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Geisterjäger John Sinclair - Wehret den Anfängen: "Der Alptraum-Friedhof" und "Der schwarze Würger"

Geisterjäger John Sinclair - Wehret den AnfängenGespenster Krimi Bde. 176 und 180
Ein »Friedhof« und ein »Würger«

Der Alptraumfriedhof von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Während Will Mallmann in einem Hotel im Schwarzwald Urlaub macht, erfährt er von Harry König, dem Besitzer des Hotels, dass dessen Küchenhilfe Lisa spurlos verschwunden.  Als er hört, dass die junge Frau am Vortag in Gestalt des alten Leitners einen Toten gesehen haben will, dessen Beerdigung bevorsteht, wird der Kommissar hellhörig.

Der AlptraumfriedhofZusammen mit König begibt sich Will Mallmann in die Leichenhalle des Ortes, um die Leiche Leitners zu begutachten, unter dessen Fingernägeln er frische Spuren von Schmutz entdeckt.

Als sie das ausgehobene Grab von Leitner erreichen, liegt darin die Leiche von Lisa. Als dann auch noch Leitner als Untoter zurückkehrt und Mallmann angreift, ist das Chaos perfekt. Nach dem Vorfall verständigt Will Mallmann den Geisterjäger in London.

Während sich John Sinclair auf den Weg nach Deutschland macht, lernt Will Mallmann im Hotel einen gewissen Professor Jurc kennen, der dem Kommissar etwas von einem Etruskerfriedhof erzählt, der sich unter dem eigentlichen Friedhof des Ortes befinden soll.

Durch eine List lockt  der Professor Mallmann dorthin, wo der Kommissar vom Untoten Leitner niedergeschlagen wird.  Danach führt Jurc eine Beschwörung durch, wodurch der Dämon Bakuur erweckt wird, in dessen Verlauf der Untote Leitner endgültig sein Leben aushaucht.

Als John Sinclair den Ort im Schwarzwald endlich erreicht und dort erfährt, dass Will Mallmann spurlos verschwunden, will er sich auf die Suche nach dem Kommissar machen, doch in seinem Hotelzimmer wird er von dem Sohn von Harry König angegriffen.
John Sinclair gelingt es, den jungen Mann zu überwältigen, und danach Dieter König mit Hilfe eines silbernen Kreuzes, das er aus seinem Einsatzkoffer holt, vom dämonischen Einfluss zu befreien.

Nachdem es John Sinclair gelungen ist, den Professor auszuschalten und Will Mallmann zu befreien, muss sich der Geisterjäger dem Dämon Bakuur stellen...

  • Erschienen am 25. Januar 1977
  • Preis: 1,20 DM
  • Titelbild: Josep Marti Ripoll
  • Ein Roman mit Will Mallmann

Der AlptraumfriedhofInsgesamt ist "DER ALPTRAUM-FRIEDHOF" aus der Feder von Helmut Rellergerd nicht das Gelbe vom Ei, was vor allem an der etwas verworrenen und langatmigen Handlung des Sinclair-Romans liegt.

Zudem taucht der Geisterjäger etwas später in der Geschichte auf; erst ab der zweiten Hälfte des Romans. In der ersten Hälfte agiert dagegen Will Mallman als Protagonist des Romans.

Zudem hat der Roman mit einigen Mankos zu kämpfen. Denn unter anderem stellt man sich schon die Frage, was denn ein Etrusker-Friedhof im Schwarzwald zu suchen hat.

Die Etrusker lebten in Oberitalien. Also wie kommen Vertreter dieses Volkes nach Deutschland, dem damaligen Germanien?

Der Autor Helmut Rellergerd erklärt dies in seinem Roman "DER ALPTRAUM-FRIEDHOF" wie folgt:

"Die Etrusker haben weite Raubzüge unternommen, sogar – wie ich es in alten Aufzeichnungen gelesen habe – bis in den Südschwarzwald hinein.
Und hier in der Nähe soll es etruskische Felsengräber geben. Die zu finden, das ist meine ganze Hoffnung."

