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DIE ABENTEURER - Die Heftromanserie: Ein Interview mit Hubert Haensel

Die Abenteurer - Die HeftserieInterview mit Hubert Haensel

Hubert Haensel ist ein Löwe (vom Sternzeichen her), denn er wurde am 9. August 1952 in Waldershof geboren. Im zarten Alter von acht Jahren fielen ihm die ersten SF-Hefte  in die Hände. Während seiner Zeit auf dem Gymnasium kamen die Hefte der „TERRA“-Reihe sowie die SF-Serien „PERRY RHODAN“, „REN DHARK“ sowie „REX CORDA“ hinzu. Das alles weckte sein Interesse an Raumfahrt, Astronomie und seinen  Wunsch selbst einmal Romane zu schreiben.

Neben der SF las er aber  auch Fantasy- und Abenteuerromane.

Zu »Die Abenteurer« haben wir im folgenden Interview befragt...

Hubert HaenselZauberspiegel:  War es ein langer Weg bis zum fertigen Serien-Konzept?
Hubert Haensel:
Natürlich vergeht eine gewisse Zeitspanne von der ersten Idee bis hin zum fertig gedruckten Romanheft. Es war jedoch kein ungewöhnlich langer Weg; im Nachhinein glaube ich sagen zu können, dass ein Rädchen ins andere griff.
Begonnen hat alles natürlich, wie könnte es anders sein, mit einer Idee, als mir ein Bericht über die letzten weißen Flecken auf der irdischen Landkarte in die Hände fiel. In Verbindung mit meinem Faible für Archäologie und unerklärliche Vorkommnisse lag der Serienplot damit schon fast auf der Hand. Folglich dauerte es auch nur wenige Tage, bis ich ein Rahmenexposé zurechtgezimmert hatte und zudem den groben Handlungsabriss für die ersten drei oder vier Romane. Das zu verfeinern und weiter auszuarbeiten, Datenblätter für die ersten Protagonisten zu erstellen und so weiter war ebenfalls vergleichsweise schnell erledigt.
Bevor ich diese Unterlagen weiterleitete, hielt ich Rücksprache mit Manfred Wegener, den ich gern als Autorenkollegen gewonnen hätte. Manfred hielt das Konzept für gut und tragfähig und war zu meiner Freude auch bereit, sich als Autor zu beteiligen. Leider war es ihm aus verschiedenen Gründen, als ich schließlich grünes Licht hatte, dann doch nicht möglich, einen Roman für »Die Abenteurer« zu verfassen.
Ich schickte mein Rahmenexposé und die ersten Handlungsexposés an den Bastei-Verlag, der immer wieder neue Heftromanserien auf den Markt brachte. Auf die Rückmeldung, in der Bastei Interesse bekundete, musste ich nicht lange warten.
In der Folge gab es mehrere persönliche Gespräche in Bergisch Gladbach, bei denen alles Nötige besprochen wurde. Der Serientitel »Die Abenteurer« war rasch gefunden, weitere Autoren wurden über den Verlag angesprochen, ich schrieb die ersten drei Manuskripte, der Handlungsfaden wurde weiter mit Fleisch behängt – und eines Tages hielt ich das erste Romanheft mit dem Titel »Das magische Auge« in Händen. Mein Kind! Ein schönes Gefühl, das mir heute noch Spaß macht.

Zaubspiegel: War der Bastei Verlag von Anfang an an der Serie interessiert oder kostete es einige Überredungskunst, damit der Verlag „DIE ABENTEURER“ veröffentlichte?
Hubert Haensel:
Überredungskunst? Nein. Ich glaube, dass man mit Überredungskunst allein keine Serie auf den Markt bringen kann. Alle Beteiligten müssen von dem Projekt überzeugt sein. Die Zeit war einfach reif für eine engagierte Abenteuer-Serie, die verschiedene Genres in sich vereinte. Abenteuerliche mystische Archäologie in der Jetztzeit, in Verbindung mit aktueller Technik, aber mit Bezug auf die tiefe Vergangenheit der Menschheit ... Nun ja, Indiana Jones hat zur Inspiration durchaus auch ein wenig beigetragen.

