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Geisterjäger John Sinclair 2000 und läuft - Ein Gedankenspiel zur Modernisierung der Serie John Sinclair - Teil 1: Eine Einsatztruppe für das Sinclair-Team

Geisterjäger John Sinclair - 2000 und läuftEin Gedankenspiel zur Modernisierung der Serie John Sinclair 
Teil 1: Eine Einsatztruppe für das Sinclair-Team

Gerade lese ich den Zweiteiler, die Bände 2006 und 2007, und ich habe persönlich immer noch nicht den Eindruck, dass durch die neuen Sinclair-Autoren frischer Wind in die Serie gekommen ist.

Die Romane, die ich bisher gelesen habe, sind durch die Bank weg, langweilig geschrieben.

Was die Serie braucht, ist eine Modernisierung. Die Serie John Sinclair müsste reformiert und das Sinclair-Team reorganisiert werden. Zudem müsste sich die Serie von diversen Altlasten trennen, die in der Serie nur störend wirken.

Ähnlich wie sich die TV-Serien heutiger Machart von Serien aus den 1970er und 1980er Jahren deutlich unterscheiden, müsste sich auch eine Heftromanserie wie "John Sinclair" einer gewisen Modernisierung unterwerfen.

Es ist schlicht und einfach unrealistisch, dass es eine Sonderabteilung aus zwei Mitarbeitern schafft, Dämonen auf der ganzen Welt zu bekämpfen. Selbst, wenn sie Freunde haben, die sie unterstützen.
Was, wenn diverse Dämonen und Gegner  an verschiedenen Stellen der Erde auftauchen oder es John und Suko mit gleich mehreren Fällen zu tunt haben?

Wie wäre es denn, wenn bei diversen Polizeieinheiten der Welt ebenfalls ähnliche Sonderabteilungen wie die bei Scotland Yard gegründet würden? So zum Beispiel beim FBI, beim BKA oder Interpol?
So könnten die verschiedenen Organisation nicht nur Informationen und Personal untereinander austauschen, sondern auch sich gegenseitig unterstützen, um den Kampf gegen die Geschöpfe der Hölle effizienter durchführen zu können.

Wenn man heutige TV-Serien betrachtet, bestehen die meisten aus Teams aus fünf bis sechs Leuten, die unterschiedliche Arbeitsbereiche abdecken. Die Hälfte arbeitet im Außendienst, also an der Front, die andere Hälfte im Innendienst, die die Außendienstler mit ihren speziellen Kennnissen etc. unterstützen und ihnen zuarbeiten. Unter diesen Spezialisten ist dabei auch immer ein Computerfreak.

Hinzu kommt, dass bei manchen dieser Serien auch noch ein spezielles Einsatzteam existiert, dass die Außendienstler, wenn es hart auf hart kommt, bei ihren Einsätzen unterstützt. 
So etwas wäre auch eine gute Idee für die Sonderabteilung von John und Suko.  Denn wenn es die beiden Geisterjäger mit einer Vielzahl von Gegnern und Angreifern zu tun haben, ist die Chance sehr große, dass die beiden verlieren werden. Selbst wenn John sein Kreuz aktiviert bekommt. Was bei manchen Gegnern ja auch nicht funktioniert.

Wie könnte also so eine spezielle Einsatzgruppe für die Sonderabteilung von Scotland Yard unter Führung von Sir Powell aussehen?

Ich habe mir darüber einige Gedanken gemacht, die ich in Form einer Geschichte, deren erste Seiten allerdings nur in der Rohfassung vorliegen, zu Papier gebracht habe, die durchaus noch mit Fehlern behaftet sein könnte.

Darin wird auch eine gewisse Ausrichtung der Figuren wie Shao und Glenda deutlich, die einfach mehr in der Serie aktiv und integriert werden müssten.

Denn nach wie vor spielen Shao und Glenda eher die Heimchen am Herd. Während die Männer in den Kampf gegen diverse Dämonen ziehen, bleiben sie meistens zu Hause, und warten darauf, dass John und Suko heil zurückkehren.

