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TV - Klassiker: PERRY MASON

TV-Klassiker: Der Kommissar

PERRY MASON

1933 erschien mit „THE CASE OF THE VELVET CLAWS“ (Rechtsanwalt Mason) der erste Roman um den Rechtsanwalt PERRY MASON des Krimiautors ERLE STANLEY GARDNER. Die Buch – Serie wurde mit den Jahrzehnten sehr beliebt und Gardner schrieb über 80 weitere Krimis mit dem Rechtsanwalt. Doch seinen weltweiten Bekanntheitsgrad verdankt der Serienheld PERRY MASON der gleichnamigen TV-Serie. Mit dieser Fernsehserie gelang Raymond Burr der Durchbruch als Schauspieler und er erhielt damit eine Rolle, die ihn weltberühmt machen sollte.


Raymond Burr als Perry Mason1955 suchen die verantwortlichen Produzenten für ihre geplante TV – Serie den richtigen Darsteller für die Rolle des Perry Mason. Eine Anzahl von Schauspieler kam in die engere Wahl, u. a. Fred MacMurray und Richard Egan.
Der Produzent Cornwall Jackson erinnerte sich an Raymond Burr, den er im Film „A PLACE IN THE SUN“ gesehen hatte.

RAYMOND BURR hatte von der geplanten TV – Serie gehört und bewarb sich für die Rolle des Staatsanwaltes Hamilton Burger. Doch während des Vorsprechens wurde der Schauspieler aufgefordert, auch die Hauptrolle auszuprobieren.
Erle Stanley Gardner, der Schöpfer von Perry Mason, war während der Tests vorbei und nachdem er Raymond Burr gehört und gesehen hatte, war für ihn klar

„Raymond Burr is Perry Mason“ (1)

Die Produzentin Gail Patrick Jackson und ihr Ehemann waren vehement dagegen, doch Gardner setzte sich schließlich durch.

RAYMOND BURR hatte bereits in über 50 Filmen mitgewirkt, als er 1955 die Hauptrolle in der TV – Serie „PERRY MASON“ bekam. Die Schauspielerin BARBARA HALE, eine gute Freundin von Burr, war für die Rolle der Della Street, der Sekretärin Masons, vorgesehen.
Als sie erfuhr,  dass Burr in der Serie mitspielte, nahm sie das Angebot ohne Umschweife an.

"Vielmehr wurde ich gebeten das Script zu lesen. Es war das Perry Mason Script und da sagte ich: 'Ich möchte im Moment wirklich keine Serie machen.
Die Kinder sind noch klein...' Gail Patrick Jackson [Produzentin der Serie] sagte: 'Aber Barbara! Raymond Burr wird dabei sein und du kennst ihn...' Da sagte ich: 'Ich werde es tun!“ (2)

Der dritte im Bunde war der Schauspieler WILLIAM HOPPER als Privatdetektiv Paul Drake.

Raymond Burr und barbara HaleAnfang 1956 begannen die Dreharbeiten zu der ersten Staffel der Serie “PERRY MASON”. Geplant waren 21 Folgen, aber als die Produzenten das Potential der Serie erkannten für 18 weitere Episoden gedreht, so dass die erste Staffel letztendlich aus insgesamt 39 Folgen bestand.

Am 21. September 1957 war es dann soweit. An diesem Tag lief mit „THE CASE OF THE RESTLESS REDHEAD“ (Der Fall mit den zwei Revolvern) die erste Folge der Serie „PERRY MASON“ über die US-amerikanischen Bildschirme.

Die drei Schauspieler (Burr, Hale und Hopper) waren ein Glücksfall für die neue Krimi -  Serie, denn in  den nächsten Jahren avancierte „PERRY MASON“ zu einer der beliebtesten und erfolgreichsten Serien im US – Fernsehen.

Die Serie spielte jährlichen einen Gewinn zwischen 1 und 5 Millionen Dollar ein. Zudem wurde die Serie in fast über 100 Länder verkauft. Insgesamt und wurde in ein Dutzend Sprachen übersetzen. Darunter auch Chinesisch, Japanisch, Malayisch, Thai oder Arabisch.

