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Ein phantastischer Filmklassiker - Über Opfer und Täter: Ein Thriller mit okkultem Flair

Ein phantastischer FilmklassikerFolge 123
Über Opfer und Täter: Ein Thriller mit okkultem Flair

In dieser Reihe EIN PHANTASTISCHER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch so manche Klassiker der Phantastik tummeln. Wir werden einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. über Grusel, Science Fiction und Filmen im Grenzbereich der verschiedenen Genre bewegen werden. Auch im Film beschäftigt das Jenseits oft unsere Phantasien.

Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)
Gut der ausführliche Titel oben, eben doppelt gemoppelt auch noch mal in Deutsch übersetzt, ist nicht gerade mehr die aktuelle Version an sich. Auch die mir vorliegende DVD von Kinowelt stützt sich auf dem Cover eigentlich nur noch auf den reinen englischen Titel. Der Film ist übrigens auch keine US-Produktion, auch wenn man anhand der Besetzung und des Handlungsort im Film schnell schon einmal in diesem Punkt daneben greifen kann.

Der Film BLACK RAINBOW ist ein britischer Thriller mit so einigen Einflüssen aus dem Bereich des Okkultismus. Der Regisseur Mike Hodges, der hierbei auch das Drehbuch beigesteuert hatte, ist mir schon einmal recht positiv aufgefallen bei seiner Regiearbeit über einen Aussteiger der Irish Republican Army (IRA), gespielt von Mickey Rourke, der in London sich mit dem Mafioso und Besitzer eines Bestattungsunternehmens herum schlagen muss, weil dieser einen Priester ans Leder will, der einen Auftragsmord beobachtet hatte. Der Film wusste trotz seines mitunter sehr ruhigen Verlauf trotzdem zu überzeugen und den Spannungsbogen immer recht weit oben zu halten. Gleiches kann man hierbei auch von BLACK RAINBOW behaupten, der mit einigen netten Szenen und einer recht interessanten mystischen Geschichte zu punkten weiß.

Hinzu kommt die farbliche Auslegung des Film selbst, welche immer irgendwie etwas schmutzig und manchmal auch abstoßend wirkt. Damit unterstreicht man in BLACK RAINBOW die eher trostlosen Lebensbedingungen in manchen Kleinstädten der USA, die sonst in vielen US-Produktionen ja eher positiv verklärt in Szene gesetzt werden.

Auch das Okkulte wird hier nicht unbedingt mit Dämonen, Poltergeistern oder dem Teufel persönlich in Verbindung gebracht, bzw. ausgeschmückt. Denn das Medium Martha Travis kommt durch ihren Vater, einem recht seltsamen Wanderprediger eher sogar in einer rein göttlichen Mission daher und nimmt Kontakt mit Vertorbenen auf, die ihren Lieben halt noch etwas mitteilen wollen oder sollen. Recht daran glauben, was seine Tochter da zwischen christlichem Gesang und Geldeintreibung auf der Bühne treibt, mag dabei der Wanderprediger Walter Travis allerdings selbst nicht. Der hat es im privaten Bereich eher mit dem Alkohol und dem Glücksspiel, was er eigentlich seiner Tochter geschworen hatte, aufzugeben. Ein göttliches Händchen schien er schließlich im Spiel noch nie bewiesen zu haben.

Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)Gott und ein Medium - geht das denn überhaupt?
Oh ja, so etwas geht sogar sehr gut. Ein Medium kann schließlich nicht nur mit Verstorbenen sondern eben auch mit netteren jenseitigen Wesenheiten kommunizieren. Manche behaupten jedenfalls mit Engeln in Kontakt treten zu können. Und das Böse scheint sich bei so manchen Seancen ja die knochigen Finger auch nur zu reiben, wenn so ein Medium eher Laienhaft von einem Fettnäpfchen zum nächsten stolpert. Schließlich folgt die Strafe dann auch umgehend bei Dummheit und reiner Unkenntnis auf dem Fuße.

Mitunter ist so ein Medium aus der christlichen Lehre heraus sogar kaum wegzudenken, auch wenn man in der Bibel selbst die Bezeichnung "Medium" eher gerne umschifft. Da wäre schon mal als ein solches biblisches Highlight der gute Moses zu nennen, welcher eben als Medium die Stimme Gottes aus einem brennenden Dornbusch heraus empfangen konnte, damit er sein Volk befreien und nach Israel führt.

