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Ein phantastischer Filmklassiker - Beinahe eine »Lange Nacht am Blutcamp«

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 66
Beinahe eine »Lange Nacht am Blutcamp«

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Mitunter verselbstständigt sich die Beliebtheit eines angedachten Einzelfilms.


Freitag der 13. (Friday the 13th)Freitag der 13. (Friday the 13th)
Nun ja, was soll eigentlich diese Überschrift zu diesem Artikel von DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER (Folge 66.) bedeuten? Der Sache nahe kommt sie ja, aber sonst. Nun, auf Deutsch übersetzt wäre dies fasst der eigentliche Titel des Films gewesen. LONG NIGHT AT CAMP BLOOD hätte der Film nämlich ursprünglich heißen sollen. Klingt auch ganz niedlich, doch kurz vor Drehbeginn entschied man sich dann doch noch um. Ein wesentlich gängiger Titel musste her.

Zum Abschluss richtig auf die Fresse:
Der Film der dann als FREITAG DER 13 in die Filmgeschichte eingehen sollte, wurde auch recht günstig gedreht. Sean S. Cunningham hatte ja schon mal bei einer eigenen Produktion auch gleich den Regiestuhl mit besetzt, also warum nicht auch hier. Im Grunde genommen erhoffte man sich auch nur einen kleinen finanziellen Erfolg wenn man schon im Fahrwasser des Slasher-Films HALLOWEEN - DIE NACHT DES GRAUENS von John Carpenter aus dem Jahre 1978 segelt. Wenn man es genau nahm, dann sollte dieser kleine finanzielle Erfolg eigentlich nur einen von Cunninghams anderen filmischen Wunschprojekten finanzieren. Auch das von diesem Film mit dem Titel FREITATG DER 13. ein solches Franchise hervorrufen würde, war eigentlich weder geplant noch absehbar. Und was sagte die einzige wirklich gestandene Schauspielerin Betsy Palmer über den Film?

Freitag der 13. (Friday the 13th)Ihre genauen Worte waren schlicht „piece of shit“. Das sie die Rolle dann doch annahm, lag simpel betrachtet an dem Umstand, dass sie gerade ein neues Auto benötigte. Der Film an sich brachte ihr dann übrigens je Drehtag 1.000 US-Dollar ein, bei insgesamt 10 Drehtagen für sie. Nun ja, dafür das man sie nur ca. 13 Minuten im Film wirklich zu sehen bekommt ist das ein netter Verdienst. So sind insgesamt 10.000 US-Dollar wohl auch ein nettes Sümmchen wofür man einen relativ neuen Gebrauchtwagen schon locker bekommen dürfte. Man muss hierzu bedenken, dass alle Szenen, die aus ihrer Perspektive heraus gefilmt wurden, von einem männlichen Double übernommen worden sind. Dafür dürfte Palmer allerdings ihren Spaß gehabt haben, sofern sie mit Kampfsport plus einschließlichem Vollkontakt auf einer Wellenlänge lag. Im Abschlusskampf erinnerte sie sich nämlich an ihre Theatergewohnheiten und schlug deshalb auf Schauspielkollegin Adrienne King (hatte die Hauptrolle als Alice im Film) richtig ein, bis diese in Tränen ausbrach. Man nahm sich Betsy Palmer dann etwas zur Seite und bat sie, doch bitte auf weitere echte Schläge zu verzichten.

Vielleicht hatte es Palmer aber auch in diesem Moment schon etwas im Urin, dass sie hätte viel mehr Geld für ihre Rolle verlangen sollen. Denn was keiner vorher wirklich ahnen konnte war der Umstand, dass bei lockeren 550.000 US-Dollar Produktionskosten aus der Hüfte geschüttelt, der Film FREITAG DER 13 wahnsinnige 39 bis fasst 40 Millionen US-Dollar wieder einspielen sollte.

