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Ein phantastischer Filmklassiker - Von Schottland aus im Sauseschritt nach Atlantis

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 15
Von Schottland aus im Sauseschritt nach Atlantis

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Da gehört der Mittelpunkt der Erde eindeutig dazu.


Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (Journey to the Center of the Earth)Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (Journey to the Center of the Earth)
Waren sie schon mal in einer Tropfsteinhöhle? Ich schon, zumindest in noch jüngeren Jahren - so locker unterhalb den Dreißigern. Bei der Führung war es schon recht positiv, dass es sich um eine überschaubar kleine Gruppe handelte und man so seine Umgebung wirklich ohne Ablenkungen im Fokus hatte. Gut, versteinerte Riesenpilze fanden sich da ebenso wenig wie große und kleine Kristalle, ausgestorbene Saurier oder ein unterirdisches Meer. Aber was man bei einer solchen Führung zu sehen bekommt, reicht für den Durchschnittsbürger schon völlig aus, um mit offener Brotluke im Gesicht umher zu wandeln. Und ja, zu diesem Zeitpunkt kannte ich den besagten Film aus dem Jahre 1959 schon, weil ich ihn das erste mal im Fernsehen gesehen hatte, als ich noch zur Grundschule ging. Ein zweites mal sah ich ihn wieder im Fernsehen und da es nunmehr gerade Videorecorder gab, habe ich mir diesen Film auch gleich aufgenommen.

Nun sind die Zeiten von BETA- und VHS-Kasetten schon etwas her (BETA war die erste Version die mir mein Bruder als zukunftsweisend aufgeschwatzt hatte) und da ging dann irgendwann die Suche los nach dem Film auf DVD. So gelangte ich dann an eine ausländische Fassung (zu sehen unten mit dem Cover), die aber auch eine deutsche Tonspur aufweist und mich so nicht vor die unfreundliche Aufgabe stellte, mit einem Sprachführer in Englisch in der Hand vor dem Heimkino zu sitzen (und dabei sichtlich zu verzweifeln).

SzenenfotoNun gibt es ja auch schon einige Neuverfilmungen des gleichnamigen Romans von Jules Verne. Gerade die Version aus dem Jahre 2008 mit dem US-Komiker Brendan Fraser als Vulkanologe samt 13-jährigem Neffen kann man ja nunmehr häufiger im Fernsehen bestaunen. Doch irgendwie schafft es dieser Film nicht einmal im Ansatz, dieses Flair herüber zu bringen, dass die Version aus dem Jahre 1959 mit James Mason von Anfang bis Ende versprüht. Also lasse ich Fraser Fraser sein und ziehe mir statt dessen dann doch lieber die ältere Version rein, wenn ich einmal wieder in Richtung Mittelpunkt Erde aufbrechen will.

Interessant ist im übrigen auch, dass Peter Ronson, der den Hans Belker spielt, mit diesem Film auch gleich wieder seine Schauspielkarriere auf Eis gelegt hatte. Ronson, der übrigens bürgerlich Petur Rögnvaldsson heißt, hatte zwar nach dieser Rolle noch zwei weitere Filmangebote, lehnte diese jedoch ab. So blieb DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE der einzige Film, in dem der isländische, 1,93 Meter große Zehnkämpfer eine tragende Rolle spielte. Und diese Rolle spielte er perfekt, auch wenn an der einen oder anderen Stelle seine Ente Gertrud versucht, ihn an die Höhlenwand zu spielen (bevor sie im Magen des üblen Graf Saknussem ein knuspriges Ende findet). Doch kommen wir hier gleich mal zum Inhalt des Films, der mehr oder weniger schon damals von der eigentlichen Romanhandlung von Jules Verne abwich, dessen Originaltitel übrigens VOYAGE AU CENTRE DE LA TERRA hieß. So sucht man bei Jules Verne z.B. die versunkene Insel Atlantis im Roman vergebens und auch nicht alle Personen des Films kommen im Roman vor.

