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Die Dr. Mabuse-Filme: Scotland Yard jagt Dr. Mabuse

Die Dr. Mabuse-FilmeScotland Yard jagt Dr. Mabuse

Dr. Mabuse ist tot, aber sein Geist, der von Professor Pohland (Walter Rilla) Besitz ergriffen hat, lebt weiter. Das erste Opfer des 'neuen' Mabuse ist Professor Laurentz, ein Hamburger Wissenschaftler, der ein elektronisches Gerät erfunden hat, mit dem man anderen Menschen seinen Willen aufzwingen kann.

Um an das Gerät heranzukommen, schleust Mabuse George Cockstone (Dieter Borsche) bei Laurentz ein, der sich das Vertrauen des Professors erschleicht und dessen Assistent wird.

Scotland Yard jagt Dr. MabuseNachdem sich Cockstone während der Herstellung des Gerätes die benötigten Kenntnisse erworben hat, tötet er den Professor und stiehlt den fertigen Prototypen.
Danach verlagert Dr. Mabuse seinen Wirkungskreis nach England, wo Cockstone weitere Geräte für ihn herstellen soll.

Doch um mehr Geräte herstellen zu können, werden große Diamanten benötigt. So wird das nächste Opfer von Dr. Mabuse der Bräutigam von Prinzessin Diana, der unter der Kontrolle von Dr. Mabuse ihren  kostbaren Diamantenschmuck stiehlt und an Mabuses Helfer abliefert.

Durch diese und weitere Verbrechen wird Scotland Yard und die deutsche Kriminalpolizei auf Mabuse aufmerksam.
Inspektor Vulpius (Werner Peters) von der Hamburger Kriminalpolizei wird nach London geschickt, um mit Major Bill Tern (Peter van Eyck) zusammen zu arbeiten.
Dadurch geraten Tern und Vulpius in den Fokus von Dr. Mabuse, der die Tochter von Nancy Masterson (Sabine Bethmann) entführen will, dessen Vater ein Gegengerät zu Laurenz Erfindung gebaut hat.

Um Tern auszuschalten, erhält Terns Mutter Gewendolin durch Mabuses Gerät den Befehl, ihren Sohn umzubringen.
Doch die Befehlsübertragung scheitert bei ihr, da sie ein Hörgerät trägt, dass den Einfluss von Mabuses Waffe neutralisiert...

Scotland Yard jagt Dr. MabuseNach dem etwas gewöhnungsbedürftigen und finanziell nicht gerade erfolgreichen Mabuse-Film "Das Testament des Dr. Mabuse" (1962), setzte der Produzten Arthur Brauner mit dem Film "SCOTLAND YARD JAGT DR. MABUSE" nichtsdestotrotz die Mabuse-Filmreihe fort.
Die Dreharbeiten zum fünften Mabuse-Film fanden (neben Aufnahme in den Studios der CCC-Film in Berlin) vom 19. Juni 1963 bis August 1963 in Hamburg und West-Berlin statt.

Für "SCOTLAND YARD JAGT DR. MABUSE" griff Brauner auf den Roman "DIE WELT STEHT AUF DEM SPIEL" (Originaltitel: "THE DEVICE") von Bryan Edgar Wallace zurück, und kombinierte so mit dem Film seine beiden Krimi-Film-Reihen "Dr. Mabuse" und "Bryan Edgar Wallace".

Aus dem Verbrecher aus der Wallace-Romanvorlage wurde in dem Drehbuch von Ladislas Fodor Dr. Mabuse, der in England bzw. London und Umgebung sein Unwesen treibt.

Das geplante Mabuse-Filmprojekt hieß zunächst den Arbeitstitel "DIE SCHARLACHROTE DSCHUNKE" erhielt, wurde im weiteren Verlauf in "DER TODESSPIEGEL DES DR. MABUSE" und in "DR. MABUSE HÄLT LONDON IN ATEM" umbenannt, bis der fünfte Mabuse-Film schließlich den endgültigen Titel "SCOTLAND YARD JAGT DR. MABUSE" erhielt.

Scotland Yard jagt Dr. MabuseNach "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse", dem ersten Film der Mabuse-Film-Reihe, übernahm der Schauspieler Peter van Eyck erneut die Hauptrolle in einem Mabuse-Film, in seiner gewohnt lässigen und überzeugenden Art die Rolle des Major Bill Tern zu spielen versteht.

