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Hoch lebe der König - »Godzilla 2: King of the Monsters«

Godzilla 2: King of the Monsters Hoch lebe der König
»Godzilla 2: King of the Monsters«

Dass es gewaltige Monster gibt, wusste man bei der Organisation MONARCH ja schon länger. Schließlich gibt es auf einer einsamen Insel ja den Riesenaffen Kong. Und dann war da ja noch Godzilla, der bei seinem Kampf gegen die Mutos bereits einmal die Welt in Angst und Schrecken versetzt hatte. Dies liegt nun einige Jahre in der Vergangenheit und die Menschheit lebt seit dem in Angst vor möglichen weiteren "Titanen", wie man diese gewaltigen Monster getauft hat.

Godzilla 2: King of the MonstersAls Godzilla vor Jahren eine Millionenstadt quasi in Schutt und Asche legte, bezog durch eine besondere Strahlung, die von den Titanen ausgeht, nicht nur die Natur selbst zügig die Trümmer mit neuem Leben, sondern hierbei starb auch der kleine Sohn von Dr. Stanton und Dr. Emma Russell. Alles was ihnen blieb, war ihre gemeinsame Tochter Madison.

Während Dr. Stanton Godzilla die alleinige Schuld gibt, scheint jedoch seine Frau Emma einen völlig anderen Weg gedanklich zu beschreiten. Schnell keimt in ihr die Hoffnung, dass man durch die Erweckung der weltweiten Titanen den Planeten retten könnte. Schließlich erobert die Natur rasend schnell die Gebiete für sich zurück, in denen so ein Titan gewütet hatte. Das damit aber die Menschheit Gefahr läuft, in die Steinzeit zurückversetzt zu werden, scheint Dr. Emma Russell nicht wirklich zu stören. Also baut sie Jahre später eine Apparatur mit dem Namen ORCA, welches Kommunikationssignale von Titanen simulieren kann. Dabei war ORCA die Erfindung von Dr. Stanton, der das Originalgerät jedoch für zu gefährlich hielt und es wieder zerstörte.

Gemeinsam mit ihrer Tochter Madison arbeitet Dr. Emma Russell daher bei MONRACH, wo man das Monster Mothra erweckt, welches sich noch im Larvenstadium befindet. Als der erste Test mit ORCA misslingt, kommt es fasst zu einem gefährlichen Zwischenfall. Doch Emma gelingt es, die Signale von ORCA so zu manipulieren, um Mothra doch noch zu beruhigen. Genau in diesem Augenblick dringt der Ökoterrorist Alan Jonah mit seinen Männern in die Basis von MONARCH ein, tötet alle Anwesenden und entführt Dr. Emma Russell und ihre Tochter Madison.

Die Mitgleider von MONARCH kämpfen nun an zwei Fronten, denn zum einen wollen sie die Entführten wieder befreien und ORCA wieder den Händen der Terroristen enreißen und andererseits läuft die Organisation Gefahr, zwangsweise unter die ständige Kontrolle der US-Regierung zu gelangen und damit ihre Forschungshoheit über die weltweit entdeckten Titanen zu verlieren, die man seitens der Regierung auch im Zweifelsfall wohl gleich lieber vernichten würde, um Gefahren gegenüber der Menschheit ausschließen zu können.

Godzilla 2: King of the MonstersNiemand ahnt indessen, das Dr. Emma Russell gemeinsame Sache mit dem Ökoterroristen Jonah macht, um den Planeten vor der zerstörerischen Zivilisation der Menschen zu retten. Nur ihre Tochter Madison fühlt sich in diesen Kreisen und mit deren Zielen nicht wirklich wohl, in die sich ihre Mutter begeben hat. Die haben längst eine weitere Station von MONARCH gekapert, wo sie einen weiteren Titanen aus dem ewigen Eis erwecken wollen. Bei diesem sogenannten "Monster Zero" handelt es sich um den dreiköpfigen Drachen King Ghidorah. Als Ghidorah erwacht, scheint alles aus dem Ruder zu laufen, bis plötzlich Godzilla erscheint und sofort den Kampf mit Ghidorah aufnimmt.

