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Spannung trotz weniger Schockelemente - Oculus – Das Böse ist in dir

Oculus – Das Böse ist in dirSpannung trotz weniger Schockelemente
Oculus – Das Böse ist in dir

„OCULUS: Chapter 3 – The Man with the Plan“ war lediglich ein Kurzfilm von Mike Flanagan mit knapp über 30 Minuten, in dem ein Mann zu beweisen versuchte, dass ein antiker Spiegel vom absolut Bösen besessen ist. Auf diese Kürze reichen ein oder zwei gut platzierte Schockeffekte durchaus. Die Frage stand aber spätestens dann im Raum, wie Flanagan es gelingt, daraus einen abendfüllenden Horrorfilm zu machen.


Oculus – Das Böse ist in dirNun kann man solch einen Kurzfilm natürlich als Grundlage betrachten, auf den sich aufbauen lässt. Andern ging es ja nicht anders, als sie ihre Kurzfilme zur Grundlage für einen Kinofilm von mindestens 90 Minuten Spielzeit umsetzten. Ähnlich verfuhr man ja schon bei Filmen wie TANZ DER TEUFEL, SAW oder DISTRICT 9, um hier nur drei bekannte und relativ gut umgesetzte Beispiele zu nennen. Bei manch anderen solchen Filme wirkt das Endprodukt dann allerdings auch eher mal nur wie eine zeitlich, aber eben nicht inhaltlich aufgeblasene Version, eben dieses eigentlich innovativen Kurzfilms.

Spartanisches Grundgerüst mit verschiedenen Zeitebenen:
OCULUS kommt eigentlich mit einer recht kurz gehaltenen Inhaltsform aus, was nun kein Kriterium sein muss, dass den Film dann an sich negativ dastehen ließe.

Es gibt genügend filmische Beispiele, in denen eine ausschweifende Handlung und eine gefühlte Hundertschaft von Charakteren schnell den Zuschauer ratlos da stehen lassen, weil irgendwo der rote Faden abhanden gekommen scheint. Da werden dann einige Handlungsstränge nicht wirklich befriedigend abgeschlossen, beziehungsweise sogar am Ende schlicht nicht einmal mehr aufgegriffen. Letzteres hinterlässt dann beim Zuschauer eine durchaus verständliche Frustration gegenüber dem gerade gesehenen.  Eine recht einfach gehaltene Inhaltsform ist jedoch nicht unbedingt gleich zu setzen damit, dass man einen solchen Film auch ohne größere Aufmerksamkeit konsumieren kann. Diesen Gefallen tut uns Mike Flanagan mit OCULUS nun nicht, weswegen man sich einen häufigen Gang auf die Toilette verkneifen sollte, während man sich gleichzeitig den Film via Heimkino reinzieht. Denn schnell können dann Ungereimtheiten auftreten, die es dem Zuschauer schwer machen, dem Handlungsinhalt weiter optimal zu folgen.


Das liegt insbesondere daran, dass der Film OCULUS mit zwei verschiedenen Zeitebenen arbeitet, die sich im Verlauf dann auch immer stärker vermischen.

SzenenfotoDer Effekt, der sichtlich auch so gewollt war, besteht darin, dass der Zuschauer in gewissem Maße zum mitdenken angeregt werden soll. So stellt sich bald die Frage, ob beide Zeitebenen wirklich real sind oder einfach Teile daraus einer kranken Fantasie eines der Geschwister entspringt. Oder mag es vielmehr so sein, dass das Böse doch mit den Geschwistern ein ziemlich perfides Spiel spielt, in dem sie selbst bald nicht mehr zwischen Realität, Fantasie, Vergangenheit und Gegenwart unterscheiden können. Mitdenken ist also gefragt, was nicht unbedingt die schlechteste Form ist, Menschen und insbesondere Zuschauern das gruseln zu lehren. Denn je mehr der Zuschauer sich mit der gezeigten Handlung auseinander setzen muss, um so mehr läuft er schließlich Gefahr, mit zu fiebern und auf den Spannungsbogen gefühlsmäßig einzugehen.

Der Vergleich: OCULUS vs. THE CONJURING:
Auf diesen Vergleich stößt man bereits, wenn man sich das Cover des Films OCULUS betrachtet, denn gleich oben steht folgender Satz:

„Der furchteinflössendste Film seit „THE CONJURING“

Der Satz stammt übrigens von INDIEWIRE.COM, impliziert aber hintergründig, dass dem Zuschauer alsbald eine Flut von Schockeffekten bevorstehen könnte, dem jedoch bei Leibe nicht so ist.

