Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Der Kampf um Krone und Rohstoffe - »Black Panther«

Black PantherDer Kampf um Krone und Rohstoffe
»Black Panther«

Wir erinnern uns vielleicht zuerst einmal zurück an die Ereignisse aus dem Film THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR in dem der Vater von T'Challa und Herrscher von Wakanda bei einem Anschlag ums Leben kam. Genau hier setzt nämlich der Film BLACK PANTHER aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) an, denn nun kehrt T'Challa in den technisch weit fortgeschrittenen afrikanischen Staat Wakanda zurück, wo der junge Thronfolger sich auch noch gegen einen Konkurrenten im Kampf durchsetzen muss.

Black Panther

Hier befürchten zudem auch die alten Stammesführer, T'Challa könnte den gleichen Fehler auf dem Thron begehen wie sein Vater, und das Land weiter gegenüber der Welt öffnen. Für den Schutz eben dieser Staatsgeheimnisse ist zudem T'Challas alte Freundin Nakia zuständig, mit der er bald hinter eine perfide Verschwörung kommt. Denn der Grund für den sagenhaften Reichtum von Wakanda liegt in dem außerirdischen Metall mit dem Namen Vibranium. Dieses Vibranium nutzt nicht nur T'Challa für seinen Kampfanzug als Black Panther, denn auch Captain Americas Schild wurde ehemals aus diesem seltsamen Metall gefertigt, weshalb es als unzerstörbar gilt. Und genau wegen dieses Rohstoff, der ansonsten auf der gesamten Welt in Waffen verbaut großen Schaden hätte anrichten können, hatte man sich in Wakanda für die völlige Isolation entschieden.

Und auf dieses Vibranium hat es dann auch der Waffenhändler Ulysses Klaue abgesehen, welcher mit dem Ex-Soldaten Erik Killmonger nun zusammen einige Artefakte seitens Wakanda aus einem Museum stiehlt (welche eben aus Vibranium sind), um daraus neue gefährliche Waffen zu schmieden. Aber selbst Klaue ahnt nicht, dass Killmonger der Sohn von N'Jobu ist, dem jüngeren Bruder des Vaters von T'Challa. Und genau dieser N'Jobu, der auch als Spion in den USA tätig war, war damals mit der Isolationspolitik von Wakanda nicht einverstanden und setzte alles daran, den Reichtum seines Landes dafür einzusetzen, die schwarzen Menschen aus ihrer Armut und Unterdrückung durch Waffen zu befreien. Bei einer Auseinandersetzung, als T'Challas Vater T'Chaka N'Jobu in Oakland, Kalifornien aufsucht um ihn zu Rede zu stellen, wird dieser getötet. Das N'Jobu selbst damals im Jahr 1992 einen kleinen Sohn hatte, wusste T'Challa bis zu diesem Moment jedoch auch noch nicht.

Black Panther

Dieser Sohn, der sich nun Erik Killmonger nennt, tötet Ulysses Klaue und bringt dessen Leiche dem Stammesführer W'Kabi als Geschenk, wissend, das W'Kabi über T'Challa enttäuscht ist, weil dieser Klaue eben nicht ihm ausgehändigt hat. W'Kabi nämlich wollte Rache an Klaue nehmen, weil dieser dessen Eltern vor 30 Jahren ermordet hatte. Mit W'Kabis Hilfe zwingt Killmonger so T'Challa, wieder um seinen Thron zu kämpfen, worauf T'Challa, dem man hierführ die Kräfte des Black Panther genommen hat, verliert.

Nun setzt Killmonger als neuer Herrscher von Wakanda alles daran, hochentwickelte Waffen aus Vibranium an alle Schwarzen zu verteilen, die in der Welt unterdrückt werden. Um ein weltweites Blutbad zu verhindern, muss T'Challa mit Nakia und seiner Schwester Shuri, sowie dem Agenten Ross alles daran setzen, Killmongers Pläne zu vereiteln und im Kampf seinen Thron zurüchzufordern. Killmonger vernichtet hierfür die Pflanzen, deren Saft jedem die außergewöhnlichen Kräfte des Black Panther verleihen, und denen er selbst nun seine Macht verdankt, damit ihm niemand sonst entgegentreten kann. So bleibt T'Challa als Black Panther nun nur noch der Kampf auf Leben und Tod gegen Killmonger, der seinerseits nun auch über die Kräfte des Black Panther verfügt.

