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Junge, was machst Du da eigentlich? - oder wie ich beim Zauberspiegel mitarbeite

Konrad WolframJunge, was machst Du da eigentlich?
… oder wie ich beim Zauberspiegel mitarbeite

Tja, die Sache hat natürlich irgendwo immer einen Anfang und ist meistens auch recht simpel. Nun gut, fangen wir also mal beim grundsätzlichen an: Am Anfang schuf ich Himmel und Erde. Ach nein, das war ja eine ganz andere Geschichte. Also, beginnen wir einfach mal damit, wie es bei mir losging im Zauberspiegel.

Vielmehr fing es irgendwie vor Weihnachten herum an und mit einem Aufruf, doch für den "Gabentisch" so die eine oder andere Sache via Zauberspiegel zu präsentieren.

Ich also mal ran an den Speck mit der tieferen Gewissheit, es kann ja nur ein kurzes Gastspiel sein. Und während ich mich so durch den Zauberspiegel gelesen habe, fiel mir auch auf, dass hier eine wahrhaft große Lücke in Sachen Science Fiction-Fernsehserien klaffte. Also nochmals ran und gleich mal den Artikel zur Serie INVASION VON DER WEGA verfasst und abgeschickt.

Man kann sich sicherlich ab da denken, dass es mit dem "kurzen Gastspiel" bald Essig war. Schließlich kamen einem immer mehr Ideen und das mit einem durchaus realen Eigeninteresse.

Hierzu versetze man sich einmal geistig wieder zurück in die Evolutionsschiene eines "nur" Lesers des Zauberspiegels und stelle sich die Frage: Was bzw. worüber würdest du hier gerne selbst als Leser etwas lesen wollen? Oh, ihr lieben Leserinnen und Leser, da fallen einem verdammt viele Sachen ein. Also kommt der nächste Schritt. Wenn sich also keiner berufen fühlt, diese Ideen unabhängig von deiner Wunschliste umzusetzen, dann wird man es wohl selbst tun müssen. Ob es dann wirklich jeden Leser brennend interessiert, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt. Aber mal ehrlich, erwartet man nun den wilden Ansturm der jubelnden Leserschaft? Wohl kaum, denn gegenüber manch anderen, ähnlichen Seiten im Internet, zeichnet sich der Zauberspiegel dadurch aus, dass hier eine breite Palette der Spannungsliteratur beackert wird, die für jeden etwas bereithalten soll. Also genug Raum, um eben auch mal gezielt eine etwas begrenzte Anzahl von Leserinnen und Leser zu beglücken. Und ab und zu freut es einen dann auch, wenn man unter den Kommentaren mal die eine oder andere positive Reaktion findet. Wer da behauptet, er ließe sich nicht gerne mal ab und zu den Bauch pinseln, der schmeiße hier gleich mal die ersten Wattebällchen.

Neben dem einen Schwerpunkt der Filmrezension und gelegentlichen Ausflügen in die Welt des Comics, sind Romane - und hier gesondert Bücher - mit der Zeit zum Hauptaugenmerk geworden. Und hier wiederum sind es besonders die kleineren Verlage, die mich persönlich reizen. Findet man doch dort die Edelsteinchen, die man in einem Großverlag des Öfteren vergebens sucht. Das soll aber nun nicht heißen, die Großverlage hätten nichts zu bieten. Auch dort findet man so manches, was gefällt und die Zeit (beim Lesen) wie im Flug vergehen lässt. Und wenn man richtig sucht, findet man auch bei ihnen Perlen.

Ein wesentliches Augenmerk wird ja im Zauberspiegel auch auf den klassischen Heftroman gelegt. Nun gut, auch hier wildert man ab und an herum, immer in der Hoffnung, die eine oder andere Perle noch entdecken zu können. Ein Umstand, der tatsächlich ab und an gelingt. Ist man aber ehrlich zu sich selbst, dann muss ich hier frei zugeben, dass ich in Form des Hardcovers oder Taschenbuchs (gleichwohl beim Film) die härtere Kost bevorzuge und die eben hierfür interessierte Leserschaft auch gerne bediene. Die Zeiten (Mann, waren die schön), als ein Gespenster-Krimi einem noch Gänsehaut bis hinunter zu den Pobacken zog, oder ein Perry Rhodan in einem den Berufswunsch eines Astronauten noch als möglich erscheinen ließ, sind leider irgendwo mit in der Nostalgiekiste verschwunden. Wiederum sei hier angemerkt, dass diese Heftromane nicht schlecht sein müssen oder nicht vorzüglich unterhalten könnten. Nur seien wir mal ehrlich, als heranwachsender Bursche hatte man noch bei manchen Passagen große Augen gehabt, wo man heute eher ein leichtes Schmunzeln hervorbringt.

So viel mal zur Spezialisierung, wenn man schon eine gefühlt längere Zeit beim Zauberspiegel mitarbeitet. Hinzu kommt dann noch ein Chef, der ab und an in gefühlter sadistischer Vorfreude die Peitsche zückt, wenn man als Mitarbeiter mal zu lange auf der faulen Haut gelegen hat. Aber wie pflegt der Fan des Westernromans stets zu sagen: Indianer kennen keinen Schmerz! Dafür fetze ich mich mit unserem Horst auch ab und zu ganz gerne (man gönnt sich ja sonst nichts), aber das muss man eben selbst tun, denn beim Zauberspiegel gibt es keine Gewerkschaft, die man dafür vorschicken könnte (irgendwie habe ich gerade ein Grinsen im Gesicht). Man muss es einfach so sehen: Kleine Gewitter geben einer Beziehung schlicht die belebende Würze.

