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Geisterjäger John Sinclair - Wehret den Anfängen: Angst über London

Geisterjäger John Sinclair - Wehret den AnfängenJohn Sinclair Taschenbuch 001
Angst über London
von Jason Dark (Helmut Rellergerd)

Oberinspektor John Sinclair hat die ganze Nacht schlecht geschlafen. Um fünf Uhr wird er endgültig wach. Wie er bemerkt, sind neben seiner Armbanduhr auch alle übrigen Uhren in seiner Wohnung stehengeblieben. Um sechs entschließt sich der Geisterjäger schließlich, ins Büro zu fahren, wo ihn Glenda Perkins allerdings nicht erkennt.

Angst über LondonSie hält ihn für einen Fremden. Wie auch sein Chef Sir James Powell, der ihn ebenfalls auffordert, umgehend das Büro und das Yardgebäude zu verlassen.

Der Geisterjäger fährt daraufhin zurück in seine Wohnung, wo vier Türen weiter Suko und Shao wohnen. Doch auch die erkennen ihn nicht und sehen in ihm nur einen Fremden.

Danach ruft er seinen alten Freund Bill Conolly an. Der erkennt zwar Johns Stimme am Telefon, aber als der Inspektor zu ihm fährt und vor ihm steht, bietet sich ihm das gleiche Phänomen. Auch Bill Conolly erkennt ihn nicht.

Nachdem er ein Cafe besucht hat, um sich erst einmal zu beruhigen, bricht in London das Chaos aus. Häuser stürzen in sich zusammen, darunter auch das Haus, wo sich Johns Wohnung befindet.

Als der Geisterjäger dort eintrifft, bietet sich ihm ein Bild des Grauens. Unter den vielen Toten, die unter den Trümmern begraben sind, befinden sich auch die Leichen von Suko und Shao.

Nach und nach versinkt die Stadt London im Chaos. Neben Zombies muss sich der Oberinspektor auch noch gegen marodierende Banden zur Wehr setzen. Von einer Gruppe Rocker wird er schließlich überwältigt, kann aber von Myxin befreit werden, der ihm erzählt, dass Asmodina hinter allem steckt. 

Doch Myxin ist nicht bereit, den Geisterjäger auch weiterhin zu unterstützen. Er kneift, da er viel zu viel Angst vor Asmodina hat.

In einer verlassenen Bar trifft er auf die medial begabte Miriam di Carlo. Als der Geisterjäger merkt, dass der Geist von Asmondina von der Frau Besitz ergriffen hat, überschlagen sich die Ereignisse...

  • Erschienen am 20. April 1981
  • Preis: 3,80 DM
  • Titelbild: Vicente Ballestar

Mit dem ersten JS-Taschenbuch "ANGST ÜBER LONDON" gelingt Helmut Rellergerd ein guter Einstieg in die Serie "Geisterjäger John Sinclair", insbesondere für Neueinsteiger und Neuleser, die die Heftromanserie noch nicht kennen, was vermutlich unter anderem auch eines der Ziele der Taschenbuchreihe gewesen sein mag, nämlich neue Leser zu gewinnen. Ich selbst stieß auch durch einige Sinclair-Taschenbücher Anfang der 1980er Jahre zur Heftromanserie.

Auf den ersten Seite "ANGST ÜBER LONDON" von gibt Helmut Rellgererd einen guten Einblick in das Leben und die Arbeit des Geisterjägers. Zudem wird nach und nach auch das gesamte Sinclair-Team vorgestellt.

Bis auf Kara, die im Roman leider gänzlich fehlt. Ist das vielleicht ein Indiz dafür, dass Helmut Rellergerd das Taschenbuch "ANGST ÜBER LONDON" vor dem Roman "Die Schöne aus dem Totenreich" (JS # 143) geschrieben hat?

Insgesamt hat Helmut Rellergerd einen atmosphärisch dichten Roman geschrieben, der auf weite Strecken sehr gut die Ausweglosigkeit des Geisterjägers beschreibt, der auf sich allein gestellt, sich durch das zerstörte London kämpfen muss.

Am Ende von "ANGST ÜBER LONDON" tauchen dann auch noch Suko und Shao als Zombies auf, die im Auftrag von Asmodina den Geisterjäger töten sollen.

Das Taschenbuch "ANGST ÜBER LONDON" erschien am 20. April 1981, zeitgleich mit dem Sinclair-Roman "Höllenfahrt im Todesstollen" (JS # 146). 

