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Ein phantastischer Filmklassiker - Machtrausch, Wissenschaft und Durchschaubarkeit

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 9
Machtrausch, Wissenschaft und Durchschaubarkeit

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Mal sehen was wir heute erkennen … oder auch nicht


Der Unsichtbare (The Invisible Man)Der Unsichtbare (The Invisible Man)
1933 hatte der Stummfilm ausgedient, jedoch der Farbfilm war eigentlich noch für das breite Publikum in den Kinos Zukunftsmusik. Manche Schauspielerinnen und Schauspieler versanken mit dem Tonfilm in der sprichwörtlichen Versenkung, weil sie stimmlich nun eher eine Fehlbesetzung auf ganzer Linie waren. Andere, die diese Hürde noch genommen hatten, konnte man in Gestik und Mimik noch die Verhaltensnormen der Stummfilm-Vorgaben ansehen. Diese Zeitspanne brachte auch einige Klassiker des Horrorfilms hervor, die man eventuell eben so gut in die Science Fiction einordnen könnte. Das liegt schlicht an der Tatsache, dass die Grenzen mitunter recht fließend sein können und man den Film als solches nicht auf ein Genre festnageln kann.

FRANKENSTEIN ist so ein Beispiel und THE INVISIBLE MAN könnte man auch hinzu rechnen. Das Thema Unsichtbarkeit lässt sich nämlich nur schwer in die hinterste Ecke des Horror-Genre packen. Nehmen wir nur in Sachen Unsichtbarkeit die Tarnschilde der Klingonen und schon sind wir mitten in der Science Fiction von STAR TREK angekommen. Belassen wir es einmal dabei, denn dieses Thema finden wir häufiger und wurde unlängst sogar in einem JAMES BOND Film verarbeitet, indem man Bonds Auto einen Tarnschild verpasst, der seinen Wagen faktisch durch Lichtbrechung unsichtbar macht.

Bei DER UNSICHTBARE aus dem Jahre 1933 kann man den Film jedoch auch nicht mit einem Federstrich einfach in die Ecke der SF verorten, weil er aufgrund seiner Düsternis auch dort nicht richtig Glücklich an seinem Platz wäre. Was mit FRANKENSTEIN so einfach nicht funktionierte, dass gelingt bei diesem Film eben auch nicht so einfach.

SzenenfotoEin Klassiker bleibt eben ein Klassiker:
Nun gibt es ja bei jedem Remake den klassischen Streit, was besser ist, dass Original oder das Remake. Da können die Fronten schon mal hart aufeinander prallen, obwohl am Ende doch beide Seiten recht haben werden. Warum? Nun, alles liegt stets im Auge des jeweiligen Betrachters und seine Meinung bleibt schlicht auch erst einmal seine Wahrheit. Ich halte mich da eher an die Formel, was mir gefällt ist gut und was mir nicht gefällt, da sollen andere ruhig weiter ihren Spaß daran haben dürfen. Ich gebe es da gerne zu, manches Remake finde ich schrottig umgesetzt, andere übertreffen für mich das Original jedoch manchmal um Längen, was auch ab und an der modernen Spezialeffekte geschuldet sein kann, manchmal aber auch schlicht an der Besetzung des Films liegt.

Ist schon toll, was man im Film per Computer mittlerweile alles leisten kann, sofern man es ordentlich macht. Billiger wurden die Filme jedoch deshalb wahrlich nicht in ihrer Produktion. Gleiches erging mit den Folgejahren auch dem UNSICHTBAREN. HOLLOW MAN – UNSICHTBARE GEFAHR aus dem Jahre 2000 mit Kevin Bacon ist so ein Effektschocker nach meinem Geschmack und für mich (also für meine kleine Welt im großen und ganzen des Universums) ist dieser Film die bisher beste Umsetzung des Themas, dass H. G. Wells 1897 zwischen zwei Buchdeckel presste. Auch Wells schob seine Romanfigur des UNSICHTBAREN nicht einfach in die Horrorecke. Er taufte diese Form seiner Story schlicht SCIENTIFIC ROMANCES. Dieses Prinzip der Zuordnung war seiner Zeit ja noch recht einfach gestrickt. Alles was mit Technik und Wissenschaft verbunden ist, rückte in der Form her der späteren SF sehr nahe, während alles was mit Monstern wie Werwölfe, Vampiren und Geistern zu tun hatte, bekam seine Heimat im Grusel- bzw. Horrorbereich zugewiesen.