FREITAG DER 13 wurde übrigens in ebenso lockeren 28 Tagen mit jeder Menge unbekannten Jungdarstellern gedreht, wenn man einmal Betsy Palmer (als Pamela Voorhees) außen vor lässt. Unter diesen Jungdarstellern tummelte sich auch ein junger Bursche herum, der späterhin noch ziemlich groß im Filmgeschäft heraus kommen sollte – Kevin Bacon. Und der bekam von Tom Savini, den man ebenfalls für den Film gewinnen konnte und der sich durch George A. Romeros Kultfilm DAWN OF THE DEAD (1978) einen Namen gemacht hatte, einen geblasen.

Nein … nicht das was ihr jetzt wieder denkt. Das war nichts sexuelles. Vielmehr wird Bacon ja im Verlauf des Films umgebracht und das Blut sollte bei diesem Spezialeffekt direkt aus seinem Hals heraus sprudeln. Leider ging aber hierbei die sogenannte „Plungerpumpe“ kaputt, die das Kunstblut durch einen Schlauch nach oben pumpen sollte. Savini begab sich hierbei unter das Bett, doch nun pustete er persönlich das Kunstblut selbst mit dem Mund durch den Schlauch nach oben, wo es in kleinen Fontänen mit Luftblasen hervortrat. Das ganze sah recht possierlich aus und blieb deshalb auch so im Kasten.

Freitag der 13. (Friday the 13th)Lieber doch einen anderen Job...
...statt einen Stalker am knackigen Hintern, dachte sich später allerdings die Hauptdarstellerin Adrienne King. Sie wurde nämlich von Aufführung zu Aufführung erst einmal mitgeschleift und hatte leider das Glück, gleich einen beharrlichen Stalker am Hacken zu haben. Zwar kam dieser Stalker nie an das Objekt seiner Begierde heran, dafür war die Jungdarstellerin allerdings mit den Nerven ziemlich am unteren Ende angekommen und zog sich schleunigst (und dauerhaft) nach der Fortsetzung FREITAG DER 13 – JASON KEHRT ZURÜCK, auch aus dem Filmgeschäft zurück.

Das Filmthema wurde übrigens von Harry Manfredini komponiert und dürfte wegen der Tonabfolge „Ki Ki Ki Ma Ma Ma“ jedem Fan der Filmreihe in Mark und Bein übergegangen sein. Diese Tonabfolge ist übrigens von Manfredini selbst eingesprochen worden und geht auf den Satz „Kill her Mammy“ zurück. Also der Aufforderung zum Töten, die Pamela Voorhees angeblich in ihrem Wahn von ihrem ertrunkenen Sohn Jason zu erhalten glaubt und mit verstellter Stimme wiedergibt.

Und ja, Jason Voorhees spielt in diesem Film eigentlich überhaupt keine wichtige Rolle. Dafür ist er jedoch der Grund, weshalb seine Mutter auf Mörder-Tour geht um ganz am Ende selbst nur in einer Traumsequenz dann einmal aus dem Wasser heraus die junge Alice anzugreifen. Letzteres war aber damals nicht als Auftakt für weitere Folgen vorgesehen gewesen, wo Jason mit der Eishockeymaske dann selbst das Berufsziel Serienmörder in die Hand nimmt. Vielmehr handelte es sich hier eben nur um eine Traumsequenz ausgehend von Alice, denn Guningham empfand damals die Vorstellung, Jason von den Toten wieder zurück zu holen, als eher furchtbar. Doch wie es eben bei einem solchen Erfolg so kommt, kam ab dem zweiten Teil Jason Voorhees dann (zuerst mit einem Sack über dem Kopf in dem Öffnungen für die Augen ausgeschnitten waren) doch zurück und nahm das töten von da ab gleich selbst (meistens) in die Hände. Doch Vorsicht liebe Fans und Zuschauer, nicht in jedem Film steckt auch immer Jason selbst unter der Maske. Ich verweise da nur mal auf einen Sanitäter, der sich der Gerüchte und Geschichten um Jason bedient. Welcher Teil dies aber ist, verrate ich hier mal nicht.

