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Vom Höllengeläut und anderen bösen Geschichten - »Hellraiser: Höllengeläut«

Hellraiser: Höllengeläut (Hellraiser: The Toll)Vom Höllengeläut und anderen bösen Geschichten
»Hellraiser: Höllengeläut«

Ganz ehrlich, was könnte man nicht noch alles aus diesem finsteren Universum erschaffen, welches sich um Clive Barkers kleinem aber recht feinen Roman HELLRAISER dreht und mir natürlich auch als Phantasia Paperback vorliegt. Dabei war es wohl zuerst in Deutschland die Verfilmung, die auch diesen kleinen Band dann endlich auf den deutschen Markt brachte und somit den Leser des Horror erfreute.

Auf Film gebannt wurde Pinhead auch recht schnell zu einer wirklichen Institution des Horrorfilm.

Hellraiser: Höllengeläut (Hellraiser: The Toll)Ein kurzer Rundblick in die Hölle:
Kaum ein Freund des Schreckens mit einem ordentlichen Schuss an Gore-Effekten würde bei der Aufzählung diverser Horror-Ikonen Pinhead bzw. HELLRAISER wohl nicht in einem Atemzug mit Jason Vorhees/Freitag der 13 oder etwa Michael Myers/Halloween nennen.  Dabei bildet gerade diese schmale Novelle unter dem Originaltitel THE HELLBOUND HEART die eigentliche Grundlage für die Schlacht- und Folterplatte, die Clive Barker hier auf die Fans des Genre  losgelassen hatte. Eine Novelle also, die erst fünf Jahre nach dem ersten Film überhaupt auf den deutschen Buchmark kam und darüber hinaus erst sechs Jahre nach der ersten Verfilmung auch ungekürzt dann endlich vorlag.

THE HELLBOUND HEART war dabei nie als eine durchschnittlich zu betrachtende Horror-Geschichte zu betrachten, was allerdings kaum an deren Palette des Todes und der Folterungen liegen dürfte. Da bekommt auch im Roman der hartgesottene Leser des Horror doch schon so einiges mehr geboten, bei dem sich bei manchen mitunter immer noch der Magen umdrehen dürfte. Denn innerhalb von THE HELLBOUND HEART findet man eine sehr dichte und auch bewegende Atmosphäre vor, in der die Gewaltbeschreibung eigentlich nur vordergründig die Geschichte bestimmt. Ein wesentliches Element liegt hingegen auch in der Schilderung scheinbar normaler Durchschnittsbürger, welche ihren Weg in den Abgrund gehen aufgrund ihrer unbewältigten Gefühlslage.

Sicherlich will ich mich hier nun nicht der Verfilmungen annehmen, die sich mit jedem weiteren Film etwas mehr von der eigentlichen Novelle entfernten, die Clive Barker einst mit THE HELLBOUND HEART vorlegte. Im Festa Verlag wurde unlängst bereits der Band DAS SCHARLACHROTE EVANGELIUM von Clive Barker veröffentlicht, welches mir ebenfalls als Printausgabe vorliegt und in dem Barkers Figur des Detektiv des Übersinnlichen, Harry D'Amoure sich dem ultimativen Kampf gegen Pinhead, dem Priester der Hölle stellen muss. Leider ist die Printausgabe von DAS SCHARLACHROTE EVANGELIUM bereits seit längerem bei FESTA vergriffen und so über den Verlag leider nur noch als eBook erhältlich.
Hellraiser: Höllengeläut (Hellraiser: The Toll)
Eine Lücke sollte indessen ein anderer Autor schließen, welcher sich in Sachen Pinhead und seinen Zenobiten durchaus ebenfalls recht gut auskennt. Mark Alan Miller ist seines Zeichens nämlich nicht nur der Viezepräsident von Clive Barkers Produktionsfirma Seraphim Inc., sondern verfasste unter anderem bei Dark Horse Comics einige Werke seitens Barker und war bereits als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent tätig.