Dabei kommt allerdings auch Dr. Graham von MONARCH ums Leben, der gemeinsam mit anderen der Organisation samt Dr. Stanton eingetroffen war, um die Erweckung von King Ghidorah noch verhindern zu können.  Aber es gelingt Ghidorah auch, Godzilla im Kampf zu besiegen, worauf dieser danach fliegend die Arktis verlässt. Die Ökoterroristen samt Dr. Emma Russell wollen nun auf der ganzen Welt die Titanen erwecken, wie in Mexiko, wo aus einem bisher gesicherten Vulkan der gewaltige Flugsaurier Rodan erwacht, der sich gleich mit der Luftwaffe anlegt und wohl kaum Überlebende hinterlassen will.

Godzilla 2: King of the MonstersDa es aber auch zu einem weiteren Zweikampf zwischen Godzilla und Ghidorah kommt, setzt die US-Regierung nun eine neuartige Waffe ein, die im Umkreis von 2 Meilen alles Leben vernichtet. Beide Monster befinden sich bei dem Einsatz dieser Waffe unter Wasser. Doch während danach die Vitalwerte von Godzilla immer schwächer werden, bis das man glaubt, er sei durch die neue Waffe getötet worden, kann Ghidorah dem Wasser unversehrt entsteigen und übernimmt sogar die Kontrolle über weltweit alle Titanen, die nun überall eine Schneise der völligen Zerstörung nach sich ziehen.

Erst jetzt bemerkt man, das Ghidorah diese Welt völlig zerstören will, denn dieser Titan stammt nicht von dieser Erde, sondern ist einstmals aus den Weiten des Weltraum hierher gelangt. Nun dämmert es auch Dr. Emma Russell, aber auch Dr. Stanton und den anderen der Organisation MONARCH, dass eine Koexistenz zwischen Titanen und Menschen nur mit Godzilla, aber nie mit Ghidorah möglich sein wird. Doch der scheint durch die Waffe getötet worden zu sein, hatte sich aber wohl vor seinem Ableben noch unter Wasser in einen Hohlraum der Erde zurückziehen können (womit man auch gleich im Film die Theorie der Hohlerde beweist). Doch dann taucht plötzlich Mothra nach dem schlüpfen aus ihrer Verpuppung wieder auf. Die Riesenmotte scheint eine seltsame Verbindung zu Godzilla zu haben, von dem man nun plötzlich auch wieder sehr schwache Lebenszeichen empfängt. Um Godzilla jedoch wieder wirklich ins Leben zurückzurufen und damit er sich auch gestärkt Ghidorah entgegenstellen kann, benötigt es der Zündung eines Atomsprengkopf. Dies erfordert jedoch ein selbstloses Opfer, welches Dr. Ishiro Serizawa auf sich nehmen will, um Godzilla zurück ins Leben und zur ungeahnten Stärke zu verhelfen. Aber auch die junge Medison hat sich inzwischen von ihrer Mutter und den Terroristen abgesetzt und versucht mit dem ORCA-Gerät ihrerseits die völlige Vernichtung der Menschheit durch Ghidorah abzuwenden. Doch dies zieht eben auch direkt die Aufmerksankeit des Alien-Drachen Ghidorah auf den Standort von Madison.

Godzilla 2: King of the MonstersZumindest besser als der erste US-Godzilla-Film:
Nein, ich meine hierbei nicht den filmischen Godzilla-Totalschaden in den Kinos seitens Roland Emmerich von 1998, über den wir hier besser mal gleich das Tuch des Schweigens ausbreiten. Vielmehr meinte ich den ersten Film dieses eigenen neuen US-Monster-Universums in den Kinos mit dem schlichten Titel GODZILLA aus dem Jahre 2014.

Dieser Film krankte schlicht nicht an den Kämpfen der Monster, sondern daran, dass man hiervon eigentlich recht wenig geliefert bekam, betrachtet auf die Gesamtspieldauer des Films. Denn nicht gerade wenig Zeit schluckten die Schauspieler mit ihren jeweiligen Rollen und die offensichtliche ausufernde US-Militärshow, die man im Film so übertrieben dargestellt eigentlich benötigte wie eine Warze am Hintern. Der eigentliche "Held", nämlich Godzilla selbst, war da in der Gesamthandlung eher nur ein Lichtblick statt der wirkliche Star.

