Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Horror und Expressionismus rund um Berlin - »German Angst«

German AngstHorror und Expressionismus rund um Berlin
»German Angst«

Stellen sie sich mal vor, sie stehen plötzlich in einer heruntergekommenen Wohnung irgendwo in Berlin. Vor ihnen sitzt ein recht junges, nicht gerade üppig bekleidetes Mädchen und streichelt ihr Meerschweinchen. Sie erklärt ihnen, dass diese Tiere es eigentlich nicht mögen, gestreichelt zu werden. Dann schnappt sie sich eine Geflügelschere und schneidet ihrem Vater den Penis ab, während sie weiter über die Kastration des Meerschweinchens redet.

Danach packt sie ihren Koffer, verlässt die Wohnung jedoch nicht, bevor sie ihren Vater grausam zerstückelt hat. Doch entspricht das gerade gesehene wirklich der Realität?

German AngstGerman Angst...
...heißt der deutsche Horror-Independentfilm, der in drei verschiedenen Episoden so richtig in die blutige Grütze packt und mitunter einen recht verstörten Zuschauer zurücklässt. Gut, ich gehöre ja zu den Menschen, die der festen Meinung sind, dass Deutsche sich extrem schwer tun, einen vernünftigen Horrorfilm überhaupt auf die Beine zu stellen. In Sachen Gore-Szenen muss ich hier aber durchaus mal ein Lob aussprechen.

Aber die oben beschreibene erste Episode hat mich auch gleich wieder etwas darin bestätigt, das die Deutschen Filmemacher in Sachen Horror kein wirklich glückliches Händchen haben. Insgesamt besteht GERMAN ANGST ja aus drei Episodenfilmen und gleich der erste von diesen drei eigentlich unabhängig voneinander stehenden Filmchen fängt da eher auch erst einmal sehr ruhig und irgendwie abgeklärt an. Blut gibt es dabei durchaus genug und was da passiert, dürfte für manche durchaus der Horror sein. Doch diese Episode mit dem Titel FINAL GIRL will mir da nicht so recht hineinpassen.

Denn eigentlich sehe ich hier eine recht eindeutige wie dominierende gesellschaftskritische Komponente, in der es um sexuellen Missbrauch an Minderjährigen und deren Rachegedanken an ihrem Peiniger geht, welcher oftmals auch noch aus der eigenen Familie stammt. Die Informationen hierzu bekommen wir verschachtelt eigentlich auch gleich geliefert, wenn wir über die vorlieben oder eben auch Abneigungen über Meerschweinchen informiert werden.

In dem Sinne ist die Episode FINAL GIRL nicht schlecht gemacht und legt auch irgendwie den Finger so richtig ekelig in die betreffende Wunde. Als wirklichen Genrebeitrag macht es mir jedoch der Beitrag FINAL GIRL doch recht schwer, als solcher auch angesehen zu werden. Mit zweieinhalb von insgesamt fünf Punkten als Bewertung liegt der Beitrag FINAL GIRL daher auch leider direkt bei mir auf der roten Linie der Mittelmäßigkeit.

Es mag hier als kurze Hintergrundinformation gestattet sein, dass die drei Episoden von GERMAN ANGST laut Aussage auf damalige, reale Nachrichtenmeldungen basieren, die allerdings von den drei Regisseuren Jörg Buttgereit, Michal Kosakowski und Andreas Marschall recht locker hier interpretiert wurden. Die Episode FINAL GIRL stammt übrigens hierbei von Jörg Buttgereit.

German AngstMake a Wish:
Unter diesem Titel kommt dann auch der zweite Episodenfilm von Michal Kosakowski daher und präsentiert uns ein junges, polinisches Paar, bei dem beide taubstumm sind. Während sie verliebt durch eine verlassene Industriehalle wandern, schenkt er ihr einen roten Talisman und erklärt ihr per Zeichensprache dessen Magie, welche ehemals seine Großmutter vor den Nazis gerettet hatte. Die schlachten nämlich vor ihren Augen die gesamte Familie ab.

In diesem Moment vertauscht sich in der Uniform der Komandeur der Nazi-Truppe sich mit ihrem Vater, der dann auch alle anderen Nazis tötet und so dann das Leben seiner Tochter retten kann.

