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Ein phantastischer Filmklassiker - Das »B« und die erotischste Kleidung im Universum

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 39
Das »B« und die erotischste Kleidung im Universum

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Comicverfilmungen gehören ja bekanntlich auch dazu.


Barbarella (Barbarella)Barbarella (Barbarella)
1968 wurde zu einem wahrlichen Knaller für Jane Fonda, denn als locker leicht bekleidete Weltraumagentin BARBARELLA wurde sie auf einen Schlag weltberühmt.

Vorher war sie dagegen eher (nur) als das Töchterchen von Henry Fonda bekannt. Die erste Wahl für die Figur der BARBARELLA war sie allerdings auch nicht. Trotzdem war sie dieser Figur eigentlich von Anfang an doch irgendwie recht nahe.

Roger Vadim, der sowohl für BARBARELLA Regie führte, als auch handfest am Drehbuch werkelte war zu dieser Zeit nämlich gerade ihr Ehemann. Vadim schien jedenfalls Comics zu lieben, denn der Film BARBARELLA basiert auf eben einem Comic von Jean Claude Forest.

Die Comics befinden sich auf Deutsch übrigens auch in meiner Sammlung, wo ich euch schon mal das Cover raus gesucht habe mit einem kleinen weiteren bildlichen Einblick.

SzenenfotoWie gesagt, die erste Wahl war Jane Fonda nicht. Denn Vadim und Co. hatten erst einmal eine rassige Italienerin im Auge, die damals wirklich auch keine schlechte Wahl für die leicht bekleidete Weltraumheldin gewesen wäre. Ihr Name – Virna Lisi. Wer Virna mal auf einigen Fotos aus dem Jahre 1968 sieht, der dürfte wissen, warum sie die erste Wahl gewesen ist. Doch Virna Lisi brach die Verhandlungen bezüglich ihrer Rolle als leicht bekleidete Weltraumheldin ab und rauschte sogleich wieder zurück nach Italien. Schade drum, aber gut für Jane Fonda die wohl gleich auch zugriff als ihr Göttergatte nicht direkt eine Alternative für Virna zur Hand hatte. Und eine schlechte Figur machte Jane Fonda im Film ja nun wirklich nicht.

SzenenfotoEin weiterer Blickfang im Film war Anita Pallenberg als „Der große Tyrann“ im Film BARBARELLA. Wirklich viele Auftritte hatte sie in der Filmbranche nicht wirklich. Ihre erste Rolle hatte sie 1967 in dem Film MORD UND TOTSCHLAG und nach einer langjährigen Pause nach dem Film im Jahre 1970 mit dem Titel PERFORMANCE, war sie erst wieder im Jahre 2009 in dem Film CHERI - EINE KOMÖDIE DER EITELKEITEN zu bewundern. Insgesamt spielte Anita Pallenberg in nur sieben Filmen mit und kümmerte sich ansonsten wohl später eher um ihr Bekleidungslabel BURN.

Dafür blieb Anita Pallenberg aber auch in anderer Form in Erinnerung. Dank ihrer Modellagentur gab sie z.B. ein Gastspiel bei Andy Warhols Factory. Ebenfalls ein Auftrag der Modellagentur in München im Jahre 1965, trieb sie gleich in die Arme von Brian Jones, seines Zeichens Mitglied und Mitbegründer der Band ROLLING STONES. Mit ihm reiste sie dann auch gleich weiter mit. Die Beziehung hielt aber nicht lange, weil Jones sich ihr gegenüber während eines Aufenthalt in Marokko gewalttätig verhielt. Aber was soll es, schließlich bestanden die ROLLING STONES nicht nur aus einem Mitglied. So wechselte sie schlicht zu Keith Richards und mit Mick Jagger wird ihr auch eine Affäre nachgesagt. Doch da man ja in einer Zeit lebte, in der man alles ausprobieren wollte, kam dann auch noch eine kurze sexuelle Beziehung zur damaligen Freundin von Mick Jagger, Marianne Faithfull hinzu. Richtig skandalös wurde es aber für sie, als 1979 der 17-jährige Scott Cantrell tot in ihrem Bett aufgefunden wurde. Das Apartment in New York gehörte übrigens Keith Richards und Anita Pallenberg befand sich zum Todeszeitpunkt ebenfalls in dem Apartment, als Scott Cantrell mal eben „Russisches Roulette“ spielte. Eine Mitschuld an dem Suizid hatte sie laut des polizeilichen Berichtes jedoch nicht. Anita Pallenberg und Keith Richards haben übrigens auch drei Kinder zusammen, wovon das letzte an plötzlichem Kindstod verstarb.

