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Der Western in Film und Fernsehen: Der König der Cowboys - Roy Rogers

Der Western in Film und FernsehenDer Western in Film und Fernsehen
Roy Rogers - Der König der Cowboys

Roy Rogers wurde am 5. November 1911 als Leonard Franklin Slye in Cincinnati, Ohio, USA, geboren. Nach Jahren voller Armut und harter Arbeit trampte er 1930 nach Kalifornien, wo er sich eine Zeit lang mir Gelegenheitsjobs über Wasser hielt.

Über einen Gesangswettbewerb gelang ihm der Einstieg in die lokale Country & Western-Musikszene.

Roy RogersHier traf er auf Bob Nolan und Tim Spencer, mit denen er 1933 das "PIONEER TRIO" gründete, aus dem die "SONS OF THE PIONEERS"  hervorging,  mit denen Rogers große Erfolge feierte.

1935 gab Roy Rogers in "THE OLD HOMESTAD" sein Film–Debüt. Zwei Jahre später erhielt er in "THE WILD RODEO" (1937) seine erste größere Rolle als singender Cowboy. 

Das Konzept des singenden Cowboys kam beim Kinopublikum so gut an, dass Rogers bereits mit seinen nächsten beiden Filmen "THE OLD BARN DANCE" und "UNDER WESTERN STARS" seine ersten Hauptrollen erhielt.

Nach der Scheidung von seiner Frau Lucile Ascolese, heiratete er am 14. Juni 1936 Arline Wilkins mit der bis zu ihrem Tod (3. November 1946) zusammenlebte. Das Paar hatte drei Kinder zusammen.

1938 kaufte Roy Rogers das Pferd der Schauspielerin Olivia de Havillands aus dem Film "ROBIN HOOD - KÖNIG DER VAGABUNDEN" und taufte es in TRIGGER um.
Das Pferd TRIGGER avancierte an der Seite von Roy Rogers zu einem der bekanntesten Tiere im Showbusiness und wurde nach seinem Tod im Jahre 1965 präpariert und im "Roy Rogers and Dale Evans Museum" in Branson, Missouri, ausgestellt.

Roy RogersIn den nächsten Jahre avancierte Roy Rogers zu einen der beliebtesten und bekanntesten Westernfilm-Stars Hollywoods, und übertraf mit der Zeit sogar seinen 'Konkurrenten' GENE AUTRY in der Publikumsgunst.

Zudem rührte Rogers käftig die Marketingtrommel. Es gab Roy Rogers-Actionfiguren, Roy Rogers-Romane, eine eigenen Comic-Serie und vieles mehr. Allein durch die Vermarktung der Fanartikel verdiente der Westernfilm-Star mehrere Millionen US-Dollar im Jahr.

1941 drehte Rogers mit "RED RIVER VALLEY" seinen ersten REPUBLIC PICTURES-Westernfilm. Dutzende weitere Westernfilme folgten bis Anfang der 1950er Jahre für dieses Filmstudio.

Am 31. Dezember 1947 heiratete der Westernstar Dale Evans, mit der er bis zu seinem Tod zusammenlebte.

Roy RogersRoy Rogers erkannte - wie auch seine Kollegen WILLIAM BOYD und GENE AUTRY - die Möglichkeiten des Fernsehens.
So gründete er Anfang der 1950er Jahre mit der ROY ROGERS PRODUCTIONS seine eigene Produktionsfirma und produzierte zwischen 1951 bis 1957 mit "THE ROY ROGERS SHOW" seine eigene TV-Western-Serie, die es auf insgesamt 100 Folgen brachte.

1951 drehte Rogers mit "PALS OF THE GOLDEN WEST" seinen letzten Westernfilm und zog sich 1952 nach einer Rolle in der Westernkomödie "SON OF PALEFACE“ (Bleichgesicht im Wilden Westen) aus dem Filmgeschäft zurück.

Roy RogersParallel zu seinen Aktivitäten als Western-Star nahm Roy Rogers weiterhin Schallplatten auf. 1972 gelang ihm mit "CANDY KISSES"  noch einmal ein Hit.

1960 scheiterte jedoch der Versuch, eine neue TV-Serie zu etablieren, denn die  “THE ROY ROGERS & DALE EVANS SHOW” wurde bereits nach drei Monaten und zwei Folgen abgesetzt.

Danach sah man Rogers nur noch sporadisch im Fernsehen.

So hatte er Gastauftritte in "THE REX SKELTON SHOW“ (1969), in "WONDER WOMAN“ (1977) sowie in zwei Folgen der Serie "EIN COLT FÜR ALLE FÄLLE" ( 1983/1984).

Roy Rogers verstarb am 6. Juli 1998 in Apple Valley, Kalifornien, USA, an den Folgen eines Herzinfarktes. 