Black Panther

Der erste schwarze Superheld bei Marvel:
T'Challa, oder besser gesagt BLACK PANTHER war der erste schwarze Superheld des Marvel-Superhelden-Universums, den Stan Lee und Jack Kirby auf dem Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung in den USA erschaffen hatten. Damit wollte man damals der afroamerikanischen Leserschaft der Marvel Comics auch eine gegen den üblichen Superhelden-Mainstream gerichtete Identifikationsfigur schaffen.

Mit BLACK PANTHER wurde somit aber auch der so bezeichnete Afrofuturismus geschaffen, bei der sich Elemente der Science Fiction, der Fantasy, dem historischen Roman und der Afrozentrizität verbinden. Dabei kombiniert man entgegen der ansonsten eher westlich geprägten Kosmologie Anliegen und Themen der Afrikanischen Diaspora hinsichtlich einer hochtechnisierten Kultur und durch eine von der Science Fiction geprägte Sichtweise.

Vorbereitet wurde der Film BLACK PANTHER dabei durchaus von langer Hand und seit dem Film IRON MAN 2 gab es hierzu immer wieder kleine, aber feine Anspielungen in den Filmen des MCU. Sei es nun das Schild von Cap. America, welches aus Vibranium gefertigt wurde (CAPTAIN AMERICA - THE FIRST AVENGER), über eine Landkarte, vor der Nick Fury und Tony Stark stehen, auf der man auch bei genauem hinsehen das Land Wakanda erkennen kann (IRON MAN 2), oder im Film THE AVENGERS 2 - AGE OF ULTRON, wo man neben der Einführung des Schurken Klaue z.B. Bruce Banner sehen kann, der versucht, den Namen "Wakanda" richtig aussprechen zu können.

Der erste Auftritt des BLACK PANTHER erfolgte dann in THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR, wo dann Chadwick Boseman die Rolle von T'Challa/Black Panther übernahm. Ursprünglich waren für diese Rolle schon Adewale Akinnuoye Agbaje, Djimon Hounsou und Anthony Mackie vorgesehen gewesen, doch die lehnten diese Rolle ab, bekamen dann allerdings andere Rollen innerhalb der Filme des MCU. Agbaje spielte z.B. in THOR, Hounsou in GUARDIANS OF THE GALAXY und Mackie in CAPTAIN AMERICA mit. Allerdings wurde ein Film zur Comicfigur BLACK PANTHER bereits von Columbia Pictures 1990 mit Wesley Snipes in der Hauptrolle angedacht, allerdings dann aber nie umgesetzt. Somit wurde BLACK PANTHER der 18 Film des Marvel Cinematic Universe, der mit einem Einspielergebins von mehr als 700 Millionen US-Dollar dann auch in den USA auf Platz 3 der umsatzstärksten Filme aller Zeiten landete. In Deutschland schaffte es BLACK PANTHER dabei auf Platz 12 der Jahres-Charts 2018 mit 1.797.291 Kinobesuchern und einem Einspielergebnis von über 19 Millionen Euro. Dabei wird der Film auch für den Schulunterricht seitens dem Onlineportal kinofenster.de empfohlen für die Fächer Englisch, Deutsch, Gesellschaftskunde, Kunst und Politik.

Dabei sollte BLACK PANTHER eigentlich bereits im Jahre 2017 in die Kinos kommen. Jedoch entschied man sich dann um, weshalb der Film  dann den Platz mit SPIDER-MAN: HOMECOMING wechselte. In diesem Zuge wechselte dann auch der Kinostart des Film CAPTAIN MARVEL in der ursprünglich einmal angedachten MCU-Planung.

Die Liste der Auszeichnungen und Nominierungen für den Film BLACK PANTHER würden hierbei aufgelistet fasst schon einen eigenen Artikel wert sein. Deshalb verweise ich in diesem Punkt ganz einfach mal auf die WIKIPEDIA, wo diese recht hübsch aufgeführt sind. Pete Hammond von Deadline.com will hierbei allerdings auch aus der Führungsetage des Disney-Konzern erfahren haben, dass diese den Film BLACK PANTHER für die Vorauswahl der Oscarverleihung 2019 in der Kategorie "Bester Film" bewerben wollen.

Black Panther

Meine Filmkritik:
Eigentlich weiß der Film durchaus zu überzeugen. Die Handlung passt sich in das bestehende MCU durchaus ein, die Action ist vom feinsten und auch an dem gesamten Drumherum gibt es eigentlich nichts zu bemängeln.

