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Eher ein seltener Horror-Klassiker - »Stadt der Toten«

Stadt der Toten Eher ein seltener Horror-Klassiker
»Stadt der Toten«

Wenn man nach Klassikern des Horrorfilms fragt, so fallen einem direkt vielleicht Filme wie DRACULA mit Christopher Lee seitens der Hammer Filmproduktionen oder Bela Lugosi in der selben Rolle des Vampir seitens der Universal-Studios ein. Aber auch Boris Karloff in seiner Paraderolle als das Monster von Frankenstein. Aber auch der Film DER EXORZIST ist wahrlich ein Klassiker, an dem man einfach nicht vorbei kommt.

Hier habe ich allerdings mal einen Filme ausgesucht, welcher meistens nicht genannt wird.

Also habe ich euch hier mal den Film THE CITY OF THE DEAD, der auch unter dem Titel HORROR HOTEL bekannt sein dürfte rausgekramt. Der deutsche Titel allerdings lautet STADT DER TOTEN.

Im Grunde handelt es sich hier um einen recht frühen britischen Okkult-Horrorfilm aus dem Jahre 1960, welcher damals noch in schwarz-weiß gedreht wurde und in dem die Schlagworte Magie, Hexen, Satanismus und ein Teufelspakt eigentlich den Ton angeben. Eine nicht unwesentliche Rolle innerhalb der Handlung spielt dabei auch Christopher Lee (Dracula/1958 oder ICH, DR. FU MAN CHU/1968), Patricia Jessell (THE PRISONER/1967 in der Episode CHECKMATE), oder Venetia Stevenson (VON PANZERN ÜBERROLLT/1958 oder TAG DER GESETZLOSEN/1959).

Der Film selbst weißt zudem sogar dramaturgische Ähnlichkeiten zu dem Horror-Thriller PSYCHO seitens Alfred Hitchcock auf. Denn in beiden Filmen beginnt die Handlung mit einer jungen Frau, die scheinbar eine der wesentlichen Hauptfiguren des Films sein dürfte. Diese begibt sich alleine in eine ihr unbekannte Umgebung und checkt dort in einem seltsamen Hotel (oder wie in PSYCHO einem Motel) ein und wird dann jedoch bereits nach kurzer Zeit erstochen.

Das man hier etwa bei dem Klassiker seitens Hitchcock (oder umgekehrt) abgekupfert haben könnte, kann man jedoch getrost als eine Falschmeldung abtun, denn beide Filme, nämlich STADT DER TOTEN wie auch PSYCHO wurden nicht nur im gleichen Jahr gedreht, sondern auch veröffentlicht. Doch schauen wir doch nun einfach mal in die eigentliche Handlung des Film STADT DER TOTEN rein.

Stadt der TotenNeugierde ist der Katze Tod:
Die hübsche Studentin Nan Barlow steigert sich nicht nur für gute Noten ziemlich in das Thema Hexen und Hexenverbrennungen in Neuengland des 17. Jahrhunderts hinein, sondern scheint selbst ein großes Interesse an diesem Thema entwickelt zu haben, welches durch Professor Allan Driscoll unterrichtet wird. Dabei ist die Gruppe der Studenten von Driscoll nicht gerade sehr groß, trotzdem wird das Thema nicht von allen so erst genommen, wie es die junge Nan Barlow es tut.

Das Nan dann noch einige Tage in das entlegene Örtchen Whitewood fahren möchte, um dort über die Hexenverbrennungen intensiver recherchieren zu können, passt weder ihrem Freund noch ihrem Bruder wirklich in den Kram. Nur Professor Driscoll findet gefallen am Wissensdurst seiner Studentin, zumal er selbst in Whitewood geboren wurde. Und da weder ihr Freund Bill Maitland, noch ihr Bruder Richard Barlow ihr diese Reise ausreden können, befindet sie sich auch bald mitten in der Dunkelheit kurz vor Whitewood und nimmt sogar einen seltsamen Herrn mit, der plötzlich mitten im Nebel am Straßenrand steht.