Folglich wird dem Film auch in anderen Kritiken schnell eben dieser offensichtliche Mangel an Schockeffekten negativ ausgelegt. Einen wesentlichen Fehler machte man auch diesbezüglich bei dem Trailer zum Filmstart. Denn in diesem hatte man unter anderem den Fehler begangen, fasst alle Schockeffekte aufzureihen. Somit erwartete man natürlich ein Mehr an solchen Schockelementen, die jedoch dann ausblieben. Der zweite Fehler im Trailer liegt schlicht darin, dass er die Story an sich in Kurzform wiedergibt und so den Spannungsbogen merklich senken kann. Das ist leider ein dickes Eigentor, wenn man in einem Trailer zum Film faktisch gleich alles verrät.

SzenenfotoVon mir also an diesem Punkt der Tipp, lieber gleich den ganzen Film unvoreingenommen ansehen und den Trailer besser gleich weg lassen. So läuft man keine Gefahr, sich auf spezielle Elemente zu konzentrieren, anstatt auf die eigentliche Handlung. Ich weiß, dass fällt schwer, zumal auch ich jemand bin, der sich den Appetit gerne über die Sichtung der Trailer im Vorfeld holt. Des weiteren sollte man es tunlichst vermeiden, vorschnell Parallelen zu ziehen mit Filmen mit vergleichsweise ähnlicher Spiegelthematik, denn damit kann man sich den Spaß ebenfalls selbst versauen (im wahrsten Sinne), auch wenn nur annähernd Ähnlichkeiten bestehen sollten. Zu schnell geht man nämlich dann erst recht auf die Suche nach Unterschieden und Ähnlichkeiten, beginnt geistig Qualitätspunkte zu vergeben und setzt sich nicht mehr unvoreingenommen mit der eigentlichen Handlung auseinander. Manche Negativkritik begründet sich dann nämlich auch daraus, dass man bei der Suche nach Vergleichsmöglichkeiten manchmal den Faden bei der eigentlichen Handlung verliert.

Der Vergleich mit THE CONJURING hinkt indessen auch auf ganz anderer Ebene, denn THE CONJURING lässt sich eher in die Sparte der Schauergeschichten ohne tieferen Anspruch an den Betrachter einordnen, während OCULUS gerade versucht, den Zuschauer in die Handlung einzubinden, indem er ihn zwingt, sich mit dem gesehenen in zwei verschiedenen Zeitebenen intensiv auseinander zu setzen. OCULUS bestraft den Zuschauer bei Unachtsamkeit, während man bei THE CONJURING nicht wirklich etwas entscheidendes verpasst, wenn man mal in der Küche die nächste Runde Popcorn in einer Schale auffüllt.

SzenenfotoDie Handlung in Kurzform:
Der junge Tim Russel soll als Kind seine Eltern im Anflug schrecklicher Wahnvorstellungen ermordet haben. In der Psychiatrie redete man dem Heranwachsenden Tim ein, dass alles was damals geschehen ist, sich auch völlig rational erklären lässt und nichts übernatürliches oder abgrundtief böses dafür verantwortlich ist. Doch Tims Schwester Kaylie ist nach wie vor von der Unschuld ihres Bruders überzeugt, der nun an seinem 21 Geburtstag aus der Psychiatrie entlassen wird.

Wie besessen will Kaylie nach wie vor beweisen, dass weder ihre Eltern noch ihr Bruder Schuld an dieser grausamen Tragödie hatten, sondern hierfür ein antiker Spiegel, der damals im Arbeitszimmer ihres Vaters gehangen hatte, verantwortlich ist. Nach wie vor ist sie überzeugt, dass von diesem Spiegel das absolut Böse ausgeht.

Gemeinsam will sie mit ihrem Bruder Tim genau das beweisen, wofür sie eigens sogar den antiken Spiegel wieder in ihren Besitz gebracht und im elterlichen Haus wieder aufgehangen hat.

Nun ist es jedoch Tim, der die damaligen Zusammenhänge mit dem Spiegel in Frage stellt, an die seine Schwester nach wie vor fest glaubt.  

