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Von langweiligen Helden und rockenden Schurken - DC-Comic-Verfilmungen

DC-Film UniverseVon langweiligen Helden und rockenden Schurken
DC-Comic-Verfilmungen

Heute melde ich mich mal nicht mit einem Artikel zu einem Film, den ihr eigentlich auch z.B. auf DVD oder im Kino sehen konntet.

Denn SUICIDE SQUAD kommt laut Planung erst im August in die Kinos.

Dafür ist er aber Grund genug, mal einen (überspitzten) kritischen Blick auch zurück zu werfen in Sachen DC-Verfilmungen.


DC-Film UniverseDoch kurz zurück, es geht ja um das DC Universum:
Ich gebe es ja gerne zu, mit den bisherigen Verfilmungen in Sachen Superhelden des DC Universums habe ich mich ja bisher richtig schwer getan. Das sieht man wohl auch in meinem privaten Filmarchiv. Da tummeln sich die meisten MARVEL-Movies, sei es SPIDER-MAN, X-MEN, AVENGERS, IRON MAN oder DAREDEVIL usw., nur eben bei den Comicverfilmungen aus dem DC Universum wird die Luft dann verdammt dünn.

Gut, GREEN LANTERN hatte es geschafft. Der Film trumpft mit schöner und knalliger Tricktechnik auf und irgendwo war ich schon in Jugendzeiten ein Fan der „GRÜNEN LATERNE“ oder „GRÜNE LEUCHTE“ wie sie hübsch eingedeutscht früher betitelt wurde. Ryan Reynolds machte seinen Job in dem Film auch recht gut, jedoch haperte es gewaltig an der Story. Sie war schlicht zu lang für so wenig ansprechenden Inhalt. Aber ich will nicht gemein sein, denn hey … ich habe einen Film mit GREEN LANTERN, einem Helden meiner Jugendzeit. Dafür verzweifelte ich eher bei den BATMAN Verfilmungen. Der Serie samt Pilotfilm mit Adam West (1966) kann ich da noch einiges abgewinnen. Schön knallig bunt, ziemlich schräge Dialoge und solange man sich davon nicht zwanzig Folgen hintereinander reinzieht, bleibt der Spaßfaktor auch durchaus erhalten. Bei den Kinofilmen sieht die Welt schon etwas anders aus. Der erste BATMAN (1989) mit Michael Keaton war noch wirklich gut anzusehen. Nur Jack Nicholson als Joker war schon ein wenig grenzwertig für mich. Seine Dialoge wirkten gestelzt, seine Bewegungen theatralisch übertrieben und das er da eine Maske trug, konnte man sehr gut erkennen. Dabei kenne ich Nicholson eigentlich als sehr guten Schauspieler. Aber na ja, er hatte hier leider auch nicht das sagen in Sachen Darstellung des Jokers. Und was Kim Basinger anging, sie war zumindest ein hübscher Blickfang als Vicki Vale. Danach ging es aber in den Folgefilmen schon reichlich bergab, bis das man mit BATMAN FOREVER (1995) und BATMAN & ROBIN (1997) den absoluten Tiefstand an geistloser Albernheit erreicht hatte. Tiefer, so sagte ich mir, kann es nicht mehr gehen, denn dann kommt nur noch der Erdkern.

DC-Film UniverseMan freute sich also später auf die neuen BATMAN Filme mit Christian Bale, die unter dem Sammelbegriff THE DARK-KNIGHT-TRILOGIE ab 2005 die Kinos rocken sollten. Düsterer und moderner sollte der Mythos um unsere Fledermaus werden. Mal als erstes, wobei ich nicht weiß, ob es nun vornehmlich an der deutschen Synchronstimme liegt, aber als BATMAN hätte man ihm erst einmal die Bettdecke aus dem Mund ziehen sollen, bevor überhaupt der erste Dialog gesprochen wird. Und dann hätte man etwas gegen die häufigen, langweiligen Passagen tun sollen. Aber nee, in den Folgefilmen von 2008 und 2012 ging es mit den gleichen Fehlern weiter. Muss man sich also nicht ins eigene Filmarchiv stellen, hatte ich für mich entschlossen.

