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Der Western in Film und Fernsehen: Robert Taylor

Der Western in Film und FernsehenDer Western in Film und Fernsehen
Robert Taylor

1941 gab der Schauspieler Robert Taylor mit dem Film "BILLY THE KID" sein Western-Debüt.

»BILLY THE KID« ist ein Remake des gleichnamigen Films unter der Regie von King Vidor aus dem Jahr 1930, in dem Johnny Mack Brown den Billy the Kid und Wallace Beery den Pat Garrett mimte

"Der letzte Bandit" ist eine stilvolle und intelligente Heldenverklärung, die vor allem durch die frühen Technicolor-Aufnahmen bezaubert. Walter Noble Burns' 1926 veröffentlichter Roman über Billy the Kid entsprach nicht ganz den historischen Fakten, doch damit etablierte er nachhaltig die Legende des tragischen Desperados, die in den Outlaw-Western der 40er Jahre populär wurde.“ (1)

Robert Taylor

Der Film kam am 30. Mai 1941 in die US-amerikanischen Kinos. In Westdeutschland kam der  Western unter dem Titel "DER LETZTE BANDIT" am 31. März 1951 in die dortigen Lichtspielhäuser.

Robert Taylor wurde am 5. August 1911 als Spangler Arlington Brugh in Filey, Nebraska, USA, geboren.

1929 schloss Taylor die High School ab. Er gab seinen ursprünglichen Wunsch Arzt zu werden auf, und entschied sich stattdessen für eine Karriere als Konzertmusiker. So spielte er unter anderem in einem Streichquartett welches auch beim Radio-Sender KMNJ auftrat.
Außerdem half er beim Weizenanbau, arbeitete zeitweise in einer Tankstelle und lackierte Autos, um dadurch Geld zu verdienen, um über die Runden kommen zu können

Ab 1931 besuchte Taylor das "Pomona College" in Kalifornien. Dort kam er mit der örtlichen Theatergruppe in Berührung und trat in verschiedenen Theateraufführungen auf. So unter anderem  auch in dem Stück "DIE KAMELIENDAME".

Im Dezember 1932 saß Ben Piazza, ein Talentsucher von MGM,  im Publikum der Pomona-Aufführung von "JOURNEY'S", in welcher Taylor die Rolle des Captain Stanhope  mimte.

Robert Taylor

Piazza gefiel die Darstellung des jungen Mannes und lud ihn zu Probeaufnahmen ein. Nach Fertigstellung der Probeaufnahmen kamen Taylor und Piazza überein, dass Taylor erst einmal sein Studium beenden sollte.
Und so wurde Taylor nach Abschluss seines Studiums im Juni 1933, in die MGM-Schauspielschule aufgenommen.

Im Oktober 1933 erhielt Robert Taylor die Nachricht, dass sein Vater an Krebs gestorben sei. Er reiste zur Beerdigung nach Nebraska und musste feststellen, dass sein Vater seiner Mutter kein Geld hinterlassen hatte.
So fuhr der junge Taylor zusammen mit seiner Mutter zurück nach Kalifornien. Dort mietete ein kleines Appartement für sich und seine Mutter, und setzte danach seinen Schauspielunterricht fort.

Am 6. Februar 1934 unterschrieb Robert Taylor einen Sieben-Jahres-Vertrag bei MGM (mit einem Anfangsgehalt von 35 US-Dollar die Woche) und gab kurze Zeit später in dem Film "ANDY HANDY" sein Film-Debüt. Danach war er vorwiegend in Nebenrollen zu sehen, bis er 1935 in "EIN ARZT FÜR ALLE FÄLLE" seine erste größere Rolle erhielt, die beim Publikum und bei den Kritikern sehr gut ankam.

Robert Taylor mimte in dem Film einen jungen Krankenhausarzt, der zwischen der Behandlung der Patienten mit einem befreundeten Arzt um die Aufmerksamkeit einer Krankenschwester buhlt.

Der endgültige Durchbruch gelang dem Schauspieler 1936 mit dem Film "DEIN LEBEN GEHÖRT MIR" und mit seiner Rolle in "DIE KAMELIENDAME" an der Seite des damaligen Superstars Greta Garbo.