Bisher hatte ich, historisch gesehen, noch nie etwas davon gehört, dass die Etrusker von ihrer Heimat in Oberitalien aus, überhaupt Raubzüge durchgeführt haben.
Dagegen ist mir bekannt, dass die Gallier im vierten Jahrhundert v. Chr. in Oberitalien eingefallen sind und unter Führung von Brennus auch die Stadt Rom erobert haben.

Hinzu kommt auch die etwas verworrene Szene mit Dieter König, der erst unter einem dämonischen Einfluss steht, der mit Hilfe voneinem Kreuz gebrochen werden kann.
Kurz darauf wird davon gesprochen, dass der junge Mann von Professor Jurc unter Hypnose gesetzt wurde. Ja, was denn nun?

Da ein etruskischer Dämon keine Angst vor einem Kreuz haben muss, löst der Autor Helmut Rellergerd das 'Problem' damit, dass der Geisterjäger seinen Silberdolch gegen Bakuur einsetzt, der John Sinclair überraschenderweise auch vor dem schwarzmagischen Einfluss des Dämons zu schützen scheint.

Der schwarze WürgerDer schwarze Würger von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Kurz nachdem Perry Clifton die schriftliche Warnung "Du stirbst noch heute Nacht" erhalten hat, wird der reiche Playboy von der geisterhaften Gestalt des schwarzen Würgers ermordet.
Nachdem Johnny Reno, ein Bekannter Cliftons, der die Leiche entdeckt, verständigt daraufhin die Polizei.

Kurz nach der Ermordung Perrys, ist Sir Powell, bedingt durch dein Einfluss von Cliftons Vater Stuart, einen der reichsten Männern Englands, gezwungen,  John Sinclair den Mordfall zu übergeben, den der Oberinspektor nur sehr widerwillig übernimmt.

Als nächstes Opfer hat sich der schwarze Würger Johnny Reno auserkoren, dem er ebenfalls eine schriftliche Nachricht hinterlässt, dessen Ermordung der Geisterjäger nicht verhindern kann. Und auch Percys Vater fällt dem geisterhaften Täter zum Opfer.

Als John Sinclair herausfindet, das Dan Percy hinter den Morden steckt, schickt der junge Mann den schwarzen Würger aus, um auch den Geisterjäger zu töten. Doch dem Oberinspektor gelingt es, den Würger in die Flucht zu schlagen.

Schließlich gelingt es John Sinclair Dan Clifton in seinem Keller zu stellen, wo er mit Hilfe eines magischen Schrumpfkopfes den geisterhaften Würger entstehen lassen kann...

  • Erschienen am 22. Februar 1977
  • Preis: 1,20 DM
  • Titelbild: Vicente Ballestar

Der schwarze WürgerGegenüber dem Roman "DER ALPTRAUM-FRIEDHOF" gelingt dem Autor Helmut Rellergerd mit dem Sinclair-Abenteuer "DER SCHWARZE WÜRGER" eine positive Steigerung.

Leider ist im Roman viel zu früh klar, dass Dan Percy hinter den Morden steckt, der den Würger ausschickt, um seine verhassten Feinde zu töten, so dass dadurch dem Sinclair-Roman "DER SCHWARZE WÜRGER" nicht nur viel zu früh die Überraschung genommen, sondern dadurch auch die Spannung gemindert wird.

Hier hätte der Autor Helmut Rellergerd ein paar falsche Fährten legen sollen, um das ganze Würger-Szenario noch ein bisschen mehr auszureizen.
Wobei man sich dabei aber schon die Frage stellt, warum der Würger (bzw. Dan Clifton) seine Opfer überhaupt durch eine schriftliche Nachricht vorwarnt. Was im Grunde vollkommen unnötig ist.

Eine weitere Frage, die man sich während der Handlung des Sinclair-Romans stellt, ist, warum weder Suko noch Bill Conolly den Geisterjäger bei seinem Fall unterstützen. Oder habe ich da etwas im Roman überlesen?


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© by Ingo Löchel

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