Somit wissen wir zumindest jetzt schon mal, wie damals so ein bewegtes Leben vonstatten ging.

SzenenfotoWen machte Barbarella noch berühmt?
Zuerst wäre da Paco Rabanne zu nennen. War der Modeschöpfer vorher noch ein Name unter vielen, so machte ihn das hautenge Catsuits von Jane Fonda im Film auf einen Schlag berühmt.

Dann wäre da noch das Filmposter zu BARBARELLA für den Vertrieb im englischsprachigen Raum zu nennen. Dass stammt nämlich von dem englischen Illustrator und Werbefachmann Robin Ray. Na ja, wer ist denn Robin Ray, wird man sich jetzt hier fragen. Das man mit dem Namen nicht viel anfangen kann, ist irgendwie auch kein Wunder. Doch unter dem Pseudonym Erich von Götha wurde er später als Meister von erotischen Comics weltweit berühmt.

Andere die später mehr oder weniger Berühmt wurden, hatten zumindest das eine oder andere aus dem Film für sich umgesetzt oder schlicht „geklaut“. Da gibt es z.B. eine Band mit dem Namen  Matmos. Gut, die hat sich zwar nach der Todesflüssigkeit „Mathmos“ mit „h“ aus BARBARELLA benannt, aber wirklich so bekannt dürfte sie doch nicht wirklich sein. Der Concierge und Bösewicht im Film hat aber auch noch einen schönen Namen als Durand Durand parat gehabt. Man lies daher einfach mal jeweils am Ende das „d“ weg und raus kam der Name der Band Duran Duran. Diese Kult-Band sollte aber eigentlich jeder kennen.

Und Kylie Minogue nutzt gleich BARBARELLAS Striptease in der Schwerelosigkeit für das Video ihres Songs „Put Yourself in My Space“.

Man könnte hier mit Stan Lee und Co. Weitere Aufzählungen vornehmen, die alle irgendwie inspiriert wurden durch BARBARELLA, aber das würde hier wirklich zu weit führen. Der Film BARBARELLA selbst galt übrigens als bahnbrechend für die sogenannte „Sexwelle“ der 1970er Jahre und dürfte somit schlicht eine filmische Ikone seiner Zeit sein.

Barbarella (Barbarella)Science Fiction oder utopisches Märchen:
Rechnet man einmal hinzu, dass alles, was sich mit der Zukunft der Menschen und im besonderen dessen Platz im Weltall beschäftigt, erst einmal etwas utopisches ist, der wird auch schnell feststellen, dass all dieses den Genre-Stempel Science Fiction aufgedrückt bekommt. Viel Science dürfte aber bei BARBARELLA nicht drin sein, dafür aber eine ganze Menge Fiction. Man könnte den Film auch schlicht als eine Art Weltraummärchen mit einem gewaltigen Schuss Pop Art und Erotik bezeichnen.

Der große Tyrann, der sich ja als weiblich heraus stellt, erinnert mich dabei zum Beispiel irgendwie an die Herzkönigin aus ALICE IM WUNDERLAND, wobei die ziemlich holen Roboter wohl den Spielkartensoldaten recht nahe kommen. Und die Rolle der Alice übernimmt dann schlicht BARBARELLA, die von einem Abenteuer ins nächste stolpert (zwar ohne Grinsekatze und Hutmacher, aber immerhin). Das ganze haut man dann einfach in den Weltraum, bastelt eine kleine Agentengeschichte drumherum und schon hat man einen Spaßfilm, der bereits Generationen begeistert hat.