Die Religionsgemeinschaft der Mormonen wurde schließlich auch durch ein Medium ins Leben gerufen. Joseph Smith Jr., geboren 1805 in Sharon in Vermont (USA), behauptete schließlich Kontakt mit einer Wesenheit mit dem Namen "Mormon" gehabt zu haben, welches ihm auch das Buch Mormon übermittelte, auf welcher wiederum die besagte christliche Glaubensgemeinschaft der Mormonen basiert.

Und wie sieht das mit dem Koran aus? Auch hier haben wir ein Medium, welches man ja gerne als Mohammed anspricht. Gut, diesen spricht man lieber als Proheten an, auch wenn eben das eine das andere wahrlich nicht ausschließt. Aber Mohammed soll eben als Medium direkten Kontakt zum Erzengel Gabriel erhalten haben, welcher ihm wiederum den Koran diktiert haben soll.

Will man noch mehr über so manche Kontakte zwischen einem Medium und recht besonderen Wesen erhalten, so darf man sich locker durch alle Weltreligionen durcharbeiten, denn in allen wird man in Sachen Medium mit Sicherheit fündig werden. Da macht selbst der tibetische Buddhismus keine Ausnahme. Ich nenne da nur mal den Dalai Lama, der schließlich selbst ebenfalls als Medium angesehen wird.

Der sogenannte Mediumismus hatte seine größte Ausbreitung eigentlich zuerst in Gesellschaften, welche eher geprägt waren (bzw. auch sind) durch Viehzucht und eine starke Agrarwirtschaft. Da kommt man dann auch gerne mal mit anderen Bezeichnungen in Sachen Medium in Verbindung, wenn man dort z.B. von einem Schamanen spricht.

In den damals aufstrebenden Industriegesellschaften konnte man hingegen mit so einem Medium zuerst nicht wirklich viel anfangen. Da zählte wohl eher der Tanz um das Goldene Kalb, welches man heute auch locker mal als Profit betitelt. Aber auch das sollte sich irgendwann ändern und der Spiritismus verbreitete sich innerhalb der Industriegesellschaften, welcher wiederum eben nicht ohne ein Medium auskommt. Maßgeblich an der Verbreitung des Spiritismus mitgewirkt soll dabei der französiche Schriftsteller Allan Kardec (1804 - 1869) haben. Der Schweizer Psychater und Begründer der "Denkschule", Carl Gustav Jung (1875 - 1961) will z.B. mit der jenseitigen Wesenheit Basilides in Alexandria in Verbindung gestanden haben, welches ihm als Medium  die "sieben Belehrungen der Toten" übermittelt habe. Jung, war auch gut mit Sigmund Freud (Sigmund Schlomo Freud/1856 - 1939) befreundet, welcher aber mit Jungs parapsychologischen Phänomene nun wahrlich nichts anfangen konnte und eben diese explizit auch gerne als "Unsinn" abtat.

Doch wollen wir uns nach diesem kleinen Einblick in den Bereich "Medium" nun wieder (fasst) dem eigentlichen Film zuwenden. Doch Zeit und Raum spielen im Film dabei nochmals eine gesonderte Rolle, was den Zuschauer zuerst einmal etwas verwirren könnte.

Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)Die Frage über Raum und Zeit:
BLACK RAINBOW ist eigentlich, wenn man es ganz genau nimmt, eher ein Thriller, in dessen Handlung jedoch die okkulte Schiene sich schleichend immer weiter ausbreitet. Als Zuschauer glaubt man nämlich zu Beginn sofort zu wissen, dass der besagte Prediger mit seiner hübschen Tochter hier in ihren Auftritten eher eine perfekte Show abziehen, in der sie den gläubigen Mitmenschen einfach nur das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Das die Tochter scheinbar sogar selbst an diesen Hokuspokus glaubt, schreibt man daher als Zuschauer auch eher gleich etwas ihrer naiv wirkenden Art zu.

Ein weiterer Knackpunkt, der diese Sichtweise des Zuschauers sogar noch zu stützen scheint, taucht an dem Punkt auf, wo Martha mit scheinbar Verstorbenen Kontakt aufnimmt, die aber laut ihrer Angehörigen noch leben und eventuell gerade ihrem Beruf nachgehen. Ist diese Situation durchaus für den Zuschauer auch irgendwo schon einmal etwas gruselig, so weitet sich dabei doch ein ungutes Gefühl weiter aus, als man dann mitbekommt, dass die besagten noch lebendigen Personen, plötzlich wirklich kurz danach alle das Zeitliche segnen müssen. Grund dafür ist z.B. ein Unfall auf der Arbeitsstelle, welcher auch hätte vermieden werden können, wenn die Unternehmer hier etwas Geld in die Sicherheit ihrer Anlagen und Mitarbeiter gesteckt hätten, statt sich das Geld heimlich in die eigene Tasche zu schieben.

