Leit(d)artikel KolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Ein Filmklassiker - Dünne Story, klasse Bilder, Stars und gute Musik

Ein FilmklassikerFolge 5
Dünne Story, klasse Bilder, Stars und gute Musik

In dieser Reihe DER FILMKLASSIKER werde ich ein wenig meine Schatzkammer in Sachen DVDs öffnen, in der sich neben mehr oder weniger aktuellen Filmen eben auch mitunter manche Klassiker des Films tummeln. Wir werden hierzu einen Streifzug unternehmen, in dem wir uns z.B. von manchen Actionfilmen über Western bis hin zu besonderen Romanzen einen Einblick gewähren werden. Mancher Western hat etwas, auch wenn nicht viel dahinter steckt.


Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)
Otto Preminger hatte 1954 mit seinem Western FLUSS OHNE WIEDERKEHR wirklich ein gutes Händchen bewiesen. Denn erstens spielte der Film nicht wie üblich irgendwo in den kargen Wüstenlandschaften des Wilden Westen der USA mit seinen durchaus beeindruckenden Felsformationen (mit der Zeit kann so etwas aber auch nerven), sondern ging dafür mit Mann und Maus gleich nach Kanada (schön Grün). Und hier gelangen dem Kameramann Joseph LaShelle wirklich einmalige Naturaufnahmen die sich durchweg sehen lassen können.

Als nächstes holte er Cyril J. Mockridge ins Boot, der für das Genre wirklich gute Songs beitrug, die Marilyn Monroe mitunter natürlich richtig schön erotisch zum Besten geben durfte. Und dann passte das Zusammenspiel gerade von Marilyn Monroe (NIAGARA/1953 oder MISFITS - NICHT GESELLSCHAFTSFÄHIG/1961) und Robert Mitchum (DIE NACHT DES JÄGERS/1955 oder DER LÄNGSTE TAG/1962) wie die Faust aufs Auge. Natürlich stehen hier Tommy Rettig als sein kleiner Sohn und Rory Calhoun als durchtriebener Glücksspieler den beiden eigentlich in nichts nach, kommen aber irgendwie nicht bis ganz an die Spitze der Aufmerksamkeit heran.

Das mag deshalb so sein, weil die Figur des Glücksspielers (oder auch Falschspielers) Harry Weston ein einziges Abziehbild in Sachen Klischees war. Zwar war Rory Calhoun (WIE ANGELT MAN SICH EINEN MILLIONÄR?/1953 oder DER KOLOSS VON RHODOS/1961) damals ein Schauspieler, bei dem die weiblichen Fans wohl leicht feuchte Höschen bekommen konnten, aber hier glänzte er wohl doch eher in einer Rolle, die eigentlich jeder angehende Filmschurke aus der Westentasche hätte zaubern können.

Tommy Rettig (TÖDLICHES PFLASTER SUNSET STRIP/1951 oder DER LETZTE WAGEN/1956) als der kleine Sohn Mark Calder ist ebenfalls irgendwie niedlich anzusehen und dürfte mütterliche Herzen im Sturm eingerannt haben, doch über den kleinen Blickfang, der seinem Vater Löcher in den Bauch fragt und am Ende den tödlichen Schuss abgeben darf, ragt auch seine Rolle nicht wesentlich weiter heraus.

Überhaupt kann man sich eigentlich in fast jede dieser vier wichtigen Rollen irgendwie hineinversetzen. Denn die vier Charaktere sind einfach aber gut aufgebaut und bieten irgendwo immer Identifikationsmöglichkeiten für die Zuschauer. Mit diesem Mix konnte man damals ja eigentlich jeden Film gut durch die Kinos schaffen, denn die Zuschauer waren damals wohl noch recht pflegeleicht und schnell zu befriedigen. Man kann das mit dem Serienhund LASSIE vergleichen. Dieser Hund musste auch nur in die Kamera hecheln ohne zu sabbern anfangen und schon lagen ihm Millionen an den Fernsehbildschirmen zu Füßen (oder rollten auf dem Bauch rum).

Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)Was macht den Film eigentlich zu einem Klassiker?
Das darf man sich zu recht fragen, denn jeder Punkt für sich betrachtet, rechtfertigt in keinem Fall den Status eines Filmklassikers. Warum?

Nehmen wir einmal die jeweiligen Rollen der Darsteller an sich. Sie sind eigentlich irgendwie sogar platt zu nennen, voller Klischees das man darauf schon ausrutscht, und dann noch die Handlung. Die ist bei allen Charakteren schon zu Beginn so klar, das hier überhaupt kein Platz mehr ist für überraschende Wendungen. Im Grunde spult man hier nur einen Einheitsbrei ab, der aus vielen anderen Filmen schon reichlich bekannt war.

Aber man hatte wie schon gesagt eine Kulisse in Kanada gewählt, die landschaftlich wirklich hervorragend Punkten konnte und man konnte das ganze mit Bildern in Cinemascope farblich noch richtig ansprechend aufpolieren. Dazu kam die durchweg guten musikalischen Einlagen und das Zusammenspiel der Darsteller passte hier ohne Wenn und Aber. Um hier also den Anspruch eines Filmklassikers gerecht zu werden, muss man einfach das Gesamtpaket als Ganzes betrachten.

Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)Kleine Gemeinheiten in Sachen Logik:
Aber auch in Sachen Logik sollte man bei diesem Western nicht die Latte zu hoch anlegen. So ist z.B. Matt Calder im Grunde einfach zu nett um ihm wirklich abzunehmen, das er den Glücksspieler ernsthaft mit der Waffe in der Hand stellen würde. Oder nehmen wir die Indianer, die sich am besten keine "Farbe ins Gesicht" geschmiert hätten. Die sterben nämlich auf ihrem Kriegspfad wie die Lemminge. Und warum sie kurz vor den gefährlichen Stromschnellen noch in den Fluss springen um mit einem Messer bewaffnet die Besatzung des Floß umbringen zu können, entzieht sich auch irgendwie jeder brauchbaren Logik. Zumindest hätte jeder andere abgewartet, ob die Stromschnellen diesen Job nicht besser hätten lösen können, anstatt Gefahr zu laufen, von diesen gleich selbst mit in den Tod gerissen zu werden. Vielleicht sollte dies aber auch nur ein Beitrag der Indianer zur Lösung der weltweiten Überbevölkerung darstellen ... man weiß ja nie.

Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)Einige Besonderheiten:
Wer früher mal eine Super 8 Kamera besessen hatte und daran ging, den selbstgedrehten Urlaubsfilm auch selbst zu schneiden, der weiß wie blöde es ist, wenn man in der Mitte plötzlich einen Teil des Films spiegelverkehrt verklebt hatte.

Das hatte man schöner Weise auch ab der Mitte des Films in den Filmkopien gemacht, die so noch bis 1990 im Fernsehen zu bestaunen waren. Erst ganz am Ende war der Film dann wieder richtig montiert, sonst hätte der Abspann von den Zuschauern auch noch spiegelverkehrt gelesen werden müssen. Wer genau hinsah, konnte es daran erkennen, das die Knöpfe an den Hemden auf der verkehrten Seite geknöpft waren, aber wer schaut schon so genau hin. Etwas auffälliger war es dann allerdings, als im Film die Beschriftung der Häuser spiegelverkehrt erschienen (aber selbst darauf dürften wohl die Wenigsten wirklich geachtet haben).

Der Name des Films FLUSS OHNE WIEDERKEHR bezieht sich zum einen auf die vielen Stromschnellen, weswegen der Fluss eben von den Indianern (laut Aussage im Film) als der FLUSS OHNE WIEDERKEHR bezeichnet wurde. Das Ganze wurde dann im Film auch nochmals musikalisch aufbereitet, indem Marilyn Monroe gegen Ende des Films im Saloon den wirklich guten Song RIVER OF NO RETURN anstimmt. Synchronisation hin oder her bei der deutschen Fassung, aber bei den Liedern bekommt man positiver Weise immer die Originalstimme von Marilyn Monroe zu hören. Weitere hörenswerte Lieder sind im Film übrigens I'M GONNA FILE MY CLAIM sowie THE MEADOW und das ebenfalls recht schön vorgetragene ONE SILVER DOLLAR. Gesamt gesehen gibt es mit den rein instrumentalen Stücken einen Soundtrack mit insgesamt 12 musikalischen Feinheiten im Film.

