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Go West! - 1. Juni 2016

Go WestWieder in den ›Wilden Westen‹
1. Juni 2016

Jedes Jahr führe ich zwei kleine Reisegruppen durch den Westen der USA. Dazu lege ich in Facebook ein Reisetagebuch an, das auch im Zauberspiegel erscheinen soll. Es geht zu legendären Orten des Wilden Westen auf den Spuren von Cowboys, Indianern und eines spannenden Stücks Geschichte. -

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AlbuquerqueAlbuquerque
Wir rollten auf der Interstate 25 durch die heiße Landschaft New Mexicos nordwärts. Unser Ziel heute war die größte Stadt des Staates – Albuquerque.

Hier befindet sich das „Pueblo Indian Cultural Center“, eines der größten und eindrucksvollsten Indianer-Museen im Südwesten, finanziert und geführt von den 19 Pueblo-Völkern, die heute noch in New Mexico leben.

Leider erlebten wir eine Enttäuschung. Heute ist in den USA "Memorial Day", ein hoher Feiertag. Die meisten Geschäfte sind offen, weil Millionen von Amerikanern den freien Tag nutzen - nur das Pueblo-Center war geschlossen. Das war sehr schade.

Trotzdem einige Informationen: Die heutigen Pueblo-Völker - sie zählen etwa 35.000 Menschen - sind die direkten Nachkommen der prähistorischen Völker, die einst in den Mesas und Canyons des Gebiets beheimatet waren und als "Anasazi", korrekt: prähistorische Pueblos, bezeichnet werden. Diese 19 Völker sind der Rest weit verbreiteter Kulturen, die vor über 400 Jahren von den spanischen Eroberern in grausamster Weise behandelt wurden.

Die Konquistadores, die sich damals auf der Suche nach den „Goldenen Städten von Cibola“ befanden und von eifrigen Missionaren begleitet wurden, hinterließen eine Spur von Blut und Mord, was bis heute bei den betroffenen Völkern nicht vergessen ist. 1680 erhoben sich die Pueblos zu einer erfolgreichen Revolte.

Zugleich waren die Pueblos ständigen Angriffen kriegerischer Indianer wie der Apachen, Navajo und Comanchen ausgesetzt.

Die Pueblos New Mexicos sind keine "Stämme", sie legen Wert darauf, immer eigenständige Völker mit differenzierten Kulturen gewesen zu sein. Sie sprechen 6 verschiedene Sprachen - Towa, Tewa, Tiwa, Keresan, Zuni, sowie uto-aztekisch bei den Hopi in Arizona.

Heute existieren die indianischen und die europäische Kulturen nebeneinander. Die meisten Pueblo-Indianer sind katholisch getauft und gehen gleichzeitig zu überlieferten Ritualen in ihre „Kiva“, den Sakralraum ihrer Dörfer. Sie pflegen ihre Tradition.

Die anhängenden Fotos zeigen leider nur den Außenbereich, den Eingang, das Kriegerdenkmal und die Cafeteria. (Bild 172-174)

Da das Pueblo Center geschlossen war, fuhren wir in die Altstadt von Albuquerque, in der Feiertagsstimmung herrschte. Die Geschäfte in den alten Adobegebäuden waren geöffnet. Hier und da spielte Live-Musik. Galerien luden zum Besuch ein, und es gab eine prachtvolle Oldtimer-Parade zu bestaunen darunter zahlreiche uralte Ford-Modelle.

Den "Dodge" hat Herr Baulig fotografiert. (Bild 175-178)

Albuquerque wurde 1706 von den spanischen Eroberern als Station am Camino Real, dem "Königsweg" von Mexiko-Stadt bis Santa Fe, etabliert. Gründer war Don Francisco Cuervo Y Valdez, der als Gouverneur von New Mexico amtierte.

Im gleichen Jahr begann der Bau der eindrucksvollen Missionskirche San Felipe de Neri, die seither (bis heute) von den Franziskanern betrieben wird. (Bild 179-182)

 


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