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DIE ABENTEURER - Die Heftromanserie: Teil 18

Die Abenteurer DIE ABENTEURER
Teil 18

Die Abenteurer verkauften sich nicht und konnten sich somit nicht durchsetzen. Nach 38 Heften kam das Ende ... das vorläufige.

Es ging noch einmal mit einer Neuauflage im Taschenbuch weiter und die Serie erhielt dort im Rahmen eines 5. Bandes auch noch eine Fortsetzung, so dass sie somit insgesamt 43 Bände erreichte.


Unser Rundgang durch die Abenteuer der Abenteurer nähert sich nun langsam ihrem Ende. Wir erreichen heute Band 37 und 38 der Heftromanserie.

Der Tyrann von GuatemalaBAND 37 – DER TYRANN VON GUATEMALA
von Martin Veit
Tom Ericsen und Gudrun Heber sind nach Yucatan zurückgekehrt.

Dort wollen sie noch einmal die steinerne Templer-Stele untersuchen, die die beiden Wissenschaftler dort vor einem halben Jahr entdeckt haben

Doch die Stele ist verschwunden.

Die beiden Wissenschaftler begeben sich in den Ort Mani, um Näheres über ihr Verschwinden in Erfahrung zu bringen.

Durch den Halunken Thornton erfährt Tom, dass ein gewisser Don Sebastian die Templer-Stele erworben hat.

Besonderheiten:
  • Mythen, Fakten und Legenden, Teil 37: König Salomos Baumeister

Der RinderbaronBand 38 – DER RINDERBARON
von Martin Veit
Tom und Gudrun sind ‚Gäste‘ von Don Sebastian, der sich als Herr über Leben und Tod gebärdet. Beide genießen zwar weiterhin dessen Gastfreundschaft und können sich frei auf seiner Hazienda bewegen, doch in Wirklichkeit sind sie seine Gefangenen. Denn die beiden Abenteurer sollen für ihn den Maya-Schatz finden, hinter dem Don Sebastian her ist. 

Durch die junge Isabella Camozza, einer direkten Nachfahrin der Mayas, erfährt Tom von einer alten Legende. Diese erzählt von weißen Fremden, die  einst aus dem Osten über das Meer gekommen sind. Ihr Zeichen war das rote Kreuz auf weißem Stoff. Ein paar Jahre lang lebten diese Fremden im Norden unter dem Schutz der alten Könige. Doch dann gingen sie eines Tages mit dem Heiligtum ihres Gottes nach Süden und kehrten nicht mehr zurück.

Zudem berichtet die alte Legende von zwei Fremden, ein Mann und eine Frau, Freunde der Maya, die eines Tages kommen würden, um  das Heiligtum ihres Gottes zurückzuholen und einen fremden Despoten zu vertreiben, der die Kinder des Volkes der Maya unterdrücke.

Als die beiden Abenteurer die Hazienda verlassen, um auf die Suche nach der Bundeslade zu gehen, werden sie von Don Sebastian eingeholt. Er bindet Tom an einen Baum, übergießt ihn mit Benzin und droht ihn anzuzünden, wenn er ihm nicht verrät, wo der Maya-Schatz versteckt ist. Der Archäologe bekommt jedoch von Freunden Isabellas unerwartet Hilfe. Don Sebastian stirbt nach einem Schusswechsel den Feuertod.

Besonderheiten:
  • Mythen, Fakten und Legenden, Teil 38: Die Kreise schließen sich
  • Letzter Roman der Heftroman-Serie „Die Abenteurer“. Die Serie wurde danach eingestellt.

Fazit 1: Die beiden letzten Romane der Serie sind wirklich nicht gerade das Gelbe vom Ei. Sie sind von Martin Veit ziemlich langatmig und ereignislos geschrieben. Erst am Ende von „DER RINDERBARON“ passiert mal wirklich etwas Interessantes. Da wird Tom nämlich an einen Baum gebunden und mit Benzin übergossen. Ansonsten dümpeln die beiden Romane so ziemlich ereignislos vor sich hin.

Man hätte daher die beiden Romane ruhig zu einem Roman zusammenfassen und kürzen können, dann wäre vielleicht ein leidlich spannendes Werk herausgekommen.

Alles in allem keine überzeugenden Romane von Martin Veit, aber auch kein toller und überzeugender ‚Abschluss‘ der Serie, die vom Bastei Verlag vorzeitig eingestellt wurde, weil die Verkaufszahlen nicht stimmten. Laut Michael Schönenbröcher fehlten der Serie 4.000 Leser.