Beim nächsten Film KONG: SKULL ISLAND von 2017, der ja ebenfalls zu diesem US-Monster-Universum gehört, schien man aus diesem Fehler gelernt zu haben, denn hier stimmte irgendwie die Mischung (wenn man mal von der Rolle von Samuel L. Jackson als militärischen Irren, Lieutenand Colonel Packard abieht) und der Riesenaffe King Kong bekam als zentrales Monster die Aufmerksamkeit, die ihm schließlich auch im Film zustand.

Und wie sah es nun aus bei GODZILLA II.: KING OF THE MONSTERS? Ja, wenn Godzilla aufkreuzt, dann geht es schon ordentlich zur Sache und auch King Ghidorah war genau so, wie ihn sich das Herz eines Godzilla-Fan nicht besser hätte vorstellen können. Auch die feurige Flugechse Rodan sah hier endlich mal wirklich gefährlich aus. Etwas schwach auf der Brust schnitt die riesenmotte Mothra ab (da sie im Film eher die dritte Geige spielte) und so manche anderen "Titanen" kamen nur eben mal kurz ins Bild. So einen Aufmarsch der Monster bekamen die Japaner damals in ihren Filmen zumindest schon mal besser hin, auch wenn da viel in Gummianzügen bzw. an Fäden ablief. Doch will ich mich hier nicht beschweren, denn mit der neuen Technik am Computer ist jedes aufeinandertreffen von Godzilla mit Ghidorah geradezu ein perfekter Augenschmaus. Störend wirkten sich dagegen eher all die vielen Schauspieler aus, die jegliche Spannung dann in ihren ausufernden Szenen förmlich einzureißen schienen.

Diese Kritik stammt übrigens nicht alleine von mir. Da gibt es einige andere Filmkritiken zum neuen Godzilla-Film, die dies ebenso sehen wie ich. Hier nur mal zwei entsprechende Zitate:

Co-Autor Michael Dougherty hat seinen "Godzilla 2" nämlich  nicht nur mit Monstern vollgestopft, sondern auch mit (viel zu vielen) menschlichen Darstellern, die vornehmlich nichtssagende bis nervige Dinge tun und die hochhaushohen Stars aus dem Computer so immer wieder unnötig ausbremsen.

(Christoph Petersen in FILMSTARTS)

oder schauen wir mal bei der Filmkritik von MOVIEPILOT nach:

Was bleibt, ist der Eindruck: Die Menschen stören. Und das stört den ganzen Film. [...] Viel zu häufig hält sich Godzilla 2: King of the Monsters in Schaltzentralen und Hinterzimmern auf. Hier starren Menschen  auf Bildschirme und treffen Entscheidungen, während sie entgeisterte und zerissene Gesichtsausdrücke zur Schau stellen. Spannend würde ich das nicht nennen.

(Esther Stroh in MOVIEPILOT)

Wer hier die ganzen Rezensionen lesen möchte, muss eigentlich nur mal den Filmtitel bei Google als Suchbegriff eingeben. Und so unrecht haben diese Filmkritiker eben nicht, die der Action der Monster in diesem Blockbuster ansonsten durchweg sehr viel abgewinnen konnten.

Godzilla 2: King of the MonstersDie wirklich wenigen Gags, die der Film durch die Schauspieler in die Handlung bringen, wirken wenn, dann allerdings auch noch recht deplaziert und ziemlich schwach auf der Brust. Und ist der Film am Ende angelangt (aber Vorsicht, nicht zu schnell ausschalten, denn es kommt noch eine wichtige Post-Credit-Szene), dann erinnert man sich eigentlich nicht einmal mehr an das Gesicht von Bradley Whitford, und der hatte schließlich die Rolle als Dr. Stanton gespielt. Oder nehmen wir nur mal die Figuren Dr. Vivienne Graham, Dr. Ilene Chan bzw. Dr. Ling Chen. Hat bei den letzten zwei Namen überhaupt jemand wirklich bemerkt, dass hier die Schauspielerin Ziyi Zhang in GODZILLA 2 zwei verschiedene Rollen gespielt hatte? Und selbst Ken Watanabe bleibt hier wirklich nur im Gedächtnis des Zuschauers haften, weil er sich mit dem Atomsprengkopf für Godzilla selbst in die Luft sprengt.