Freitag der 13. (Friday the 13th)Alles in allem sorgte der erste überraschende Erfolg dafür, dass es insgesamt zu 9 Fortsetzungen bis zum Jahr 2001 kam. Danach folgte das Crossover FREDDY VS. JASON (2003) und 2009 folgte unter der Regie von Marcus Nispel und der Produktion von Michael Bay (TEXAS CHAINSAW MASSACRE) ein Reboot (also eine Neuinterpretation) unter dem Titel FREITAG DER 13. Damit ist FREITAG DER 13 die langlebigste Horror-Slasher-Filmreihe überhaupt und überrundete sogar den Serienkiller Michael Myers aus HALLOWEEN (insgesamt sieben Fortsetzungen und zwei Neuverfilmungen 2007 und 2009). Und wem das von FREITAG DER 13 nicht reicht, dem sei gesagt, dass für 2017 wohl ein weiterer Film mit Jason Voorhees bereits in den Startlöchern stehen soll.

Es gäbe da noch eine Menge mehr zu erzählen: So z.B. das der erste FREITAG DER 13 eigentlich ohne Musik während der Handlung auskommt. Zumindest bis zu den Szenen, in denen der Killer (oder besser die Killerin) in der Nähe auftaucht. Dann nämlich wird es Happy und die Musik setzt ein. Oder aber, dass Savini der Schütze war, dessen Pfeil nahe neben Brenda (Laurie Bartram)einschlägt. Und ja, immer noch lassen sich eingefleischte Slasher-Fans aufs Glatteis führen und nennen bei der Frage des Killers im ersten Film allzu vorschnell und genauso falsch den Namen „Jason Voorhees“. Jason war hier nämlich wie oben beschrieben eigentlich nur eine Art Plot-Hilfe, also der Aufhänger für die zukünftigen Morde durch Pamela Voorhees. Auch interessant dürfte sein, dass alle Filme der Reihe FREITAG DER 13 aufgrund der expliziten Darstellung von Gewalt nur Freigaben ab 18 Jahre (Indiziert) erhielten. Im Fernsehen war es erst der Sender ARTE, der den ersten Film ungeschnitten auf der Basis der US-Unrated-Version (nicht R-Rated-Version) ausstrahlte. Hierbei sollte nur das Crossover FREDDY VS. JASON aus der Rolle fallen, indem dieser Film geschnitten auch ab 16 Jahre als DVD/BD erhältlich ist. Und wo wir gerade von diesem Crossover von 2003 reden. Wussten sie, dass hier als Ende (der Film hat übrigens auf DVD/BD jeweils noch ein Alternativende) ursprünglich geplant war, dass Freddy Krueger und Jason Voorhees angekettet und gegenüberstehend in der Hölle  landen sollten, worauf Pinhead (HELLRAISER) hinzu kommt und die beiden nach ihrem Problem miteinander fragt. Tja, nette Idee die jedoch an den hohen Tantiemen scheiterte, die man hätte aufbringen müssen um die Figur des Pinhead im Film nutzen zu können. Also wurde diese Idee wieder verworfen. Interessant ebenfalls dürfte sein das die Rock-Legende Alice Cooper ein wahrer Fan von Jason Voorhees ist und ihm auch damals quasi ein Denkmal auf einer seiner LPs setzte. Der Song „ HE'S BACK, THE MAN BEHIND THE MASK“ aus der LP CONSTRICTOR (Studioalbum 1986) dürfte für jeden Fan der Filmreihe faktisch eine Hymne geworden sein. Doch seien wir ab hier einmal vernünftig. Ich könnte noch jede Menge über den Film oder gleich auch über die ganze Filmreihe schreiben, doch das würde jeglichen vernünftigen Rahmen hier sprengen. Kommen wir deshalb hier recht kurz und knackig zum Inhalt des ersten Films der Reihe FREITAG DER 13 und hören auf zu schwelgen.