Damals ging das ja noch ziemlich schmerzfrei, wobei ich mir bei einem Monster von Loch Ness dann doch nicht so ganz schlüssig wäre. Gehörte das Vieh nun damals in die Horrorecke oder eher schon wieder in die SF, wenn ich hier einmal davon ausgehe, dass es sich um ein überlebendes prähistorisches Wesen der Urzeit handeln könnte? Ich nenne hierzu nur mal den Plesiosaurier. Aber was mache ich mir da einen Kopf – solche klaren Unterscheidungen sind heute ja nicht mehr möglich. Schon bei dem Film ALIEN springt man heute munter zwischen SF und Horror hin und her und selbst in dem Bereich Thriller zieht der Horror ein. Frei nach der Maxime, dass das größte aller Monster nicht der Dämon, sondern der Mensch selbst ist. Was den Film DER UNSICHTBARE betrifft, ist und bleibt dieser Film von 1933 ein Klassiker, auch wenn er heute (ich muss es einfach für meine Sichtweise zugeben) für mich eher einen Schenkelklopfer abgibt. Das damals so bezeichnete „schauerliche“ Lachen des UNSICHTBAREN, dass so hoch gelobt wurde, hört sich für mich heute eher belustigend an (und das nicht nur in der Synchronisation sondern auch im Originalton). Wenn da ein paar Kleidungsstücke im Schnee eine arme Person verfolgen, kriege ich schon Tränen in den Augen vor Lachen und manche Dialoge sind so neben der Spur, dass mir beim Lachen noch der Bauch weh tut (und da ist viel Platz zum wehtun).

Sorry, es ist ja SF oder Horror … oder beides, da soll man nicht lachen, dass ist ein ernstes Thema. Und einmal darüber nachgedacht kommt man zu der Frage: Hätte H. G. Wells seinen Roman 1897 nicht geschrieben und James Whale (er führte auch bei FRANKENSTEIN 1931 und FRANKENSTEINS BRAUT 1935 Regie) nicht 1933 den Film gedreht – hätte ich dann heute die Möglichkeit, mir einen so guten Film wie HOLLOW MAN – UNSICHTBARE GEFAHR anzusehen? Wahrscheinlich nicht. In diesem Sinne sei H. G. Wells und dem Film DER UNSICHTBARE mein tiefster Dank ausgesprochen. Und zur Ehrenrettung der Verfilmung von 1933 sei noch gesagt, dass die Eingangszene, in der unser Wissenschaftler in der Nacht durch den hohen Schnee stapft, dann doch einen recht gruseligen Touch versprüht.

SzenenfotoWenn man mich nicht sieht, kann ich die Welt erobern:
Mitten in der finstersten Nacht und während der Schnee sich türmt,  bewegt sich der seltsame Dr.Griffin zum Landgasthof der Halls, die in der unmittelbaren Nähe eines kleinen Dorfes ihre Gäste zumeist im Sommer empfangen. Im tiefsten Winter jedoch ist ein solcher Gast von Auswärts schon eine recht ungewöhnliche Sache für die Eheleute Hall und ihren Dorfgästen in der Schankstube. Dr. Griffin ist seines Zeichens ein junger Wissenschaftler, doch diese Attribute sieht man ihm nicht an, denn er ist völlig vermummt, sein Kopf völlig mit Bandagen umwickelt und selbst seine Augen versteckt er hinter einer dunklen Brille.

Griffin ist es gelungen, ein Serum zu entwickeln, dass ihn für seine Mitmenschen völlig unsichtbar macht und nun sucht er hier in der Einsamkeit und Abgeschiedenheit die Ruhe, um ein weiteres Serum zu erstellen, dass diesen phantastischen Effekt wieder umzukehren vermag. Das er sich hierhin zurück gezogen hat, hatte er niemandem verraten, nicht einmal seiner jungen Verlobten Flora, die daheim vor Sorgen um ihn schon ihren Vater verrückt macht.

Von Ruhe für seine Arbeit kann jedoch in diesem abgeschiedenen Gasthof überhaupt keine Rede sein. Schon seine merkwürdige Erscheinung weckt begehrliche Aufmerksamkeiten und wilde Gerüchte. So reagiert Griffin zusehends gereizter, wenn er in seiner Kammer wieder einmal von Jenny Hall (gespielt von Una O'Conner, sie ist auch bei FRANKENSTEINS BRAUT von 1935 der lustige weibliche Part in der Rolle der geschwätzigen Dienstmagd Minnie) lautstark gestört wird. Als er dann auch noch mit seiner Miete in Verzug gerät, eskaliert die Situation und es kommt zu Handgreiflichkeiten, worauf die dörfliche Polizei gerufen wird.