Aber auch die ganzen Fragen, warum sich Dr. Stanton und Dr. Emma Russell sich als Ehepaar so weit entfernt hatten (gefühlsmäßig und partnerschaftlich), interessiert den Zuschauer eigentlich, wenn überhaupt, nur eher am Rande. Das da sehr viele Gesichter einfach irgendwie auch wieder recht schnell beim Zuschauer verblassen, liegt dabei durchaus auch an den Darstellerinnen Vera Farmiga und Millie Bobby Brown, die recht schnell mit ihrem darstellerischen Talent den gesamten Film dominieren. Und wenn es um die viel zu vielen Menschlein (also Darsteller im Film) geht, hätte man über den Daumen gepeilt die Hälfte auch locker gleich nach Hause schicken können und damit eine Menge Gage gespart gehabt.

Wirklich die Herzen der Fans schlagen wohl dann erst wieder hoch, wenn  Monster wie Ghidorah und Godzilla aufeinander treffen und dem Film GODZILLA 2 den richtigen, brachialen Schwung verpassen, den man sich als Zuschauer ja auch erhofft hatte. Nur geht es dann plötzlich wieder einmal in eine Schaltzentrale einer weiteren Basis (oder an einen anderen Ort), wo man dann von vielen Darstellerinnen und Darstellern mit Dialogen erneut zugedröhnt wird, auf die man auch mitunter locker hätte verzichten können. Das bremst leider nicht nur das Tempo, sondern auch die Spannung in GODZILLA 2 immer wieder richtig aus. Zumindest hat man manchmal das Gefühl, man habe hier plötzlich kein so richtiges Vertrauen mehr in einige gut und länger gedrehte Monster-Action-Szenen gehabt. Man sollte sich hinsichtlich der Regie, dem Drehbuch und der Produktion daher schon einmal bewußt werden, wer in solchen Filmen die wirklichen Stars sind, die die Fans hier sehen möchten. Natürlich kommt auch so ein Monsterfilm nicht ohne ein paar "normale" Darstellerinnen und Darsteller aus, denn der Zuschauer möchte sich ja auch gerne mit bestimmten Figuren identifizieren können. Jedoch sollte man sich hierbei auf das wesentliche im Film beschränken und nicht die wichtigsten Szenen - nämlich die mit den beliebten Monstern - durch zu viele (menschliche) Nebenfiguren, zu langatmige Szenen und zu vielen sinnfreien Dialogen ständig in Sachen Spannung und Action auszubremsen.

Godzilla 2: King of the MonstersMeine Filmkritik:
Damit man mich hier nun nicht falsch versteht. GODZILLA 2 hat mir inhaltlich um Längen besser gefallen als der Erstlingsfilm der Reihe mit dem Titel GODZILLA, wo man zudem noch den Fehler machte, den Film so zu gestalten, als hätte man hier aus versehen einige Werbefilme der US-Streitkräfte eingebaut um ordentlich Zeit zu schinden. So ganz nebenbei würgte man daneben bei GODZILLA von 2014 ebenfalls in Sachen sinnfreie Dialoge und zu vielen menschlichen Nebenschauplätzen den Spannungsbogen und die Monster-Action zwischenzeitlich immer wieder förmlich ab.

Bei KONG: SKULL ISLAND von 2017 hatte man hier dagegen eine recht positive Mischung gefunden, auch wenn man hier mit aller Gewalt mit der Rolle von Samuel L. Jackson unbedingt eine Art Kapitän Ahab des Militärs einbauen musste, der unbedingt seinen weißen Wal erlegen will und so leider eher zum Störfaktor im Film mutierte.

Aber wenn es dann in naher Zukunft um den Kampf King Kong gegen Godzilla geht, dann sollte man besser schon ein erträgliches Maß finden, wenn es um die menschliche Seite, der Menge an Besetzung von Rollen und sinnlose (oder besser gesagt dann sinnreiche) Dialoge geht.

