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Geisterjäger John Sinclair - Wehret den Anfängen: DIE VAMPIRFALLE (Teil 3)

Band 35
Die Vampirfalle (Teil 3)
 von Jason Dark (Helmut Rellergerd)

Nachdem Kalurac, der König der Vampire, dem Geisterjäger eine Nachricht zugespielt hat, ruft der Vampir den Oberinspektor persönlich an, um die weiteren Instruktionen mit John Sinclair zu besprechen, damit Sheila und ihr Sohn Johnny frei kommen. John Sinclair soll um sechzehn Uhr starten und auf der alten Landstraße Richtung Ipswich fahren.


34Wenn er einen Leichenwagen an dem Randstreifen sieht, soll er den nächsten Weg rechts und danach noch einmal rechts weiterfahren. Wenn der Weg endet, soll der Oberinspektor seinen Wagen parken und am Leichenwagen warten.

Sinclair beschließt nach dem Telefongespräch den Forderungen des Vampirs nach zu kommen und fährt waffenlos zum vereinbarten Treffpunkt. Um aber nicht ohne Vorbereitung in die Falle der Vampire zu laufen, hat sich der Oberinspektor mit einem Sender 'bewaffnet', wodurch sein Aufenthaltsort identifiziert werden kann.

Unterdessen befinden sich die vier Studenten Robby , Christine, Barry und Karen mit einem Kleinbus auf einer Gruseltour. Ihr nächstes Ziel ist eine Leichenhalle. Während ihrer Fahrt zu ihrem Ziel, sieht Christine plötzlich einen Leichenwagen. Die übrigen glauben ihr zwar nicht, sind aber neugierig geworden und halten an. Danach beschließt Barry, sich den Leichenwagen anzuschauen, den Christine 'angeblich' gesehen haben will. Doch Barry kehrt zurück, ohne etwas entdeckt zu haben. Da taucht plötzlich ein Vampir auf. In Panik rasen die Studenten mit dem Kleinbus los, kommen aber nicht weit, weil sie einen Unfall bauen. Doch sie haben Glück im Unglück. Keiner von ihnen verlässt. Zudem entdecken sie, die gesuchte Leichenhalle, der Robby und Barry ohne ihre beiden Freundinnen einen Besuch abstatten wollen.

Während sich Robby und Barry in die Leichenhalle begeben, und Karen und Christine zurücklassen, hat John Sinclair sein Ziel erreicht und wartet danach am Leichenwagen auf weitere Instruktionen. Kurze Zeit später tauchen zwei Riesenfledermäuse auf, die sich mit dem Geisterjäger einen kleinen Spaß erlauben wollen. Doch der Oberinspektor macht den beiden Vampiren schnell klar, dass mit ihm selbst ohne Waffen nicht zu spaßen ist. Nachdem Vlado seinen Bruder Gorum Ceprac zurechtgewiesen hat, geht die Reise zu Kalurac mit dem Leichenwagen weiter.

Unterdessen werden Karen und Christine mit der Vampirin Rebecca Ceprac konfrontiert, die vom benachbarten Friedhof auftaucht. Die Blutsaugerin zwingt die beiden jungen Frauen, mit zur Leichenhalle zu gehen, wo Robby und Barry von den Vampiren ausgeschaltet wurden, und wo bereits Rebeccas Vater Carl auf sie wartet.

Als die beiden Vampire mit dem Geisterjäger die Leichenhalle erreichen, kann er verhindern, dass Rebecca Robby beißt. Außer sich vor Wut, stürzt sich die Blutsaugerin auf John Sinclair. Doch das Auftauchen von Kalurac verhindert weitere 'Missverständnisse'. Zudem kann der Geisterjäger einen Aufschub für die vier jungen Leute erwirken. Kalurac wird sie seinen Vampiren erst zum fraß vorwerfen, wenn er John Sinclair besiegt hat. Doch einen Wermutstropfen hat die ganze Situation. Der König der Vampire lässt zwar Sheila und Johnny gehen, aber dafür warten bereits die drei Mortimer-Vampire außerhalb der Leichenhalle auf ihre Opfer. Auf dem Friedhof gelingt es dem Vampir Hivar Mortimer, Sheila zu schnappen, der danach seine beiden Brüder zu sich ruft.

