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Die Adern der Welt: Ein Zyklus von Adrian Doyle (Manfred Weinland), von dem ich mir mehr erhofft hatte, als er war.

Rudi und das 'Zamorraversum'Ich hatte mir mehr erhofft
Die Adern der Welt: Ein Zyklus von  Manfred Weinland

Mir geistert ein Zyklus im Kopf herum.

Ich habe lange überlegen müssen, wegen Adrian Doyles (Manfred Weinland) Zyklus um die Adern der Welt. Mir kam einiges spanisch vor: wo habe ich dies schon mal gelesen? Wo, wo, wo? Ich überlegte lange, sehr lange, dann kam mir die Erleuchtung: ich habe es.


Schauen wir einmal auf der Homepage von Werner Kurt Giesa, die Michael Breuer verwaltet:

Svantevit
war ursprünglich ein starker, jedoch kein außergewöhnlicher Dämon, der aber irgendwann, nachdem er auf die Erde gewechselt war, in ungeheuerlichem Maße erstarkte. Bald darauf wurde deutlich, dass diese katastrophale Stärke daher rührt, dass Svantevit mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit Zugang zu einem entarteten Kraftfeld gefunden hat, in das die Erde eingebettet ist, und die Kräfte dieses Feldes auch nutzen kann.
Dieses entartete Kraftfeld stammt aus der Zeit kurz nach dem Urknall unseres Multiversums, als es noch keine Ordnung und kein Chaos gab, sondern ausschließlich reine Kraft. Es ist quasi ein Stück Urzustand des Multiversums und somit millionenfach energiereicher als alle anderen, momentan im Multiversum wirkenden Kräfte.

Eigentlich hätte sich auch dieses Feld den Schöpferkräften beugen und sich wandeln müssen, aber es entartete insofern, als dass es aus unbekannten Gründen erhalten blieb und nun durch unser Multiversum marodiert. Seit gut einhunderttausend Jahren schließt dieses Feld unsere Erde ein und macht sie so zu etwas Besonderem.

Was kann ich direkt, bevor ich auf die einzelne Romane eingehe, sagen über den Zyklus? War er gut, mittelmäßig oder schlecht bis zur Enttäuschung, dass muss jeder selber für sich entscheiden.

Ich weiß im Zuge des Zyklus um Eden, wo ich auch schon einen hier eine Folge meiner Kolumne geschrieben habe, muss ich doch diesen Zyklus um die Adern der Welt direkt beleuchten.

Da wollen wir einmal anfangen:

Älter als die ZeitVon Professor Zamorra Nr 1036: »Älter als die Zeit« sowie dem zweiten Teil Nr. 1037: »Die erste Legende« bis zum Finale des Zweiteilers Nr. 1109: »Der sphärische Junge« und Nr. 1110: »Äon«, alle von Adrian Doyle.

Wie kann man diesen Zyklus der ja im Zuge des Eden-Zyklus entstanden ist, beschreiben!

Am Anfang, war mir dies nicht direkt als Leser bewusst. Im Laufe der Handlung stellte sich dies immer mehr heraus, das dieser Zyklus – eher eine Neben-Ebene – doch zum Eden-Zyklus gehört hat.

Geisterte Adrian Doyle (Manfred Weinland) schon damals im Kopf herum, mit diesem Zyklus könnte man einige Nebencharaktere entsorgen, oder ist dies im Laufe des Zyklus entstanden?

Zuerst muss ich mir mal Julian Peters zur Brust nehmen. Wie kann ein Wesen in Multiversum so stark sein als Jugendlicher? Als Erwachsener wird er immer schwächer!

Aus der Homepage von Werner Kurt Giesa

Julian Peters
Auch bekannt als »Das Telepathenkind« oder »Der Träumer«. Sohn von Uschi Peters und Robert Tendyke, somit verwandt auch mit so illustren Gestalten wie Merlin und Asmodis. Die Dämonen der Hölle fürchteten ihn bereits vor seiner Geburt so sehr, dass sie diese zu verhindern suchten.
Seltsamerweise dauerte die Schwangerschaft ungewöhnlich lang, seltsamerweise wuchs Julian innerhalb eines Jahres vom Säugling zum Jugendlichen heran. Seine geistige Reife in moralisch-ethischer Hinsicht blieb allerdings hinter der körperlichen und intellektuellen Entwicklung zurück. Was diese Reifung angeht, entwickelt sie sich in »normalem« Tempo.
Julian ist in der Lage, mittels seiner speziellen Magie Traumwelten zu erschaffen, die exakt seinen Vorstellungen entsprechend und für jeden, der sich darin befindet, so real sind wie die wirkliche Welt.

Er trennte sich früh von seinen Eltern und schwang sich mühelos aus Neugier zum Fürsten der Finsternis auf – nur um diese Machtposition wenig später aus Langeweile wieder aufzugeben; die Dämonin Stygia nutzte diese Gelegenheit für ihre eigene Machtergreifung. – Eine kurze Zeit lebte er mit Angelique Cascal zusammen, die er liebt, die ihn jedoch wegen seiner fehlenden Reife, seiner Arroganz und seines Egoismus wegen verließ.
Später schloss er den von Merlin im Moment vor der Zerstörung aus der Vergangenheit geholten und (um ein Zeitparadoxon zu verhindern, um 15 Minuten in die Zukunft versetzten) Silbermond in eine Traumwelt ein. Auch bei der Evakuierung der Echsenwelt spielte er eine entscheidende Rolle.

