind...
... »authentische Waffen«!

Negativ:
Seite 13: Die Waffen wechseln vom Revolver zum Colt, dann wieder zum Revolver und plötzlich benutzt der Wegelagerer eine Pistole.

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Entwicklung moderner Pistolen. Selbstladekonstruktionen, ursprünglich für Gewehre entwickelt, wurden bald für die ersten modernen Pistolenmodelle verwendet. Zu den ersten funktionstüchtigen Selbstladepistolen zählten die Borchardt C93 und die daraus entwickelte Parabellum (Luger), die Mauser C96 sowie Modelle von Bergmann und Browning.

Negativ:
LASSITER scheint eine 100-Schuss-Trommel an seiner Remington montiert zu haben, denn er muss NIE nachladen!

Sex bei der Serie LASSITER:
Allgemein gilt: LASSITER Romane sind Western, in denen Frauen mitspielen, sie sind keine Sexromane vor der Kulisse des Wilden Westens.

Die Figur der Tänzerin Cordelia Jackson ist nach meinem Empfinden sehr unglaubwürdig, naiv und dümmlich beschrieben. Sie wechselt ihre Zuneigung des jeweiligen Liebhabers und Freundes von Minute zu Minute.

Die Passagen von Seite 26-27 sind für mich als Frau äußerst fragwürdig und bringen ein Frauenbild hervor, dass sich mir die Nackenhaare sträuben. Da wird die Frau völlig abgewertet. Die Vorstellung, dass eine Frau – was für eine Berufung auch immer – trotz Ablehnung und Hass gegenüber ihres Geliebten, plötzlich willig und freudig dem Sex zustimmt, nur weil sie sein bestes Stück zwischen den Lippen kleben hat….na ja… meine lieben Herren….mehr Macho geht ja wohl nicht mehr! Willkommen in der Realität!

Und die Aggression und der Zorn ihres Geliebten Budd Harley machen ihn schlussendlich noch sympathisch!

Barry Flint war vergessen und in diesem Augenblicken nur noch eine vage Erinnerung für die junge Frau. Sie sah in Harleys Gesicht und entdeckte eine Sanftmut darin, die er ansonsten tief begraben hatte. Aber dass er sie ihr zeigte, bedeutete einiges. „In Gedanken verglich sie Harley mit einem wilden Stier, der versuchte, ein Musikinstrument zu spielen. Man konnte ihm nicht böse sein, wenn er es versehentlich zertrümmerte.“

Seite 28

(Was für ein Vergleich…da hat sich der Autor aber selbst übertroffen!)

Cordelia: „Ich habe mich selbst noch nicht gefunden, weiß nicht, wer ich bin.“
Für Barry Flint schien es nicht einfach zu sein, den Gedankengängen der jungen Frau zu folgen.

Seite 50

(Wahrlich, wahrlich…)

Auch die Sexszenen mit Flint auf den Seiten 52/53 sind sehr theatralisch und überspitzt dargestellt.    
Ebenso unglaubwürdig wird beschrieben wie Cordelia auf Seite 53 sich Gedanken macht, dass bei einer Konfrontation zwischen Flint und Harley einer dieser beiden sterben würde. Und wenn dies Flint wäre, sie auch nicht mehr leben wolle. Kurz darauf (Seite 55) sie aber ausgelassen wie nie zuvor mit Barry Flint glücklich und unbekümmert tanzend und sich jauchzend im Kreis drehend über den Boardwalk schreitet.

Sehr, sehr schade finde ich, dass Des Romero in diesem Roman keine zusätzliche Frauenrolle schaffen kann, die ohne sexuelle Bezüge positive Funktion hat.

Meine absolut „besten“ Sätze im Heft:

Barry Flint als er zum ersten Mal Cordelia Jackson sieht.

„Die Konturen ihres Gesichts hatte sie mit einem dunklen Schminkstift nachgezogen und ihre Wangen mit dezentem Rouge betupft.“

Seite 10

(Schminkkurs gefällig? Seit wann schminkt eine Frau die Konturen ihres Gesichtes mit einem Stift? Du meintest wohl die Augen??? Des, in Sachen Schminken, musst du noch viel lernen.)

LASSITER in Gedanken

„Das Bett war fast schon zu komfortabel, um einen Mann, der die raue Natur gewohnt war, friedlich schlafen zu lassen.“

Seite 29

(Cool, dass er so hart ist der gute LASSITER, vielleicht  müsste er halt auf dem Boden schlafen oder wäre   ein Brett für den guten Herrn genehm genug?)

LASSITER im Gespräch mit Mister Bean, seinem Zimmervermieter.

„In fünfzehn bekommen sie ein Frühstück, nach dem Sie sich noch tagelang die Finger lecken werden!“

Seite 29

(Vielleicht die Minuten vergessen...?)

LASSITER im Gespräch mit Cordelia Jackson

„Und was habe damit zu tun?“

Seite 31

(Ich gefällig?)

Buddy Harley zu LASSITER

„Presst du ihnen einen Colt zwischen die Beine, tun  sie alles, was du verlangst.“

Seite 58

(Werde dies mal ausprobieren, mal schauen ob es klappt!)