SzenenfotoVon Edinburgh nach Island und ab unter die Erde:
Oliver Lindenbrook ist nicht nur ein angesehener Geologie-Professor aus Edinburgh, sonder auch gerade mal geadelt worden, was sich in einer Zeitung noch mal sehr interessant für ihn nachlesen lässt. Und wie es sich für einen ordentlichen Professor gehört, vergisst er dabei sein Umfeld völlig, wenn er sich auf eine spezielle Sache konzentriert. Ein Umstand, der nicht immer von Vorteil sein muss, besonders dann, wenn man zumindest Gefahr läuft, dabei fasst von einer schottischen Dudelsack-Truppe samt ihren heimischen Klängen umgelaufen zu werden. Dass die gesamte Studentenschaft ihn zu seinem Adelstitel hochleben lässt, bekommt er allerdings dann doch wieder bewusst mit.

Aber ein Student ist Lindenbrook besonders ans Herz gewachsen, so das er ihn auch sogleich zum Essen mit weiteren Gelehrten der Universität zitiert, dass er zu diesem festlichen Anlass ausrichtet. Leider verfügt Alec McEwen nicht gerade über wirkliche Reichtümer und muss sich hierfür sogar die passende Kleidung von einem Mitstudenten ausleihen (ob ein Schottenrock da wirklich hin passt?). Wirklich verpassen will er den Besuch bei seinem Professor jedenfalls nicht, hat er sich doch in die junge Jenny mehr als nur verguckt. Zum Geschenk hat es dann finanziell doch noch für einen Lavastein bei ihm gereicht, der mehr als ungewöhnlich schwer für seine geringe Größe ist. Genau letzteres weckt wiederum den Forscherdrang des Professors, der nach einem explodierten Ofen hinter das Geheimnis des Gesteinsbrocken kommt. Denn in dem Lavagestein eingeschlossen befindet sich ein Senkblei mit einer Nachricht des Gelehrten Arne Saknussem, der glaubte, es gäbe einen direkten Weg zum Mittelpunkt der Erde und dann eines Tages plötzlich auf mysteriöse Weise für immer verschwand.

Die Nachricht belebt unseren guten Lindenbrook mal wieder so intensiv, dass er beginnt, alles andere um sich herum zu vergessen. Was ihn jedoch mehr wurmt ist der Umstand, dass sich sein Kollege Goetaborg auf seinen Brief zu diesem Fund nicht mehr zurück meldet. Als man dann auch noch mitbekommt, dass Goetaborg es scheinbar vorgezogen hat, nun selbst den Abstieg zum Mittelpunkt der Erde zu wagen, ohne Lindenbrook mit einzubeziehen, macht sich dieser sogleich mit seinem jungen Studenten Alec auf nach Island um Goetaborg zuvor zu kommen. Doch im Hotel wie auch am besagten Vulkan trifft man nicht auf ihn und so beginnt Lindenbrook mit den weiteren Vorarbeiten für die Expedition ins innere der Erde.

Doch nicht nur die Tatsache, dass Goetaborg alle für die Expedition wichtigen Ausrüstungsgegenstände aufgekauft hat, behindern Lindenbrook und McEwen. Von einem Angestellten von Goetaborg werden sie zudem verschleppt und in einer Scheune gefangen gehalten. Doch bald scheint jemand in einem Nebenraum mit Morsezeichen ihnen etwas mitteilen zu wollen. Nur leider versteht niemand die besagten Zeichen. Das Pech für unsere Abenteurer ist, dass die besagten unverständlichen Zeichen von einer Ente und nicht von einem möglichen Mitgefangenen stammen. Positiv hingegen ist, dass Gertrud, wie die Ente heißt, nur selten durch die Gegend streift ohne ihren Besitzer, dem jungen Isländer Hans Belker. Den verstehen unsere Abenteurer zwar auch nicht, aber er befreit sie zumindest aus ihrer misslichen Lage und hilft ihnen weiter.