Freitag der 13. (Friday the 13th)„Töte sie, Mammi, töte sie!“:
Eigentlich sollten die zwei Teenager als jugendliche Aufseher im Ferienlager Crystal Lake auf die kleineren Kids aufpassen. Besonders einer ist darunter, der im See dann schlimmer Weise ertrinkt. Das Problem war wohl auch, das der kleine Jason wohl etwas „besonders“ war, wie man es netter Weise zu sagen pflegt und die beiden Teenager sich lieber ihrer erwachenden Sexualität hingaben. Dabei ist der offensichtliche Unfall einhergehend mit der Unachtsamkeit eine Sache, doch als die Teenager ermordet aufgefunden werden, verkompliziert sich die Sache im Jahre 1958 und das Camp wird kurzerhand wegen der grausamen Tat geschlossen.

Zwanzig Jahre später übernimmt Steve Christy das heruntergekommene Camp. Eine Gruppe junger Aufseher richten das Ferienlager gerade wieder her um die bevorstehende Sommersaison noch nutzen zu können. Doch an Warnungen fehlt es aus der umliegenden Bevölkerung nicht, zumal bei anderen solchen Gelegenheiten ein Unbekannter z.B. das Trinkwasser vergiftet hat, oder gleich einige der kleinen Holzhütten in Brand gesteckt wurden. Auch die junge Annie, die noch auf dem Weg nach Crystal Lake ist, wurde gewarnt und als sie per Anhalter weiter will, ahnt sie nicht, dass sie ihr Ziel nicht lebend erreichen wird (der Fahrer des Wagens ist für die Zuschauer nicht sichtbar im Film).

Zur gleichen Zeit sind Steve und sieben Mitstreiter bereits voll bei der Arbeit, um das Camp wieder Instand zu setzen. Doch mit Einbruch der Nacht merken sie nicht, dass ein unbekannter Mörder beginnt, die jugendlichen Aufseher systematisch zu isolieren um sie dann mit Waffen der verschiedensten Art grausam zu töten. Nur Alice wird misstrauisch und weist ihren Freund darauf hin, dass sie Schreie gehört haben will und kurz darauf Lichter im Camp erloschen. Gemeinsam finden Alice und Bill dann auch noch eine Axt in einem Bett, die offensichtlich völlig mit Blut verschmiert ist. Da allerdings mittlerweile nirgendwo mehr die Möglichkeit besteht, im Camp per Stromnetz Licht zu machen, will Bill den Generator wieder in Gang setzen. Dabei gerät aber auch er ins Visier des unbekannten Killers und wird grausam ermordet.

Freitag der 13. (Friday the 13th)Völlig in Panik flieht Alice ins Haupthaus des Camps, als plötzlich ein Wagen mit einer älteren Frau vorfährt, die sich als Pamela Voorhees vorstellt und angibt, eine Bekannte des Besitzers Steve zu sein. Doch erst einmal gibt sie sich alle Mühe, die völlig verängstigte Alice wieder zu beruhigen, bevor die vorgegebene Fassade an Lügen anfängt, schnell bei ihr zu bröckeln.

Denn der anfängliche Schein trügt. Pamela Voorhees gesteht Alice recht schnell, dass ihr Sohn Jason damals in diesem Camp ertrunken ist und das sie die Schuld daran den blutjungen Aufsehern gab, die als erstes auf brutale Weise im Camp sterben mussten. Seither versucht sie jegliche Neueröffnung des Camp Crystal Lake zu verhindern und ermordet aus puren Rachegelüsten alle jungen Aufseher. In ihrem Wahn, der kleine ertrunkene Jason würde zu ihr sprechen, wiederholt sie dabei immer wieder mit einer hohen Kinderstimme den Satz „Töte sie, Mami, töte sie!“

Es kommt zu einem unerbittlichen Zweikampf zwischen Pamela und dem verstörten Mädchen, wobei es Alice dann doch gelingt, mit einer Machete die wahnsinnige Killerin zu enthaupten. Späterhin, als Alice bereits in einem Krankenhaus ärztlich versorgt wird, kommt das Grauen jedoch via Albtraum zurück. Hierin flüchtet Alice nach der Enthauptung von Pamela Voorhees in einem Boot bis zur Mitte des See. Völlig verstört sinkt sie im Boot zusammen, als plötzlich der damals ertrunkene Jason aus dem Wasser auftaucht, um sie mit in die tödlichen Tiefen des See Crystal Lake zu ziehen.