Doch auch die übrigen Rollen des Film sind mit Werner Peters, Dieter Borsche, Klaus Kinski und Walter Rilla sehr gut besetzt.
Während Werner Peters in "SCOTLAND YARD JAGT DR. MABUSE mal nicht in der Rolle des Schurken bzw. Bösewichtes zu sehen ist, sondern in Gestalt von Inspektor Vulpius einen der Guten des Films spielt, ist der Schauspieler Dieter Borsche als Bösewicht zu sehen, der ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen geht.

Natürlich darf in einem Kriminalfilm auch der Schauspieler Klaus Kinski nicht fehlen, der in dem Mabuse-Film sowohl in der Rolle des Guten als auch in der Rolle des Bösen zu sehen ist.
Denn nachdem er als Joe Rank in die Hände von Mabuse fällt, wird er durch das Gerät Mabuses umgedreht und steht danach auf der Seite des Oberbösewichtes.

Im Gegensatz zu "Das Testament des Dr. Mabuse", war der fünfte Mabuse-Film "SCOTLAND YARD JAGT DR. MABUSE", der am 20. September 1963 in den westdeutschen Lichtspielhäusern startete,  in der Spielzeit 1963/64 ein Erfolg an den Kinokassen, so dass Arthur Brauner nicht lange zögerte, und einen weiteren Mabuse-Film plante.  

Scotland Yard jagt Dr. MabuseScotland Yard jagt Dr. Mabuse
BRD 1963

Regie: Paul May
Drehbuch: Ladislas Fodor
Produktion: CCC Filmproduktion GmbH (Artur Brauner)
Musik: Rolf Alexander Wilhelm
Kamera: Nenad Jovicić
Schnitt:  Walter Wischniewsky

Darsteller
Peter van Eyck als Major Bill Tern
Sabine Bethmann als Nancy Masterson
Dieter Borsche als George Cockstone
Walter Rilla als Dr. Pohland
Werner Peters als Inspektor Vulpius
Agnes Windeck als Gwendolin Tern
Klaus Kinski als Joe Rank
Wolfgang Lukschy als Ernest Hyliard
Ady Berber als Henker

FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: 90 Minuten

Kinostart: 20. September 1963


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©  by Ingo Löchel

 

 

Kommentare  

#1 Laurin 2020-01-10 19:17
Ehrlich gesagt, gab es nur einen Film um Dr. Mabuse, bei dem ich mich früher richtig gegruselt hatte. Ich weiß allerdings nicht mehr den Filmtitel. Damals muss ich wohl um die 13 Jahre gewesen sein, als der im Fernsehen kam.

Die anderen Filme um diesen "Superverbrecher", die ich in den folgenden Jahren gesehen hatte, konnten mich allerdings nicht wirklich reizen. Ist halt nur blöde, dass ich den Filmtitel schlicht und einfach völlig vergessen habe (ist aber ja auch schon einige Jahrzehnte her). :sad:
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#2 Friedhelm 2020-01-10 22:54
Die "Mabuse-Dinger" sehe ich heute auch noch gerne - obwohl die Inszenierung ja immer sehr schwerfällig war. Und Peter van Eyck konnte mich eigentlich nie wirklich überzeugen - der hatte soviel Talent wie eine Holzpuppe. Der hier besprochene Film war auch der erste, den ich damals,in den frühen Siebzigern im TV gesehen habe. Die Sache mit dem elektronischen Gerät, mit dem man "anderen Menschen seinen Willen aufzwingen kann" hatte ansich einen gewaltigen Haken: bei der alten Gwendolin wirkt es nicht, weil die ein Hörgerät trägt? Wie? Was? Wenn ich das noch recht erinnere, dann werden die Befehle elektronisch, direkt ins Hirn, übertragen. Es flüstert ihr also niemand etwas ins Ohr, oder? Na gut, mit der guten, alten Logik darf man natürlich bei einem solchen Filmchen auch nicht kommen. ;-) Kann aber auch mal wieder sein, dass ich da etwas nicht richtig mitgekriegt habe, gelle? :-*

Auf jeden Fall fand ich die trashigen Mabuses immer recht unterhaltsam.
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#3 Mark Wolf 2020-01-12 23:38
Ups, ich lag falsch, das "Testament"-Remake kam erst später. Hatte immer gedacht, er käme gleich nach "1000 Augen" und vor "Stahlnetz". Da habe ich mich wohl falsch erinnert. Sorry.
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