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Ein phantastischer Filmklassiker - Mit Hurra-Patriotismus gegen den nächsten Käfer

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 121
Mit Hurra-Patriotismus gegen den nächsten Käfer

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Manche Filme wurden erst nicht einmal verstanden.

Starship Troopers (Starship Troopers)Starship Troopers (Starship Troopers)
Es dauert meistens etwas, bis man seitens des geistigen Stau in der eigenen Birne bemerkt, dass hier etwas völlig überzeichnet und damit ins lächerliche gezogen wird. Das traf besonders auf die Verfilmung STARSHIP TROOPERS zu. Man ziehe sich nur mal diese Kritik genüßlich rein:

"Ein mit technischer Perfektion im effektvollen Hochglanzstil von Werbespots und Magazin-Covers inszenierter Science-Fiction-Film, der nicht nur äußerst gewalttätig ist, sondern auch der Glorifizierung des Militarismus und der Verbreitung faschistischen Gedankenguts Vorschub leistet."

(Zitat: LEXIKON DES INTERNATIONALEN FILMS)

Nun gut, für Menschen (oder Mitmenschen), die auch noch zum Lachen in den Keller gehen, dürfte diese Kritik an diesem SciFi-Film nicht wirklich verwundern. Richtig ist indessen, dass man in diesem Film den Militarismus und so manche faschistoiden Elemente durchaus bewußt stark überzeichnet dargestellt wissen wollte. Mit nichts kann man z.B. den hetzerischen Patriotismus, den man gerade in den USA auf das Militär pflegt, ins lächerliche ziehen, indem man hin überhöht und überspitzt darstellt. Schließlich ist das US-Militär auch durchaus dafür bekannt, so manche faschistoiden Elemente mit viel Liebe zu hegen und zu pflegen. Nicht umsonst findet man in so manchen US-Kasernen auch schon mal Heldenbilder in Öl gemalt, bei denen die Soldaten in den typischen Uniformen der Waffen-SS dargestellt werden, und das samt aller Nazi-Symbolik und Abzeichen (entsprechende Fotos gab es hierzu bereits in Zeitschriften wie DER SPIEGEL und Co. zu bewundern, die sich dieser Tehmatik des US-Militär angenommen hatten).

"Die Satire des Films liegt eindeutig in der Überzeichnung all dieser Punkte."

(Zitat: FILMSTARTS.DE)

Doch auch hier sieht man diese Überzeichnung etwas kritischer, wobei man diese kritische Haltung durchaus besser nachvollziehen kann und mag, weil sie den Finger in eine durchaus vorhandene Wunde legt, wenn man dann festhält...:

"Zu leicht kann der Film missverstanden werden, was dazu führt, dass der Zuschauer sich lediglich an einem bombastischen Actionfilm, vollgepackt mit exzellenten Effekten, erfreut und die Doppeldeutigkeit nicht erfassen kann."

(Zitat: FILMSTARTS.DE)

Doch am Ende kommt man auch an anderer Stelle zu einem versöhnlichen Fazit, was den Film STARSHIP TROOPERS betrifft:

"Zum Glück gelang es dem Niederländer Paul Verhoeven [...] die faschistoiden Tendenzen der Romanvorlage mit einfachsten Mitteln  - etwa die dämlichen Bodentruppen, die freiwillig in den Tod stürmen - ihrer ganzen Lächerlichkeit preiszugeben."

(Zitat: PRISMA.DE)

Starship Troopers (Starship Troopers)Das eigentliche Elend beginnt mit Heinlein:
Robert A. Heinlein hatte in seinem gleichnamigen Roman ja bereits diese faschistoiden Elemente zur Gerundlage gemacht, die im Film letztendlich völlig überzeichnet wieder als Absurdum geführt werden.

Da erklärt er mal so ganz im vorbeigehen, dass die Demokratie, der Kommunismus und gleich auch die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten eher Irrlehren darstellen. Und wer nicht beim Militär seine Pflichten abgeleistet hat, der sollte hier eigentlich im politischen Leben völlig schweigen. Da macht es dann auch Sinn, wenn Gesellschaften bzw. Staaten erst dann als überlebensfähig betrachtet werden, wenn diese bereit sind, sich militärisch durchsetzen zu können. Und drakonische Strafen bis hin zur köperlichen Züchtigung (ganz zu schweigen das man auf der Schiene auch gleich die Folterungen gegenüber Feinden akzeptiert) werden in einer solchen gesellschaftlichen Struktur zu etwas völlig normalem.

Im Grunde muss ich hier allerdings gestehen, dass ich selbst wohl viel mehr über den Roman von Robert A. Heinlein gelesen habe, als eben den Roman selbst. Hierzu hatte ich bisher wohl in den vergangenen Jahren rund drei Anläufe genommen, die jedoch spätestens ab der 150ten Seite wieder ihr vorläufiges Ende nahmen.