SzenenfotoLange Rede, kurzer Sinn: Bevor man Goetaborg zur Rechenschaft ziehen kann, wird dieser bereits vergiftet von ihnen vorgefunden und als dann auch noch seine Ehefrau Carla eintrifft, trifft Lindenbrook der nächste Schlag. Die gutaussehende Witwe will ihnen zwar späterhin die Ausrüstung überlassen, jedoch verlangt sie dafür mit an der Expedition unter die Erde teilnehmen zu dürfen, was Lindenbrook nun überhaupt nicht in den Kram passt. Doch in der Not frisst der Teufel auch Fliegen, zumal der direkte Nachfahre von Arne Saknussem nicht nur der mögliche Mörder von Goetaborg sein könnte, sondern seinerseits den Abenteurern zuvor kommen könnte, um sich mit fremden Federn zu schmücken. Eile ist also geboten.

Kurz und Gut, Lindenbrook, Alec, Hans samt seiner Ente Gertrud und Carla Goetaborg machen sich auf zum Mittelpunkt der Erde, wobei sie vom Grafen Saknussem und seinem Diener verfolgt werden, der sie auf dem beschwerlichen Weg auch in eine falsche Richtung schicken will, was von Carla jedoch Dank Gertrud bemerkt wird. Je tiefer man kommt, um so öfter gerät man auch in gefährlich Situationen, doch gleichsam offenbaren sich ihnen auch jede Menge fantastischer Eindrücke. Bei der Überflutung eines mit vielen Kristallen übersäten Höhlenbereiches, was unbeabsichtigt verschuldet wird und weshalb man fasst ertrinkt, wird Alec von den anderen getrennt und trifft auf Graf Saknussem, dessen Diener mittlerweile ums Leben gekommen ist. Die anderen machen sich indessen auf die Suche nach Alec. Als sie ihn dann tatsächlich wiederfinden, werden sie von Saknussem mit einer Pistole bedroht, können ihren üblen Widersacher jedoch trotzdem recht schnell überwältigen.

Zwar würde man ihn gerne für seine Verbrechen zur Rechenschaft ziehen, doch letztendlich kann sich niemand dazu überwinden, ihn wirklich umzubringen. So schleppt man ihn auf der Expedition mit und erreicht einen unterirdischen Ozean, den es zu überqueren gilt. Doch bevor sie daran gehen können, aus den Stämmen der Riesenpilze ein Floss zu bauen, müssen sie sich erst einmal einer Herde von urzeitlichen Dimetrodons erwehren.

SzenenfotoDoch auch auf dem unterirdischen Ozean lauern Gefahren, so zieht der Magnetismus im Erdinneren nicht nur alle Metalle an, sondern auch den Goldzahn von Hans. Auch ein gewaltiger Wasserstrudel wird für sie zu einer tödlichen Gefahr. Doch zum Glück stranden alle lebend wieder auf dem trockenen. Graf Saknussem, als erster wieder bei Bewusstsein, hat jedoch nichts besseres zu tun, als aus einem Hungergefühl heraus Gertrud zu schlachten und zu essen, worauf er den geballten Zorn von Hans auf sich zieht. Doch bei dieser Auseinandersetzung, bei der Saknussem durch einen Felsen ums Leben kommt, stellt man auch fest, dass man gerade einige noch gut erhaltene Ruinen von der sagenhaften Insel Atlantis entdeckt hat.

In diesen Ruinen findet man auch das Skelett des dort verstorbenen Vorfahren des nun ebenfalls toten Grafen Saknussem. Doch bald droht erneut Gefahr durch ein Erdbeben sowie der darauf hin austretenden tödlichen Lava. Dabei hat eine weitere Urzeitechse, getarnt zwischen den Ruinen, ebenfalls die Anwesenheit unseres Forscherteams vernommen, dass sie sogleich auf ihre Speisekarte gesetzt hat. Zwar kommt dieses Monster in der glühenden Lava ums Leben, doch für Lindenbrook, Alec, Carla und Hans gibt es nur einen Ausweg, um schnell wieder an die Erdoberfläche und somit in Sicherheit zu gelangen. So klettern sie in eine Art riesiger Altarschüssel, die wie ein Geschoss von der Lava nach oben transportiert wird und so aus einem Vulkan geschleudert wird. Dabei haben sie Glück im Unglück, denn sie landen im Meer und werden von Fischern gerettet. Nur Alec hat Pech, denn er landet peinlicher Weise ohne Kleider am Leib in den Ästen eines Baumes, der auch noch inmitten eines Nonnenklosters steht.