Doch kommen wir jetzt erst einmal zum Inhalt des Films selbst, bevor ich mit meiner persönlichen Filmkritik weiter mache.

Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)Ein Western auf dem Fluss:
Matt Calder hat sich mitten in der Wildnis ein ordentliches Stück Land abgesteckt, ein Haus gebaut und die zukünftigen Felder bereits fest im Blick. Danach macht er sich auf in ein Goldgräberlager, wo es  wirklich schlimm zugeht. Dort will er seinen keinen Sohn abholen, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Nun aber, nach dem Tod der Mutter ist Matt so ziemlich alles, was der kleine Mark noch Familie nennen kann.

Er findet Mark auch und muss erst einmal einen rüden Revolvermann die Gesichtsfalten bügeln, weil dieser rein aus Spaß die Eimer mit Bier als Zielobjekt ausgesucht hatte, die der Junge in Händen trägt. Und der Kleine muss sich auch erst einmal von der hübschen Barsängerin Kay verabschieden, die nicht nur mit der Gitarre dem rüpelhaften Goldgräbervolk einige Lieder trällert, sondern auch viel Bein zeigt. Zwar ist Matt Kay Dankbar dafür, das sie sich etwas um Mark gekümmert hat, kann aber seine Vorurteile ihrem Job gegenüber zuerst auch nicht wirklich verstecken.

Hoch oben in der Wildnis kommen sich Vater und Sohn beim pflügen des Feldes und jeder Menge Kaffee schnell näher. Nur wenn Mark fragt, wo sein Vater bisher gewesen war, schweigt dieser beharrlich und verströstet ihn darauf, seine Frage zu beantworten, wenn er älter ist.

Das holde Glück zwischen Vater und Sohn im schönen wilden Land wird aber recht bald getrübt. Die Indianer sind auf dem Kriegspfad und bedrohen so ihre kleine Zuflucht und auch ihr Leben. Faktisch zur gleichen Zeit kommt ein Floß den Fluss herunter und die zwei Insassen haben sichtlich Schwierigkeiten, das Floß in dem reißenden Fluss noch halbwegs zu steuern. Als Matt ihnen hilft, stellt sich heraus das es sich hier um die hübsche Key und den Glücksspieler Harry Weston handelt.

Harry hat einem weniger intelligenten Goldgräber beim Pokern seinen Claim abgenommen und muss nun schnellstens in die Stadt um die Besitzrechte auf seinen Namen überschreiben zu lassen. Der Besitzer könnte ja auf die Idee kommen, das Harry ihn beim Kartenspiel übers Ohr gehauen hat. Da der Weg über den Fluss zu gefährlich ist, ändert Harry seine Pläne, schlägt Matt mit dem Gewehr nieder und stielt ihm eben neben dem Gewehr auch noch das einzige Pferd. Kay, die ihm immer noch in Liebe verfallen ist, mag aber den verletzten Matt und den kleinen Mark nicht ihrem Schicksal überlassen und bleibt bei ihnen zurück. Schließlich hat Harry ihr ja versprochen, sie bald hier wieder abzuholen, zumal er alleine schneller voran kommt.

Das Abholen dürfte aber ein Wunschtraum bleiben, denn gerade ist Harry verschwunden, greifen auch schon bald die Indianer an, kaum das Matt wieder auf den Füßen ist. Ohne Gewehr und Pferd bleibt nun nur noch die Flucht mit dem Floß um zu überleben.