Für den Part des jugendlichen ARMAND hatte es zahlreiche andere Bewerber gegeben, aber auf Vorschlag des Produktionschefs Irving Thalberg und nach Zustimmung des MGM-Chefs Louis B. Mayer, erhielt Taylor diese für ihn sehr wichtige Rolle.

"DIE KAMELIENDAME" wurde ein großer Erfolg an den Kinokassen und viele Filmkritiker waren überrascht, wie vorzüglich sich Taylor neben der "Göttlichen" Greta Garbo hielt.

Nach seiner Rolle des Armand folgte der Film "DER MANN MIT DEM KUCKUCK" (1937) an der Seite von Jean Harlow, indem Taylor auch sein komödiantisches Talent unter Beweis stellen konnte, sowie die Filme "DREI KAMERADEN" (1938)
nach dem  Roman von Erich Maria Remarque, und "THE CROWDS ROARS" (1938), indem er einen aufstrebenden, jungen Boxer, der im Boxring unabsichtlich seinen Gegner tötet, mimte.

Robert Taylor

Taylor nahm seine Rolle im Film sehr ernst und trainierte unter der Anleitung eines Box-Experten sehr hart um fit für die Ringszenen zu sein. In seinem Haus hatte er sich zudem einen Übungsraum eingerichtet.

"Ihr hättet Bob sehen sollen, wie er den Sandsack bearbeitet hat. Er ist darin besser als die meisten Profis. Wenn er nicht soviel Erfolg beim Film hätte, dann würde er einen verdammt guten Kämpfer abgeben!"  (2)

Mitte der 1930er Jahre lernte Taylor über Zeppo Marx und dessen Frau Marion bei einer Party in einem Nachtclub die Schauspielerin Barbara Stanwyck kennen.
MGM lehnte eine Hochzeit der beiden  ab, zumal Barbara Stanwyck zu diesem Zeitpunkt noch mit dem Schauspieler Frank Fay verheiratet war, von dem Stanwyck aber die Scheidung anstrebte.

So verlief die Affäre der beiden Schauspieler mehr oder weniger inoffiziell, obwohl es in Hollywood kein richtiges Geheimnis war. Nachdem Barbara Stanwyck die Scheidung erreicht und das Sorgerecht für den adoptierten Sohn Dion erkämpft hatte, gab auch die MGM ihren Widerstand auf, und so heirateten Robert Taylor und Barbara Stanwyck einige Jahre später am 13. Mai 1939.

Nach dem Melodram "IHRE ERSTE LIEBE" (1940), folgte der Film "FLIGHT COMMAND" (1940), durch den Taylor Geschmack am Fliegen fand und zum Leidwesen seiner Frau beschloss, Flugunterricht zu nehmen.
Seine Begeisterung sorgte für Unstimmigkeiten mit Barbara Stanwyck, die Angst vor Flugzeugen hatte, und sich beklagte, dass er bereits zu viel Freizeit mit seinen Männerfreunden wie Spencer Tracy oder Clark Gable beim jagen und fischen verbringen würde.

Seinen wohl extremsten Rollenwechsel hatte der Schauspieler Robert Taylor in "ESCAPE", indem er einen  Amerikaner deutscher Abstammung mimte, der ins Nazi-Deutschland reist, um seine vermisste Mutter, eine einst gefeierte Schauspielerin, ausfindig zu machen.

1941 gab Taylor mit "DER LETZTE BANDIT" nicht nur sein Westernfilm-Debüt, sondern drehte mit diesem Hollywoodstreifen auch seinen ersten Farbfilm. Ein Jahr später spielte er in "DER TOTE LEBT" einen richtigen Bösewicht und miesen Charakter, was sich von seinen bisherigen Rollen sichtlich unterschied.

