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Ein phantastischer Filmklassiker - Fast ausgestorben und im Film hochgefährlich

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 76
Fast ausgestorben und im Film hochgefährlich

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Und mitunter sieht am sein Fischgericht danach auch mit anderen Augen.


Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)
Geben sie es zu – sie halten auch Fisch für eine gesunde Alternative zu Fleischgerichten. Na ja, wenn das Wassertier nicht gerade in der nähe von Fukushima geangelt wurde, könnte ich ihnen sogar recht geben. Aber auch sonst kann der leckere Fisch, je nachdem wo er gerade gefangen wurde, in seinem Fleisch Sachen angereichert haben, die sie bestimmt nicht im Kochtopf oder in der Pfanne haben möchten. Ich könnte da jetzt einige unappetitliche Seiten füllen, wenn ich tiefer in diese Materie eintauchen würde, aber ich will ihnen ja nicht gleich den Appetit verderben. Und seien wir mal ehrlich, wenn ich einen leckeren Backfisch zwischen zwei Brötchenhälften gequetscht in Richtung meines Mundes führe, dann denke ich auch nicht über die eigentlich nicht sichtbaren Feinheiten nach, die da drin schlummern könnten.

Doch es wäre jetzt gelogen, wenn ich mich hier jetzt als Feinschmecker in Sachen Fisch bezeichnen würde. Da liegt mir das Fleisch doch weitaus näher, dass im lebenden Zustand auf vier Beinen die Flucht vor dem Metzger angetreten hätte, hätte man es denn gelassen oder zumindest vorgewarnt. Ein Stück Schweinefleisch XXXL oder Pferd in 10 Würstchen samt Braten zerlegt kann mich ebenso entzücken wie ein Rindvieh auf Toast. Vegetarisches gibt es bei mir wohl auch, aber meistens muss ich mir nach dem aufwachen die Wolldecke wieder aus dem Mund ziehen, weil ich sie über Nacht nicht zerkaut bekommen habe. Aber lassen wir das jetzt mal mit meinen Essgewohnheiten. Wir wollen uns ja einem ganz besonderen Fisch zuwenden, der sogar vor noch nicht all zu langer Zeit gar längst als ausgestorben galt. Und der spielt in dem hier besprochenen Film eine nicht gerade unwesentliche Rolle.

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)Coelacanthhimorpha Actinistia:
Nein, ich bin bei dieser Zwischenüberschrift nicht übermüdet mit dem Kopf auf die Tastatur gefallen. Denn das ist der Name des Fisches, den man im allgemeinen auch nur „Coelacanth“ oder noch einfacher „Quastenflosser“ bzw. „Knochenfisch“ nennt. Die ersten fossilen Funde stammen aus dem „Unterdevon“ und das war vor rund 409 Millionen Jahre. Doch in der späteren „Oberkreidezeit“ vor rund 70 Millionen Jahre brachen die Funde plötzlich ab. Also ging man schlicht von dem Fakt aus, dass diese netten Wassertierchen, die über einen Meter lang werden können, plötzlich und wohl nach gemeinsamer Absprache ausgestorben seien.

Ihr werdet euch jetzt wundern , dass ich gerade von „seien“ und nicht „sind“ gesprochen habe. Die Auflösung ist recht einfach, denn die Quastenflosser sind nicht ausgestorben. Diese wohl mit der ältesten Meeresbewohner sind noch recht munter und schwimmen noch grob gesehen zwischen den Komoren und Madagaskar herum. Richtig umfassend erforscht sind sie selbst heute noch nicht so richtig und für die Wissenschaft war es damals ein echter Knaller, als sie schließlich dahinter kamen, dass es diese prähistorischen Fische immer noch recht lebendig gibt. Doch einfach hat es uns dieser Fisch aus der Urzeit nicht gemacht, denn erst fand man mal ein bereits totes Exemplar, bevor man dann später auf lebende Vertreter der Gattung traf, die nicht gerade in größeren Schwärmen anzutreffen sind. Eigentlich sind sie sogar eher von der seltenen und scheuen Natur. Und so einen toten Coelacanth schleppt dann auch Professor Donald Blake in sein Labor im Dunfield College, wo er im Fach Anthropologie seine Schüler quält. Tja, und schon wären wir hier glatt schon am Anfang der Geschichte vom Großmeister des phantastischen Films, Jack Arnold.

