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Ein phantastischer Filmklassiker - Schädelinsel, blonde Schönheit und die Affenliebe

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 26
Schädelinsel, blonde Schönheit und die Affenliebe

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Dabei kommt ein Affe nicht immer aus der Zukunft.


King Kong und die weiße Frau (King Kong)King Kong und die weiße Frau (King Kong)
„Hallo. Hier spricht Edgar Wallace“, oder wie ging das nochmal? Nein, dass waren andere Filme die mir aber auch in guter Erinnerung geblieben sind. Hier jedoch ging es um einen etwas anderen schriftlichen Job von Edgar Wallace.  Und was er eigentlich schreiben sollte war dieses mal kein Roman, oder besser gesagt, einen spannenden Krimi. Es war auch keines seiner Afrikaromane, obwohl auch jede Menge Wilde einer Insel dabei eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Es war auch keines seiner Sachbücher, sondern ein Drehbuch für einen Monsterfilm. Doch der Affe, der in diesem Drehbuch eine mehr als gewichtige Rolle spielt, sollte nicht nur zu einer Ikone der Popkultur werden und nachhaltig mehr als eine Generation begeistern, er sollte auch damals das produzierende Filmstudio RKO Pictures vor dem sicheren Bankrott bewahren. Denn schon am Startwochenende spielte der Film in den USA die sensationelle Summe von 90.000 Dollar ein.

Jetzt mag der eine oder andere sagen, was redet der Wolfram da für einen Kappes (wie man hier in Köln sagen würde), denn was sind denn schon 90.000 Dollar gegenüber den Einspielergebnissen heutiger Blockbuster allgemein und selbst bei Filmen aus dem Genre des Phantastischen. Nun, zur damaligen Zeit war auch der Dollar noch etwas wert, auch wenn selbst die USA wirtschaftlich immer noch etwas gebeutelt wurde. Und was das Kino und seine Einspielergebnisse anging, da waren im Jahre 1933 satte 90.000 Dollar ein absolutes Rekordergebnis.

Edgar WallaceWas Edgar Wallace anging, so blieb es ihm jedoch nicht vergönnt, sich den fertigen Film jemals auf der Leinwand anzusehen, denn er verstarb bevor er überhaupt richtig am Drehbuch, zumindest über die erste Fassung hinaus, weiter mitarbeiten konnte, weshalb auch späterhin keine offizielle Nennung seines Namens in Sachen Drehbuch zu KING KONG mehr erfolgte. Und wie weit er bei der Idee beitrug, liegt auch irgendwie nicht wirklich klar auf der Hand. Trotzdem wurde Edgar Wallace anfänglich noch des öfteren auf diversen Filmplakaten namentlich in Großbuchstaben mit aufgeführt.

Manches war wegweisend, anderes hatte Weltpremiere:
Wegweisend war z.B. in den Produktionsjahren 1931/1932 der Einsatz des Stop-Motion-Verfahrens durch Willis O'Brien, der sich bei KING KONG für die Spezialeffekte verantwortlich zeichnete.
Eine Weltpremiere feierte dabei dann der Einsatz der Miniaturprojektion. Dieses Verfahren wurde im Jahre 1933 dann auch sofort als Patent angemeldet.

Wenn man sich den Film KING KONG dann einmal genauer ansieht, dann dürfte man bemerken, dass die Größe des bekanntesten Filmgorillas aller Zeiten nicht wirklich einheitlich dargestellt wurde. Viel eher variiert die Größendarstellung sichtlich. Dies war weder eine Schludrigkeit innerhalb der Tricktechnik, noch war es ein nachhaltiger Fehler, der damals im Jubeltaumel des Erfolges einfach nicht aufgefallen war. Das die Größe variiert, war eine durchaus gewollter Akt, denn so gelang es die jeweils gewünschte Wirkung einer Szene optimal darstellen zu können.

Man muss auch hier hinzu rechnen, dass der Tonfilm noch quasi vom Alter her vergleichbar noch im Kindergarten verweilte. Dieses hatte zur Folge, dass vorherige Tonfilme zwar mit Dialogen ausgestattet waren (wäre ja auch Verschwendung der neuesten Technik, wenn niemand den Mund aufgemacht hätte), was ja wie gesagt noch Top-Modern gewesen war. KING KONG jedoch packte auch hier nochmals eine Weltpremiere oben drauf. Denn der Film KING KONG war auch der erste Kinostreifen, in dem die Dialogszenen erstmalig auch mit Musik (von Max Steiner) unterlegt wurden.

