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Ein phantastischer Filmklassiker - Von Außerirdischen, Warnungen und Größenwahn

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 18
Von Außerirdischen, Warnungen und Größenwahn

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Und da wird die selbsternannte Schöpfungskrone zurecht gestutzt.


Der Tag, an dem die Erde still stand (The Day the Earth Stood Still)Der Tag, an dem die Erde still stand (The Day the Earth Stood Still)
1951 schuf Robert Wise einen wirklich außergewöhnlichen Science Fiction Film, der sich von vielen der im gleichen Zeitraum gedrehten SF-Filmen unterscheidet. Man muss hier zum Verständnis festhalten, dass die Zeit des kalten Krieges in vollem Gange war. Die meisten SF-Filme, die zumeist auch eine Invasion aus dem Weltraum thematisierten, waren meistens Metaphern für eben den bestehenden Ost-West-Konflikt. Die bösen Aliens waren dabei gleichbedeutend mit dem bösen Kommunismus und hier schob gerade die USA eine gehörige Paranoia vor sich her, der manchem friedlichen und besonnenem Lösungsansatz mehr als nur im Wege stand. Daran änderte sich bis zum Zusammenbruch des sogenannten Ostblocks nicht viel und wenn ein US-Präsident vor 1989 in Richtung Osten blickte, dann musste nach der US-Glaubensdoktrin dort irgendwo das Reich des Bösen existieren.

Im Grunde war so der kalte Krieg schon damals eher ein sehr heißer Krieg. Das lag besonders daran, dass man gerne Stellvertreterkriege führte, was die US-Politik bis heute zur Perfektion ausarbeitete. Egal ob damals Korea oder Vietnam – wenn ein Land sich in Richtung einer sozialistischen Politik entwickelte, wurden schnell Gründe gesucht bzw. auch erfunden (wie im Vietnam-Konflikt), um mit Waffengewalt und Materialschlachten hier Grenzen aufzeigen zu wollen. Gut, mit Demokratie und völkerrechtlicher Selbstbestimmung hatte das recht wenig zu tun, aber daran hat sich bis zum heutigen Tag nicht wirklich etwas verändert. Nur die Mittel und die Formen haben sich etwas gewandelt (heute nennt man das z. B. das auslösen von Farbenrevolutionen wie im mittleren Osten oder den Einsatz von privaten Söldnerarmeen wie in der Ukraine). Auch der Ostblock war real dabei nicht der Hort des seligen Glücks, doch in Sachen überzogener Propaganda war der Westen schon damals kaum noch zu schlagen wenn z.B. die Menschen der Sowjetunion gleich zu Kinderfressern degradiert wurden.

SzenenfotoMit DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND schlug Wise einen anderen Weg ein, der eine andere Botschaft gegenüber den kommunistischen Staaten einschlug, ohne diese realen politischen Gegensätze offen zu benennen. Gerade zur Zeit des Kalten Krieges und der Auseinandersetzung in Korea hatte dieser Film eine klare Botschaft, die in bemerkenswerter Weise die propagierte Sichtweise der US-Weltpolitik auf den Kopf stellte.

Hinzu kam das Atom und seine Spaltung bzw. Nutzung. 1951 war da noch eine Zeit, in der man dem Atom noch einige Zauberkräfte andichten konnte. Die Atombombe selbst war bereits eine reale Bedrohung für die gesamte Menschheit, während die zivile Nutzung bisher nur im Film durch Klaatu benannt wird, indem er dem kleinen Bobby sagt, dass sein Raumschiff durch Atomkraft betrieben würde.

Im realen Leben dauert die zivile Nutzung allerdings noch etwas, denn erst im Jahre 1954 nahm das erste zivile Atomkraftwerk der Welt in der Sowjetunion seinen Betrieb auf. Da man also in den USA noch einige Jahre von jeglicher zivilen Nutzung des Atoms entfernt war, konnte man dieser eher unschönen Energie noch so manche Wundertat wie z.B. die interstellare Raumfahrt andichten. Erst später sollte man da klüger sein, wobei es aber noch bis heute andauert, dass sich die Erkenntnis nur sehr langsam durchsetzt, dass selbst diese zivile Nutzung immer noch dem Tanz auf dem sprichwörtlichen Vulkan gleichkommt, wie Japan leider zuletzt erleben musste (ohne politisch klüger dabei zu werden). Doch kommen wir einfach mal zum Inhalt des besagten SF-Klassikers, der trotz der eher spärlichen Spezialeffekte sich sehr schnell in den Köpfen der Zuschauer festgesetzt hatte.