Um fliehen zu können, gibt Griffin sein Geheimnis als Unsichtbarer preis, schockiert damit die heranstürmende Meute Schaulustiger und tötet wenig später einen der Polizisten. Das Serum hat nämlich längst schon seine unbekannten Nebenwirkungen bei Griffin gezeitigt. Was mit unkontrollierter Wut sich anfangs Bahn brach, verändert sein gesamtes Wesen hin zum Bösen. Im Wahn fühlt er sich unbesiegbar und sich selbst zum Herrn der Welt berufen. So entzieht er sich jeglicher Festnahme und beginnt sogar die Dorfbewohner aufs übelste zu terrorisieren. Bald hat sich sein Charakter so negativ entwickelt, dass er nicht einmal mehr davor zurück schreckt, weitere Morde zu begehen, indem er z.B. einen ganzen Zug zum entgleisen bringt. Auch seinen wissenschaftlichen Kollegen (der insgeheim selber Gefühle für Flora hegt) versucht Griffin durch Psychoterror und Drohungen einzuschüchtern, damit dieser ihm bei der Herstellung des Antiserums hilft und ihm sicheren Unterschlupf vor der Polizei bietet. Auch Flora besucht er, in die er nach wie vor verliebt ist. Doch selbst bei ihr gelingt es ihm nicht, seine wahnsinnigen Machtgelüste zu unterdrücken.

Selbst der Hauptkommissar scheint mit seinen raffinierten Methoden Griffin nicht stoppen oder gar dingfest machen zu können. Erst als man per Zufall die Fußspuren des unsichtbaren Griffin im Zugangsbereich einer Scheune entdeckt, gelingt es, dem Schrecken ein jähes Ende zu setzen.

SzenenfotoVom Schrecken, naiver Tricktechnik und offenem Slapstick:
James Whale ist ja nicht nur mit dem Film DER UNSICHTBARE ein Klassiker gelungen. Auch bei der FRANKENSTEIN Tonverfilmung nach dem Roman (aus dem Jahr 1818) von Mary Wollstonecraft Shelley (geborene Mary Godwin), mit dem unvergleichlichen Boris Karloff als das Monster, gelang ihm 1931 ein wahres Meisterstück der Phantastik. Dieses Meisterwerk toppte er nochmals 1935 mit der Fortsetzung FRANKENSTEINS BRAUT. Was Tricktechnik anging und wie man den schleichenden Schrecken effektvoll inszeniert, war für Whale also keine Neuheit. Trotzdem waren die Tricks für den Film DER UNSICHTBARE reines Neuland und dem entsprechend wirkt der Film heute gerade in Sachen Spezialeffekte eher etwas naiv und teilweise sogar recht witzig. Aber auch die Darstellung des wahnsinnigen Wissenschaftlers entbehrt aus heutiger Sicht nicht einer gewissen Komik, die sogar zuweilen haarscharf an der Grenze des Slapstick angesiedelt ist. So mag man heute kaum noch den Film DER UNSICHTBARE als Vertreter des frühen filmischen Schreckens einstufen wollen. Er hängt irgendwo dazwischen.

Manchmal wirkt es auch so, als sei er nichts halbes und nichts ganzes, so dass man sich mitunter fragt, wo James Whale mit diesem Film eigentlich hin wollte. Sieht man sich seine Arbeit zum Film FRANKENSTEINS BRAUT an, so hat Whale hier das Element der Komik in einem Film des Schreckens beträchtlich verfeinert. Manche Szene in FRANKENSTEINS BRAUT enthält eine feine und nicht aufdringliche Spur von Komik, und selbst wenn diese in eher geballter Form durch die Schauspielerin Una O'Conner mit ihrer stets überdrehten Psyche daher kommt, so passt diese Komik sich doch unaufdringlich und sogar auflockernd in das Gesamtkonzept des Filmes ein, ohne zu einem störenden Element zu verkommen. Das sieht bei DER UNSICHTBARE etwas anders aus. Natürlich hat das Ganze in der Nachbetrachtung einen gewissen unbeholfenen Charme, bleibt jedoch grobschlächtig und zuweilen doch sehr überdreht im Gedächtnis.