Die Sexwelle hatte ja auch ansonsten in der SF Einzug gehalten, ich erinnere da nur an die Perry Rhrodan Comics PERRY, in der man  plötzlich barbusige Schönheiten präsentierte bekam, die in einem schrill-bunten Universum ihre Abenteuer erlebten.

Gut, Spaßbremsen gab es auch damals schon, wenn mehr Roboter als nackte Mädchen gefordert wurden und so mancher stramme SF-Nerd konnte damals (und kann wahrscheinlich auch heute) nichts mit Sex im Weltraum anfangen. Da liebt er doch eher lang durchdachte Raumschiffsantriebe und Supermaschinen, die es in der Realität (zumindest heute) nicht gibt. Seien wir aber mal ehrlich, gerade der Film BARBARELLA zeigt uns doch recht schön auf, dass SF in erster Linie neben der Spannung auch Spaß machen soll. Leider scheinen dies einige Nerds völlig zu übersehen, wenn sie mit der Kritikkeule um sich schlagen (siehe z.B. die Diskussionen zu den neuen STAR TREK Filmen) oder machen aus dem Genre eine Wissenschaft, die eigentlich keine ist. In diesem Sinne werfen wir nun einen Blick auf die Handlung des Films BARBARELLA.

SzenenfotoDer Weltraum: Von der Sexpille bis zur Lustorgel:
Wir befinden uns im Jahre 40000 und der Präsident der Erdregierung übermittelt gerade einen neuen Geheimauftrag an seine beste Weltraumagentin Barbarella, die sich mit ihrem kleinen Raumschiff gerade irgendwo zwischen den Sternen tummelt.

Der Wissenschaftler Durand Durand ist in den Weiten des Weltraumes verschwunden. Diesen soll Barbarella unter allen Umständen wieder aufspüren und zur Erde zurück schaffen. Durand Durand hat nämlich eine gefährliche Waffe entworfen, mit der man wohl ganze Planeten vernichten könnte. Schlimmer noch, diese Waffe könnte er an jeden verfeindeten Planeten verkaufen, der bereit ist, ihm genug dafür zu bieten.

Die Spur von Durand Durand aufzufinden, scheint für Barbarella keine wirkliche Herausforderung zu sein. Dafür beginnen die wirklichen Herausforderungen und Gefahren, als sie versucht, auf dem Planeten zu landen, auf dem Durand Durand sich aufhalten soll. Sie gerät bei dem Landungsversuch in einen elektrischen Strudel und legt eine saubere Bruchlandung in einer eher vereisten Gegend des Planeten hin.

Dort trifft sie erst einmal auf eine Horde von Kindern, die hier scheinbar völlig für sich und ohne Erwachsene leben. Zwar findet Barbarella Kinder recht nett, doch diese Einstellung scheint höchst einseitig zu verlaufen. In den Händen der Kinder wird sie erst einmal gefesselt und die lieben Kleinen holen ihre Puppensammlung hervor. Diese mechanischen kleinen Wunderwerke sind jedoch mit messerscharfen Zähnen ausgerüstet und machen sich gleich daran, Barbarella zerfleischen zu wollen.

Rettung naht durch einen recht bärtigen Menschen und seinen Robotern, die per Schlitten eintrudeln und Barbarella in höchster Not befreien. Dieser gute Retter kümmert sich nachträglich auch um die Reparatur von Barbarellas Raumschiff. Da Geld hier wohl keine rolle spielt und eine Belohnung für den Mann her muss, zeigt dieser Barbarella erst einmal die Vorzüge des direkten körperlichen Sex, denn unsere Agentin kennt nur die netten Spielereien per „Verzückungsübertragungspille“, die den eigentlichen Geschlechtsverkehr nur simuliert. Nach diesen neuen Erkenntnissen geht es gleich weiter für Barbarella, doch irgendwie wurde ihr Raumschiff doch nicht richtig geflickt, denn der nächste Absturz steht schon bevor.