SzenenfotoGrößenwahn und Angst vor dem Unbekannten:
Als sich eine fliegende Untertasse direkt aus dem Weltraum Washington D.C. nähert und auch dort landet, wird es direkt vom Militär umkreist. Der Außerirdische, der dem Flugobjekt entsteigt und einem Menschen völlig ähnlich sieht, gibt an, dass sein Name Klaatu sei und er in einer friedlichen Mission auf die Erde gekommen ist. Als er jedoch unter seinem Raumanzug einen fremden Gegenstand hervor zieht, der als Geschenk an den Präsidenten der USA gedacht war, reagiert man von militärischer Seite aus ziemlich nervös. Ein Schuss fällt und Klaatu wird verwundet.

Als Reaktion auf diesen Angriff entsteigt dem Raumschiff nunmehr ein Roboter, der mit einer Art Laserstrahl sofort beginnt, Gewehre, Geschütze und Panzer des Militärs zu vernichten. Erst auf Zuruf beendet Gort (der Roboter) seinerseits seinen Angriff, der sich jedoch nur auf die Waffen konzentrierte, jedoch nicht gegen die Menschen richtete.

Nunmehr schafft man den verletzten Klaatu in ein Krankenhaus, wo man ihn völlig abschottet und unter ständiger Bewachung hält. Seinem Wunsch aber, vor den Führern aller irdischen Nationen sprechen zu dürfen, will man ihm jedoch aus politischen Gründen nicht gestatten. Selbst der Präsident der Vereinigten Staaten lässt sich nur durch einen Sekretär vertreten, was die Situation letztlich für die gesamte Menschheit nicht gerade positiv beeinflusst. Man scheint im Rausch der scheinbar eigenen Machtstellung jegliche Kommunikation unterbinden zu wollen. Als Klaatu bemerkt, dass diesem Präsidenten nicht einmal im Ansatz klar zu sein scheint, mit welch gefährlichem Feuer er spielt, flüchtet er unerkannt aus dem Krankenhaus und quartiert sich als „Mr. Carpenter“ in einer Pension ein, in der er auch auf Helen Benson und ihren kleinen Sohn Bobby trifft. Schnell freundet sich Klaatu mit Bobby an, während er nach einem Weg sucht, wie er doch noch der Menschheit die wichtige Warnung übermitteln kann.

Als Helen mit ihrem Freund Tom einen Ausflug machen will, bietet sich Klaatu an, sich um Bobby zu kümmern, der ihm die Sehenswürdigkeiten von Washington zeigen soll. Besonders das Lincoln Memorial und die Gettysburg Address (Rede von Lincoln) beeindrucken ihn dabei nachhaltig. Doch sein Ziel ist nunmehr längst Professor Barnhardt, ein Physiker bei dem Helen arbeitet und von dem Klaatu durch Bobby erfährt. Wenn die Politiker mit reiner Unvernunft reagieren, so hofft Klaatu, dann könnte er bei den Gelehrten der Welt vielleicht eher auf offen Ohren zu stoßen.

SzenenfotoKlaatu, der eine Berechnung des Professors perfektioniert, worauf dieser merkt, dass er es mit einem außergewöhnlichen Wesen zu tun hat, offenbart bei einem ersten Treffen Barnhardt, dass die Nutzung der Atomkraft zu kriegerischen Zwecken durch die Menschheit nicht geduldet werden wird, sobald es ihnen gelingen sollte, andere Welten im All erreichen zu können. Er bittet den Professor daher, ihm ein Treffen mit allen weltweit hochrangigen Wissenschaftlern zu organisieren. Barnhardt sichert Klatuu dieses Treffen zu, bittet ihn aber gleichsam darum, diese Bitte mit Nachdruck zu versehen, indem er eine eindrucksvolle Probe seiner außerirdischen Macht abgibt.