"Du musst Dein Gewicht mehr auf dein rechtes Bein verlagern, wenn du mit links zutreten willst", verbesserte Suko seine Freundin", sonst gerätst du während des Tritts aus dem Gleichgewicht."
Shao nickte stumm, der der Schweiß über das Gesicht lief. Sie biss aber die Zähne zusammen und trat mir voller Wucht gegen den Sandsack.
"Sehr gut", kommentierte der Chinese ihren kraftvoll ausgeführten Seitwärtskick. "Jetzt noch ein Dutzend Tritte mit dem rechten Bein, dann sind wir für heute fertig."
"Wird auch langsam Zeit", murmelte Shao, deren Glieder so schwer wie Blei waren.

Nachdem sie ihre Dutzend Seitwärtstritte gegen den Sandsack absolviert hatte, reichte ihr Suko ein Handtuch, damit sie sich den Schweiß aus dem Gesicht wischen konnte.
"Wäre das nicht auch etwas für Glenda?", bemerkte Suko, nachdem Shao etwas getrunken hatte.
"Was meinst du?", fragte die Chinesin ihren langjährigen Lebensgefährten, und legte sich das feuchte Handtuch über den Nacken.
"Na, vielleicht sollten wir Glenda zum Training mitnehmen. Sie könnte durchaus ein paar Kenntnisse in Selbstverteidigung vertragen."
Shao lächelte. "Das übernimmt bereits jemand anderes."
"Wie meinst du das?"
"Glenda hat seit kurzem einen neuen Freund, der ihr Krav Maga beibringt."
Suko überlegte. "Ach so. Du meinst diese sehr effektive Kampfsportart der israelischen Armee."
Die Chinesin nickte. "Genau".
"Und wer ist der Glückliche an Glendas Seite", hakte Suko neugierig nach.
"Sean Bradley!"
"Du meinst Captain Sean Bradley von dieser neuen Einsatztruppe, die Sir Powell hinter unserem Rücken gegründet hat."
"Ja. Ist John immer noch sauer?"
"Begeistert war er jedenfalls nicht. Aber Sir Powell hat mit seiner Entscheidung durchaus Recht. Die vielen Feinde, gegen die wir kämpfen müssen, wachsen uns langsam über den Kopf.
Da kann ein bisschen Verstärkung nicht schaden. Ich hoffe, dass John das auch bald einsehen wird.  Zumal er gegen die Entscheidung des Superintendant sowieso nichts machen kann."

Suko erinnerte sich an die Begegnung mit den acht Männern und Frauen des Sondereinsatzkommandos, das Sir Powell speziell zur Unterstützung von John und Suko ins Leben gerufen hat. Und das ohne Einschränkungen.

Captain Sean Bradley war ein mittelgroßer, sehr breitschultriger Schotte mit dunklen sehr kurz geschnittenen Haare, dessen Gesicht ein Dreitagebart umrahmte. Eine Art Markenzeichen von ihm.
Bradley war der Leiter des achtköpfige Sondereinsatzkommando, das aus den zwei Vier-Mann-Teams Alpha und Delta bestand. Das Einsatzkommando war eine international bunt zusammengewürfelte Gruppe, die aus Soldaten und Polizisten aus ganze Europa bestand. Selbst einen Amerikaner hatte Sir Powell für die neue Einsatztruppe seiner Sonderabteilung rekrutiert.

****

Sean Bradleys Team Alpha hatte am heutigen Tag ihre erste Bewährungsprobe. Laut dem Einsatzbericht von Sir Powell, der auch diverse Informationen über die möglichen Gegner enthielt, hatte es Bradley und seine drei Leute mit einer Gruppe von Vampiren zu tun.
Die Frauen und Männer des Teams Alpha standen in Form eines umgedrehten Vs in der düster wirkenden Halle, die von den Lampen erhellt wurde, die an den Helmen der vier Männer und Frauen angebracht waren.