Freitag der 13. (Friday the 13th)Meine Filmkritik:
Vielleicht merkt man es schon an meinem Artikel. Ich bin einfach ein Fan von FREITAG DER 13 und seine Folgefilme und erst hinter ihm rangiert dann Michael Myers aus HALLOWEEN, wobei mich hier eigentlich nur die ersten zwei bis drei Filme wirklich noch interessieren. Dann kommt lange nichts und dann käme Freddy Krueger aus NIGHTMARE ON ELM STREET, quasi also das absolute Schlusslicht der drei großen Slasher-Helden der damaligen Zeit. Wirklich gut finde ich da noch nicht einmal das Crossover FREDDY VS. JASON, was wieder eben an diesem Krueger liegt, dem ich so wenig abgewinnen kann wie dem Blub Sahne im Rahmspinat. Da hätte man gleich Freddy durch Pinhead ersetzen sollen, was ich wesentlich interessanter und spannender gefunden hätte.

Doch bleiben wir beim ersten Film. Gut, hier gab es eine Menge unbekannter junger Darsteller, aber alle nahmen ihre Rolle recht ernst und gingen mit dem nötigen Elan an die Sache ran, dass es für den Zuschauer eine reine Freude ist. Auch Batsy Palmer, die dem Film eigentlich selbst nichts abgewinnen konnte, machte eine hervorragende Figur als psychopathische Killerin, die den Tod ihres kleinen Sohnes Jason nicht überwinden kann und deshalb immer mal wieder zum Messer (oder ähnlichem) greift. Das Jason selbst hier eigentlich noch keine wirkliche Rolle spielt, lässt sich durchaus verschmerzen, denn für Spannung ist in dem Film jede Menge gesorgt und ich fieberte schon als junger Bursche mit, wer da wohl als nächstes auf der Strecke bleiben würde.

Freitag der 13. (Friday the 13th)Das aus dem angedachten Einzelfilm dann eine ganze Reihe wurde, kam mir da sehr entgegen. Auch wenn dabei nicht jeder Film  wirklich Gold wert ist, so vergebe ich da gerne doch auch so manches Silber. Zu Halloween gehören für mich dann mindestens zwei bis drei ausgesuchte Filme der Reihe einfach zum abendlichen Fernsehprogramm und werden als DVD schon mal bereit gelegt. Darunter unangefochten eben der erste FREITAG DER 13, der dann den Abend einleitet. Und wenn dann noch Zeit ist (und mir die Augen nicht zufallen), dann darf auch der erste Film mit Michael Myers gerne noch folgen.

Was soll ich euch also hier noch sagen? Ja, dieser erste FREITAG DER 13 gehört für mich ganz klar in die Reihe der Filmklassiker hinein und bekommt von mir ohne jede Vorwarnung auch gleich fünf von fünf möglichen Punkten, womit ich natürlich auch eine volle Empfehlung für alle die ausspreche, die vielleicht diesen Film noch nicht gesehen haben sollten. Ansonsten will ich hier das Schwelgen für die Slasher-Filmreihe einfach mal beenden, sonst bekomme ich an der Tastatur noch Jubelkrämpfe in den Fingern.

Ausblick:
Nächsten Samstag gehen wir mal noch ein wenig weiter zurück in der Zeit des phantastischen Films. Und da taucht doch glatt ein Film auf, der richtig schön auf der Welle der Haunted-House-Movies mit schwimmt.

Na gut, den Film BIS DAS BLUT GEFRIERT hatten wir ja nun schon in dieser Reihe und so ganz glücklich hatte dieser Klassiker bei mir dann ja nicht mehr abschneiden können. Und der Film für den nächsten Samstag zeichnet aus, dass er eben diesem bereits besprochenen Filmklassiker nicht ganz unähnlich ist. Doch ich will hier nicht verhehlen, dass der Film für nächsten Samstag mir dafür um einiges mehr ans Herz gewachsen ist. Das liegt schlicht an der inhaltlichen Umsetzung des Themas.