Sturm auf Oak DunBand 39 – DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER
von Frank Thys und Martin Veit

Tom und Gudrun müssen sich nach dem Tod von Don Sebastian vor der Polizei verantworten. Doch nach einem Verhör lässt Capitano Ortiz die beiden Wissenschaftler wieder laufen, die von Riviere, einem ‚Ex-Angestellten‘ von Don Sebastian, und seinem Helfershelfer Biehl beschattet werden, die hinter dem Maya-Schatz her sind.

Riviere lässt Tom durch Isabella Camozza, die er mit einer Schlange vergiftet hat, eine ‚Nachricht‘ zukommen. Der Archäologe kann die junge Frau jedoch nicht mehr retten und sie stirbt an dem Schlangenbiss. Wie von Sinnen stürzt Tom daraufhin in den Dschungel, wo es zu einem tödlichen Zweikampf zwischen Riviere und Ericsen kommt, in dessen Verlauf Gudrun auf den Ex-Söldner schießt und ihn tödlich verletzt.

Danach begeben sich die beiden Abenteurer auf die Suche nach dem Versteck der Bundeslade und erreichen schließlich eine karge Insel inmitten eines Sumpfes, wo die Templer eine Siedlung errichtet haben. Toms Interesse gilt aber der Kapelle im Zentrum der Insel. In dem Gebäude finden die Abenteurer eine zwei Meter lange goldene Truhe, und damit sind sie am Ziel ihrer ‚Träume‘.

Doch Tom und Gudrun haben die Rechnung ohne ihre Begleiter gemacht. Roberto Chimenez, der anscheinend mit Biehl zusammenarbeitet, nimmt Gudrun als Geisel. Doch das Auftauchen von Capitano Ortiz ändert wieder alles. 

Unterdessen versuchen Suzy Duvall und Jack Warden Kar zu töten, was aber misslingt. Kar lässt die beiden Übeltäter aber am Leben, weil er aus irgendwelchen Gründen noch ihre Hilfe benötigt. Suzy Duvall hat durch ihre Neugierde in der Kammer des Wissens anscheinend durch das Ausprobieren der Maschinen zu viele Informationen, die direkt in ihr Gehirn gegangen sind, abbekommen. Ihr Körper, der diese Menge an Informationen nicht verträgt, wird von Krämpfen geschüttelt, die an Entzugserscheinungen erinnern.

In der Zwischenzeit tritt in Gestalt von Calino Martinez auch die Palenque-Sekte wieder auf den Plan. Beim Anführer der Sekte treffen sich in Gestalt von Jacques Choreini, Jaffe Barello, Mario Corillo, Jesse Bains sowie Camilla Conchita die übrigen Mitglieder des Rates der Sekte. Aufgrund seines Versagens auf Oake Dun (siehe Band 36) tötet Martinez Barello, der ihm sowieso ein Dorn im Auge gewesen war, eigenhändig.

Besonderheiten:
  • Erschienen im fünften Abenteurer-Taschenbuch „Die schwarze Pyramide“

Fazit 2: Was man in „Der Tyrann von Guatemala“ und „Der Rinderbaron“ versäumt hatte, ist in dem Roman  „DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER“ zur Genüge vorhanden. Aber dafür braucht man anscheinend gleich zwei Autoren in Gestalt von Frank Thys und Martin Veit.

Doch irgendwie ist das manchmal ein bisschen zu viel des Guten. Denn neben der Tom- und Gudrun-Handlung, ist auch Kar wieder mit von der Partie, und auch die Palenque-Sekte in Gestalt von Calino Martinez meldet sich in dem Roman wieder zu Wort.

Zudem tritt mit Thomas Hurley eine weitere Person ins Blickfeld, die von einem mysteriösen Auftraggeber den Auftrag erhält, Tom und Gudrun zu beschützen und die Fanatiker der Palenque-Sekte im Auge zu behalten.

Leider entpuppt sich das Auffinden der Bundeslade in der Stadt der Templer als unspektakulär. Ob man je erfahren wird, was aus den Templern geworden ist? Sind sie mangels Nachwuchs einfach 'ausgestorben'. Sind sie durch Krankheiten oder Kriege gestorben? Gibt es Nachkommen dieser Templer-Siedler etc.? Diese Fragen werden wohl nie beantwortet werden, weil die Serie ja leider eingestellt wurde. 

Trotz der drei- bzw. viergeteilten Handlung kann "DAS VERMÄCHTNIS DER TEMPELRITTER" durchaus überzeugen. Denn er ist nach den beiden Langweilern „Der Tyrann von Guatemala“ und „Der Rinderbaron“ endlich mal wieder ein sehr interessanter Roman, der spannend unterhält. Aber ich muss zugeben, dass mir Kar ein bisschen zu weich geworden ist. Als 'wahnsinniger' Professor und Verbrecher hat er mir viel besser gefallen. Leider ist aus ihm nach seiner Verwandlung ein Warmduscher geworden.

© by Ingo Löchel

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