Bradley schaute zu seiner Stellvertreterin Claudia Krämer. Er sprach einen Befehl, der aber bei den anderen nicht sehr deutlich ankam. Auch die Antwort, die er von seiner Stellevertreterin erhielt, ging in eine Art rauschen unter.
Der Captain gab ein Zeichen, worauf Claudia und die übrigen beiden Mitglieder des Tams ihre digitalen Funkgeräte auf die Frequenz Foxtrott stellten- Danach versuchte es Bradley noch einmal. Diesmal war sein Befehl klar und deutlich durch die kleinen Kopfhörer, die in ihren Helmen angebracht waren, zu verstehen.

Bradley scheute sich als ehemaliger Soldat immer noch davor, die ehemalige Polizistin der GSG mit ihrem Rang einer Hauptkommissarin anzusprechen. Aus diesem Grund war das Team dazu übergegangen, sich trotz der verschiedenen Ränge  und Dienstgraden mit den Vornamen anzusprechen.

Ein befreundeter Kriminalrat beim BKA hatte Sir Powell auf die Kriminalbeamtin Claudia Krämer aufmerksam gemacht, so dass der Superintendant sie abgeworben hatte.

Auf ein Zeichen von Bradley schaltete alle im Team die Lampen mit künstlichem Licht ein, die auf ihren Sturmgewehren montiert waren. Diese hatten auf Vampire eine ähnliche Wirkung wir reines Sonnenlicht.
Danach fächerten die Gruppe aus. Claudia und der Amerikaner Lee gingen auf die rechte Seite, währen Bradley und Gonzalez, der einer spanischen Sondereinheit der Polizei angehört hatte, nach links.

Sie alle hatten ihr Sturmgewehr, eine modifizierte Version der SIG 551, auf Einzelfeuer gestellt, um Munition zu sparen. Diese war speziell für den Einsatz gegen Dämonen und Untote für Bradleys Einsatzkommando entwickelt worden. 

Die Körper der Männer und Frauen des Teams Alpha waren durch Körperpanzer und Polsterungen an Armen und Beinen sowie am Hals geschützt. Der einzige freie Körperteil, waren ihre Gesichter, die aber durch die Helme, den alle trugen, ebenfalls vor Angriffen sicher waren.

****

Glenda Perkins fühlte sich wohl an Seans Seite, der die junge Frau unter seine Fittiche genommen hatte. Seite langer Zeit fühlte sich Glenda sicher.
Der Captain hatte sie auch davon überzeugen können, Krav Maga zu lernen. Und sie musste zugegen, dass sie in kurze Zeit viel gelernt hatte und schnelle Fortschritte gemacht hatte. Sie und Bradley trainierten zusammen mit den übrigen Mitgliedern des Sondereinsatzkommando mehrmals in der Woche.
In dieser Zeit hatte sich Glenda auch mit Seans Stellvertreterin angefreundete, die ihr einige Kniffe und Tricks gezeigt und beigebracht hatte. Glenda war sichtliche stolz auf sich, dass sie nun in der Lage war, sich selbst zu verteidigen zu können, wenn es auf hart auf hart kam.
Zudem hatte ihr Bradley auch den Gebrauch diverser Schusswaffen und andere Verteidigungswaffen gezeigt.
Glenda schaute auf die Tür. Sie hoffe, dass Bradleys Einsatz schnell beendet war, und dass sein Team die Bewährungsprobe, die ihnen Sir Powell gestellt hatte, bestehen würde.