Alles was Matt und Mark (sowie Kay) noch bleibt ist ein Blick vom Fluss zurück, um das brennende Haus zu sehen, das die Indianer gerade freudigst abfackeln. Aber auch die weitere Flucht bleibt kein Zuckerschlecken, denn der Fluss ist tückisch und birgt immer neue Gefahren und zu allem Überfluss werden sie auch weiter von Indianern angegriffen und treffen während einer rast auf zwei üble Typen, denen Matt zeigen muss wo der Hammer hängt. Dabei ist der Schlimmste Typ genau der Mann, dem Harry die Goldmine abgezockt hatte und der nun wiederum hinter Harry her ist, um sich die Rechte mit Gewalt wieder zu holen.

Sie werden die Stadt jedoch nie erreichen um Harry zu stoppen, denn bald werden sie Opfer der Indianer. Aber auch zwischen Matt und Kay läuft nicht alles glatt, denn sie will ihn daran hindern, an Harry Rache zu nehmen. Da sie über Harry herausgefunden hat, wer Matt Calder wirklich ist, rutscht es ihr auch noch bei einem Streit unabsichtlich in der Nähe von Mark heraus, das Matt die letzten Jahre im Knast saß, weil er einem Mann in den rücken geschossen hatte. Zwar versucht er Mark zu erklären, das er dies nur gemacht hatte um seinem Freund das Leben zu retten, aber einen kleinen Knacks hat die Vater-Sohn-Beziehung nun doch abbekommen.

Man schafft es dann aber doch gemeinsam die Stadt am Fluss zu erreichen und Matt erlaubt Kay sogar, Harry zuerst zu sprechen, wenn sie ihm sagt, das er auf ihn wartet. In dieser Zeit genemigt sich Matt mit Mark erst einmal (wieder) einen Kaffee und prüft seine Kreditwürdigkeiten. Nebenbei möchte Matt seinem Sohn auch noch ein eigenes Gewehr kaufen.

Harry ist indessen recht überrascht, Kay überhaupt noch einmal lebend zu sehen, denn statt sie holen zu wollen, spielt er im Saloon lieber Karten. Das Matt ihn nun zur Rechenschaft ziehen will, passt natürlich nicht in seine weiteren Pläne. Zwar bittet Kay ihn, mit Matt zu reden, doch Harry hält es da lieber mit dem Revolver und schießt gleich los, als Matt seine Nase aus der Tür hält. Fasst scheint es, als würde auch jetzt Harry die Oberhand behalten, doch ehe er Matt erschießen kann, trifft ihn eine Kugel direkt in den Rücken. Der Gewehrschuss stammt von niemand anderem als dem kleinen Mark, der wie damals sein Vater keine andere Möglichkeit sieht um dessen Leben zu retten (und schon hat der Sohnemann seine Lektion gelernt).

Kay indessen blickt Hoffnungslos in die Welt ohne Harry und entschließt sich, im Saloon wieder zu singen (und auch mit schlüpfrigeren Dingen ihren Lebensunterhalt zu verdienen, wie das bei den Mädchen des leichten Gewerbes damals eben so war im Wilden Westen). Am Abend jedoch betritt Matt den Saloon und holt Kay (in der er sich mittlerweile richtig verliebt hat) vom Fleck weg heraus und läd sie draußen auf die Kutsche, auf der Mark bereits auf beide wartet um wieder zu ihrem Land zurück zu fahren.

Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)Meine Filmkritik:
Ja, und wenn sie auf dem Land nicht doch noch von den Indianern massakriert worden sind, dann leben sie dort noch glücklich und zufrieden.

Aber mal ehrlich, die Story ist mehr als recht simpel gestrickt und lebt weniger von abwechslungsreichen und wirklich spannenden Szenen. Auch mit Cinemascope holt man heute kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervor, denn dieser Effekt ist mit den Jahren locker verpufft.

Und doch ist der Film durchaus ein Filmklassiker, denn egal wie simpel der Film auch gestrickt sein mag, er ist kurzweilig gerade auch bzw. wegen der tollen Landschaftsaufnahmen. Zum zweiten ist es dieses perfekte Zusammenspiel zwischen Marilyn Monroe und Robert Mitchum, das auch heute noch irgendwie zu fesseln weiß. Der Kontakt der Darsteller mit dem eiskalten Wasser war übrigens auch echt. Nur die Nahaufnahmen der Floßfahrt wurden in dem damals üblichen Rückpro-Verfahren im Studio umgesetzt.

