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Klassenfahrt mit Hindernissen - »Spider-Man: Far From Home«

Spider-Man: Far From Home Klassenfahrt mit Hindernissen
»Spider-Man: Far From Home«

Peter Parker geht auf Klassenfahrt durch Europa und hat seinerseits beschlossen, sein Superhelden-Kostüm im Schrank zu belassen. Schließlich steht wichtigeres an, denn er würde nun gerne erst einmal das Herz von Klassenkameradin Michelle "MJ" Jones für sich gewinnen. Andererseits liegen ihm auch immer noch die Ereignisse seit dem "Infinity-Vorfall" in den Knochen, denn hier starb schließlich im Kampf gegen Thanos auch sein Mentor Iron Man/Tony Stark.

Spider-Man: Far From HomeSo ganz hatte er hier aber wohl die Rechnung ohne seine Tante May gemacht, die ihn in seiner Heldenrolle fördert und somit ihm auch gleich mal sein Kostüm mit eingepackt hatte.

In Venedig angekommen, könnte er zumindest durch MJ mal auf andere Gedanken kommen, doch dies bleibt wohl eher ein schöner Traum. Denn kaum da, greift ein gewaltiges Wassermonster die Stadt an. Hierbei handelt es sich um eines der Titanen, die man als "Elementals" (jeweils ein Monster für das jeweilige Element Wasser, Luft, Erde und Feuer) bezeichnet. Und als Peter dann ohne Kostüm erst einmal versucht, MJ und seine anderen Klassenkammeraden vor diesem Wesen in Sicherheit zu bringen, taucht auch noch ein neuer Superheld namens "Mysterio" auf, der bereits an einem anderen Ort der Welt einen der Elementals vernichtet hatte.

Mysterio wiederum soll von einer anderen Erde des Multiuniversums stammen, wo die Elementals jedoch seine Erde vernichtet hatten. Nun schickt er sich an, zumindest diese Erde von Peter Parker vor ihnen zu retten. Aber auch Nick Fury und Maria Hill sind vor Ort und arbeiten mit Mysterio zusammen, um die Welt zu retten.

Peter freundet sich auch recht schnell mit Quentin Beck an, der im Kostüm als Mysterio die Elementals bekämpft. Gleichsam ist es Nick Fury, der Peter die Brille von Tony Stark überreicht. Die hat es aber in sich, denn mit ihr hat er direkten und uneingeschränkten Zugriff auf alle Datenbanken von Stark-Industries durch die künstliche Intelligenz E.D.I.T.H., welche durch die Brille im direkten Kontakt mit Peter tritt. Fury würde Peter als Spider-Man auch liebend gerne gemeinsam mit Mysterio im Einsatz gegen die Bedrohung durch die verbliebenen Elementals sehen, da Tony Stark ihn schließlich zum Avenger gemacht hatte.

Doch Peter sieht darin eher eine Bürde. Ist er doch selbst der Meinung, dass ihm die Schuhe eines Avengers und Nachfolgers von Iron Man einfach zu groß sind. Schließlich ist er ein Teenager und sich seiner Fähigkeiten immer noch nicht wirklich voll bewusst. Denn eigentlich sieht er sich mehr als die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, die sich mit eher normalen Ganoven anlegt. Also überreicht er bei einem privateren Treffen Mysterio diese Brille und gibt ihm durch eine Bestätigung gegenüber E.D.I.T.H. alle Zugriffsrechte.

Doch da hat er die Rechnung wohl ohne Nick Fury gemacht, der nun ordentlich in das Programm der Klassenfahrt eingreift und diese so in Europa umleitet (z.B. n die Tschechische Republik nach Prag), so das er als Spider-Man ebenfalls an den Kämpfen gegen die verbliebenen Elementals teilnehmen muss. Und damit niemand von seinen Mitschülern auf die Idee kommt, unter ihnen könnte sich Spider-Man befinden, reicht Fury ihm auch gleich ein farblich abgewandeltes Kostüm (in schwarz) nach. Doch MJ scheint seinem Geheimnis trotzdem langsam auf die Schliche zu kommen.