Auch in Sachen Mark Alan Miller und HELLRAISER wurde der Festa Verlag vor einiger Zeit daher wieder zur Freude der Fans tätig und veröffentlichte eben diese Novelle, die die besagte Lücke schließen sollte, in der Sammlerausgabe HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT, die bei einer Auflage von 999 numerierten und von Miller signierten Hardcover-Ausgaben lag und leider schon vor dem eigentlichen Termin der Veröffentlichung bereits beim Verlag vergriffen war. Nun, eine dieser Sammlerausgaben mit der Nummer 192 liegt mir vor und so hatte ich mir dieses Hardcover dann auch einmal gespannt vorgenommen.

Hellraiser: Höllengeläut (Hellraiser: The Toll)Hellraiser: Höllengeläut und andere Geschichten:
Vorab sei hier schon gesagt, dass die Novelle HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT durchaus mit einer recht düsteren und dichten Atmosphäre punkten kann, in der wir den weiteren Weg von Kristy verfolgen werden, die sich seit 30 Jahren nach den Geschehnissen aus HELLRAISER/THE HELLBOUND HEART vor dem Schrecken und damit auch vor Pinhead und seinen Zenobiten versteckt hält.

> "Es sieht nicht besonders einladend aus", sagte Kristy. "Das ist es auch nicht. Ich nehme an, Sie kamen wegen einer Art von Neugier hierher, an einen Ort, der zu viel Leid und zu viel Tod gesehen hat. Sie werden nur einen Tag brauchen, um genug davon zu haben. Das ist auch alles, was es zu sehen gibt." <
(Hellraiser: Höllengeläut/Seite 57)

Aber auch nach so vielen Jahren fühlt sie sich immer noch von dem Bösen beobachtet, wobei sie über Pinhead eigentlich nur als "der kalte Mann" spricht. als sie dann eine geheimnisvolle Nachricht seitens eines Dr. Lansing erhält, muss sie sich ihren Ängsten und Alpträumen auf der "Teufelsinsel" stellen (hierbei handelt es sich um die ehemalige französische Strafkolonie von Guayana).

Denn das Ende der Welt rückt immer näher und es scheint noch andere Tore für Pinhead und seine Kreaturen zu geben, um die Welt für immer mit ihrer Hölle aus Qualen, Fleisch und Blut zu überziehen.

Hellraiser: Höllengeläut (Hellraiser: The Toll)Mein kritischer Blickwinkel:
Wie bereits oben erwähnt, kann HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT mit einer recht finsteren und dichten Atmosphäre punkten. Doch leider bleibt dies über eine längere Strecke eigentlich auch so, ohne das man nun als Leser wirklich mehr Fleisch an den Knochen bekommt.

Eigentlich nimmt sich Miller sogar zu viel Zeit, hier nochmals auf Kristy einzugehen oder auf die Hintergrundgeschichte von Lemarchand, der den Zauberwürfel erschaffen hat, mit dem Pinhead und die Zenobiten aus ihrer Hölle in die Welt der Lebenden gelangen können. Lustiger Weise ist dabei sein Blick auf die Geschichte der Insel, die seitens der Franzosen zur Strafkolonie unter der Bezeichung "Teufelsinsel" unrühmliche Bekanntheit erlangte, sogar eher zu Beginn recht kurz ausgefallen.

Zwar kommt es dann auf der Insel auch zu dem erwarteten Zusammentreffen zwischen Kristy und Pinhead, welcher seine eigenen Weltuntergangspläne verfolgt. Doch was an Dialogen zwischen ihnen durchaus hier für eine finstere Atmosphäre sorgt, tritt leider bald irgendwie in der Spannungsfrage auf der Stelle.