Hoch gelobt wurde dabei dann auch Heath Ledger in seiner Rolle als Joker. Mal ehrlich, was gab es da zu loben? Er gestaltete seine Rolle recht nett, dass war es aber für mich auch schon und irgendwie wurde ich das dumme Gefühl nie los, dass man Ledger als Joker nur deshalb postum so hoch leben ließ, weil er den Film in der Realität nicht überlebte. Die Maske jedenfalls wurde wohl von einem mittelmäßigen Maskenbildner-Lehrling verbrochen und Ledgers Schauspiel war wenn, nur Mittelmaß mit sehr leichter Tendenz nach oben. Rund gesagt … einmal im Leben diese Trilogie gesehen reicht bei mir fürs ganze Leben.

DC-Film UniverseSuperman? Was soll ich da sagen???
Bei SUPERMAN will ich nicht mal weit ausholen. Der Stählerne ist mir einfach immer schon zu stählern gewesen, egal ob im Film oder früher im Comic. Mit der Figur kann man für mich nur jedes zarte Pflänzchen von Spannung radikal abwürgen, egal wie mittelmäßig oder gut die jeweiligen Schauspieler sich in dieser Rolle auch ins Zeug legten.

Da wäre von mir hier auch jedes weitere Wort zu den Kinofilmen und Serien (z.B. SUPERMAN – DIE ABENTEUER VON LOIS & CLARK oder SMALLVILLE) reine Zeitverschwendung, denn mehr als Motzen käme da nicht von mir und davon will ich euch hier mal verschonen.


DC-Film UniverseDC und die Fernsehserien:
Bei den letzten Fernsehserien nahm ich dann einen weiteren Anlauf. Nehmen wir einfach mal den grünen Bogenschützen GREEN ARROW oder wie er früher in den Comics genannt wurde – GRÜNER PFEIL. In der Serie nannte man ihn dann nur noch ARROW (ob den Machern der Namenszusatz „GREEN“ plötzlich zu Öko war?).

Gut, insgesamt habe ich davon nur drei und eine halbe Folge gesehen, bevor ich der Meinung war, dass das schneiden der Zehennägel ungefähr genauso spannend sein kann. Ich habe mich da auch mal auf der Arbeit und im Freundeskreis weiter umgehört und musste feststellen, dass es mir da wohl nicht alleine so ging. Die Vorfreude war wohl größer. Und dann kam ja der ROTE BLITZ, der eigentlich im Original FLASH heißt. Ich hatte die frühere Serie von 1990 – 1991 mit John Wesley Shipp damals sogar sehr gerne gesehen, und so schlecht fand ich Anfangs auch die neue Serie mit Grant Gustin nicht. Das ich dann doch mehrere Folgen später nicht mehr geschaut hatte, lag schlicht an der Tatsache, dass hier für mich eher der Superschurke der Woche besiegt wurde, was sich ja hinterher dann doch ein wenig änderte.

Dann kam das nächste Ärgernis, allerdings von Seiten des Senders:
Ja, bei der nächsten Serie GOTHAM (gleich nach THE FLASH) hat mich nicht die Serie, einer ihrer Darsteller oder die Handlungsform verärgert, sondern der ausstrahlende Sender ProSieben. Die ersten Folgen machten einfach Spaß und gerne hätte ich die Serie jede Woche bei Ausstrahlung weiter mit verfolgt (kein Scherz, ich fand die Serie bisher wirklich saugut). Das Problem lag hier völlig anderes, nämlich diese völlig unchristliche Zeit der Ausstrahlung. Wenn man nämlich um fünf Uhr am Morgen aus den Federn raus muss und das Alter von über 50 Jahre erreicht hat (zudem ein Morgenmuffel ist), dann kann einem das die ganze Freude recht vermiesen. Da gab es nur zwei Möglichkeiten für mich, weder früher ins Bett und GOTHAM verpassen, oder am Morgen für die Kollegen (bis etwa zur Frühstückspause) ungenießbar zu sein. Aber zumindest war die Serie GOTHAM schon mal endlich ein Lichtblick im trüben Nebel der DC-Comic-Verfilmungen, so das ich mich auch mit dem Gedanken trage, mir diese Serie auf DVD an Land zu ziehen.

