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Ein phantastischer Filmklassiker - Rowdys, militärische Kaltblütigkeit und die Kinder des Todes

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 11
Rowdys, militärische Kaltblütigkeit und die Kinder des Todes

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Und hier haben wir einen sehr ungewöhnlichen Film der Hammer-Studios.


Sie sind Verdammt (These are the Damned)Sie sind Verdammt (These are the Damned)
Mit diesem Film in schwarzweiß gedreht, dürfte es sich wohl um den ungewöhnlichsten Kinofilm der Hammer-Studios handeln, der je heraus gekommen ist. Da gibt es keinen Dracula, kein Frankenstein-Monster oder Hexen und was bei Hammer damals alles aufgefahren wurde, um das Studio zum Horror-Star seiner Zeit schlechthin zu machen. Und wirklich, im Kino – ob in Großbritannien als auch in den USA - wurde THE DAMNED gleich unschön behandelt, wenn nicht sogar rücksichtslos verstümmelt (wie ich es bei meinen Recherchen leider auch lesen musste).

Man kann auch sagen, der Film war nicht wirklich beliebt in seiner Zeit. Das bezieht sich nicht auf die Zuschauer, die in die Kinos eilten. Eher dürfte man in der Politik und beim Militär bei diesem Film einige Bauchschmerzen bekommen haben. Und ja, wir reden hier immer noch über einen Film, der durchaus auf den Grenzlinien zwischen Science Fiction, Horror und (seit neuestem auch für sich selbst stehend) der Dystopie balanciert. Doch fragen wir mal erst, was ist eigentlich Dystopie?

Bete, dass es nicht soweit kommt:
Zombiefilme sind z.B. Filme im Bereich der Dystopie. Es handelt sich hier um die Darstellung einer Anti-Utopie, also eines Zustandes oder einer (fernen wie auch nahen) Zukunft, die im völligen Chaos besteht und selbst die baldige völlige Auslöschung der Menschheit durchaus mit einbeziehen kann. Das kann z.B. durch einen neuen, sehr schnellen und äußerst gefährlichen Virus, Horden von Zombies, Krieg oder einem auf die Erde schlagenden Meteoriten, sogenannten Planetenkillern, passieren.

Einiges, wie die Hirn fressenden Zombies gehören ins Reich der Phantastik und werden dort auch bleiben. Bei einem Planetenkiller sieht die Sache schon etwas anders aus, denn die ziehen durchaus ihre Bahnen am Rande unseres Sonnensystems und manche davon ziehen ihre Bahn auch schon mal quer eben durch unser Sonnensystem. Da braucht es nur den Billard-Effekt und schon könnte so ein Brocken einen ganz üblen Kurs nehmen. Beim Virus sieht es nochmals anders aus. Viren können mutieren und zwar in recht schneller Art und Weise. Richtig mutiert, kann so ein neuer Virus gleichsam das Ende der Gattung Mensch bedeuten. Aber Mutter Natur hat sich solch einen Spaß noch nicht wirklich häufig ausgedacht und wenn, dann eigentlich bisher regional erst einmal begrenzt (z.B. Ebola). Bei HIV oder besser bekannt als AIDS, sieht die Sache etwas anders aus. Dessen erste Verbreitungsbereiche haben so manchen Wissenschaftler stutzig werden lassen, ob bei diesem Virus nicht auch noch jemand anderes die Finger im Spiel hatte als nur Mutter Natur. Absolut beweisen kann man es aber bisher nicht, was aber auch nicht ungewöhnlich ist, denn wenn, will es eh keiner gewesen sein. Fakt ist, dass man in manchen Labors nur zu gerne Dr. Frankenstein spielt, auch wenn man hier nicht auf Leichenteile zurück greift.