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© by Ingo Löchel

Kommentare  

#1 matthias 2018-05-25 13:21
Was macht eigentlich die Serie JOHN SINCLAIR so leserwirksam, dass sie immer noch läuft, und kein Ende in Sicht ist.
In meiner Erinnerung als damaliger Leser von Romanheften hieß es immer, dass JS Schrott sei. Wenn man sowas liest, dass ZAMORRA, BALLARD oder VHR.
Und somit kenne ich JS nicht (und kann die Serie damit schlecht beurteilen)
Was meint ihr?
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#2 Valerius 2018-05-25 15:10
Ich würde die Serie John Sinclair einfach mal als eine Art Selbstläufer bezeichnen.
Ihr haftet immer noch eine Art Bonus aus vergangenen Tagen an, wo die Serie durchaus
sehr lesenswert gewesen ist.

Ähnlich wie der "Tatort" der ARD. Obwohl die Folgen diese Krimireihe von Jahr zu Jahr auch immer schlechter, langweiliger etc. wurden, schauen sich noch immer jeden Sonntag Millionen von Zuschauern den "Tatort" an.
Aus welchen Gründen auch immer. Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen.

Ähnlich ist es bei John Sinclair. Die Serie wurde zwar auch immer schlechter, aber sie
ist immer noch eines der Schlachtschiffe im Heftromanbereich und eine eingetragene Marke,
was man nicht vergessen sollte.
Und diese Marke "John Sinclair" versucht der Bastei Verlag mit aller Gewalt künstlich
am Leben zu erhalten, um sie weiter auszubauen, um damit schlicht und einfach Geld zu machen.

Neben der Heftromanserie gibt es die "John Sinclair Sonder-Edition" (Neuveröffentlichung der JS-Taschenbücher), die "John Sinclair Classics", die sechste Auflage der Serie,
angefangen mit den Gespenster Krimis, die John Sinclair Hörspiele, und diverse weitere Veröffentlichungen. So unter anderem die JS-Bücher "Oculus" und "Brandmal" usw. usf.

Der Bastei Verlag würde dies wohl kaum alles machen, wenn mit der Marke "John Sinclair" kein Geld zu verdienen wäre.
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#3 Laurin 2018-05-25 20:41
Nun ja, die Serie läuft auch deshalb wie ein Selbstläufer, weil sie dem Leser eigentlich nicht viel abverlangt.
Da ist der klassische Held der einmal pro Woche die Welt rettet. Der Horror hält sich in Grenzen damit der Blutdruck beim Leser nicht steigen kann und die Handlung (jedenfalls bei Rellergerd selbst) war stets so einfach gestrickt, dass man das eigene Hirn nicht wirklich hochfahren musste. Also leichte, spannende Kost für Zwischendurch die sich auch nicht wirklich selbst so ernst nahm.
Da mag sich mit den neuen Autoren eventuell was geändert haben (über eine längere Sichtweise betrachtet), aber JS ist und bleibt die Gruselserie ohne oder heute vielleicht wenigen Spitzen hin zum Horror-Roman, welcher die Bezeichnung auch eher verdient (in neuer wie auch klassischer Form wie z.B. Lovecraft bis Stephen King).

Wie gesagt, das Taschenbuch "Brandmal" hatte mir durchweg gut gefallen, war allerdings auch nicht von Helmut Rellergerd aka Jason Dark verfasst. Und in der Jugend hatte man sie, soweit ich mich zurück erinnere, eher kritiklos verschlungen, wobei sich die Serie eher als eine Einstiegsdroge für den Horror in Buchform darstellte. Nicht wenige sah ich nämlich später dann auch eher mit einem Buch von Stephen King als mit einem JS-Roman. War bei mir früher jedenfalls genauso abgelaufen.
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#4 Toni 2018-05-26 13:37
Ich kann mich noch gut an das erste Sinclair Taschenbuch erinnern. Die Hefte hatten es mir schon länger angetan, aber "Angst über London" war schon ein richtiger Knaller. Damals stand Helmut R. noch hoch im Kurs bei mir. Die ersten Taschenbücher hatten noch eine glatte Oberfläche und irgendwie löste sich bei meinem Exemplar nach dem Lesen die Folie. Das sind Erinnerungen. Danke für die Auffrischung.
Mit meiner Sinclair Übersättigung hatte ich selber schuld, denn es gab Zeiten da habe ich 2-3 Romane am Tag vom Geisterjäger inhaliert. Seltsamerweise kann man den (zB) Dämonenkiller immer noch gut lesen, ohne dass es nervig wird - zumindest funktioniert er bei mir immer noch.

Stimmt schon, Sinclair war so eine Art Einstiegsdroge zum Grusel hin. Vorher habe ich Jules Verne usw. gelesen oder mal Johanna von Koczians SF. Waren gar nicht so schlecht-neben dem Haushalt... :-)
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