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Dean R. Koontz und seine Werke: Das Gesicht - Frankenstein 1

KoontzDas Gesicht
Frankenstein 1
von Dean R. Koontz und Kevin J. Anderson

Detective Carson O’Connor kämpft in New Orleans mit einem besonders schaurigen Fall von Serienmord: Der Täter entzieht sich jedem Profil, da er Männer wie Frauen tötet und ihnen zuvor aus unerfindlichen Gründen Körperteile raubt – teilweise ohne Narkose. Carson tritt in den Ermittlungen auf der Stelle, bis ein geheimnisvoller Mann sie kontaktiert.

Das Gesicht - Frankenstein 1Er hält sich zumeist im Dunkeln auf und eine Gesichtshälfte ist komplett zerstört. Er nennt sich Deucalion und behauptet, Frankensteins Monster zu sein, das dank der Genialität seines Schöpfers bis zum heutigen Tag überleben konnte.

Doch nun hat er erfahren, dass auch sein skrupelloser Schöpfer noch lebt, und er ahnt Schreckliches: Die Mordserie könnte mit Victor Frankenstein zusammenhängen…

Schon die Anfangsszene des Romans "FRANKENSTEIN - DAS GESICHT" im tibetanischen Kloster mit der die Figur des Deucalion eingeführt wird, macht Lust auf mehr.

Das ändert sich auch nicht, wenn kurz darauf in Gestalt von Detective Carson O'Connor und ihren Kollegen Detective Michael Maddison die beiden nächsten Protagonisten des Romans eingeführt werden, die durch ihre bodenständige Art ebenfalls sehr sympathisch rüberkommen, so dass man sich mit ihnen sehr gut identifizieren kann.
Beide Romanfiguren erinnern mich zduem sehr stark an das sympathische Detektivehepaar Robert und Julie Dakota aus dem Koontz-Roman "ORT DES GRAUENS".

Was ebenfalls für Abwechslung im Roman sorgt, sind die Dialoge zwischen Carson und Michale, mit denen es den Autoren gelingt, das düstere Szenario des Buches aufzulockern.

Aufgrund der Morde des Serienkillers Roy Pribeaux, genannt der Chirurg, in denen Detective Carson O'Connor und ihr Kollege Detective Michael Maddison ermitteln, kommen die beiden Polizisten schließlich in Kontakt mit Deucalion, der seinen Erschaffen Victor Frankenstein ausfindig gemacht hat, um ihn aufzuhalten.

Denn Frankenstein, der sich nun Victor Helios nennt, hat eine "neue Rasse" erschaffen, die unerkannt unter den Menschen leben. Sein Ziel ist es, die Menschheit auszurotten und sie durch seine "neue Rasse" zu ersetzen.

Zu dieser neuen Rasse gehört auch Detective Jonathan Harker, ein Kollege von O'Connor und Madison. Wobei Harker nicht der einzige von Frankensteins Geschöpfen ist, die er bei der Polizei eingeschleust hat.

Doch Carson und Michael kommen ihren Kollegen Jonathan Harker auf die Spur. Doch Harker entkommt ihnen. Und so nehmen sie zusammen mit Deucalion den Kampf gegen Victor und seine Kreaturen auf.

Insgesamt kann der Roman "DAS GESICHT", der erste Teil der Frankensteinserie aus der Feder von Dean R. Koontz und Kevin J. Anderson überzeugen. Wobei aber nicht ersichtlich ist, wie viel Anteil die beiden Autoren Dean R. Koontz und Kevin J. Anderson jeweils an dem Roman gehabt haben.

Was jedoch ein bisschen stört, sind die etwas zu vielen Nebenhandlungen im Buch, auf die man im großen und ganzen hätte verzichten können. Denn mit seinen über 380 Seiten wirkt dadurch die Handlung des Roman unnötig aufgebläht.

Auch störend wirken manche Figurennamen. Hier hätten sich die beiden Autoren zum Beispiel bei Detective Jonathan Harker lieber einen anderen Namen für die Romanfigur ausdenken sollen.
Denn bei Jonathan Harker dachte ich jedenfalls unwillkürlich an "Dracula" von Bram Stoker, was für den Roman "Frankenstein- Das Gesicht" nicht unbedingt von Vorteil ist.

Das Gesicht
Frankenstein 1
(Originaltitel: Frankenstein, Book One: Prodigal Son)
von Dean R. Koontz und Kevin J. Anderson
Übersetzung ins Deutsche von Uschi Gnade
Ebook
Heyne Verlag

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© by Ingo Löchel

 

 

Kommentare  

#1 Erlkönig 2018-10-28 21:10
Nach "Watchers" bin ich eigentlich bei Koontz ausgestiegen. Das "Frankenstein"-Thema würde mich allerdings interessieren. Aber vorab eine Frage:
Kommen in der Story süsse, intelligente Hunde vor? :-)
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#2 Ingo Löchel 2018-10-28 21:28
Nö, nur zu viele Nebenhandlungen, die zu der eigentlichen Haupthandlung nichts beitragen, sondern die Geschichte nur unnötig in die Länge ziehen. Was bei heutigen Trilogien ja meistens der Fall ist. Später führte Koontz die Frannkenstein-Geschichte mit zwei Fortsetzungsromanen alleine weiter.
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#3 Heiko Langhans 2018-10-29 07:43
Hm. Das stimmt so nicht, oder der Satz ist missverständlich formuliert.

Es gibt fünf Frankenstein-Romane, von denen Koontz die letzten drei allein geschrieben hat.

Am ersten wirkte, wie erwähnt, der Dampfplauderer Kevin J. Anderson mit. Der zweite entstand in Zusammenarbeit mit Ed Gorman. In Nachdrucken wurden die Hinweise auf die Co-Autoren entfernt, ohne dass der Text verändert worden wäre.
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