Nach Abschluss der Dreharbeiten zu "SONG OF RUSSIA" (1943) wurde Robert Taylor im Februar 1943 unter dem Namen "Spangler Arlington Brugh“ in die Kriegsmarine eingezogen.
Trotz seiner Bemühungen für einen aktiven Dienst in der Marine,  wurde dies mit der Begründung abgelehnt, dass er bereits einunddreißig sei. Stattdessen wurde Taylor der Transportabteilung des Flugwesens zugewiesen.
Er erhielt den Rang eines Leutnants,  den üblichen Rang für Männer über dreißig, die im Besitz einer zivilen Pilotenlizenz waren. Außerdem konnte er bereits 110 absolvierte Flugstunden aufweisen.

Nach seiner Grundausbildung in Dallas, Texas, wurde Taylor an die Marine-Ausbildungsschule in New Orleans, Mississippi, versetzt. Nach bestandener Prüfung wurde er nach Livermore, Kalifornien, abkommandiert, wo er insgesamt siebzehn Trainingsfilme für die Flugkadetten herstellte.
Nach weiteren Ablehnungen für den aktiven Kriegseinsatz, wurde er zumindest für den Dienst als Flugausbilder eingeteilt.

Am 5. November 1945 wurde Robert Taylor als Oberleutnant aus der Kriegsmarine entlassen. Nach seiner Rückkehr sah sich Robert Taylor allerdings einem veränderten Hollywood gegenüber. Denn die dortigen Hauptrollen erhielten neue Stars wie Van Johnson, Cornel Wilde oder Peter Lawford.

Sein Leinwandcomeback feierte Taylor 1946 an der Seite von Katharine Hepburn in dem Thriller "DER UNBEKANNTE GELIEBTE".

"Ich habe ihn zwar nicht richtig gut kennengelernt, aber ich betrachte Bob als einen der am meisten unterschätzten Schauspieler in diesem Geschäft!"  (3)

Robert Taylor

Danach folgte der Film Noir "ANKLAGE MORD" (1947).

"In diesem spannend-düsteren film noir beeindruckt einmal mehr Robert Taylor. Taylor, in den 30er Jahren "der Mann mit dem perfekten Profil" und in der Kategorie "romantischer Held" der Konkurrent von Clark Gable, ist hier ein von seiner Vergangenheit geschlagener, finsterer Choleriker. Man glaubt ihm seine Kopfschmerzen, und man traut ihm eine Menge zu." (4)

Nach dem Film "GEHEIMAKTON CARLOTTA" (1949), reiste Taylor für die Dreharbeiten zu "VERSCHWÖRER" (1950), nach England.

Danach folgten die  beiden Westernfilme "DIE LETZTEN VON FORT GAMBLE" (1949) und "FLUCH DES BLUTES" unter der Regie von Anthony Mann.

"Robert Taylor liefert in dieser Rolle eine der besten Leistungen seiner ganzen Karriere. 'Devil's Doorway' ist bis heute ein Film geblieben, der noch entdeckt werden muss." (5)

1951 reiste der Schauspieler für den Monumentalfilm "QUO VADIS" nach Italien. Der Film war mit einem Kostenaufwand von sieben Millionen US Dollar die damals teuerste Produktion und wurde größtenteils in den Cinecitta-Studios bei Rom gedreht.

"Dieser Monumental-Klassiker über einen römischen Befehlshaber, der in die Wirren der Christenverfolgung gezogen wird, entstand nach dem berühmten Roman von Henryk Sienkiewicz.
Das Werk hat auch nach fast 50 Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt. Vor allem Peter Ustinov als gestörter Nero macht schon enorm Spaß" (6)

Während der Produktion von "QUO VADIS" musste seine Frau Barbara Sanwyck des Öfteren Meldungen in den Klatschspalten lesen, die von Taylors angeblichen Eskapaden in Italien berichteten.
Letztendlich wurde auch der Name der Kleindarstellerin "Lia DiLeo" ins Spiel gebracht. Außerdem wurden ihm Affären mit Ava Gardner und Lana Turner nachgesagt.

Stanwyck reiste daraufhin im August 1950 nach Rom und besuchte ihren Ehemann für die Dauer von sechs Wochen. Doch die Ehe zwischen den beiden Schauspielern war nicht mehr zu retten.