Als weiße Schönheit neben dem Riesenaffen hatte man im Vorfeld gleich die Schauspielerin Jean Harlow im Auge. Doch die lehnte die weibliche Hauptrolle im Film KINK KONG ab. Also musste Ersatz her. Und eine leider nicht absolut gesicherte belegte Anekdote besagt, dass Regisseur Merian C. Cooper nicht gleich noch einmal mit einem Affenfilm durch die Haustüre platzen wollte. Dies hätte ja vielleicht eine erneute Abfuhr bedeuten können. So soll Cooper die Schauspielerin Fay Wray mit einem vielversprechenden Satz für die Hauptrolle gewonnen haben, in dem er (siehe Wikipedia) etwa orakelte, dass sie ... mit dem höchstgewachsenen, dunkelhaarigsten Hauptdarsteller in Hollywood arbeiten … würde. Wie viele Haare dieser Hauptdarsteller jedoch haben würde, darüber hatte er wohl zuerst einmal geschwiegen. 

SzenenfotoDas Schweigen der Lämmer, Saurier aus einem anderen Filmprojekt und zuletzt vom Winde verweht:
Gut, die Lämmer hatten es nicht gerade gut bei diesem Film. Eine Wahl hatten sie aber auch nicht, denn sie waren noch nicht einmal geboren worden, bevor sie ihrer wenigen, schon vorhandenen Wolle beraubt wurden. Man kann da auch durchaus davon ausgehen, dass sie zugunsten dieses Filmtricks, diese Prozdur nicht überlebt haben dürften (wenn ja, wäre es wahrlich ein Wunder). Für das Modell des KING KONG wurden nämlich auch Felle von ungeborenen Lämmern verwendet.

Die anderen Saurier von der Schädelinsel (Skull Island) könnte man aber als sogenannte Gaststars aus dem Filmprojekt LOST ISLAND bezeichnen. Die meisten davon wurden zwar auch von Willis O'Brien gebaut, doch das besagte Filmprojekt LOST ISLAND wurde nie realisiert.

Das riesige Tor auf Skull Island durfte später (1938) jedoch nochmals vor die Kamera. Dieses mal spielte es eine Rolle im Südstaaten-Liebesdrama VOM WINDE VERWEHT, wo es als Bestandteil des Depots von Atlanta endgültig in Flammen aufging.

SzenenfotoDer Schrecken des Testpublikums:
Man mag von dem Remake KING KONG aus dem Jahre 2005 halten was man will (ich würde da zwar Jack Black und Thomas Kretschmann durch bessere Schauspieler ersetzt sehen wollen, aber ansonsten ist es für mich das bisher beste Remake), aber es besitzt einen schön ausgedehnten Teil, der die Verfolger von KONG in einer Schlucht zeigt, in der sie von üblen Rieseninsekten, Würmern und spinnenartigen Viechern angegriffen werden. Auf diesen Teil muss heute der Zuschauer bei dem Original KING KONG von 1933 verzichten. Fakt ist, man hatte KING KONG erst einmal einem Testpublikum gezeigt, und dieses reagierte bei der Szene in der Schlucht mit den Spinnen aufs höchste entsetzt. Man könnte die Reaktion dieses Publikums als Beleg für die erste Ekelszene der Filmgeschichte heranziehen, doch so weit möchte ich nicht gehen, denn die Gemüter waren damals eben einfach noch nicht so hart im nehmen wie heute.

Fakt ist jedoch, dass dem Testpublikum zumindest bei diesen Szenen die Gesichtsfarbe aus den Socken getropft haben muss, weshalb man sie sogleich herausschnitt. Zwar wurden wegen der früheren Zensurgesetze noch weitere Szenen heraus geschnitten, was KONG faktisch schon zu einem liebenswerten Knuddelbären erscheinen ließ, doch die oben besagten Szenen in der Schlucht konnten nie wieder bei der restaurierten Fassung eingesetzt werden, weil sie schlicht verschwunden waren. Heute gibt es von diesen Szenen nur noch drei Filmfotos, auf die man sich bildhaft im Remake von 2005 stützen konnte.