Zauberspiegel: Hätte es neben dem Bastei Verlag auch noch einen Alternativverlag gegeben?
Hubert Haensel:
Darüber habe ich mir keine Gedanken machen müssen. Bastei war für mich das erste in Betracht kommende Verlagshaus, und Bastei hat sich der Serie angenommen.

Zauberspiegel: Für diese Serie musste doch auch sehr viel Recherchearbeit geleistet werden und Hintergrundwissen vorhanden sein. Wer war dabei die treibende Kraft. Sie oder Robert de Vries? Oder beide zusammen?
Hubert Haensel:
Ich möchte die ambitionierte Serie sehen, für die nicht viel Rechercheaufwand nötig ist. Die Grundidee stammte von mir, der Hintergrund mit der Echsenz... nö, da gehe ich lieber mal nicht ins Detail, man weiß ja nie, wozu das noch gut sein kann. Wie schon erwähnt: Ich habe ein Faible für Archäologie, für Unerklärliches, und Robert de Vries ergeht es offenbar keinen Deut anders. Ich finde, wir haben uns prima ergänzt und einander die Bälle zugeworfen.
Im Laufe der Jahre habe ich mir auch einige Schauplätze aus der Nähe angesehen, so z.B. Yukatan und dort besonders Palenque, die Pyramiden sowieso. Auch Angkor würde viel guten Stoff bieten; irgendwie haben es mir Dschungel und Wüste angetan. Lediglich die Armee der Tonfiguren des ersten chinesischen Kaisers, über die ich einen Doppelband schrieb, kenne ich aus eigener Anschauung nur von einer, zugegeben: eindrucksvollen, Ausstellung.

Zauberspiegel: Waren Sie oder Robert de Vries für die Exposes der Serie verantwortlich?
Hubert Haensel:
Anfangs war es allein mein Metier. Später haben wir die Story in Gemeinschaftsarbeit weiterentwickelt. Immerhin gab es regelmäßige Autorenkonferenzen.

Zauberspiegel: Hatten Sie als Erfinder der Serie Einfluss auf die Gestaltung der Serie und auf die Auswahl der Autoren?
Hubert Haensel:
Die Gestaltung der Serienhandlung lag in meiner/unserer Hand. Die Wahl der Autoren wurde verlagsseitig vorgenommen, aber selbstverständlich konnte ich Vorschläge einbringen.

Zauberspiegel: „DIE ABENTEURER“ war mit der Leserkontakt-Seite, der Artikelserie „Mythen, Fakten und Legenden“ von Robert de Vries sowie den Innenillustrationen ab Band 6 etc. sehr liebevoll aufgemacht. War diese Aufmachung von Anfang an so geplant?
Hubert Haensel:
Nicht von Anfang an, aber doch sehr bald. Überhaupt muss ich sagen, dass Bastei sich sehr für die Serie engagiert hatte.

Zauberspiegel: Gab es Hindernisse, diese liebevolle Aufmachung beim Bastei Verlag durchzusetzen?
Hubert Haensel:
Die Serientitelgestaltung, die Wahl der Zeichner und der Cover, die überwiegend passend zum Inhalt gestaltet wurden, das Drumherum – alles das wurde von Bastei ausgewählt und arrangiert. Insofern ist die Fragestellung falsch. Es gab keine Hindernisse, sondern Unterstützung.

Zauberspiegel: Gab es ein besonderes Ereignis im Bezug auf „DIE ABENTEURER“ an das Sie sich heute noch besonders gut erinnern?
Hubert Haensel:
Das ist lange her und wird inzwischen von Anderem überlagert. Was mir im Gedächtnis geblieben ist, das ist die engagierte und begeisterte Zusammenarbeit aller an der Heftserie Beteiligten. Jeder hat seine Ideen eingebracht.