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)Vorwärts in die Vergangenheit:
Professor Blake hat da so seine Theorien und um die untermauern zu können, muss er erst einmal an solch ein prähistorisches Vieh herankommen. Doch der Wunsch wird ihm recht schnell erfüllt.

So erhält er ein recht gutes aber leider auch totes Exemplar aus der Nähe von Madagaskar direkt in sein kleines Labor geliefert. Da sich der Coelacanth seit vielen Millionen Jahren kaum weiter entwickelt hat und eigentlich schon als ausgestorben galt, erhofft er sich von diesem Exemplar recht interessante Ergebnisse und Antworten in Sachen Evolution. Doch der eigentliche Schrecken nimmt schon seinen Verlauf, als man damit beginnt, den toten Knochenfisch zu entladen. Denn etwas von dem Tauwasser des Fisches läuft aus und der Schäferhund eines Studenten leckt die Brühe auch sogleich auf.

Schon nach einer kurzen Weile zeitigt eher unbemerkt das Wasser mit den Rückständen des Fisches seine unheilvolle Wirkung. Aus dem eher geselligen Schäferhund wird plötzlich eine wilder urzeitlicher Wolf, der so ziemlich alles angreift, was seinen Weg zu kreuzen wagt. Nur dem beherzten eingreifen von Professor Blake und dem Studenten ist es zu verdanken, dass die wilde Bestie in einem sicheren Käfig landet.

Doch woher nun diese reißende Bestie kommt, kann Blake nicht heraus finden. Stunden später verletzt sich Blake selbst, als er den Knochenfisch wieder in den Kühlraum schafft. Er ahnt nicht einmal, dass er sich hierbei selbst mit dem Fisch infiziert hat. Als ihm bald darauf übel wird, bringt ihn seine Assistentin Molly Riordan, die auch seine Wunde verbunden hatte, nach Hause. Doch bald ist auch Blakes Freundin auf der Suche nach ihm, weil sie schließlich gemeinsam auf einer Party eingeladen sind. Doch was sie bei ihm in der Wohnung vorfindet, verschlägt ihr die Sprache. Die Wohnung von Blake ist völlig verwüstet und im Garten findet sie nicht nur den bewusstlosen Blake, sondern auch die ermordete Molly Riordan vor.

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)Für die Polizei scheint zuerst die Sachlage völlig klar zu sein und so steht Blake schnell unter Verdacht, der Mörder zu sein. Doch nach der Spurensuche wird ihnen klar, dass noch jemand anders am Tatort gewesen sein muss, Blakes Wohnung verwüstete und wohl auch die junge Molly umgebracht hat. Die gefundenen Fingerabdrücke und die überdimensionalen Fußspuren im Garten lassen hier auch keinen anderen logischen Schluss zu. Blake selbst kann sich indessen an nichts mehr erinnern.

Aber auch die reißende Bestie im Käfig entpuppt sich nunmehr als der treue Hund Samson. Das Blake behauptet, dass der Schäferhund am Vortag noch völlig anders ausgesehen hat und sich wie eine blutgierige Bestie verhielt, nimmt man ihm deshalb nicht wirklich ab. Doch auch ein schneller Erfolg in Sachen Mördersuche bleibt aus, da alle Ermittlungen ins leere laufen. Da man aber davon ausgeht, dass der Mörder zurückkehren könnte, teilt man Professor Blake Polizeischutz zu. Ohne hier eine Verbindung herstellen zu können, nimmt Blake seine Untersuchungen des Knochenfisches wieder auf, um seine Theorie über den Verlauf der Evolution zu belegen.

In einem unbeobachteten Moment dringt dabei eine Libelle in sein Labor ein und beginnt unbeobachtet Flüssigkeit vom Fisch aufzunehmen. Kurz darauf sieht sich Blake einem überdimensionalen Insekt gegenüber und muss sich dessen Angriff erwehren. Ihm gelingt es zwar, die riesige Libelle zu töten, doch dabei tropft unbemerkt etwas von ihrem Blut in seine Pfeife. So kontaminiert er sich erneut mit dem Sekret ausgehend von dem Fisch, als er die Pfeife anzündet und deren Inhalt inhaliert. Wieder scheint er das Bewusstsein zu verlieren und bemerkt nicht, dass er sich geradewegs in einen Vorfahren des Homo Sapiens aus der Urzeit verwandelt. So, einer Mischung zwischen Affe und einem Neandertaler recht ähnlich, greift er den zu seinem Schutz abgestellten Polizisten an und tötet ihn. Anhand der Spuren glaubt die Polizei später wieder an den besagten unbekannten Täter als dritte Person und auch Blake kann sich wieder an nichts mehr erinnern. Doch das erneute grausige Geschehen lässt Blake nun keine Ruhe mehr und so forscht er nun an dem toten Knochenfisch wie ein Besessener, da es hier für ihn irgendeine Verbindung geben muss.