Einige weitere Kürzungen betrafen 1938 auch Szenen, in denen KING KONG Menschen zertrampelt, bzw. zerbeißt und eben auch die Szenen, in denen KONG der Darstellerin die Kleider vom Körper rupft und ihre Brüste mit dem Finger kitzelt. Diese verstümmelte Fassung kam 1952 ebenfalls nochmals in die deutschen Kinos.

Erst im Jahre 1969 wurde die US-Kinofassung wieder restauriert, so dass rund elf fehlende Minuten wieder eingefügt werden konnten. Doch kommen wir jetzt endlich mal zur Handlung selbst, auch wenn die eigentlich jeder kennen müsste, der sich zumindest ab und an mal im Bereich des phantastischen Films getummelt hat.

SzenenfotoDie Bestie, eine tragische Love-Story:
Etwas überstürzt und ohne weibliche Starbesetzung will der Filmemacher Carl Denham mit seiner Filmcrew auf dem Schiff „Venture“ eine geheimnisvolle Insel ansteuern, die auf keiner bekannten Seekarte verzeichnet ist. Was er dort vorfinden wird, weiß Denham eigentlich selbst noch nicht wirklich so genau. In diesem Punkt stützt er sich eher auf einige mündliche Überlieferungen, die genauso gut auch einfach Seemannsgarn sein könnten . Doch vorher muss er noch eine weibliche Darstellerin finden.

Diese entdeckt er in der jungen und hübschen, aber eher mittellosen Ann Darrow, die er listenreich überreden kann, in dieses seltsame Filmprojekt einzusteigen.

Nach einer Zeit der Überfahrt mit dem alten Frachter, wo man bereits einige Aufnahmen abdreht, aus denen sich viele jedoch noch keinen wirklichen Reim machen können, erreicht man im Nebel fasst schon unerwartet Skull Island. Und gleich beim ersten Landgang beobachtet (und filmt auch gleich heimlich)man die Eingeborenen bei einer höchst seltsamen Zeremonie. Warum eine riesige Mauer samt Tor jedoch das Dorf vom Rest der Insel abtrennt, darüber gibt es bisher nur Gerüchte und haarsträubende Geschichten. Jedenfalls wollen die Eingeborenen offensichtlich ein junges Mädchen aus ihrem Stamm einem Inselgott mit dem Namen KONG opfern.

Die Eingeborenen erweisen sich jedoch nicht wirklich als Gastfreundlich und reagieren auf den ungebetenen Besuch eher aggressiv. Erst als der Häuptling die blonde Ann erblickt, ist dessen Interesse mehr als geweckt und verlangt ihre Herausgabe an den Stamm. Natürlich denkt Denham nicht im Traum daran, Ann in die Hände der Eingeborenen zu geben und man beschließt den geordneten Rückzug. Doch das hilft wenig, denn im Schutz der Nacht dringen einige Eingeborene in das Schiff ein und rauben die hübsche Ann, um sie als optisch besonderes Opfer ihrem Inselgott KONG auszuliefern.

Ann wird auf der anderen Seite der Mauer dann auch von den Eingeborenen an einer Vorrichtung stehend gefesselt, während der Stamm lautstark und trommelnd ihren Gott KONG anrufen.

Zwar hatte man auf der „Venture“ den Raub von Ann bereits bemerkt, doch als endlich auch ein Rettungstrupp eintrifft und mit Schüssen in die Luft die Eingeborenen verscheucht, bricht sich gerade durch den Urwald ein riesiger Gorilla seinen Weg zur Mauer und nimmt Ann in seine Gewalt. Während der Riesenaffe vor den Augen der Rettungsmannschaft mit der hilflosen Ann wieder ins innere der Insel verschwindet, um sie in seine Höhle im Schädelberg zu verschleppen, beginnt Denham einen Rettungstrupp für Ann auf die Beine zu stellen, während der Rest der Mannschaft bewaffnet das gewaltige Tor gegen den Zugriff der Inselbewohner bewachen sollen.

Auf seinem Weg durch den Urwald tauchen immer neue Gefahren auf, die auch die hilflose Ann gefährden. Doch KONG weiß sich zur Wehr zu setzen und so manchen aggressiven Saurier dabei ins Gras beißen zu lassen. Doch KONG bemerkt auch, dass sich ein Trupp von Menschen auf seine Fährte begeben hat, die bereits an einem See blutige Bekanntschaft mit einer Urzeitechse machen mussten, und greift diese an, als sie über eine Schlucht zu kommen versuchen. Der Rettungstrupp wird bis auf wenige Überlebende aufgerieben und nur dem ersten Offizier der „Venture“, John Driscoll gelingt es, auf die andere Seite der Schlucht zu gelangen, um KONG und Ann hinterher zu eilen, während Denham notgedrungen mit den wenigen Überlebenden den Weg zurück ins Dorf antreten muss.