Der verhält sich ihr gegenüber zwar recht nett, verschwindet in Whitewood jedoch angekommen, völlig spurlos von einer Sekunde zur anderen aus dem Wagen von Nan. Aber auch Mrs. Newlis, die Besitzerin des kleinen Hotels am Ort, verhält sich freundlich, jedoch auch recht distanziert. Nur die stumme Lottie, die bei Mrs Newlis niedere Arbeiten verrichtet, scheint verängstigt zu sein und will Nan eine Warung zukommen lassen, die diese jedoch nicht versteht.

Als Nan sich Abends im Ort umsieht, fallen ihr allerdings das seltsame Verhalten und die starren Blicke der dortigen Bewohner auf. Ein etwas ungutes Gefühl will auch nicht weichen, als sie an der Kirche in Whitewood auf den alten Reverend Russell trifft. In einem Buchladen jedoch trifft Nan dann auf dessen Enkelin Patricia, die ihr recht freundlich und normal im Umgang sogar ein recht altes und kostbares Buch über Hexerei ausleiht, damit sie sich einige Informationen daraus für ihre Studienarbeit herausschreiben kann.

Dabei ahnt Nan nicht einmal, dass es sich bei der freundlichen Mrs. Newlis bereits um die ehemals auf dem Scheiterhaufen verbrannte Hexe Elizabeth Selwyn handelt und das in Whitewood bis auf den Reverend und dessen Enkelin nur noch bereits verstorbene Satanisten leben, die ehemals einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatten, um sich ein Leben in Unsterblichkeit zu sichern. Als Nan dann aus reiner Neugierde einer seltsamen Prozession auf dem alten Friedhof folgt, weiß sie noch nicht, dass sie damit direkt in die Falle der Satanisten geht, die sie dem Pakt entsprechend in einer alten unterirdischen Gruft dem Teufel opfern werden.

Da sich Nan auch nach mehreren Tagen nicht mehr zurückmeldet, machen sich ihr Bruder und ihr Freund langsam Sorgen. Also macht sich Richard auf, Professor Driscoll um Informationen nach seiner Schwester zu befragen. Der gibt allerdings vor, von nichts etwas zu wissen. Als aber dann auch noch Patricia Russell bei Driscoll auftaucht und später mit Richard spricht, kommt der Stein ins rollen. Richard bricht auf, um direkt in Whitewood nach seiner Schwester zu suchen, stößt aber hier eher auf eine Mauer des Schweigens. Dafür ist Reverend Russell um so redseliger, denn in Whitewood kann der alte Mann schon lange keine Messe mehr halten, weil es hier nur noch Satanisten gibt, die auch für ihn und seine Enkelin immer mehr zur Gefahr werden. Und die haben Patricia bereits als nächstes Opfer auserkoren.

Auch Bill Maitland ist Richard nach Whitewood gefolgt, kommt jedoch mit seinem Wagen nicht direkt dort an, denn durch eine Vision seitens der Hexe Selwyn kommt es zu einem Unfall, bei dem er recht schwer verletzt wird. Lottie, die Richard eine schriftliche Information als Warnung zukommen lassen will, wird indessen von der Hexe und einem Hexer erwischt und von ihnen ermordet. Aber auch bei dem Reverend und seiner Enkelin waren die Satanisten nicht untätig und haben einen gut geplanten Angriff durchgeführt, bei dem sie Patricia entführen, um auch sie dem Teufel zu opfern, Richard eilt ihnen zwar auf dem Friehof entgegen, ist jedoch kaum in der Lage, sich der Übermacht zu erwehren, bei der sich nun auch der Professor und Satanist Allan Driscoll befindet.

Doch Hilfe naht unerwartet durch den schwer verletzten Bill Maitland, der sich mit letzten Kräften auf den Friedhof schleppt und mittels eines großen Kruzifix die unsterblichen Hexen und Hexer in Panik versetzt, weil sie in der Nähe des Kreuzes wie lebende Fackeln in Flammen aufgehen.

Stadt der TotenDer Logik ein wenig auf die Sprünge geholfen:
Als Zuschauer fragt man sich im finalen Teil des Films schon etwas, warum die Satanisten, die ja alle aus Hexen und Hexern bestehen - welche bereits im 17. Jahrhundert in Whitewood auf dem Scheiterhaufen starben - auf dem Freidhof erst dann von einem der Kreuze in Flammen gesetzt werden, als Bill dieses mit letzter Kraft gegen sie führt. Doch dies lässt sich eigentlich mit einiger Phantasie durchaus recht logisch erklären. Denn die Kreuze könnten laut Film schließlich auf den Gräbern im geweihten Teil des Friedhof stehen, während sie sich die Satanisten bei der Prozession zur Gruft über den Teil des Friedhofs bewegen, dessen Erde ungeweiht blieb um dort die damaligen verbrannten Überreste der unchristlichen Hexen und Hexer zu begraben.

