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Geisterjäger John Sinclair - Wehret den Anfängen: Das Eisgefängnis und Verlies der Angst

Geisterjäger John Sinclair - Wehret den AnfängenEin Eisgefängnis und ein Verlies
John Sinclair Bde. 108 und 109

Band 108: Das Eisgefängnis von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Der Spuk macht eine einmalige Ausnahme und lässt sich von Asmodina überreden, die Seele von Doktor Tod freizugeben, die in den Körper des verstorbenen Mafiabosses Solo Morasso fährt. Auf der Beerdigung des Mafiabosses erwachte Doktor Tod zu neuem Leben. Als er aus dem Sarg steigt, ist das Chaos unter dem Trauergästen perfekt.

Das EisgefängnisZu seinen Lebzeiten hatte sich Morasso wissenschaftlichen Forschungen gewidmet. Ein Gebiet hatte ihn dabei besonders interessiert. Das Einfrieren eines Körpers für Jahrzehnte, ohne dass der Mensch starb.

Am nächsten Morgen liest John Sinclair über den Vorfall in der Zeitung. Auch, dass der wieder zum Leben erwachte Mafiaboss den Namen "Doktor Tod" gerufen haben soll.

Der Oberinspektor beschließt daraufhin zusammen mit Suko nach Palermo zu fliegen, wo der Vorfall stattgefunden hat. Dort angekommen, werden sie bereits von ihrem italienischen Kollegen Kommissar Bartholo erwartet.

Auf der Fahrt zum Hotel kommt es zu einem Zwischenfall mit einem Kastenwagen und dessen Fahrer, der versucht John Sinclair zu töten. Während des Zweikampfes mit dem Oberinspektor aus London stirbt der Gangster.

Im Inneren des Kastenwagens entdecken Suko und John eine Kiste, in dessen Inneren sich ein Eisblock befindet, indem ein Mensch eingefroren ist.

In ihrem Hotel angekommen, wird John Sinclair von Gangstern entführt und zu Doktor Tod gebracht, wo der Geisterjäger um sein Leben kämpfen muss... 

  • Erschienen am  28. Juli 1980
  • Preis: 1,40 DM
  • Titelbild: Vicente Ballestar
  • Besonderheiten:  Doktor Tod kehrt zurück

Doktor Tod hatte seinen ersten Auftritt im Gespenster-Krimi # 94 "Doktor Tod". Nach einigen Kämpfen mit seinem Erzfeind, konnte ihn John Sinclair mit Hilfe des silbernen Nagels im Gespenster-Krimi # 113 "Doktor Tods Höllenfahrt" vernichten.

Nun kehrt Doktor Tod in dem Sinclair-Roman "DAS EISGEFÄNGNIS" zurück. Was zu Beginn des Romans wie ein Mafia-Roman wirkt, wäre da nicht die Anfangsszene mit Asmodina und dem Spuk, entwickelt sich schnell zu einer Tour de Force für John Sinclair und Suko in Palermo, wo Doktor Tod im Körper des Mafiabosses Solo Morasso alles versucht, John und Suko auszuschalten.

Der Sinclair-Roman mit Doktor Tod ist spannend und abwechslungsreich geschrieben, so dass in der Handlung keine Längen oder Ungereimtheiten auftreten. 

Einzig der Kampf mit dem Eismonster wirft einige Fragen auf. Ist der Eispanzer, der den durch schwarze Magie erweckten Menschen schützt, normales Eis oder ist das Eis ebenfalls durch schwarze Magie durchdrungen?

Wenn es sich um normales Eis handelt, muss man sich schon die Frage stellen, warum die Kugel dagegen nichts ausrichten kann, und John Sinclair dem Panzer aus Eis mit dem Kolben seiner erbeuteten Waffe zu Leibe rücken muss.
Hierbei gelingt es dem Geisterjäger aber auch mit seinen Körperkraften nicht,  den Eispanzer zu durchbrechen. Stattdessen bilden sich nur Risse.

So nimmt John Sinclair schließlich sein Silberkreuz zur Hand. Doch wenn der 'Eispanzer' aus normalen Eis besteht, dürfte das Kreuz eigentlich keine Wirkung zeigen. Doch das tut es. Und es bringt sogar das Eis zum Schmelzen und vernichtet danach das Eismonster.  


Verlies der AngstBand 109: Verlies der Angst von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Nachdem sich John Sinclair in einem Krankenhaus in Palermo von seinem Kampf gegen Doktor Tod erholt hat, erreicht ihn ein Anruf seines Freundes Will Mallmann, der einen neuen Fall für ihn hat..
So macht sich der Oberinspektor zusammen mit Suko von Palermo nach Hannover auf, wo der BKA-Kommissar bereits auf sie wartet.

In einem Hügelgrab in der Lüneburger Heide kam es zu einem Zwischenfall, bei dem ein Waffenschmuggler ums Leben kam. Mallmann geht von Schwarzer Magie aus.

Auf den Weg zu einem Heimatkundeforscher, der ihnen mehr über die Hügelgräber erzählen kann, werden sie von einem mumienhaften Geschöpf angegriffen, das die Worte "Sadin"  spricht, dass von John Sinclair mit seinem Kreuz vernichten werden kann.

Nach dem kleinen Zwischenfall erreichen sie schließlich das Haus des Heimatkundeforschers Matthias Maurer. Der erzählt ihnen, dass ein Fluch über den Hügelgräbern lastet.

Vor 900 Jahren kam es in er Nähe der Hügelgräber zu einem Kampf zwischen Wikingern und Germanen, den die Nordmänner verloren.
Als die Wikinger besiegt und in den Hügelgräbern ihre letzte Ruhestätte finden sollten, erschien plötzlich ein Bote des Gottes Thor. Er trug einen flammenden Speer bei sich und versprach furchtbare Rache an den Feinden der Wikinger.
Nach diesem Zwischenfall verließen die Germanen fluchtartig das Gebiet, doch die Rache des Götterdieners Sadin holte sie ein. Er tötete jeden Germanen, der bei dem Kampf zugegen war, und verscharrte ihre Leichen irgendwo im Wald.
Die Wikinger wurden in den Hügelgräbern begraben, die mit magischen Bannsprüchen versehen wurden. Wer die Gräber schändete, sollte sterben wie die Germanen.

Als eine Schulklasse, die sich auf einem Ausflug zu den Hügelgräbern befindet, zwischen die Fronten gerät, müssen John Sinclair, Suko und Will Mallmann eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern... 

  • Erschienen am  4. August 1980
  • Preis: 1,40 DM
  • Titelbild: Vicente Ballestar

Helmut Rellergerd spricht in seinem Roman immer von Germanen. Da hat er sich  wohl irgendwie in der Zeit vertan. Denn aus welchen Gründen sollen Germanen die Lüneburger Heide im Jahr 1080 unsicher gemacht haben.

Im Mittelalter des Jahres 1080 gab es diese zudem gar nicht mehr. Denn das Gebiet der Lüneburger Heide gehörte zu dieser Zeit schon zum Kaiserreich der Salier.

Zudem werfen weitere Ungereimtheiten im Roman weitere Fragen auf. Wieso wirkt Johns Kreuz gegen die Magie des nordischen Gottes Thor? Und warum taucht Thor am Ende des Romans auf, und vernichtet seinen Diener Sadin?

Sieht von diesen und ähnlichen Ungereimtheiten ab, ist der Sinclair-Roman "VERLIES DER ANGST" von Helmut Rellergerd unterhaltsam geschrieben, wobei insbesondere das letzte Drittel mit dem Kampf im Hügelgrab für einige Abwechslung sorgt

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© by Ingo Löchel

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