Buddy Harley zu LASSITER

„Du bist wie ein Ausschlag am Hintern.“

Seite 58

Negativ:
Seite 20:
In einer Präriestadt wie Oakville hat es doch tatsächlich einige Studierte, die über Gott und die Welt philosophieren.

Seite 40
Betreffend Gicht beim Sheriff Chuck Jones: Bei einem akuten Gichtanfall fühlen sich nicht nur die Finger taub und leblos an, sondern die ganze Chiragra ist gerötet, stark geschwollen und man hat heftige Schmerzen bei Berührung (chir steht für ‚Hand‘). Die Anfälle können in der chronischen Phase auch ineinander übergehen, so dass es keine schmerzfreien Intervalle mehr gibt. Ich glaube kaum, dass der gute Sheriff, auch wenn er bis obenhin vollgepumpt mit irgendeinem Zeug ist, das man sonst Zuchtbullen verabreicht, einen solchen Ritt von 15-16 Meilen einfach locker auf seinem Pferd bewältigt und eine reale Chance gegen den den ja so „brutalen“ Budd Harley gehabt hätte. Ohne die richtigen Medikamente wären die Schmerzen innerhalb weniger Stunden wieder allgegenwärtig gewesen und nicht erst nach dem Kampf mit Budd Harley.

Seite 62
Sheriff Chuck Johns kippt nach hinten um; das Gewehr entfällt seinen Fingern. Er bückt sich danach, bekommt den Schaft zu packen und zieht sich zurück.

Jetzt frage ich mich wie das gehen soll? Wenn jemand nach hinten kippt so liegt er meines Erachtens auf dem Rücken, aber wie kann er sich in dieser Position nach dem Gewehr bücken…? Hmmm…Schlangenmensch mit Gicht?

Seite64
Barry Flint wird schwer verletzt und die Kugel verfehlt nur knapp sein Herz. Nach nur zwei Tagen ist der Gunman wieder halbwegs auf dem Damm und erträgt tapfer die Nachwirkungen des Einschusses und sitzt mit solch einer Verletzung gemütlich im Schatten eines Baumes, kaut auf einem Grashalm und hängt seinen Tagträumen nach. Der gute Flint hat aber sehr gutes „Heilfleisch“, wenn man bedenkt, dass solch eine schwere Verletzung eine Infektion hervorrufen könnte und das Projektil aus reinem Blei besteht.

Ich glaube der junge Teenager Barry Flint würde sich geschwächt und halbtot in einem Bett wiederfinden und dieses auch noch einige Wochen hüten müssen, und er dürfte froh sein kein Wundbrand oder Fieber zu bekommen.

Also unglaubwürdiger gehts gar nicht!!!

Cover:
Das Cover, wie auch die Frau, sind stilistisch sehr schön gezeichnet und passen zum Titel.
Die Pose der Dame aber ist meines Erachtens sexistisch und untermauert das Klischee von LASSITER als „Bums-Western“ vollumfänglich.

Und ich möchte betonen, dass ist aus der Sicht einer Frau! Dem Mann gefällt’s!

Fazit:
„Make my day“? Leider nein!

Und das lieber Des, bezieht sich nicht auf Deine schriftstellerische Leistung sondern auf die erzählte Geschichte und das von Dir vermittelte Frauenbild ihn Deinem Werke.

Und der arme LASSITER kommt in diesem Roman nicht mal zum Schuss (wie grausam von Dir Des, einfach unverzeihlich, so was auch von gemein…) dafür wird er als überheblicher Macho dargestellt, dem selbst ein Schlangenbiss nichts anhaben kann! Wahrlich nicht eine Deiner Bestleistungen, aber man hat halt so seine Durchhänger!

Den Inhalt vom Roman finde ich persönlich mittelmäßig und nicht viel mehr als ein zweitklassiger Westernverschnitt. Die Story hat mich jetzt nicht mitgerissen, das kann der Autor um einiges besser und ich hoffe, dass die Frauen-Figuren in seinen nächsten Werken wieder etwas glaubwürdiger dargestellt werden.

Brigitta Creanna Rogenmoser-GrobHeftvorschau Bastei Webseite auf diesen Roman:

Die Hitze war durchsetzt von hoher Feuchtigkeit und verlieh den Gesichtern der beiden Männer, die sich auf der Mainstreet von Oakville gegenüberstanden, einen unnatürlichen Glanz. Schweißtropfen perlten ihnen von der Stirn, rannen ihnen in die Augenwinkel und über die Wangen hinab zum Kinn, doch keiner von ihnen blinzelte. Ihre kalten Blicke schätzten einander ab, suchten nach einer Schwäche des Gegners und nach jener winzigen Regung, die das frostige Schweigen zwischen ihnen im Aufbrüllen ihrer Revolver zerreißen würde.
"Worauf wartest du?", hallte es über die Straße. "Ist dir der Schneid schon in die Hose gerutscht?"
Barry Flints Kiefer mahlten. Seine Rechte war erstarrt und schwebte nur wenige Zentimeter über dem Griff seines Peacemakers. "Quatsch nicht dumm rum, Dillon!", knurrte er finster. "Make my day!"
Einen Lidschlag darauf peitschte das Donnern zweier Schüsse durch die Luft. ." 