GODZILLA II.: KING OF THE MONSTERS ist schon wegen der rasanten Monster-Action ein klarer Filmgenuß, den man sich eigentlich nicht entgehen lassen sollte. Er ist daher auch um Längen besser als GODZILLA aus dem Jahre 2014, aber auch er hat eben so seine Makel.

Bei einer Spielzeit von 132 Minuten (BD) hätte man den Film auch locker um mindestens 32 Minuten zu Lasten der reinen menschlichen Szenen kürzen können. Dies hätte zumindest dem Spannungsbogen wirklich gut getan. So muss ich allerdings kritisieren, dass der Film sich durch solche Szenen mit viel zu vielen Darstellern  und zum Teil unsinnigen Dialogen immer wieder selbst ausgebremst hat. Andererseits kann man dies bei GODZILLA II.: KING OF THE MONSTERS irgendwo auch wieder verzeihen, denn wenn die Monster aufeinandertreffen, dann wird man für diese Fehler seitens Regie, Drehbuch und Produktion ja doch irgendwie wieder blendent entschädigt.

Die positiven und eben auch die negativen Seiten gegeneinander aufgewogen, komme ich bei GODZILLA II.: KING OF THE MONSTERS  daher auf einen guten Schnitt von immer noch 4 von insgesamt 5 Sternen in der Höchstbewertung. Da reißen die wirklich perfekt umgesetzten, animierten Szenen mit den Monstern wie Godzilla, Ghidora aber auch dem recht positiv umgesetzten Rodan vieles positiv heraus. Wären die allerdings nicht so gut ausgefallen, dann wage ich hier aber nicht darüber nachzudenken, wie der Film dann bei mir abgeschnitten hätte. Aber rein auf die Monster-Action und die damit verbunden genialen Bilder ausgerichtet, kann ich hier sogar eine Empfehlung aussprechen, sich den Film unbedingt mal anzusehen (wenn nicht sogar als Fan der einstigen Asien-Monster-Echse zuzulegen).

Godzilla 2: King of the MonstersGodzilla II.: King of the Monsters
(Godzilla II.: King of the Monsters)
mit Millie Bobby Brown, Vera Farmiga, Bradley Whitford, Charles Dance, Ken Watanabe, Ziyi Zhang, Sally Hawkins, O'Shea Jackson Jr., Thomas Middleditch, Elizabeth Ludlow, Randall P. Havens, David Strathairn, Natalie Pero, CCH Pounder u.a.
Regie: Michael Dougherty
Drehbuch: Michael Dougherty, Zach Shilds, Max Borenstein
Produktion: Jon Jashni, Alex Garcia, Thomas Tull
Musik: Bear McCreary
Genre: Fantasy/Action/SciFi
Spielzeit: 132 Minuten (BD)
DVD/FSK: 12 Jahre
Extras: Geheime Monarch-Basen, Monster Mythologie, Willkommen im Monsterversum, Godzilla 2.0 u.m.
Vertrieb: Warner Bros. Home Video
USA 2019

Kommentare  

#1 Friedhelm 2019-11-30 18:12
Au ja, "Godzilla", das ist zugleich auch eine willkommene Erinnerung an meinen Beitrag "Monster aus dem All", den ich ja eigentlich schon längst für meine ZS-Reihe "Back to the Seventies" fertiggestellt haben wollte. Ich denke, dass ich damit das Jahr 2019 abschliessen werde...