STARSHIP TROOPER als Film ist in meinen Augen jedenfalls schlicht sogar verdaulicher als das geschriebene Werk des Autors, welches mich als Leser mit jedem Kapitel und jeder Zeile einfach nur abzuschrecken wusste. Dabei gilt Heinleins Augenmerk besonders der Mobilen Infanterie, die durchaus gewisse Parallelen zur realen Infantierie wie etwa der US-Marines erkennbar werden lassen. Im Gegensatz zum Film, wo es eine Geschlechtertrennung innerhalb einer solchen militärisch überzogenen Gesellschaftsordnung nicht gibt, bleibt Heinlein jedoch den militärischen Grundgedanken treu, indem das Militär sich ausschließlich aus Männern zusamensetzt. Aufgaben wie etwa Koch im sinne der Sicherstellung der Verpflegung oder Priester sind darin nur "Nebentätigkeiten" die sich den aktiven Kampfhandlungen generell unterordnen müssen.

Starship Troopers (Starship Troopers)Zwar kämpft man auch in Heinleins Roman STARSHIP TROOPER gegen die Insektoiden (Bugs) oder "Pseudo-Arachnida", allerdings könnte man diese Vorgabe des SciFi-Romans auch durchaus gegen humanoide Lebewesen bis hin zu anderen menschlichen Volksgruppen spielend austauschen (was dann ja auch durch verschiedene Alienvölker auch passiert, gegen die man militärisch vorgeht). Dies macht den Roman an sich für meine Begriffe gerade so unleserlich, denn faktisch atmet hier fasst jeder Satz eine gewisse Unmenschlichkeit und Inhumanität, dass man sich ab einem gewissen Punkt mehr als nur noch schwer tut, diesem wirren Gedankengut des Autors weiter zu folgen, welche er hier aus der Sichtweise der Figur des Juan "Johnny" Rico genüßlich ausbreitet.

Der Verfilmung gelingt hierbei jedenfalls etwas recht positiv, was dem eigentlichen Roman von Heinlein schlicht schon im Ansatz versagt bleibt, nämlich die absurde Form einer postfaschistischen Militärgesellschaft bewußt und folgerichtig ins Lächerliche zu rücken. Da trägt auch das schon recht seltsam anmutende Zahnpastalächeln gerade am Anfang des Films wesentlich zu bei.

Starship Troopers (Starship Troopers)Interpretation, Satire und die Bundesprüfstelle:
Was die überzogene Darstellung des Militarismus und der Gewalt in STARSHIP TROOPERS anging, so konnte leider auch die Auffassungsgabe der Mitarbeiter der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hier geistig absolut nicht mithalten. Da spielt es dann auch keine Rolle, dass diese Bundesprüfstelle heute als Organ für "jugendgefährdende Medien" umbenannt wurde.

Verhoeven selbst hatte den Film ja eher als klar überzogene Satire auf den Militarismus und Faschismus verstanden, jedoch hatte die Bundesprüfstelle genau diesen Film dann als pro-militaristische-Interpretation wahrgenommen und man kam auch mit den hier gezeigten Gewaltdarstellungen damals nicht wirklich klar. Die satirischen Elemente waren für die Bundesprüfstelle daher auch von keinem ausschlaggebenden Umfang. Daher stufte man den SciFi-Film STARSHIP TROOPERS als für Kinder und Jugendliche verrohend ein, der zudem die sozialethisch angestrebte Orientierung in diesen Altersgruppen vermissen ließe.

Andere waren hier natürlich auch zu anderen Meinungen gekommen, was jedoch die Bundesprüfstelle nicht wirklich juckte, die wiederum STARSHIP TROOPERS 1999 indizierte. Damit durfte der Film (egal um welche Altersgruppen es auch vordergründig ging) weder öffentlich beworben oder frei verkäuflich gehalten werden, was dann ja auch die Erwachsenen gleichermaßen traf.

Das es mit der Kritik am Militarismus seitens der Bundesprüfstelle nicht wirklich weit her war, zeigte sich bereits bei der ersten Ausstrahlung von STARSHIP TROOPERS im deutschen Fernsehen. So wurden zwar die blutigen Szenen für die TV-Ausstrahlung geschnitten, jedoch an dem militärischen Inhalten änderte man indessen nichts, woran man recht nett feststellen konnte, wie ernst es der Bundesprüfstelle tatsächlich mit ihrer Kritik an der Darstellung des Militarismus war. Denn in diesem Punkt kam nachträglich und recht bewußt keine Kritik mehr.

Die Indizierung traf natürlich auch weiterhin die DVD-Version, die es generell als ungeschnittene Fassung zu erwerben gab. Der bekannte Blitz der Einsicht traf den Film STARSHIP TROOPERS  daher auch erst im Juli 2017, wo dann die Indizierung seitens der Bundesprüfstelle frühzeitig (endlich) aufgehoben wurde. Ab August 2017 wurde der Film STARSHIP TROOPERS somit auch vernünftiger Weise seitens der FSK dann ungeschnitten mit einer Freigabe ab 16 Jahre bedacht.