Filmographie
1. The Old Homestead (1935)
2. Gallant Defender (1935)
3. The Mysterious Avenger (1935)
4. Song of the Saddle (1936)
5. Rhythm on the Range (1936)
6. California Mail (1936)
7. The Big Show (1936)
8. The Old Corral (1936)
9. The Old Wyoming Trail (1937)
10. Wild Horse Rodeo (1937)
11. The Old Barn Dance (1938)
12. Under Western Stars (1938)
13. Billy the Kid Returns (1938)
14. Come on, Rangers! (1938)
15. Shine on Harvest Moon (1938)
16. Rough Riders' Round-up (1939)
17. Southward Ho (1939)
18. Pony Express (1939)
19. Damals in Caliente (1939)
20. Ein Cowboy in New York (1939)
21. The Arizona Kid (1939)
22. Jeepers Creepers (1939)
23. Saga of Death Valley (1939)
24. Jesse James unter Verdacht (1939)
25. Schwarzes Kommando (1940)
26. Young Buffalo Bill (1940)
27. The Carson City Kid (1940)
28. The Ranger and the Lady (1940)
29. Colorado (1940)
30. Young Bill Hickok (1940)
31. The Border Legion (1940)
32. Robin Hood of the Pecos (1941)
33. Arkansas Judge (1941)
34. In Old Cheyenne (1941)
35. Sheriff of Tombstone (1941)
36. Nevada City (1941)
37. Bad Man of Deadwood (1941)
38. Jesse James at Bay (1941)
39. Red River Valley (1941)
40. Man from Cheyenne (1942)
41. South of Santa Fe (1942)
42. Sunset on the Desert (1942)
43. Romance on the Range (1942)
44. Sons of the Pioneers (1942)
45. Sunset Serenade (1942)
46. Das Herz des goldenen Westens (1942)
47. Ridin' Down the Canyon (1942)
48. Idaho (1943)
49. King of the Cowboys (1943)
50. Song of Texas (1943)
51. Silver Spurs (1943)
52. Man from Music Mountain (1943)
53. Hands Across the Border (1944)
54. Cowboy and the Senorita (1944)
55. The Yellow Rose of Texas (1944)
56. Song of Nevada (1944)
57. San Fernando Valley (1944)
58. Lights of Old Santa Fe (1944)
59. Brazil (1944)
60. Hollywood Canteen (1944)
61. Lake Placid Serenade (1944)
62. Utah (1945)
63. Bells of Rosarita (1945)
64. Man from Oklahoma (1945)
65. Along the Navajo Trail (1945)
66. Eldorado Serenade (1945)
67. Don't Fence Me In (1945)
68. Song of Arizona (1946)
69. Rainbow Over Texas (1946)
70. Schüsse auf der Ranch (1946)
71. Under Nevada Skies (1946)
72. Roll on Texas Moon (1946)
73. Home in Oklahoma (1946)
74. Out California Way (1946)
75. Heldorado (1946)
76. Apache Rose (1946)
77. Hit Parade of 1947 (1947)
78. Bells of San Angelo (1947)
79. Springtime in the Sierras (1947)
80. On the Old Spanish Trail (1947)
81. The Gay Ranchero (1948)
82. Under California Stars (1948)
83. Musik, Tanz und Rhythmus (1948)
84. Eyes of Texas (1948)
85. Night Time in Nevada (1948)
86. Grand Canyon Trail (1948)
87. The Far Frontier (1948)
88. Susanna Pass (1949)
89. Down Dakota Way (1949)
90. The Golden Stallion (1949)
91. Bells of Coronado (1950)
92. Twilight in the Sierras (1950)
93. Trigger, Jr. (1950)
94. Sunset in the West (1950)
95. North of the Great Divide (1950)
96. Trail of Robin Hood (1950)
97. Spoilers of the Plains (1951)
98. Heart of the Rockies (1951)
99. In Old Amarillo (1951)
100. South of Caliente (1951)
101. Pals of the Golden West (1951)
102. Bleichgesicht Junior (1952)
103. Ein Schuß und 50 Tote (1959)
104. Saga of Sonora (1973) (TV)
105. Mackintosh and T.J. (1975)
106. The Christmas Songs (1979) (TV)

TV-Serien
1. The Roy Rogers Show (102 Folgen, 1951-1957)
2. The Red Skelton Show (1 Folge, 1968)
3. Wonder Woman (1 Folge, 1977)
4. Ein Colt für alle Fälle (als Roy Rogers, 2 Folgen, 1983-1984)

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© by Ingo Löchel

 

