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Geisterjäger John Sinclair - Highlights: Die Kreaturen der Finsternis - Teil 1

Geisterjäger John Sinclair - Wehret den AnfängenGeisterjäger John Sinclair Bde. 737 und 738
Die Kreaturen der Finsternis - Teil 1

Mit dem Zweiteiler 737/738 führte der Autor Helmut Rellergerd im August 1992 die »Kreaturen der Finsternis« in die Serie »Geisterjäger John Sinclair« ein.

Was allerdings zu Beginn sehr vielversprechend aussah und frischen Wind in die Serie brachte, verlief leider nach und nach im Sand.

Der interessante Themenbereich wurde von Helmut Rellergerd nur sehr sporadisch und sehr zögerlich fortgeführt. Denn was hätte man aus dem Thema alles machen können. Höllenwesen, die die menschliche Gesellschaft infiltriert haben, und die durch John Sinclairs Kreuz nicht entdeckt und enttarnt werden können...

Die Kreaturen der Finsternis

Die Kreaturen der Finsternis (Teil 1) von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Ein Mann namens Sabka will sich im Wagen einer U-Bahn mit dem Geisterjäger John Sinclair treffen, da er Dingen auf die Spur gekommen ist, die er nicht mehr allein bewältigen kann. Denn er hat die Gabe, die Kreaturen der Finsternis zu sehen, von denen der Oberinspektor aber noch nie etwas zuvor gehört hat.

Um zu beweisen, dass diese Kreaturen tatsächlich existieren, tötet Sabka vor den Augen John Sinclairs und der übrigen Fahrgäste mit einem Messer einen Mann. Als der Geisterjäger er die Leiche des Mannes mit seinem Silberkreuz berührt, sieht er dessen wahres Gesicht. Der Mann war eine Kreatur der Finsternis.

Der getötete Fahrgast entpuppt sich als Norman Fiddler, der Sabka am Heathrow Airport aufgefallen ist.
Zusammen mit Sabka fährt John Sinclair zur Adresse, wo Fiddler wohnen soll. Doch als sie dort ankommen, entpuppt sich die Anschrift als Bücherei. Als sie im Inneren des Gebäudes eine Frau fragen, erfahren sie, dass Fiddler zusammen mit seiner Schwester Rose in einer der Wohnungen über der Bücherei gewohnt hat.

Rose Fiddler arbeitet in der Bücherei, die sich im Archiv aufhält. Durch seine Gabe erkennt Sabka sofort, dass auch Rose eine Kreatur der Finsternis ist. Als sich die Frau während des Gespräches auf den Geisterjäger stürzen will, schleudert Sabka blitzschnell sein Messer und tötet die Urdämonin... 

  • Erschienen am 17. August 1992
  • Preis: 2,00 DM
  • Titelbild: Luis Royo
  • Die Kreaturen der Finsternis geben ihr Debüt

Der Sinclair-Roman "DIE KREATUREN DER FINSTERNIS" kann nicht nur durch die interessante Thematik, sondern auch durch die dicht  geschriebene  Atmosphäre punkten.

Interessant ist auch, dass Johns Kreuz die Kreaturen der Finsternis  nicht erkennen bzw. enttarnen kann. Erst nachdem er die Leiche Fiddlers mit seinem Silberkreuz berührt hat, fällt die Fassade, und der Geisterjäger sieht das wahre Gesicht der urdämonischen Kreatur.

In Rückblenden erfährt der Leser von der Ermordung von Jiri Sabkas Eltern durch die Kreaturen der Finsternis. Daraufhin schwört Sabka an ihrem Totenbett, diese Kreaturen zu jagen und zu töten,  und kämpft seitdem seit zwei Jahren gegen diese Urdämonen, die Luzifer dienen. 

Was erfährt der Leser im Roman über die Kreaturen der Finsternis?

Folgende Informationen zu diesen Urdämonen sind aus der Handlung zu entnehmen:

"Die Kreaturen der Finsternis haben sich unter die Menschen gemischt. Sie sind brandgefährlich, und zwar deshalb, weil man sie nicht erkennt, Mr. Sinclair. Sie sind die Meister der Täuschung."

"Ich jage sie schon seit Jahren. Zuerst auf dem flachen Land, doch nun habe ich gemerkt, daß sie auch in die Großstädte eingesickert sind. Das ist eine mörderische Infiltration, Mr. Sinclair. Und sie ist schon so weit fortgeschritten, daß sie kaum noch gestoppt werden kann."

"Bestimmt haben Sie schon welche gesehen, es ist Ihnen nur nicht gelungen, sie zu erkennen. Genau das ist das Problem. Sie haben sie gesehen, ohne zu wissen, daß es Kreaturen der Finsternis sind.
Man kann sie als Meister der Tarnung bezeichnen, sie verstellen sich, sie reden mit Menschen, sie sitzen auf Positionen, wo sie Verantwortung zu tragen haben, und sie klettern in der Hierarchie immer höher. Ich weiß es, ich bin einer der wenigen, die es wissen, und ich werde sie jagen. Erbarmungslos."

"Die Kreaturen der Finsternis sind schlimm. Sie weiden sich an den Qualen der Menschen. Für sie ist es wunderbar, wenn andere sterben. Sie können dabei zuschauen und sich freuen. Ich glaube sogar, daß sie aus dem Tod der Menschen ihre Energie ziehen, aber da bin ich mir nicht sicher. So könnte es jedenfalls sein.
Ich weiß noch mehr. Ich glaube, daß sie selbst an gewissen Unglücken zumindest eine Mitschuld tragen. Sie organisieren sie, sie sorgen dafür, daß es brennt, daß es Explosionen gibt, daß Menschen zu Schaden kommen, daß diese armen Geschöpfe weder ein noch aus wissen. Dann sind sie dabei und schauen zu. Dann ergötzen sie sich daran."