Die Nackte und der Gunman
Lassiter 2370
von Jack Slade (Des Romero aka Bernd Tezeden)
Cover: TXUS/Norma
Ersterscheinung: 19.12.2017
1,80 € / 3,50CHFr
Bastei

Ich wünsche allen Lesern, Autoren und Mitarbeitern des Bastei Verlages, dem Admin, allen Rezensenten und allen Verantwortlichen vom Zauberspiegel ein schönes, besinnliches und geruhsames Weihnachtsfest!

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Kommentare  

#16 Heizer 2017-12-22 03:00
Sag deinem Ziehvater Horst Herrmann Bescheid......damit er mich sperren kann.......der Begriff ist Griff......wer was anderes behauptet hat keine Ahnung.....zumindest das steht fest inzwischen.
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#17 Feldese 2017-12-22 09:38
Welch angenehmer Zeitgenosse! :-x :o

(Klar, von Unger über William Mark bis John Grey, seit 60 Jahren schreiben die deutschen Westernautoren in "falschem Deutsch" - und haben "keine Ahnung". :lol: )
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#19 Heizer 2017-12-22 11:10
Dein letzter Post ist nun wiederum substanzieller.
Duellpistolen sind aber wieder so eine Sache für sich. Übrigens hat Dietmar Kuegler auch ein Sachbuch über Duelle geschrieben. „Das Duell - Zweikampf um die Ehre“. Eines der wenigen Bücher zu diesem Thema.
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#20 Heizer 2017-12-22 11:15
Dass viele Autoren Kolben schreiben ist ja möglicherweise (!) das Dilemma.
Und Duell-Pistolen sind keine Revolver. Ok. Ein schwaches Argument für den Moment.
Warten wir es ab. Vielleicht kommt ja mal was erhellendes von Seiten eines Fachmanns.
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#21 Heizer 2017-12-22 11:19
Und ein spezielles Entschuldigung an Dich, Corto.
Ich dachte halt, wir könnten uns aus dem Weg gehen. Dass es zwischen uns immer funkt ist halt Fakt.

Frohe Weihnacht und ein gutes 2018 wünsche ich allen Autoren und Usern.
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#22 Feldese 2017-12-22 12:06
Heizer mal ehrlich: Es funkt nicht zwischen uns, sondern, speziell zu später Stunde, bei dir.

Es ist nunmal so, wenn viele Leute ein Wort als Bezeichnung für etwas benutzen, dann wird es irgendwann zur sprachlich "richtigen" Bezeichnung dafür. Egal wo der Begriff historisch herkam. (Ob Gänsesäger, Apfelsine, French Fries, halve Hahn oder Tasmanischer Teufel :-? )
Und ich finde kein Beispiel eines Westernautoren mit großem Namen in Deutschland, der nicht Kolben als Bezeichnung gewählt hat...

Dir und allen usern hier ein frohes Fest und ein schönes 2018, voll von informativen Artikeln im zauberspiegel.
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#23 Harantor 2017-12-22 21:48
Mäßigung meine Herren, Mäßigung. Der Ziehvater (womit ich auch immer die Bezeichnung verdient habe) hat gesprochen, 'Hugh' ....
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#24 Heizer 2017-12-23 00:14
Das geht auf meine Kappe, Boss.
Pawlowscher Reflex, denke ich.
Corto ist diesmal :P unschuldig.
Danke aber, dass Du mich nicht zerlegt hast.

Anmerkung: Bitte alle mal darauf achten, um wieviel Uhr ich dies schrieb. :P
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#25 Creanna 2017-12-23 10:43
@Heizer
Also...was diesen Kolben anbelangt:
bei uns kennen wir den Begriff Gewehrkolben nur bei Langwaffen, sprich Karabiner 31, Sturmgewehr 57 und 90. Beim Sturmgewehr90 können wir den Kolben einklappen. Unsere Väter kannten noch den Kolbengriff beim Exerzieren in der Armee. Im erotischen Bereich kennen wir noch den Ausdruck "Kolben schmieren" :D , aber beim Revolver oder der Pistole ist dieser Ausdruck nicht gebräuchlich, da reden wir vom Griff / -schale oder Grip.
Wie dem auch sei, ist doch eh nur "Hornspalterei"! :lol:

Wünsche euch allen ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest!
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#26 Harantor 2017-12-23 10:52
zitiere Creanna:
.
Wie dem auch sei, ist doch eh nur "Hornspalterei"! :lol:


und wir wissen ja wie das riecht, wenn es verbrennt ...
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#27 Creanna 2017-12-23 11:45
:D :D :D
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#28 Laurin 2017-12-23 12:09
Zumindest weiß ich nach der Diskussion über Kolben und Griff jetzt, warum meine Ex-Frau mich immer ein altes Ferkel genannt hatte, wenn ich gesagt hatte, ich hätte den Kolben schon in der Hand. :o
Da muss man erst einmal drauf kommen, was sie da meinte. :lol:
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