Einfach eine phantastische Reise fürs Auge:
Ich muss hier einfach einmal festhalten, dass z.B. für mich die Neuverfilmung von 2008 mit den moderneren Spezialeffekten nicht einmal annähernd an die phantastischen Bilder des Films von 1959 heran kommt, in denen man als Zuschauer einfach nur schwelgen kann. Das ganze Flair des Films kann man eigentlich auch kaum in einer Neuverfilmung kopieren, weshalb es schlicht schon eine Schande ist, dass im Fernsehen mittlerweile eigentlich kaum noch auf die Version von 1959 zurück gegriffen wird. Und für mich ist das einzige Manko an diesem Klassiker nach Jules Verne die Szene, in der Alec, gespielt von Pat Boone unbedingt der hübschen Jenny, gespielt von Diane Baker, ein Ständchen singen muss. Ich gestehe hier mal ganz ehrlich, dass mir die Art von Liedern wirklich nicht liegt. Schauspielerisch kann man aber an keinem der Darstellerinnen und Darsteller herum kritisieren, weil sie genau wie James Mason als Professor Lindenbrook absolute Professionalität an den Tag legen.

Das es im Film jede Menge Änderungen gibt (die ich hier aufgrund der Menge nicht alle aufzählen möchte), die im Roman von Jules Verne anders geschildert werden oder überhaupt nicht vorkommen, sind schlicht auch manchmal der filmischen Umsetzung geschuldet. Einen Minuspunkt kann ich aber auch deshalb nicht wirklich vergeben bei diesem Klassiker, der einfach alles aufweist, was einen guten und spannenden Film des phantastischen Genres ausmacht.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Mein Tipp: Unbedingt holen und ansehen. Mehr bräuchte ich eigentlich nicht zu sagen, denn dieser Klassiker aus dem Jahre 1959 ist einfach nicht zu toppen. Auch und gerade nicht von den diversen Neuverfilmungen, egal mit wie vielen Spezialeffekten diese auch mittlerweile um sich werfen mögen. Da schreckt mich dann auch der Gesang des Sängers und Schauspielers Pat Boone nicht ab.

Ich könnte da glatt noch weitere hundert Sätze des Lobes in meine Tastatur hämmern, aber das würde auf Dauer wohl auch für den Leser zu langweilig. Auch schauspielerisch kommt da ein Brendan Fraser nicht an einen Kino-Giganten wie James Mason heran, da hilft auch kein digitaler 3D-Effekt.

Ausblick:
Folge 16 von EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER geht wieder voll in Richtung Tierhorror. Und dabei zu einem ziemlich großen Tier für das ein Mensch wohl nur noch eine Vorspeise darstellt. Das ganze gibt es filmisch in schwarzweiß und hatte mich schon in meiner Jugend fasziniert, auch wenn ich bei den doch in der Realität um einiges kleineren Vertretern dieser Gattung in unseren Breiten schon eine Gänsehaut bekomme. Mal ehrlich, so behaart und dann noch mehr als vier Beine, wer mag so etwas schon (gut, da gibt es wohl auch Fans von). Das Vieh hat sogar noch mehr Beine als jedes andere Insekt, egal welcher Gattung. Die meisten Insekten können sich ja nur sechs Beine leisten weil sie so arm sind. Doch so ganz freiwillig ist das Vieh nicht so gigantisch geworden. Vielmehr hat da die damals so gescholtene Wissenschaft ihre Finger im Spiel, die eigentlich nur die Ernährung der stetig wachsenden Weltbevölkerung im Auge hat. Doch was hier ein Tier förmlich in die Höhe schießen lässt, bleibt für den Menschen schlicht unbekömmlich bis tödlich.