Doch Peter Parker ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass die Elementals eigentlich nicht wirklich existieren. Vielmehr sind sie lebendig wirkende Hologramme, in Aktion versetzt durch bewaffnete, fliegende Drohnen, die von Mysterio und seiner Gang aus Leuten in Szene gesetzt werden, die früher einmal bei Tony Stark gearbeitet hatten, dort ihren Job allerdings verloren.

Mysterio selbst ist ein Blender, der sich so der Welt als neuer Held präsentieren will, während er dabei eigentlich aber konsequent seine eigenen kriminellen Pläne verfolgt. Als Peter dahinter kommt, scheint er keine reale Chance gegen Mysterio zu haben, denn der kämpft mit Illusionen, so das Spider-Man eigentlich nicht mehr zwischen Täuschung und Realität unterscheiden kann. Und zudem hat Mysterio und seine Gang Zugriff auf alle Einrichtungen von Stark-Industries. Allerdings ist Mysterio auch klar, das er keine unliebsamen Mitwisser gebrauchen kann. So steht plötzlich nicht nur Peter Parkers Leben, sondern auch das von Nick Fury, Maria Hill und auch von MJ (die mittlerweile weiß, das Peter Spider-Man ist) und seinen Mitschülern und Lehrern auf dem Spiel.

Nach einem Anschlag von Mysterio auf Spider-Man landet letzterer in den Niederlanden, und damit weit weg von MJ oder Nick Fury, die mittlerweile in Berlin weilen. Also holt Peter sich Hilfe seitens Happy Hogan, der sich wohl auch heimlich in Tante May verliebt hat. Nun liegt es ganz an Peter, sich diesem gefährlichen und scheinbar übermächtigen Gegner zu stellen. Und hierfür muss erst einmal ein völlig neues Kostüm her, mit dem Spider-Man sich in den Kampf stürzen kann um MJ vor dem skrupellosen Mysterio zu retten. Und der setzt bereits gengen seine Mitschüler und Nick Fury eine gewaltige Armee von gefährlichen Drohnen ein, da er durch Peter Parker ja auch den Zugriff auf einen geheimen Sateliten von Stark-Industries besitzt. Die Finale Schlacht kann also beginnen, in der sich Spider-Man auch als ein wahres Mitglied der Avengers selbst beweisen muss.

Spider-Man: Far From HomeEin Held, ein neuer Gegner und zwei Handlungsebenen:
Natürlich bekommt man auch in SIDER-MAN: FAR FROM HOME wieder jede Menge Spezialeffekte, spritzige Action aber auch ausreichend Humor geboten. Und natürlich gibt es im Film auch eine kleine Verbeugung vor den nun schmerzlich fehlenden Helden wie Iron Man, Captain America oder Vision. Besonders bei Tony Stark/Iron Man trägt man hier dick auf. Denn fasst überall in Europa scheint der Superheld in der Rüstung von glühenden Fans auf Hauswänden überlebensgroß verewigt worden zu sein.

Die erste Hälfte geht die Action allerdings noch ruhig an, denn in der Hauptseite steht hier Peter Parker und seine Gefühle für MJ, die in den Filmen mit Tom Holland als Spider-Man ja nicht mehr (wie auch in den Comics und früheren Verfilmungen) Mary Jane Watson, sondern Michelle Jones heißt. Auch hieran, wie auch an der veränderten Entstehungsgeschichte von Spider-Man, dem Tony Stark ja bereits als Mentor zur Seite gestellt wurde, merkt man, wie weit sich in diesem Punkt das MCU von der ursprünglichen Comic-Legende bereits unterscheidet.

Aber auch das Peter Parker mit dem Erbe hadert, welches ihm durch den Tod von Tony Stark/Iron Man scheinbar zugefallen ist, wird in der ersten Hälfte sehr deutlich thematisiert.