So stoppt Klatuu am folgenden Tag für eine halbe Stunde die Funktion aller nicht lebenswichtigen elektrischen Geräte. Er selbst gibt sich indessen Helen als der gesuchte Außerirdische zu erkennen und weiht sie in den tieferen Sinn seiner Mission ein. Doch deren Freund Tom hat längst über Bobby erkannt, wer dieser „Mr. Carpenter“ wirklich ist. Aus eigenem Karriereinteresse verrät er dieses Geheimnis dem Militär, worauf Helen nun mit Klaatu zu fliehen versucht. Sollte ihm dennoch etwas passieren, so schärft er Helen ein, müsse sie zum Roboter Gort gehen und diesen mit den Worten „Klaatu Barada Nikto“ aufhalten, bevor dieser mit der völligen Vernichtung der Erde beginnt.

Und tatsächlich wird Klaatu vom Militär tödlich getroffen, worauf sich Helen direkt zum Raumschiff begibt, wo Gort bisher regungslos verharrte. Schnell stellt sich heraus, dass die Bemühungen des Militärs, den Roboter zumindest kampfunfähig zu halten, völlig zum scheitern verurteilt waren. Helen gelingt es noch rechtzeitig, Gort die entscheidenden Worte zu übermitteln, woraufhin der Roboter die Leiche von Klaatu ins Raumschiff schafft und dort im Beisein von Helen diese zu neuem Leben erweckt.

Zu Dritt entsteigen sie wieder dem Raumschiff, dass mittlerweile umringt ist von allen wichtigen Wissenschaftlern und Gelehrten. Klaatu erklärt ihnen eindringlich, dass er ein Sprecher der Föderation der Planeten ist, die die Menschheit bereits ständig unter Beobachtung hält. Solange es sich um die eigenen Interessen der Menschen untereinander handelt, würde man sich nicht einmischen, doch sollte die Menschheit ihre kriegerischen Absichten hinaus in den Weltraum tragen wollen, würde sie und die Erde vollständig ausgelöscht werden. Hierfür, so Klaatu, wären Roboter wie Gort geschaffen worden, um mögliche Aggressoren, die den Frieden im All zerstören könnten, sofort zu vernichten. Die Menschheit muss sich daher im klaren sein, dass sie auf ihrem Weg zu den Sternen nur in Frieden mit den anderen Planeten leben kann. Sollten sie jedoch bei ihrem bisherigen kriegerischen Verhalten bleiben, wäre dies ihr baldiger Untergang.

SzenenfotoDie Warnung war nicht aus der Luft gegriffen...
doch bezog sie sich hier explizit im Mantel einer SF-Story auf den Kalten Krieg und einer paranoiden Sichtweise gegenüber dem damaligen Kommunismus.

Nun muss man heute sagen, dass es diese gegensätzlichen Machtblöcke so nicht mehr gibt. Trotzdem verliert diese sinnige Botschaft und Warnung nicht an Aktualität. Der Warschauer Pakt ist längst Geschichte, die NATO als westliches Militärbündnis jedoch nicht, und wie man gerade in unserer heutigen Zeit wieder einmal klar erkennen muss, wird ein solches Militärbündnis unter der Führung einer verbliebenen Supermacht wie der USA stets nach einer Phase der angeblichen Ruhe schnell wider Fakten schaffen, um die Existenz eben eines solchen Militärbündnisses zu rechtfertigen. Ein Umstand also, der bewaffnete Konflikte immer näher an die Grenzen Europas verschiebt und die akute Gefahr eines atomaren Weltbrandes leider wieder in den Bereich des möglichen rückt. Und leider beweist die Geschichte der Menschheit auch nur zu deutlich, dass ein friedliches miteinander bzw. nebeneinander und der Wille der friedlichen Verständigung noch nie die Stärke der Mächtigen war.