Starship Troopers (Starship Troopers)Das Elend mit den Fortsetzungen:
Der Film STARSHIP TROOPERS heimste durchweg einige Preise ein, was natürlich auch die Special Effects einschloss. Beim Film selber  waren nämlich insgesamt drei Animationsfirmen eingebunden gewesen, auch wenn die meisten der Effekte seitens der Firma Industrial Light & Magic stammten. Das Gesamtbudget betrug im übrigen 100 Millionen US-Dollar. Das Drehbuch stammte auch hier wieder von Edward Neumeier, der auch für Verhoeven das Skript für den SciFi-Film ROBOCOP verfasste, der von Paul Verhoeven im Jahre 1987 verfilmt wurde.

Da der Film STARSHIP TROOPERS durchaus als ein Erfolg an den Kinokassen zu werten war, dauerte es auch nicht wirklich lange, bis das es zu einigen Fortsetzungen kam. Jedoch schaffte es bereits die erste Fortsetzung aus dem Jahre 2004, unter der Regie von Phil Tippett, mit dem Titel STARSHIP TROOPERS 2: HELD DER FÖDERATION nicht einmal im Ansatz zum Sprung in die Kinos. So kam diese Fortsetzung als DVD-Direktproduktion sofort in den Verleih bzw. den Verkauf. Wie jedoch auch beim Originalfilm schlug auch hier die Bundesprüfstelle zu, verpasste dem Film ein SPIO/JK-Siegel womit der Film auch gleich indiziert wurde.

Mal abgesehen von dem Umstand, dass man sich bei der Fortsetzung mit Recht die Frage stellen konnte, was denn da noch zu indizieren gewesen wäre, konnte dieser Beitrag nicht einmal ansatzweise das Niveau des Originalfilms erreichen.

2008 setzte sich Edward Neumeier in den Regiestuhl und zauberte gleich die zweite Direct-to-DVD-Produktion unter dem Titel STARSHIP TROOPERS 3: MARAUDER aus dem Hut, welche ebenfalls nicht einmal im Ansatz an das Niveau des Originalfilm heran kam.

Starship Troopers (Starship Troopers)2012 gab es dann den ersten computeranimierten Beitrag seitens Shinji Aramaki, der unter dem Titel STARSHIP TROOPERS: INVASION veröffentlicht wurde. Da auch Casper Van Dien hier wieder mit verdienen wollte, der bereits im Originalfilm die Rolle des Johnny Rico inne hatte, tauchte dieser auch bei diesem Beitrag als Executive Producer auf. In wie weit dieser computeranimierte Film sich mit dem Originalfilm messen lässt, kann ich hier allerdings nicht sagen, da ich diesen Beitrag bisher noch nicht gesichtet habe.

2017 wurde dann ein weiterer computeranimierter Film angekündigt, der unter dem Titel STARSHIP TROOPERS: TRAITOR OF MARS jedoch nur ab August 2017 sehr eingeschrängt in manchen US-Kinos zu sehen war. Inhaltlich soll dieser Filmbeitrag von der Handlung her direkt am Ende des Originalfilms anknüpfen.

Gesamt gesehen kann man also durchweg sagen, dass alle Versuche einer filmischen Fortsetzung eher zum scheitern verurteilt waren. Der Kauf eines dieser sogenannten Fortsetzungen sind auf DVD daher nur als persönliches Risiko zu betrachten. Aber wer zuviel Geld hat, dem dürfte dieses Risiko wohl weniger schrecken als die Gefahr, nach Sichtung der Nachfolgeproduktionen an Augenkrebs zu erkranken.

Doch kümmern wir uns hier einmal nicht um die unglücklichen Versuche, etwas filmisch fortzusetzen, was eigentlich recht eigenständig besser da stehen würde. Dafür schauen wir hier einfach mal kurz in die Handlung hinein, die auch nicht unbedingt wendungsreich zu nennen ist.

Starship Troopers (Starship Troopers)Bist du geistig nicht ganz fit, bleibt dir noch das Militär:
Johnny Rico ist eigentlich nicht für das Militär geboren, welches sich in einem permanenten Krieg mit riesigen Killer-Insekten, den sogenannten Bugs, aus dem Weltraum befindet. Mit dieser Einstellung mag er seine pazifistischen Eltern zufrieden stellen, jedoch seiner Freundin Carmen passt diese Haltung weniger. Sie will Pilotin eines Raumschiff werden und steht eigentlich auch mehr auf Männer in Uniform. Dies spornt dann auch wiederum Rico an, sich der Mobilen Infanterie anzuschließen, weil es bildungsmäßig auch für nichts besseres reicht. Dabei macht er sich allerdings noch keine vorstellungen darüber, wie hart die Ausbildung für ihn noch werden wird. Und dann taucht auch noch Dizzy in seiner Truppe auf, die bereits an der Schule hinter Rico her war.