Auch in der Höhle erwarten Ann und KONG Gefahren durch ein schlangenartiges Monster, dass sich jedoch einen aussichtslosen Zweikampf mit KONG liefert.

Auch Driscoll ist in der Höhle eingetroffen und rettet Ann in dem Moment, als KONG abgelenkt durch den Angriff eines Flugsauriers ist. Doch die Rettung entgeht KONG nicht und so macht sich der Riesenaffe auf, seine „blonde Braut“ wieder in seine Gewalt zu bringen.

SzenenfotoDriscoll und Ann gelingt es jedoch vor KONG durch das riesige Tor auf die andere Seite zu kommen. Doch den in Raserei befindlichen Gorilla hält nun weder das Tor noch die riesige Mauer auf und veranstaltet unter den Eingeborenen ein regelrechtes Massaker.

Denham gelingt es jedoch mit Gasbomben den Vormarsch des Riesenaffen zu stoppen und ihn sogar zu betäuben. Statt einen Film zu drehen, beschließt Denham nun, KONG direkt im Laderaum des Frachters zu verstauen, um nunmehr mit der gewaltigen Bestie am Broadway das große Geld zu machen.

Angepriesen als KING KONG - Das achte Weltwunder, lockt Denham die Menschen in ein Theater, die bereit sind jeden Preis zu zahlen, um den in Ketten gelegten Riesenaffen sehen zu können. Das Blitzlichtgewitter der angerückten Journalisten sorgt jedoch schnell für eine Massenpanik, als KONG die gewaltigen Ketten doch sprengt und sich wieder auf die Suche nach Ann macht, in die sich die Bestie bereits auf der Insel heftig verliebt hat. Auf seinem Weg durch New York tötet er dabei zahlreiche Menschen und lässt sogar eine Hochbahn entgleisen.

Tatsächlich findet KONG dann Ann in einem Apartment und bringt sie erneut in seine Gewalt, bevor er sich auf den Weg macht, dass Empire State Building mit ihr zu erklimmen. Auch John Driscoll, der sich ebenfalls in Ann verliebt hatte, macht sich wieder auf, KONG zu folgen um Ann zu retten.

Auf der Spitze des Empire State Buildings spitzt sich die Lange indessen für KONG zu, als eine Staffel Doppeldecker der US-Luftwaffe beginnen, ihn mit Maschinengewehrfeuer anzugreifen. KONG wehrt sich verbissen gegen die Angreifer, doch als er bemerkt das er diesen letzten Kampf verlieren wird, setzt er Ann ab, damit sie nicht mit ihm in den Tod gerissen wird. Tödlich getroffen stürzt KONG dann von dem Wolkenkratzer, während John Ann endlich zu Hilfe eilen kann.

Als sich die Menschen um den riesigen Leichnam des Giganten scharen, ist auch Carl Denham unter ihnen, der den Reportern sagt, dass nicht die Kugeln KING KONG getötet hätten, sondern die Schönheit (von Ann Darrow) die Bestie zu Fall gebracht habe.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Ja, liebe Klassik-Freunde. Hier haben wir es mit einer geballten Liebesgeschichte zu tun, die am 02. März 1933 uraufgeführt wurde und am 01. Dezember 1933 zum ersten mal in Deutschland in die Lichtspielhäuser kam. Statt KING KONG hätte der Film auch beinahe THE BEAST, KING APE oder THE APE geheißen. Man war sich da am Anfang seitens der Filmemacher noch etwas arg unschlüssig. Aber dann besann man sich und nannte ihn schlicht „König Kong“.