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)Zwischenruf: Die Evolution kann nichts dafür...
...denn irgend einen Haken muss sich Jack Arnold ja noch für den seltsamen Fisch im Film einfallen lassen, um der Logik der Handlung ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Und hier kommt die unterschwellige Angst vor der damaligen „Superenergie“ der Zukunft ins Spiel – Die atomare Kernspaltung!

Die Evolution mag ja irgendwie an dem Knochenfisch vorbei gegangen sein, was unbestritten ist. Doch wäre es einfach unlogisch, wenn dessen Zellen, Körperflüssigkeiten oder bestimmte Bakterien dafür alleine verantwortlich wären, andere Lebewesen wenn auch nur relativ kurzzeitig, wieder in den Zustand vor mehreren Millionen Jahren zurück zu versetzen. Also bedarf es der Logik wegen eines Tricks um dieses Vorgehen glaubhafter zu machen. Und da nicht wenige Menschen damals tatsächlich noch glaubten, man könne mittels Atom und dessen Kernspaltung das Universum erobern, die Energieprobleme weltweit lösen und so nebenbei noch alle Feinde der USA sauber von der Platte putzen, konnte man dem eben auch noch einige weitere nettere Märchen hinzu dichten.

Da Fisch ja bekanntlich sehr leicht verderblich ist, kommt man in diesem Film locker mal auf die Idee, diesen Knochenfisch durch eine „neue Art“ von Atomstrahlen auf Langzeithaltung zu trimmen. So macht man aus der radioaktiven Strahlung im Handumdrehen im Bereich des Phantastischen eine allzweck Wunderwaffe selbst für den häuslichen Küchengebrauch. Hier denn auch gleich mein Tipp für alle klugen Hausfrauen: Demnächst bitte nicht versuchen die Füllung des Weihnachtsbraten mit einer Stange Uran anzureichern. Der Braten oder die Gans halten sich so auch nicht länger und leuchten auch nicht festlich im Dunkeln.

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)Aber nun weiter in der Handlung:
Nun ja, auch die Sache mit den Atomstrahlen wurde Professor Blake bewusst und so kommt er flott dahinter, dass der Quastenflosser oder zumindest dessen Flüssigkeiten für die Verwandlungen des Hundes und der Libelle verantwortlich sind.

Doch in seinem Umfeld stößt er mit dieser These rundum auf Unverständnis und Kopfschütteln. Zeit also, dass der Dekan mal einschreitet und ihm einen Erholungsurlaub nahe legt. Den nutzt Blake auch, aber etwas anders, als das es sich der Dekan gedacht hatte. Daher startet Blake in einer Berghütte gleich auch einen Selbstversuch. Aber auch was seine Erinnerungslücken angeht, sorgt er mit einem Tonbandgerät vor, dass er beständig auf Aufnahme mitlaufen lässt. Zum guten Schluss installiert er auch noch einige Kameras zur Beweisfindung seiner These.

Das Resultat seines Selbstversuch erschreckt seine Freundin allerdings fasst zu Tode. Ein herbeieilender Ranger, der Madeleine hierbei zu Hilfe eilt, kommt jedoch in den Klauen des Urzeitmenschen ums Leben. Nunmehr hat Blake aber auch nach seiner Rückverwandlung alle Beweise die er suchte in seinen Händen. Kein anderer als er selbst ist die mordende Bestie.

Er verspricht der Polizei, die ebenfalls mittlerweile anrückt, ihnen den wahren Mörder frei Haus zu präsentieren. Mittels des Serums, dass er bereits aus dem Coelacanth hergestellt hat, verpasst er sich selbst eine erneute Dröhnung, denn er will, dass seine urzeitliche und mörderische Natur für immer zerstört wird.

Sergeant Powell, auf den das Monster nun los geht, setzt zum finalen Schuss an und erledigt kurzerhand die Urzeitbestie. Doch immer noch glaubt niemand, dass Blake und das Monster ein und die selbe Person sind, bis das sich die Bestie plötzlich vor ihren eigenen Augen zurück verwandelt in den nun toten Professor Blake.