Kommentare  

#1 Feldese 2018-01-27 10:16
Wie man auch auf den Illustrationen zu Ingos Artikel sehen kann, hat es TRIGGER sogar in Second-Billing auf die Kinoplakate geschafft!
Ich hab mich immer gefragt, ob auch in den späteren Filmen noch immer der Original-Trigger zum Einsatz kam. (Wenn auch Pferde älter werden als Hunde und nicht wie Lassie, Rin Tin Tin oder Rex innerhalb einer Dekade ausgetauscht werden müssen.)
Gibt es dazu irgendwo Infos?
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#2 Valerius 2018-01-27 12:11
Ich bin zwar kein Pferdekenner, aber ich gehe mal davon aus, dass Pferde bei guter Pflege bestimmt über 20 Jahre alt werden. Vielleicht sogar noch viel älter.
Wenn Trigger also im Film "Robin Hood" 3 oder vier Jahre alt gewesen ist, müsste er bei den meisten Filmen von Roy Rogers sowie in der TV-Serie "The Roy Rogers Show" mitgespielt haben.
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#3 Feldese 2018-01-27 23:06
Klar, rein vom Alter her kann Trigger (der 1932 geboren sein soll, dann also mit 33 gestorben wäre) wohl noch immer gelebt haben. Aber sind Pferde mit knapp 25 Jahren (Showende 1957) noch so einsatzfähig und ist die Dressurleistung noch so abrufbar?
Ich kenn mich auch eher mit Hunden aus. Gibt es hier einen Pferdekenner? Ist ein über zwanzigjähriges Pferd noch komplex einsetzbar?
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#4 Feldese 2018-01-27 23:31
P.S.: Es gibt tatsächlich wohl mehrere unterschiedlich angegebene Geburtsdaten für den Palomino (1932 als Golden Cloud, aber auch 1934).
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#5 Feldese 2018-01-27 23:54
Ingos interessante Artikel verleiten einen ja nicht nur dazu, wieder in alte Videos/DVDs zu schauen (oder sie sich zu kaufen), sie erinnern einen auch wieder an Fragen, die man sich evtl. schon früher mal gestellt hat. (Und zu denen man JETZT evtl. hier - oder auch woanders im Netz - die Antwort findet.)

So hab ich gerade entdeckt, dass sein Pferd Trigger selbst in der en.Wiki eine eigene, gar nicht mal so kurze Seite besitzt. Und dort gibt es einen Verweis auf diese Seite
web.archive.org/web/20131029191020/www.royrogersworld.com/Trigger.htm
mit weiteren Infos zu Trigger und - Little Trigger sowie Trigger jun.!

Zudem in Sachen Merchandising: Man kann tatsächlich auch 20 (!) Jahre nach seinem Tod noch immer aktuelle Roy Rogers Wandkalender erwerben - wie jetzt den für 2018!
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#6 Ludwig Webel 2018-01-29 09:59
Da ich gerade die Biografie von Roy Rogers' Pferd lese (Leo Pando, An Illustrated History of Trigger), kann ich schon mal verraten, dass es im Wesentlichen drei Pferde waren: Trigger, Trigger jr. und Little Trigger.
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#7 Feldese 2018-01-29 10:33
Ja, die Traumfabrik und ihre Mythen.
Denn tatsächlich soll wohl gerade Little Trigger nicht nur die meiste Arbeit geleistet haben, sondern auch das Pferd gewesen sein, dass in Wirklichkeit die meisten Tricks beherrschte.

Also gerade das Perd, dass NICHT (anders als der "steigende" Trigger und der tanzende Trigger jun.) für die Nachwelt ausgestopft wurde!
rogersdale.wordpress.com/2013/08/25/trigger-and-his-doubles/

@Ludwig
Lohnt sich das (nicht ganz günstige) Pando-TB?
Und Ist es wirklich sehr abbildungsreich?
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#8 Ludwig Webel 2018-01-29 12:30
Pandos Trigger-Buch: Alle Abbildungen sind schwarzweiß, aber ungemein zahlreich. Trigger ist u.a. beim Unterschreiben seines Filmvertrags und mit seinem Reisepass zu sehen. Pando schildert auch Pferdedressur und Trainer sehr detailreich. Die Roy Rogers-Filmografie auf wikipedia konnte ich durch dieses Buch erweitern. Ich kann es durchaus empfehlen. Ca. 30 € sind allerdings drin, das stimmt.
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#9 Feldese 2018-01-31 09:05
@Ludwig
Danke für die Info!
Es macht tatsächlich Spaß - sozusagen als Gegenentwurf zum Italo - ein paar (vermeintlich "saubere" ) Rogers-Western zu schauen.
Gerade die späteren wenden sich ja augenscheinlich an ein kindlicheres Publikum. Wobei ich mich immer frage, ob diese Zuschauergruppe sich bei den Gesangsszenen nicht unendlich gelangweilt hat.

Auch die hochgehaltenen Werte sind heute natürlich etwas zwiespältiger zu betrachten (wenn z.B. ein nur Verdächtiger durch Folter - sprich: Prügel - humorig dargestellt zum Geständnis gebracht wird).

Eins wird auf jeden Fall (bei aller evtl. "Naivität" und allem evtl. Kitsch) deutlich: Darstellerisch hatte Rogers einiges mehr zu bieten als manch anderer B-Film-Acteur. (Und als Geschäftsmann, der sein eigenes Image - auch mit passenden Falschaussagen - vermarktet, war er wohl unerreicht.)

Ich muss demnächst mal "Schwarzes Kommando" aus den 40ern raussuchen, in dem er neben John Wayne spielt.
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