Dies wäre jedenfalls die logischste Erklärung, denn die Satanisten, die dort dem Teufel selbst huldigen und blutige Opfer bringen, entflammen schließlich auch erst, als Bill mit dem großen Kreuz eines Grabes aus der Nähe, ihnen dann zu nahe auf die Pelle rückt.

Ich muss allerdings auch gestehen, das ich den Film STADT DER TOTEN von 1960 ähnlich wie die Filmzeitschrift CINEMA als eine Art Klassiker der "britischen Horror-Renaissance der 60er Jahre"  betrachte. Die düstere Atmosphäre ist recht passend für die damaligen Horrorfilme, die weitgehendst dann von den Hammer Filmproduktionen dominiert wurden, auch wenn STADT DER TOTEN nicht seitens Hammer produziert wurde.

Aber auch die Darstellerinnen und Darsteller können hier nicht nur mit ihrem Schauspiel überzeugen und die stets bedrohliche Atmosphäre damit noch unterfüttern, sondern scheinen auch mit vollem Elan bei der Sache zu sein. So läuft Christopher Lee hier zur Höchstform auf und Venetia Stevenson glänzt hier nicht nur als hübscher Blickfang, wenn sie in einer Szene mal in Reizwäsche ihre netten Kurven präsentiert. Leider war für Stevenson mit der Opferung durch die Klinge der Satanisten auf dem Altar aber leider auch ein viel zu frühes Ende im Film gesetzt. Aber auch Patricia Jessell als Hexe Selwyn bzw. Hotelbesitzerin Mrs. Newlis oder Ann Beach als stumme Lottie konnten in ihren Rollen durchaus sehr positiv punkten. Das die Kritik seitens des Lexikon des internationalen Films hinsichtlich STADT DER TOTEN nicht gerade positiv ausgefallen war, verwundert indessen kaum, denn hier kommen im Grunde Horrorfilme eh nie gut weg, weil man hier eigentlich auch eher auf pro-christliche Filme steht, die man auch locker alle in ein Einmachglas packen könnte, wenn es damals um gute Kritiken von dieser Seite aus ging. Zumindest sollte man als Fan in Sachen Filme aus dem Bereich der Phantastik nicht gerade das Lexikon des internationalen Films ernsthaft zu Rate ziehen.

Schauspielerisch ein klein wenig schwächer schnitten indessen bei mir Tom Naylor als Bill Maitland und Dennis Lotis als Richard Barlow ab, wobei dies allerings auch schon an ein nörgeln auf hohem Niveau grenzt. Nur nahm ich ihnen nicht immer ihre Rolle als wirklich glaubwürdig ab, denn Naylor spulte den jungen Freund nach einem Schema ab, welches man aus unzäligen anderen Filmen dieser Zeit bereits bei sogenannten "Halbstarken" sehen durfte und Lotis lächelt mir ein wenig zu viel und scheint die meiste Zeit eher unbekümmert zu erscheinen, um dann plötzlich aus dem Stand heraus doch noch den höchst besorgten Bruder herauskehren zu müssen. Dies hatte dann leider doch schon etwas zu viel an Standardware, was das allgemeine Schauspieltalent anging. Allerdings wirkten beide dabei keineswegs lustlos in ihrer jeweiligen Rolle, so das ich hier durchaus auch wieder bereit bin, gerne ein Auge zuzudrücken.

Stadt der TotenMeine Filmkritik:
Gänzlich unbekannt dürfte der Film STADT DER TOTEN unter den Fans des phantastischen Films eigentlich nicht sein, jedoch wurde er z.B. im deutschen Fernsehen durchaus über die letzten Jahrzehnte recht stiefmütterlich behandelt, was nicht nur daran liegt, dass man für STADT DER TOTEN damals noch keinen Farbfilm nutzte. Denn z.B. gerade auf den dritten Programmen wird man nämlich noch ziemlich oft mit älteren Filmen überrascht, die auch nicht gerade am Farbfilm vorbeigelaufen sein dürften.