Kaylie hat indessen vorgesorgt, um dem Geheimnis des Spiegel des Bösen auf den Grund zu gehen und dessen schrecklichen Einfluss zu dokumentieren, die von ihm ausgehenden Gefahren jedoch andererseits zu minimieren.

So installiert sie Kameras mit autarker Stromversorgung, die alle unerklärlichen Vorgänge ausgehend vom Spiegel aufzeichnen sollen. Ein Wecker soll sie jede Stunde daran erinnern, etwas zu Essen und Wasser zu sich zu nehmen, um nicht nach einer Weile durch den bösen Einfluss des Spiegels zu Dehydrieren. Des weiteren sind überall Thermostate installiert, um bei plötzlichen Temperaturschwankungen um fünf Grad Alarm zu schlagen.

Der Spiegel selbst, so hat Kaylie in Erfahrung bringen können, ist bereits 400 Jahre alt und soll in dieser Zeit seiner Existenz bereits 45 Menschen einen grausamen Tod verschafft haben. Schon bald beginnt ein bösartiges Psychospiel zwischen den Geschwistern und den Mächten des Bösen, ausgehend eventuell von dem antiken Spiegel. Ein Spiel, dass nicht jeder überleben wird.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Das Experiment das die jungen Geschwister mit dem Spiegel starten und das zwölf Jahre zurückliegende Familiendrama laufen in dem Film OCULUS parallel, was noch nicht wirklich negativ ist. Schwierig wird es aber für den Betrachter, wenn sich diese Ebenen zwischen Gegenwart und Vergangenheit zunehmend vermischen. Dies hat, geht man intensiv auf den Film ein, etwas beängstigendes. Wem will man trauen? Der fanatischen Schwester oder dem Bruder, dem man eingetrichtert hat, dass seine damalige Sicht der Vorkommnisse nicht real waren. Bilden sich die Geschwister alles nur ein und werden Opfer ihrer eigenen Wahnvorstellungen oder geht von dem Spiegel wirklich das abgrundtief Böse aus, dass sich nun ihre schrecklichen Erinnerungen zu nutze macht, um sie in eine grausame psychologische Falle mit tödlichem Ausgang zu locken?

Um hier nicht auch vorschnell bereits der Lösung dieser Frage habhaft zu werden, sollte man sich auch hierzu den verfügbaren Trailer ersparen, weil er einfach in recht kurzer Zeit viel zu viel über den eigentlichen Film verrät. Somit bleibt dem Interessierten nur die eine Möglichkeit, völlig unvoreingenommen sich direkt des ganzen Filmes anzunehmen. Mit einer Sichtung des Trailers vorab beraubt man sich jedenfalls leider der durchaus gut aufgebauten und sich steigernden Spannung bereits im Vorfeld.

Wer darüber hinaus (weil er beim Trailer nun unbedingt hinschauen musste) nun zumindest ein mehr an Schockeffekten erwartet, der dürfte dann nämlich doppelt enttäuscht werden, denn genau diese Schockeffekte stehen bei der Handlung nämlich nicht im Mittelpunkt und werden zum größten Teil ebenfalls im Trailer bereits offenbart. Man tut sich also selbst keinen Gefallen, wenn man der Neugierde nachgibt und sich den Trailer vorab ansieht. In diesem Punkt ist seitens der Macher und der Filmgesellschaft vorweg einiges in der werbenden Präsentation falsch gemacht worden.

SzenenfotoIn diesem Sinne wundern mich die negativen Kritiken dann auch nicht sonderlich über den Film. Hat man in der besagten Vorschau doch eigentlich schon alles verraten und ködert (scheinbar) offensichtlich mit der Möglichkeit weiterer Schockeffekte, die dann nicht vorhanden sind. Im Grunde müssen sich jedoch die Filmkritiker hier auch selber den Schuh anziehen, dass sie in Sachen Schockeffekte den eigenen Wunsch zum Maßstab erhoben haben. Den Film also wegen des Mangels an Schockeffekten nun negativ zu beurteilen, wird so dem Film selbst nicht gerecht.