Hatte man als Fan da auf etwas mehr blutiger Action und dem auftauchen weiterer Zenobiten gehofft, so wurde man in HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT in dieser Hinsicht leider etwas enttäuscht. Und so wurde ich am Ende dieser heiß erwarteten Novelle das Gefühl nicht los, als hätte ich es hier mit einer Vorspeise zu tun, bei der irgendwie der erwartete Hauptgang abhanden gekommen ist. Klar, ab hier sollte man sich dann eigentlich den Roman DAS SCHARLACHROTE EVANGELIUM geben, um den so präsentierten Faden wieder aufzunehmen. Es wäre allerdings glücklicher gewesen, die Novelle HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT und DAS SCHARLACHROTE EVANGELIUM in einer Buchausgabe zusammenzufassen. Für sich stehend ist HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT jedenfalls zu viel Zusammenfassung und leider zu wenig packender Horror samt Spannung. Rechne ich hier die durchaus positiv zu sehende düstere Atmosphäre hinzu, schafft die Novelle den Sprung allerdings leider gerade mal mit drei von insgesamt fünf Punkten als Bewertung über das Mittelmaß hinaus.

Und dann kommt noch mehr von Miller:
Da mit dieser Novelle der Band noch nicht abgeschlossen ist, beglückt man uns mit weiteren Geschichten aus der Feder von Mark Alan Miller, die jedoch mit Pinhead bzw. HELLRAISER absolut nichts mehr zu tun haben.

In diesem Punkt folgt als erstes die Kurzgeschichte ROTER APPETIT (Originaltitel: WHAT THE BODY DOES) ab Seite 103.

Hier lernen wir als Leser eine ganz besondere Form von Vampirismus kennen. Denn angezogen wird unser Vampir nicht etwa vom Blut eines Menschen im allgemeinen, sondern von dem Geruch des Menstruationsblut der Frauen. Nur hieran kann er seinen Hunger stillen und damit die Zeit überdauern. Dabei handelt es sich bei dem Vampir übrigens nicht um einen recht ausgefallenen Fetisch, sondern um eben die Grundvoraussetzung, die sein Dasein bestimmt. Doch plötzlich scheint alles schief zu gehen, was seine Opfer betrifft, oder es scheint nicht genug Menstruationsblut zu sein, um damit über eine längere Zeit den sich steigernden, quälenden Hunger zu stillen, welcher ihm auch bald körperliche Schmerzen verursacht.

Dabei lässt unser Vampir langsam auch jede Vorsicht schleifen um seinen Drang nach diesem besonderen Saft des Lebens zu stillen.  Deshalb trifft er auch bald auf eine Art weibliches Wesen, dessen Geruch nach Menstruationsblut ihn unweigerlich anzieht. Doch dieses scheinbar weibliche Wesen stellt sich bald nicht als Opfer , sondern als sein tödliches Verderben heraus.

Die Geschichte ROTER APPETIT, die aufgrund des schlüpfrigen Themas  hinsichtlich des weiblichen Menstruationsblut scheinbar in Richtung Ekel-Horror zu gehen scheint, erweist sich beim lesen dann allerdings als recht harmlose Besonderheit. Der Ekel bleibt jedenfalls aus, dafür lernt man hier, dass es eben auch für jeden Topf eben noch einen Deckel gibt, welcher für eben diese Kreatur (in diesem Fall also unserem Vampir) noch gefährlicher ist.

ROTER APPETIT stellt sich als ziemlich kurzweilig zu lesende Geschichte heraus, die durchaus mit der Grundhandlung zu punkten versteht. Jedoch sollte man auch hier nicht auf einen hohen Level in Sachen Spannung hoffen, da die Geschichte doch im Grunde über recht wenig Action verfügt. Wirklich interessant dürfte hier die Atmosphäre sein, die seitens Miller recht ansprechend aufgebaut und bis zum konsequenten Finale weiter gesponnen wird. Als Bewertung sind da jedenfalls noch lockere vier von insgesamt fünf Tampons als Bewertung drin.