SzenenfotoNun trifft sie neben einem gewaltigen Labyrinth, in dem die Menschen scheinbar mit den Wänden durch eine Art Spinnennetz ähnlichem Gewebe zu verschmelzen scheinen auch auf den geflügelten und blinden Pygar, der sich selbst als letzten der Ornithothropen bezeichnet. Hinzu kommt bald ein etwas schusseliger Professor, der ihr anbietet, in der Zwischenzeit ihr Raumschiff wieder flott zu machen. Von Pygar erfährt sie zudem, dass in der Stadt hinter dem Labyrinth „Der große Tyrann“ regiert, der in der „Stadt der Gequälten“ nur böse Wesen toleriert. Da Barbarella auch ein Auge auf Pygar geworfen hat, setzt sie ihre neu gewonnenen Erkenntnisse des körperlichen Vergnügens in seinem Nest auch sogleich bei ihm in die Tat um. Nach dem Sex völlig aus dem Häuschen gelingt es diesem dann sogar, wieder zu fliegen.

So lässt es sich natürlich auch schneller in die Stadt der Gequälten enteilen. Doch recht schnell werden sie von Flugobjekten angegriffen, die Barbarella aber mit ihrer Laserwaffe recht schnell in ihre Schranken weist.

In der Stadt angekommen, wird Pygar gefangen genommen, weil Barbarella nicht wirklich auch noch den lesbischen Sex mit einer Brünetten vollziehen will, die sich später als „Der große Tyrann“ herausstellen soll. Zwar gelingt Barbarella die Flucht dank der Rebellen, doch schon bald findet sie sich in der Lustorgel von Durand Durand wieder, die ihre Opfer durch Übermäßige sexuelle Lust tötet. Da hat der Bösewicht allerdings die Rechnung ohne Barbarella gemacht, denn die ist so „ausgehungert“, dass letztendlich die Lustorgel das zeitliche segnet.

Durand Durand ist darüber sichtlich sauer und setzt nun seine absolute Strahlenkanone ein, mit der er alle Aufständischen in die vierte Dimension schießen will, weil diese mittlerweile erfolgreich die Raumschiffe und Roboter vom großen Tyrannen zerstören.

Doch Durand Durand dürfte zu spät kommen mit seiner Superwaffe, denn der weibliche große Tyrann hat längst das Mathmos (eine Art lebendige und tödliche Flüssigkeit) freigesetzt, dass wiederum daran geht, die gesamte Stadt und damit auch Durand Durand samt seiner Superwaffe zu vernichten. Dank Pygar gelingt es jedoch Barbarella und den großen Tyrann – die nun handzahm ist wie ein  Kätzchen, zu retten und zum Raumschiff von Barbarella zurück zu bringen, dass nun wieder voll einsatzfähig ist.

SzenenfotoMeine Filmkritik:
Ich bleibe mal einfach dabei und nenne den Film schlicht ein SF-Märchen. Dies soll allerdings keine Abwertung sein, sondern ist durchaus positiv gemeint. Als beinharte SF kann man den Film nämlich nicht bezeichnen und als Fantasy mit SF-Einschlag geht er auch irgendwie nicht wirklich durch.

Jane Fonda ist mit ihrer mehr oder weniger spärlichen bzw. sehr Figur betonten Kleidung schlicht ein Blickfang besonders für die männlichen Zuschauer (Frauen, jetzt müsst ihr stark sein) und versprüht eine spielerische Erotik, die man sich allgemein gerne antut.