****

Als mich Sir Powell in sein Büro rief, schwante mir nichts Gutes. Natürlich musste ich zugegen, dass die Begegnung  mit den Mitgliedern des neuen Einsatzkommandos nicht unbedingt suboptimal abgelaufen war, da ich mich von Sir Powell übergangen gefühlt hatte.
Nachdem ich sein Büro betreten hatte, sah der Superintendant auf, und bat mich, mich zu setzen.
"Ich weiß zwar, dass ich sie über die Gründung des Einsatzkommandos hätte informieren müssen, aber ihre Reaktion darauf war nicht gerade sehr kollegial, John."
"Da stimme ich Ihnen vollkommen zu, Sir. Ich werden diesen Schnitzer wieder ausbügeln."
Sir Powell blickte überrascht über mein Eingeständnis. Er nickte und rückte seine Brille zurecht. Danach fixierte er mich einige Sekunden lang stumm.
"Aber das war nicht der eigentliche Grund, warum ich Sie zu mir gerufen habe, John." Sir Powell öffnete die oberste Schublade seines Schreibtisches und holte acht Akten hervor, die er vor mir auf die Schreitischplatte legte.
"Hiermit erhalten Sie die acht Personalakten der Mitglieder des Sondereinsatzkommandos, das sie ab sofort bei ihren Einsätzen unterstützen wird. Wie diese Unterstützung aussehen wird, bestimmen Sie und Suko. Die acht Männer und Frauen sind aber nicht dafür da, den ganzen Tag Däumchen zu drehen!"
"Ich verstehe, Sir."
"Lesen Sie sich die Akten zusammen mit Inspektor Suko in Ruhe durch." Danach reichte er mir eine weitere Akte. "Darin stehen alle Information über die Bewaffnung und Ausrüstung von Bradleys Truppe."
"Wo befindet sich Bradey zur Zeit?"
Sir Powell schaute auf die Uhr.
"Er ist mit seiner Truppe im Einsatz. Er und sein Team Alpha müssen sich einer ersten Bewährungsprobe stellen."
"Und wie sieht diese aus, Sir."
"Es gab da eine Sichtung, die darauf schließen lässt, dass es sich eine Gruppe von Vampiren in London gemütlich machen will."
"Und die sollen Bradley und seine Leute für immer ausschalten."
Sir Powell lächelte, was bei ihm eher eine Seltenheit war. "So ist es, John."

****

Gonzalez stutzte, als er hinter sich ein Geräusch vernahm. Als er sich umdrehte, schaute er direkt in die Fratze eines Blutsaugers, der ihn hämisch angrinste. Bevor der Spanier reagieren konnte, wurde er zur Seite geschleudert.
Bradley und die übrigen fuhren herum. Doch da war der Vampir bereits wieder verschwunden.
"Kreis bilden!" befahl Bradley. Claudia und dem Amerikaner Lee, die sofort reagierten. "Erst schießen, wenn ihr ein deutlich sichtbares Ziel erfasst habt!"
Der Captain zog zwei Leuchtgranaten von seinem Gürtel, zog den Bügel und warf sie nacheinander nach rechts und links.

Sekunden später erhellte sich die Halle in gleißendes Licht. Die Augen der Menschen schützen die Helmvisiere, die sie heruntergelassen hatten. Doch der Vampir, der sich in der Düsternis des Raumes verborgen hatte, heulte auf, als er von dem Licht erfasst wurde. Auf seiner Haut bildeten sich Blasen, als das künstliche Licht seine Haut zu verbrennen drohte.
Als der Blutsauger sichtbar wurde, reagierten Bradley und Claudia sofort. Mit gezielten Schüssen, streckten sie ihren Gegner nieder, der zu Asche zerfiel. Währenddessen kümmerte sich der Amerikaner um den verletzten Gonzalez.
"Kannst du aufstehen?"
Der Spanier nickte stumm. Er biss die Zähne zusammen und unterdrückte den Schmerz, als ihm Sergeant Lee auf die Beine half.

Doch den Mitglieder des Teams Alpha blieb keine lange Verschnaufpause übrig. Denn als Bradley und Claudia Gestalten ausmachten, wussten sie, dass die Vampire im Begriff waren anzugreifen.
Doch der Captain hatte vorgesorgt. "Team Delta. Zugriff!", ertönte sein Befehl durch die Kopfhörer seines Einsatzteams.
Sekunden später wurde ein Teil der linken Seitenwand der Halle in Stück gerissen, als sie von einer Explosion zerstört wurde. Durch den gesprengten Eingang stürmte das Delta Team unter Führung von Leutnant Tamara, die die Blutsauger ins Visier nahmen, und das Feuer eröffneten.
Unterstützung bekamen sie dabei von Bradley und den übrigen Mitgliedern des Teams Alpha, die ebenfalls die Vampire unter Beschuss nahmen...