Die nächste Kurzgeschichte kommt mit dem Titel NISTVERHALTEN (Originaltitel: NESTING) ab Seite 131 daher. Hier geht es um eine Frau, die nach einem Unfall eigentlich keine Kinder mehr bekommen dürfte. Doch mit der Zeit entwickelt sie recht unnormale Gelüste und Schwanger scheint sie seltsamer Weise zudem auch zu sein. Die Geburt jedoch dürfte alles andere als ein freudiges Ereignis mit sich bringen.

Nun ja, mit einigem guten Willen will ich dieser Kurzgeschichte ebenfalls nochmal drei von insgesamt fünf Punkte verpassen. obwohl die Tendenz hier leider in Sachen Atmosphäre oder Spannung schon eher nach unten tendiert. Miller stellt sich hier leider bereits als ein Autor heraus, der zu Beginn einer Geschichte ein gewisses, düsteres Level setzt, aber im weiteren Verlauf es dann doch schwer hat, diese Schraube noch zumindest ein wenig nach oben zu drehen. NISTVERHALTEN kann man daher mit dem Prädikat "recht nette Grundidee" für eine Kurzgeschichte versehen, die bei dieser Kürze und dem betreffenden Inhalt aber auch leider wohl recht bald wieder in eine eher wohlverdiente Vergessenheit geraten dürfte.

Die letzte Kurzgschichte trägt den Titel DIE SPELUNKE (Originaltitel: THE DIVE) und beginnt ab Seite 151. Hier treffen wir auf einen eigentlich recht stinknormalen Protagonisten der durch eine stinknormale Stadt fährt und stinknormalen Gedanken nachhängt, wie man sie wahrscheinlich in Massen erwarten dürfte, wenn man die Gedanken seiner Mitmenschen denn lesen könnte. Doch aus diesem Trott bricht er plötzlich aus, weil ihm auf dem Weg eine Bar auffällt, die ihm bisher noch nie aufgefallen ist. Und da es auch keinen Grund gibt, sich nicht mal dort ein Getränk zu gönnen, weicht er vom vorbestimmten Weg ab und kehrt in die Bar ein. Hier aber scheint die Welt, die unser Protagonist zu kennen glaubt, plötzlich auf dem Kopf zu stehen. Die Gäste wie auch der Barkeeper sind jedenfalls keine Menschen, sondern durch die Bank weg Monster, bei denen sich jeder vielleicht vor Angst in die Hosen machen würde. Und so kommt unser Protagonist am Tresen recht bald mit einem Roboter (Typ Terminator mit Gehirn) und einem Satyr ins Gespräch, die mit ihm zusammen gerne einen Auftrag erledigen würden.

Mit der Kurzgeschichte DIE SPELUNKE seilt sich Mark Alan Miller dann entgültig auf ein Niveau ab, bei dem ich als Leser nicht einmal wirklich sagen könnte, ob ich aufgrund der bizarren Situationskomik und der Beschreibung der Monster nun lachen oder doch lieber weinen sollte. Da ich mich hier auch bei fasst jeder Seite recht bald erwische, wie ich versuche die Geschichte eigentlich nur noch quer zu lesen, um dem Ende bald nahe zu sein, frage ich mich auch ernsthaft, wie viele Punkte als Bewertung mir diese Kurzgeschichte überhaupt noch Wert ist? Und ehrlich gesagt, habe ich auch jetzt, wo ich hier den Artikel schreibe, auf diese Frage noch keine geistreiche Antwort gefunden. Ich will es daher mal anders ausdrücken: Hätte es diese Geschichte nicht in das Buch HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT geschafft, sie hätte mir auch wirklich nicht gefehlt. DIE SPELUNKE ist daher eher eine Kurzgeschichte, die für die Schublade geschrieben, besser auch in dieser geblieben wäre.

Zum guten Schluss wartet das Buch HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT dann noch ab Seite 195 mit dem Essay WARUM HORROR (Originaltitel: WHY HORROR) auf, welche mich dann aus dem sprichwörtlichen Tief seitens der Kurzgeschichte DIE SPELUNKE wieder etwas herauszureißen vermochte. Dieses Essay ist durchaus recht interessant zu lesen, so das ich hier glatt als Bewertung hierfür nochmals lockere vier von insgesamt fünf Punkte als Bewertung springen lassen möchte.