DC-Film UniverseUnd da kommt noch mehr (Licht) aus dem Trüben:
Im Punkt Verfilmungen zu DC-Helden drückt man zumindest ordentlich auf die Tube, denn MARVEL macht es ja vor. Im Frühsommer 2016 wird uns ja nun Kara Zor-El, oder besser gesagt, SUPERGIRL auf ProSieben in Serie beehren. Niedlich ist Melissa Benoist ja schon mal in ihrem Kostümchen anzusehen. Schauen wir also mal, denn komischer Weise konnte ich mich für den Kinofilm SUPERGIRL mit Helen Slater aus dem Jahr 1984 irgendwie erwärmen – warum auch immer.

Wirklich heiß darauf ist im Bekanntenkreis darauf aber irgendwie noch keiner. Da werden wohl die ersten drei bis vier Folgen der Fernsehserie erst noch zeigen müssen, was in ihnen steckt um hier ein Urteil abgeben zu können. Und auch sonst steht ja schon einiges auf der Agenda. Da kündigt sich BATMAN v. SUPERMAN mit DAWN OF JUSTICE an (wohl so gegen Mitte Mai 2016), doch über den Film hört man aus der Fan-Ecke für DC Comics auch nur das übliche Gemurmel. Scheint also so zu sein, dass hier noch mehr Fleisch an den Knochen muss, um hier Freudenschreie vernehmen zu dürfen. Auch um WONDER WOMAN ist es noch recht still, denn der wird wohl noch bis etwa Mitte 2017 auf sich warten lassen. Nicht anders verhält es sich bei der JUSTICE LEAGUE als die Superteam-Antwort auf die AVENGERS von MARVEL. Da dürfte man wohl bis November 2017 noch ausharren müssen. Und der zweite Schlag der JUSTICE LEAGUE erfolgt laut Planung erst Mitte 2019. Auch THE FLASH (Kinofilm) und AQUAMAN sind noch weit weg (vorgesehen 2018). SHAZAM kommt auch laut Planung erst 2019. GREEN LANTERN z.B. oder GYBORG aus dem Hause DC-Movie werden erst 2020 in die Gänge kommen. Sieht man sich die Planungen an, so kann man von einem direkten Kino-Zweikampf zwischen den Superhelden-Teams nur 2019 reden, denn kurz vor JUSTICE LEAGUE 2. werden wohl die AVENGERS von MARVEL mit INFINITY WAR - PART 2. zuschlagen (INFINITY WAR – PART 1. rollt nach der Planung bereits 2018 an). Und der JUSTICE LEAGUE, Teil 2. sitzen wohl MARVELS INHUMANS direkt zeitlich im Nacken, wenn die Planung sich nicht mit der Realität beißt. Überhaupt, sieht man sich die vorab Planungen von DC und MARVEL in Sachen Kinofilme an, so sind die DC Verfilmungen ziemlich durch die von MARVEL eingekreist. Seien es nun die GUARDIANS OF THE GALAXIS (Part 2.), oder CAPTAIN MARVEL, BLACK PHANTER, X-MEN: APOCALYPSE, DOCTOR STRANGE oder ANT-MAN AND THE WASP bzw. das nächste Reboot von SPIDER-MAN. Wie gesagt, in Sachen DC-Comic-Verfilmungen handelt es sich um Lichter die erst noch richtig leuchten lernen müssten um sich gegen die geballten Planungen seitens der MARVEL-Verfilmungen durchsetzen zu können (wobei bei den MARVEL-Verfilmungen nicht nur DISNEY die Finger im Spiel hat. Siehe z.B. die FANTASTIC FOUR, Teil 2. vorläufig geplant für 2017).

DC-Film UniverseUnd dann rockt es bei den Fans doch plötzlich in Sachen DC-Universum:
In diesem Jahr könnte aber eine DC-Verfilmung dermaßen gut einschlagen, dass es den Machern der MARVEL-Verfilmungen etwas blass um die Nase werden könnte. Und hier rede ich nicht von BATMAN v. SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE, der laut Planung schon für den März 2016 vorgesehen wäre. Die zwei DC-Spitzenhelden sind zwar irgendwie im Gespräch, aber eben nicht sehr laut. Dafür rockt der neue Trailer zu einer anderen DC-Verfilmung und mancher DC-Fan bzw. der Comic-Fan überhaupt gerät schon aufgrund dieses Trailer völlig aus dem Häuschen.