Erst in der zweiten Hälfte des Films geht es dann so richtig in die Vollen, wenn es um die Action geht. Langeweile kommt jedoch zu keinem Augenblick wirklich auf und auch für eine Menge Humor ist wieder reichlich gesorgt. Sei es in dem Fall, wenn Nick Fury Peters besten Freund mal eben mit einer Betäubungspistole in den plötzlichen Schlaf befördert, oder wenn man sieht, wie Happy Hogan langsam versucht, zarte Bande zu Peters Tante May zu knüpfen und wie Peter darauf reagiert. Oder nehmen wir die Niederländer im Knast, wo Peter plötzlich aufwacht (diese Szene ist wirklich irgendwie putzig).

ACHTUNG: Wer jetzt hinsichtlich der Mid-Credit-Szene und Post-Credit-Szene im Film nicht ein wenig gespoilert werden will, sollte den nächsten Absatz besser beim lesen überspringen:

Der rote Faden in SPIDER-MAN: FAR FROM HOME bildet jedoch die Frage, was in einer so technisierten Welt wie unserer eigentlich noch Realität und was schlicht Fake ist. Diese Frage zieht sich auch durch bis über die Mid-Credit-Szene und die dann noch folgende Post-Credit-Szene innerhalb des gesamten Abspann. Denn in der Mid-Credit-Szene läuft plötzlich eine Berichterstattung, in der J.J. Jamson mit scheinbar gefälschtem Bildmaterial Spider-Man/Peter Parker als Mörder des Helden Mysterio beschuldigt. Und in der Post-Credit-Szene sehen wir, das Nick Fury und Maria Hill eigentlich zwei Gestaltwandler der Skrull waren, während der echte Nick Fury irgendwo im Weltraum aufhält.

Hier wird also die Frage des Vertrauens intensiv über den gesamten Film aufgegriffen. Kann man den offiziellen Nachrichten noch trauen, oder kann man überhaupt noch seinen eigenen Augen trauen? Wo beginnt der offensichtliche Fake und damit die Lüge, und wo befindet sich noch die Realität und die Wahrheit? Aber auch, wer ist wirklich ein Freund und wer verbirgt sich nur hinter einer scheinbar freundlichen Fassade? Dies sind durchaus auch in den USA heute gewichtige Fragen, wo man den US-Präsidenten bei offensichtlichen Lügen regelmäßig ertappt, während der einfach alles als Fake-News betitelt, was ihm und seiner seltsamen Politik schaden könnte.

Spider-Man: Far From HomeTom Holland rettet Spider-Man:
Damit Spider-Man überhaupt in Disneys MCU mitmischen konnte, lag schlicht daran, das Marvel/Disney und Sony hier bisher fleißig alles in einen Topf geworfen und in diesem Punkt also zusammengearbeitet hatten. Denn Spider-Man ist zwar eine offizielle Figur seitens Marvel (Comics), jedoch die Filmrechte hatte sich damals für diese Figur bekanntlich Sony vertraglich gesichert gehabt.

Und zwischen Marvel/Disney und Sony schien es zuletzt in der Frage von Spider-Man und dessen auftreten im MCU wieder ordentlich im Gebälk zu knirschen. Da waren wohl die Fronten wieder etwas verhärtet gewesen und ein weiterer Spider-Man Film stand damit erst einmal in den Sternen - zumindest hinsichtlich einer Verbindung mit dem MCU seitens Marvel/Disney.

Das nun doch ein US-Kinostart zu Spider-Man 3 ins Auge gefasst wurde und unser Held dabei auch weiterhin dem MCU verbunden bleibt, lag nicht unwesentlich an Tom Holland selbst. Eventuell hätte es wohl auch in den Sternen gestanden, ob Holland bei einem Bruch zwischen Marvel/Disney und Sony selbst noch einmal in die Rolle von Peter Parker/Spider-Man hätte schlüpfen können.