Auch hier muss ich mal kurz ausholen, denn laut Albert Einsteins (1879 - 1955) Theorie bilden Raum und Zeit ja durchaus eine existentielle Abhängigkeit (selbst wenn man sich in der Zeit vor oder zurück bewegen könnte/würde). Nun hatte ich vor nicht langer Zeit mal kurz in einer Sendung einen kurzen Einblick erhalten, in der Wissenschaftler den Begriff Zeit wie auch die Mathematik an sich bereits in ihrer Theorie als keine wirklich feststehende Konstante mehr betrachteten. Höchst interessant, nur leider hatte ich mich viel zu spät zugeschaltet und es daher auch erst einmal wieder recht schnell verdrängt, auch wenn sie in dieser Dokumentation wohl ordentlich auch am Denkmal von Einstein sägten. Aber mal ehrlich, wie oft nehmen wir Theorien nur deshalb als unumstößliche Erkenntnis wahr, weil man das Gegenteil nicht beweisen kann, bzw. man sich nicht einmal die Mühe macht, das betreffende Feld von einer anderen Seite her aufzurollen. Fakt ist aber auch, dass zwischen einer Theorie und einer Erkenntnis mitunter noch Welten, wenn nicht sogar ganze Universen liegen können.

Mike Hodges scheint hier eventuell unbewußt genau das getan zu haben, als er diesen Kniff in seinem Film BLACK RAINBOW einbaute, wo ein Medium Kontakt zu Verstorbenen aufnimmt, die im selben Moment allerdings noch unter den Lebenden weilen. Die Zeit ist also ein dehnbarer Begriff, aber was wäre denn, wenn Zeit eigentlich keine Rolle spielt? Das rechnen in Zeiteinheiten also nur eine Erfindung des Menschen selbst ist, um sich hier eine Maßeinheit zur Orientierung zu verschaffen, welche aber im Universum vielleicht keine wirkliche Relevanz besitzt. Denken wir mal an Schrödingers Katze, denn solange wir die Schachtel nicht öffnen, kann die Katze darin gleichzeitig als lebendig wie auch als tot gelten. Nicht viel anders verhält es sich im Film BLACK RAINBOW, da hier Martha mit Verstorbenen in Kontakt tritt, die bei der zeitlichen Festlegung allerdings nach unserem Verständnis erst kurz vor ihrem Tod stehen, ohne es jedoch zu wissen.

Nun, ich bin kein Wissenschaftler oder Theoretiker, auch will ich hier eigentlich weder bestehende Theorien anzweifeln, noch als Falsch hinstellen. Jedoch ist es interessant, sich mal von  bestehenden Theorien zu lösen um dann zu schauen, wo dies hinführen könnte. Und genau dieser Kunstkniff im Film sorgt daher auch für eine satte, gruselige Grundstimmung und die Hebung der Spannung innerhalb der Handlung. Denn gehen wir einmal davon aus, dass Zeit wirklich etwas unumstößliches im Universum ist, so nimmt hier Martha nicht nur Kontakt zu Verstorbenen auf, sondern bewegt sich medial gleichsam auch in der Zukunft, die, weil eigentlich noch nicht Realität, durchaus noch verschiedene Verläufe nehmen kann. Immer vorausgesetzt, äußere Einflüsse wirken sich veränderlich auf das Verhalten im Hier und Jetzt aus. Sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aber keine festen Größen, dann stellt sich eventuell aber auch die Frage nach veränderlichen Einflüssen nicht mehr in dieser Form. Da käme eventuell auch die Religion wieder ins Spiel, denn im Christentum hat man zwar den freien Willen und kann sich so oder so entscheiden, jedoch ändert dies niemals etwas an dem vorbestimmten Verlauf, den Gott hier festlegt, weil Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für ihn eine feststehende Einheit bilden. Anders kann man es nämlich nicht verstehen, wenn z.B. seitens der christlichen Lehre ausgesagt wird, dass Luzifer nicht gewinnen kann, weil Gott bereits seinen Sieg unumstößlich festgeschrieben hat.