Doch ehrlich gesagt, hatte man da damals doch den einen oder anderen Fehler gemacht, der dazu führte, dass der Film etwas unentschlossen und eventuell auch etwas unausgegoren an manchen Stellen wirkt. Das ist aber nicht die Schuld der Buchvorlage sondern schlicht von den Machern des Films hausgemacht. Bei so manchem aus dem Buch wusste man nämlich nicht so recht, ob man das auch so ungefiltert auf Film bannen sollte. Aber was soll es, manches ließ sich dann im Film doch nicht völlig verstecken und gegenüber dem Film BIS DAS BLUT REGIERT, der in Sachen Spannung absolut blutleer daher kam, konnte dieser Film bei mir trotzdem mehr punkten. Schade eigentlich, dass dieser Film etwas in Vergessenheit geraten ist. Er hätte es verdient, etwas mehr in den Fokus der filmischen Genre-Richtung aufzurücken. Darum werde ich hier diesen Film mal nächsten Samstag per Artikel etwas ins Zentrum rücken.

Der Autor der Buchvorlage ist übrigens auch recht bekannt und seine Werke wurden durchaus damals oft verfilmt und erfreuen sich unter Kennern des Genre nach wie vor einiger Beliebtheit. Aber nun will ich es mit den Hinweisen hier bewenden lassen, denn sonst verrate ich doch wieder viel zu viel.

Also, welchen Film werde ich euch nächsten Samstag näher bringen? Sehe ich da etwa ratlose Gesichter? Gut, dann noch ein kleiner Hinweis: Eine Buchvorlage des Autors wurde sage und schreibe vier mal verfilmt. Das letzte mal sogar mit Will Smith in der Hauptrolle und ziemlich großem Budget. Aber nun müsste es doch wenigstens aus dieser Richtung her klingeln … oder?

Freitag der 13. (Friday the 13th)
Freitag der 13.
(Friday the 13th)
mit Betsy Palmer, Adrienne King, Kevin Bacon, Jeannine Taylor, Walt Gorney, Ari Lehman, Robbi Morgan, Laurie Bartram, Harry Crosby, Ron Millkie, Ronn Carroll, Rex Everhart, Pieter Brouwer u.a.
Regie und Produktion: Sean S. Cunningham
Drehbuch: Victor Miller
Genre: Horror/Slasher
Laufzeit: 91:23 Minuten
DVD/FSK: 18 (Indiziert)
Vertrieb: Warner Home Video (DVD)
USA 1980

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Kommentare  

#1 Andreas Decker 2016-10-08 13:10
Ich habe im Videozeitalter mit Teil 4 oder 5 angefangen, einem dieser actionlastigen Spektakelfilme . Das hat geprägt. Als ich dann irgendwann mal später Teil 1 ansah, fand ich ihn ziemlich öde und schlicht. Finde ich immer noch. Ist aber interessant, wie sehr sich der Film bei den Amis ins Bewusstsein gebrannt hat. Letztens noch eine witzige Parodie bei "Psych" gesehen.

Bei Teil 1 bin ich immer noch der Meinung, dass sich Cunningham und Miller bei einem Scooby Doo-Marathon eine Tüte zu viel reingezogen haben und daher die Idee hatten. Die Ähnlichkeit zu diversen Folgen ist frappierend. :-)

Allerdings habe ich das Remake gesehen. Normalerweise spare ich mir die Mühe, aber es war halt mit einem der Supernatural-Jungs. In dem Jahr gab's ja zwei davon, der andere war das Remake von My bloody Valentine, der auf Deutsch völlig verstümmelt ist. Friday war wieder ein Beweis, dass man selbst eine so einfache Story verschlimmbessern kann, wenn man Nispel heißt. Der Mann hat auch mehr filmischen Schaden angerichtet mit seinen grottigen Hochglanzremakes als sonst jemand. Valentine ist im Original gar nicht so übel.

