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Geisterjäger John Sinclair - Wehret den Anfängen: TODESZONE LONDON

Geisterjäger John Sinclair - Wehret den AnfängenBand 55
Todeszone London
von Jason Dark (Helmut Rellergerd)

Während der Parapsychologe Professor Zamorra nach  London gekommen ist, um einige Vorlesungen zu halten, will  seine Sekretärin Nicole Duval in der Zeit shoppen gehen.

Während sie ein Bad nimmt, wird sie in der Badewanne von einer Pflanze angegriffen.


55In letzter Sekunde kann Nicole aus dem Bad fliehen und sich vor der mörderischen Pflanze retten.

Unterdessen besuchen John und Suko Professor Zamorra in der Universität, wo der Parapsychologe seine Vorlesungen hält. Nach Ende der Vorlesungen wollen John, Suko und Zamorra zum Hilton fahren, um Nicole Duval abzuholen. Während der Fahrt erfahren sie aber über das Radio, dass mehrere Stadtteile Londons von einer Pflanzenpest befallen sind.

Die drei Männer entscheiden sich zum Hilton Hotel zu fahren, wo sich das Zentrum des Grauens befindet und wo sich Nicole Duval in Lebensgefahr befindet.

Während der Fahrt werden sie allerdings von einer Pflanzenwand aufgehalten. Um die schwarzmagischen Pflanzen wirksam bekämpfen zu können, rüsten sich die drei Geisterjäger aus. Während Suko mit der Dämonenpeitsche eine Bresche nach der anderen schlägt, hält ihm Sinclair mit dem silbernen Dolch den Rücken frei. Professor Zamorra ist mit einer Beretta bewaffnet und setzt zudem auf sein magisches Amulett.

Da die Pflanzen aus den Kanälen, Abflüssen etc. herausquellen, vermutet der Oberinspektor, dass jemand das Trinkwasser vergiftet hat. Um mehr über den Ursprung der Pflanzenplage zu erfahren, setzt sich Professor Zamorra mit Hilfe seines Amuletts mit dem Magier Merlin in Verbindung.
Von Merlin erfahren sie, dass hinter der Pflanzenpest ein Diener von  Mandragore, dem Herrn der Pflanzen steckt. Den Namen des Dieners weiß aber Merlin nicht. 

Sinclair, Suko und Zamorra entscheiden sich, getrennt zu agieren. Während Suko und Zamorra mit einem Hubschrauber zum Hotel Hilton fliegen, will der Oberinspektor den Diener von Mandragore ausfindig machen.

Kurze Zeit hat John Sinclair in Gestalt des verrückten Botanikers Quintus Peters eine heiße Spur.

Auf dem Grundstück von Peters gelingt es dem Oberinspektor schließlich den verrückten Botaniker zu vernichten. Und auch Suko und Professor Zamorra gelingt es, schlimmeres zu verhindern.  

  • Erschienen am 24. Juli 1979
  • Preis: 1,30 DM
  • Titelbild: Artioli
  • Besonderheiten:  Ein Roman mit Professor Zamorra und Nicole Duval.

Fazit: Mit TODESZONE präsentiert der Autor Helmut Rellergerd einen ziemlich hektischen 08/15-Roman, der sein Potential bezüglich der dämonischen Pflanzenpest überhaupt nicht entfalten kann und auf weite Strecken arg konstruiert wirkt, was auch daran liegt, dass  die dünne Geschichte nicht sehr viel hergibt.

Stattdessen beschreibt Helmut Rellergerd zu Beginn des Romans ellenlang (jedenfalls kommt es einem so vor) die Schönheitspflege von Nicole Duval, bis eine gierige Pflanze der Freundin von Professor Zamorra im Bad an die Wäsche will.

Ein weiteres Manko des Romans ist, dass man viel zu schnell erfährt, wer hinter der Pflanzenpest steckt. Professor Zamorra befragt mit seinem Amulett Merlin und schwupp erfährt er den Namen Mandragore. John Sinclair befragt seine Kollegen und schwupp erfährt er den Namen des verrückten Botanikers Quintus Peters, des Dieners von Mandragore. Das alles wirkt nicht sehr überzeugend, sondern ziemlich hektisch und überstürzt, zumal Mandragore gar nicht in Erscheinung tritt, sondern Quintus der Drahtzieher der Pflanzenpest ist.

Zudem ist die Handlung in der ersten Hälfte des Romans zweigeteilt. Zum einen erlebt der Leser hautnah mit, wie Sinclair, Suko und Professor Zamorra alles versuchen, um der Pflanzenpest Herr zu werden.
Zum anderen wird der Leser mit dem Überlebenskampf von Nicole Duval und den anderen Überlebenden im Hotel konfrontiert, was von Helmut Rellergerd atmosphärisch dicht beschrieben wird und dadurch viel interessanter wirkt als das ganze hektische Drumherum mit Sinclair & Co.

Ab der zweiten Hälfte des Romans haben wir es dann mit einer Dreiteilung der Geschichte zu tun. Einmal der Handlungsstrang mit Nicole Duval, dann den mit Suko und Professor Zamorra, die mit dem Hubschrauber zum Hilton fliegen, um Nicole zu retten, und schließlich den Handlungsstrang mit John Sinclair, der sich um den verrückten Diener des Mandragore kümmert.
Diese Mehrteilung der Handlung ist bei knapp 60 Seiten für die ganze Geschichte nicht sehr von Vorteil, zumal dadurch die Mankos des Romans noch deutlicher zum Vorschein kommen.

Auch der Kampf mit Quintus und die Sache mit dem Teich, in dem sich zwei Krokodile tummeln,  ist nicht gerade sehr originell. Quintus der sich in ein Pflanzenwesen verwandelt hat, stürzt nachdem er von einer Silberkugel getroffen wird, in den Teich und wird dort von den Krokodilen getötet. Sind die Krokodile plötzlich zu Pflanzenfressern geworden?

Auch sonst ist das ganze Ende des Romans nicht sehr überzeugend und wirft zu viele Fragen auf, die nicht beantwortet werden.

Die ganze Pflanzenpest, die sich gleich in mehreren Stadtteilen von London ausgebreitet hat und die fast den ganzen Roman nicht zu bezwingen ist, ist am Ende des Romans keine Gefahr mehr. Aber warum?

Warum konzentrieren sich die Pflanzen auf das Hilton Hotel, die von Professor Zamorras Amulett schließlich vernichtet werden.

Und warum sind die Menschen, einschließlich Nicole Duval, die sich langsam in Pflanzenwesen verwandeln, plötzlich wieder geheilt?

Und was ist mit den Pflanzen und den Menschen in den übrigen Stadtteilen von London?

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© by Ingo Löchel

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