Zauberspiegel: Hatten Sie eine spezielle Lieblingsfigur oder spezielle Lieblingsfiguren in der Serie?
Hubert Haensel:
Tom und Gudrun – Gudrun im Besonderen. Und natürlich Kar.

Zauberspiegel:  Kam die Einstellung der Serie für Sie überraschend oder wurden Sie frühzeitig darüber vom Bastei Verlag informiert?
Hubert Haensel:
Ein frühzeitig in dem Sinne »Jetzt schreibt mal noch fünfzehn Hefte und dann beenden wir die Serie« wird es wohl nie geben können, dagegen sprechen schon alle technischen und wirtschaftlichen Abläufe. Wenn die Einstellung – aus welchen Gründen immer – beschlossen wird, geht es stets schnell.

Zauberspiegel:  „DIE ABENTEURER“ waren meines  Wissens sehr beliebt bei den Lesern und die Leser nahmen auch regen Anteil an der Serie, was man aus den vielen Briefen, die auf der Leserkontaktseite veröffentlicht wurden, entnehmen kann. Woran lag es also, Ihrer Meinung nach, warum die Serie eingestellt wurde? Lag es allein an den Verkaufszahlen? Oder gab es noch andere verlagsinterne oder verlagspolitische Gründe für die Einstellung der Serie?
Hubert Haensel:
Ich denke, es lag an den Verkaufszahlen. Wir hatten viele treue Leser und ich freue mich natürlich, wenn selbst heute immer noch von den Abenteurern gesprochen wird. Manche behaupten, die Serie habe Kultstatus; das freut mich natürlich umso mehr. Mag sein, dass die Serie in manchen Bereichen zu anspruchsvoll und speziell war und deshalb nicht die große Masse der Leser erreicht hat.

Zauberspiegel:  Nach der Einstellung der Serie hatten „DIE ABENTEURER“ einen eher unglücklichen Gastauftritt in der Kurz-Serie „DINO LAND“? Wer hatte die Idee dazu? Sollten „DIE ABENTEURER“ durch diesen Gastauftritt im Gedächtnis der Leser bleiben?
Hubert Haensel:
Da ich zu jener Zeit schon mit anderen Projekten befasst war, kann ich nicht sagen, von wem dieses Crossover ausging und welche Gründe dabei eine Rolle spielten. Zweifellos war es ein reizvoller Versuch.

Zauberspiegel: Zwischen 1996 und 2000 veröffentlichte der Bastei Verlag fünf Taschenbücher, in denen die Serie „DIE ABENTEURER“ neu aufgelegt wurde.
Waren die neuen Romane im fünften Taschenbuch so auch für die Heftromanserie geplant gewesen oder wurden sie für die Veröffentlichung als Taschenbuch noch einmal überarbeitet und in Bezug auf die Handlung etc. noch einmal abgeändert?

Hubert Haensel:
Die neuen Romane waren so geplant gewesen, für die Heftserie aber nicht mehr realisiert worden. Insofern wurden die Exposés dafür für den Abschluss der Taschenbücher herangezogen, das Ganze aber doch etwas anders verarbeitet, als es wohl im Heft der Fall gewesen wäre.

Zauberspiegel: Als im Zaubermond Verlag die Buchserie zu „DIE ABENTEURER“ erschien, schrieben Sie zusammen mit Robert de Vries nur den ersten Band. Warum schrieben Sie nicht weitere Bände für die Buchserie?
Hubert Haensel:
Ursprünglich hatte ich beabsichtigt, mehr zu den Büchern beizusteuern und auch die Koordination zu übernehmen. Das hat sich allerdings schon rechtzeitig als zeitlich unmöglich erwiesen, so dass ich die Konzeption von vornherein anderen übergab.
Zu jener Zeit war ich noch hauptberuflich als Bankkaufmann tätig, schrieb aber auch schon als Stammautor für die PERRY RHODAN-Serie. Da musste ich mich wohl oder übel entscheiden und habe mein »Kind« in bewährte andere Hände gegeben.