Raymond Burr mit dem EmmyRaymond Burr wurde dreimal für den „EMMY“ nominiert und gewann den Fernsehpreis 1959 und 1961.

Die Schauspielerin Barbara Hale wurde zweimal für den „EMMY“ nominiert und erhielt den Preis 1959.

Im Dezember 1962 musste Burr nach dem Drehende von „THE CASE OF THE SHOPLIFTER’S SHOE“, der 13. Folge der sechsten Staffel, ins Krankenhaus.

Die nachfolgenden sechs Episoden der sechsten Staffel,

The Case of the Bluffing Blast
The Case of the Prankish Professor
The Case of Constant Doyle
The Case of the Libelous Locket
The Case of the Two-Faced Turn-a-bout
The Case of the Surplus Suitor,

wurden mit Gaststars (Bill Williams, Ken Smith, Bette Davis, Michael Rennie, Hugh O’Brien und Walter Pidgeon) gedreht.

Szenen mit Raymond Burr im Krankenbett oder am Telefon wurden in den Folgen eingefügt, um die Zuschauern davon zu überzeugen, dass dies alles Teil der einzelnen Episoden war.

Mit der Folge „THE CASE OF THE GOLDEN ORANGES“, der 20. Folge der sechsten Staffel,  kehrte Raymond Burr als Perry Mason zum Set zurück, die am 7. März 1963 gesendet wurde.

„PERRY MASON“ lief insgesamt neun Jahre bis sie zum Ende der neunten Staffel am  22. Mai 1966 mit der Folge „THE CASE OF THE FINAL FADEOUT“ eingestellt wurde.

Raymond Burr und Barbara HaleEnde 1959 kamen auch die deutschen Zuschauer in den Genuss der Serie. Am 20.11.1959 sendete die ARD mit „MOTTEN IM NETZ“ (Originaltitel unbekannt) erstmals eine PERRY MASON - Folge. Ab dem 24.05.1960 wurde die Krimi - Serie mit größeren Abständen regelmäßig gesendet.

Am 18.01.1963 lief allerdings mit „ANGEKLAGTER PAUL DRAKE“ (vermutlich „The Case of Paul Drake's Dilemma“, die 3. Episode der 3. Staffel) die letzte Folge der Krimi – Serie über die bundesdeutschen Fernsehbildschirme.

Insgesamt sendete die ARD von den 271 Folgen von „PERRY MASON“ nur 22 Episoden, die die Verantwortlichen zudem noch aus den ersten drei Staffeln der Serie herauspickten. Nach welchen Schemata auch immer.


20.11.1959 Motten im Nerz 
24.05.1960 Der nervöse Komplice
14.06.1960 Gleiche Kaliber
01.09.1960 Der Schlafwandler
22.11.1960 Der stille Teilhaber
04.04.1961 Die ertrunkene Ente
26.07.1961 Frances hat Ärger
10.08.1961 Mord ohne Opfer
06.12.1961 Ein Toter schreibt Briefe
23.02.1962 Das Geheimnis der rosa Perlen
10.03.1962 Die zerrissenen Dollar
30.03.1962 Der Außenseiter
26.05.1962 Der zersprungene Diamant
23.06.1962 Der große Betrug
20.07.1962 Das verlorene Gedächtnis
11.08.1962 Es ist immer dasselbe
24.08.1962 Das verräterische Goldstück
27.09.1962 Karriere
19.10.1962 Eine Erbschaft wartet nicht
23.11.1962 Ein alter Meister
14.12.1962 Drei Kugeln
18.01.1963 Angeklagter Paul Drake

Erst 30 Jahre später zeigten Kabel 1 und Pro 7 in den 1990er Jahren die in Deutschland noch nicht gesendeten  Folgen der Originalserie in deutscher Erstausstrahlung.


(1) Erle Stanley Gardner
(2) Barbara Hale

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© by Ingo Löchel

 

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