Was es allerdings heißt, für das überleben der Menscheit in den Krieg gegen Insekten zu ziehen, lernt Rico erst, als die Bugs mittels eines Meteoriten seine Heimatstadt samt seinen Eltern auf der Erde vernichten. Im Vorfeld wäre durch diesen Meteoriten auch bereits das Raumschiff fasst zerstört worden, auf dem Carmen ihren Dienst versieht. Nun zieht er von Einsatz zu Einsatz und wird dabei weiterhin von der hübschen Dizzy verfolgt, die sich unsterblich in ihn verliebt hat. Doch Rico hängt zu sehr noch an Carmen, die sich allerdings bereits in einen anderen Offizier und Ausbilder des Raumschiffes verliebt hat und die Beziehung zu Rico bereits als beendet betrachtet. Erst durch Lieutenant Rasczak, den sie bereits als knallharten Lehrer an der Schule kennengelernt hatten, kommt es endlich zu einer Beziehung zwischen Dizzy und Rico.

Doch auch die Beziehung zu Dizzy steht unter keinem guten Stern, denn bei dem folgenden Einsatz stirbt sie durch einen Angriff eines der Killer-Insekten. Rico machen diese Nackenschläge allerdings immer mehr zu einem eiskalten Militaristen, der nur noch seinen Kampfauftrag sieht.

Als dann auch noch sein alter Kumpel Carl, der längst Karriere beim Geheimdienst gemacht hat, mit dem Geheimnis rausrückt, dass die Bugs von einer Art intelligenten Insektenkönigin gesteuert werden könnten, hält auch ihn nichts mehr und es kommt unter seinem Kommando zu einem finalen Showdown, bei dem auch Carmen und ihr neuer Lover bei einem Einsatz in die Fänge der blutrünstigen Bugs geraten.

Am Ende ist es aber Ricos etwas sadfistischer Ausbilder Zim, dem es gelingt, den intelligenten Insektenführer ausfindig zu machen, damit es zu einer entscheidenden Wende in diesem Krieg zwischen Menschen und Bugs kommen könnte.

Starship Troopers (Starship Troopers)Meine Filmkritik:
Gut, Casper Van Dien gelingt es in dem Film STARSHIP TROOPERS irgendwie, einen gutaussehenden, wenn auch geistig nicht sehr hellen Helden zu spielen. Faktisch wird er jedoch in STARSHIP TROOPERS von einigen seiner Kolleginnen und Kollegen förmlich an die Wand gespielt. Zu nennen wären hier nur Dina Meyer als lebenslustige, verliebte Dizzy Flores, Jake Busey als großmäuliger aber gutherziger Ace Levy oder Denise Richards als Carmen Ibanez. Allerdings muss man Denise Richards zugute halten, dass es bei ihr auch gereicht hätte, wenn sie sich leicht bekleidet in Szene gesetzt hätte. Was die Dialoge angeht, hatten die meisten männlichen Zuschauer wahrscheinlich eh nicht wirklich hingehört.

Auch Michael Ironside macht hier in dem SciFi-Film nichts anderes als das, was er eben am besten kann, nämlich den harten Knochen spielen, der allerdings auch mal mit einem Augenzwinkern über die Formalitäten hinwegsehen kann. Hauptsache sein Lieblingssoldat hat endlich mal Sex und wird zu einem vollwertigen Mann.

Das Neil Patrick Harris mal wirklich erfolgreich werden würde in einer Comedy-Serie wie HOW I MET YOUR MOTHER, konnte man ihm in STARSHIP TROOPERS als parapsychologisch begabter Carl Jenkins auch noch nicht ansehen. Aber in dem Punkt bin ich mal ehrlich. Seine Rolle in zwei Episoden von AMERICAN HORROR STORY: FREAKSHOW sind mir persönlich nicht einmal wirklich direkt aufgefallen und erst später bin ich dahinter gestiegen, woher ich dieses Gesicht eigentlich kenne.

Der Film STARSHIP TROOPERS lebt eigentlich auch nicht wirklich durch ein mögliches, herausragendes Schauspiel der verschiedenen Figuren, sondern viel eher durch die plakative Machart des Films an sich. Es ist dieses bizarre Zusammenspiel von Science Fiction mit wirklich guten Effekten, Gesichtern die man sich unabhängig von manchen sinnfreien Dialogen gut einprägen kann, jeder Menge insektoider Monster und ihrer animalischen Gewaltszenen sowie einer völlig überzogenen militärischen Darstellung, die dazu noch durchsetzt wird durch skurrlie Werbeblöcke.

Starship Troopers (Starship Troopers)Die Handlung an sich ist relativ einfach gestrickt und läuft dabei manchmal sogar Gefahr, ins billige abzugleiten. Doch der Originalfilm schafft es irgendwie immer, sich vor diesem Abgleiten nochmals zu fangen und den Zuschauer weiter an den Bildschirm zu fesseln. Dieses Plus konnten die Fortsetzungen schon zu Beginn nicht mehr wirklich nutzen und wirkten daher wie ein kreativer Fehlschlag irgendwo zwischen haarsträubendem Blödsinn und sinnfreien Landser-Fantasien.