Diese Magie könnte sich in der Realzeit eventuell wiederholen, denn plötzlich wird das junge Paar von Neonazis entdeckt und grausam bis aufs Blut misshandelt. Da nimmt die junge Frau den Talisman an sich und wünscht sich ebenfalls einen solchen Körpertausch, damit ihr Partner sie vor diesen Neonazis schützen kann. Der Film wechselt dann wieder zurück zur damaligen Zeit und den Vorkommnissen mit den SS-Mördern. Statt der eigentlichen Magie töten die Nazis hier auch den Vater des Mädchens und lassen das Mädchen (und spätere Großmutter des polnischen Mannes) geschockt aber lebend zurück. Und auch in der Gegenwart wird der Freund des Opfers mit Benzin übergossen und angezündet, während die Neonazis die junge und schwer verletzte Frau sterbend zurücklassen. Den Talsiman nehmen sie jedoch mit.

MAKE A WISH bietet uns einige Neonazis, die allerdings nicht nur äußerst brutal gegen ein polnisches Paar vorgehen, sondern irgendwie auch etwas überdreht daher kommen, als hätten sie zu viele üble Drogen eingeworfen. Nimmt man die Rückblenden hinzu, dann fragt man sich allerdings auch als Zuschauer recht bald, was nun wirklich real ist und was eben nicht.

Dies bezieht sich besonders auf den Talisman und seiner scheinbaren Magie. Ich kann es hier für mich persönlich drehen und wenden wie ich will, aber ließ mich FINAL GIRL eher abgeklärt und recht wenig überrascht zurück, so spaltet der Beitrag MAKE A WISH hier etwas. Die Episode hat durchaus ihre Gore-Elemente, die mich als Zuschauer an die Handlung fesselten. Andererseits weiß man am Ende einfach nicht wirklich, was man innerhalb der besagten Handlung nun als Realität und was nur als Phantasie betrachten soll. So dominiert leider mit dem Verlauf der Handlung eher die Verwirrung statt die Spannung. Horror ... in einer gewissen Form durchaus ... allerdings irgendwie weit weg von einer wirklich düsteren Stimmung. Mit einmal kräftig durchatmen und einem Augenzwinkern kann ich dem Beitrag MAKE A WISH daher gerade noch drei von insgesamt fünf Punkten als Bewertung zugestehen.

German AngstAlraune...
...heißt der dritte und letzte Beitrag aus GERMAN ANGST und stammt von Andreas Marschall. Dieser Beitrag dürfte wohl auch mit den meisten der eh schon recht knappen Finanzen umgesetzt worden sein. Denn GERMAN ANGST wurde zum Teil auch über Kickstarter.com finanziert. So dauerte auch die Realisierung des Filmprojekt GERMAN ANGST knapp zwei Jahre, bis man das passende Budget wohl beisammen hatte.

In ALRAUNE stürtzt sich der Szenefotograf Eden in das Nachtleben von Berlin, nachdem er von seiner Freundin Maya verlassen wurde. Hier trifft er dabei in einem Techno-Club auf die junge Kira, die ihn gleich mit ihrer aggressiven erotischen Ausstrahlung schier um den Verstand bringt. Daher folgt er ihr auch in einen recht subtilen privaten Club, versteckt in einer Villa.

Um hier Mitglied zu werden, muss Eden dem dortigen Gastgeber bedingungslos Folge leisten. So muss sich Eden auf einem Tisch anketten und die Augen verbinden lassen, bevor man ihm etwas verabreicht, welches aus der Alraune gewonnen wird und jeden in einen ungeahnten sexuellen Rausch versetzt.

Eden wird direkt süchtig nach diesem Trank, doch in der folgenden Zeit bleibt Kira diesem Club bald fern. Als Eden sie hierzu zur Rede stellt, gibt sie ihm den Rat, beim nächsten mal die vorgeschriebene Augenbinde abzulegen. Diesen Ratschlag befolgt Eden dann auch und sieht, wie ein Art Monster ihm gerade den Bauch zerkratzt. Geschockt sucht er wieder Kira auf, die nach einem gescheiterten Selbstmordversuch zugedröhnt mit Tabletten in der Badewanne liegt. Eden versucht zwar Kira zu retten, doch die tötet sich dann mit einer Scherbe selbst.