Auch das Aussehen einer dieser Kreaturen der Finsternis wird im Roman beschrieben. Wobei das Aussehen anscheinend je nach Kreatur auch variieren kann. Als John Sinclair die Leiche von Norman Fiddler mit seinem Kreuz berührt, erfährt der Leser folgendes über dessen wahres Aussehen:

"Die Haut war allein durch die Berührung des Kreuzes durchsichtig geworden. So hell und dünn, damit ich auch in die Tiefe des Kopfes hineinschauen konnte, wo sich etwas abmalte, das nur den irren Träumen eines Phantasten entsprungen sein konnte.
 Unter dem normalen Gesicht zeichnete sich eine scheußliche Fratze ab. Etwas, das sich aus Warzen und Würmern zusammensetzte, etwas, das sich bewegte, das floß, das die Nase eines Schweins hatte - mehr Maul als Nase -, das ein Kinn hatte, wo Borsten wie Bartstoppeln wuchsen, das keinen Mund, sondern ein klaffendes Maul mit grünen, glänzenden Lippen aufwies. Die Augen waren sehr schmal, aber von einem grünlichen Dämmerlicht erfüllt.
 Es war ein Alptraum, in den die Kraft meines Kreuzes hineinstrahlte. Dieses zweite Gesicht hatte ich nur für die Dauer von zwei, drei Sekunden gesehen, dann war die Kraft des Kreuzes so stark geworden, daß dieses Gesicht zerstört wurde"

Luzifers furchtbares Erbe

Luzifers furchtbares Erbe (Teil 2) von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Nach der Vernichtung von Rose Fiddler, kontaktiert John Sinclair seinen Vorgesetzten Sir Powell und bittet seinen Chef, ihm Suko als Verstärkung zur Bücherei zu schicken.
Nachdem der Chinese in der Bücherei eingetroffen ist, informiert ihn der Geisterjäger über alles, was bisher geschehen ist.

Wie John und Suko erfahren, musste Jiri Sabka aus Garsdale Head fliehen, da es ihm nicht gelang, eine  mächtige Kreatur der Finsternis zu vernichten.  So kam er nach London, um dort nach Hilfe im Kampf gegen die Urdämonen zu suchen.

Daraufhin begeben sich die drei Männer nach Garsdale Head. Dort trifft Sabka auf seine Freundin Rita, die er zurücklassen musste, die aber überlebt hat. Von ihr erfahren sie, dass neben dem Anführer noch sechs weitere Kreaturen der Finsternis den Ort beherrschen.

Nachts kommen sie aus ihrem Versteck, der Lagerhalle des Supermarktes, und holen sich nach und nach die Einwohner von Garsdale Head, von deren Fleisch sie sich ernähren.

Als zwei der Kreaturen Rita entführen wollen, werden sie von John, Suko und Jiri vernichtet. Danach nehmen die drei Männer den Kampf gegen die restlichen Kreaturen der Finsternis auf...

  • Erschienen am 24. August 1992
  • Preis: 2,00 DM
  • Titelbild: Bob Marchant

Nach "DIE KREATUREN DER FINSTERNIS" präsentiert sich auch die Fortsetzung "LUZIFERS FURCHTBARES ERBE" sehr abwechslungsreich und atmosphärisch dicht geschrieben.
Sehr intensiv und spannend ist auch der Kampf gegen die Kreaturen der Finsternis am Ende des Romans beschrieben, der sich sehen lassen kann. In dessen Verlauf wird Jiri Sabka aber so schwer verletzt, dass er stirbt.
Doch der sterbende Mann hat noch eine Überraschung für den Geisterjäger John Sinclair  parat. Es gibt eine Person in seiner Nähe, die eine Kreatur der Finsternis ist.

Damit lässt der Autor Helmut Rellergerd  am Ende von "LUZIFERS FURCHTBARES ERBE" noch eine kleine Bombe platzen, die viel Raum für Spekulationen bietet. Doch Jiris Tod wirft natürlich auch ein großes Problem auf. Denn nur er hatte die Gabe, die Kreaturen der Finsternis in ihrer menschlichen Gestalt zu erkennen. Diese Gabe haben John und Suko nicht. Also wie enttarnt man diese Kreaturen, auf die John Sinclairs Kreuz nicht reagiert?


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© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 Cartwing 2018-04-24 06:56
das mag ja durchaus noch spannend gewesen sein, aber diesen unterirdischen Schreibstil würde ich mir freiwillig nicht mehr antun.
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#2 Valerius 2018-04-24 18:57
Wieso "unterirdischen Schreibstil"?
Die beiden Romane sind sehr gut geschrieben. Von einem "unterirdischen Schreibstil" kann daher überhaupt keine Rede sein.
Hast Du die beiden Romane überhaupt gelesen?
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#3 Cartwing 2018-04-25 06:41
Zitat:
Wieso "unterirdischen Schreibstil"?
Ich bezog mich auf die Schreibe von Rellergerd, nicht auf diese beiden Romane.
Darüber wurde ja hier schon zur Genüge diskutiert. Wer es mag, soll es lesen
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