Zwar muss man noch laut Ankündigung bis August 2016 warten, aber man redet von diesem Film bereits und das sehr vernehmlich. Denn was scheinbar kein Superheld des DC-Universums im Moment schafft, dass legen die Superschurken locker hin. Die Rede ist von dem Film SUICIDE SQUAD, in dem die fiesesten Superschurken sich unter der Kontrolle der US-Regierung zu einem Himmelfahrtskommando zusammen schließen müssen um die Welt zu retten. Schon die Darstellerliste lässt einem die Hände feucht werden vor Freude.

Schurken an die Front – Die Darsteller und Charaktere:

  • Deadshot – Will Smith
  • Harley Quinn – Margot Robbie
  • Joker – Jared Leto
  • Killer Croc – Adewale Akinnuoye-Agbaje
  • Enchantress – Cara Delevingne
  • Captain Boomerang – Jai Courtney
  • Rick Flagg – Joel Kinnaman
  • Katana – Karen Fukuhara

hinzu kommen:

  • Batman – Ben Affleck (bzw. sein Double, da liegt noch einiges informativ im Dunkeln)

sowie:

  • Viola Davis
  • Scott Eastwood
  • Adam Beachs
  • Ike Barinholtzs
  • Jim Barracks u.a.

Die Planungen zu SUICIDE SQUAD reichen dabei zurück bis zum Jahr 2009 wo Dan Lin und Stephen Gilchrist als Produzent bzw. Co-Produzent fungieren sollten. Das Drehbuch sollte seiner Zeit Justin Marks beisteuern. Realisiert wurde der Film mit diesen Namen jedoch nie. Erst im September 2014 kündigte dann WARNER BROS. unter der Regie von David Ayer die Umsetzung von SUICIDE SQUAD an, der dann laut Planung 2016 in die Kinos kommen sollte. Ayer sollte laut den damaligen Informationen auch das Drehbuch verfassen, was dann auch passierte. Weiterhin bestätigte WARNER BROS. nochmals im Oktober 2014 mit weiteren Ankündigungen rund um das Filmuniversum des MAN OF STEEL (SUPERMAN) den Kinostart der SUICIDE SQUAD Verfilmung. Die erste filmische Darstellung der SUICIDE SQUAD erfolgte ebenfalls 2014 in dem DC-Zeichentrickfilm BATMAN: ASSAULT ON ARKHAM, wobei dieser nicht im DC-Kinofilmuniversum angesiedelt war, sondern im Arkham-Universum. Auch in den Serien ARROW und JUSTICE LEAGUE UNLIMITED fand die SUICIDE SQUAD bereits Erwähnung, die in weiteren DC-Paralleluniversen angesiedelt sind.

Richtig heiß wurden die Fans der filmischen Umsetzung von Comics aus dem Hause DC oder auch MARVEL dann schon, als man die ersten Szenen zum Film SUICIDE SQUAD zu Gesicht bekam.

DC-Film Universe Kurzer Handlungseinblick zu SUICIDE SQUAD:
Im Grunde handelt es sich hier um ein Geheimprojekt der US-Regierung, die dann den Superschurken durch ausgesuchte, rücksichtslose Rekruten ihr Angebot unterbreiten lässt. Dies beinhaltet, dass man ihnen absolute Immunität und eine gesetzlich sauber Weste verpasst, wenn sie denn faktisch für die Regierung als eine Art spezielle Einsatztruppe die Kastanien aus dem Feuer holen. Das ganze läuft faktisch unter dem zuckersüßen Banner, dass jeder Gestrauchelte in der Gesellschaft eine zweite Chance verdient habe. Hinter vorgehaltener Hand dürfte jedoch die Position der Regierung eher zum tragen kommen, dass man auf diese niederträchtigsten und gefährlichsten Schurken am ehesten Verzichten kann, weshalb man ihren möglichen Tod in Ausführung ihrer Pflicht ihnen gleich mit offeriert. Denn die gestellte Aufgabe für unsere Schurken gleich eigentlich mehr einem reinen Selbstmordkommando.