Genau dieses irre Zusammenspiel verschiedener Elemente macht den Originalfilm STARSHIP TROOPERS von Paul Verhoeven durchaus zu einem sehenswerten Beitrag, dem man locker für sich stehend noch vier von möglichen fünf Käfern als Wertung zugestehen darf. Man sollte nur die Erwartungen in die schauspielerischen Leistungen nicht zu hoch ansiedeln, denn das kann bei diesem Science-Fiction-Beitrag wahrlich nur voll in die Hosen gehen.

Ausblick:
Hass ist nicht gerade ein wirklich guter Ratgeber. Doch wenn man plötzlich das verliert, was eigentlich noch von der Familie übrig geblieben ist, dann mag es schon schwer sein, hier noch einen gewissen Humanismus an den Tag legen zu können.

Da ist es für unseren "Helden" auch nicht gerade ein Trost, wenn da noch ein junger Mann an seiner Seite steht, der eigentlich nicht einmal leiblich zur Familie gehört, auch wenn er in ihr bereits als Kleinkind aufgewachsen ist.

Und die Jahre machen es auch nicht besser bei der einzigen noch lebenden leiblichen Verwandten, denn die wird älter und läuft dabei Gefahr, immer mehr von dem zu verlieren, was ihre Kindheit und ihre Familie ausmachte.

Und dann sind da noch die lieben Nachbarn, die sich an die veränderten Bedingungen nach einem Bürgerkrieg angepasst haben, was unserem "Helden" auch irgendwie viel zu schnell ging.

Ja, wir bewegen uns wieder einmal in Richtung Western und bei manchen Kritikern war man angesichts der Handlung auch schnell mit dem Begriff Rassismus bei der Hand. Doch das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof und da darf der Held denn auch mal Ecken und Kanten haben, vor denen man ansonsten lieber die Augen verschließt. Und wie in jedem guten Western wird mit den Jahren am Ende dann doch noch alles wieder gut und unser Held steht einmal mehr da, wie der typische Fels in der Brandung.

Der Western selbst mag dabei nicht unbedingt ein Paradebeispiel für eine korrekte politische Sichtweise sein. Einen Abbruch handelt es ihm jedoch nicht ein, weshalb er durchweg als ein Beispiel eines sogenannten Edelwestern durchgehen kann.

Viel mehr mag ich hier aber nun nicht verraten wollen, zumal die Kenner unter euch wahrscheinlich eh mit dem Titel des Western schneller sein werden, als die sechs Kugeln aus dem Revolver unseres Helden. Für alle anderen wünsche ich trotzdem viel Spaß beim Raten und verbleibe bis zur nächsten Ausgabe von DER FILMKLASSIKER, zu dem dieser Western mit Sicherheit zählt.

Starship Troopers (Starship Troopers)
Starship Troopers
(Starship Troopers)
mit Casper Van Dien, Denise Richards, Dina Meyer, Michael Ironside, Jake Busey, Neil Patrick Harris, Clancy Brown, Patrick Muldoon, Brenda Strong, Amy Smart, Dean Norris, Eric Bruscotter, Marshall Bell, Rue McClanahan, Tami-Adrian George, Greg Travis, Mary Ann Schmidt u.a.
Regie: Paul Verhoeven
Drehbuch: Edward Neumeier
Produktion: Jon Davison, Alan Marshall
Basierend auf einem Roman von: Robert A. Heinlein
Genre: Science Fiction
Laufzeit: 124 Minuten/Ungeschnittene Fassung
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Buena Vista Home Entertainment
USA 1997

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Kommentare  

#1 Friedhelm 2018-03-24 15:56
Also, den Roman von Heinlein habe ich bisher auch noch nicht gelesen , aber es gibt einige Kritiker, die natürlich auch den faschistoiden Ansatz hervorheben.

Mich erinnert das immer an die "Perry Rhodan Heftchen" - die waren in dieser Hinsicht, ,zumindest früher, ja ebenfalls recht fragwürdig (Ganz nach dem Motto: "Macht alles platt, was fremd ist...") Aus eben diesem Grunde fasse ich die Dinger gar nicht mehr an

"Starship Troopers" ist für mich durchaus eine Ausnahme -all die Weil der ganze Fascho-Murks da schon etwas mit einem Augenzwinkern abgetan wird. (Kommt mir jedenfalls so vor...) Deshalb findet nun die Uncut-DVD doch ab und an den Weg in meinen Player.

Die Fortsetzungen kann man allerdings in der Pfeife rauchen - ich habe mir eh nur die Teile 2 und 3 angetan. Dabei hat mich bereits der zweite Film als "Direct to DVD-Release" ("Held der Föderation"), völlig kalt gelassen, obwohl Richard Burghi, als Colonel Dax, gar nicht so schlecht war.