German AngstImmer noch süchtig nach dem Saft der Alraune taucht plötzlich auch noch seine Ex-Freundin Maya wieder auf, um sich mit ihm zu versöhnen. Schon bald schlafen Eden und Maya miteinander. Doch hierbei bekommt Eden durch die Droge der Alraune einen heftigen "Flashback". Als er dann am nächsten Morgen wieder aufwacht, muss er feststellen, dass er Maya in seinem Rausch wohl erwürgt hat.

Der Roman ALRAUNE: DIE GESCHICHTE EINES LEBENDEN WESENS von Hans Heinz Ewers, den man damals auch als die deutsche Antwort auf Edgar Alan Poe betrachtete, hat übrigens als Verfilmung schon eine gewisse Tradition. So wurde die Geschichte in Deutschland schon mehrmals verfilmt (1918, 1919, 1928, 1930 und 1952). Hierbei dürfte allerdings diese Verfilmung seitens Andreas Marschall wohl die sexuell explizite Version von Ewers Geschichte sein.

Rundherum wusste der Beitrag ALRAUNE allerdings auch am besten für mich zu gefallen, auch wenn man selbst hier mit dem Prädikat "Spannung" eigentlich recht sparsam umgehen sollte. Dies mag zum einen daran liegen, dass die Umsetzung dieses Beitrag wohl finanziell das meiste vom eher recht schmalen Budget seitens GERMAN ANGST verschlungen haben dürfte, Marschall allerdings im gleichen Stil seiner Regisseur-Freunde diesen Beitrag umgesetzt hatte. Nun sollte man daher auch hier die Messlatte nun nicht zu hoch hängen, denn ALRAUNE hat innerhalb der Handlung durchaus die eine oder andere Länge aufzubieten. Doch wusste er gegenüber den ersten beiden Beiträgen zumindest bei mir am besten zu gefallen, was ihm dann auch wohlwollende vier von insgesamt fünf Punkte als Bewertung bei mir sicherte.

German AngstÜber Klischees und No-Kino:
Unsere drei wackeren Regisseure veruchten mit GERMAN ANGST der Tradition des Genre-Kinos der 1920er und 1930er Jahre nahe zu kommen und schauten hierbei auch in Richtung der expressionistischen Werke seitens Fritz Lang oder Friedrich Wilhelm Murnau. Dabei ließen sich die drei Regisseure zur Realisierung ihrer filmischen Beiträge jeweils den größtmöglichen Freiraum.

Zum anderen hatte man sich vorgenommen, bei den drei Episoden möglichst auf jegliche Klischees aus dem Genre zu verzichten. Ob dies nun wirklich gelungen ist, darüber sollte sich jeder selbst ein eigenes Bild machen. Für mich ist dies allerdings nur recht bedingt als wirklich gelungen anzusehen.

Die Premiere feierte GERMAN ANGST in einem recht kleinen Kino auf dem Internationalen Film Festival in Rotterdam im Januar 2015. In Deutschland wurde der Film dann im März 2015 auf den Fantasy Filmfest Nights zum erstenmal in Deutschland selbst gezeigt und im April 2015 dann noch während eines Kinoabends der Splatterday Night Fever in Saarbrücken. Es folgten dann noch weitere Aufführungen während einiger Festivals, wie beispielsweise auf dem Sydney Film Festival.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     
German AngstGERMAN ANGST und die Jugendfreigabe:
In die deutschen Kinos schaffte es GERMAN ANGST es indessen nie, auch wenn der Film von der Kritik überwiegend gelobt wurde.  So sah das Horror-Magazin VIRUS in GERMAN ANGST sowohl einen "außergewöhnlichen" wie aber auch "unbequemen Horror-Meilenstein". Das Genre-Magazin GEEK hingegen sah in GERMAN ANGST nur einen "bedingt gelungenen" Episodenfilm, wobei man auch hier insbesondere die Episode ALRAUNE hervorhob, während die vorherigen zwei Episodenfilme als "weniger packend" beurteilt werden.

Im Mai 2015 erschien der Film GERMAN ANGST in Deutschland dann gleich als DVD bzw. BD beim Label Pierrot le Fou. Wegen der expliziten Gewaltdarstellungen, die besonders Gore-Fans erfreuen dürften, kam man in Sachen Freigabe und diverse Schnitte in diesem Bereich allerdings wohl etwas ins rudern. Letztendlich wurde aber die Filmantologie GERMAN ANGST nach einem Berufungsverfahren ohne Schnitte seitens der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft mit der Einstufung "Keine Jugendfreigabe"  (FSK 18) freigegeben.