Ich weiß, wenn ich jetzt dazu aufrufe, hier mit zu rätseln, welchen Klassiker ich euch demnächst vorsetzen will, dann dürften die richtigen Antworten wie aus der Pistole geschossen kommen. Doch bei diesem Film ist ein Umschreiben generell fasst unmöglich, ohne wenig spezielles zu verraten. Aber vielleicht habe ich ja Glück und jemand verirrt sich mit der Antwort bei Biene Maya und ihrem Willi, doch dann stimmt der Hinweis mit den Beinchen wieder nicht.

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (Journey to the Center of the Earth)In diesem Sinne wünsche ich euch aber trotzdem Spaß beim rätseln und ebenso bei der nächsten Folge von EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER.

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
(Journey to the Center of the Earth)
mit James Mason, Pat Boone, Arlene Dahl, Peter Ronson, Thayler David, Diane Baker, Ivan Triesault, Alex Finleyson, Alan Napier, Robert Adler u.a.
Regie: Henry Levin
Drehbuch: Charles Brackett, Walter Reich
Genre: Fantasy/SF
Laufzeit: 124 Minuten
DVD/SFK: 12 Jahre
Vertrieb: Twentieth Century-Fox Home Entertainment
USA 1959

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Kommentare  

#1 Mainstream 2015-10-17 11:18
-
Ausblick auf Folge 16:
Nicht vergessen zu erwähnen, das
Clint Eastwood das Getier erlegt.
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#2 Laurin 2015-10-17 13:56
Oha, also an Clint Eastwood erinnere ich mich da nicht (und ich habe mir den Film kürzlich noch mal angesehen). Dann muss der noch recht junge Clint sich gut versteckt haben.
Aber ich erinnere mich an einen neugierigen jungen Arzt und in einer Szene an ein gewaltig großes Meerschweinchen. :lol:
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#3 Andreas Decker 2015-10-17 14:21
zitiere Laurin:
Oha, also an Clint Eastwood erinnere ich mich da nicht (und ich habe mir den Film kürzlich noch mal angesehen). Dann muss der noch recht junge Clint sich gut versteckt haben.


Das ist auch eher so eine Fußnote. Clint ist der Düsenpilot am Ende mit zwei Zeilen Text und Helm. Das könnte jeder sein.

Was die Reise angeht, den ich habe ich schon ewig nicht mehr gesehen und ehrlich gesagt würde ich es vermutlich auch nicht mehr. Der ist mir dann doch etwas zu kindhaft. Obwohl ich mich an Hans und seine Ente noch gut erinnere ;-) Es sind immer die Kleinigkeiten, die hängenbleiben.

Ach ja, und an das bekloppte Ende mit dem Lavaaufzug. Eigentlich wäre das ein Fall für die Mythbuster. Irgendwie glaube ich, dass das nicht so ganz funktionieren würde. :lol:

Was mich an diesen Filmen so stört, ist die Tatsache, dass unsere weißen Erforscher diesen schönen Relikte immer kaputtmachen müssen. Es endet immer mit einem Knall.

Die Brendan Fraser-Version habe ich nicht zu Ende gesehen. Seelenloser Hollywoodmist. Da gab es auch noch so eine TV-Miniserie 1999, aber die war auch furchtbar.

Das Interessanteste an dem Verne-Roman ist eigentlich, dass er ganze Heerscharen von späteren Autoren bedient hat. Vor allem Burroughs wäre ohne die Idee nie so weit gekommen. Und DC Comics. Und Hammer hat es auch genutzt. Ganz zu schweigen von den Spinnern, die heute noch an die Hohlwelt glauben.
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#4 G. Walt 2015-10-17 19:47
Bei dem Film mit dem Riesenviech erinnere ich mich besonders an dieses hier:

de.wikipedia.org/wiki/Akromegalie

Vor einigen Jahren kam diese Krankheit doch tatsächlich unter, im Rahmen meiner Ausbildung.
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#5 Laurin 2015-10-18 11:00
Ah ja, der Düsenpilot ... wäre ich jetzt nie drauf gekommen. Echt jetzt. :-|

@ Andreas Decker: Ob das mit dem Lavaaufzug klappen könnte, hat mich ehrlich gesagt noch nie interessiert. Die Idee ist nett und ich wollte es ja nicht als Patent anmelden. :lol:
Und ob der alte Krempel da ohne unsere Forscher noch lange gehalten hätte, so direkt neben dem Kamin eines Vulkans? Ich habe da so meine Zweifel. Was da jedoch "kindhaft" ist, kann ich nicht nachvollziehen. Damit kann man (wenn es um den damaligen Witz geht) eine ganze Menge Filme dieser Zeit stigmatisieren. Ein Film sollte aber in erster Linie gut unterhalten und das gelingt ihm nach wie vor und besser als eben den seelenloseren Hollywood Remakes, die mir dann doch etwas zu platt und mitunter recht albern daher kommen.