Mein Gesamtresümee:
Für eine Sammlerausgabe mit dem Titel HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT hatte ich mir ehrlich gesagt mehr erhofft. Mehr Pinhead, mehr Zenobiten, mehr Horrorwürfel und wahrlich auch mehr Blut, Spannung und grausame Qualen. Für eine düstere Grundstimmung, die sich durchaus leicht mit jeder Zeile auf den jeweiligen Leser überträgt, zeigt Mark Alan Miller durchaus hier ein sicheres Händchen. Nur leider gelingt es ihm kaum, zumindest diese Grundstimmung im weiteren Verlauf der Handlung nochmals zu steigern. Mit dem Rest, was Horror, Action und Spannung angeht, dümpelt man als Leser aber leider so auf einem festgefahrenen Level daher und fühlt sich so am Ende einer jeden Geschichte eher unbefriedigt.

Selbst bei der eigentlichen Novelle, die der Sammlerausgabe auch ihren Titel gibt, fühlt sich das ganze irgendwie dann an wie Sex, bei dem einem jedoch am Ende der erhoffte Höhepunkt verwehrt bleibt.

Die weiteren Kurzgeschichten, die dann aber leider auch nichts mehr mit dem HELLRAISER-Universum zu tun haben, haben es hinsichtlich der Erwartungshaltung im Vorfeld jedenfalls dann auch recht schwer, noch Begeisterungsstürme für den Autor Mark Alan Miller zu entfachen. Besonders dann, wenn Miller diese Hoffnung dann noch sichtlich vergeigt, wenn man am Ende auf die Kurzgeschichte DIE SPELUNKE trifft, die mich als Leser dann leider wirklich nur noch runterziehen konnte.

Aber zumindest in einem Punkt kann ich hier doch noch gewichtige fünf von insgesamt fünf Punkte als Höchstbewertung vergeben, und die gehen eindeutig an Timo Wuerz, der bei dieser Sammlerausgabe ein wirklich prächtiges und ansprechendes Cover beisteuerte.

Der Sammlerausgabe HELLRAISER: HÖLLENGELÄUT kann ich daher in seiner Gesamtheit mit allen Beigaben an Kurzgeschichten samt Essay nur drei von insgesamt fünf Punkte zugestehen. Dies mag durchaus daran liegen, das ich als Fan von Pinhead und seinen Zenobiten einfach mit zu großen Erwartungen an das Buch gegangen bin, welche der Autor Mark Alan Miller hier dann aber leider nicht zu halten vermochte. Wer allerdings die Möglichkeit bekommt, an diese Sammlerausgabe aus dem FESTA Verlag noch finanziell im annehmbarem Rahmen zu gelangen (über ebay werden diese ja mitunter zu Horrorpreisen angeboten), der sollte sich hier nun nicht abschrecken lassen. Denn wenn man die Erwartungshaltung (wie ich im Vorfeld) nicht zu hoch schraubt, der wird duchaus mit atmosphärisch zumeist recht ansprechenden Geschichten belohnt. Wer aber gerade in Sachen HELLRAISER auf jede Menge Blut, Ketten, Folter und finstere Qualen hofft, der sollte sich eine solche Anschaffung z.B. über ebay durchaus zweimal überlegen.