Wie Tom Holland das Aus für Spider-Man abwenden konnte und die Chefs der Filmstudios wieder an einen Tisch brachte, erzählte er selbst in einem Gespräch mit Jimmy Kimmel. Denn die Methoden, die Holland hier angewendet hatte, waren auch nicht gerade gewöhnlicher, diplomatischer Natur. Zumindest spielte Alkohol und ein paar Tränen dabei auch eine gewichtige Rolle.

Das drohende Aus für Spider-Man im Marvel Cinematic Universe (MCU) belasstete die Fans nämlich schon seit einigen Wochen. Da beschloss Disney-Chef Bob Iger Tom Holland anzurufen, der sich gerade mit seiner Familie auf Kneipentour befand und schon einen gewissen Alkoholpegel vorweisen konnte. Holland nahm den Anruf seitens Iger natürlich trotzdem an, um mit ihm über Spider-Man zu reden. Und trotz der Tatsache, das Holland nicht mehr so ganz nüchtern war, führte dieses Gespräch zum erwünschten Erfolg. Es folgten natürlich auch weitere Telefonate mit Sony-Pictures und dessen Chef Tom Rothman, der Holland wiederum überraschend gefragt hatte, was er über die Zukunft von Spider-Man denken würde. Holland gab hierzu zu, das er hier sogar recht emotional reagierte und wohl auch von seiner Seite bei einem Anruf ein paar Tränen flossen, da er tatsächlich fürchtete, dass die Zeit von Spider-Man innerhalb des MCU wohl bald vorbei wäre. Im Grunde bestätigte Tom Holland hier allerdings nur diese besagte Anekdote, die bereits Bob Iger eher im Scherz bereits im Vorfeld bei Jimmy Kimmel ausgeplaudert hatte, als er bei Kimmel ebenfalls zur Zukunft von Spider-Man hinsichtlich des MCU Rede und Antwort stand.

Die ganze Rettungsaktion seitens Tom Holland nahm allerdings bereits auf der Disney-Expo D23 seinen Anfang, wo Holland eigentlich nur zu Gast war, um den Pixar-Film ONWARD vorzustellen. Kurz vorher hatte er die Nachricht über sein MCU-Aus erhalten. Aber nicht nur die Fans wollten Holland als Spider-Man behalten. Er selbst fragte dort auch gleich nach der E-Mail-Adresse bzw. der Telefonnummer von Bob Iger. Der Disney-Chef gab hierbei seine Kontaktdaten für Holland frei, der ihn dann auch zuerst anrief.

Bob Iger hatten die Gespräche mit Holland jedenfalls ebenso emotional berührt und wohl dabei auch erkannt, dass die Fans dessen Rückkehr als Spider-Man wünschten. So folgten seitens Iger danach einige Anrufe an das Team der Disney-Studios, bevor er den Chef von Sony anrief, um sich mit ihm für Tom Holland und die ganzen Fans wieder an den Verhandlungstisch zu setzen.

Spider-Man: Far From HomeMeine Filmkritik:
Nun muss ich ja irgendwie zugeben, das mich die Klassenkameraden von Peter Parker schon in SPIDER-MAN: HOMECOMING (2017) irgendwie nervten. Besonders ist hier Jacob Batalon als Ned Leeds und Tony Revolori als Flash zu nennen. Aber auch Zendaya als MJ wäre wohl kaum meine erste Wahl gewesen.

Also weder habe ich mich an diese Kids gewöhnt, oder - was ich nun eher glaube - hat man hier deren Auftritte wesentlich besser gelöst. Jedenfalls sorgen sie in SPIDER-MAN: FAR FROM HOME durhaus für das eine oder andere Schmunzeln. Es mag aber auch an J. B. Smoove und Martin Starr gelegen haben, die hier als Lehrer und Aufsichtspersonen Mr. Dell und Mr. Harrington ein selten komisches Duo bilden.