Natürlich ist dieser Schwarzweißfilm der Ausgangspunkt für weitere Verfilmungen mit dem Thema KING KONG geworden. Für den Nachfolger KING KONGS SOHN ließ man kaum Zeit verstreichen und 1949 ging es dann weiter mit PANIK UM KING KONG, wo KONG nicht mal mitspielen durfte, dafür aber viele des ehemaligen Stabes des Film KING KONG samt dem Hauptdarsteller Robert Armstrong. KONGA von 1961 war dann eher die englische Antwort auf KING KONG, wobei es sich hier um einen Schimpansen handelt, der per Wachstumsserum vergrößert wurde und dann plötzlich (wie seltsam) wie ein Gorilla aussah. Auch in den japanischen Monsterschinken durfte sich KONG in den Filmen von 1962 und 1967 tummeln. 1986 gab es dann nochmals einen Film um KONG von John Guillermin mit dem Titel KING KONG LIVES!. Auch DONKEY KONG kann seine Herkunft auf diversen Videospielen nicht wirklich leugnen, was auch für diverse Rechtsstreitigkeiten sorgte. Besungen wurde KONG auch, bzw. die Schauspielerin Fay Wray direkt zu Anfang bei der ROCKY HORROR SHOW oder bei der deutschen Band „Die Ärzte“ mit ihrem Song MONSTERPARTY.

John Guillermin, der später noch KING KONG LIVES! verbrochen hatte, legte bekanntlich 1976 die KING KONG Neuverfilmung hin. Da dieses Remake viele zu mögen scheinen, schlucke ich mal meine Meinung zu diesem Film wohlwollend herunter, sonst bekomme ich hier noch Prügel.

2005 schlug dann Peter Jackson mit einem weiteren Remake zu, dass man dann aufgrund der Handlung auch wirklich als Remake bezeichnen kann. Wenn ich dieses Remake von 2005 wie gesagt als eher gelungen betrachte, so lässt sich nicht verhehlen, dass er etwas zu lang geraten ist (auch wegen einiger recht alberner Szenen, man schaue hier als Beispiel nur KONG auf dem Eis an) und Jackson nicht bei allen Schauspielern ein glückliches Händchen unter Beweis stellte. Dafür beglückte er aber seine Zuschauer wie gesagt dankenswerter Weise mit der eigenen Interpretation der Szenen in der Schlucht, die im Original ja leider bis auf drei Filmfotos verschollen war.

Was aber den Originalfilm angeht, so halte ich ihn trotz seines Alters für die eigentlich wirklich zeitlose Variante, die es bis  zur Erwähnung in der Popkultur gebracht hat. Außerdem weiß er immer noch zu fesseln, was diversen Ablegern usw. schlicht nach schon kurzer Zeit verwehrt blieb, egal wie perfekt die Tricktechnik mit den Jahren auch voran geschritten sein mochte. Auch wenn man bei vielen Filmen über ihren Platz in der Riege der Klassiker des Phantastischen streiten kann, so gehört KING KONG UND DIE WEISSE FRAU doch unbestreitbar auf einen der Spitzenplätze in Sachen phantastischer Klassiker. Für mich daher ein Film, den man unbedingt gesehen haben sollte und der in einer entsprechenden Filmsammlung einen kleinen Schatz darstellt.

Ausblick:
Zeit ist Geld und Geld kann ich immer gebrauchen. Die Frage ist nur, ob man mit der Zeit auch immer das richtige anstellt. Aber ich will mir dann doch diesen kleinen Moment nehmen, um euch einen doch ebenfalls kleinen Hinweis auf die Folge 29 von meinen phantastischen Filmklassikern zu geben. Der Film den ich nächsten Samstag hier vorstelle hat unlängst ein Remake erfahren, über das sich streiten lässt. Ich finde dieses Remake zwar nicht schlecht, aber wirklich so gut, dass es mir heute fehlen würde, ist es nun auch nicht wirklich. In dem Film geht es übrigens um ein Gerät, dass zu seiner Zeit (vor dem ersten Weltkrieg) wohl bahnbrechend gewesen wäre, hätte man es denn wirklich erfunden. Andererseits hat man es selbst bis heute noch nicht geschafft, auch wenn es Wissenschaftler gibt, die der festen Überzeugung sind, dass das, was dieses Gerät anstellt, rein theoretisch möglich wäre (praktisch sieht es natürlich völlig anders aus).

Nur ob man es dann, wenn man es wirklich einmal erfinden würde, auch unbedingt nutzen sollte, da bin ich mir wirklich sehr unsicher. Dieses seltsame Gerät ist nicht gerade klein und man muss quasi in es hinein steigen um es nutzen zu können (ähnlich einem Cabrio).

Na, schon eine Idee um welches Gerät es geht (oder gar um welchen Klassiker des Phantastischen Films es sich handelt?).