Für den Film nächste Woche habe ich ein aussagekräftiges Jein. ;-) Mir ist der an ein paar entscheidenden Stellen zu soft und verklemmt inszeniert. Das Buch des Autors, die Vorlage, ist da wesentlich offener. Aber der deutsche Filmtitel ist mal wieder ein echter Brüller. TdT. Warum nicht immer alles schundiger machen als nötig?

P.S.
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#2 Mainstream 2016-10-08 14:04
-
Naja, nachdem Du schon dazu angerregt hast, mir nocheinmal
BIS DAS BLUT GEFRIERT anzusehen, werde ich mir bis nächste
Woche Mal den "Ausblick" gönnen.
Immer wieder inspirierend hier.
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#3 Friedhelm 2016-10-08 14:22
Bin mal wieder auf der "Durchreise..."
und wenn ich schon mal da bin...

Also, wenn man sich den ersten "Freitag (und die 80erFortsetzungen irgendwie auch) anschaut, dann ist das Ding, FX-mässig, recht harmlos. Das mag der Entstehungszeit geschuldet sein - weil man ja vieles noch nicht wirklich darstellen konnte.Naja, damals hat's halt ausgereicht.

Auf alle Fälle war der Film richtungsweisend - und den kommenden Jahren wurde die Thematik ja auch bis zum Erbrechen durchgenudelt.
Die Fortsetzungen wurden mit der Zeit irgendwie immer vorhersehbarer und langweiliger.

Ganz ehrlich, heute kann ich auf diese ewigen Remakes gerne verzichten - Nispels Film, mit Jared Paderlecki ( "Supernatural"), hat mich total abgetörnt, weil die Story einfach öde altbacken rüberkam.
Ähnlich erging es mir übrigens mit den beiden "Halloween"-Teilen von Rob Zombie. Für meine Person kann ich nur sagen, dass es in letzter Zeit kaum ein Remake zur Thematik gab, dass mich "vom Hocker gehauen hat..."

Was den Ausblick betrifft: Das müsste der Film sein, bei dem im deutschen Titel einmal mehr "getanzt wird..."
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#4 Laurin 2016-10-08 16:24
Was das Reboot angeht mit Jared Paderlecki aus SUPERNATURAL kann ich euch nur recht geben. Den hätte man sich auch sparen können. Lief ja letztens noch im Fernsehen (glaube PRO 7). Die HALLOWEEN von Rob Zombie habe ich bisher noch nicht gesehen. MY BLOODY VALENTINE kenne ich auch nur das Original.

An sich sollte man sich den ersten Teil auch als erstes ansehen, dann klappt es auch mit dem Spaß im Hinblick auf die Folgeteile. Das da nicht alle wirklich gut waren, muss man aber auch ehrlicher Weise sagen. Ich habe da so meine Favoriten. :-)

Ansonsten - tanzen wir also mal durch die Woche bis zum nächsten Samstag im TdT-Schritt. :lol:
Und ja, der deutsche Titel ist wirklich keine Glanzleistung.

PS: Du hast Antwort, Andreas Decker. ;-)
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#5 Postman 2016-10-10 10:58
Kleine Korrektur: Adrienne King ist weiterhin ab und an im Filmgeschäft und auch im Werbefernsehen tätig: en.wikipedia.org/wiki/Adrienne_King

Ansonsten war der 1. Freitag der 13. für mich immer kurzweilig und vor allem sind Tom Savini Effekte im erste Sahne.
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#6 Laurin 2016-10-10 12:20
Danke für die Info, Postman.
Laut meiner Quelle soll sie sich nämlich völlig zurückgezogen haben und in weiteren Quellen werden zu dieser Schauspielerin eben nur diese zwei FREITAG DER 13 Filme gezählt.
Anscheinend sind die anderen Filme bzw. ihre Werbefilme hier bei vielen Infoportalen nicht mehr auf dem Schirm.
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