Man weiß ja nie, in welchem zwischenstaatlichen Konflikt man so eine unsichtbare und schnelle Lösung mal gebrauchen kann. Und in diesem Moment wären wir auch schon beim Militär und „führbaren“ Kriegen. Hier offenbart sich ein Horror, der nur zu schnell Real werden kann. Im Film muss man dann nur noch ein kleines phantastisches Element hinzufügen und man hat den Film SIE SIND VERDAMMT. Das (auch) der Westen (sprich NATO/USA usw.) an einem solchen Thema in den 60er Jahren keine Freude hatten, dürfte einleuchten. Wenn man wie ich am Ende der 70er Anfang der 80er Jahre bei der Bundeswehr war, der konnte (sofern er Augen und Ohren offen hielt) manches erfahren, was einem schwarz vor Augen werden, bzw. einen etwas verstört zurück lies. In diesem Sinne sei hier nur gesagt: Auch hier im Westen lügt man in diesem Punkt gerne das sich die Balken biegen, wenn es um mögliche zukünftige kriegerische Auseinandersetzungen geht. Und der kalte Krieg zwischen Ost und West war damals ja schon lange voll im Gange.

Zumindest wurde mir da in 15 Monaten beigebracht, dass wenn die USA sich als die Guten und die Hüter von Demokratie und Freiheit bezeichneten und im gleichen Atemzug die Sowjetunion als Reich des Bösen betitelten, schon mehrere beinharter Lügen über die Propagandaschiene gelaufen sind. Aber wie passt nun der Film SIE SIND VERDAMMT in diese persönliche Erkenntnis? Nun, dann schauen wir doch mal etwas in den Inhalt der Geschichte, wobei ich hier die durchaus gewollten Bruchstellen der Story kennzeichnen werde. Wer sich den Film aber noch holen möchte (er ist erst seit kurzem z.B. als DVD endlich wieder erhältlich) und ihn vorher noch nie gesehen hat, der sei in Sachen Spoiler hier vorgewarnt. Im Zweifel also erst Film an Land ziehen, anschauen und dann nochmals auf diesen Artikel zurück greifen.

Szenenfoto60er Jahre und die Straßenbande:
Man lebt sein Leben, so wie den Tag vorher und wohl auch am nächsten Tag. Das gilt auch für den Amerikaner Simon Wells, der einen schönen Bootsurlaub vor der englischen Küste fest eingeplant hatte. Bei einem Landgang trifft Wells auf die hübsche junge Joan. Wells ist zwar schon um etliche Jahre älter als das Mädchen, aber dem aufreizenden Hüftschwung und der zur Schau getragenen sexy Figur erweist er sich immer noch sehr empfänglich. Manche gestandene Männer können zwar so Alt werden wie sie wollen, aber in manchen bleibt der Schürzenjäger gegenüber weit jüngeren Frauen erhalten.

Vielleicht hätte es sich Wells verkniffen, bei Joan den Casanova zu spielen, wenn er gewusst hätte, dass sie ihn direkt in eine Falle führt. Denn hinter der nächsten Ecke wartet schon der junge King und seine Bande aus Halbstarken. Das sie den liebestollen Amerikaner um seine Brieftasche erleichtern, damit hat Joan eigentlich keine Probleme. Das ihr Bruder King und seine Jungs ihn aber gleich auch noch äußerst brutal zusammenschlagen müssen, davon ist sie dann doch irgendwie alles andere als begeistert. Ziemlich lädiert trifft Wells danach auf eine Bildhauerin, die sich einige Zeit in einem kleinen Haus an der Küste einquartiert hat, dass wiederum einem Wissenschaftler zu gehören scheint, der an einem streng geheimen militärischen Projekt arbeitet. Als Sie aus Neugierde etwas mit ihren Fragen nach bohrt, offenbart ihr der Wissenschaftler, dass er sie wohl töten müsse, wenn er ihr etwas davon erzählen sollte … befreundet hin oder her.