Die Dreharbeiten wurden dann auch noch verzögert, weil Marilyn Monroe sich während der Arbeit dann noch das Bein brach. Zeigte sie vorher in einigen Szenen also viel Bein, so musste man nun genau die so abdecken, damit man im Film nichts von dem Unfall (und dem Gipsbein) sehen konnte. Aber sie biss wohl tapfer die Zähne zusammen und drehte fleißig weiter. In einigen Fotos die während der Drehpausen gemacht wurden, konnte man sie auch auf Krücken durchweg mit ihrem unvergleichlichen Lachen bewundern.

Gut, der Film FLUSS OHNE WIEDERKEHR ist, was die Handlung an sich betrifft, nicht unbedingt ein Blockbuster des damaligen Kinos. Dafür punktet er aber eben mit sehr schönen Landschaftsbildern und einem wirklich guten Schauspiel aller Beteiligten. Hinzu kommt die passende Musik, die Freunden des Western-Genre gleich das Herz höher schlagen lassen.

Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)Von mir erhält der Film FLUSS OHNE WIEDERKEHR daher lockere vier von insgesamt fünf möglichen Punkte. Denn was Westernfilme angeht, wo ich mich wirklich nicht als eingefleischten Fan bezeichnen möchte, ist dieser Film des Genre durchweg ein kurzweiliger und schön anzusehender Beitrag. Ob man ihn nun aber unbedingt in einer Sammlung von Filmklassikern haben muss (oder in der persönlichen Sammlung alter Westernfilme), darf von hier aus jeder für sich selbst entscheiden.

Ausblick:
Wenn ich jetzt ehrlich bin, dann dürfte der nächste PHANTASTISCHE FILMKLASSIKER etwas besonderes für Freunde einer Hilti oder Black & Decker sein. Es wird jedenfalls am Anfang und am Ende ordentlich gebohrt.

Dazu kommt dann meine liebste Scream Queen aus den damaligen Filmen, die hier nun eine niedliche Eingeborene gibt, die man gleich mal aus der Schusslinie ziehen möchte. Aber keine Angst, ihr passiert nichts, außer das der Typ, in den sie sich verschossen hat, wieder ohne sie (und damit vollkommen unverständlich) in seine Welt zurückkehren wird.

Und dann ist dann noch ein netter älterer Herr, den eigentlich jeder kennen müsste, wenn er sich halbwegs mit Hammer-Filmen auskennt. Hier beweist er sogar ein recht eigentümliches, komisches Talent. Der Witz wirkt nur leider heute etwas altbacken. Für das eine oder andere Grinsen reicht es aber immer noch.

Der "Held" (nennen wir ihn einfach mal so), dürfte auch Freunden von alten Westernserien durchaus bekannt sein. Ab und an wird dieser Schauspieler auch schon mal in der Zeichentrickserie DIE SIMPSONS noch nachträglich veralbert. Ich kann euch ja hier nun nicht den Namen dieses Schauspielers nennen (also noch nicht), aber in der besagten Westernserie (lief damals recht erfolgreich im deutschen Fernsehen) reimt sich sein dortiger Charaktername irgendwie auch auf "Trampel". Zumindest war er da wohl in den Staffeln 1 bis 9 recht beliebt gewesen.

Und irgendwie gehört der Film auch in die Kategorie der Dino-Filme, obwohl diese Viecher irgendwie meistens nicht wirklich wie Dinosaurier aussehen wollen. Aber lasst euch einfach überraschen, denn lustig anzusehen sind sie durchaus. Doch Vorsicht, einige dieser Viecher machen in dem Film auch einen auf Big Boss und pflegen irgendwie unschöne Hobbys im Hinblick besonders der weiblichen Gefangenen. Man könnte noch erwähnen, das ihre Soldaten (oder Handlanger) alle gleich aussehen und irgendwie eine Schweinenase im Gesicht ihr eigen nennen.