Der 3. Teil ("Marauders) -ebenfalls gleich auf DVD- hat das bissler Potential, das evtl da gewesen wäre, mit einer bekloppten "Glaubens-Story" verballert.
Und da ist dann Casper Van Dien wieder mit von der Party. Der war ja mal in den Neunzigern so etwas wie eine Action-Hoffnung und ist dann vollends in die cineatischen Abgründe des B-Films abgetrudelt.

Was übrigens Neil Patrick Harris betrifft,....der ist mir irgendwie noch nie richtig aufgefallen - und von dem sollte man eigentlich auch kaum noch etwas erwarten.

Auf alle Fälle ist Starship Troopers ein Film, der ganz unverwechselbar die Handschrift von Paul Verhoeven trägt.

Zum Ausblick: Leicht oder nicht leicht, das ist hier die Frage. Western, in denen es um Rassismus geht, gibt es nicht unbedingt wenige.

Wenn ich deine Beschreibung richtig deute, dann sind die Initialen des deutschen Titels "D.m.n.v" und die der beiden "Hauptcharaktere" B.L. und A.H. Einer der "Nebendarsteller" hatte auch eine durchgehende Rolle in der Westernserie "Die Leute von der Shilo Ranch".

Mich irritiert nur dass du den "Helden" in Anführungsstriche setzt..
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#2 Laurin 2018-03-24 17:45
@ Friedhelm:
Bei den "Perry Rhodan Heftchen" würde ich die Kritik hin zum faschistoiden Vergleich nicht wirklich ernst nehmen. Da wurde von wenigen etwas ziemlich aufgebauscht. Der Roman von Heinlein indessen ist in dieser Richtung schon sehr bedenklich bräunlich angehaucht.

Was den Ausblick angeht, da müssen wir noch an den Initialen des deutschen Titels feilen. Und auch mit den Anfangsbuchstaben der Hauptcharaktere tue ich mich noch recht schwer bei dir. Aber vielleicht hilft es dir ja was, wenn ich den Namen Natalie Wood hier einfach mal in den Raum werfe. ;-)

Und der Held in Anführungsstrichen ... nun ja, nicht immer verhält er sich wie der typische Held mit weißer Weste, dafür treibt ihn einfach auch zu viel Hass an.
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#3 Heizer 2018-03-24 17:52
Ich tippe auch auf den Film mit „ Augen gerade „raus“ ....
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#4 Friedhelm 2018-03-24 19:02
Na, da siehste mal - die Beschreibung hätte irgendwie fast auf "Denen man nicht vergibt" passen können. Habe ich allerdings lange nicht mehr gesehen.

Nun habe ich mich praktisch selber verarscht, weil sich der Film, den du wohl meinst, sogar in meiner Sammlung befindet. Das müsste dann der mit J.W. (auch "The Duke" )sein Beim Titel des Films dürfte es sich in den Initialen dann um"D.s.F." (im Original: T. S.) handeln.

Dann stimmt es irgendwie auch mit den Anführungsstrichen. Würde sagen, dass Mr. W., da eher so etwas wie einen Antihelden darstellen soll.

Was die "Rhodan Hefte betrifft": Vor langer Zeit habe ich es mal über mich gebracht, ein paar Hefte zu lesen..(War gerade nix anderes zur Hand..). Und ich meine schon, dass ich da "not amused" war. Aber ich finde eh, dass die Dinger - wie eigentlich alle deutschen Heftromane - kaum mehr als schlecht geschriebener Trash sind.
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#5 Laurin 2018-03-25 16:35
Ja, mit den Initialen "D.s.F." und "J.W." kann ich mich sehr gut anfreunden. Und das mit dem Antihelden ist da auch nicht verkehrt in der Betrachtung. :-)

Klar, nicht alle PR-Heftchen waren damals so ganz auf der politischen Spur und irgendwo natürlich wie alle Heftserien auch irgendwo Trash (manchmal im positiven aber auch manchmal im negativen Sinne). Aber ich sehe das mal als Gesamtbild und da hatten sie mir richtig Spaß gemacht. Besonders die ersten Romane um die Venus, an deren Inhalt man dann später so unsäglich dran herum gewerkelt hatte. Natürlich war die Prägung der Verhaltensweise der Menschheit noch in der Serie ziemlich nahe am Gedankenbild der eigenen geschichtlichen Vergangenheit orientiert. Aber als "faschistoid" würde ich dies nun so nicht einfach brandmarken wollen, dass wäre schlicht zu einfach.
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#6 Andreas Decker 2018-03-25 17:21
Ich kann nachvollziehen, dass sich die FSK mit dem Film schwer getan hat. Um die Ironie zu erkennen, muss man eine gewisse Bildung mitbringen. Fehlt die, sieht er wirklich wie der feuchte Propagandatraum eines Ultrarechten aus.