Wirklich recht gut hatten mir die Szenen gefallen, in denen Spider-Man bei der Auseinandersetzung mit Mysterio nicht mehr unterscheiden konnte, was Visionen oder Realität darstellte. Diese Szenen hatten schon etwas surreales bis psychedelisches an sich, was man hier durchaus in meinen Augen perfekt umgesetzt hatte.

Allerdings hätte man bei der Menge der Drohnen schon etwas auf dem Teppich bleiben können. Das gleiche gilt auch für die weltweite Bewunderung hinsichtlich Tony Stark/Iron Man. Denn so ganz glauben und nachvollziehen kann man diese Bewunderung nämlich nicht. Aber dies sind im Prinzip nur Nebensächlichkeiten, die nicht wirklich bei dem Film ins Gewicht fallen.

Der rote Faden hinsichtlich was Wahrheit oder Fake ist, wurde hierbei recht eindringlich aufgegriffen und sollte zum nachdenken anregen. Denn bei der heutigen Informationsflut durch Fernsehen, Radio, aber insbesondere dem Internet und den sozialen Medien fällt es dem Einzelnen durchaus immer schwerer, den Wahrheitsgehalt überhaupt noch überprüfen zu können. Schnell sitzt man dann plötzlich auf dem falschen Pferd, was z.B. bei Wahlen wiederum zu Fehlentscheidungen führt, die man sich besser mehrmals überlegt hätte.

Spider-Man: Far From HomeZwar hatte man in SPIDER-MAN: FAR FROM HOME auch mit einem Auftritt der Schurken Vulture (aus SPIDER-MAN: HOMECOMING) und dem Skorpion seitens der Fans gerechnet. Dies hatte man allerdings dann doch nicht umgesetzt, weil sie irgendwie nicht in das Gesamtkonzept des Films passten und ein Cameo-Auftritt dieser Schurken kaum einen Gewinn für die Handlung dargestellt hätten. Gleiches traf auch die Figur des Falcon. Ein kurzer Auftritt dieses Helden der Avengers war zwar durchaus mal im angedacht gewesen, wurde jedoch wieder verworfen.

Richtig gut hatten mir auch die Auftritte von Marisa Tomei als May Parker gefallen, und J. K. Simmons kurzer Auftritt in der Mid-Credit-Szene als J. Jonah Jamson dürfte wohl ein weiterer Volltreffer gewesen sein, denn diese Rolle ist Simmson quasi ja geradezu auf den Leib geschrieben. Auch hier darf man also hoffen, von Simmons im nächsten Spider-Man mehr sehen zu können.

Und als kleines Präsent oben drauf gibt es auf der BD noch jede Menge Bonusmaterial zu bewundern, wozu auch ein kleiner Kurzfilm zur Handlung gehört. Störend empfand ich hingegen durchaus die musikalische Unterfütterung, die mir dann doch etwas zu flippig herüber kam.

Gut, bei Spider-Man mit Tom Holland ist auch in der nächsten Fortsetzung noch genügend Luft nach oben, wenn es um den Feinschliff geht. Aber mit SPIDER-MAN: FAR FROM HOME hat man sich hier in meinen Augen schon wesentlich gesteigert gegenüber SPIDER-MAN: HOMECOMING. So kommt FAR FROM HOME daher bei mir auch auf satte vier von insgesamt fünf Punkte in der Höchstbewertung. Das man als Fan des MCU sich diesen Film nicht entgehen lassen sollte, muss ich hier wohl kaum erwähnen. Aber auch wer kein direkter Fan ist, sollte durchaus mal einen Blick riskieren. Es lohnt sich.