Dabei würde ich persönlich diesen britischen Okkult-Horrorfilm  durchaus als eine kleine aber feine Perle betrachten, welche leider trotz Christopher Lee in einer Hauptrolle eher im Schatten der Hammer-Horrorfilme sein Dasein fristete.

Und auch als DVD kam man recht lange nur an eine Fassung ohne deutsche Synchronisation heran, so das ich vor einigen Jahren noch auf eine solche zurückgreifen musste, wollte ich den Film trotzdem in meiner Sammlung haben. Dies hat sich mittlerweile allerdings bereits positiv geändert, so das z.B. seit August 2004 durch das Label ALIVE - VERTRIEB UND MARKETING eine entsprechende Fassung mit einer deutschen Tonspur durchaus erhältlich ist.

Ich selbst greife hier allerdings mit der deutschen Synchronisation auf eine Fassung zurück, die sich in einer Box mit zwei DVDs befindet und in der sich sechs klassische, aber wohl mitunter weniger bekannte Horrorfilme befinden, die ich hier in loser Form auch mal rezensieren werde, und welche man auch günstig unter dem Titel ULTIMATE CLASSIC HORROR COLLECTION seitens dem Label SCHRÖDER MEDIA noch erhalten kann. Da mag man mir also auch verzeihen, dass ich mich hier nicht in Zukunft generell an die Reihenfolge dieser DVD-Box halte, da ich mir die Filme eigentlich ganz nach persönlicher Lust und eigenem Interesse ansehe.

Bei STADT DER TOTEN handelte es sich also durchaus um einen Klassiker des Horror, den ich zwar schon seit langem kenne, ihn aber recht lange Zeit nicht in einer deutschen Synchronfassung gesehen hatte. Und da ich mit der englischen Sprache eh immer schon auf Kriegsfuß stand, dauerte es hier also auch eine gewisse Zeit, bis das ich den Film nun in voller Pracht ansehen und aufgreifen konnte.

Wenn es um Filme aus dem Bereich des Okkult-Horror geht, sollte man jedenfalls an STADT DER TOTEN nicht achtlos vorbeigehen. Denn er ist durchaus wesentlich besser als sein Ruf, den er sich durch einige kritische Stimmen leider erworben hatte. Aber auch für Fans der Hammer-Horrorfilme lohnt sich dieser britische Horrorfilm durchaus, auch wenn er sich für seine Zeit leider noch im schwarz-weiß-Format präsentiert. Letzteres finde ich allerdings auch noch nicht einmal so schlecht oder gar altbacken, denn so gelingt es dem Film durchaus heute noch recht schnell, eine entsprechend gruselige wie düstere Stimmung zu erzeugen, die hinsichtlich des Thema passt, wie die sprichwörtliche Faust auf dem Auge.  So komme ich bei meinem kritischen Blickwinkel auch nicht daran vorbei, dem Film STADT DER TOTEN eine recht hohe Bewertung über vier von insgesamt fünf Sternen als Höchstbewertung zu verleihen. Eine Empfehlung für Filmfans des Genre, sich diesem Film durchaus mal intensiver zuzuwenden, gibt es natürlich obligatorisch noch dazu.

Stadt der TotenStadt der Toten
(The City of the Dead)
Alternativtitel: Horror Hotel
mit Christopher Lee, Patricia Jessell, Venetia Stevenson, Dennis Lotis, Betta St. John, Norman Macowan, Tom Naylor, Ann Beach, Valentine Dyall, Fred Johnson, Maxine Holden, James Dyrenforth u.a.
Regie: John Llewellyn Moxey
Drehbuch: Desmond Dickinson, George Baxt
Produktion: Max Rosenberg, Donald Taylor, Milton Subotsky
Musik: Douglas Gamley
Genre: Okkult-Horror
Laufzeit: 76 Minuten
DVD/FSK: 16 Jahre
Rezensierte Version: Ultimate Classic Horror Collection (2-Disc-Box/2015/Gesamtspieldauer 467 Minuten)
Vertrieb: SchröderMedia HandelsGmbH
Einzelfilm Vertrieb: Alive - Vertrieb und Marketig/DVD
Format: Digital Remastered
Vertrieb seit: 2004 mit deutscher Synchronisation
Großbritannien 1960