Doch bevor ich jetzt mit meinen flott dahingeworfenen Gedankensprüngen unsere Freunde der Wissenschaft und Theorie sowie der Religion in eine völlige Verzweiflung stürze, wenden wir uns doch hier einfach mal der Handlung des Film selbst zu. Und den, so kann ich das hier schon einmal mit Gewissheit sagen, sollte man sich zumindest einmal angesehen haben.

Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)Sie kennt die Opfer und sie kennt ihre Mörder:
Der Wanderprediger Walter Travis zieht mit seiner hübschen und spiritistisch begabten Tochter Martha durch die Lande und bringen die stark religiösen Bewohner der Kleinstädte dazu, für ihre Veranstaltungen zu zahlen, welche sie oft auch in Kirchen abhalten. Martha ist hierbei die eigentliche Attraktion, denn sie scheint mit Verstorbenen in Kontakt treten zu können, was so manche Gläubige auch gerne nutzen möchten. Eigentlich nichts also, was in der Presse oder in sonstigen Medien eine größere Schlagzeile wert wäre.

Doch dann passiert bei einer solchen öffentlichen Sitzung in der Stadt Oakville etwas, was den Reporter Gary Wallace mehr als nur aufhorchen lässt. Denn Martha stellt für Mary Kouron den Kontakt zu einem verstorbenen Angehörigen her. Dabei schildert dieser scheinbar durch Martha jedes kleinste Detail seines gewaltsamen Todes. Doch als es darum geht, mit welchem Vertorbenen Martha Kontakt aufgenommen habe, gibt sie den Namen Tom und einige weitere sehr spezielle Beschreibungen bekannt. Allerdings ist dieser besagte Tom Kouron der Ehemann von Mary und der weilt eigentlich noch munter unter den Lebenden. Mary hält die Aussagen durch Martha daher für einen üblen Scherz, über den weder sie noch einer der anderen Anwesenden Besucher lachen mag.

Doch schon kurz danach ändert sich die Situation schnell und grundlegend, da der Chemiearbeiter Tom Kouron genau so ermordet wird, wie es Martha als Medium es "von dem angeblich Verstorbenen" kurz vorher geschildert hatte.

"Sie weiß von einer Welt jenseits des Regenbogens - Sie weiß zuviel."

(Zitat: Text von einem Goldchrest Filmplakat)

Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)Plötzlich sind die Besucher der Veranstaltung nicht mehr so gut auf den Wanderprediger und besonders auf seine Tochter Martha zu sprechen. Dafür hängt sich der Reporter Gary an das seltsame Vater-Tochter-Gespann, weil er eine riesige Story wittert, auch wenn er selbst nicht an übersinnliche Vorkommnisse und Begebenheiten so recht glauben mag.

Sie kennt den Mörder. Sie kennt den Namen des Opfers. Das einzige was sie nicht kennt ... den Ort des Verbrechens.

(Zitat: KINOWELT/DVD-Cover)

Auch Marthas Vater glaubt seiner Tochter eigentlich nicht, dass sie diese Gabe besitzt, die sie seit ihrer Geburt von ihrer verstorbenen Mutter geerbt haben will. Doch dies schien Walter Travis auch damals nicht weiter zu stören, als er mit der Gabe von Marthas Mutter den religiösen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen konnte. Sein Problem liegt eher darin, das er gerne dem Alkohol und dem Glücksspiel zuneigt, was er aber auch seiner Tochter bisher erfolgreich verschweigt. Um den Geldsegen daher nicht zu behindern, bittet er Martha, bei den nächsten Vorstellungen vorsichtiger und vor allem zurückhaltender zu verfahren.

Gary und Martha kommen sich in der nächsten Zeit dabei durchaus sehr nahe, doch die Katastrophen folgen dem Medium fasst auf den Fuß. Bald tritt sie wieder mit Verstorbenen in Kontakt, die zu diesem Zeitpunkt allerdings noch leben, kurz darauf allerdings genau auf die geschilderte Weise auf unnatürliche Weise, wie einem vermeidbaren Betriebsunfall sterben. Die gläubigen Menschen sehen in Martha bald nicht mehr das strahlende Medium, sondern eher eine gefährliche Hexe, die mit den Sterbefällen etwas zu tun haben muss. Doch Marthas Fähigkeiten und die Schlagzeilen über sie in der Zeitung machen auch die Verantwortlichen für die Sterbefälle nervös, so das sie recht bald beschließen, einen eiskalten Killer auf Martha anzusetzen, um sie zum schweigen zu bringen.

