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The Evil of ... Hammer & Co. - DIE HAMMER - ÄRA, 1. Teil

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DIE HAMMER - ÄRA
Teil 1

1964 wurde mit „THE EVIL OF FRANKENSTEIN“ (Frankensteins Ungeheuer) der dritte Film aus der Frankenstein – Reihe mit Peter Cushing in der Titelrolle gedreht.

Baron Frankenstein versucht in seinem Labor eine Leiche zum Leben zu erwecken. Er wird durch einen Priester gestört, der ihn angreift und sein Labor zerstört.
In letzter Sekunde flieht er zusammen mit seinem Assistenten Hans in seine Heimatstadt Karlsbad, aus der er vor Jahren vertrieben wurde.


PlakatAls Frankenstein vom Bürgermeister erfährt, dass sein Ungeheuer immer noch in den Bergen lebt, ist er gegen eine hohe Belohnung bereit, dass Ungeheuer zu jagen und es zurück auf sein Schloss zu bringen.

„Schaurig-schöner Hammer-Grusel, längst zum Klassiker avanciert.“ (1)


PlakatIm selben Jahr drehte die „Hammer Film Productions“ unter der Regie von Terence Fisher mit dem Film „THE GORGON“ (Die brennenden Augen von Schloss Bartimore) einen etwas ungewöhnlichen Horror – Streifen. 
Auch die Rollen der beiden Hauptdarsteller Peter Cushing und Christopher Lee sah man in vertauschten Rollen.
Während Cushing einen eher undurchsichtige Charaktere mimte, war Lee in der Rolle des ‚Helden’ zu sehen.

Mitte des 19. Jahrhunderts: Ein kleines europäisches Dorf steht unter dem Bann einer tödlichen Gefahr, die die Einheimischen immer bei Vollmond heimsucht und schon viele von ihnen zu Stein verwandelt hat.
Der Archäologe Professor Heitz (Michael Goodliffe) glaubt dass ein Ungeheuer der griechischen Sagenwelt auf Schloss Bartimore sein Unwesen treibt. Während seiner Ermittlungen stirbt er eines unerklärlichen Todes. Sein Sohn Paul (Richard Pasco) will dem Rätsel auf den Grund gehen.
Er erhält Hilfe von dem Wissenschaftler Professor Meister (Christopher Lee), der schon bald den geheimnisvollen Dr. Namaroff (Peter Cushing) in Verdacht hat, der etwas zu verbergen hat.

PlakatDanach folgte mit „THE CURSE OF THE MUMMY’S TOMB“ (Die Rache des Pharao), der zweite Mumien-Film der Hammer – Studios.

Die Mumie eines ägyptischen Pharaos wird nach London überführt. Auf dem Leichnam lastet ein Fluch: Wer seine Ruhe stört, muß sterben. Nach ersten Todesfällen erkennt der Expeditionsleiter, daß es die Mumie auf ihren unsterblichen Zwillingsbruder abgesehen hat


1965 drehten die Hammer-Studios  den Psycho-Thriller „FANATIC“ (Das düstere Haus)

Eigentlich kommt die junge Amerikanerin Pat (Stefanie Powers) nach England, um dort zu heiraten. Vorher will sie noch kurz zu einem Anstandsbesuch bei der Mutter ihres tödlich verunglückten Ex-Verlobten Steven vorbeischauen. Ein fataler Fehler! Mrs. Trefoile (Tallulah Bankhead) entpuppt sich als religiöse Fanatikerin, die Pat mit allerlei grausigen Exerzitien für eine Reise ins Jenseits vorbereitet. Dort soll sich Pats Seele mit dem abgöttisch geliebten Sohn wieder vereinen…

„Tallulah Bankhead (1903-1968), Broadwaydiva und Star in Hitchcocks „Rettungsboot“, gibt ihre letzte, herrlich irre Vorstellung und stiehlt allen die Show.“ (2)

PlakatAb 1965 begann die „HAMMER FILM PRODUCTIONS“ auch mit einer Reihe von teilweise phantastisch angehauchter Abenteuerfilme. Der erste von Ihnen war „SHE“ (Herrscherin der Wüste) mit Ursula Andress  nach einem Roman von Henry Rider Haggard.