Kommentare  

#1 Friedhelm 2020-02-25 00:27
Zitat:
Das man hier etwa bei dem Klassiker seitens Hitchcock (oder umgekehrt) abgekupfert haben könnte, kann man jedoch getrost als eine Falschmeldung abtun, denn beide Filme, nämlich STADT DER TOTEN wie auch PSYCHO wurden nicht nur im gleichen Jahr gedreht, sondern auch veröffentlicht
Ein Umstand, der allerdings auch nicht unbedingt etwas zu sagen hätte. Überspitzt dargestellt: "Psycho" kam am 16.6.1960 in die amerikanischen Kinos - "Die Stadt der Toten" im September des gleichen Jahres. Durchaus möglich, dass die Produzenten vom "Hitchcock-Kniff, die Hauptdarstellerin nach einer Weile unerwartet zu killen, irgendwie Wind bekamen- und dieses für ihren Film einfach nutzten.

Desweiteren kann man evtl davon ausgehen, dass ein "kleinerer" Genrefilm kaum mehr als ein bis zwei Monate in der Drehphase steckt. Rosenberg und Kollegen (oder ein anderer Mitarbeiter) hätten also "Psycho" im Kino durchaus vorher ansehen können- um dann besagte Idee (Tod der Hauptactrice..) für ihren eigenen Film abzukupfern. Umgekehrt wird garantiert kein Schuh draus - aber wie bereits erwähnt, das soll hier nur eine überspitzte Annahme sein. Finde ich irgendwie ulkig..., wenn's tatsächlich den Tatsachen entsprochen hätte.. :-*

Zitat:
Und auch als DVD kam man recht lange nur an eine Fassung ohne deutsche Synchronisation heran, so das ich vor einigen Jahren noch auf eine solche zurückgreifen musste, wollte ich den Film trotzdem in meiner Sammlung haben.
Habe dem Film eigentlich nie viel Beachtung geschenkt. Ich konnte davon gelegentlich in irgendwelchen Filmbuch-Besprechungen lesen - darunter das berüchtigte "Lexikon des Horrorfilms", von Ronald Hahn.

Ich selber warte seit Jahrzehnten auf das Release anderer "Klopper", die ich allerdings in frühester Jugend in unseren Kinos gesehen habe. Darunter ist ein mexikanischer Horrorfilm mit dem Titel "Superheld gegen Vampire",(Jahrgang 1960) den ich Ostern 1973 (meine ich noch zu wissen), an einem Nachmittag, im Kino gesehen habe. Der Film ist Teil einer Reihe um den mexikanischen Catcher und Superhero "El Santo". Einen anderen Santo-Film gab es mal vor ein paar Jahren auf ARTE - ich weiss aber nicht mehr, aus welchem Grunde.

Im Internet findet man zwar Aushangfotos und Filmplakat - aber bis heute gibt es davon auch keine Scheiben-Auswertung. Okay, hat zwar jetzt nur bedingt mit deiner Filmbesprechung zu tun (Knackpunkt: Filme, auf die man lange -oder vergeblich- wartet,)...aber fiel mir gerade so ein.

"Stadt der Toten" werde ich dann wohl gelegentlich mal anschauen - man will ja doch mitreden, gelle? :-* ;-) :D
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#2 Andreas Decker 2020-02-25 11:58
"Stadt der Toten" ist ein netter kleiner Horrorfilm, der viele ähnliche Filme vorwegnimmt. (Zum Beispiel hat Die Hexe des Grafen Dracula alias Curse of the Crimson Altar mit Karloff und Steele hast den gleichen Plot). Derartige Folklorehorror ist ja im Moment wieder in, siehe "Das Ritual" oder "Midsomar".

Übrigens kann man "Stadt" auf Youtube sehen. zitiere Friedhelm:
Darunter ist ein mexikanischer Horrorfilm mit dem Titel "Superheld gegen Vampire",(Jahrgang 1960) den ich Ostern 1973 (meine ich noch zu wissen), an einem Nachmittag, im Kino gesehen habe.