Zauberspiegel:  Hatten Sie als Erfinder der Serie Einfluss auf den weiteren Handlungsverlauf der Buchserie oder lag dies allein im Ermessen des Zaubermond Verlages und deren Autoren?
Hubert Haensel:
Ich hätte diesen Einfluss nehmen können, aber das war für mich ein Entweder-Oder. Den Kollegen eine Handlung vorgeben, aber selbst nicht mitschreiben, kommt für mich nicht infrage. Also ließ ich die Finger ganz aus dem Spiel. Es war jedoch reizvoll, zu beobachten, wie die Serie weitergeführt wurde.

Zauberspiegel: Hätte eine Serie wie „DIE ABENTEURER“ heute größere Chancen als in den 1990er Jahren?
Hubert Haensel:
Das ist eine sehr gute Frage – ich weiß dennoch keine Antwort darauf. Ich glaube nicht, dass die Chancen heute besser stünden. Wenn, dann wahrscheinlich als einzelne, spannende und in sich abgeschlossene Romane. Es wäre zweifellos reizvoll, das herauszufinden.
Auf jeden Fall bedanke ich mich bei den Verlagen und bei allen Lesern, die den Abenteurern die Treue gehalten habe, sei es schon zu Anfang bei der Heftserie, später bei den Taschenbüchern oder zuletzt bei den neu geschriebenen Buchausgaben des Zaubermond Verlags. Die Abenteurer haben zweifellos das Potenzial, weiterzuleben. Vielleicht ... eines Tages ... wer weiß?