Nein? Gut, dann noch einen kleinen Hinweis, der euch auf die Sprünge helfen sollte, denn in einer Folge der Serie THE BIG BANG THEORY hat schon Sheldon Cooper in genau diesem Gerät aus besagtem Filmklassiker gesessen und mächtig Albträume bekommen.

Also mehr kann ich euch nun wirklich nicht verraten, aber ihr habt ja noch ausreichend Zeit zum grübeln.
King Kong und die weiße Frau (King Kong)
King Kong und die weiße Frau
(King Kong)
mit Fay Wray, Bruce Cabot, Robert Armstrong, Sam Hardy, Noble Johnson, Steve Clemente, Frank Reicher, James Flavin, Roscoe Ates, Walter Ackerman u.a.
Regie: Merian C. Cooper
Drehbuch: Edgar Wallace (beauftragt, verstarb jedoch), Ruth Rose, James Ashmore Creelman
Genre: Horror/Fantasy
Laufzeit: 96 Minuten
DVD/FSK: 6 Jahre (ehemals 12 bzw. 16 Jahre)
Vertrieb: Kinowelt/Arthaus
USA 1933

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Kommentare  

#16 Mainstream 2016-01-16 23:16
-
Sorry, aber ich konnte nicht anders. Ich habe einmal etwas gegraben.

Die 90 Millionen Dollar müssen sich auch das Startwochenende beziehen. Das wären 392.000 Besucher. In Amerika hat KONG über 6 Million Dollar eingespielt, was 27 Millionen Besucher ausmachen würde. Das ist kein Vergleich zu heute, doch man muss unbedingt mit einbeziehen, dass dies mitten in der Depression passierte. Wenn man das noch in den Infaltionsrechner mit einbinden könnte, wäre so mancher Mensch wirklich überrascht.
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#17 Friedhelm 2016-01-16 23:18
Zitat:
Aber wenn Jessica Lange da oben auf dem Dach steht und schreit, "sie werden dich töten wenn du mich loslässt". Muss aufhören ... Tränen in den Augen
Kann ich nachvollziehen - das geht mir genauso.
Ichj saß 1976 im Kino und war wirklich traurig...

kaum zu glauben - aber wahr
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#18 matthias 2016-01-17 00:12
Ich habe diesen Film in DDR-Zeiten im Kino gesehen. Da lief dieser Streifen "schwarz". Die Einnahmen wurden einem "modernen" sowjetischen Streifen zugeschrieben, den keiner sehen wollte. Hat mir jedenfalls die Filmfrau, dich ich privat kannte, erzählt.
Das Kino bei KING KONG war jedenfalls brechend voll. Die Leute standen sogar im Gang. Ich fand damals den Film toll!
Woher die Filmkopie kam? Ich weiß es nicht. War vermutlich noch VK-Ware...
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#19 Laurin 2016-01-17 11:14
Zitat Mainstream:
"Ach Konrad, kann es nicht sein, dass die Dinosaurier in KING KONG nicht aus dem verwirklichten THE LOST WORLD von 1925 waren? Nur mal so in den Raum gestellt."

Habe da eben mir mal einige Filmfotos angesehen zu THE LOST WORLD von 1925. Die Saurier dort sind unverkennbar von O'Brien, doch z.b. der T-Rex sieht dort für mich etwas anders aus in der Darstellung. Muss mich daher hierbei auf die Info zu KING KONG von 1933 verlassen, die mir vorliegt, zumal dazwischen acht Jahre liegen.

Ach ja, den Fehler im Namen von O'Brien habe ich selbst verbrochen. :oops: Warum können die Amis auch nicht einfach Willie oder Anton heißen (ist berichtigt). :lol:
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#20 Friedhelm 2016-01-17 11:53
Hier noch eine kleine Legende über Kong und das Empire State Building; Obwohl eigentlich klar ersichtlich ist, dass der animierte Affe da hoch gekraxelt ist, gab es zwei Männer, die behaupten wollten, das sie auf dem Gebäude als Kong im Affenfell rumgeturnt sind.

Zum einen hat das 1969 ein Typ namens Ken Roady behautet - und dann wurde das 1976 von einem gewissen Carmen Nigro widerlegt, der diese Ehre selber in Anspruch nehmen wollte..
Er sei es gewesen, der der als Monster verkleidet, den Höhepunkt des Films auf der Wolkenkratzerspitze dargestellt hat.

Kann ja eigentlich auch gar nicht sein, oder??
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