Späte Gefühlswallungen und eine extreme Geschwisterliebe:
Irgendwie hatte der viel ältere Wells jedoch einen tiefen Eindruck bei Joan hinterlassen und auch Wells selbst geht das Mädchen nicht mehr aus dem Kopf. Wäre da ihr älterer Bruder King nicht so psychopathisch veranlagt. King mag nicht einmal darüber nachdenken, dass irgend ein anderer Mann seine Schwester überhaupt nur berührt. Von mehr ganz zu schweigen. Er ist so in Joan vernarrt, dass er sie lieber mit eigener Hand töten würde, als zuzusehen, wie seine Schwester von einem anderen Mann von ihm weggerissen wird. Die Gefahr ist jedoch gerade sehr gegenwärtig, denn Joan trifft erneut auf Wells und fasst Vertrauen zu dem Amerikaner. So erzählt sie ihm auch von ihrer Angst, dass King völlig durchdrehen könnte und etwas ganz schlimmes passiert.

Wells versucht sie dazu zu bewegen, mit ihm zu kommen und den krankhaft eifersüchtigen Bruder hinter sich zu lassen. Doch sie werden beobachtet von Kings Bandenmitgliedern, die bereits auf der Lauer liegen. Gemeinsam mit Wells flieht sie in seinem Motorboot, während King und seine Gang bereits ihre Verfolgung aufgenommen haben. Um nicht gleich wieder in seine Fänge zu geraten, gehen sie an der einsam gelegenen Küste wieder vom Boot und quartieren sich in dem entlegenen Häuschen ein, dass eigentlich von der Bildhauerin bewohnt wird. Doch die befindet sich gerade nicht einmal in der Nähe.

SzenenfotoErneute Flucht und die eiskalten Kinder:
Irgendwann kommt in Joan und Wells der Gedanke auf, dass sie sich hier direkt für King auf dem Präsentierteller befinden könnten. Damit haben sie nicht so ganz unrecht, denn sie werden bereits  beobachtet. Zeit also, sich aus dem Staub zu machen. Doch schnell bemerken sie, dass ihnen die Verfolger bereits wieder im Nacken sitzen. Auch die Bildhauerin kehrt nun zurück und trifft auf King, der seine Wut kaum noch unter Kontrolle hat. Längst hat er den Plan gefasst, Wells umzubringen. Auf der Flucht vor King und seiner Bande bleibt Wells und Joan nichts anderes übrig, als sich durch ein militärisches Sperrgebiet an der Küste zu kämpfen.

Während der Flucht und einer weiteren Auseinandersetzung stürzen Wells und Joan von der Steilküste ins Meer. Zwar gelingt es ihnen, wieder halbwegs an Land zu kommen, doch plötzlich sehen sie sich unterhalb der Steilküste einem kleinen Jungen gegenüber, dem es durch einen Trick gelungen ist, eine geheime Tür nach außen zu öffnen. Hier treffen die beiden auf weitere Kinder, die scheinbar in diesem abgeschotteten Bunkersystem ohne jegliche Erwachsene leben. Und ja, es gibt keine Erwachsene und unterrichtet werden die Kinder über einen Monitor. Bald wird Wells und Joan gewahr, dass nie ein Erwachsener sich in ihre Nähe wagt – vom „schwarzen Tod“ einmal abgesehen, der schon mal den Weg über den Fahrstuhl nach unten in die Bunkeranlage einschlägt.

Im Grunde sind die Kinder auch recht nett und besorgen ihnen auch Decken damit sie sich nicht nach dem unfreiwilligen Bad im Meer erkälten. Doch die Warnung der Kinder, sich nicht von den Kameras erfassen zu lassen, weil sonst der „schwarze Tod“ sie holen würde, kommt ihnen schon recht merkwürdig vor. Erschreckend für sie ist jedoch die Tatsache, dass keines der Kinder eine normale Körpertemperatur besitzen. Vielmehr bleiben ihre Körper ständig eiskalt wie bei einer Leiche.