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)Was will uns Jack Arnold hier sagen:
Oder anders gefragt: Wollte er uns denn hier etwas tiefgründiges durch die Geschichte mitteilen?

Ja, eigentlich schon. Nur wirklich gelungen ist es ihm nicht, weil hier für den Zuschauer irgendwie der schnelle Aha-Effekt fehlt. Natürlich ist der Film Pseudowissenschaftlich, wie es das Lexikon des internationalen Films ausführt. So intelligent waren allerdings wohl auch schon die Zuschauer damals, ohne solche Geistesriesen der hohen Filmkritik. Und das der Film „nicht mehr als eine nervenkitzelnde Unterhaltung“ wäre, wie etwa der Evangelische Filmbeobachter es ausdrückt, zeigt, dass die damaligen Filmkritiker aus dieser Ecke nicht gerade mit einem umfangreichen Interesse am gesehenen ausgestattet waren.

Was Jack Arnold hier im Grunde hervorheben wollte ist schlicht die Tatsache, dass in jedem Menschen eine böse, ja grausame Seite steckt. Um diese heraus zu kitzeln benötigt es allerdings weniger eines Fisches, der eher auf Kriegsfuß mit der bisherigen Evolution stand und eben auch keiner höchst seltsamen Atomstrahlung. Beides wird nämlich nur als phantastisches Element genutzt, um diese Botschaft spannend wie auch faszinierend zu verpacken.

Was Arnold durchaus gelungen ist, ist der Umstand, dass der Film als solches durchaus faszinierte und im Punkt Unterhaltung alles in sich birgt, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Vergessen hatte ich diesen Film, den ich in meiner Jugendzeit das erste mal im Fernsehen sah, deshalb nie. Das transportieren der eigentlichen Botschaft indessen gelang aber schon damals eher mangelhaft. Das funktionierte in einer ähnlichen Weise filmisch bei der Figur des DR. JEKYLL & MR. HYDE um einiges besser. Auch muss man hier etwas kritischer im Punkt der Logik das eigentliche Filmende von Jack Arnold sehen. Übernahm bei DR. JEKYLL & MR. HYDE die böse Seite immer mehr die Kontrolle und war nicht mehr völlig zurück zu drängen, so war der Wunsch nach dem Tod des Wissenschaftler in einem der lichten Momente durchaus verständlich und nachvollziehbar. JEKYLL wollte schließlich nicht ab einem gewissen Punkt völlig in seinem bösen zweiten Ich aufgehen. Bei Professor Blake stellte sich die Frage allerdings nie. Die evolutionäre Rückverwandlung war von Beginn bis zum finalen Ende nur kurzzeitiger Natur und zeigte keinerlei Elemente der Verselbstständigung. Warum Blake es also darauf anlegte, sein böses Ich töten zu lassen und damit auch seinem eigentlichen Ich ein endgültiges Ende zu setzen, wirkt hier eher unlogisch. Zum einen, weil er in diesem kurzzeitigen Zustand nicht verantwortlich für seine Taten war und zum anderen, weil er die Rückverwandlung in ein bestialisches Urwesen nun hätte leichter verhindern können. Man könnte natürlich nun voraus schicken, dass er mit den Morden auf seinem Gewissen nicht hätte weiter leben wollen und sich deshalb gleich selbst vorführte. Aber auch dieser Punkt hinkt etwas. Blake hatte als Bestie nie bewusst dessen Handlungen miterlebt. Was also passiert ist, nimmt er schlicht wie eine dritte, und damit eher unbeteiligte Person wahr. Man könnte jetzt entgegnen, dass Professor Blake in diesem Punkt wohl ein kleines Sensibelchen ist, doch wirklich glaubwürdig ist dieser Standpunkt auch nicht. Eben auch aus diesem eher unlogischen Schritt am Ende des Films, konterkariert Jack Arnold seine, der Geschichte inne liegenden Botschaft, zu einem nicht unwesentlichen Teil. Oder anders gesagt: Irgendwie dann doch dumm gelaufen.

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)Meine Filmkritik:
Im Grunde muss man den Film als das sehen, was er eigentlich ist. Ein Kind seiner Zeit mit einer Botschaft, die irgendwie nicht recht ins Auge springen will. Auch eben nicht im Punkt Warnung vor der Unberechenbarkeit der Atomenergie, die wahrlich nur recht kurz und eher schwammig angerissen wird.