Die Frage dürfte allerdings im Raum stehen, ob diese illustre Truppe der SUICIDE SQUAD sich so einfach von Oben kontrollieren lassen, oder recht schnell versuchen wird, ihre eigenen, weniger geläuterten Pläne umzusetzen.

DC-Film UniverseMit dem neuen Trailer, der nun bereits auch in deutscher Synchronisation vorliegt, wird die Hoffnung auf ein einmaliges Kinoerlebnis denn auch weiter befeuert. Die Dialoge (besonders seitens der hübschen, durchgeknallten Harley Quinn umgesetzt) lassen bereits mit jeder Menge Spaß rechnen. Der Joker, der ebenfalls mitmischt zeigt sich hier schon von seiner abgrundtief dunkelsten Seite und Jared Leto schafft es in diesen kurzen Szenen sogar, die Figur des Jokers erstmalig in einer gewissen Perfektion herüber zu bringen, die weder Nichelson noch Ledger für mich persönlich über einen ganzen Film zustande brachten. Darüber hinaus zeigt sich eine gelungene schmutzige Düsternis im Film, gepaart mit einem kleinen Einblick in ein gut durchdachtes Actionspektakel.

Gut, ob der gesamte Film SUICIDE SQUAD letztlich das halten kann, was der Trailer verspricht, wird man erst im August sehen können. Doch reicht dieser Trailer bereits aus, um diesen Film zu einem Gesprächsstoff mit dem Wunsch nach mehr (viel mehr) zu machen, und irgendwie habe ich bei dieser DC-Comicverfilmung endlich mal ein wirklich gutes Gefühl (was ja wie oben erwähnt, sich bisher stets stark in Grenzen hielt).
Zumindest habe ich jetzt bereits die ersten sehr neugierigen und lobenden Gespräche in Sachen Verfilmung von Comics unter Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen vernommen, bei denen die Beteiligten nach Sichtung des Trailers von SUICIDE SQUAD geradezu ins Schwärmen geraten. Grund genug für mich, mir dieses mal ernsthaft zu überlegen, im August vielleicht doch mal wieder ins Kino zu gehen um mir diesen Film postwendend zu Gemüte zu führen, anstatt auf den Verkaufsstart der DVD bzw. Blu-Ray-Disc dieses Actionkrachers zu warten. Es juckt mir zumindest bei der Thematik schon sehr in den Fingern, was bei dem Film BATMAN v. SUPERMAN im Mai bisher schlicht ausblieb (zumal er immer noch in meinem Umfeld kaum als Gesprächsstoff in Erscheinung getreten ist).

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-01-28 11:42
Der Reihe nach. Aber zuerst die Erklärung, dass das alles eine heftige Geschmacksfrage ist :lol:

Der zweite Keaton-Batman war für mich der Gelungenste. DeVito als trauriger Pinguin, das war schon gut gemacht. Danach ging es bergab.

Heath Ledger ist sicherlich überschätzt, so wie die Nolan-Batmans überhaupt.. Aber Mittelmaß? Nöö. Der war das Beste an dem Film und hat alles aus der Figur rausgeholt, was man konnte. Dieser Joker war nun wirklich ein gruseliger Psycho.

Green Lantern war Schrott. Nett anzusehen ist das heute alles, das ist für mich nie ein Qualitätsargument, aber auf jeder Filmhochschule hätte man dieses lausige, zusammengestückelte Drehbuch um die Ohren gehauen bekommen und keine 20 Mio reingesteckt.

Arrow ist melodramatischer Unsinn, hab ich auch nur zu 3/4 gesehen, bis ich die schwülstigen Dialoge nicht mehr ertragen konnte und auf der einsamen Insel mehr Betrieb als auf dem Hauptbahnhof herrschte. Vor allem die DC-Schurkengalerie ist doch sehr durchwachsen gelungen. Man darf natürlich dabei nie vergessen, dass 90% der Zuschauer die Comics nicht kennen und das anders aufnehmen. Aber als wöchentliche Action-Dosis ist das schon perfekt gemacht.