Die Frage stellt sich also recht bald eher, ob Martha und Gary eventuell noch eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft haben können, oder ob der Killer dem Medium und ihrem Vater das Lebenslicht ausblasen kann. Das Ende jedenfalls ist auch für den Reporter Gary recht bald ein schier unlösbares Mysterium.

Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)Meine Filmkritik:
Die Bilder im Film geben recht schön die Trostlosigkeit in manchen kleinen Städten der USA wieder und zerschlagen den Mythos, dass es hier jedem gelingen könne, vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden. Da dies so ist, suchen viele Menschen in der Religion ihr Heil und sind dabei auch bereit, so manchem christlich angehauchten Scharlatan die sauer verdienten Dollars in den Rachen zu werfen, wenn diese ihnen einen kleinen Streifen Hoffnung am Horizont versprechen.

Im Grunde macht dies Walter Travis nicht anders und so lässt er seine Tochter mit den Verstorbenen in Kontakt treten, um durch diesen Trick den Menschen einen kleinen Hoffnungsschimmer im Jenseits zu verkaufen. Doch das Martha eine Gabe besitzt, die selbst ihr Vater kaum vertehen kann und wohl eigentlich auch nicht verstehen will, führt dazu, das andere, kriminellere Elemente in der Indutrie dieser kleinen Gemeinden aufgeschreckt werden. Und mit denen ist wahrlich nicht gut Kirschen essen, wenn es sich um satte Gewinne handelt, für die man gerne auch mal über Leichen geht.

"Spannender, atmosphärisch dichter Thriller mit übersinnlichem Touch und großer Besetzung."

(Zitat: VideoWoche/Text auf DVD-Cover)

Mike Hodges (Regie/Drehbuch) gelingt es hier, recht schnell eine gewisse Gruselstimmung beim Zuschauer aufzubauen. Auch die Handlung des Films an sich ist recht gut durchdacht und weiß im Verlauf die Spannung kontinuierlich zu steigern.

Das Ende mag dann beim ersten hinsehen etwas den Zuschauer verwirren, ist jedoch durchaus konsequent umgesetzt, so das der Film durch ein mögliches 08/15- Ende nicht faktisch zusammenfällt wie ein Ballon, dem plötzlich die Luft entweicht. So bekommt der Zuschauer eben kein klares Bild über die weitere Zukunft des Medium Martha Travis geliefert, was eigentlich nur in einem billigen Klischee hätte enden können. Und auch ob Gary ihr in Zukunft noch einmal wirklich nahe kommen wird, bleibt hier der Fantasie der Zuschauer überlassen, welche hier gerne den Faden der Handlung nach dem Film selber aufnehmen können, um ihn in ihrem Sinne fortzuführen.

Der Film und die Handlung lebt aber auch durch das wirklich herausragende Schauspiel seiner Darsteller. Jason Robards  bringt hier den Wanderprediger, der seine Tochter ausnutzt und dem Alkohol zuspricht, geradezu perfekt und sehr glaubwürdig herüber. Aber auch Tom Hulce als Reporter Gary bringt hier überzeugend seine Figur herüber, die eigentlich bald völlig zerissen wirkt zwischen seiner rationalen Sichtweise, den Vorkommnissen, die er nicht wirklich erklären kann und seinen wachsenden Gefühlen zu Martha dem Medium selbst.

Der Film steht oder fällt dabei allerdings mit dem perfekten Schauspiel von Rosanna Arquette, die als das Medium Martha hier geradezu eine Glanzleistung bietet, vor der die meisten Kritiker den Hut ziehen mussten. Gerade mit ihrer Ausstrahlung und ihren Blicken gelingt es ihr hier einfach perfekt, dem Zuschauer an den richtigen Stellen einen kalten Schauer über den Rücken laufen zu lassen. Rosanna Arquette ist es auch, die mit ihrer Präsenz die Verkörperung eines Mediums sehr gekonnt und realistisch  für den Zuschauer herüberbringen kann. Gerade hier wäre nämlich jeder Fehler und jede Unachtsamkeit im Hinblick auf die Spannung und die Glaubwürdigkeit der Handlung tödlich gewesen.

Dem Film BLACK RAINBOW gelingt es aber auch, dem Zuschauer mitunter ein ungutes Gefühl aufzudrängen, in der man meint, eine gewisse, sich anschleichende Form von Furcht am eigenen Leib zu verspühren. Diesen Effekt beim Zuschauer kann Mike Hodges  durchaus in der gesamten Handlung umsetzen, ohne hierfür auf eindringliche Gewaltszenen oder Schockeffekte zurückgreifen zu müssen.

Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)Wer auf stimmungsvolle Mystery-Thriller steht, der sollte daher in jedem Fall zumindest einmal in den Film BLACK RAINBOW reingesehen haben.  Allerdings hat er in einer Sammlung dieser speziellen Sparte des phantastischen Films durchaus ebenfalls einen berechtigten Platz. Das man hier auch von einem Klassiker reden kann, liegt nicht nur am Alter diese Films, sondern auch zu einem gewissen Teil daran, dass man ihn bisher eher etwas stiefmütterlich im Genre behandelt hat, was dem Film selbst eben nicht gerecht wird. Von mir bekommt BLACK RAINBOW jedenfalls die vollen fünf von insgesamt fünf Sternen in der Bewertung. Und müsste ich hier die Hauptdarstellerin ebenfalls bewerten, kämen da glatt für Rosanna Arquette nochmals fünf Sterne auf den "Walk of Fame" des Zauberspiegel, weil sie mit ihrer Präsenz die Handlung eigentlich zum Großteil trägt.

Ausblick:
Zuerst sei schon einmal verraten, dass dieser Action-Streifen weitere Fortsetzungen mit dem Hauptdarsteller nach sich zog, die ebenfalls bei den Fans richtig gut eingeschlagen haben.

Aber auch das ganze Drumherum versprach damals einen Heidenspaß für Action-Fans und solche, die es noch werden wollten.

Einen Superagenten wie James Bond gibt es zwar in diesem Film nicht, aber der Cop in dieser Handlung könnte Bond durchaus locker das Wasser reichen, wenn es darum geht, einen wirklich üblen Schurken und seinen ausgesuchten Bandenmitgliedern  das eiskalte Händchen zu legen.

Für den Jugendschutz waren die mitunter etwas blutigen Szenen aber erst einmal ein Dorn im Auge. für das Kino bekam der Film daher erst einmal eine Altersfreigabe ab 18 Jahre. Auf VHS und dann auf DVD bekam der Film dann sogar die Altersfreigabe ab 16 Jahre, jedoch kamen diese Versionen dann auch gekürzt in den Verleih bzw. in den Verkauf.

Späterhin wurde der Film dann aber von der FSK neu geprüft, so das dann auch die ungekürzte Version eine Altersfreigabe von 16 Jahren erhielt, was natürlich die Fans mehr als nur begrüßen konnten.

Unser Hauptdarsteller, der diesem Cop erst sein unverwechselbares Gesicht gab, war indessen jedoch eigentlich für die Macher des Films nur die sechste Wahl gewesen. Vor ihm standen nämlich Namen wie Sylvester Stallone oder auch Richard Gere eher auf der Wunschliste. Und dann war da noch Arnold Schwarzenegger, mit dem man im Vorfeld eigentlich noch eine Fortsetzung zu einem anderen Filmprojekt drehen wollte, in der er bereits schon vor der Kamera gestanden hatte. Diese Fortsetzung lehnte er aber dann ab. Da die Fortsetzung nun ohne Schwarzenegger allerdings für die Macher nicht wirklich in Frage kam, nahm man das bereits bestehende Drehbuch, änderte so einiges um und schon hatte man den hier zu erratenden Film faktisch in der Schublade. Gut, mit dem neuen Drehbuch versuchte man auch nochmals Arnold Schwarzenegger zu ködern, was aber ebenfalls an seiner weiteren Absage scheiterte.

Der Schauspieler, der dann hier den Bösewicht in diesem Action-Klassiker spielte, ist leider 2016 verstorben. Aber so manche dürften ihn in verschiedenen anderen Rollen auch recht gerne gesehen haben, zumal er eine sehr breite Palette an Genres im Film abdecken konnte und in jedem auch wirklich für den Filmfreund gut herüber kam. Man sah ihn da also eventuell in einem recht gut gemachten Film zum Thema Liebe, konnte ihm quer durch die Galaxis folgen und auch auf einer Zauberschule fühlte er sich irgendwie sehr heimisch.

