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Geisterjäger John Sinclair - Wehret den Anfängen: AUSFLUG INS JENSEITS

Band 48
Ausflug ins Jenseits
von Jason Dark (Walter Appel)

Professor Hieronymus Adolf Melibocus und sein Mitarbeiter Fitz Fitzgerald sind extra aus Prag nach London geflogen, um mit dem Oberinspektor John Sinclair zu sprechen, den sie in dessen Wohnung aufsuchen. Der Professor, dessen Hauptinteresse die Dämonologie ist, und der ein Magier der weißen Magie ist, stieß bei seinen Studien auf eine alte Überlieferung aus Schottland.


48Diese Überlieferung beschäftigt sich mit Duchess Elizabeth of Argyll, auch die Schwarze Lady genannt.

Im 18. Jahrhundert beschwor die Dämonin Asmodara, wurde aber schließlich besiegt und ihre Überreste in einen eisernen Sarg gesteckt, der im schwarzen Wasser des Sees Loch Argyll versenkt wurde.

Da laut seines Wissens, die Rückkehr der Schwarzen Lady kurz bevorsteht, kontaktiert er zusammen mit John Sinclair und Fitz Fitzgerald die Wahrsagerin Madame Melisandra.

Von ihr erfahren sie, dass die Dämonin Asmodara samt der Schwarzen Lady befreit wurde. Sie erzählt zudem etwas von einem Reisebüro in London, von einer Fahrt  nach Schottland und Frauen, die sich in Gefahr befinden.

Doch bevor sie mehr erzählen kann, wird sie von dämonischen Kräften angegriffen und getötet, was John Sinclair und  Professor Hieronymus Adolf Melibocus nicht verhindern können. Aber nun weiß der Geisterjäger, dass der Professor mit seinen Vermutungen richtig lag.

Unterdessen entscheidet sich die Privatdetektivin Jane Collins - nachdem sie von John Sinclair versetzt wurde - zu einer Disco zu fahren, um dort ihre Freundin Shirley Barnard zu treffen. Doch die ist nicht anwesend.

Dafür trifft sie ihren Freund Tony Lamare. Der ist sehr überrascht von dem seltsamen Verhalten von Shirley, die eine Schottlandreise im Reisebüro Argyll Tours gebucht hat, obwohl sie mit Tony zusammen auf die Seychellen fliegen wollten.

Jane Collins entscheidet sich am nächsten Tag das Reisebüro auf zu suchen und gerät dort  prompt in eine Falle. Doch sie hat Glück. John Sinclair taucht auf. Er kann Jane retten und Thomas Argyll, den Besitzer des Reisebüros verhaften.

Doch da der Geisterjäger dem Reisebürobesitzer nichts nachweisen kann, muss er ihn wieder laufen lassen. Dafür buchen er, Jane Collins, Professor Melibocus und Fitz Fitzgerald die Bustour nach Argyll Castle.

Am nächsten Tag müssen sie verwundert feststellen, dass Thomas Argyll als Reiseleiter mit auf die Schottlandtour geht.

Auf Schlosshotel MacMoran Castle kommt es schließlich zur Konfrontation mit der Schwarzen Lady, die John Sinclair vernichten kann. Kurze Zeit später folgt in der Nähe von Argyll Castle der Shodown mit Thomas Argyll und der Dämonin Asmodora.

  • Erschienen am 5. Juni 1979
  • Preis: 1,20 DM
  • Titelbilder: Vicente Ballestar

Fazit: Mit AUSFLUG INS JENSEITS präsentiert WALTER APPEL einen sehr durchwachsenen John Sinclair-Roman. Nach dem guten Anfang mit Professor Hieronymus Adolf Melibocus und der Wahrsagerin Madame Melisandra, flacht der sehr konstruiert wirkende Roman schnell ab. Danach passiert auf weite Strecken so gut wie gar nichts mehr, was auch daran liegt, dass sich die Reise nach Argyll Castle endlos in die Länge zieht.

Das einzig kleine 'Highlight' in AUSFLUG INS JENSEITS ist der verstreute Professor Hieronymus Adolf Melibocus, der mit seiner vertrottelten Art für etwas Abwechslung sorgt. Das reicht aber nicht aus, um die gähnende Langweile, die sich über 3/4 des Romans legt, zu durchbrechen, auch weil das ganze Szenario um den Professor dann doch zu überspitzt und überdreht dargestellt wird,  was in eine Horror-Komödie oder Horror-Parodie gehört, aber einfach nicht zu einem John Sinclair-Roman passt.

Auch die Vernichtung der Gegner von John Sinclair wird am Ende des Romans sehr unspektakulär in Szene gesetzt, wobei sich dabei auch mal wieder Professor Melibocus hervortut, der dem Geisterjäger bisweilen die Show stehlt.

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© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Hellhannes 2014-07-21 19:55
Ich fand den Professor extrem lustig und den einzigen Bonus, den dieser Roman zu verbuchen hatte. Als ich den Ende der 80er auf dem Flohmarkt kaufte, kannte ich DK, LB und Macabros nur von den Hörspielen. Als ich kurz darauf meinen ersten Macabros-Sammelband in die Hände bekam, merkte ich erst, wie schlecht Sinclair eigentlich war... Schon damals.
Und ich blieb ihm trotzdem noch jahrelang treu. Nibelungen treu nennt man das wohl.
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#2 Des Romero 2014-07-22 16:29
Der erste Sinclair, der mir in die Hände fiel. Meine Mutter brachte ihn damals vom Kiosk mit - und wir beide wurden brutal von Bastei getäuscht! :eek: Erst jetzt erfahre ich, dass der Roman vom Waldä stammt! Glorreiche Zeiten, als ein Pseudonym noch ein Anonym war ... :P
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