Lässt man nämlich den Trailer weg und widmet sich so unvoreingenommen dem Film und seiner Handlung, ist Spannung durchweg durch eine beängstigende Atmosphäre gegeben. Durch ein perfides Psychospiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird der Zuschauer auf eine etwas hinterlistige Weise gezwungen, sich mit der Handlung intensiv zu beschäftigen und dann sind auch die wohldosierten Schockeffekte durchaus ausreichend platziert. Für Zuschauer die aber auf Schockeffekte im Minutentakt und gruseliger Berieselung ohne eigene geistige Forderungen stehen (ein Umstand, den THE CONJURING durchaus eher bietet, bei dem die Schockeffekte allerdings auch eher einem üblen Witz ähneln), dürfte OCULUS wirklich nicht das richtige sein.

Von mir jedenfalls erhält OCULUS durchaus dreieinhalb von insgesamt fünf Punkten, wobei der halbe Punkt Abzug schlicht der Tatsache geschuldet ist, dass sie in einem Trailer (quasi der Werbung zum Film) in scheinbarer völligen Umnachtung, den Inhalt faktisch verraten und einfach zu viel Hoffnungen auf weitere derbe Schockeffekte machen.
Oculus – Das Böse ist in dir
Octulus – Das Böse ist in dir
(Oculus)
mit Karen Gillian, Brenton Thwaites, Katee Sackhoff, Annalise Basso, Garrett Ryan, Rory Cochrane, Miguel Sandoval, Kate Siegel, Scott Graham IV, Justin Gordon u.a.
Regie: Mike Flanagan
Drehbuch: Mike Flanagan, Jeff Howard
Genre: Horror
Laufzeit: 100 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Universum Film/SquareOne Entertainment
USA 2013

Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-02-03 16:08
Der hat mir wesentlich besser gefallen als The Conjuring, den ich schwer enttäuschend und langweilig fand. Dabei mag ich Haunted House-Filme sehr. Es ist Quatsch, die beiden Filme miteinander vergleichen zu wollen; nichts ist unsäglicher als dieser Hype. Und Trailer meide ich nach Möglichkeit, wozu sich vorher einen von der Werbeabteilung zusammengeschusterten Best of-des Films reinziehen?

Occulus hatte im Kern wenigstens mal ein paar neue Ideen oder Variationen, was immer von Vorteil ist. Ich fand es eigentlich ganz erfrischend, dass man viele Fragen offen ließ, vor allem was den Spiegel anging. Gillian hat gut gespielt, und es blieb lange spannend, wer denn nun verrückt ist. Und das Drehbuch hatte auch eine gewisse Bösartigkeit, die beim Horror nie verkehrt ist. Das Ende ist schon gemein ;-)

Aber du hast recht, was die Rückblenden angeht. Die waren anfangs nicht sauber inszeniert.

Die negativen Kritiken haben mich auch wenig gewundert. Eigentlich war ziemlich klar, worum es hier geht. Horrorfilme sind mittlerweile solch thematische Nischenprodukte, da sollte man doch wissen, was auf einen zukommt.
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#2 Laurin 2016-02-03 18:00
Ich glaube eher, die negativen Kritiken waren der falschen Erwartungshaltung geschuldet. In dem Sinne stimme ich dir auch zu, dass ein Vergleich mit THE CONJURING hier völlig unsinniger Weise angestellt wurde, aber was macht man in der Filmbranche nicht alles, um etwas zu vermarkten (da vergleicht man dann auch mal Äpfel mit Birnen). ;-)
Was die anfänglichen Rückblenden anging, da war ich den Machern von OCULUS nicht einmal böse drum, denn an Spannung und einer gewissen Bösartigkeit auch im Bereich des Drehbuches tat dies kaum einen Abbruch. Und was an offenen Fragen noch blieb, wirkte eher positiv nach, weil man sich mit dem Film geistig noch etwas beschäftigt. Bei (um mal diesen aufgezwungenen Vergleich zu nutzen) THE CONJURING müsste ich in Sachen Handlung echt nochmal intensiv nachlesen, denn hängen geblieben ist mir schon kurze Zeit danach nicht mehr viel von der Handlung, was bei mir kein wirklich gutes Zeichen ist. Da habe ich dann auch nicht verstanden, warum man den Film seitens der Kritik so mit Lorbeeren beworfen hatte, denn bei THE CONJURING musste ich die DVD zweimal in kurzer Zeit hintereinander sehen (beim ersten mal bin ich mitten drin eingeschlafen :oops: ). Bei OCULUS war schon aus reiner Neugierde nicht an Schlaf zu denken und die Spannung tat da ihr übriges.
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