Doch für meine persönlichen Begriffe bastelt man hier leider etwas zu viel und unbedacht mit diversen Klischees. Da gibt es dann einen Stamm der sich etwas ungesitteter verhält, aber auch ihren Führer auf dem Thron von Wakanda sehen möchte und die - man achte hier mal auf die Feinheiten - den Gorilla nicht nur als ihr Leittier betrachten, sondern sich auch äußerlich diesem Affen in gewisser Weise angleichen.

Ich will nun nicht unbedingt das harte Wort Rassismus in den Mund nehmen, denn rassistische Untertöne sollte der Film BLACK PANTHER sicherlich nicht transportieren. Aber es ist nun einmal Fakt, dass Rassisten Menschen mit dunkler Hautfarbe eben auch gerne abschätzig mit "Affen" vergleichen oder als solche beschimpfen. So sehe ich hier durchaus die Gefahr, dass man hier Wasser auch etwas auf die Mühlen kippt, denen man eigentlich hier wirklich keine Steilvorlage liefern wollte.

Und auch die spätere Rache eines Kindes gegen die eigene Familie ist so ein kleines, aber allgemeines Klischee, wo es dann auch hineinpasst, dass man frei nach der Bibel den Mord zwischen Kain und Abel etwas lockerer zu Beginn des Films auslegt.

Letzteres muss allerdings nicht unbedingt störend sein, denn innerhalb einer Filmhandlung gänzlich an jeder Klischee-Klippe vorbei zu schiffen, dürfte fasst schon eine Herkulesaufgabe darstellen, die kaum noch zu schaffen sein dürfte. Doch hätte der Film keine Überlänge aufzuweisen, um hier einige zusätzliche Wendungen in der Handlung einzufügen, so wäre der Handlungsablauf einfach zu offensichtlich gewesen, womit dann auch diese Klischees um so drastischer ins Auge gefallen wären.

Man darf dies aber jetzt hier von mir nicht als negative Kritik hinsichtlich des Films BLACK PANTHER werten, denn an sich hat mir dieser Beitrag aus dem MCU durchaus sehr gut gefallen. Was ich allerdings wirklich etwas kritisch betrachte, ist der Umstand, dass der Film BLACK PANTHER auch locker ohne das MCU für sich selbst stehen könnte. Da es sich hier ja auch nicht im eigentlichen Sinne, etwa wie bei DOCTOR STRANGE, um eine einführende Entstehungsgeschichte handelt, hätte ich mir bei BLACK PANTHER durchaus auch die eine oder andere kleine Verbindung zum restlichen MCU erwartet. Da ist die Post-Credit-Szene mit Bucky Barnes mir persönlich etwas zu wenig, denn hinsichtlich der vorausweisenden Aussage bringt diese Szene nicht wirklich mehr als etwa die Szene in THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR, wo T'Challa ja Captain America und Bucky Barnes nach den Auseinandersetzungen in Deutschland nun in Wakanda erst einmal Unterschlupf gewährt. Der Unterschied liegt nur darin, das Bucky Barnes hier wohl gerade die Folgen der Gehirnwäsche seitens der Organisation HYDRA überwunden zu haben scheint.

Black Panther

Es hätte also ein klein wenig mehr Verbindung zu den anderen Filmen geschaffen werden können. Ich vergleiche das mal mit einer Mauer aus Legosteinen. Auch die bilden eine feste Verbindung, doch irgendwie ist der Film BLACK PANTHER so wie ein leuchtend gelber Baustein unter vielen roten Legosteinen ... fest darin verbunden und doch irgendwie nicht dazugehörig.

Ich gehe in diesem Punkt einfach mal davon aus, dass auch der Winter Soldier Bucky eventuell eine Rolle im zweiten Teil der Auseinandersetzungen aus dem Avenger-Film gegen Thanos spielen dürfte. Ersichtlich wird dies aus der Post-Credit-Szene jedoch irgendwie nicht und so darf man z.B. in diesem Punkt nun eben etwas weiter rätseln.

Dafür ist des Rätsels Lösung um das eigentlich als eher selten, da nicht irdisch angesehene Vibranium, durchaus recht logisch und interessant gelöst worden.

Der Film BLACK PANTHER ist ansonsten allerdings bei allen kleinen Stellen, an denen ich mal etwas rummäkeln wollte (man gönnt sich ja sonst nichts) ein wahrer Augenschmaus an Bildern, Landschaften und Farben. Die Action-Szenen sind vom feinsten und auch die Massenauseinandersetzungen fügen sich hier recht plausibel und nachvollziehbar ein. Also wie gehabt beim MCU ist auch BLACK PANTHER ein sehenswerter Popcorn-Blockbuster, den man sich nicht entgehen lassen sollte und der mir persönlich locker gute vier von insgesamt fünf gezogene Krallen als Bewertung wert ist.