Auch King hat mittlerweile den Abstieg an der Steilküste begonnen und stürzt ins Meer. Und auch er wird von einem der Kinder gefunden und in die Bunkeranlage gebracht. Dort entflammt gleich wieder seine Wut auf Joans Ungehorsam und besonders auf Wells. Als er jedoch mitbekommt, dass mit den Kindern etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, scheint eine gewisse Art von Burgfriede zwischen den Dreien einzukehren. Doch dem Militär an der Oberfläche ist nicht entgangen, dass im Bunker etwas ungewöhnliches vor sich geht. Schon bald rechnen sie Eins und Eins zusammen (den Einbruch in das militärische Sperrgebiet, wobei auch einer von Kings Bandenmitgliedern aufgegriffen wurde und dem seltsamen verhalten der Kinder im Bunker, als verbergen sie ein Geheimnis), und entsenden letztendlich mehrere Soldaten in ihren schwarzen Strahlenanzügen nach unten in den Bunker.

SzenenfotoDie Flucht, der nahe Tod und ein grausames Geheimnis:
Wells, King und Joan liefern sich eine Auseinandersetzung mit den Männern in den schwarzen Strahlenanzügen, die sie dort bewaffnet suchen. Nun wird ihnen auch klar, was die Kinder mit dem schwarzen Tod meinten. Auch die Kinder wittern nun ihre Chance und bitten die Drei, ihnen bei der Flucht aus dem Bunker des Militärs zu helfen. Es gelingt ihnen sogar mit den Kindern aus dem Bunker zu entkommen, wobei sie auch im Verlauf unerwartet Unterstützung seitens der Bildhauerin bekommen. Doch das Militär ist längst schon in der Überzahl.

Nur King gelingt es mit einem der Kinder im Wagen zu fliehen. Dann schnappt die Falle des Militärs zu. Mit schrecken müssen Wells und Joan erfahren, dass es sich hier nicht um normale Kinder handelt. Vielmehr wurden sie geboren, als ihre Elten unter einer gewaltigen radioaktiven Strahlung standen. Auch die Kinder sind seit ihrer Geburt alle hoch radioaktiv, weshalb sie auch keine Körpertemperatur entwickeln. Das Militär hält und unterrichtet sie deshalb einzig und alleine zu dem Zweck, dass sie die Erde neu bevölkern sollen, sobald der als in naher Zukunft sicher geltende globale Atomkrieg die Menschheit ausgelöscht haben wird. Der militärische Wissenschaftler lässt Wells und Joan mit dem Motorboot entkommen und gibt Anweisung, ihnen in einem gewissen Abstand zu folgen, denn die Strahlendosis, der sie durch die Kinder ausgesetzt waren, würde sie bereits in kürze töten.

Auch King und dem entkommenen Kind ist man auf den Fersen, wobei auch King bereits körperlich spürt, dass er wegen der Strahlung der Kinder nicht mehr lange zu leben haben wird. Nur die Bildhauerin war nicht lange genug in der Nähe der radioaktiven Kinder, die man wieder in die Bunkeranlage verbringt. Als sie sich jedoch weigert, sich dem militärischen Projekt anzuschließen und deren grausame Versuche geheim zu halten, wird sie von dem Wissenschaftler kaltblütig erschossen.

SzenenfotoDas Element des Phantastischen...
...reduziert sich in dieser Hammer-Produktion auf die hoch radioaktiven Kinder. Hier mutieren sie nicht zu Superwesen wie bei den X-Men, sondern tragen ungewollt den unsichtbaren Tod für die Menschen in sich. Sie töten unwissendlich, ohne das sie dies überhaupt wollen. Und sie sind hilflose Versuchskaninchen für das Militär, dass mit einem drohenden Atomkrieg plant, als wäre es nichts anderes, als wäre es ein reiner Spaziergang.