Spider-Man: Far From HomeSpider-Man: Far from Home
(Spider-Man: Far from Home)
mit Tom Holland, Jon Favreau, Marisa Tomei, Samuel L. Jackson, J. B. Smove, Martin Starr, Angourie Rice, Numan Acar, J. K. Simmons, Jake Gyllenhaal, Zendaya, Cobie Smulder, Jacob Batalon, Tony Revolorie, Remy Hii, Yasmin Mwanza, Zoha Rahman u.a.
Regie: Jon Watts
Drehbuch: Chris McKenna, Erik Sommers
Produktion: Kevin Feige, Amy Pascal
Musik: Michael Giacchino
Genre: Fantasy/Action
Laufzeit: 129 Minuten (BD)
Bonusmaterial: Kurzfilm "Peters To-Doo-Liste", unveröffentlichte Szenen, Outtakes u.m.
DVD/FSK: 12 Jahre
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment GmbH
USA 2019

Kommentare  

#1 Des Romero 2019-12-11 10:53
Ich bin so dankbar, dass Sam Raimi drei unvergessliche und echte Spider-Man-Filme gemacht hat. Vor allen Dingen mit einem comicgerechten Peter Parker, der eben kein Volldepp ist.
Ich glaube, ich bin zu alt für "Eis am Stiel" mit bunten Kostümen ...
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#2 Friedhelm 2019-12-11 12:56
Bin ich bisher "grusslos dran vorbeigerannt..."
Des Romero kann ich irgendwie bepflichten - die drei "Spideys" von Sam Raimi haben mir schon gut gefallen. Und wer weiss, was der Mann aus dem "Spinnenmenschen" ansonsten noch so rausgeholt hätte.

Jetzt ist Peter Parker zwar wohl im gleichen Alter wie sein "Comic-Pendant" aus den Sechzigern ect..ect. - aber ansonsten für mich völlig uninteressant. Da hilft es auch nix, wenn die Macher ihn in das völlig überfrachtete MCU hieven - und Disney, na da bin ich inzwischen mehr als vorsichtig. Mag vielleicht daran liegen, dass ich jetzt im sogenannten, gesetzten Alter bin - ich werde im Januar 61. Vielleicht ist es aber eine gewissen Übersättigung, die mit den inflationären Kinoeinsätzen der alt ehrwürdigen Marvelfiguren einhergeht. Ganz ehrlich, ich muss das nicht mehr haben - andere hingegen können davon nicht genug bekommen, denke ich. Und für die ist der ganze Aufwand ja schlussendlich auch gedacht... :-*
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#3 Laurin 2019-12-11 13:27
Da gebe ich euch durchaus beiden recht, Des Romero und Friedhelm, Sam Raimi hat da schon drei Filme zu Spider-Man hingelegt, die nur sehr schwer zu toppen sind. ;-)
Aber ich sag mir auch irgendwie ... was soll's ... die (zumindest ersten vier Filme) von EIS AM STIEL kann ich mir ja auch ab und an immer wieder reinziehen. Also warum nicht auch mit bunten Kostümen. :lol:
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#4 Des Romero 2019-12-11 19:08
Guter Punkt, Laurin. Meines Erachtens hat Stan Lee aber immer Wert auf Charakterzeichnung und Handlung gelegt. Das fehlt mir jetzt völlig. Und eine MILF wie Tante May geht gar nicht! Ihre Verletzlichkeit aufgrund ihres Alters war immer ein Thema in den Spider-Man-Comics. Und Peter Parker war hochintelligent und hatte deswegen Probleme bei seinen sozialen Kontakten. Ein Punkt, weshalb er stets mit der Sportskanone Flash Thompson aneinandergeraten ist.
Okay, ich will nicht jammern. Aber schaut Euch mal TERMINATOR 1 und 2 an. Da wird gezeigt, wie menschliches Miteinander funktioniert, ohne dass man präpubertäre Jokes bringen muss. DAS ist Kino! DAS will ich sehen und erleben.
Wer Spaß an den aktuellen Spider-Man-Filmen hat, den gönne ich ihm. Ganz ehrlich. Ich poste ja nur meine Meinung. Und meins ist es halt nicht.
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#5 Laurin 2019-12-12 09:44
@Des Romero:
Was die Figuren angeht und wie Stan Lee sie angelegt hatte, gebe ich dir vollkommen recht. Da ist man bei Spider-Man nun irgendwie meilenweit von entfernt.
Für mich persönlich habe ich es allerdings aufgegeben, die Verfilmungen an den so geliebten Comics der 1960er und 1970er Jahre usw. zu messen. Spätestens dann ärgert man sich wirklich etwas, wenn man sieht, was in den Filmen draus gemacht wurde. Allerdings richten sich die Macher auch wohl an einem jüngeren Publikum aus, als wir Zwei es sind. Und da passt wohl eine jüngere Tante May eher in das filmische Konzept.
Persönlich muss ich allerdings auch gestehen, bin ich den Machern nicht mal böse, dass sie hier Marisa Tomei zu Peters Tante gemacht haben. Denn selbst mit ihren 55 Jahren ist sie immer noch mehr als drei Blicke wert. Und ich mag ja hübsche Dinge. :-* ;-)
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#6 Friedhelm 2019-12-12 12:02
@Laurin:
Ich denke, der "Kasus Knacktus" liegt bei uns wirklich am Alter. Allerdings stelle ich mir die Frage, warum ein Joungster heute nicht damit klar kommen sollte, wenn"Spidey's" Tante eine ältliche Dame wäre. Ich habe früher übrigens des öfteren gedacht, dass die ja eigentlich eher als seine Oma durchgehen müsste... :-*