Ich bin daher versucht zu sagen, dass der Film DER UNSICHTBARE für Whale in Sachen Vermischung von düsterem Schrecken und einem Hauch von Komik eher ein Feldversuch gewesen sein muss, der jedoch objektiv zu grob und mitunter ziellos ausgefallen ist. Selbst Una O'Conner, hier in der Rolle der garstigen Gasthofbesitzerin Jenny Hall, weist daher mitunter etwas nerviges auf, denn niemand (und erst recht nicht Frau) lässt sich so derbe anpöbeln und klebt trotzdem ständig von Neugierde getrieben mit einem Tablett samt Essen bewaffnet an der Tür eines Hausgastes, der ungezügelte cholerische Anfälle sein eigen nennt. Man mag es daher sehen wie man will, der Film DER UNSICHTBARE ist und bleibt ein Klassiker des phantastischen Films. Als eine herausragende filmische Meisterleistung ist er meinerseits damit jedoch nicht zwangsläufig zu bezeichnen.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Der Film DER UNSICHTBARE weckt unbestritten die Neugierde. Neugierde auf die Umsetzung der Spezialeffekte in seiner in diesem Punkt doch noch sehr beschränkten Zeit, in Sachen des Spannungsaufbau und wohl auch in der Umsetzung allgemein. Diese Neugierde ist jedoch recht schnell befriedigt und wirkliche Spannung mag nur gequält aufkommen, gerade so, als müsse man sie zwangsweise aus einer Tube heraus drücken. Am Ende des Films fragt man sich daher auch unwillkürlich, wohin dieser Film denn nun wollte? Sollte er eine düstere Anklage werden, die vor der Zügellosigkeit der moralisch und ethisch ungebremsten Wissenschaft warnt? Sollte er die blanke Angst und den wohligen Schrecken der Zuschauer heraus kitzeln? Sollte er eine Mischung zwischen Bedrohung und schwarzem Humor liefern?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Für alles ist der Film zu grobschlächtig und zuweilen auch überdreht. 1933 mag das auch noch anders ausgesehen haben für die damalige Generation der Kinobesucher. Wo in diesen Zeiten noch das rasseln von Ketten über dem blanken Boden oder das kreischende Geräusch einer alten Tür in ihren rostigen Angeln genügte, um die sanften Gemüter der Kinobesucher ängstlich in ihren Sitzen versinken zu lassen, benötigt es heute durchweg weit härterer Kaliber der Schockelemente. Man mag sich also damals durchaus gegruselt haben vor manchen Bildern des Films. Doch das alleine reicht nicht zu einer abschließenden Antwort. Denn mit seinen anderen Werken wie FRANKENSTEIN und FRANKENSTEINS BRAUT gelang James Whale gegenüber DER UNSICHTBARE die Schaffung von zeitlosen, sich ins Gedächtnis brennenden Klassikern des phantastischen Films, die selbst heute immer noch Zuschauer faszinieren können, trotz der Tatsache, dass diese heute abgeklärter und härter im nehmen sind.

Ja, auch der Film DER UNSICHTBARE gehört in die Ahnenreihe der phantastischen Filmklassiker. Ob der geneigte Freund solcher Filme aber nun auch unbedingt stolzer Besitzer dieses Werkes von Whale werden muss, dass sollte hier indessen jeder selbst für sich entscheiden. Die DVD selbst, Teil einer kleinen Reihe klassischer phantastischer Filme, reißt zumindest bei einer positiven Beantwortung dieser Frage kein wirkliches Loch in die Haushaltskasse. Warum die DVD jedoch eine FSK-Freigabe erst ab 16 Jahre aufweist, dürfte schlicht ein dunkles Geheimnis bleiben. Hatte da vielleicht der Alkohol mit dem Urteilsvermögen gerade Katz und Maus gespielt? Mal ehrlich, den Film würden 12-jährige auch noch locker wegstecken, die kriegen in den Weiten des Internets und der Television oftmals weitaus härteres zu sehen.

Ausblick:
Warum für den nächsten Film rüber zur Insel (Großbritannien) schielen oder gar über den großen Teich in die USA? Schauen wir doch einmal bei unseren Nachbarn herein. Genauer gesagt nach Frankreich. Lars von Trier hatte mal sinngemäß gesagt, dass nichts faszinierender ist als das Böse. Recht hat er. Auch benötigt der phantastische Film keine Monster oder gar übersinnliche Elemente, denn mancher Schrecken funktioniert auch ohne ihn und das größte Monster ist ja schließlich in der realen Welt wohl der Mensch selbst. Was aber passiert, wenn das Böse in Form zweier junger Mädchen auftritt, die nichts lieber tun, als ihre Umwelt mit ihren Reizen aufzustacheln, Schriften des Satans zu lesen und andere Menschen zu demütigen? Nun, so etwas funktioniert so lange, bis die Sache irgendwann außer Kontrolle gerät. Ein kleiner Tipp im voraus: Der nächste Filmklassiker überschreitet die Grenzlinie des phantastischen nicht wirklich, bedient sich aber manchen Versatzstücken und wurde sogar zeitweise wegen Blasphemie verboten. Der Film selbst stammt im übrigen aus dem Jahr 1971. Na, Neugierig? Dann knabbert mal weiter an den Fingernägeln, denn mehr wird im Vorfeld nicht verraten.