Das ganze hat dann auch eine gute Mischung zwischen wirklich ernst gemeinter Spannung und hübschem schrägen Witz. Dazu kommt dann eine geballte Ladung bunter Pop-Art und schrillstem Surrealismus, wie er auch von Dali hätte in seinen Bildern ersonnen werden können.

Natürlich lebt die Handlung und der gesamte Film durch seine überzogene Art in manchen Dingen auch von einer dicken Portion Trash, was dem Gesamtwerk allerdings auch heute noch blendend gut zu Gesicht steht. Der Film BARBARELLA ist daher ein spaßiges Gesamtpaket, dass man sich gerne immer wieder mal reinzieht. Das gilt besonders für die heutige Zeit, wo man in vielen Dingen (der Verspieltheit, der farbenfrohen Darbietung und der witzig präsentierten Erotik) schlicht eher Rückschritte macht und manches wieder eher grau in grau daher kommt.

Ich will da auch nicht mit den Lobeshymnen weiter um mich schmeißen und stelle einfach mal fest, dass der Film BARBARELLA auch heute noch von mir locker alle fünf von fünf Punkte zugestanden bekommt. In einer Sammlung phantastischer Filmklassiker sollte der Film daher nicht fehlen, schließlich bringt er jede Menge Farbe und Spaß in die Gesamtsammlung.

Ausblick:
Nun, beim nächsten mal in DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER haben wir ja wieder mal eine runde Zahl erreicht. Zeit also, euch mal wieder eine kleine Perle aus meinem Archiv zu präsentieren. Ob das raten aber genauso einfach wird wie bei BARBARELLA, möchte ich mal bezweifeln.

Es geht um den Teufel (oder doch nur einen Dämon?), ein Haus das es in sich hat und die Familie hat auch ein paar nette Kinder.

Na, schon eine Ahnung worum es nächstes Mal gehen könnte?

Ja, ich weiß, da kommen einem gleich einige Namen ins Gedächtnis. Aber ich will es euch nicht so schwer machen. Der Film wurde nicht fürs Kino gedreht, obwohl der Name, der hinter dem Film steht, eigentlich sofort an bekannte Filme eben aus dem Kino denken lässt.

Wer ihn kannte und in der Vor-DVD-Zeit diesen Film gerne auf VHS (oder Video 2000/BETA) hätte sehen wollen, der wurde schlicht enttäuscht, denn auf diesen Medien gab es den Film aus dem Jahre 1972 offiziell eigentlich nicht im Handel, wie ich im Internet lesen konnte. Dafür gibt es eine limitierte DVD-Ausgabe die sich auch in meinem Besitz befindet.

Nun, schon etwas näher an der Lösung des Rätsels?

Nein? Schön, dann habe ich ja erreicht was ich wollte – rauchende Köpfe. Da hilft euch vielleicht noch der kleine Wink mit dem Zaunpfahl, dass einer der jüngeren Darsteller aus der früheren US-Serie LIEBER ONKEL BILL hier auch eine Rolle sein eigen nennt und das die Hauptdarstellerin, je nachdem wie sie gerade aus der Wäsche schaut, mich immer irgendwie an Kathy Bates als Annie Wilkes aus dem Film MISERY erinnert.

Zumindest dürften jetzt die wirklich bekannten Filmnamen weg blättern wie Herbstlaub im Winde.

Also viel Spaß beim rätseln, bis nächsten Samstag habt ihr ja noch eine Menge Zeit.
Barbarella (Barbarella)
Barbarella
Barbarella (Barbarella)
mit Jane Fonda, John Phillip Law, Anita Pallenberg, Ugo Tognazzi, Marcel Marceau, David Hemmings, Serge Marquand, Catherine Chevallier, Claude Dauphin, Veronique Vendell, Milo O'Shea, Nino Musco u.a.
Regie: Roger Vadim
Drehbuch: Roger Vadim, Terry Southern, Vittorio Bonicelli
Genre: Science Fiction
Laufzeit: 94 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Beteiligte Firmen: Dino de Laurentiis Cinematografica/Marianne Productions
Vertrieb: Paramount (Universal Pictures)
Frankreich/Italien 1968

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-04-02 13:25
Mit Science hat die meiste SF nichts mehr zu tun, insofern ist so was kein Hinderungsgrund, Spaß daran zu haben.