Hellraiser: Höllengeläut (Hellraiser: The Toll)Hellraiser: Höllengeläut
(Hellraiser: The Toll)
von Mark Alan Miller
Nach einer Idee von: Clive Barker
Festa Sammlerausgabe: Hardcover/gebunden mit Schutzumschlag in Lederoptik und Lesebändchen/originale Buchsignierungen von Mark Alan Miller sowie mit Handnummerierung jeder Sammlerausgabe
Genre: Horror
Seitenanzahl: 206 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. November 2018 (bei FESTA zu diesem Zeitpunkt bereits ausverkauft)
ISBN: Als Sammlerausgabe kein Verkauf über den Buchhandel
Auflage: Einmalige Auflage von 999 Exemplaren
Preis Hardcover: 49.99 Euro
Übersetzung: Klaus Schmitz
FESTA Verlag 2018






Kommentare  

#1 Andreas Decker 2019-03-09 14:57
Die meisten Hellraiser-Geschichten kommen über das Mittelmaß nicht hinaus. Die Kirsty-Geschichte ist ja auch so ein Thema, das immer wieder aufgegriffen wird, zuletzt bei der letzten Comic Ausgabe von Boom. Das ist auch so etwas, dass mich mittlerweile zu Tode langweilt, immer nur diese Nabelschau auf die Ursprungscharaktere, mehr vom selben. Nie etwas Neues.

Ein paar zugegeben nette Stories waren in Hellbound Hearts drin, einer Themenanthologie mit 22 Geschichten von bekannten Genreautoren von 2009. War natürlich auch eine Menge öder Käse drin. Aber da hätte es genug Material gegeben, um diesen Band hier aufzupeppen.
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#2 Laurin 2019-03-09 16:21
@ Andreas Decker:
Nun konzentriert sich dieser Sammelband ja explizit auf den Schriftsteller Mark Alan Miller, weshalb auch die nachfolgenden Kurzgeschichten eigentlich keinen Bezug zum Hellraiser-Universum haben.

Aber vielleicht nimmt sich der FESTA Verlag ja noch irgendwann den Kurzgeschichten von "Hellbound Hearts" an. Das auch hier nicht alle Geschichten gleich gut sind, bzw. vom Einzelnen Leser entsprechend bewertet werden, hat wohl jede Anthologie irgendwo so an sich. Da gibt es halt immer gute, durchschnittliche und eben auch sehr magere Storys.
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#3 Postman 2019-03-11 16:37
@ Laurin: Der Festa Verlag nimmt sich mittlerweile vielem an, mit immer mehr mit limitierter Stückzahl und damit Preisbashings ohne ebooks nur als Hardcovers ab 35 EUR aufwärts.

Mir ist das mittlerweile zu teuer.
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#4 Laurin 2019-03-11 20:38
@ Postman:
Stimmt, aber man muss einfach zwei Faktoren bei diesen Büchern mit betrachten. Nehmen wir hier nur als Beispiel die Pulp-Reihe. Zum einen erhält man diese Bücher sehr hochwertig als Hardcover aufgemacht, was kaum in der Preisklasse von Taschenbüchern machbar ist. Zum anderen muss man auch sehen, wie groß der Kreis der Interessenten für diese Buchreihe ist. Nachdrucken kann man immer, aber man muss auch realistisch betrachten, das Lagerhaltung von Büchern schlicht verbranntes Geld ist.

Und was eBooks angeht, würde ich da bei limitierten Auflagen auch nur bei entsprechendem Abverkauf mal drüber nachdenken. Allerdings gilt dies wiederum nicht für limitierte Sammlerausgaben. Da haben eBooks schlicht schon vom Grundverständnis her absolut nichts zu suchen, denn dann ließe sich kaum noch von einer Sammlerausgabe sprechen.

Grundsätzlich bietet der FESTA Verlag (auch im Bereich Taschenbücher) verdammt hohe Qualität, die ich bei Großverlagen wie Heyne oder Bastei schlicht vermisse. Und auch dies hat einen entsprechenden Preis. Preisbashing kann ich da also eigentlich nicht sehen. Aber es wird natürlich auch niemand gezwungen, bei den Hardcover zuzugreifen wenn sie einem zu teuer sind. Ich persönlich fahre damit allerdings billiger als mit meiner Ex-Frau und habe auch mehr Spaß damit (...war ein Scherz, schmeiß jetzt ja nicht die Ehefrau oder Freundin raus :lol: ).
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