Flash ist nett gemacht, da ist der schrille Ton von Arrow beträchtlich runtergeschraubt. Hat aber das gleiche Problem mit den Schurken. Eine Witzfigur wie Captain Cold derart aufzubauen, einen Typen mit einer blöden Pistole, was soll das? Aber ich fand den Roten Blitz schon immer öde, insofern habe ich die Serie nur eine Weile wegen Jesse Martin gesehen, weil ich den Schauspieler sehr mag.

Mit Gotham konnte ich gar nichts anfangen. Sah gut aus, ja, keine Frage. Aber bei so einem Projekt will ich nicht Batman jr. sehen. Kein Wunder dass der erwachsene Batman die Schurken immer verdrischt, wenn die doppelt so alt wie er sind. Und mal ehrlich, wenn der Pinguin schon so durchgeknallt wie der Joker ist - wie hier entwickelt wurde - wozu braucht man dann noch einen Joker?

Die kommenden Filme erregen auch nicht wirklich mein Interesse.

Deadpool: Fand ich immer schon blöd. Kein Interesse.

Harley Quinn: Ich bin ein großer Fan von Harley. Aber die Dini-Ära. "Mad Love" gehört für mich zur Batman Top-Ten. Die Miniserie "Harley&Ivey" wird immer mal wieder gern gelesen. Die Nu52 Harley ist ätzend. Nein danke.

X-Men:Apokalypse: Man soll nicht nach Plakaten oder Trailern gehen, aber Apokalypse sieht so was von Scheiße aus :lol: Und die restlichen verjüngten X-Men sehen auch nicht besser aus.

Und bin ich der Einzige, der Avengers 2 schlicht und ergreifend langweilig fand? :lol:
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#2 Laurin 2016-01-28 13:19
Du hast aber ganz oben gesehen, wo ich bewusst schrieb "(überspitzt)". ;-)
Und wie gesagt, Geschmäcker sind ja verschieden, keine Frage, weshalb ich ja hier auch erst einmal meine Sicht der Dinge beschreibe, bzw. mit einbeziehe, wie z.B. in meinem Freundeskreis oder unter den Kollegen drüber gesprochen/kritisiert wird, denn die Serien bzw. mancher Kinofilm wird da durchaus thematisiert.

Wobei bei AVENFERS 2 kritisiere ich eher, dass man z.B. Quicksilver direkt von der Platte genommen hatte, bzw. die Figur des Vision so lieblos durchnudelte (kräftemassig kaum vergleichbar mit der Comic-Vorlage) und die "Show" doch stark dem ersten AVENGERS Film gleicht (Helden gegen eine gewaltige Übermacht usw.). Da hätte man viel mehr machen bzw. einiges anders machen können, keine Frage, aber als "langweilig" würde ich ihn für mich (persönlich) nicht bezeichnen wollen. Ist also wieder eine Geschmacksfrage (es soll ja auch Leute geben, die generell mit solchen Filmen nichts anfangen können).
Zu DEADPOOL kann ich nichts sagen, da kenne ich noch nicht einmal die Comics. Sieh es mal so wie beim Pinguin (DeVito), der eine mag seine Darstellung im Film, das bleibt ja auch jedem selbst überlassen. Ich persönlich dachte dabei eher an den kölschen Karneval beim zweiten Batman. :lol: Und Ledger als Joker, da gruselte mich eher die Gage die er für die Darstellung bekam, aber auch das ist meine persönliche Meinung und keine allgemeine Bestandsaufnahme. Aber lustig ist es doch, mal die verschiedenen Meinungen und Vorlieben raus zu kitzeln. :D
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#3 Friedhelm 2016-01-28 14:36
Was die Superhelden betrifft, da falle ich wahrscheinlich mal wieder völlig aus dem Rahmen.

Ich finde, die "X-Men-Reihe" gar nicht schlecht - Teil 3 war dabei so richtig schön dramatical.
Als Wolverine finde ich Hugh Jackman eine Top-Besetzung. Den wird so leicht niemand ersetzen können.

Den neuen "Superman" fand "nett" gemacht - hat mich allerdings nicht unbedingt vom Hocker gehauen. Und irgendwie kann ich Ben Affleck so gar nicht als "Batman" sehen.
Über Christian Bale kann man sagen, was man will, aber als "Batman" hat er mich voll überzeugt. Der wäre ganz sicher auch ein guter Bond geworden.