Der Tag, an dem die Erde still stand (The Day the Earth Stood Still)Ein kurzer Blick auf das Remake und die Vorlage:
Das Remake unter der Regie von Scott Derrickson aus dem Jahre 2008 ist für sich genommen kein schlechter Film, sondern bietet durchaus Spannung und Unterhaltung auf gutem Niveau. Man kann in diesem Punkt auch gerne darüber streiten, ob Keanu Reeves in der Rolle des Außerirdischen nun gut besetzt ist oder nicht. Für meine persönlichen Begriffe eher nicht, auch wenn er sein Können durchaus mit Kraft in die Waagschale wirft. Da gibt es andere Rollen, die ihm nach meiner Meinung her besser auf den Leib geschrieben wurden als die des Klaatu. Doch dies ist meine ganz persönliche Meinung, die man nicht teilen muss. Gesamt gesehen mag ich auch das Remake vom Gesichtspunkt der Unterhaltung her recht gerne.

Was mir aber völlig am Remake von AM TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND fehlt, ist eben die dahinter stehende Botschaft. Richtig ist natürlich, dass es auch Filme ohne den erhobenen Zeigefinger geben muss. Doch nimmt man sich gerade einen filmischen Stoff vor, der eben wegen dieser außergewöhnlichen Sichtweise eine wichtige Botschaft transportiert, dann finde ich, sollte man diese eben auch auf den neuesten Stand aktualisieren. Die politischen Zeichen waren da und auch ein Präsident der USA war vorhanden, der Demokratie und Freiheit im Munde führte, während er sie gleichsam mit Füßen begann zu treten. Die Phrasen einer „neuen Weltordnung“ unter dem Zepter der letzten Supermacht waren bereits zu diesem Zeitpunkt deutlich zu hören gewesen, sofern man sie denn hören wollte.

Nun, Derrickson hat in diesem Punkt leider Augen und Ohren (wie auch viele Politiker weltweit) geschlossen gehalten und mit diesem Remake einen SF-Film ganz nach Hollywood-Manier geschaffen, der bunt, manchmal schrill und voller Action daher kommt, aber leider nichts mehr von der kraftvollen Aussage der Originalverfilmung in sich trägt. Dies macht das Remake nicht zu einem schlechten Film, aber es beraubt ihm durchaus der Seele, die ein wichtiges und richtiges Element des Originals war und die ihm zu recht weltweite Anerkennung und einen entsprechenden Wiedererkennungswert verlieh.

So ganz war aber auch die Originalverfilmung nicht aus der Luft gegriffen. Denn als Grundlage für den Film diente die Erzählung FAREWELL TO THE MASTER (Abschied vom Herrn) aus der Feder von Harry Bates. Bates arbeitete im Jahre 1920 für den Verlag von William Clyton, der Herausgeber verschiedenster Pulp-Magazine war.  1930 führte das immer populärer werdende Genre Science Fiction zur Gründung des Magazin ASTOUNDING STORIES OF SUPER SCIENCE, dessen Herausgeber Harry Bates wurde. Bates verfasste selber verschiedene SF-Geschichten auch unter den Pseudonymen Anthony Gilmore oder  H. B. Winter. Außerdem gab er auch die Comic-Serie STRANGE TALES heraus und behielt diese Position im Verlag bis Anfang 1933. Danach ging der Clayton Verlag bankrott.

Seine wohl bekannteste Erzählung FAREWELL TO THE MASTER erschien 1940 in ASTOUNDING und wurde damit 1951 zur Grundlage für den Film  DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND. Bates selbst übrigens im Oktober des Jahre 1900 in Pittsburgh geboren, erhielt nur 500 Dollar für den Verkauf der Filmrechte. Danach erschienen noch sein Roman SPACE HAWK (1952) und zwei weitere Kurzgeschichten der SF im Jahre 1953. Weitere Veröffentlichungen von ihm sind jedoch danach nicht mehr bekannt.

Harry Bates selbst war seit 1960 wegen einer fortschreitenden Arthritis nicht mehr arbeitsfähig und lebte den Rest seines Lebens bis zu seinem Tode im September 1981 von staatlicher Unterstützung. Harry Bates korrekter Name hieß übrigens Hiram Gilmore Bates III.