Kommentare  

#1 GoMar 2010-12-30 23:02
Als Die Abenteurer damals - ich glaube, es war 1992 - auf den Markt kam, dachte ich: Super, das könnte eine Serie werden, die es mit dem legendär gewordenen Macabros aufnehmen könnte. Was auch wirklich zu gelingen schien, aber spätestens ab den 30er-Nummern wollte man meiner Meinung nach einfach zu viel! Vor allem wollte man wohl all die vielen Leserbriefschreiber zufrieden stellen - und das ist einfach ein Unding sondergleichen.
Auch wenn mich nun alle prügeln werden wollen und ich beileibe nicht immer in allen Belangen mit Harantor überein stimme, aber in einem Punkt hat er vollkommen recht: Die Fans, die die meisten Leserbriefe schreiben, und das meistens nach jedem einzelnen Roman, das sind die Totengräber jeder Serie! Denn wen schrecken sie am meisten ab: richtig, die vielen stummen Leser, die einfach nur spannende und unterhaltsame Abenteuer lesen wollen. Auch ich war so ein Leser, der irgendwann das ständige Herumgemotze dieser speziellen Fangattung nicht mehr aushielt - und mir dachte, wozu soll ich dafür auf die Dauer 2 DM (respektive 16 ÖS) ausgeben, wenn die Autoren nur noch versuchen, gerade diese ewigen Nörgler zufrieden zu stellen, denen sowieso kaum etwas passte, egal, wie es geschrieben wurde.
Als dann noch im Text über 2 Seiten eingeschobene Werbeblöcke (Privatfernsehen ließ da grüßen) abgedruckt wurden und das Ganze ab Nr. 33 zur Zeitreise mutierte, da war dann Schluss für mich. Irgendwie war für mich der Punkt erreicht, wo ich der Meinung war, die bedienen nur noch gewisse Wünsche der speziellen Fans, also, lass es sein!
Das dürften sich inzwischen mehrere Leser gedacht haben, denn lange hat die Serie dann nicht mehr weiter existiert, was wiederum zeigt: Harantor hat recht mit seiner These, dass sich gewisse Fans einfach zu wichtig nehmen. Und so wurde auch diese Serie frühzeitig zu Grabe getragen, was vielleicht nicht so schnell passiert wäre, hätten die Autoren - oder die Entscheidungsträger - mehr auf ein gut ausgearbeitetes Konzept vertraut und auf die Kaufkraft jener Leser, die keine Leserbriefe geschrieben haben und denen maximal 1 Seite mit Leserbriefen mehr als genügt hätte anstatt 4 Seiten!
Aber vielleicht täusche ich mich ja und es war alles ganz anders!
Eines noch zum Schluss: Ich finde, es war wirklich schade um diese Serie; es hätte etwas Besonderes aus ihr werden können - über Jahre hinaus ...
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#2 Laurin 2011-01-01 13:12
Na ja, GoMar, die ewigen Nörgler und Besserwisser wird man leider nie los. Ich erinnere mich noch an die PRA-Romane, wo ich auch den einen oder anderen Leserbrief geschrieben hatte (wobei ich sonst eher zu den stillen Lesern gehörte). Im groben und ganzen hatte man eigendlich nur seine Freude darüber ausgedrückt, daß man wieder Abenteuer aus der Frühzeit des PR-Universums lesen konnte und somit auch wieder auf Protagonisten dieser Zeit (Mutanten) stieß, die es in der Erstauflage schon lange nicht mehr gab. Kritiken gab es auch, aber nicht wenige fand selbst ich durchaus konstruktiv und waren weniger ein "Herumgemotze". Was mir aber dann aufgefallen ist war das Forum zu PRA auf den Internetseiten von PR. Wenn sowas auf die Leserbriefseiten käme, würde ich die auch einstellen. Ein stetiges gemotze und rumgenöle von sogenannten Superfans, die selbst mit einem Satz wie ein Pfeil ins Herz ballern konnten. Ich habe mir das mitlesen im Forum zu PRA mal zu einigen Heftausgaben angetan und saß nur noch kopfschüttelnd davor. Wie gesagt, wenn ich eine Leserbriefseite habe, dann sollte ich auch kritische Stimmen zu Wort kommen lassen, aber Kritik ist für mich bekanntlich doch etwas anderes als penetrante Besserwisserei die man den Autoren um die Ohren haut und damit der Serie schadet. Und genau in dem Punkt sollte man schon nicht jeden der sich mal durchringt einen Leserbrief zu schreiben und eventuell etwas kritisiert, gleich mit einem dieser Hardcore-Fans vergleichen, die wie rollende Panzer durch die Serienlandschaft rauschen. Heute schreiben die meisten von denen eh keine Leserbriefe mehr sondern sichern sich gleich ihre Stammplätze in den jeweiligen Internet-Foren. Das solche Hardcore-Fans "ihre" Serie niederwalzen wenn man ihnen zu viel Gehör entgegen bringt, steht jedoch außer Frage, da stimme ich dir voll zu.
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#3 GoMar 2011-01-01 14:51
Vollkommen richtig, Laurin! Ich habe auch nicht die Leserbriefschreiber gemeint, die mal konstruktive Kritik anbringen. Das soll und muss auch erlaubt sein, sonst braucht man keine Fan-Seite einrichten. Auch ich bin ja nicht mit allem zufrieden, was so dargeboten wird - und dann sage ich es auch (bzw. schreibe es). Ich habe sicher keinen Kritiker, der ehrlich einen Missstand aufdeckt, madig gemacht bzw. madig machen wollen.
Aber dein Einwurf mit den Hardcore-Fans, die wie rollende Panzer durch die Serienlandschaft rauschen, das ist genau das, was ich meinte. Genau diese Art von Fans habe ich damit angesprochen. Denn das sind eben jene (jedenfalls für mich!), die nur eine Meinung, nämlich ihre, gelten lassen, und die natürlich der Meinung sind, sie wissen garantiert besser als jeder Autor über den Serienverlauf Bescheid. Und nur dann, wenn die Serie so weitergeschrieben wird, wie sie es wollen, kann sie zu einem Erfolg werden! Aber wessen Erfolg ist damit gemeint?
Nein, Laurin, Kritik kann durchaus positiv sein, wenn sie der oder die Autor(en) lesen und sie sich damit befassen. Aber gerechterweise muss man natürlich auch damit einverstanden sein, wenn diese Kritik keine offensichtliche Anerkennung findet. Was aber nicht heisst, dass sie nicht dennoch beachtet werden könnte, aber wann sie einfließt in die Serie, entscheidet dann doch der jeweilige Autor (oder es passiert sogar unbewusst, dass sich etwas in eine Richtung entwickelt, wenn diese Kritik konstruktiv war). Aber auch da gibt es einige Fans, die dann gleich beleidigt tun oder es auch sind, wenn sie nicht auf der Stelle Gehör finden. Auch diese Art von Fans respektive Leserbriefschreibern habe ich mit meinem Beitrag gemeint. Vielleicht gelingt es dadurch, den einen oder den anderen zum Nachdenken darüber anzuregen, ob seine Sicht der Dinge wirklich die einzig wahre ist ...
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#4 Laurin 2011-01-01 15:44
Nun ja, wer gleich beleidigt ist weil seine Kritik nicht gleich freudigst umgesetzt wird, der ist von den "rollenden Panzern" nicht mehr weit entfernt ;-)