Davon aber mal abgesehen fand ich ihn trotzdem in jungen Jahren sehr faszinierend und spannend gemacht und ich hatte damals nicht gerade bei solchen Filmen nach einer tieferen Botschaft gesucht. Mitunter tue ich das bei manchen Filmen auch heute nicht und erfreue mich schlicht an seinem kurzweiligen Unterhaltungswert. Und letzteres hat der Film DER SCHRECKEN SCHLEICHT DURCH DIE NACHT aus dem Jahre 1958 durchaus zu bieten.

Der Film punktet einfach mit seiner lockeren Mischung aus Science Fiction sowie Gruselelementen und macht selbst heute noch Spaß ihn anzuschauen. Von daher und weil er sich aus meiner Jugend so intensiv in meinen Erinnerungen eingebrannt hatte, gebe ich dem Film auch heute noch lockere fünf von fünf möglichen Punkten.

Er mag vielleicht nicht einer der besten Filme von Jack Arnold sein, aber mit Sicherheit ist er auch kein Totalausfall, wenn man sich darauf einlässt, ihn als reine phantastische Unterhaltung zu verordnen.

Ausblick:
Bei dem nächsten Film mag ich nicht zu viel verraten wollen. Aber soviel sei schon mal gesagt:

Der Film wartet mit den wohl bekanntesten Monstern in Menschengestalt auf, die man im Grusel- und Horrorbereich kennt.

Als Kinofilm war er nie konzipiert, sondern eher als eine Miniserie fürs Fernsehen. Der Erfolg jedoch zog durchaus eine filmische Fortsetzung hinterher, die jedoch nicht an das Original wirklich heran kam.

Es gibt auch eine recht gelungene Neuverfilmung, die aber ebenfalls nicht fürs Kino konzipiert wurde, sondern hier in der Tradition einer Fernseh-Miniserie verblieb.

In Deutschland wurde die Erstverfilmung als auch die Neuverfilmung auf DVD bzw. BD jedoch zu einem Gesamtwerk zusammengeführt. Wobei Anfänglich die Mini-Serie der Erstverfilmung ziemlich gekürzt an den Zuschauer gebracht wurde. Man benötigt also schon etwas Sitzfleisch, wenn man sich den betreffenden, ungekürzten Bild- und Tonträger in den Player schiebt. Für ausreichend Knabberzeug und Getränke sollte daher auch im Vorfeld gesorgt sein.

Ein gewaltiger Fehler wäre es aber trotzdem, das Buch vor der Sichtung des Films zu lesen, denn dann hat man trotz der Überlänge des gezeigten irgendwie immer noch das Gefühl, nur bruchstückhafte Einzelszenen der Gesamthandlung präsentiert zu bekommen. Umgekehrt lässt sich die Verfilmung aber durchaus positiv für sich alleine stehend konsumieren. Der Autor des Romans dürfte übrigens fasst jedem nicht nur vom Namen nach bekannt sein, wenn man sich mit spannenden und phantastischen Büchern im allgemeinen gerne beschäftigt.

Und wer jetzt noch nicht weiß, um welche Verfilmung es sich nächsten Samstag handelt, der sei an den Film HEXEN BIS AUFS BLUT GEQUÄLT von letztem Samstag erinnert. Denn einer der Darsteller aus diesem Film spielt auch im nächsten Beitrag eine durchaus tragende Rolle, auch wenn die schlicht ohne wirkliche Dialoge auskommt.

Also ich frage jetzt mal nicht, ob schon jemand weiß, was euch demnächst erwartet. Irgendwie stehen diese Hinweise ja locker für sich selbst und wer das Rätsel nicht löst, der sollte noch mal ganz tief in sich gehen. Schwer dürfte dieses Rätsel jedenfalls nicht sein.

Der Schrecken schleicht durch die Nacht (Monster on the Campus)
Der Schrecken schleicht durch die Nacht
(Monster on the Campus)
mit Arthur Franz, Joanne Moore, Nancy Walters, Judson Pratt, Troy Donahue, Whit Bissell, Ross Elliott, Helen Westcott,  Alexander Lockwood, Phil Harvey, Eddy Parker u.a.
Regie: Jack Arnold
Drehbuch: David Duncan
Genre: Horror/Science Fiction
Laufzeit: 77 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Koch Media GmbH – DVD
USA 1958

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Kommentare  

#16 Laurin 2016-12-19 08:41
Estrangain, war das nicht eher...
"Das Grauen poltert wieder über die Möbel." :lol:
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