Heath Ledger's Joker war allemal ein Bonbon - während Tom Hardy als Bain, in Batman 3, für mich gar nicht rüberkommen wollte.

Was die nervige "Stimmverfremdung" für den "Fledermaus-Man" betrifft: Das ist als Einfall zwar nicht unbedingt total genial - aber doch irgendwie fast notwendig, um Bruce Wayne und sein Alter Ego irgendwie abzugrenzen. Auch, wenn's nervig ist - damit ist dann die Verwandlung in den dunklen Superhelden noch mehr vollzogen.
Wenn ich das im Original richtig gehört habe, dann ist diese Sache auch kein rein deutscher "Synchro-Gag".

Solchen Dingern wie "Suice Squad" kann ich gar nichts abgewinnen. Momentan wird ja auch schon gemunkelt, dass es mit den inflationären "Superhelden-Movies" bald wieder vorbei sein wird. Da hätte ich dann auch nichts dagegen.

Ganz ehrlich, wenn dann interessiert mich nur noch die kommende "Dr. Strange-Verfilmung".
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#4 Andreas Decker 2016-01-28 19:16
zitiere Friedhelm:


Ganz ehrlich, wenn dann interessiert mich nur noch die kommende "Dr. Strange-Verfilmung".


Da bin ich noch schwer am grübeln. Ich bin ein großer Strange-Fan - oder war es früher, mit den Inkarnationen der letzten Jahre konnte ich nichts anfangen. Als ich die ersten Fotos von Cumberbatch in der Dr.Strange-Kluft sah, musste ich aber laut lachen. Wie soll man das ernst nehmen?

Die Superhelden-Blase wird bald platzen. Davon ist auszugehen.
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#5 Andreas Decker 2016-01-28 19:28
zitiere Laurin:

Wobei bei AVENFERS 2 kritisiere ich eher, dass man z.B. Quicksilver direkt von der Platte genommen hatte, bzw. die Figur des Vision so lieblos durchnudelte (kräftemassig kaum vergleichbar mit der Comic-Vorlage) und die "Show" doch stark dem ersten AVENGERS Film gleicht (Helden gegen eine gewaltige Übermacht usw.). Da hätte man viel mehr machen bzw. einiges anders machen können, keine Frage, aber als "langweilig" würde ich ihn für mich (persönlich) nicht bezeichnen wollen. Ist also wieder eine Geschmacksfrage


Irgendwann fand ich das Trommelfeuer der Action nur noch öde. Hast du eine Stadt gesehen, die geplättet wird, hast du alle gesehen. 90 Minuten hätten es auch getan. Und Quicksilver und Wanda waren so was von blass, ich würde die Schauspieler ohne nachzuschlagen nicht wiedererkennen. Nach einer Weile war plötzlich Hawkeye die interessanteste Figur im Spiel, und da kann was nicht stimmen, wenn plötzlich eine der lahmsten Figuren des MU die größte Leinwandpräsenz hat :lol:

Ich bin nicht mal auf Teil 3 gespannt. Kann aber auch daran liegen, dass ich die Comic-Vorlage mit Thanos' Infinity-Gauntlet und ihrem prätentiösen Geschwafel schon schwer langweilig fand. Und das sagt jemand, der die "kosmischen" Helden immer gern gelesen hat. Ob nun den frühen Starlin mit seinem Warlock oder die späten Abnett und Lanning. Perfekte Space Operas.
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#6 Laurin 2016-01-29 13:52
Von meiner Seite aus gesehen muss es nicht diese geballte Ladung an Superhelden-Movies im Jahr sein, aber gänzlich möchte ich da nicht drauf verzichten wollen, denn wirklich ansprechend finde ich persönlich, ist so ein Kinojahr auch nicht, wenn man da sieht, was da so von der Stange verbraten (verfilmt) wird.
Da bringen die Superhelden-Movies doch etwas Farbe ins Spiel. Und auf "Gemunkel" gebe ich da nicht viel, denn am Ende sprechen da die Einspielergebnisse das letzte Wort und hier kann Übersättigung allerdings wirklich ein Kassengift sein.
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