Aber ich versteh schon was du meinst und letztendlich schreibt der Autor bzw. die Autoren die Romane und nicht der Fan! Ich sag da mal nur, wenn dem Hardcore-Fan die Entwicklung seiner Serie nicht passt, soll er sich seine eigenen Geschichten schreiben, statt dieses dem Autor aufzwingen zu wollen.
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#5 GoMar 2011-01-01 17:41
Bingo! Das ist es! Genau das trifft es!
Da würde erst was herauskommen, möglicherweise ...
Ich glaube, hätte es bei Die Abenteurer damals weniger - nun sagen wir es mal mit deinen Worten: Hardcore-Fans - gegeben, denen die Autoren zu weit entgegenzukommen versuchten meiner Meinung nach, hätte der Serie vielleicht ein längeres Bestehen beschieden sein können.
Falls ich mich täusche, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren, aber beim Mitverfolgen der Leserbriefseiten und den Forderungen dieser Fans - und was dann teilweise alles umgesetzt wurde, drängte sich mir damals dieser Gedanke schon sehr auf. Auch heute noch.
Dadurch wurde das Serienkonzept der spannenden, rätselhaften, unheimlichen usw. Indiana-Jones-artigen-Abenteuer-Romanhefte zu unglaubwürdig mit der Zeit - oder war die Zeit damals für diese Art von Lesestoff noch nicht so weit? Aber auch der Zaubermond-Verlag erlitt ja mit seiner Fortführung dieser Serie schlussendlich Schiffbruch, wenn man auch nicht genau dort ankoppelte, wo die Heftroman-Serie aufhörte.
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#6 karl 2011-01-04 07:31
Ich würde wirklich sehr gerne eine dritte Staffel "Die Abenteurer" erleben.
Aber hartnäckige Hardcore-Fans sollen nun am Untergang von Serien Mitschuld tragen? Nicht wirklich. Sage ich, obwohl ich noch nie einen Leserbrief geschrieben habe.

Die Autoren schreiben die Serie. Die Macher können sich zwar an Wünschen und Vorschlägen orientieren, müssen aber schon bei ihrer eingeschlagenen Leiste bleiben.
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#7 Remis Blanchard 2011-01-04 07:58
Die Heftserie war ganz gut. Deshalb verstehe ich nicht wieso gerade Hardcore Fans eine Mitschuld am Untergang haben sollten. Die Buchserie von Zaubermond hingegen war nicht mehr so gut. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Autoren am Anfang nicht so recht wussten auf welches Ziel sie hinarbeiten solte. Hubert Haensel war ausgestiegen und ich glaube es war Robert De Vries der das Erbe von Hubert antrat und die Handlung konzipierte. Erst zum Schluss gelang es den Autoren die Kurve zu kriegen und wieder an die Heftromane anzuknüpfen, aber da war es zu spät. Die Serie wurde wieder eingestellt. Ich hoffe natürlich auch auf eine 3. Staffel der Serie aber diesmal mit Hubert Haensel als Expose Autor.
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