Eine Expedition Anfang des 20. entdeckt eine alte, verschollen geglaubte Zivilisation, die von der angeblich unsterblichen Ayesha (Ursula Andress) angeführt wird.
Diese sieht in einem Teilnehmer der Expedition die Reinkarnation ihres früheren Geliebten und möchte ihn einem Ritual unterziehen, um seine Jugend zu erhalten und mit ihm zusammen ewig leben zu können.
Unterdessen kommt es zum Kampf der Truppen mit einem umliegenden Stamm der bisher durch Geiselnahme in Schach gehalten worden war. Die Soldaten der Herrscherin unterliegen in einem mörderischen Kampf den eigentlich schlecht ausgerüsteten aber zu allem entschlossenen Angreifern.

FotoEs folgten u. a. die Abenteuerfilme „ONE MILLION YEARS B. C." (Eine Million Jahre vor unserer Zeit, 1966), „ A CHALLENGE OF ROBIN HOOD“ (Robin Hood, der Freiheitsheld, 1967), „THE VIKING QUEEN“ (Königin der Wikinger, 1967) oder „WHEN DINOSAURS RULED THE EARTH“ (Als Dinosaurier die Erde beherrschten, 1971)

Das Jahr 1965 endete mit dem Thriller „THE NANNY“ (War es wirklich Mord?), in dem sich die Schauspielerin Bette Davis in Bestform zeigte. Der Film hat darüber hinaus bis heute nichts von seiner Spannung verloren.

Als die kleine Schwester des zehnjährigen Joey (William Dix) auf tragische Weise stirbt, leidet der Junge unter schweren Schuldkomplexen. Erst als er seine Mutter mit einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus kommt, sich kleine Zwischenfälle häufen und Joey sich panisch vor seinem Kindermädchen (Hollywood-Legende Bette Davis) fürchtet, schöpft die Familie einen Verdacht.


Plakat1966 erschufen die Hammer – Studios mit „PLAQUE OF THE ZOMBIES“ (Nächte des Grauens) den ersten Zombie – Film (zwei Jahre vor George Romero’s Klasssiker „Night of the Living Dead“), der richtungsweisend für alle nachfolgenden Zombiefilme werden sollte.

Eine geheimnisvolle Seuche rafft junge Arbeiter einer kleinen Gemeinde im englischen Cornwall dahin. Der Landarzt Peter Thompson (Brooke Williams) bittet seinen früheren Professor, Sir James Forbes (Andre Morell), um Hilfe.
Dieser folgt mit seiner Tochter Sylvia (Diane Clare) dem Ruf. In der Nähe des Ortes trifft die Kutsche auf eine Horde rüder Männer, die sich, unter der Führung von Harry Denver, auf der Fuchsjagd befinden und von Sylvia bewusst in die Irre geführt werden. Die Jäger rächen sich, indem sie die Pferde in einen Trauerzug peitschen. Der Sarg fällt vom Wagen und die Leiche rollt in den Staub.

Während der Professor den Arzt sucht, folgt Sylvia dessen Frau Alice (Jacqueline Pierce), die sich am Arm verletzt hat und auf einmal, wie in Trance, dass Haus verlässt. Sylvia verliert Alice und fällt den Männern der Jagdgesellschaft in die Hände.
Vor einer Vergewaltigung durch die Männer rettet sie nur das plötzliche Erscheinen von Squire Hamilton und auf dem Heimweg trifft sie plötzlich auf den Mann, der am Morgen vor ihren Augen als Leiche aus dem Sarg fiel. Die lebende Leiche wirft ihr die tote Alice vor die Füße.