Im Dezember 1950 gab das Paar der Öffentlichkeit seine Scheidungsabsichten bekannt. Am 21. Februar 1951 wurde schließlich die Scheidung zwischen den beiden Eheleuten ausgesprochen.
Nach seiner Scheidung hatte Taylor Affären mit verschiedenen Frauen, darunter so bekannte Namen wie die Schauspielerinnen Virginia Grey und Eleanor Parker, mit der er auch drei Filme drehte.

1951 kehrte Robert Taylor mit dem Film "DIE KARAWANEN DER FRAUEN" zum Westerngenre zurück.

"Regisseur William A. Wellman drehte den Western nach einer Vorlage von Frank Capra. Das Werk kam ganz ohne Studioaufnahmen aus. Ebenso eindrucksvolle wie schwer zu bezwingende Landschaften und die entsetzlichen Strapazen lassen das raue Leben der Pioniertage auferstehen. Einer der Western, die uns glaubwürdig versichern: So könnte es gewesen sein." (7)

1952 folgte der in England gedrehte historische Abenteuerfilm "IVANHOE - DER SCHWARZE RITTER“ (1952), der durch seine Action- (wie die Erstürmung der Burg) und Kampfszenen bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat und zu den Klassikern seines Genres zählt.

"Ein Klassiker von Richard Thorpe mit Starbesetzung. Filmlegende Elizabeth Taylor, die in der Rolle der schönen Rebecca zu sehen ist, war seinerzeit gerade 20 Jahre alt und auf dem Weg vom Kinder- zum Weltstar. Joan Fontaine spielt Ivanhoes große Liebe Rowena.
Die aufwändige Verfilmung des Ritterromans von Sir Walter Scott wurde aufgrund der herrlichen Landschaftaufnahmen und der furiosen Kampf- und Fechtszenen für drei Oscars nominiert.“ (8)

Am 24. April 1952 lernte Robert Taylor bei einer Gesellschaft die junge, deutschstämmige Schauspielerin Ursula Thiess kennen. Sie war erst im Mai 1951 in den Vereinigten Staaten angekommen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits eine gescheiterte Ehe mit dem Produzenten Georg Thiess hinter sich. Aus dieser Verbindung stammten zwei Kinder, ihre Tochter Manuela und ihr Sohn Michael.

In den darauf folgenden Monaten folgten zahlreiche Verabredungen mit der jungen Frau. Während dieser Zeit versuchte  Taylors Mutter Ruth einen Keil zwischen die beiden zu treiben, indem sie ihrem Sohn ständig die Kinder von Ursula und die Unterhaltszahlungen an Barbara Stanwyck unter die Nase rieb.

1953 drehte Taylor den Abenteuerfilm "DIE SCHWARZE PERLE". Ein Jahr später war er neben Mel Ferrer und Ava Gardner in "DIE RITTER DER TAFELRUNDE" in der Rolle des Lancelots auf der Leinwand zu sehen.

Am 30. April 1954 gaben Robert Taylor und Ursula Thiess allen Wiederständen zum Trotz ihre Verlobung bekannt. Taylors Mutter war danach ganz  und gar nicht gut  auf ihren Sohn zu sprechen, und warf ihm vor, dass die Heirat mit einer Frau die bereits zwei Kinder zu versorgen habe, ihn in den finanziellen Ruin treiben werde.

Am 24. Mai 1954 heiratete Robert Taylor und Ursula Thiess in Anwesenheit einiger enger Freunde auf einem Schiff in der Mitte des Jackson Lake, Wyoming. Bereits am nächsten Tag reiste das Paar nach Kalifornien, wo Taylor zu den Dreharbeiten für "EIN MANN LEBT GEFÄHRLICH" erwartet wurde.
Die weibliche Hauptrolle des Films war ausgerechnet mit Eleanor Parker besetzt, mit der er eine Affäre gehabt hatte.
Da die Hochzeit geheim gehalten worden war und in den Zeitungen noch nichts darüber erschienen war, wusste auch Eleanor nichts darüber. Als sie am Drehort dann zu einer Überraschungsparty für Taylor und seine Frau eingeladen wurde, war das ein heftiger Schock für sie. Umso erstaunlicher war die wirklich gute und professionelle Leistung die die beiden in dieser Westernkomödie zustande brachten.