Aber, wie du schon erwähnt hast, Kino wird heute hauptsächlich für ein sehr viel jüngeres Publikum gemacht, schade eigentlich. Ich stelle allerdings,bei uns hier, im guten, alten Aurich, immer wieder fest, dass meiner einer in unseren Kinos längst nicht mehr der einzige Oldie ist, der sich einen "Blockbuster" reinzieht.

Das wird beim neuen "Star Wars" auch nicht anders sein. Da versammeln sich dann alle, die hier 1978 "Krieg der Sterne" auf der Leinwand erlebt haben. Und die wissen, z.b. auch noch von einem kläglichen "Spiderman-Der Spinnenmensch", einem "Pilot" für's TV, der in den Kinos (wie seinerzeit "Kampfstern Galactica...") als Spielfilm gezeigt wurde. Da gibt es dann immer wieder viel zu erzählen.. Zwischen einer solchen Produktion und einem digitalen Schauwerk wie diesem aktuellen "Spider-Man" liegen wahrlich Welten... ;-)
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#7 Laurin 2019-12-12 15:52
Zitat Friedhelm:
" Ich habe früher übrigens des öfteren gedacht, dass die ja eigentlich eher als seine Oma durchgehen müsste... :-* "
Oh ja, irgendwie so etwas hatte ich mir auch gedacht, als ich mein erstes Spider-Man (DIE SPINNE) Comic in Händen hielt. :D

Aber mit Rentnern zieht man die Joungster heute einfach nicht mehr ins Kino. Das hat für die was von klappern und auseinanderfallen. :P

Wobei, ich lasse mich da nicht wirklich von meinem Alter einschüchtern. Eher versuche ich, mich mit zumindest manchen neuen Ideen zu arrangieren. Und siehe da, es funktioniert sogar irgendwie. :-)

Ach ja, der alte TV-Spider-Man (die Serie lief zwischen 1977 - 1979 im US-Fernsehen). Die Pilotfolge kam bei uns 1978 ins Kino. Danach kamen dann im Kino ja noch zwei weitere Filme, die im US-TV ja als Doppelfolge liefen (bei uns im Kino 1979 & 1981). Klar liegen zwischen den Filmen von damals und heute Welten. Man hatte da eben noch nicht die Möglichkeiten wie heute. Ältere Semester nennen so was dann den Nostalgie-Bonus. ;-)
Für diverse Nostalgiker, hier also nochmal der Link zum entsprechenden Artikel von mir im ZAUBERSPIEGEL. Also besonders für die, die ihn vielleicht damals verpasst hatten:
www.zauberspiegel-online.de/index.php/phantastisches/gesehenes-mainmenu-150/34912-weit-ab-vom-mcu-als-spider-man-zum-erstenmal-ins-kino-kam
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