Mittlerweile habe ich meine Probleme mit der Leichtigkeit, mit der den Inhalten in der SF Etiketten aufgedrückt werden. Heinlein ist nicht faschistisch, bei ihm geht es hier nicht um einen Führer oder eine Ein-Parteien-Diktatur. Er glorifiziert das Militär auf unsägliche Weise und dass Gewalt eine gute Sache ist, um seinen Scheiß durchzusetzen, aber in seiner Welt sind Demokratie und Meinungsfreiheit ja nicht abgeschafft. Das macht den Roman ja so schwierig und letztlich wie so oft in der SF so abstrus. Sein System würde genausowenig funktionieren wie, sagen wir, die Gesellschaft der Klingonen.

Heinlein ist ein schwieriger Autor, weil er so widersprüchlich ist. Einerseits so konservativ, andererseits ist er für die völlig Freiheit des Individums und Freie Liebe.

Perry Rhodan hat nichts mit Faschismus zu tun; man kann den damaligen Machern höchstens vorwerfen, dass sie keinen Gedanken daran verschwendet haben, welchen Eindruck sie mit ihrem faktischen Führerkult um den Helden erwecken. Und wenn es in den Romanen tatsächlich mal um Politik ging, war - und ist - es unsäglicher Unsinn, weil das Thema zu komplex für die Materie ist.

zitiere Friedhelm:
Was die "Rhodan Hefte betrifft": Vor langer Zeit habe ich es mal über mich gebracht, ein paar Hefte zu lesen.. Aber ich finde eh, dass die Dinger - wie eigentlich alle deutschen Heftromane - kaum mehr als schlecht geschriebener Trash sind.


Na ja, sieht man sich die Space Opera an sich an, kannst du aber 99% als Trash bezeichnen. Das Konzept von Star Wars ist deutlich geistig schlichter als die gewachsene Weltenschöpfung bei Rhodan, ganz zu schweigen von der gesamten Military-SF mit ihrer Verherrlichung. ;-)
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#7 Friedhelm 2018-03-25 18:17
Zitat:
Perry Rhodan hat nichts mit Faschismus zu tun; man kann den damaligen Machern höchstens vorwerfen, dass sie keinen Gedanken daran verschwendet haben, welchen Eindruck sie mit ihrem faktischen Führerkult um den Helden erwecken.
Naja, aber das würde dann zumindest von mangelhafter "Weitsicht" zeugen. Immerhin, als die Reihe in den Sechzigern begonnen wurde, war es mit der braunen Diktatur noch gar nicht so lange her..

Wenn also der Verlag (Pabel, oder?)auch keine hochgeistigen Romane rausbringt/brachte, so hätte man sich dort doch wenigstens einer gewissen Verantwortung der Leserschaft gegenüber bewusst sein müssen. Ein "leichter" Faschismus ist in diesen Romanen nämlich doch zu finden.
Aber vielleicht darf man da nicht alles sooo ernst sehen

Zitat:
Na ja, sieht man sich die Space Opera an sich an, kannst du aber 99% als Trash bezeichnen. Das Konzept von Star Wars ist deutlich geistig schlichter als die gewachsene Weltenschöpfung bei Rhodan, ganz zu schweigen von der gesamten Military-SF mit ihrer Verherrlichung.
Klar, "Star Wars" ist eigentlich auch nicht anderes, als banaler "SF-Märchen-Trash". Da kann man Gut und Böse bereits an der Farbe der Klamotten erkennen, und die Story ist ein alter Hut aus der Märchenkiste. Nun war wohl diese Schlichtheit auch von George Lucas so gewollt..

Und wenn man es genau nehmen möchte, dann ist eben ein Film wie "Starship Troopers" ebenfalls nicht mehr als narrativer "Military-SF-Trash", den Verhoeven durch die digitalen Effekte einfach nur veredelt hat.

Man da überall etwas finden - aber mir ging es eigentlich hauptsächlich um die deutschen Heftromane. Und wenn man jetzt meinetwegen P.R. einmal ausnehmen möchte, dann sind die wirklich gerade gut geschrieben. Und liegt ja auch an der Zeit, die ein Autor dafür hat. Meistens ist das wohl nicht mehr als eine Woche (je nach Erscheinungstermin) - das hat irgendwann der der Autor Jason Dark/aka Helmut Rellergerd (Jason Sinclair/Bastei Lübbe)
in einem Interview erklärt. War mir aber eh klar...