PlakatIn der Zwischenzeit haben die beiden Ärzte den leeren Sarg auf dem Friedhof gefunden. Weitere lebende Tote werden daraufhin in der Nähe des alten, stillgelegten, Bergwerks gesehen, das Squire Hamilton (John Carson) gehört. Der Verdacht des Professors, dass schwarze Magie oder Voodoo im Spiel ist, wird zur Gewissheit, als auch die tote Alice ihrem Sarg entsteigt.
Inzwischen ist Sylvia der Aufsicht ihres Vaters entkommen und eilt, von geheimnisvollen Stimmen getrieben, über das Moor in Richtung des alten Bergwerks.
Eine in Blut getränkte Zauberpuppe ruft sie auf den Altar, auf dem sie das Opfer einer schwarzen Messe werden soll und nur ihr Vater kann noch versuchen, sie aus den Krallen von Squire Hamilton zu befreien ....

Szenenfoto Im selben Jahr kehrte Christopher Lee in dem Film „DRACULA – PRINCE OF DARKNESS“ (Blut für Dracula) als dämonischer Vampirfürst  auf die Kinoleinwand zurück.

Der Film beginnt da, wo der Vorgänger aufgehörte, nämlich mit der Sterbeszene Draculas.

10 Jahre später machen die Brüder Charles (Francis Matthews) und Alan Kent (Charles Tingwell) zusammen mit ihren Ehefrauen Diana (Suzan Farmer) und Helen (Barbara Shelley) Urlaub in den Karpaten .
Dort verlässt sie ihr Kutscher. Sie können sich jedoch auf Schloss Dracula retten, wo der Diener des Grafen sie freudig empfängt. In der Nacht lockt der Diener Alan in die Gruft und ermordet ihn. Sein Blut dient dazu, Dracula auferstehen zu lassen. Es beginnt eine Jagd auf der Burg, von der Charles und Helen jedoch fliehen können.

Abt Shandor (Andrew Keir) gewährt den Fliehenden in seinem Kloster Unterkunft. Der Graf verfolgt Charles und Helen dorthin.

Szenenfoto
Als der Versuch des Grafen, Diana zu einem seiner Opfer zu machen, fehl schlägt, nimmt er sie in seiner Kutsche mit zu seiner Burg. Charles und Shandor folgen ihm. An der Brücke vor Schloss Dracula stürzt der Sarg des Grafen aus der Kutsche auf den gefrorenen Burggraben. Charles läuft zum Sarg, um Dracula zu pfählen, doch die Sonne geht unter, und Dracula erwacht.
Mit gezielten Schüssen auf die Eisdecke gelingt es Shandor und der geretteten Diana, den Graf im eisigen Wasser des Burggrabens ertrinken zu lassen.

Plakat"Christopher Lee spricht in seinem zweiten „Dracula“-Auftritt nicht ein Wort – angeblich waren ihm die vorgesehenen Drehbuch-Sätze zu dumm – was seinen Auftritt noch dämonischer macht." (3)

Bei seiner Premiere wurde “Blut für Dracula“ zwar von den Kritikern gnadenlos verrissen, was dem Erfolg an den Kinokassen jedoch nicht im geringsten schadete.

FotoDanach folgte der Gruselschocker "THE REPTILE" (Das schwarze Reptil, 1966)

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verschlägt es Captain Spalding (Ray Barrett) mit seiner Frau in den wild- romantischen Südwesten Englands. Hier will er das Haus seines toten Bruders beziehen. Die Einheimischen begegnen den Fremden mit Argwohn. Schuld daran sind die mysteriösen Mordfälle der letzten Zeit, denen auch Spaldings Bruder zum Opfer fiel. Nur Dr. Franklyn (Noel William) steht auf ihrer Seite...

„John Gilling ("Der Fluch der Mumie"), Regisseur bei den berühmten "Hammer Studios", bewies Liebe und Gespür fürs Detail. Ausgefeilte Optik und zielsichere Gruseleffekte sorgen für anhaltendes Kribbeln.“ (4)

 

(1) Cinema Online
(2) Cinema Online
(3) Cinema Online
(4) Cinema Online

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© by Ingo Löchel

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