Meine Filmkritik:
Die hält sich logischer Weise in Grenzen. Trotz das der Film DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND recht überschaubar mit Spezialeffekten daher kam, brennt er sich doch sofort unauslöschlich in den Hirnwindungen fest. Dies lag und liegt an seiner politischen Aussagekraft, die man so kritisch in keinem anderen SF-Film der USA wiederfinden wird. Diese kritische Sicht auf die Realität einer nur scheinbaren großen und freien Nation des Westens war gleichsam seine Seele. Schon aus diesem Grunde gebührt dem Film DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND ein ganz besonderer Ehrenplatz unter den Klassikern des Phantastischen Films und dem Science Fiction Genre im Besonderen. Warum also hier noch viele Worte verlieren.

Ausblick:
Den nächste Klassiker wird jeder kennen. Wer ihn nicht kennt, der ist weder blind und taub oder lebt seit seiner Geburt im Wald, irgendwo hinter den sieben Bergen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Tod ist sein Begleiter und er tritt eine Reise an, um in einer anderen Welt und einer anderen Stadt das Grauen einkehren zu lassen. Eigentlich ist dieser Klassiker so was von bekannt, dass wenn ich hier vom Inhalt des Schwarzweißfilm auch nur etwas andeute, sofort jeder weiß, worum es geht. Ich gebe daher hier nur zwei Tipps für unsere Rätselfreunde ab:

  • Tipp 1.: Der Film entstand in den 30er Jahren
  • Tipp 2.: Als der Hauptdarsteller verstarb, nahm dieser von seiner Filmrolle (die er nicht nur einmal verkörperte) etwas entscheidendes mit in sein Grab.

Na … klingelt da was?

Der Tag, an dem die Erde still stand (The Day the Earth Stood Still)Gut, noch ein kleiner Hinweis. Selbst Leute die mit phantastischen Filmen im allgemeinen nichts, aber auch gar nichts am Hut haben, haben bei diesem Filmtitel sofort ein Aha-Erlebnis.

Na, jetzt müsste es aber bei euch klingeln das die Ohren weg fliegen.

Der Tag, an dem die Erde stillstand
(The Day the Earth Stood Still)
mit Michael Rennie, Patricia Neal, Sam Jaffa, Billy Gray, Hough Marlowe, Lock Martin, Frances Bavier, Frank Conroy u.a.
Regie: Robert Wise
Drehbuch: Edmund H. North
Genre: Science Fiction
Laufzeit: 88 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Twentieh Century Fox
USA 1951

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Kommentare  

#1 Thomas Mühlbauer 2015-11-07 06:41
Michael Rennie was ill the day the earth stood still... ;-)
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#2 Laurin 2015-11-07 09:03
Ob die Erde still stand, weil Michael Rennie gerade "krank" (schlecht) war, kann ich nicht sagen, Thomas Mühlbauer. Für mich sah er im Film ganz gesund aus. :lol:
(Was anderes gibt die Übersetzung von Apache am Computer allerdings auch nicht her bei dem Satz von dir, falls da jetzt noch was hinter steckt, was ich mangels Englischkenntnisse leider nicht verstehe. :oops: )
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#3 AARN MUNRO 2015-11-07 09:53
...der alte Fim war für mich besser. dennoch war ich enttäuscht, denn als ich 14 war, dachte ich, der Film würde von einer im Raum stillstehenden Erde handeln, nicht nur von einem billigen Stromausfall. Also war ich sehr enttäuscht, als ich beide Filme gesehen hatte...ähnlich war es mit dem reißerischen Titel "Ein Riß in der Welt"...der begeisterte SF-Fan denkt da sofort an einen Riß in der Welt!!! also im Raum-Zeit-Kontinuum...dann stellte es sich im Film als ein banaler Riß in der Erdkruste heraus...wie langweilig....weil diese Altvorderen immer Welt=Erde stellten...sehr begrenzter Horizont, wirklich...
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#4 Larandil 2015-11-07 09:54
@Laurin: da zitiert er das Intro der "Rocky Horror Picture Show".
www.youtube.com/watch?v=OuImq54Gk9c
"Michael Rennie was ill
the day the earth stood still
But he told us where we stand
And Flash Gordon was there
in silver underwear
Claude Raines was the invisible man
Then something went wrong
for Fay Wray and King Kong
They got caught in a celluloid jam
Then at a deadly pace
it came from outer space
And this is how the message ran: ,,,
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#5 Andreas Decker 2015-11-07 14:08
Das ist immer noch ein schöner Film, keine Frage. Kann man auch heute noch gut sehen.