 © by Ingo Löchel

 

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Kommentare  

#1 Cartwing 2017-10-24 06:42
Was die Modernisierung angeht, hast du einerseits nicht ganz unrecht. Sogar bei Ballard gab es ja schon den "Weißen Kreis", der unabhängig vom Team arbeitete.
Trotzdem glaube ich nicht, dass deine Vorschläge umgesetzt werden könnten, denn auch wenn es nicht modern ist, sind das halt Basiselemente der Serie, die nicht geändert werden, weil die meisten Leser das gar nicht wollen.

Zitat:
Es ist schlicht und einfach unrealistisch, dass es eine Sonderabteilung aus zwei Mitarbeitern schafft, Dämonen auf der ganzen Welt zu bekämpfen. Selbst, wenn sie Freunde haben, die sie unterstützen.
Naja, realistisch... es ist und war halt immer ne Sonderabteilung des Yard, die sich um spezielle Fälle kümmert. Natürlich können die nicht überall sein, wo es brennt, aber es wird auch heute "realistischer" dargestellt, als früher. So werden John und /oder Suko auch schon mal in einen Einsatz geschickt, der sich dann als "normaler" Fall bzw. falscher Alarm herausstellt.
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#2 Valerius 2017-10-25 05:09
Aus welchen Gründen wollen die Leser der Serie keine Modernisierung, keine Veränderung etc. der Serie "John Sinclair".
Denn irgendetwas scheint ja mit der Serie nicht zu stimmen.
Denn wie Du selbst geschrieben hast, liest Du nur die Roman von Florian Hilleberg, weil Dich die Romane von Jason Dark und die Romane der übrigen Autoren der Serie nicht interessieren bzw. aufgrund ihrer Schreibweise nicht Dein Interesse wecken.
Daher noch einmal meine Fragen. Was stimmt mit der Serie "John Sinclair" nicht?
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#3 Cartwing 2017-10-25 06:39
Ich bin ja auch nicht der typische Sinclair Fan, lies mal ein paar Leserseiten, da findest du die Antworten. Die meisten Altleser akzeptieren die neuen Autoren zwar zähneknirschend, gehen aber auf die Barrikaden, wenn diese Ideen von Herrn Dark aufnehmen und weiterentwickeln. Da heißt es dann, man soll doch bitte eigenes Zeug schreiben und nicht an den Grundfesten rütteln.
Zum Beispiel hat Timothy Stahl mal der Dämonenpeitsche einen vierten Riemen hinzugedichtet. Kam nicht gut. Dabei wurde sowas bei PR z.B schon vor Jahrzehnten gemacht, siehe z.B die Cynos.

Was die Basiselemente betrifft, sehe ich das selbst als Nicht Fan etwas anders. Wenn ich einen Sinclair lese, will ich auch das typische Sinclair Feeling. Dazu gehört nun mal, dass John und Suko in erster Linie ein Zweierteam sind und vor dem Fall erst mal ne Tasse von Glendas Kaffee trinken. Dazu gehört auch, dass Glenda in erster Linie Sekretärin bleibt und nur hin und wieder in einen Fall gezogen wird. Wenn ich etwas in der Art lesen möchte, wie du es in deinem Artikel beschreibst, greife ich zu Maddrax oder PR.

Naja, was mit der Serie nicht stimmt, kann ich dir nicht sagen. Jason Dark könnte noch etwas weniger schreiben ;-) ansonsten hat jeder Leser halt Autoren, die er mag und die er nicht mag. Ich würde auch noch Romane von Stahl oder Daniel Stuiges lesen, die schreiben aber eher selten. Die Romane von Michael Breuer sind bei vielen beliebt, mir gefallen sie eher nicht.
Was stimmt mit der Serie? Es gib wieder einen roten Faden, die Story um die dunklen Eminenzen z.B wurde meiner Meinung nach gut konzipiert und umgesetzt und zu einem ich möchte fast sagen fulminanten Abschluss (Trilogie) gebracht.
Natürlich sind Florians Romane oft etwas überfrachtet, wie du auch sagst. Aber das ist mir immer noch lieber, als gar keine Handlung und nur sinnloses Blabla, wie man es in den Romanen zwischen 400 und 1800 erleben durfte...
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#4 Valerius 2017-10-25 08:21
Also, wenn bestimmte Autoren einer Serie von Fans und Lesern nicht gelesen werden, dann stimmt meiner Meinung nach etwas mit dem Konzept der Serie nicht.
Als ehemaliger Heftromanleser hatte ich bei diversen Serien auch meine Lieblingsautoren , aber ich wäre - ehrlich gesagt - nie auf den Gedanken bzw. auf die Idee gekommen, die Romane der anderen Autoren nicht zu lesen, auch wenn mir diese nicht unbedingt gefallen.