Und wenn ich jetzt nicht zu viel verraten habe, dann könnt ihr euch ja noch etwas der Sucht der Lösungssuche für dieses Filmrätsel hingeben. In diesem Sinne also, viel Spaß beim raten.
Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen (Black Rainbow)
Black Rainbow - Schwarzer Regenbogen
(Black Rainbow)
mit Rosanna Arquette, Tom Hulce, Jason Robards, Olek Krupa, Marty Terry, Ron Rosenthal, Mark joy, John Bennes, Georgia Allen, Linda Pierce, Ed Grady, Wallace Merck u.a.
Regie und Drehbuch: Mike Hodges
Produktion: George A. Walker, Geoffrey Helman, Donald S. Anderson, John Quested
Genre: Mystery/Thriller
Laufzeit: 99 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Vertrieb: Kinowelt
Großbritannien 1989

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Kommentare  

#1 Friedhelm 2018-04-21 12:07
"Black Rainbow" ist wohl -wie einiges andere- grußlos an mir vorüber gezogen. Viel fällt mir dazu also auch nicht ein - aber es wundert mich doch irgendwie, dass du in diesen Film einen Klassiker siehst.

Okay, der Streifen hat im nächsten Jahr ordentliche, 30 Jahre auf dem Buckel - aber das erfüllt -jedenfalls für mich- noch nicht so ganz den Anspruch eines Klassikers. Es zählt da ja irgendwie schon der Bekanntheitsgrad - man könnte das auch "eine gewisse Nachhaltigkeit" nennen. Und die ist hier wahrscheinlich gar nicht so gegeben. Will sagen, bei einem Klassiker "altert" das Publikum m i t dem Film. Ich z.B. trage immer noch meine Erinnerungen an den "Jaws_Hype" mit mir herum - und die rufe ich hin und wieder (in passender Gesprächsrunde) gerne mal wieder ab.
Wahrscheinlich gibt es noch viele, viele andere Gründe, die einen Film zum KLassiker "reifen lassen"
Zitat:
Das man hier auch von einem Klassiker reden kann, liegt nicht nur am Alter diese Films, sondern auch zu einem gewissen Teil daran, dass man ihn bisher eher etwas stiefmütterlich im Genre behandelt hat,
Da schreibst du es übrigens schon selber: all die Weil, die sogenannte "stiefmütterliche Behandlung" eben dazu führen m u s s t e , dass auch diesem Film halt k e i n Klassiker wurde..

Es könnte natürlich auch sein, dass "Black Rainbow" einfach mal gar nicht "das Zeug zum Klassiker hat".

Aber wahrscheinlich bin ich mal wieder z u extrem- und es steht mir auch gar nicht an "Black Rainbow" seinen Unterhaltungswert abzusprechen. So wie es aussieht, werde ich aus reiner Neugier demnächst mal da reinschauen - und sei es nur, um in dieser Hinsicht "mitreden" zu können.

Ich finde allerdings doch, dass hier der Klassiker-Status von dir zu leichtfertig vergeben wurde.

Aber, das ist ja eben n u r meine Meinung, gelle?

Ausblick:

Jo, wenn ich schon dabei bin dann sage ich einfach mal "Jippy Ya Yeah" ,Schweinebacke" Und dann auch noch ausgerechnet zu Weihnachten..
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#2 Andreas Decker 2018-04-21 12:44
Friedhelm hat mich mit der Catchphrase für nächste Woche geschlagen. Waren das noch Zeiten, als Mel Gibson noch kein geifernder Antisemit und B***e der kommende Star war, bevor er einen Scheißfilm nach dem anderen abgekurbelt hat.

Also als Klassiker würde ich "Black Rainbow" auch nicht bezeichnen. Nicht, weil ich noch nie davon gehört habe, das ist logischerweise kein Argument, sondern weil er völlig untergegangen ist. Ein Thriller von Hunderten.

Ich persönlich ziehe Patricia der Rosanna vor, aber auch das ist Geschmacksache. ;-)
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#3 Heizer 2018-04-21 13:28
Wieso jetzt Mel Gibson....?
Ich dachte eher, dass die Ausblickinformationen das Rätsel "bis aufs blutige Unterhemd" entkleidet haben.
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#4 Andreas Decker 2018-04-21 13:42
zitiere Heizer:
Wieso jetzt Mel Gibson....?


Fast dieselbe Entstehungszeit. 87 und 88.
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#5 Heizer 2018-04-21 13:56
Alles klar. Beim zweiten Lesen klingelte es.....
Ich hatte bezüglich B***e gegrübelt, welches verdeckte Schimpfwort gegen Mel hier gemeint war.
Zu weit /kurz gedacht..... :lol:
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#6 Friedhelm 2018-04-21 14:44
Zitat:
Nicht, weil ich noch nie davon gehört habe, das ist logischerweise kein Argument, sondern weil er völlig untergegangen ist. Ein Thriller von Hunderten.
Das ist so nicht ganz richtig - um einen Film zum KLassiker werden zu lassen, gehört es schon auch dazu, ihn überhaupt zu kennen. Wie könnte dieser "Anspruch"ansonsten für einen Film wie "Black Rainbow" gelten?