Unterdessen bereiten sich Suko, Bill, Jane und Marek zusammen mit Superintendant Powell und Colonel Harrison, der für den militärischen Ablauf zuständig ist, den Angriff auf die Leichenhalle vor. Nach der Besprechung geht es los. Das Militär setzt die Freunde Sinclairs zwei Meilen vor der Leichenhalle ab und stattet sie danach mit so genannten Ein‐Mann‐Hubschrauber aus. Damit geht es Richtung Leichenhalle weiter. Als Bill sieht, dass sich seine Frau in Gefahr befindet, greift er ein und tötet den Vampir Hivar mit der Eichenbolzenpistole. Als die beiden übrigen Mortimer-Vampire fliehen wollen, werden sie von Suko und Jane erledigt.

Während sich John Sinclair gegen die Ceprac-Vampire zur Wehr setzen muss, stürmen Suko, Jane und Marek die Leichenhalle. Es entbrannt ein Kampf, in dessen Verlauf die Vampire vernichtet werden. Als Kalurac flieht, nimmt John Sinclair mit dem Kreuz und Mareks Pflock bewaffnet, die Verfolgung auf. Marek informiert den Geisterjäger vorher noch darüber, dass er die Macht des Silberkreuzes mit den Namen der vier Erzengel Michael, Gabriel, Raphael und Uriel, deren Insignien auf dem Silberkreuz verewigt sind, aktivieren kann.

Dem Geisterjäger gelingt es schließlich, mit einem der Ein-Mann-Hubschrauber Kalurac während des Fluges einzuholen, ihn mit Hilfe des Kreuzes zu bannen und den König der Vampire danach mit dem Eichenpflock Mareks zu vernichten.

  • Erschienen am 6. März 1979
  • Preis: 1,30 DM
  • Titelbilder: Vicente Ballestar
  • Besonderheiten: Ein Roman mit Suko, Jane Collins, Bill und Sheila Conolly sowie Marek.

Fazit: Ähnlich wie DRACULA GIBT SICH DIE EHRE ist auch DIE VAMPIRFALLE etwas fade und kommt an den Roman DER PFÄHLER bei weitem nicht heran. Und viel passiert im dritten Teil der Vampir-Trilogie auch nicht gerade.

Um etwas 'Abwechslung' in den Roman zu bringen, baut Helmut Rellergerd die vier Studenten ein, die sich mit sich mit einem Kleinbus auf einer Gruseltour befinden. Doch die Handlung mit den Studenten, die fast ein Drittel des Romans ausmacht, dient im Grunde nur als Lückenfüller.

Erst im letzten Drittel des Romans kommt endlich so etwas wie Spannung auf, wenn es zum Kampf mit den Vampiren und Kalurac kommt. Kalurac selbst wirkt aber im gesamten Roman etwas sehr blass und kommt als König der Vampire auch überhaupt nicht zur Geltung. Hier hätte ich ein bisschen mehr erwartet, als den üblichen Sinclair-Bösewicht, der mit seinem Opfer herumspielt und danach wieder husch husch vernichtet wird.

Hinzu kommt, dass die in DIE VAMPIRFALLE beschriebenen Ein-Mann-Fluggeräte doch etwas lächerlich und unglaubwürdig wirken, auch, weil John Sinclair Kalurac während des Fluges vernichtet. Was auch mal wieder viel zu schnell vonstatten geht. Schade hier wäre mehr drin gewesen.

Alles in allem ist die erste VAMPIR-Trilogie der Serie JOHN SINCLAIR ziemlich durchwachsen. Nach dem Klassiker DER PFÄHLER flacht die Trilogie in den beiden letzten Teilen in Bezug auf Spannung und Atmosphäre doch erheblich ab. Hier hätte sich Helmut Rellergerd - statt Lückenfüller einzubauen - ein bisschen mehr mit Kalurac beschäftigen sollen, der als Bösewicht überhaupt nicht sein Potential entfalten kann.

Noch eine Anmerkung zum Titelbild. Das Cover ist zwar sehr gut gelungen, aber ein Titelbildzeichner sollte schon den Unterschied zwischen einem Eichenpflock und einem Speer kennen. Zudem kommt die Szene so überhaupt nicht im Roman vor.

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© by Ingo Löchel

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