Den gibt es auch auf Youtube. Allerdings im Original. Ist trotzdem ganz spaßig. (Auch wenn man gelegentlich auf Vorlauf drücken muss, das ist streckenweise unglaublich langweilig)

Ich halte das mit PSYCHO auch für weit hergeholt. Auch im Filmgeschäft war 1960 die Kommunikation zwischen Amerika und England nicht so einfach, und die kleinen Produzenten von Stadt hätten bei Paramount nicht mal einen Termin bekommen. Also da ist die Berührungsmöglichkeit eher unwahrscheinlich.
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#3 Friedhelm 2020-02-25 12:52
@Andreas Decker: wie bereits erwähnt - war ja nur eine "überspitzte Annahme". Obwohl, einige Möglichkeiten der Informationsbeschaffung (nennen wir es mal so..)dürfte es damals auch schon gegeben haben - wenn auch nicht um heutigen Umfang. Das muss ja kein "Termin" sein - da gab bestimmt auch damals die unmöglichsten Zufälle. ;-) Aber so richtig realistisch gesehen,....muss...ich...dir...wohl...beipflichten.. :-)

"Superheld gegen Vampire" habe ja ich auch ewig nicht mehr gesehen - liegen 47 Jahre dazwischen. Und weil ich eben auf diesen alten Kram abfahre, habe ich immer danach gesucht. Aber die Youtube-Info hilft mir schon wieder - Danke dafür...
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#4 Laurin 2020-02-25 17:01
@ Friedhelm:
In der Frage, ob man hier doch bei PSYCHO abgekupfert haben könnte, stehe wohl auch ich der Aussage von Andreas Decker näher. So ganz kann ich mir das nämlich nicht vorstellen, dass man gerade bei Hitchcock auf der Lauer gelegen haben sollte. Da passieren wohl Zufälle durchaus häufiger. Aber egal, funktionieren tut es in beiden Filmen. :lol:

"Superheld gegen Vampire" sagt mir indessen absolut nichts. Ist das denn der richtige Titel? Gibt man das nämlich bei YouTube ein, bekommt man da eine Menge Videos zu Superhelden und Vampire geboten, nur eben diesen Film nicht. :cry:
Nicht das jetzt jemand denkt, ich wäre unheilbar neugierig. :-*
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#5 Friedhelm 2020-02-26 00:31
@Laurin: wie bereits erwähnt, war das nur ein überspitzter Joke meinerseits - aber, wenn man mal drüber nachdenkt.... :-* ;-) :P ......Nee, keine Sorge, mache ich nicht... :D
Allerdings stellt sich mir die Frage, warum es denn so unvorstellbar sein soll, dass die Macher eines kleinen, englischen Genrefilms...Zitat: "bei Hitchcock auf der Lauer liegen..."..Der Mann war immerhin schon länger eine feste, erfolgreiche Größe im Cine-Geschäft. Aber, ich will es damit jetzt gut sein lassen..... :D

Was den "Superhelden gegen Vampire" betrifft...einmal dieses: "Ein Superheld gegen Vampire. Mexiko 1961 (aka: El Santo contra las mujeres vampiros - The Saint against the vampire woman) Länge: 89 Minuten"

Wenn du danach googelst, gibt es auch eine kleine Fotostrecke mit einem Filmplakat und Aushangfotos. Bei mir war es jedenfalls so,,,

Unfassbar, dass es schon 47 Jahre her ist. Ich frage mich tatsächlich, wie dieser Film wohl heute auf mich wirken würde. Bisher gibt es keine DVD-Auswertung - wahrscheinlich ist das Ding auch bereits verschollen. Auf Youtube konnte ich den nämlich auch nicht finden.
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#6 Andreas Decker 2020-02-26 08:36
zitiere Friedhelm:
Auf Youtube konnte ich den nämlich auch nicht finden.


www.youtube.com/watch?v=EXXO3-o9KnQ

Du meinst doch den hier?
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#7 Friedhelm 2020-02-26 13:11
Ja, kann es denn wahr sein?@Andreas Decker.....
dafür spendiere ich dir ein großes DANKE.... :D

Ich war natürlich so blöd..und habe andauernd den deutschen Titel eingegeben( ja, das Alter zollt Tribut - wohl war..) :o - aber nu habe ich ihn - nach soooo lange Zeit. Die Freude währet groß.... :D
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