Nun ja, im Grunde habe ich schon wieder zu viel verraten und ihr dürftet das Rätsel wieder mal schnell gelöst bekommen. Aber eines mag ich euch doch noch verraten, bevor ihr euch aufgrund der Informationen oben etwas auf dem Holzweg bewegen solltet. Denn bei dem Film handelt es sich weder um eine Horrorkomödie mit Dinos oder einem beinharten Horrorfilm mit Dinos. Aber ein gewisser Edgar Rice Burroughs kann euch da bestimmt etwas weiter helfen.

In diesem Sinne also noch viel Spaß beim raten und euch noch ein schönes Wochenende gewünscht. 
Fluss ohne Wiederkehr (River of No Return)
Fluss ohne Wiederkehr
(River of No Return)
mit Robert Mitchum, Marilyn Monroe, Rory Calhoun, Tommy Rettig, Douglas Spencer, Murvyn Vye, Anthony Lawrence, Fred Aldrich, Don Beddoe, Claire Andre, John Cliff, Will Wright, Hal Baylor u.a.
Regie: Otto Preminger
Drehbuch: Frank Fenton, Louis Lantz
Produktion: Stanley Rubin
Genre: Western
Laufzeit: 87 Minuten
DVD/FSK: 12 Jahre
Version: Diamond Collection 2003
Vertrieb: Twentieth Century Fox
USA 1954

 Zum ersten Artikel -  Zur Übersicht

 

Kommentare  

#1 Friedhelm 2017-08-05 11:09
Ich persönlich mag ja Western - und dieser ist da halt etwas untypisch, weil erals Location die meiste Zeit den Fluss und das Floß hat.
Ehrlich, mir ist nie aufgefallen, dass der Film zeitweilig spiegelverkehrt lief.

Zum Ausblick: Ob der weibliche "Eyecatcher" des Films jetzt unbedingt in die "Scream-Queen"-Ecke passt, da bin ich mir nicht ganz sicher. Und ich meine, dass mir alle Filme mit ihr bekannt sind. Auf alle Fälle war sie ein echter "Blickfang".

Der "ältere Herr" war bei Hammer - zusammen mit einem anderen Kollegen- so etwas wie ein Zugpferd - sei es als berüchtigter Baron oder Vampirkiller.

Und der Trampel war ja auch in zwei anderen, fantastischen (Mach)werken der "Hammer-Konkurrenz" zu sehen. Da hatte trieben sich ebenfalls die Dinos rum..

Was den Film selber angeht - der war, von seiner Machart her, schon irgendwie Trash. Und vom Autor der Romanvorlage kannteman vor allem den Dschungelhelden "Tarzan"
Zitieren
#2 Andreas Decker 2017-08-05 12:26
Den habe ich als ziemlichen Schmachtfetzen in Erinnerung, obwohl ich, als ich ihn sehr jung mal im Fernsehen sah, noch nicht wusste, dass "Barmädchen" oder "Tänzerin" der Hollywoodeuphemismus für Prostituierte war :-) Aber die Monroe war ganz nett hier.

Der nächste Film ist ganz spaßig, auch ich glaube auch der alberndste von den Dino-Filmen. Das ist doch der mit den Vogelsauriermännern, die am Ende am Draht von der Decke hängen, oder? Und Caro ist nun wirklich keine Scream-Queen! Wie kommste denn darauf?
Zitieren
#3 Laurin 2017-08-05 13:31
Was die Barmädchen anging, so wurde das glaube ich, erst späterhin mal offener gezeigt, das sie mit einem der Kuhjungen (oder Cowboys) aufs Zimmer verschwanden. Vorher zeigte man sie nur tanzend, singend oder das sie sich zwischen den Cowboys rumlümmelten. Man wollte so die Damen dieses Gewerbes eben zu Anfang nicht gleich offen als Prostituierte darstellen. Aber die Monroe sah in dem Film schon lecker aus. ;-)