Eine Empfehlung zum ansehen kann ich also ebenso mal locker aussprechen mit dem Zusatz, zurücklehen, etwas dabei knabbern und Spaß haben bis der Arzt kommt und euch die Fernbedienung eures Fernsehers wegnimmt.

Black PantherBlack Panther
(Blaack Panther)
mit Chadwick Boseman, Lupita Nyong'o, Letitia Wright, Angela Bassett, Michael B. Jordan, Winston Duke, Daniel Kaluuya, Danai Jekesai Gurira, Forest Whitaker, Martin Freeman, Sterling K. Brown, Florence Kasumba, Andy Serkis, Trevor Noah, Sydelle Noel, John Kani, Atandwa Kani, Shaunette Renee Wilson, David S. Lee, Alexis Louder, Isaac de Bankole u.a.
Regie: Ryan Coogler
Drehbuch: Ryan Coogler, Joe Robert Cole
Produktion: Kevin Feige
Musik: Kendrick Lamar, Ludwig Göransson
Genre: Action/Fantasy/SciFi
Laufzeit: 129 Minuten (DVD)
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Marvel Studios/Walt Disney
USA 2018




Kommentare  

#1 Friedhelm 2019-01-19 16:53
Okay, es gibt hier und da eine "leichte" Klischee-Einlage", aber mir hat "Black Panther" sogar besser gefallen, als alle bisherigen Superhelden-Movies davor.

Und wie du bereits erwähnt hast, könnte der Film durchaus für sich stehen. "Black Panther" ist für alle ein Vergnügen, die neben dem typischen Superhelden-Touch und einer leicht bondesken Actionstory auch gerne mal einen Plot mit Aussage vertragen..
Zitieren
#2 Laurin 2019-01-19 17:23
Der Film ist recht spaßig, wobei ich ihn gegenüber anderen Filmen des MCU allerdings eher im Mittelfeld ansiedeln würde. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Mir fehlt da eher ein klarer Bezug zu den anderen Filmen des MCU.

Und du weißt doch, kein Film kommt völlig an gewissen Klischees vorbei. Egal wie sehr man sich auch bemüht. Also bin ich den Machern in dem Punkt auch nicht wirklich böse. ;-)
Zitieren
#3 Advok 2019-01-21 18:16
Ich bin ja ein großer MCU-Fan; auch Black Panther hat mir ausgezeichnet gefallen.

Allerdings: Im Vorfeld war der "Hype" so groß -
diese aufgebauschte Erwartungshaltung konnte der Film dann doch nicht erfüllen. Er muss den Vergleich mit den anderen MCU-Filmen nicht scheuen (und mit anderer Superheldenfilme sowieso nicht), aber er war nun auch nicht so herausstechend, wie in fast jeder Kritik zu lesen.
(Ich warte immer auf die Blu Ray, so dass ich immer einige Monate Wartezeit habe ...)

Die Einspielergebnisse sprechen für sich - er scheint wirklich den Nerv vieler Fans getroffen zu haben. Mir persönlich hat Ant-Man mit ein wenig "Kleiner" in der Handlung besser gefallen; die letzten Filme im MCU waren dann doch insgesamt sehr bombastisch.
Zitieren
#4 Laurin 2019-01-22 17:35
@ Advok:
Da gebe ich dir völlig recht. Auch mir hatte zuletzt "Ant-Man and the Wasp" etwas besser gefallen. Besonders diese "bombastischen" Massenszenen sind ja irgendwie wohl verdammt angesagt, aber manchmal ist weniger durchaus mehr. ;-)
Zitieren
#5 Advok 2019-01-22 19:19
Naja, die Massenszenen mag ich durchaus. Aber gerade deswegen sticht Ant-Man heraus und kann dennoch überzeugen.
Eine Kritik ist mir noch eingefallen: Immer sind irgendwelche Familienmitglieder beteiligt - sei es als Bösewicht, sei es als zu rettende Person.
Oder der Papa der Freundin.