Interessante Zusammenfassung. Das mit Götha war mir neu.

Barbarella ist so ein Film, bei dem ich immer was zwiegespalten bin. Der hat so viel Mythos angesammelt, dass er eine Zeitikone ist, dabei ist er als Film sehr langsam und ein bisschen langweilig. Die Erotik ist sehr kopflastik und doch war es für die Zeit im Mainstream revolutionär. Vadims und Fondas Segment "Metzgernstein" in der Poe-Adaption "Außergewöhnliche Geschichten" aus demselben Jahr ist da wesentlich lebendiger. Aber der Film ist in Vergessenheit geraten, obwohl da Malle und Fellini mitgearbeitet haben.

Hat der Film eigentlich viel mit der Comicvorlage zu tun? Da habe ich nie reingesehen.

Bei der Vorschau passe ich. Da gibt es so viele. Der letzte vernünftige Spukhausfilm meiner Meinung nach war eh "Landhaus der toten Seelen". Seitdem ist das Genre eigentlich nur noch Wiederholung :-)
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#2 Laurin 2016-04-02 20:33
@ Andreas Decker:
Ja, man hat sich im Film sogar ziemlich stark an der Handlung der Comics orientiert. In Sachen Kostüme usw. war man aber eher selber kreativ. Bis auf Pygar, den hat man 1:1 ausstaffiert aber größtenteils ohne Augenbinde wie im Comic.

Was die Vorschau angeht, dass Haus ist schon recht ländlich gelegen, aber der von dir genannte Film ist es nicht. Aber vielleicht hilft dir das weiter, die limitierte DVD wird beworben auf dem Cover mit dem Satz: "Der Vorgänger von Poltergeist".
Muss wohl was dran sein. ;-)

Und ehrlich, ich liebe diese Spukhausfilme. :lol:
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#3 Hermes 2016-04-02 22:53
Barbarella ist natürlich kein klassischer "Science"-Fiction-Film.

Was dort aber sehr schön rüberkommt, ist der damals überwiegend von der SF verbreitete Eindruck, die Zukunft wird gut (besser). Das stand diametral der bedrohlichen (schlechten) Vergangenheit gegenüber, die in den zeitgenössischen Horrorfilmen geschildert wurde.
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#4 Helmut.A 2016-04-02 23:11
Gerne lese ich die Reihe“ EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER“. Sie macht mir immer wieder Appetit die dazugehörigen Original--Trailer mit dem „ YouTube Song Downloader“ von Abelsoft aufzurufen. (Dieser kostet ca´10 Euro). Die Trailer sind von guter Qualität und sagen viel über den/die Filme aus. Danach gehe ich auf die Seite www.schnittberichte.com . Dort finde ich, sehr oft, weitere interessante Hinweise, mit vielen Filmbildern.
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#5 Thomas Mühlbauer 2016-04-02 23:23
Den Film mag ich sehr, obwohl er manchmal etwas "uneben" wirkt. Und die Kinder mit ihren Puppen sind nun wirklich grausig.

Bei der Vorschau tippe ich mal auf ein Spielberg-Frühwerk.

Filme um Spukhäuser haben es bei mir auch immer leicht, weil ich mich da leichter mit der vermittelten Furcht identifizieren kann (Kindheitserinnerungen, und die älteren Leser hier werden sich vielleicht noch an die englische Kinderserie Sechs Wilde und ein Krümel erinnnern können, deren erste Episode ebenfalls in einem unheimlichen Haus in der Nacht spielt) Bis das Blut gefriert, Schloß des Schreckens und natürlich Rendezvous zum fröhlichen Tod zählen da zu meinen Favoriten.