Luzifers PlanJulian Peters hat ja die Zeit am Ende des Luzifer-Zyklus – Nr. 1000 – Nr. 1007 – zurückversetzt, danach ist er ins Koma gefallen, weil die Anstrengung für ihn zu viel war. Das Koma wird jetzt weiter gesponnen mit dem Adern der Welt-Zyklus.

In der Nr. 1042: »Die vergessene Pforte« hätte mir schon da auffallen müssen, das der Eden-Zyklus und Ader der Welt-Zyklus zusammen gehört. Aber noch war dies in weiter Ferne bei mir.

Im Roman Nr. 1045: »Welten wie Fliegen« erkannte man urplötzlich, dass diese zwei Zyklus zusammen gehören.

Jetzt musste man warten bis es weiter ging um den Zyklus die Adern der Welt und Eden, mit der Nr. 1050 »Die Adern der Welt«

Älter als die ZeitAls Leser merkte man, diese zwei Zyklus werden immer mehr verflochten wurden. Diesmal musste man ein wenig länger warten wie es weiter geht mit Nr. 1062: »Die Zeitenwanderer«

Kurz darauf wurde Narvesh eingeführt mit der Nr. 1066: »Schattenstadt«

Jetzt ging es mit dem zweier-Zyklus ratzfatz, Nr. 1069: »Die Schattenschmiede«

Diesen Roman habe ich schon im Eden-Zyklus besprochen. Nr. 1074: »Götterdämmerung«.  Hier wurden die zwei Zyklen Eden und Adern der Welt wieder entknotet, mit der Nr. 1081: »Der Leichenbitter«

In seinem weiten Zyklus um die Adern der Welt ging es zwei Wochen später weiter mit der Nr. 1082: »Die Ausrottung«

Luzifers PlanMan merkt es am Ende des Jahres 2015, dass der Zyklus um die Adern so langsam zu Ende geht. Doch noch kommen einige Romane zum Lesen. Wie dieser, Nr. 1085: »Nekropole Paris«

Weiter geht es mit der Nr. 1089: »Ein Engel von jenseits der Nacht«

Ich weiß nicht zu 100 % mit diesem Roman von Adrian Doyle, Nr. 1096: »Nostradamus«, ob ein neues Kapitel aufgeschlagen ist, wegen Nostradamus. Nichtsdestotrotz geht der Zyklus mit dem Zweiteiler weiter. Nr. 1103: »Die tickende Stadt« und Nr. 1104: »Das glimmende Reich«

 Älter als die ZeitJetzt kommen wir zum Finale von Adrian Doyles Adern der Welt-Zyklus, Nr. 1109: »Der sphärische Junge« sowie der zweite Teil Nr. 1110: »Äon«

Der Zyklus um die Adern der Welt von Adrian Doyle fing am 11. Februar.1014 an mit der Nr. 1036 und endete am 14. Dezember 1016 mit der Nr.1110

Ich will jetzt nicht auf jeden einzelne Roman eingehen. Was hat dieser Zyklus um die Adern der Welt im Zamorraversum gebracht?

War er innovativ für das Zamorrauniversum?

Jein würde ich sagen!

Wir lernten auch einen großen Charakter, der am Anfang interessant zum lesen war, kennen. Man wusste nicht, ob er Feind oder Freund in Zamorraversum ist: das war Narvesh. Ich als Leser wollte diesen Charakter weiter verfolgen. Seine Geschichte ist schon interessant. Doch was ist im Laufe des Zyklus passiert? Ein wenig Tote erwecken in einer anderen Welt, mehr nicht. Für mich war Narvesh eine Enttäuschung, je näher der Zyklus zum Finale kam. Kein Profil, das du zu dir sagst: »Schade um diesen Charakter.« Auch kann ich sagen, ich vermisse Narvesh nicht.

Die einzige Person, die ich vermissen werde, ist Nele Großkreuz. Sie war ein Charakter mit der man richtig mitgefiebert hatte. Auch um diese Person habe ich in meiner Kolumne hier einen Artikel geschrieben.

Für mich war der Neben-Zyklus bei Eden-Zyklus am Anfang Gut. Doch je weiter er voran gekommen ist, desto mehr wurde er zu einem Durchschnitts-Zyklus. Den Geschichten um diesen Zyklus hat zum Schluss der Kick gefehlt, wo man sagen kann: »Wow!« Was nützen mir schöne Geschichten, manchmal intensive Geschichten, wo doch das »Veni, vidi vici« fehlte. Es mag jetzt ein wenig paradox klingen, das ich einzelne Romane gut befunden habe, aber diesen Zyklus insgesamt nur als Durchschnitt. Es ist halt im Sinne des Betrachters. Ich musste alles zum Zyklus zusammen fassen, um zu diesem Urteil zu kommen. Es ist aber nichts Abwertendes um den Zyklus. Man muss das Ganze betrachten.

In diesem Sinne.

Euer Rudi.

Kommentare  

#1 Feldese 2017-08-12 21:19
Da muss ich doch vehement widersprechen (obwohl, wenn man Dein abschließendes Fazit liest, es unterm Strich nur ein Teilwiderspruch ist, da Du dort ja ein bisschen einlenkst):

Die Adrian-Doyle-(Manfred Weinland)-Romane waren der Höhepunkt von vielem Schönen, was Zamorra in den letzten zwei/drei Jahren zu bieten hatte.

Du fragst, was hat dieser Zyklus im Zammyversum gebracht?
Packende, intensive (auch nachdenklich stimmende) Unterhaltung, die einen gefangengenommen hat! Große Klasse!

(Ja, die Geschmäcker...)

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