was nun "Godzilla II" betrifft: zum einen war ich von der wirklich grandiosen "Monsteraction" richtig geflasht - zum anderen kann ich mich immer noch nicht richtig mit dem "Godzi-Design" anfreunden. In meinem Kopf sieht er immer noch so aus wie zu Tohos besseren Zeiten. Aber nu, was die Lauflänge betrifft, da pflichte ich dir erstmal bei - "Godzi II" ist einfach viel zu lang, da hätten 90 Minuten durchaus gereicht. Ansich ist der Plot ein bisserl gaga - unter anderem finde ich tatsächlich die Motivation für das Handeln Dr. Russels/Vera Famiga völlig blödsinnig - zumal ihr klar sein müsste, dass das Wüten der Monster den Planeten in Schutt und Asche legen würde. Überhaupt ist einem das Schicksal der menschlichen Darsteller fast schon egal, denn wie in den guten, alten Zeiten, erwarten "Kaiju-Nostalgiker (wie ich einer bin - und du wohl auch, gelle?) den ultimativen "Kampf der Giganten". Un da kann man wirklich nicht meckern. Richtig gut fand ich auch die musikalische Verbeugung vor Akira Ifukube, Tohos Scoremeister..

Leider habe ich den Abspann im Kino nicht abgewartet - da muss ich wohl doch noch irgendwann an die DVD/Bluray ran..
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#2 Laurin 2019-11-30 23:55
@ Friedhelm:
Ach, die Spielzeit von GODZILLA 2 ist schon irgendwie angemessen, nur hätte man da vieles rausnehmen können, was dem Fan eigentlich am Popöchen vorbei marschiert und dafür mehr Action seitens der Monster reinpacken können. Da wäre eigentlich dann noch Platz genug gewesen, um Mothra und Rodan etwas mehr Raum zur Entfaltung zu geben. Und ja, die Monster-Action hatte mich auch geflasht gehabt und das Godzi-Design nehme ich mal gerne so hin. Alles ist da jedenfalls besser als das Design, welches Roland Emmerich damals verbrochen hatte.

Und ja, mittlerweile sollte man den Abspann nicht mehr unbeobachtet lassen, seit die Marvel-Verfilmungen die Post-Credit-Szenen so richtig in Mode gebracht haben. Finde ich auch nicht mal schlecht. Ich hatte das früher nämlich gehasst, wenn der Abspann kaum angelaufen war und alles raste wie wild aus dem Kino, als läge draußen auf der Straße Bargeld in Massen rum.

Übrigens muss man hier auch mal lobend erwähnen, dass hier Rodan zum ersten mal wirklich richtig gefährlich aussieht. Das hatten die früher bei Toho nicht so hinbekommen. ;-)
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#3 AARN MUNRO 2019-12-02 13:45
Godzillchen kann doch nicht immer gleich aussehen. Das muss man eben mal hinnehmen.
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#4 Friedhelm 2019-12-02 15:42
Zitat:
Godzillchen kann doch nicht immer gleich aussehen. Das muss man eben mal hinnehmen.
Das Godzi-Design hat sich ja auch bei Toho immer wieder verändert. Das war dann oft gewöhnungsbdürfitg schrottig. Wenn ich da an "Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn/Gojira No Mosuko, 1967" denke - oder an "King Kong - Dämonen aus dem Weltall/Gojira vs. Megalon, 1973" , muss ich mich immer noch schütteln

Auf letzteren werde ich meinem eigenen Beitrag, demnächst noch zu sprechen kommen. Dazu gibt es dann auch noch eine kleine "Godzilla-History". Das heisst, wenn ich denn mal soweit komme..." :-*

Übrigens hat man das Vieh ja in Godzilla II auch wieder leicht "modifiziert"..
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#5 Laurin 2019-12-03 18:49
@ AARN MUNRO:
Nun ja, einige Anpassungen hatten die Japaner bei Godzilla ja auch vorgenommen. Nur sollte man nicht so weit daneben greifen, wie es Roland Emmerich in seinem Film verbrochen hatte. Da reagieren die Japaner dann nämlich nicht gerade nett drauf. Das hatte schon was von Majestätsbeleidigung. ;-)
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#6 Friedhelm 2019-12-03 23:13
Zitat:
Nur sollte man nicht so weit daneben greifen, wie es Roland Emmerich in seinem Film verbrochen hatte. Da reagieren die Japaner dann nämlich nicht gerade nett drauf.
So ganz richtig ist das auch nicht -Emmerich und Dean Devlin bekamen das Okay der Toho-Bosse ja gerade deshalb, weil man dort mit ihrem "Godzilla-Design" einverstanden war. Wäre das in deren Augen eine Beleidigung ihres ikonischen "Hausmonsters" gewesen, dann hätte aus Emmerichs Projekt garantiert nichts werden können.
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#7 Laurin 2019-12-04 09:24
@ Friedhelm:
Da solltest du nicht von ein paar wenigen Bossen seitens Toho ausgehen. Der Aufschrei kam nämlich seitens der japanischen Zuschauer und danach waren auch die Toho-Bosse erst einmal wieder ziemlich angepisst über die Emmerich-Version, die ja nun wirklich missraten war. ;-)
Da blieb es also bei der Majestätsbeleidigung. :lol:
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#8 Friedhelm 2019-12-04 14:24
Ich würde dir ja zustimmen, aber....