Das Hauptproblem liegt wohler eher darin, dass es in der Serie zu viele Einzelromane gibt, die miteinander überhaupt nichts zu tun haben, und dass jeder Autor im Grunde schreiben kann, was er will. Hauptsache John und Suko sind darin vertreten.

Ansonsten sehe ich den von Dir erwähnten roten Faden in der Serie bisher nicht. Eine Kontinuität ist nur bei Florian zu erkennen, der die Themen Täufer etc. kontinuierlich weiterführt. Was bei den anderen Autoren allerdings nicht zutrifft. Die kochen da irgendwie ihr eigenes Süppchen. So unter anderem Eric Wolfe mit seinem Hexer Flynn.

Was die Serie im Grunde braucht, ist eine Person im Hintergrund, die zum einen den roten Faden plant und überwacht, und zum anderen, die die Exposes der Romane schreibt, damit dieser roten Faden auch beibehalten wird, und nicht jeder Autor schreibt, was er will.
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#5 Cartwing 2017-10-25 16:23
Zitat:
Als ehemaliger Heftromanleser hatte ich bei diversen Serien auch meine Lieblingsautoren , aber ich wäre - ehrlich gesagt - nie auf den Gedanken bzw. auf die Idee gekommen, die Romane der anderen Autoren nicht zu lesen, auch wenn mir diese nicht unbedingt gefallen.
echt nicht? Habe damals bei den allerersten PR Heften schon die Romane von Shols, Brand und Kneifel weggelassen. Würde ich auch heute noch tun ;-)

Zitat:
Ansonsten sehe ich den von Dir erwähnten roten Faden in der Serie bisher nicht.
Ich würde auch nicht unbedingt einen roten Faden erkennen, wenn ich z.B kurz nach der 200er Trilogie einsteige. Die Einzelromane gab es doch früher auch schon, und nicht zu knapp.

Was den aktuellen roten Faden angeht, verhält es sich ähnlich. Es gibt natürlich überwiegend Einzelromane. Das Zielobjekt am Kiosk ist nun mal nach wie vor auch der Gelegenheitsleser, Und, ja, den roten Faden webt hauptsächlich Florian. Aber es gibt auch bei JS inzwischen Autorenkonferenzen, in denen die weitere Handlung besprochen wird. Also ähnlich wie bei PZ. Sinclair war und ist ja nie so konzipiert gewesen wie MX oder PR, also warum sollte es da jemanden geben, der für die Autoren Exposes schreibt?

Und es gibt auch Absprachen bei den Autoren untereinander. So haben z.B Florian und Michael ihre Werwolf - Themen miteinander verknüpft. Und der Background um den Täufer und die Eminenzen wurde auch von Breuer, Stahl oder auch Mark Freund behandelt. Es gibt eigentlich nur wenige Autoren, die das mehr oder weniger ignorieren und deren Romane man immer und überall einschieben kann. Mir fallen da jetzt nur Rellergerd und Voehl ein.
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#6 Valerius 2017-10-26 06:39
Du hast unter anderem Alfred Bekker vergessen.

Normalerweise sollte eine Jubiläumstrilogie wie die 2000er ja dazu dienen einen guten Einstieg eine die Serie zu bieten und den Altlesern neue Aspekte etc. zu geben. Was aber vollkommen in die Hose gegangen ist.

Und es sollte normalerweise vollkommen egal sein, wann ein neuer Leser zu einer Serie stößt, es muss immer möglich sein, sich in der der Serie zurechtzufinden, so dass auch eine Kontinuität nach wenigen Romanen zu erkennen ist.
Natürlich gab es auch früher viele Einzelromane, aber damals sollte nicht heute sein.