Nun stellt sich natürlich auch die spannende Frage: Wie kriegt man seine Artikel denn in den Zauberspiegel rein? Bei mir ist diese Angelegenheit recht simpel. Da wird mit viel Herzblut und jeder Menge Flüche auf die moderne Technik das AbiWord-Schreibprogramm geöffnet, und lustig mit zwei Fingern auf die Tastatur gehämmert, als gäbe es kein Morgen mehr. Das Ganze wird dann ebenso simpel an eine Mail angehängt und dem Chef freudig zugesendet, der sich dann um den Rest kümmert (also Termin und Einpflegen des Artikels). Da ich zu der Volksgruppe gehöre, die ständig mit einem geladenen Revolver vor dem PC sitzt und bei dem Gerät auch nicht mit düsteren Drohungen und Flüchen spart, reicht diese Vorgehensweise auch bei mir völlig aus. Oder anders gesagt: Mit den eigentlichen technischen Arbeiten im Hintergrund habe ich beim Zauberspiegel nichts zu tun, was sich durchaus beruhigend und lebensverlängernd auf mich (und den PC) auswirkt.

Abschließend sei hier zu diesem kleinen Einblick in die Arbeit und das Drumherum beim Zauberspiegel noch angemerkt: Wer Ideen hat, sich aber bisher noch nicht getraut hatte, auch etwas zu schreiben, oder wer gar der Meinung ist, da würden noch Sachen fehlen, die zum Spannungsgenre gehören bzw. zu wenig Beachtung finden, der darf und sollte sich hier durchaus mit einbringen. Gebissen wurde hier meines Wissens nach nämlich (glaube ich) noch niemand.

Kommentare  

#1 Lefti 2012-05-20 00:49
Erst ein Artikel dieser Art vom McEl, jetzt von Dir...
Was mag da wohl hinterstecken? :eek:

ScienceFiction-Fernsehserien, Comics, Horror in Buch und Film...
Da hast Du aber ein breit gefächertes Spektrum. ;-)

Harantor sagt: Zumindest Konrads Artikel geht auf einen Rundschreiben von mir zurück, in dem ich einen Gedanken von "Postman" aufgreife, einmal über die Arbeit am Zauberspiegel zu berichten. Aber nicht jeder liest merine weisen Worte ... :D
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#2 Laurin 2012-05-20 01:03
Oh ja, Lefti. Nur hat die Sache im Punkt Comic etwas gelitten (weil ich auch seit längerem nicht wirklich etwas gutes gefunden hab). Zumindest bis Heute, denn da wurde ich auf eine hübsche kleine Slasher-Comic-Serie in Facebook aufmerksam gemacht, die ich mir mal näher ansehen werde. :D
Dann kommt die SF und hier ist der Umfang nicht sooo groß, da ich in dem Punkt eh schon etwas mäkelig bin wie ein Kleinkind vor einem Teller Spinat. Aber vor locker 8 oder 9 Jahren hatte ich mich noch durch drei Regalreihen Star Trek-Taschenbücher gelesen. Der Augenmerk Heute liegt da intensiver im Bereich Slasher/Horror im Buchbereich/Film. Vielleicht auch deshalb, weil es da keine Strahlehelden gibt und selbst die Hauptfiguren ihre Abenteuer nicht immer (zumindest unbeschadet) überleben. Also fast wie im richtigen Leben. :lol:
Und was hinter den Artikel steht??? Na, welches Fanzine hat denn dieses Jahr (in ein paar Tagen) dicken Geburtstag...na, na? :-*
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#3 Lefti 2012-05-20 01:56
Zitat:
Harantor sagt: Zumindest Konrads Artikel geht auf einen Rundschreiben von mir zurück, in dem ich einen Gedanken von "Postman" aufgreife, einmal über die Arbeit am Zauberspiegel zu berichten. Aber nicht jeder liest merine weisen Worte ... :D
Ich bin noch zu jung dafür, sprich "wir" müssen noch etwas länger dabei sein und die Arbeit intensivieren... :-*

Zitat:
Laurin: ...in Facebook aufmerksam gemacht...
Sag mal, wo treibst Du Dich denn rum...? :-?

Zitat:
drei Regalreihen Star Trek-Taschenbücher gelesen
Unfassbar... :eek:
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#4 Thomas Backus 2012-05-22 14:33
der zauberspiegel ist schon cool - und Deine Rezensionen tragen dazu bei!
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#5 Laurin 2012-05-23 17:06
Zitat: Lefti:
Sag mal, wo treibst Du Dich denn rum...? :-?

Tja, was soll ich dir da sagen, Lefti? Wo würde ich mich noch gerne rumtreiben - wenn ich könnte? Hach... wer weiß. :lol:

Danke dir, Thomas. Ein paar Artikel sind ja noch in der Warteschleife. Also Nachschub ist da. :D
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