Auch Barbara Stanwyck wurde von den Neuigkeiten hart getroffen. Sie und Taylor hatten über die Jahre immer wieder Kontakt zueinander gehabt und Gerüchte über eine bevorstehende Versöhnung waren bis dahin immer wieder kolportiert worden.

1955 drehte Taylor den grandios ausgestatteten und schwungvoll inszenierten Abenteuerfilm "LIEBE, TOD UND TEUFEL". Am 18. Juni 1955 wurde Robert Taylor Vater, als Ursula ihren gemeinsamen Sohn Terry zur Welt brachte.

1956 folgte das Western-Drama "DIE LETZTE JAGD", in dem Taylor neben "DER TOTE LEBT"  seine wohl unsympathischste Rolle überhaupt spielte, einen psychopathischen und manischen Indianerhasser und Büffeljäger, der dem Wahnsinn verfällt.

Zwei Jahre später war der Schauspieler in gleich zwei Westernfilmen auf der Kinoleinwand zu sehen: "VOM TEUFEL GERITTEN" und "DER SCHATZ DER GEHENKTEN".

Nach dem Krimi-Drama "PARTY GIRL - DAS MÄDCHEN AUS DER UNTERWELT" beendete Taylor 1958 die Arbeit mit dem Filmstudio MGM.

"Meisterregisseur Nicholas Ray vereinte in diesem Film drei völlig unterschiedliche Genres: Melodram, Revue- und Gangsterfilm treffen hier in einer eindrucksvollen Mischung aufeinander.
Doch nicht nur diese Kombination zeichnet den Film aus, auch die farbdramaturgische Inszenierung (das kräftig verführerische Rot der Tänzerin Vicky, kombiniert mit den düsteren Farben der Gangsterwelt) erzeugen eine knisternde Spannung.“ (9)

Für den Paramount-Film "DER HENKER" kehrte Taylor 1959 ins Western -Genre zurück.

Zudem drehte er für den Fernsehsender ABC-TVden Pilotfilm zu einer neuen TV-Serie, die den Titel "THE DETECTIVES" trug. Die Serie lief danach in halbstündiger Folgen von 1959 bis 1961. Anschließend wurde sie bei NBC als "Robert Taylor's Detectives" von 1961 bis 1962, mit einer Länge von einer Stunde, fortgesetzt.

"Wenn wir schon eine TV-Serie machen, dann muss sie auch erstklassig werden oder ich bin nicht dabei. Ich habe zu viel was auf dem Spiel steht, aber ich denke wir haben damit einen sicheren Gewinner!" (10)

1960 kam seine Tochter Tessy zur Welt. Nach dem Ende der Serie "THE DETECTIVES" bot ihm ABC-TV eine weitere halbstündige Serie an, da er sich aber bereits vertraglich an Walt Disney gebunden hatte, konnte er das Angebot nicht annehmen.

1963 drehte Taylor mit "REVOLVERHELDEN VON WYOMING" seinen nächsten Westernfilm, gefolgt von "MADAME P. UND IHRE MÄDCHEN" (1964) und den interessanten Thriller "ER KAM NUR NACHTS" (1965).

Das Bemerkenswerte an "ER KAM NUR NACHTS“ war jedoch sein weiblicher Co-Star, seine Ex-Frau Barbara Stanwyck. Doch die Dreharbeiten zu dem Thriller verliefen in äußerst entspannter Atmosphäre.

"B-Film-Meister William Castle garnierte die Story, die er nach einem Buch von Robert Bloch (lieferte die Idee zu "Psycho") drehte, mit Horrorelementen. Castle setzt hier ganz auf sein Darstellergespann Stanwyck/Taylor, die in ihrer Karriere mehrfach zusammenspielten." (11)

Robert Taylor

Von seinem nächsten Film "JOHNNY TIGER“ (1966) war Taylor sehr angetan. Außerdem begeisterte er sich für die Darstellung seines Co-Stars, Chad Everett, mit dem ihn bald eine enge Freundschaft verband.
Ein Jahr später folgte der Westernfilm "HEISSE COLTS IN HARTEN FÄUSTEN", indem der Schauspieler Chad Everett erneut sein Co-Star war.