Aber heute finde ich seine Botschaft eigentlich genauso beschissen wie das, was er zu einem Thema macht. Denn im Klartext sagen die Aliens nicht, bereinigt eure Probleme , weil man nur eine Zukunft hat und die muss friedlich sein. Sie sagen, wenn ihr euren Mist in unser Territorium tragt, machen wir euch ohne wenn und aber fertig, weil wir die Stärkeren sind.

Damit unterscheiden sie sich nicht im Geringsten von denen, die sie warnen. Man muss eben zu seinem Glück gezwungen werden. Und wie das Glück aussieht bestimmt immer der Stärkere.

Witzig ist auch noch immer, dass der Film wohlweislich auf die Pointe der Vorlagestory verzichtet. Da ist Gnut - wie Gort in der Vorlage heißt - alles andere als der Diener. "Das ist ein Missverständnis", sagte er da in der letzten Zeile. "Ich bin der Meister." ;-)

Was die Story irgendwie auf clevere Weise umkehrt und 1940 nun wirklich eine gruselige Idee war. :lol:

Was die nächste Woche angeht, ich habe bis heute nicht verstanden, wieso Gürteltiere in der Gruft rumrennen :lol: Aber mittlerweile finde ich den Film auch ausgesprochen blutarm.
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#6 Laurin 2015-11-08 14:31
@ Larandil: Danke für die Info. Auf die "Rocky Horror Picture Show" wäre ich nie gekommen. Zuletzt habe ich die glaube ich vor locker 15 Jahren mal gesehen und das noch nicht mal vollständig, weil mich der Schlaf wohl wieder mit dem Hammer ereilt hatte. :P
War nie wirklich mein Musical, da sehe ich mir lieber "Hair" an. ;-) Könnte man auch mal eine Rezi zu machen, fällt mir so gerade ein. :-)

@ AARN MUNRO: Ja, die Titel können manchmal täuschen. Man hat da auch sein Kreuz mit, etwas in einen gängigen Titel zu verpacken ohne falschen Vorstellungen Vorschub zu leisten. Klappt halt nicht immer. :sigh:

@Andreas Decker: Was den "Willen" des Stärkeren angeht, muss ich auch hier sagen, es handelt sich um einen US-Film und in der Realität sieht die Außenpolitik der USA nicht anders aus, auch wenn der Inhalt an sich dann doch die eigene (damals) herrschende Politik sehr kritisch verarbeitet. Und was das Gürteltier angeht (im Ausblick auf den nächsten Artikel), ist doch ein nettes Tierchen. :lol: Und wenn man solche Klassiker immer mit den Filmen heutiger Machart vergleicht, dann bleibt das Gefühl der "Blutarmut" nicht aus. Andere Zeiten - andere Ansprüche, sag ich mal dazu. Aber generell kann ich solche Vergleichsversuche in meiner Gedächtniskirche gut ausblenden und mich so voll auf den laufenden Film konzentrieren. ;-)
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#7 Thomas Mühlbauer 2015-11-08 17:51
zitiere Andreas Decker:


Was die nächste Woche angeht, ich habe bis heute nicht verstanden, wieso Gürteltiere in der Gruft rumrennen :lol: Aber mittlerweile finde ich den Film auch ausgesprochen blutarm.


Das stimmt, und im Prinzip ist es wirklich "nur" die Verfilmung (mit einigen gelungenen Szenen) eines Theaterstückes. Die Schauspieler sind aber meiner Meinung nach gut gewählt und bringen das Geschehen sehr glaubhaft an den Zuschauer.
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