German AngstMeine Filmkritik:
GERMAN ANGST machte es mir ehrlich gesagt ein wenig schwer. Mitunter gelingt es ihm, mich durch bestimmte Szenen durchaus zu packen und bei der Stange zu halten. Dabei ist allerdings die Bezeichnung als "spannend" kein wirklich ausschlaggebender Faktor.

Andererseits merkt man ihm hier natürlich mal wieder an, dass man es hier mit einer typisch deutschen Produktion zu tun hat, denn bei aller Liebe hat man in Deutschland schon seit sehr vielen Jahren kein wirkliches Fingerspitzengefühl in Sachen Horrorfilm und Handlungsverlauf mehr gehabt. Deshalb dürfte die Referenz an klassische Größen des phantastischen Film wie etwa Friedrich Wilhelm Murnau oder Fritz Lang nur sehr bedingt gelungen sein. Dafür beschleicht mich bei einigen Szenen der Eindruck, dass hier eher der frühere, sogenannte "Neue Deutsche Film" seine Einflüsse hat spielen lassen. Denn bei nicht wenigen Szenen fallen mir gleich Namen wie Volker Schlöndorff oder Rainer Werner Fassbinder ein, dessen filmische Machart für mich nicht unbedingt immer ein Blickfang war. Besonders stark kam mir dieser Eindruck bei der Episode FINAL GIRL. Aber auch die Episode MAKE A WISH zeigt mir persönlich in diesem Punkt einige (recht unschöne) Einflüsse.

Dies mag auch mit ein Grund sein, warum alle drei Episoden nicht wirklich mit einem guten bzw. hohen Spannungsbogen bei mir aufwarten konnten. Viel eher hielt mich bei GERMAN ANGST  bei der Stange, dass diese Genre-Beiträge wie seltene Paradiesvögel wirkten, die man am Ende aber nicht wirklich gesichert einordnen kann.

Ein hervorstechendes Bindeglied bei allen drei Episoden ist natürlich die Tatsache, das Berlin bei jeder Episode einen Dreh- und Angelpunkt bildet. Aber auch der Nationalsozialismus, Rechtsextremismus als auch der Missbrauch von Minderjährigen und der Drogenkonsum scheinen hier eine gehobenere Bedeutung zu spielen. Also Dinge, die durchaus real in unserer Gesellschaft für Schlagzeilen sorgen. Und wie es leider oft bei deutschen Genre-Beiträgen so ist, wissen nur die wenigsten Darstellerinnen und Darsteller dabei überhaupt zu überzeugen. Da hilft es auch wenig, dass die drei Regisseure in den Episoden jeweils einen Cameoauftritt hingelegt hatten.

Ich persönlich muss hier leider auch feststellen, dass der Film GERMAN ANGST, wenn man ihn gerade in Sachen Gewaltdarstellungen beschnitten hätte, viel von seiner eigenen und eher seltenen Faszination verloren hätte. Trotzdem kommt der Film eigentlich nicht über ein einfaches Mittelmaß hinaus, würde hier nicht als letzte Episode die moderne Umsetzung von ALRAUNE des Schriftstellers Hanns Heinz Ewers das filmische Gesamtwerk etwas heben. Deshalb komme ich auch in meiner Gesamtbewertung nicht wirklich über drei von insgesamt fünf Punkten als Bewertung hinaus. Dafür fehlt mir auch einfach dieses typische Gefühl, welches mich bei einem guten Horrorfilm beschleicht, hier gänzlich.

German AngstGerman Angst
Zusatztitel: Three German Tales of Love, Sex and Death in Berlin
mit Kristina Kostiv, Lola Gave, Annika Strauss, Rüdiger Kuhlbrodt, Daniel Faust, Milton Welsh, Matthan Harris, Andreas Pape, Martina Schöne-Radunski, Desiree Giorgetti, Axel Horst, Ludo Vici u.a.
Regie: Jörg Buttgereit, Michal Kosakowski, Andreas Marschall
Drehbuch: Jörg Buttgereit, Andreas Marschall, Goran Mimica, Michal Kosakowski
Produktion: Michal Kosakowski
Musik: Fabio Amuri
Genre: Horror/Gore
Laufzeit: 107 Minuten
DVD/FSK: 18 Jahre
Vertrieb: Pierrot le Fou
Deutschland 2015



Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.
Mehr Infos Ok