Die Dreharbeiten zum Westernfilm "HEISSE COLTS IN HARTEN FÄUSTEN" fanden in Tucson  in großer Hitze statt und machten Taylor gesundheitlich zu schaffen.

"Der spannend inszenierte Western "Heiße Colts in harten Fäusten" präsentiert Robert Taylor in "einer seiner letzten und besten Rollen, lakonisch und ohne Larmoyanz spielt er die Standardrolle des Schießhelden, der des Ziehens müde geworden ist, aus Loyalität aber noch einmal auf einen Rachefeldzug gehen muss, umgeben von einem Ensemble, in dem der ehrgeizige Revolvereleve Chad Everett und der gefährlich verblödete Sundance Kid von John Davis Chandler besonders eindrucksvoll sind"  (12)

Im September 1966 unterzeichnete Taylor einen Vertrag als Gastgeber, Erzähler und gelegentlicher Star der TV-Serie "Death Valley Days".

Seine beiden nächsten Film-Auftritte in "DIE VERFLUCHTEN DER PAMPAS" (1967) und "DIE GLÄSERNE SPHINXS (1968), die Taylor absolvierte, waren dagegen insgesamt eher enttäuschend. Zudem machten sich bei dem Schauspieler gesundheitliche Probleme bemerkbar, die nicht mehr zu verbergen waren.

Nach einem Gastauftritt in  "WHERE ANGELS GO, TROUBLE FOLLOWS", war der Schauspieler 1968 in der Komödie "THE DAY THE HOTLINE GOT HOT“ in seiner letzten Filmrolle zu sehen.

Robert Taylor verstarb am 9. Juni 1969 in Santa Monica, Kalifornien, USA, an den Folgen seiner Lungenkrebserkrankung.

"Robert Taylor alterte anders als die anderen Stars. Anscheinend hatten ihn die Kriegserfahrungen stark geprägt, man konnte ihre Spuren in seinem Gesicht ablesen. Er wurde als Schauspieler viel interessanter.
Bei "Heiße Colts in harten Fäusten" war er 56 Jahre alt, er hatte nur noch knapp drei Jahre zu leben, und sein zerfurchtes Gesicht, seine ausdrucksvollen blauen Augen zeigen eine Weltmüdigkeit, die tragische Dimensionen annimmt.
Er porträtiert perfekt den im Western häufigen Typus des berühmten Revolverhelden, der des Tötens müde ist.
Clint Eastwoods ausgebrannter Revolverheld Bill Munny in "Erbarmungslos" scheint in Taylors Darstellung seinen Ursprung zu haben"  (13)