In der Tat, Andreas, Das Landhaus der toten Seelen ist alleine wegen des furiosen Finales sehenswert. Und die Szene, in der Oliver Reed mit seinem Filmsohn im Pool "herumtobt", wirkt erschreckend realistisch; da wurde wohl mehr Wasser geschluckt als vorgesehen.
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#6 Toni 2016-04-03 12:54
Schöner Artikel, klasse Film.
Ich kann mich daran erinnern, dass meine Mutter einen Aufstand gemacht hat, als der mal an einem Samstag gesendet wurde und ich mitsehen wollte. War ja schließlich SF. Nach dem Film war ich begeistert und Mum auch. Ein Fest für die Generationen (auch wenn ich mit der nackten Haut noch nicht viel anfangen konnte).
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#7 Laurin 2016-04-03 15:57
@ Helmut.A:
Schön das dir meine Artikel Freude bereiten. dafür sind sie ja da. :-)

@ Thomas Mühlbauer:
Da liegst du mit deinem Tipp nicht verkehrt. ;-)

@ Toni:
Mit der "nackten Haut" war ich wohl ein bedenklicher Frühstarter in meiner Jugend ... irgendwie ... :oops:

@ Hermes:
Stimmt, da war man noch der Meinung, jetzt kann es nur noch besser werden. :lol: Aber schon das Comic war so angelegt gewesen.
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#8 Estrangain 2016-04-03 16:09
Hm, was die Vorschau betrifft: HdB?
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#9 Laurin 2016-04-03 18:25
@ Estrangain:

Oha ... haut hin, ;-)
Obwohl, die richtige Abkürzung wäre ja "DHdB". :-*
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#10 Estrangain 2016-04-03 18:27
Nun etwas ausführlicher als zuvor. Der Artikel ist klasse, so wie immer. Der Film selbst hat mich in den letzten 4 jahrzehnten begleitet und fasziniert mich auch heute noch unverändert. Das liegt aber nicht an Jane Fonda, deren "Hautszenen" schon etwas altbacken anmuten. Nein, der Film hat für mich das ganz gewisse Etwas. Lief seinerzeit mal im fernsehen, und ich hatte meine Mühe, ihn mir anzusehen. Mutter und Oma waren noch altbackener. Was sie aber am meisten abschreckte, war die Tatsache, dass der Film im jahr 40000 spielte. Hier hat der Verfasser des Artikels auch ein kleines Nullerchen unterschlagen.
Aber egal, ob nun 4000 oder 40.000, der Film war und ist abgedreht.
Erwähnenswert ist übrigens auch der abwechslungsreiche Soundtrack. Stammt von der allseits bekannten "Bob Crewe Generation". Ähem. Allseits bekannt?
Nun, Roger Vadims erste Wahl für die Musik zum Film waren übrigens "Frank Zappa´s Mothers of Invention".
Nachdem der Regisseur deren Erstling Freak Out! gehört hatte (insbesondere das Stück "The Return of the Son of Monster Magnet"), versuchte er Meister Frank für sein Filmprojekt begeistern zu können. Leider ohne Erfolg.
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#11 Laurin 2016-04-04 16:37
@ Estrangain:
Upps ... ja, da hatte ich eine Null gechludert. :lol:
Ist aber jetzt behoben. Hätte nicht gedacht, dass die Menschen damals so optimistisch waren in Sachen Fortbestand der Menschheit. :-*

Die Info mit Frank Zappa hatte ich nun wieder nicht vorliegen. Daher Danke für die zusätzliche Information. :-)
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#12 Mainstream 2016-04-05 00:04
-
Zitat:
Obwohl, die richtige Abkürzung wäre ja "DHdB".
Also, ich finde den Film auch nur als HdB gelistet.
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#13 Laurin 2016-04-05 11:10
@ Mainstream:
Mag sein, ich halte mich aber da dann doch lieber direkt an dem, was direkt auf der DVD bzw. dem Cover steht. ;-)
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