Der Unsichtbare (The Invisible Man)Der Unsichtbare
(The Invisible Man)
mit Claude Rains, Gloria Stuart, William Harrigan, Henry Travers, Dudley Digges, Una O'Conner, Forrester Harvey, E. E. Clive u.a.
Regie: James Whale
Drehbuch: Philip Wylie, R. C. Sherriff
Produzent: Carl Laemmle Jr.
Nach einem Roman von: H. G. Wells
Genre: SF/Horror
Laufzeit: 68 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Universal Pictures
USA 1933

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2015-09-06 12:26
Zitat:
manches Remake finde ich schrottig umgesetzt, andere übertreffen für mich das Original jedoch manchmal um Längen
Ich habe Remakes in den letzten Jahren grundsätzlich gemieden. Das Problem - für mich - ist vor allem, dass sie keinen inhaltlichen Mehrwert bieten, sondern schlechter sind. Zweifellos sind sie technisch besser gemacht und sehen (oft) besser aus. Aber die nötigen inhaltlichen Änderungen scheitern meistens auf spektakuläre Weise. Wenn ich da nur an Granaten wie Haunting of Hill House oder The Fog denke.

Beim Unsichtbaren bin ich auch eher zwiespältig. Man muss die Tricks bewundern, aber das komödiantische Element wirkt doch sehr erzwungen. Das ist mir zu sehr Klamauk. Das gleiche Problem habe ich mit Whales zweitem Frankenstein. Es killt die Atmosphäre. Ich habe es nie nachgelesen, aber ich denke mal, dass die Komik der Zensur geschuldet ist, um das Paket aufzulockern.
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#2 Thomas Mühlbauer 2015-09-06 13:17
Dann will ich zumindest mal raten, um welchen Film es in der nächsten Folge gehen könnte.

The Devils/Die Teufel von Ken Russell?
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#3 Laurin 2015-09-06 18:11
@ Andreas Decker: Jedem das seine. Aber ich gebe dir mal ein Beispiel: Carrie hatte ich mir in der Originalverfilmung nie geholt und auch im Fernsehen gemieden, weil einfach nur schrottig von den Darstellern her. Dagegen finde ich das Remake endlich mal gelungen.

@ Thomas Mühlbauer: Nö, ist er nicht. Aber bis Samstag hast du ja noch Zeit zu raten. :D
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#4 Mainstream 2015-09-06 22:36
-
Bin sehr gespannt, ob's ein Film von Joel Seria sein wird. Freu' mich drauf.

Und bitte, hole CARRIE nach. Gerade wegen der Darsteller.
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#5 Andreas Decker 2015-09-07 11:53
zitiere Laurin:
@ Andreas Decker: Jedem das seine. Aber ich gebe dir mal ein Beispiel: Carrie hatte ich mir in der Originalverfilmung nie geholt und auch im Fernsehen gemieden, weil einfach nur schrottig von den Darstellern her. Dagegen finde ich das Remake endlich mal gelungen.


Romanverfilmungen sind eine Kategorie für sich. Du kannst ein ganzes Buch füllen mit Filmversionen der drei Musketiere. Das sind ja keine Remakes im herkömmlichen Sinn.

Allerdings hat DePalmas Carrie einen solch nachhaltigen Einfluss auf die amerikanische Popkultur gehabt, da ist jede Neuverfilmung vom filmischen Gesichtspunkt nur malen nach Zahlen.
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#6 Laurin 2015-09-07 16:18
@ Mainstream: Ich habe ja Carrie von De Palma damals gesehen (ausgeliehen aus der Videothek). Piper Laurie war sogar super. Sissy Spacek als Carrie ging für mich nun wirklich nicht, zumal ich ihr in dem Film die blutjunge Tochter :o nicht abnehme (eher eine 30-jährige die bei Muttern nicht aus dem Haus kommt) und für mich kam dann der endgültige kunstvolle Absturz für den Film mit dem ersten Auftritt von John Travolta :eek: (Quasi das Sahnehäubchen auf dem Grünkohl). Schon das schrie förmlich für mich nach einem vernünftigen Remake (mit dem ich nun in meiner Sammlung rundum zufrieden bin :-) ).

Was Joel Seria angeht, reicht dir da als Antwort dieser Smiley bis Samstag... ;-)
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