Zum "Ausblick": Aber klar ist die Caro so was wie eine Scream-Queen. Schließlich finde ich sie in ihren Filmen immer zum schreien schön. Ist doch auch schon mal was wert. Aber ich kann mich noch an einen Zeitungsartikel erinnern, wo es um Frauen in Phantastischen- und Horrorfilmen ging. Da war Caro auch mit als "Scream-Queen" mit Foto aufgeführt gewesen. Muss so Mitte der 80ern gewesen sein, als der Artikel erschien. Gerade wegen dem tollen Foto von ihr hatte ich den Artikel mal eine Zeit lang aufgehoben, bis das er dann irgendwann auf geheimnisvolle Weise verschwand. Na ja, ist wohl beim groben Ausmisten mit unter die Räder gekommen. :oops:
Zitieren
#4 Friedhelm 2017-08-05 14:22
Zitat:
. Schließlich finde ich sie in ihren Filmen immer zum schreien schön.
Abgesehen davon, dass diese Aussage wohl eher nicht so gemeint ist wie sie sich liest: Alleine deshalb "verdient sie einen solchen -leicht fragwürdigen- Titel natürlich längst noch nicht.

Zitat:
Aber ich kann mich noch an einen Zeitungsartikel erinnern, wo es um Frauen in Phantastischen- und Horrorfilmen ging. Da war Caro auch mit als "Scream-Queen" mit Foto aufgeführt gewesen.
.

Dass die Schreiberlinge einer Zeitung nicht immer wissen,wovon sie eigentlich schreiben, ist ja auch nicht unbedingt neu. Erst recht, wenn diese ansonsten eher mit anderen Aufgaben (als Film- und Genre-Darsteller-Beschreibungen-) zu tun haben.

Naja, das ist vielleicht eher ein Hinweis darauf, dass der Urheber des Fotos - und der damit ausgewiesenen Bezeichnung als SQ- nicht unbedingt gewusst haben muss, was denn eine "Scream Queen" nun wirklich ist.

Ich denke mal, dass es hier genauso war..
Zitieren
#5 Andreas Decker 2017-08-05 14:55
In den 80ern hat mal alle Mädels retromäßig zu SCs gekürt. In keinem ihrer Filme hat Caro eine Rolle, die auch nun annähernd einer SC gleicht. :lol: :lol: Nicht mal in den Mini-Mädchen. Obwohl sie da schreit. Laut :D
Zitieren
#6 Erlkönig 2017-08-07 20:52
"Fluß ohne Wiederkehr" war schon storymässig arg verwässert. Und wenn ich schöne Landschaftbilder sehen will, gucke ich mir halt Heimatfilme wie "Wo der Wildbach durch das Höschen rauscht" an.

Ausblick

The one and only SC: Linnea Q.
Halt, da fällt mir noch eine ein: Elke E.....Du liebe Zeit, Elke, hast du mitgelesen? Leg doch bitte die Axt weg, ich lösche das sofo..............
Zitieren

Kommentar schreiben

Probehalber öffnen wir wieder den Gästezugang für Kommentare. Wir werden sehen, wie lang es dauert. Da diese nicht automatisch publiziert werden, kann es eine Weile dauern, bis diese freigeschaltet werden

Please notice: If you are not a registered user, your comments have to de moderated. It may be last some time till it appears ...

- Bitte nehmt Rücksicht auf andere und kommentiert zum Thema und bleibt sachlich...
- Rassistische und diskriminierende Kommentare werden nicht zugelassen
- Kommentare werden begutachtet und dann - unverändert - frei geschaltet.


- Nur noch Administratoren [SuperUsern] ist es gestattet Kommentare zu editieren - bitte den Zusatz mit einem geeigneten Wort wie "Edit" kennzeichnen - oder zu löschen

- Wer Kommentare entfernt haben möchte, wende sich bitte via Kontaktformular oder Mail an den Administrator. Dann wird darüber entschieden.

Sicherheitscode
Aktualisieren

Leit(d)artikelKolumnenPhantastischesKrimi/ThrillerHistorischesWesternAbenteuer/ActionOff TopicInterviewsHintergründeMythen und WirklichkeitenFictionArchivRedaktionelles

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren. Indem Sie "Akzeptieren" anklicken ohne Ihre Einstellungen zu verändern, geben Sie uns Ihre Einwilligung, Cookies zu verwenden.
Mehr Infos Ok