ich denke, dass das man bei Toho genau darauf achten wollte, was andere Macher (hier Emmerich) mit ihrem "Hausmonster" so anstellen. Es muss bedacht werden, dass Godzilla im "Land der aufgehenden Sonne" eine unantastbare, "nationale Ikone darstellt." Für die Japaner ist/war Godzi nicht nur "Man in Suit"- sondern tatsächlich etwas, dass sie ernst nehmen/nahmen.Und dann sollte die Toho-Reihe zu diesem Zeitpunkt eigentlich eh abgeschlossen werden - deshalb bekam Emmerich "grünes Licht" für seine Version. Nun sah das japanische Publikum die Sache halt etwas anders, das ist richtig. Die Bosse mussten darauf reagieren und beschlossen deshalb, ihren Godzilla wieder zu reanimieren.

Emmerichs angedachte Fortsetzungen waren schon nach kurzer Zeit, begrüssenswerter Weise, auch gar kein Thema mehr.

But, so what - es gibt wie immer diverse, anderslautende Infos dazu - und ich will, was diese betrifft, hier auch gar nicht auf den Wahrheitsghalt der meinen bestehen... :-* ;-)
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#9 Laurin 2019-12-04 16:33
@ Friedhelm:
Ist ja auch nicht weiter schlimm. Hauptsache Emmerich hat - was eventuelle Fortsetzungen betraf - das Handtuch geworfen. Denn was er abgeliefert hatte war mehr JURASSIC PARK als GODZILLA und selbst das noch nicht einmal wirklich gut.
Dagegen ist GODZILLA II. - KING OF THE MONSTERS wirklich Gold wert.
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#10 Friedhelm 2019-12-04 17:37
Zitat:
Denn was er abgeliefert hatte war mehr JURASSIC PARK als GODZILLA und selbst das noch nicht einmal wirklich gut.
Ich habe mich damals gefragt, was Emmerich sich dabei überhaupt gedacht hat. Das Monster selber hatte gar keinen typischen "Creature-Charme" - es sah einfach nur lächerlich aus. Naja, und die menschlichenDarsteller waren auch nicht gerade der Bringer. Abgesehen davon, dass in einem richtigen Godzi-Movie, die Menschen eh nur Staffage sind.
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#11 Laurin 2019-12-05 12:30
@ Friedhelm:
Nun ja, die Schauspieler fand ich bei Emmerichs Filmchen nicht mal schlecht gewählt, nur liegt bei einem Godzilla-Film der Schwerpunkt eben nicht auf den Schauspielern.
Und das Creature-Design hatte im Prinzip nichts mit "Godzilla" zu tun. Da hatte Emmerich für meine Begriffe nur den Namen benutzt um dann aber sein eigenes Ding zu machen. Quasi also ein Zugpferd (der Name) um die Leute ins Kino zu locken.
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#12 Friedhelm 2019-12-05 14:54
@Laurin: in "Godilla- Final Wars" taucht der "Pseudo-Godzi ja auch kurz auf - da war er für die Japaner einfach nur "Zilla",...

:cry:
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#13 Laurin 2019-12-05 17:31
@ Friedhelm:
Stimmt, "Zilla" durfte ja in dem Film GODZILLA - FINAL WARS von 2004 in Sydney rumtrampeln. :D
Okey ... so kann man sich auch nachträglich rächen. :-*
Sagt das doch irgendwie eventuell auch aus, das dieser (US-) "Zilla" eben nicht der echte Godzilla ist.
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