@ G. Walt: Das es diese Krankheit wohl gibt (Akromegalie) hatte ich auch viel später einmal irgendwo (eher nebenbei ohne da tief in die Materie einzusteigen) gelesen. Aber ob es mir heute noch mal eingefallen wäre, wage ich zu bezweifeln. Tolle Information. ;-)
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#6 Toni 2015-10-18 16:46
Riesenpilze habe ich auch in 1300 m Tiefe nicht gesehen, aber da gab es, hinter Dämmen (zwei Mauern mit ner Menge Beton in der Mitte) und den alten Strecken dahinter so eine Art Schleimpilze. Die hingen in langen Fäden von der Decken und kamen auch schon mal runter.
Ich fand den Film von 59 auch besser als diew 2008 Version - und viele Spezialeffekte von heute hat man auch schon, dem Gefühl nach, des öfteren irgendwo gesehen.
Die Video-Rekorder (Beta - Video 2000 (glaube ich, VHS) waren schon echte Klopper. Die musste man noch mit 2 Leuten ins Klassenzimmer schleppen.
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#7 Laurin 2015-10-18 17:11
@ Toni: Na, mein BETAMAX Gerät war noch ein Decklader den man mit Trageriemen auch mitschleppen konnte, sofern man nicht nach den ersten 500 Metern zusammengebrochen war. :lol:
Danach kam dann das VHS-System dran, weil Video 2000 mit BETA langsam (was Verleihfilme betraf) aus den Videotheken zugunsten von VHS verschwanden. Dabei war mein letzter VHS-Rekorder glatt ein beachtliches Leichtgewicht. Aber wehe, ein Gerät sorgte einmal für Bandsalat, dann passierte das im Anschluss in schöner Regelmäßigkeit. Muss den Rekordern wohl gefallen haben. :sigh: Fand ich allerdings nicht so lustig. :sad:
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#8 Toni 2015-10-18 18:47
Nach Tennisarm und Ghetto-Blaster-Schulter gab es damals wahrscheinlich auch Leute mit Betamax-Trageriemen-Syndrom :D. Ein Freund hatte mal so einen Blaster mit Plattenspieler und 50 Watt - die Musik war toll, nur schleppen wollte keiner.
Sah ja auch verdammt gut aus, so ein riesen Kasten.
Ein Handy auf der Schulter transportieren...ich weiß nicht.
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#9 Andreas Decker 2015-10-18 21:12
zitiere Laurin:


@ Andreas Decker: Was da jedoch "kindhaft" ist, kann ich nicht nachvollziehen. Damit kann man (wenn es um den damaligen Witz geht) eine ganze Menge Filme dieser Zeit stigmatisieren.


Schief ausgedrückt. Ich meinte nicht den Humor. Ich finde viele Filme aus dieser Zeit, vor allem die Abenteuerfilme, so bieder und Jugendfilmmäßig. (Woran nichts Falsches ist.) Das ist eine rein subjektive Sache. Manche sehe ich trotzdem immer noch gern. Andere würde ich weiterschalten.

Betamax ist glücklicherweise an mir vorbeigegangen :-) Der erste Videorekorder, den ich mir leisten konnte, war VHS.
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#10 Laurin 2015-10-21 17:12
Ach so meintest du das, Andreas. :lol:
Ich glaube, dass ist auch der damaligen Zeit geschuldet. Die Leute standen früher einfach auf die Art der Darstellung im Film. Hat ja auch manchmal einen gewissen Charme. ;-)
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