Als jugendlicher Bursche habe ich diese Heftchen natürlich auch gelesen habe, aber irgendwann konnte ich damit gar nichts mehr anfangen.
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#8 Laurin 2018-03-26 01:21
Zitat Andreas Decker:
Perry Rhodan hat nichts mit Faschismus zu tun; man kann den damaligen Machern höchstens vorwerfen, dass sie keinen Gedanken daran verschwendet haben, welchen Eindruck sie mit ihrem faktischen Führerkult um den Helden erwecken.
Ich schätze mal, die haben diese Form eines "Führerkult" um PR damals nicht einmal als solches wirklich wahrgenommen. Dafür wollte man einfach, wie in jeden Heftserien einen stolzen Helden präsentieren können und der steht natürlich (wie in jedem Genre) immer ganz oben am Steuerknüppel der Handlung. :lol:

Mit einem gewissen Abstand mag man das natürlich damals anders gesehen haben. Doch schauen wir uns mal die Military-SF von heute an, wo versteckt oder ganz offen Bezüge zum Dritten Reich genommen werden. Da keimt bei mir eh der Verdacht manchmal auf, dass man hier aus einem jüngeren Blickwinkel wieder nach einem Stahlgewitter ruft ... zumindest einem ganz kleinen mit einem ganz kleinen Führer ... oder wenn der nicht klein genug ist darf es auch ein kleiner Kaiser sein ... auf der Tortenspitze.

Heinlein nun als offen auftretenden Faschisten zu betrachten, ginge wohl in dem Punkt durchaus zu weit. Doch sein hart-rechts ausscherender Konservatismus zeigt durchaus im Hinblick auf den Militarismus und die Gewaltfrage faschistoide Züge.

Bei George Lucas sollte man allerdings fair bleiben. Der Mann hatte von Beginn an ein SF-Märchen kreieren wollen und da gehört etwas Trash dazu wie das Salz in der Suppe.

Zitat Friedhelm:
Man da überall etwas finden - aber mir ging es eigentlich hauptsächlich um die deutschen Heftromane. Und wenn man jetzt meinetwegen P.R. einmal ausnehmen möchte, dann sind die wirklich gerade gut geschrieben. Und liegt ja auch an der Zeit, die ein Autor dafür hat. Meistens ist das wohl nicht mehr als eine Woche (je nach Erscheinungstermin) - das hat irgendwann der der Autor Jason Dark/aka Helmut Rellergerd (Jason Sinclair/Bastei Lübbe) in einem Interview erklärt.

Gut, ich sehe mal über den "Jason" Sinclair hinweg, auch wenn Dark/Rellergerd diesen Namensausrutscher mit einigem Stolz betrachten dürfte. :D
Aber Spaß bei Seite, bei den Verlagen suchte man eh keine gehobenen literarischen Handlungen für die Heftchen und richtig schlimm wird es meistens dann, wenn der betreffende Autor mit der Serie oder dem betreffenden Genre selbst nicht wirklich etwas anzufangen wusste. Und dann kommt natürlich der gewünschte Ausstoß an Abenteuern dazu, die man in der Woche so zu Wege bringen musste, wovon Rellergerd bei John Sinclair durchaus ein Lied zu singen wusste. So etwas kratzt nicht nur manchmal an der Lesbarkeit eines Romans sondern auch mitunter am Niveau der gesamten Serie.
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#9 Friedhelm 2018-03-26 14:14
Zitat:
. Doch sein hart-rechts ausscherender Konservatismus zeigt durchaus im Hinblick auf den Militarismus und die Gewaltfrage faschistoide Züge.
Das ist nun ja nicht weniger schlimm - da "kommen wir nicht auf einen Nenner" - Faschismus bleibt für mich Faschismus. Aber ich bin in dieser Hinsicht eh ein "harter Hund"..

Zitat:
Bei George Lucas sollte man allerdings fair bleiben. Der Mann hatte von Beginn an ein SF-Märchen kreieren wollen und da gehört etwas Trash dazu
Darauf habe ich ja in meinem letzten Kommentar hingewiesen. Lucas' Intention war nicht mehr als ein "MIlchstraßen-Märchen" - und das läßt sich auch gar nicht übersehen.

Jason oder John - Namen sind ja eh "Schall und Rauch, erstrecht in diesem Bereich. :lol:

Zitat:
Und dann kommt natürlich der gewünschte Ausstoß an Abenteuern dazu, die man in der Woche so zu Wege bringen musste, wovon Rellergerd bei John Sinclair durchaus ein Lied zu singen wusste. So etwas kratzt nicht nur manchmal an der Lesbarkeit eines Romans sondern auch mitunter am Niveau der gesamten Serie.
Gehobene Literatur sieht in der Tat anders aus - und da findet sich "Perry Rhodan" gleich in dieser Ecke wieder. Wie soll denn auch ein ernsthafter Schreiberling, bei einem wöchtentlichen Erscheinungstermin, eine gute, lesbare Story abliefern; da bleibt nicht einmal Zeit für einen Lektor. Das ginge doch nur, wenn es eine Kurzgeschichte wäre - und selbst da kann man dann als Leser glatt den Glauben an die Autorenschaft verlieren.

Jedenfalls gehört SF-Murks wie eben P.R. für mich eher zur "Klein Fritzchen-Literatur".

wie bereits erwähnt: früher habe ich da auch mal zugegriffen
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