Dass man sich generell für das Überleben der Menschheit einsetzt und alles daran setzt, diese teuflische Spirale des Krieges im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu durchbrechen, kommt ihnen nicht einmal im Traum in den Sinn. Es ist also nicht das Element des Phantastischen, das hier schockiert und beängstigt. Es ist vielmehr die Unmenschlichkeit des Militärs, das nicht einmal ansatzweise ins Reich der Utopie verschoben werden kann. Beängstigend realistisch sind auch die Bruchstellen innerhalb des Filmes. Beginnt er noch wie ein Film, der ein Thema der Swining Sixties thematisiert (rebellische Jugend und Gewalt), so gleitet er langsam in einen durchaus politisch-militärischen Bereich ab, der nicht weniger realistisch wirkt.

Man kann fasst den Finger darauf legen das, würde es solche Kinder in der Realität geben, dass dargestellte Szenario durchaus nicht aus der Luft gegriffen zu sein scheint. Der Film selbst gewinnt dabei gerade jetzt wieder an bedrückender Aktualität, wo wieder an einem kalten Krieg gebastelt wird, ganze Nationen im mittleren Osten durch Unterstützung von menschenverachtenden Terroristen destabilisiert werden (sowie außer Kontrolle geraten) und Staaten wie die Ukraine durch von außen gesteuerte, sogenannte Farbenrevolutionen in ein blutiges Chaos gestürzt werden. Das Sahnehäubchen dürfte in dem Wahnsinn bestehen, dass führende Politiker und Militärs in den USA wieder offen über einen führbaren Atomkrieg nachdenken. Der Wille zur Macht über andere Staaten und Rohstoffe wurde schon immer mit sehr viel Blut bezahlt. Nicht das ich jetzt hier behaupten würde, in Russland säßen nun Engel an der Regierung, ganz und garnicht. Aber man sollte sich seine Freunde schon mit bedacht aussuchen und bei zeiten auch überprüfen, denn bei manchen Freunden benötigt man plötzlich keine anderen Feinde mehr.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Die hält sich wieder mal sehr kurz. Als ich diesen Film in meiner Kindheit mit meiner Mutter sah, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, auch wenn ich mir unter radioaktiver Strahlung noch nicht wirklich viel vorstellen konnte. Und trotz seines Alter hat dieser Film nichts an seiner äußerst bedrückenden Atmosphäre verloren. Leider geriet er sehr schnell in Vergessenheit und brauchte bis jetzt, um wieder allen zugänglich zu werden. Der Film selbst blieb die einzige Regiearbeit von Joseph Losey für die Hammer-Studios, genauso wie das beängstigende Grundthema ein außergewöhnlicher Einzelfall in der langen Reihe der Hammer-Produktionen blieb.

Bei SIE SIND VERDAMMT funktioniert der Horror daher auf einer sehr realistischen Weise, die an Aktualität nicht eingebüßt hat. SIE SIND VERDAMMT ist in seiner Art schon damals mutig gewesen und in seiner Direktheit verstörend, schonungslos konsequent und in seiner Schlusssequenz schockierend, dass es einem eiskalt den Rücken herunter läuft. Alleine aufgrund seiner Zeitlosigkeit in der Grundaussage, als auch in seiner Umsetzung und nicht System orientierten Offenheit gehört dieser Film schon zur Gattung Pflichtprogramm. Sei es im Bereich der phantastischen Filmklassiker als auch darüber hinaus.

Ausblick:
Kinder und Horror (oder doch Science Fiction … oder beides), da habe ich noch was in der Hinterhand. Die Kinder aus SIE SIND VERDAMMT, brachten ja nun nicht mutwillig oder gewollt den Tod. Da gibt es andere Kaliber, die wir noch aufgreifen werden. Doch stellen wir sie mal etwas kurzzeitig zurück, um uns nicht an einem Themenbereich fest zu beißen. Der nächste Filmklassiker des Phantastischen wird sich daher wieder mal um ein klassisches Monster drehen. Vampiren werden wir hier noch öfter begegnen, weil sie damals schon mal einen gewissen Hype hatten (ähnlich der Pussy-Vampire der letzten Jahre).