Der schlechte Einfluss der Skywalker-Family ist einfach überall.
Zitieren
#6 Des Romero 2019-01-23 07:23
Zitat:
Da gibt es dann einen Stamm der sich etwas ungesitteter verhält, aber auch ihren Führer auf dem Thron von Wakanda sehen möchte und die - man achte hier mal auf die Feinheiten - den Gorilla nicht nur als ihr Leittier betrachten, sondern sich auch äußerlich diesem Affen in gewisser Weise angleichen. Ich will nun nicht unbedingt das harte Wort Rassismus in den Mund nehmen, denn rassistische Untertöne sollte der Film BLACK PANTHER sicherlich nicht transportieren. Aber es ist nun einmal Fakt, dass Rassisten Menschen mit dunkler Hautfarbe eben auch gerne abschätzig mit "Affen" vergleichen oder als solche beschimpfen. So sehe ich hier durchaus die Gefahr, dass man hier Wasser auch etwas auf die Mühlen kippt, denen man eigentlich hier wirklich keine Steilvorlage liefern wollte.
Den Film habe ich zwar noch nicht gesehen, aber die Sache mit dem Gorilla-Kult kommt in ähnlicher Form auch in den Comics vor (AVENGERS 62, März 1969). Dort hat M'Baku während T'Challas Abwesenheit den Thron Wakandas eingenommen und will den Panther-Kult durch den verbotenen Gorilla-Kult ersetzen. Als T'Challa mit den Avengers nach Wakanda kommt, versucht M'Baku, die Macht an sich zu reißen.

Man muss natürlich auch sehen, dass schwarze Panther und Gorillas in den afrikanischen Bergen und Regenwäldern ihre Heimat haben. Eine Identifikation mit diesen Tieren, auch aufgrund ihrer Schnelligkeit bzw. Stärke, ist naheliegend.
Wenn Rassisten vor diesem Hintergrund ihre Ansichten befeuert sehen, ist das nun mal so. Ihre Gesinnung hätte sich auch nicht geändert, hätte man auf derlei Bezüge im Film/Comic verzichtet.
Zitieren
#7 Laurin 2019-01-23 17:32
@ Advok:
Ob man diesen "schlechten Einfluss" nun generell der "Skywalker-Family" anlasten kann, wage ich ein wenig zu bezweifeln. Denn auch schon in den 70er Jahren war dies in den Comics bei Marvel durchaus üblich. Zum Beispiel wurde Spider-Mans Tante May mehr als einmal in die unmittelbare Gefahrenzone mit hineingezogen und ein Freund von Peter Parker (und Osborns Sohn) wurde später zum Gegner als Green Goblin. Die Liste ließe sich hier locker verlängern. ;-)

@ Des Romero:
Zitat:
"Wenn Rassisten vor diesem Hintergrund ihre Ansichten befeuert sehen, ist das nun mal so. Ihre Gesinnung hätte sich auch nicht geändert, hätte man auf derlei Bezüge im Film/Comic verzichtet."
Da hast du eigentlich auch wieder recht. Deren Gesinnung ist halt in diesem Bereich der Hetze recht simpel gestrickt und sie hätten wohl für ihr Hetzgeschrei schnell andere üble Vergleiche bei der Hand gehabt. Aber als bekennender Antifaschist ist mir dies leider gleich irgendwie ins Auge gesprungen.
Zitieren
#8 Advok 2019-01-23 23:12
#7: Laurin:
Sorry, ich habe den Klugscheissermodus angeworfen: Natürlich kann man es der Skywalker-Family anlasten. Star Wars ist ein Märchen und spielt lange vor unserer Zeit! :-)

Spaß beiseite: bei den alten Comics habe ich überhaupt keinen Überblick. Habs schon öfter probiert, einzusteigen, bin aber immer am Buchhandel gescheitert: Viele Nr. 1 unterschiedlicher Serien.

Gibt es da einen Überblick - einen guten Einstiegszeitpunkt und dann eine Chronologie der Comics.

Apropo Comic - Frage an die Allgemeinheit:
Gibt es zu Nick eine Lesereihenfolge?
Kann es sein, dass Comics grundsätzlich alleine vom Erscheinungsmodus komplizierter gehalten sind als Heftromane oder Buchserien?
Zitieren
#9 Laurin 2019-01-24 09:30
Zitat Advok:
"Spaß beiseite: bei den alten Comics habe ich überhaupt keinen Überblick. Habs schon öfter probiert, einzusteigen, bin aber immer am Buchhandel gescheitert: Viele Nr. 1 unterschiedlicher Serien."

Oh, da kann ich eigentlich schlecht etwas sagen, denn ich gehe da eigentlich immer von den damaligen Williams-Comics aus den 70ern aus, bei denen ich bis auf die Serien THOR und HULK eigentlich richtig zugeschlagen hatte.

Und zu NICK kann ich da auch nichts sagen, da nie gelesen. Ich zog mir damals in dem Punkt eher PERRY RHODAN IM BILD bzw. PERRY rein.
Zitieren

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.
Mehr Infos Ok