Hinzu kommt, dass die Romane einer Serie schon aufeinander aufbauen sollten. Auch wenn es sich um Einzelromane handelt, die im Grunde nur als Einschubbände, Lückenfüller etc. dienen.

Das ist jedenfalls mein Verständnis einer guten und unterhaltsamen Serie,
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#7 Cartwing 2017-10-26 20:28
Zitat:
Und es sollte normalerweise vollkommen egal sein, wann ein neuer Leser zu einer Serie stößt, es muss immer möglich sein, sich in der der Serie zurechtzufinden, so dass auch eine Kontinuität nach wenigen Romanen zu erkennen ist.
stimmt. Das habe ich ja auch versucht und es hat ganz gut geklappt.

Zitat:
Hinzu kommt, dass die Romane einer Serie schon aufeinander aufbauen sollten. Auch wenn es sich um Einzelromane handelt, die im Grunde nur als Einschubbände, Lückenfüller etc. dienen.
das tun sie ja auch fast immer. Es wird genau wie früher auf den vorigen Fall eingegangen.

Ich denke mal, ich kann deinen Antworten entnehmen, das du dich nicht von einer Verbesserung der Serie überzeugen lässt, und das möchte ich auch gar nicht.

Für mich hat sich vor allem eine Sache verbessert: Die Serie war als alleiniges Projekt von Jason Dark einfach nur grottenschlecht und bestenfalls ein Quell unfreiwilliger Komik. Das ist sie jetzt nicht mehr. Jetzt ist sie lesbar und aus den genannten Gründen sogar hin und wieder genießbar. Für mich als Gelegenheitsleser reicht das vollkommen.
Fans werden wir beide nicht mehr, also lass uns nicht weiter darüber diskutieren. Ich respektiere deine Meinung.

Und dein Text ist wirklich nicht schlecht. Würde ich vielleicht sogar anbieten...
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#8 Valerius 2017-10-27 08:41
Glücklicherweise sind die Geschmäcker ja verschieden 8)
Sonst wäre die Welt doch ziemlich langweilig und öde, wenn jeder den gleichen Geschmack hätte
Kennst Du eigentlich den Sinclair-Roman "Brandmal" von Hilleberg und Benecke bzw. "Oculus" von Hohlbein,
Sind sie zu empfehlen?
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#9 Cartwing 2017-10-27 14:19
Oculus kenne ich nicht,, von Brandmal habe ich gehört. Gelesen habe ich ihn aber auch noch nicht. Mache gerade eine Sinclair - Pause ;-)
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#10 Laurin 2017-10-27 17:08
"Brandmal" habe ich gestern gerade bekommen. Hatte da mal in die Leseprobe reingelesen und da war ich schon etwas angefixt. Wenn es da in der gleichen Art weitergeht, dürfte eigentlich nicht viel falsch gehen.
Bei "Oculus" druckse ich allerdings noch herum. Mit der Schreibe von Hohlbein wurde ich noch nie wirklich warm und die Leseprobe hat mich jetzt auch nicht wirklich angesprochen. Mal sehen, bei dem Band überlege ich noch immer, ob ich da vielleicht doch noch zugreifen sollte.
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#11 Valerius 2017-10-27 19:35
Nachdem ich den Inhalt von "Oculus" gelesen habe, hatte ich das Gefühl, dass Hohlbein darin wieder das Thema "die Großen Alten" verarbeitet hat, was er ja schon bei der Serie "Der Hexer" verarbeitet hat.
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#12 Laurin 2017-10-27 22:13
zitiere Valerius:
Nachdem ich den Inhalt von "Oculus" gelesen habe, hatte ich das Gefühl, dass Hohlbein darin wieder das Thema "die Großen Alten" verarbeitet hat, was er ja schon bei der Serie "Der Hexer" verarbeitet hat.


Ja, den Verdacht hatte ich schon, als ich das Cover sah. H.P. Lovecraft und die "Großen Alten" springen einen hier schon förmlich an.
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