Aber da gab es auch noch so manches andere Monster das in schwarzweiß die feinsinnigen Damen in den Lichtspielhäuser zum quietschen brachten. Also hole ich das nächste mal wieder ein nunmehr eher feuchtes Monster hervor, das in meinem Filmarchiv gerade herum schwimmt. Welches es sein wird? Ich könnte jetzt sagen, ratet mal. Aber das tut ihr bestimmt auch ohne das ich euch wieder extra dazu auffordern muss. Also dann, bis nächsten Samstag.

Sie sind Verdammt (These are the Damned)Sie sind Verdammt
(These are the Damned /
The Damned)
mit Shirley Anne Field, Oliver Reed, Macdonald Carey, Viveca Lindfors, Walter Gotell, James Maxwell, James Villiers, Kenneth Cope, Tom Kempinski, Barbara Everest, Brian Oulton, Alexander Knox u.a.
Regie: Joseph Losey
Produktion: Anthony Hinds
Nach der Novelle: The Children of Light von H. L. Lawrence
Laufzeit: 91 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Vertrieb: Explosive Media
Erscheinungsdatum: 28. August 2015
Hammer-Studio
Großbritannien 1963

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Kommentare  

#1 AARN MUNRO 2015-09-19 09:34
Ich fand den Film sehr ordentlich gemacht, sowohl thematisch, als auch in der Darstellung. Er gehört im Grunde zu meinen "Lieblingsfilmen", aber hier ist die Palette sehr breit: einzige Voraussetzung für mich: intelligenter Plot, phantasievolle Darstellung, kreative Ideen und Handlungen, actionhaltig (nicht ...lastig!!!)...und eine Prise Humor (nicht zuviel), die zugegebenermaßen nicht überall hineinpaßt.Wir (in unserer unmittelbaren Umgebung, d.h. meine Freunde und ich) schätzen diesen Film sehr...ebenso wie einen ähnlichen, allerdings wird nicht immer auf "Teufel komm 'raus" analysiert, sondern man betrachtet den Gesamteindruck, den ein Film auf Einen macht.Da ist oft der Plot entscheidend, weniger die Einzeldarstellung.
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#2 DarkDancer 2015-09-19 10:28
Ha..hatte ich vergangenen Samstag richtig geraten.
Es muss wohl in den frühen 70ern gewesen sein als ich diesen Film im TV gesehen habe,vielleicht als Teil der Science Fiction Reihe oder im Phantastischen Film oder im Gruselkabinett? Egal ich ,Jahrgang ´63,war jedenfalls noch ein Kind und war einigermaßen geschockt ob des Schicksales der Kinder.
Natürlich hatte man nur eine verschwommene Vorstellung von Radioaktivität,aber der Gedanke das die armen Kinder dort ganz allein gefangen gehalten werden um einmal Keimzelle einer neuen Bevölkerung zu werden war schon starker Tobak. Ein Film der auch heute noch funktioniert und den geneigten Zuseher in seinen Bann zu ziehen vermag wie ich glaube.
Ach übrigens..nächste Woche ist ein 3D Film dran?
Gruß
DD
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#3 Laurin 2015-09-20 16:03
Na, da kennt sich aber einer aus, DarkDancer. ;-)
Ja, in 3-D wurde er gedreht. :lol:
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#4 DarkDancer 2015-09-20 16:53
Na super.. :-) Dann gibt es ja nen echten Klassiker.
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#5 Mainstream 2015-09-20 19:08
-
Von besagtem Klassiker hatte ich eine 18 minütige
Heimkinofassung. Ist dann leider rotstichig geworden,
weswegen das 3D nicht mehr funktionierte.
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