Du sagst es ja selber@Andreas Decker: "Black Rainbow" ist völlig untergegangen - er ist also nicht wirklich bekannt - kaum einer kennt ihn. Wer hätte ihn also...wann...zum Klassiker erheben können? Ich würde - in dieser HInsicht- außerdem einfach mal behaupten, dass ein Film nicht unbedingt zum KLassiker wird, nur weil er bereits ein paar Jahrzehnte hinter sich hat.

Schlussfrage: Wäre ein Film wie "Der weisse Hai/Jaws, 1975" zum absoluten Genre-Klassiker geworden, wenn ihn niemand -oder kaum jemand- gesehen hätte?
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#7 Harantor 2018-04-21 16:06
Ich würde den Begriff "Klassiker" nicht so hoch hängen. Es sind zu einen Konrads Klassiker zum und zum anderen: Wenn man die Reihe verfolgt hat er auch schon Filme in Augenschein genommen, wo er selbst den Status einschränkt.

Nehmt den Obertitel dieser Besprechungen einfach entspannt und in diesem Fall mal zum Anlass, ein eher unbekanntes Stück Genrefilm in Augenschein zu nehmen.
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#8 Andreas Decker 2018-04-21 18:52
zitiere Harantor:
Ich würde den Begriff "Klassiker" nicht so hoch hängen. Es sind zu einen Konrads Klassiker zum und zum anderen: Wenn man die Reihe verfolgt hat er auch schon Filme in Augenschein genommen, wo er selbst den Status einschränkt.

Nehmt den Obertitel dieser Besprechungen einfach entspannt und in diesem Fall mal zum Anlass, ein eher unbekanntes Stück Genrefilm in Augenschein zu nehmen.



Bitte nicht falsch verstehe, das sollte keine Rundumkritik sein. Der Begriff ist halt weit gefasst. Für das Programm von "Turner Classic Movies" reicht es ja schon aus, wenn der Film alt ist :-) Ist wie mit den Kultfilmen.
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#9 Laurin 2018-04-21 22:21
Ja Friedhelm, jeder mag es etwas anders sehen. Aber was soll ich dir noch antworten, wo Harantor es in seinem Post #7 eigentlich ja schon auf den Punkt gebracht hat. :-)

Und mal so herum gesagt, ich überlege eh schon, die Reihe DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER in absehbarer Zeit zu beenden um auch aktuellere Filme hier Samstags mit zu besprechen. In Sachen Klassiker bzw. alte Filme der Phantastik geht mir langsam in meiner Sammlung nämlich der Stoff aus. Was da passte, macht nämlich geschätzt nur 30 Prozent in meiner Filmsammlung aus und einige ältere/klassische Filme des Genre hatte ich vor Jahren schon mal im Zauberspiegel besprochen, so das hierzu schon Artikel vorlagen, bevor überhaupt die Idee von DER PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER geboren wurde. Also mal sehen, ob ich vielleicht sogar eine neue Reihe mache, wo dann das Wörtchen "Klassik" eh nicht mehr vorkommt. Aber ich bastle da noch an einer passenden Idee. ;-)

Nachtrag: Aber davon mal abgesehen halte ich BLACK RAINBOW trotzdem für einen leider zu Unrecht vergessenen Beitrag innerhalb der Phantastik, welcher das Prädikat "Klassiker" durchaus verdient (hätte). :-)
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#10 Friedhelm 2018-04-21 23:48
Zitat:
Also mal sehen, ob ich vielleicht sogar eine neue Reihe mache, wo dann das Wörtchen "Klassik" eh nicht mehr vorkommt. Aber ich bastle da noch an einer passenden Idee
Nur zu, ich bin gespannt darauf, und wir werden sicher mit Interesse lesen, was du dann lieferst. Ich halte mich eh für's Erste mit eigenen Beiträge zurück - und lese lieber mal, was andere (in diesem Fall "Deiner Einer") schreiben.

Und was "Black Rainbow" betrifft, da bin ich ganz bei Andreas Deckers letztem Kommentar - - und werde außerdem dem Rat/Kommentar von Harantor folgen; Recht hat er ja.
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