Filmographie
1. Handy Andy (1934)
2. The Spectacle Maker (1934)
3. There's Always Tomorrow (1934)
4. There's Always Tomorrow (1934)
5. A Wicked Woman (1934)
6. Buried Loot (1935)
7. Society Doctor / Arzt für alle Fälle (1935)
8. Times Square Lady (1935)
9. West Point of the Air / Helden von Heute (1935)
10. Murder in the Fleet / Gefahr im Dunklen (1935)
11. Broadway Melody of 1936 / Broadway Melodie 1936  (1935)
12. Magnificent Obsession / Dein Leben gehört mir (1935)
13. Small Town Girl / Kleinstadtmädel (1936)
14. Private Number / Frauenehre / Ehe ohne Hochzeit (1936)
15. His Brother's Wife / Zwischen Hass und Liebe (1936)
16. The Gorgeous Hussy / Karriere (1936)
17. Camille / Kameliendame (1936)
18. Personal Property / Adam und Venus / Der Mann mit dem Kuckuck (1937)
19. This Is My Affair / Unter vier Augen  (1937)
20. Lest We Forget (1937)
21. Broadway Melody of 1938 / Broadway Melodie 1938 (1937)
22. A Yank at Oxford / Lausbub aus Amerika (1938)
23. Three Comrades (1938)
24. The Crowd Roars / Der Schrei der Menge (1938)
25. 58. Stand Up and Fight / Auf in den Kampf / Die Stunde der Vergeltung  (1939)
26. 57. Lucky Night (1939)
27. Lady of the Tropics / Lady in den Tropen (1939)
28. 55. Remember? (1939)
29. Waterloo Bridge / Ihr erster Mann  (1940)
30. Escape (1940)
31. Flight Command (1940)
32. Billy the Kid / Der letzte Bandit (1941)
33. When Ladies Meet (1941)
34. Johnny Eager / Der Tote lebt (1942)
35. Her Cardboard Lover (1942)
36. Stand by for Action (1942
37. Bataan / Bataan (1943)
38. Song of Russia (1944)
39. Undercurrent / Der Unbekannte Geliebte(1946)
40. High Wall / Anklage Mord (1947)
41. The Bribe / Geheimaktion Carlotta (1949)
42. Conspirator / Verschwörer (1949)
43. Ambush / Die letzten von Fort Gamble (1949)
44. Devil's Doorway / Fluch des Blutes (1950)
45. Quo Vadis / Quo Vadis  (1951)
46. Westward the Women / Karawane der Frauen  (1952)
47. Ivanhoe / Ivanhoe – Der schwarze Ritter (1952)
48. Above and Beyond / Die letzte Entscheidung (1952)
49. Knights of the Round Table / Die Ritter der Tafelrunde (1953)
50. Ride, Vaquero! / Verwegene Gegner / Terror der Gesetzlosen (1953)
51. All the Brothers Were Valiant / Die schwarze Perle  (1953)
52. Valley of the Kings / Das Tal der Könige (1954)
53. Rogue Cop / Heißes Pflaster (1954)
54. Many Rivers to Cross / Ein Mann liebt gefährlich  (1955)
55. Quentin Durward / Liebe, Tod und Teufel (1955)
56. The Last Hunt / Die letzte Jagd (1956)
57. D-Day the Sixth of June / Zwischen Himmel und Hölle (1956)
58. The Power and the Prize / Die Macht und ihr Preis (1956)
59. Tip on a Dead Jockey / Luftfracht Opium (1957)
60. Saddle the Wind / Vom Teufel geritten  (1958)
61. The Law and Jake Wade / Der Schatz der Gehenkten  (1958)
62. Party Girl / Das Mädchen aus der Unterwelt (1958)
63. The Hangman / Der Henker (1959)
64. The House of the Seven Hawks  / Haus der sieben Falken (1959)
65. Killers of Kilimanjaro / Rivalen unter heißer Sonne  (1959)
66. Miracle of the White Stallions / Die Fluch der weißen Hengste (1963)
67. Cattle King / Revolverhelden von Wyoming  (1963)
68. A House Is Not a Home / Madame P und ihre Mädchen (1964)
69. The Night Walker / Er kam nur Nachts  (1964)
70. Johnny Tiger (1966)
71. Savage Pampas / Die Verfluchten der Pampas (1966)
72. Sfinge d'oro, La / Die gläserne Sphinx (1967)
73. Return of the Gunfighter / Heiße Colts in harten Fäusten (1967)
74. Where Angels Go, Trouble Follows / Wenn Engel reisen (1968)
75. Le Rouble à deux faces / The Day the Hotline got hot (1968) 

TV-Serien
1. The Thin Man (1 Folge, 1958)
2. The Detectives/Kein Fall für FBI (als Det. Capt. Matt Holbrook, 97 Folgen, 1959-1962)
3. The Robert Taylor Show (1 Folge, 1963)Death Valley Days/Im Wilden Westen, 10 Folgen (1966 – 1969)
4. Hondo/Hondo (als Gallagher, 2 Folgen, 1967)

1. Prisma Online
2. Max Baer, der ehemalige Box – Weltmeister im Schwergewicht
3. Katherine Hepburn
4. Prismal Online
5. Heyne-Western-Lexikon, Joe Hembus
6. Prisma Online
7. Prisma Online
8. Prisma Online
9. Prisma Online
10. Robert Taylor
11. Prisma Online
12. Heyne-Western-Lexikon, Joe Hembus
13. David Atfield

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© by Ingo Löchel

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